Mittwoch, 7. November 2012

Obamas Charisma gab den Ausschlag bei der Zitterpartie:

aus ZEIT-online:

  • Barack Obama

    Präsidentschaftswahl USALive-Blog: Obama appelliert an die Einheit der Amerikaner

    Obama hat eine mitreißende Rede vor Anhängern in Chicago gehalten. Konkurrent Romney hat seine Niederlage eingestanden und Obama gratuliert. Die US-Wahl im News-Blog  [weiter…]

    Kommentar: Die Rede überzeugte durch Glaubwürdigkeit. Rhetorisch gesehen fällt bei dieser historischen Rede auf:

    - Kurze, klare Gedanken.

    - lange Pausen

    - freies Sprechen

    - Emotionen

    - Publikum wird angesprochen (Blick ist die Nabelschnur der Kommunikation)

    - Feu sacré

    - Obama strahlte Optimismus aus

    - wie 2004 ruft er zur Einheit auf: "Es gibt nur ein Amerika!"




    und:........... (Was finden Sie?)

    Wenn es Obama wirklich gelingt, mit den Republikaner zusammen zu arbeiten (sie dominieren das Repräsentantenhaus), dann könnte sich Obama ein Denkmal setzen. Ihm würde etwas gelingen, was bis anhin in den Staaten nie möglich war.



Das Wort zum Tage:

„Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.“

Theresia von Avila (1515-82), eigtl. Teresa de Cepeda y Ahumada, span. Mystikerin u. Klostergründerin

Querverweise:Prägnanz, 

LINK:

31. Aug. 2011 ... Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich (www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/08_31/index.html


Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen.
www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html







Dienstag, 6. November 2012


Authentizität: Bin ich ein Original oder eine Fälschung?


Menschen, die authentisch sind, mögen sich in der Regel so, wie sie sind.




Mut zur Authentizität

Authentisch sein, heisst mit sich im Lot sein, sich akzeptieren.
In der Regel stelle ich bei Weiterbildungen fest, dass es oft ein längerer Prozesse ist von der Konfrontation mit der eigenen Person (beim Videofeedback) bis hin zur Phase des "sich Akzeptierens".

Werde, die Du bist, und Du willst keine andere mehr sein oder wie Oscar Wilde schon sagte: Be yourself, everyone else is already taken!

Montag, 5. November 2012

„Rhetorik – eine praxisorientierte Vertiefung“





Zur Einstimmung des vertraulichen individuellen Coachings während dieser Woche können Sie als CEO auf Ihrer bisherigen Rhetorikausbildung aufbauen.  Sie sind alles Kommunikationsprofis, denn Kommunikation ist bekanntlich Chefsache.  Ich freue mich auf das bevorstehende Intensivseminar.
Wir arbeiten mit professionellem Videofeedback. Sie werden in der Selbstbeurteilung erkennen, dass Sie besser sind, als Sie es vermutet haben. Anfänger erstaunt dieses Phänomen. Obschon die Kamera ein Stressfaktor ist und sie für viele einer  Röntgenkamera gleichkommt, so kann das Fernsehbild nicht mit einem Schirmbild verglichen werden. Vieles, was in ihrem Kopf vorgeht, sieht das Publikum nicht. Unsere Aufnahmen werden nicht manipuliert. Sie werden dank eines ausgebildeten Kameramannes einen möglichst neutralen Videospiegel vorgesetzt bekommen (So wie sie vom Gegenüber wahrgenommen werden) und können dadurch  die Wirkung Ihrer Persönlichkeit selbst erkennen.   Ihre Stärken und allfällige Defizite werden Ihnen rasch bewusst . Die vertraulichen Aufnahmen werden sofort gelöscht.
Mir geht es im bevorstehenden Coaching vor allem darum, dass Sie bei Kommunikationsprozessen überzeugen und bei Ihrem Optimierungsprozess sehen, was bei der Auftrittskompetenz wichtig ist:


- Echtheit ist gefragt.


- Sie müssen verstanden werden!


- Sie werden nach dem Coaching die wichtigsten bewährten Bausteine der Rhetorik kennen.



