Samstag, 13. Oktober 2012

Eindrückliche Bilder auf NZZ online:

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Aber auch Showeinlagen stehen auf dem Programm: Ein Cougar Helikopter...
Axalp: Flugschau der Schweizer Luftwaffe (10)

Brand in der Toblerone-Fabrik

Der Dauergrinser


aus 20 Min:



In der TV-Debatte zwischen den Vizepräsidentschaftskandidaten fiel vor allem eines ins Auge: Joe Bidens Zähne. Einer Kukident-Werbung wäre dessen Mimik sicher besser angestanden.

Kommentar:
Radio 1 wollte von mir gestern wissen, wie ich dieses aufgesetzte Lachen von Biden beurteile.
Ich machte in meinem Interview die Vor- und Nachteile  des aufgesetzten Lachens bewusst.



Joe Biden

TV-Duell Cooler JoeBama! (aus Spiegel)

„Good old Joe“ hat seinen Chef Obama rausgehauen. Beim TV-Duell zeigte Vize-Präsident Joe Biden Zähne. Sein lässiger Auftritt löst einen Twitter- und Facebooksturm aus

In meinen Analysen in rhetorik.ch habe ich immer wieder über das falsche Lachen von Politikern geschrieben. Bei  Bundesrätin  Calmy-Rey schrieb ich beispielsweise: Die Bundespräsidentin zeigt immer noch ihr künstliche Lachen von früher, mit dem Zähnezeigen. (Man sagte bislang, mit ihrem permanenten Lachen habe sie auf freundliche Art den Kollegen und Medienschaffenden die Zähne gezeigt). Tatsächlich hatte die Frau auch Biss.

Ich zitiere aus einem meiner Beiträge über Jörg Kachelmann im PERSOENLICH:

Zum permanenten Lachen Kachelmanns vor der Presse -  als Kachelmann erstmals in der Untersuchungshaft den Fotografen vor geführt wurde -, strahlte er ständig wie ein
Glückspilz. Für mich wirkte dieses Lachen aufgesetzt: ein Schutzverhalten? Es gibt tatsächlich das Lächeln als «Beisshemmungsverhalten» – als Schutz. Zum Beispiel von Kindern, die in der Schule vom Lehrer laut kritisiert werden. Sie schützen  sich in dieser Situation gleichsam mit einem Lächeln, in der Hoffnung, sie würden dann weniger «gebissen».
Die Psychologie spricht in solchen Fällen auch vom sozialen Lächeln. Es ist ein Beziehungsangebot und signalisiert Botschaften wie: «Tu mir nichts, dann tu ich dir auch nichts.» Normalerweise gibt es aber in unangenehmen Situationen, wie sie Kachelmann erlebte, nichts zu lachen. Innerlich musste er sicherlich verunsichert gewesen sein.  Als