- Kommunikationsprozesse werden  Sie situationsgerechter VEREINFACHEN können.

- In unserem Modul werden Sie am Schluss befähigt,  nachher selbständig das Gelernte festigen zu können.


- Sie werden nach einigen Wochen die Nachhaltigkeit selbst überprüfen können und überprüfen können, ob sich die Ausbildungstage gelohnt haben.



Am bevorstehenden Intensivseminar erhalten Sie eine Dokumentation.
Hier zur Einstimmung nur noch ein paar Grundsatzartikel, die Sie überfliegen oder nachträglich lesen können.

Dieser Animationstext wird nicht gelöscht.


EINIGE HILFREICHE LINKS ZUR VERTIEFUNG DER THEMATIK:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar
  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar
  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar


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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar




  2. Aus der Praxis für die Praxis:

     
























    LOCKERHEIT IST DAS A und O



    Oeffnung schafft Vertrauen





    Bei allen Kommunikationsprozessen lohnt es sich, vor Gesprächen, Auftritten immer zu kontrollieren, ob der Körper, die Muskeln, die Hände  locker sind.

    Die Lockerheit des Körpers beeinflusst  die Lockerheit im Denken.

    Dank dieser Lockerheit fliesst die Kommunikation.

    Die Spannung im Stresszustand erkennen wir sofort im Gebiss-Hals bereich. Wer sich muskulär verspannt, blockiert auch das Denken.


    Offene Haltung beim Sprechen




    FAZIT: Beginnen Sie nie mit einer Scheinlockerheit. Nehmen Sie sich die Zeit, den Start  zu zelebrieren, bis sie echt locker sind! Selbstverständlich benötigen Sie immer auch eine gewisse Grundspannung. Es gibt bewährte Methoden oder Techniken, diese Lockerheit innert weniger Sekunden zu gewinnen.

    Zur Haltung:
    Geerdet STEHEN - zur Aussage STEHEN
    WURzeln






    Beim Kommunikationscoaching spielt die Haltung eine wichtige Rolle.

    Es zeigt sich, wer geerdet da STEHT -  mit Bodenhaftung - der wird  auch besser verSTANDen.
    Die Stimme klingt auf der senkrechten Wirbelsäule sonorer. Sie ist ausbalancierter.

    Wer goundet (Begriff in den Staaten), wer geerdet da steht, signalisiert, dass er zu seiner Aussage STEHT.  Wer seinen STANDpunkt eindeutig vertritt, wird zwangsläufig auch besser verSTANDen.
    (In unserem fachgerechten Coaching erkennen Sie, wie  die Energie- dank richtigem Verhalten - konkret  zum fliessen gebracht werden kann.

    Fazit: Wer verankert ist, kann auch bei heiklen Kommunikationsprozessen verbale Stürme überstehen. 




    DAS WICHTIGSTE IN KUERZE


    1. VORBEREITUNG




    Vor dem Anlass die Aussagen (Argumente) nochmals gedanklich durchgehen. Ohne Manuskript!
    - Welches ist die Kernaussage?
    - Wie vermittle ich diese Kernbotschaft dem entsprechenden Publikum, damit sie ankommt?
    Link:


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    1. Vorbereitung unter Zeitdruck

      Das bedingt eine besondere Vorbereitung, die auch unter Zeitdruck beherrschen weren müssen. Links zum Thema: Antizipieren, Zeitmanagement ...www.rhetorik.ch/Vorbereitung/Vorbereitung.html -Cached - Similar

    2. KURZ VOR DEM AUFRITT


    Sich lockern 

    Entspannt



    Muskeln lockern - Kiefer - Zunge - Gesicht. Evt. auf die Brust trommeln.



    3. NATUERLICH BLEIBEN



    Sich nie so benehmen, wie man meint, dass es andere von mir erwarten. Niemanden imitieren.



    4. KEINE NEBENGEDANKEN



    Viele überlegen sich, wohin mit den Händen.Weder an die Hände noch die Augen denken.Denken Sie an das Denken und sprechen Sie das Gegenüber an (einzelne Personen im Publikum). Wenn Sie ganz bei der Sache sind, können Sie sich unzählige Fehler leisten. Wer authentisch bleibt und adressatengerecht spricht, überzeugt. 


     


    5. EINE GEWISSE GRUNDSPANNUNG IST NOTWENDIG
    Benutzeravatar

    Mit der Grundspannung ist der positive Stress gemeint. Wer jedoch Angst hat, nimmt sich eigentlich zu wichtig. Die Zuhörer setzen sich in erster Linie mit dem Inhalt der Botschaft auseinander. Nur Referenten, die verkrampft sind und sich sonderbar verhalten, werden zum Thema. Wer keine Spannung mehr hat, wirkt spannungslos, ist lendenlahm.


      
    und unter Rhetorik AKTUELL (11. Juni 08): 

    rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren

    Sinnvoll Kommunizieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Wortwirkung · Wort und Bild. Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren ...www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html - 6k -Cached - Similar pages

Sonntag, 4. November 2012

Parteien, die sich für die Sicherheit der Bürger stark machen, werden punkten.

Das Sicherheitsbedürfnis ist ein zentrales Grundbedürfnis der Menschen. Wer dieses zentrale Bedürfnis der Bevölkerung ernst nimmt, wird künftig punkten. Es ist ein Fakt, dass in der Schweiz die Einbrüche massiv zugenommen haben. Wir dürfen diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen. Die zunehmende Gewalt verunsichert.

Aus blick-online:


Check: Ist Ihr Haus sicher? Alle 10 Minuten wird in der Schweiz eingebrochen
Kommentar: 
Die Fakten sprechen für sich. Baselland hat 33% mehr Einbrüche. Aargau rechnet mit 
einer Zunahme von 10 Prozent.
Die starke Zunahme von Einbrüchen in der Nordostschweiz ist eine Tatsache! Es zeigt sich: Die Schweiz hat eine zu lasche Gesetzgebung. Bedingte Geldstrafen sind lächerlich klein und schrecken die Einbrecherbanden nicht ab. Im Gegenteil.
Repression und Abschreckung würden sich auf die Zahl von Einbrüchen rasch auswirken.
Die FDP hat erkannt, dass wir sofort mehr Geld für die Sicherheit der Bürger investieren müssten.
Es fehlen Plätze für die Ausschaffungshaft. Die Grenzpolizei könnte vermehrt eingesetzt werden, um Kriminaltouristen abzuhalten. Dies wäre wichtiger, als die Kontrolle von Hausfrauen, die zu viel Fleisch im Kofferraum haben.

Macbeth-Klima im Bundeshaus.

Erneute Indiskretionen im Bundesrat - ein Rückfall


Mit der jüngsten Konstellation im Bundesrat erhofften sich alle, dass künftig alle am gleichen Ende des Strickes ziehen. Leider leidet das Kommunikationsklima erneut unter der Unverträglichkeit zwischen den beiden Frauen Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard. Auseinandersetzungen werden zur Zeit verbissen und hart ausgetragen. Besonders schlimm: Es geht um Indiskretionen. Der interne Machtkampf eskaliert nun dermassen, dass interne Beobachter verlauten lassen: Die beiden Bundesrätinnen könnten sich Gift geben. Wichtig wäre es, die Auseinandersetzung unverzüglich  konstruktiv und professionell anzugehen. Dieser Zwist in der Oeffentlichkeit schadet dem Image des Gesamtbundesrates. Besonders bedauerlich, denn die Oeffentlichkeit erhoffte sich im Bundesrat -  dank  Frauenpower -  eine positivere Kommunikationskultur als früher.  Statt Gemeinsamkeit und Teamwork sind wir leider erneut mit  einer offensichtlichen Kraftprobe zwischen zwei ALPHA Frauen konfrontiert. Das haben wir früher vor allem  bei den Männern erlebt. Eveline Widmer-Schlumpf wird heute Unverfrorenheit und Sturheit attestiert, nachdem sie lange von der Offentlichkeit und den Medien hochgejubelt worden war. Die FInanzministerin eckt zunehmend an: Bei der Oekosteuer -bei der Weissgeldstrategie - weil sie eigensinnig politisiert. 
Wenn zwei Kontrahentinnen sich öffentlich umarmen, aber im Hinterhalt das Messer in der Hand haben, um bei der besten Gelegenheit zu zustechen, ist dies  gefährlich.


(Zitat Basler Zeitung)
Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard bekämpfen sich. Leise, verbissen – und mit Folgen. Ein Kommentar:
Einigkeit oder Kraftprobe? Eveline Widmer-Schlumpf (links) und Doris Leuthard.

Einigkeit oder Kraftprobe? Eveline Widmer-Schlumpf (links) und Doris Leuthard.
Bild: Keystone
Zurzeit häufen sich die Indiskretionen, die aus der Bundesverwaltung oder aus dem Bundesrat in die Medien gelangen. Was gemeinhin ein Zeichen dafür ist, dass in der Regierung harte, ja böse Auseinandersetzungen aus­getragen werden. Lady Macbeth an der Macht, Maria Stuart im Bundeshaus. Mittels Verrat, mittels einem vertraulichen Papier, das sie einem Jour­nalisten zustecken, bekämpfen die Stabsleute der Bundesräte die anderen Bundesräte. Projekte werden so gefährdet, weil sie zu früh bekannt werden, Pläne durchkreuzt, indem das Klima im Bundesrat mit Absicht verseucht wird.
Offenbar mottet gegenwärtig kein Konflikt kräf­tiger als der Gegensatz zwischen Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) und Doris Leuthard (CVP). Es mag persönliche Unverträglichkeiten geben, die die beiden Frauen gegeneinander aufbringen – Beobachter, die ihnen nahestehen, berichten, die beiden Frauen «könnten sich Gift geben».
Doch wie immer liegen auch handfeste politische Ursachen vor: Während Leuthard, die Umwelt­ministerin, so rasch als möglich die Energiewende und den damit verbundenen Atomausstieg forcieren möchte, ist Widmer-Schlumpf die undankbare Rolle zugefallen, die finanziellen Auswirkungen dieses gigantischen Schritts zu planen und durchzusetzen.
Für Leuthard winken anscheinend nur Gewinne: Im Bewusstsein, Geschichte schreiben zu können, möchte die Aargauerin den Atom-Exitus vors Volk bringen – und hofft selbstverständlich nicht bloss auf eine Mehrheit, sondern auch auf Anerkennung für ihren Mut. Wie aber die Energiesparziele erreicht werden, die den Ausstieg und die Energiewende überhaupt ermöglichen, diese äusserst anspruchsvolle, weil unpopuläre Aufgabe muss die Finanzministerin lösen, indem sie zahllose Lenkungsabgaben und Steuererhöhungen dem Parlament und sicher einmal auch dem Volk beliebt machen muss.
Aus dem Finanzdepartement hört man derzeit fast real, wie die Beamten unter ihrer Last stöhnen. Der eine oder andere mag Leuthard dafür ver­fluchen. Ob Widmer-Schlumpf auch zu diesen gehört, weiss nur sie selbst, sicher aber ist diese Arbeitsteilung für sie eine Zumutung.

Aneinandergekettet


Verschärft wird der Streit zwischen den beiden Bundesrätinnen, weil beide sich auf Parteien ­stützen müssen, auf die sie sich nicht verlassen können, oder genauer: die ihnen nicht viel helfen. Nachdem Leuthard als Präsidentin der CVP deren Niedergang etwas abzubremsen vermocht hatte, scheint die Partei heute von irreversibler Schwindsucht ergriffen. Obwohl Leuthard vermutlich die beste Kommunikatorin ist, die die Schweizer ­Politik in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat, nützt das ihrer Partei nicht mehr viel. Längst dreht sie in einer Todesspirale.
Zu allem Überfluss muss diese CVP nun erleben, wie sich die Partei von Widmer-Schlumpf, die BDP, auf ihre Kosten ausdehnt. Klein ist die BDP zwar immer noch, aber die Prozente, die sie der CVP abnimmt, genügen, um deren Politikern wehzutun. Dass Widmer-Schlumpf selbst ihre Wahl und ihre Bestätigung vor einem Jahr in erster Linie der gleichen CVP verdankt, macht die Sache umso vertrackter. Eigentlich müsste sie der CVP und ihrem Star Doris Leuthard ewig dankbar sein – und alles tun, was diese sich auch nur im Entferntesten erträumt. Jeden Wunsch müsste die Bündnerin der Aargauerin von den Lippen ablesen.
Tatsächlich geht Widmer-Schlumpf ihren eigenen Weg – auf eine Art und Weise, die man in ihrer unverfrorenen Sturheit schon fast bewundern muss. Sie bewegt sich in Bern, als stünde hinter ihr eine grosse Bundesratspartei, während sie bloss eine Operettenpartei hinter sich weiss – die kaum überleben dürfte, wenn dann Widmer-Schlumpf in vier, acht oder zwölf Jahren einmal zurücktritt. Sie ist faktisch eine Bundesrätin ohne Partei – ein Phänomen, das es so in der Geschichte des Bundesstaates noch nie gegeben hat. Umso mehr kümmert sie sich darum, vermeintlich Populäres zu tun. Eine Bundesrätin des täglichen Plebiszits ist sie.
Mit einer Mischung von Erstaunen und Ohnmacht verfolgen die Christdemokraten Widmer-Schlumpfs Politik. Erstaunt sind sie, weil sie nicht begreifen, was ihnen widerfahren ist, ohnmächtig fühlen sie sich, weil Widmer-Schlumpf ihnen stets von Neuem zeigt, dass sie sich nicht nach den Wünschen der CVP richtet. Wenn Widmer-Schlumpf eine Partei pflegt, dann die SP: Sowohl in ihrer Personalpolitik als auch in der mitleid­losen Abwicklung des Finanzplatzes ist zu erkennen, wie sehr sie sich bemüht, die Linke ja nicht zu enttäuschen. Wie Goethes Zauberlehrling ­werden die Christdemokraten die Geister der BDP nicht mehr los, die sie gerufen haben. Wer Stoff sucht, um einen politischen Krimi zu verfassen, er findet ihn hier: im Königinnendrama dieser beiden Frauen, die sich vor dem Publikum um­­armen – und hinter dem Rücken zustechen.
Ginge es allein um diese etwas morbide Auseinandersetzung zweier Ministerinnen und ihrer beiden Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen keine fröhliche Zukunft vor sich haben, man müsste keine weiteren Gedanken darauf ver­wenden. Hass im Bundesrat, Machtkämpfe und Intrigen, Verrat und Lüge, das hat es immer gegeben, oft hatten solche Konflikte auch politische Folgen. Meistens jedoch hielten sich die Verheerungen in Grenzen.
Was diese Zwietracht beunruhigender macht: Sie ist Ausdruck des allgemeinen Malaise in unserer Regierung. Ohne zu übertreiben, kann ich fest­halten: Widmer-Schlumpf und Leuthard betreuen derzeit die wichtigsten Themen der Schweizer Politik – und sie haben wohl auch am meisten Einfluss in der Regierung. Das gilt insbesondere für Widmer-Schlumpf – was erneut verblüfft in An­­betracht der Tatsache, dass sie im Parlament über keinerlei nennenswerte Hausmacht verfügt. Wenn diese zwei Bundesrätinnen sich nicht verstehen, hat das deshalb Auswirkungen auf das ganze ­Gremium und die gesamte Politik des Landes.
Zumal die übrigen Bundesräte deutlich abfallen, was ihre Performance anbelangt. Man wird den Verdacht nicht los, dass sie den beiden zerstrittenen Frauen wenig entgegenzusetzen haben: Didier Burkhalter (FDP), so der Eindruck, ist nach wie vor damit beschäftigt, sich in die Geheimnisse des EDA einzuarbeiten. Seit Anfang Jahr ist er Aussenminister. Von ihm ist wenig zu hören, wenig zu sehen, wenig zu spüren.

Johann Schneider-Ammann (FDP) bleibt eine Enttäuschung: Er meint es gut – oder vielleicht nicht einmal das – , sicher aber setzt er sich selten durch. Ueli Maurer (SVP) desgleichen: zu viele Fehler, zu wenige Erfolge. Was soll diese Begeisterung für Olympia? Warum bringt er keine Ruhe in das Beschaffungsgeschäft der neuen Kampfflugzeuge? Wo sind die schmerzlich vermissten bürgerlichen Akzente?
Selbst die beiden Sozialdemokraten verharren unter den Erwartungen, wenn sie auch ihre Misserfolge besser tarnen: Simonetta Sommaruga versinkt im Orkus der Asylpolitik. So schlechte, nämlich dauernd steigende Zahlen von Asylgesuchen wies noch keine Justizministerin vor. Es herrscht Chaos im Reich der Pianistin. Und Alain Berset macht nach wie vor den Anschein, klug auszusehen, klug zu sprechen, aber wenig Kluges zu erreichen.

Stunde des Populismus


Wenn ausgerechnet jene zwei Bundesrätinnen die Regierung dominieren, die es schwer miteinander können, und wenn sich diese beiden zudem auf Parteien stützen, deren Bedeutung gering ist (BDP) oder laufend abnimmt (CVP), dann besteht Anlass zur Sorge.
Dazu verdammt, direkt beim Volk Unterstützung suchen zu müssen, weil sie diese im Parlament nicht automatisch erhalten, machen Leuthard und Widmer-Schlumpf eine Politik (und damit der Bundesrat insgesamt), die gelegentlich fast unschweizerisch sprunghaft wirkt. Was in den Medien, dem virtuellen Volk, gerade gefällt: ökologische Steuerreform, Abschaffung des Bankgeheimnisses, Atomausstieg – es wird an­­gekündigt und beschlossen. Ob es dann je dazu kommt, damit müssen sich die Beamten herumschlagen, nicht ihre Chefinnen.
Bern wird erst wieder zur Vernunft kommen, wenn die Landesregierung wieder mehr oder weniger jene Kräfte repräsentiert, die in diesem Land wirklich etwas zu sagen haben. (Basler Zeitung)

Kommentar: An negativen alten Beispielen mangelt es nicht (Siehe LINKS). Sie veranschaulichen, wie der Bundesrat schon früher immer wieder die gleichen Fehler gemacht hatte: Probleme wurden in der Oeffentlichkeit ausgetragen, statt intern. Bundesräte agierten vielfach als Einzelkämpfer. Teamkommunikation war ein Fremdwort. Die Exekutive sprach nach Aussen nicht mit einer Stimme. Indiskretionen waren an der Tagesordnung. Der neue Bundesrat begann hoffnungsvoll. Nun dieser Rückfall!
Das Duell Widmer - Schlumpf / Leuthard hat nichts mit Stutenbissigkeit zu tun, vielmehr mit einem mangelhaftem Kommunikationsmanagement und einer unprofessionellen Streitkultur. Der Bundesrat müsste rasch über die Bücher!




LINKS:

7. Mai 2009 ... Zur Kommunikationsstrategie des Bundesrates ... Analysen feststellen konnte, dass beim Bundesrat die Kommunikationsstrategie, das ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_07/index.html



Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
21. März 2006 ... Seite 76 persönlich März 2006 | KOMMUNIKATION MEDIENRHETORIK. In dieser Rubrik analysiert Medienpädagoge, Kommunikationsberater ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/03_21/03_2006

11. Juni 2004 ... In der "Tele" Ausgabe 25/04 wurde eine aufschussreiche Rangliste der für die Medien beliebtesten Bundesräte veröffentlicht. Die Daten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jun_11_2004.html


4. Dez. 2010 ... Die Kommunikationsprozesse im Schweizer Bundesrat waren oft unkoordiniert. Einzelkämpfertum dominierte. Der Bundesrat sprach in heiklen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_04/index.html
14. Aug. 2011 ... Der Wirtschaftminister erhält schlechte Noten für das Kommunikationsmanagement im Zusammenhang mit der Frankenkrise. Der Grund: ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/08_14/index.html


28. Juni 2010 ... Mais im Bundeshaus ... Der Bundesrat hat aus den früheren Kommunikationsfehlern nichts ... Zerbricht der Bundesrat an der Libyen-Krise?
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/06_28/index.html
12 Jun 09: Zum Rücktritt von Couchepin ... 18 Sep 08: Vom Reden in öffentlichen Verkehrsmitteln ..... 26 Jul 03: Couchepins Seitenhieb gegen Calmy-Rey ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Schweiz.html

30. Nov. 2005 ... Nach Aussage der Politologin Regula Stämpfli im 10 vor 10 besteht derzeit ein Kommunikationsgau im Bundesrat. Im Zusammenhang mit dem ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/11_30.html

4. Okt. 2004 ... Öffentliche Kollegenschelte lehnen wir ab. Gemäss 'NZZ am Sonntag' vom 3. Oktober soll nun Couchepin Blocher öffentlich gewarnt haben, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Oct_04_2004.html



26. Juli 2003 ... Couchepins öffentlicher Seitenhieb gegen Calmy-Rey ... Couchepin über die Bundesratskollegin Calmy-Rey öffentlich geäussert. Anlässlich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_J

Samstag, 3. November 2012

Grosser Jöh Effekt bei kleinen Raubkatzen

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Am 29. Oktober ist Bantu zwei Monate alt. Der Löwe lebt im Zoo von Cali, Kolumbien. Bild: Reuters/Jaime Saldarriaga

Am 1. Juli kamen die drei weissen Tiger zur Welt. Am 22. August wurden sie im Liberec Zoo in Tschechien vom Tierarzt untersucht. Dieser stellte fest, dass es sich bei den Babys um zwei Jungs und ein Mädchen handelt. Bild: Keystone/AP/Radek Petrasek

Im Zoo von Wuppertal durchstreifen die Babys der sechsjährigen Tigerin Mymoza am 22. August 2012 zum ersten Mal das Aussengehege. Bild: Keystone/Jonas Guettler

Drei Monate alt sind diese Bengalkatzen im Zoo von Krasnoyarsk - und schon richtige Brummer. Bild: Reuters/Ilya Naymushin

Glück hat dieses weisse Löwenbaby, dass es in einem Zoo lebt. Denn in der freien Wildbahn haben solche weissen Exemplare - die keine Albinos sind - kaum eine Überlebenschance, da sie nicht getarnt sind. Auf die Welt kam das Kleine zusammen mit fünf Geschwistern vor einer Woche, am 11. Juli 2012, im Zoo von Kempten in Bayern. Bild: AFP/Tobias Kleinschmidt

Zum ersten Mal zeigt Mutter Delta am 26. Juni 2012 ihre drei Monate alten Söhne den Besuchern des San-Diego-Zoos. Es sind Conrad (r.) und Thomas. Bild: AFP/Tammy Spratt


19. Juni 2012, San Diego Zoo, Kalifornien: Dieses Bübchen und seine Zwillingsschwester kamen am 27. April zur Welt, heute zeigen sie sich erstmals den Besuchern. Bild: AFP/ken Bohn

Dieses Jaguar-Baby wurde im April geboren. Am 12. Juni 2011
 entzückt es zusammen mit ... Bild: AFP/kay Nietfeld

EIN ALTER JAGUAR:

Jaguar C-Type

... seinem Geschwisterchen die Besucher im Berliner Zoo. Bild: AFP/kay Nietfeld

Dieses Geparden-Baby kam vor einem Monat per Kaiserschnitt im National Zoo in Washington zur Welt. Dieses Foto entstand am 23. Mai während ihm nach dem Trinken das Gesichtlein geputzt wird. Und das Beste ist, ... Bild: Keystone/AP/Jacquelyn Martin

Gewichtskontrolle heisst es am 9. Mai 2012 für eines der beiden Jaguar-Babys, die am 27. April im Zoo von San Diego, Kalifornien, zur Welt gekommen sind. Bild: Reuters/Handout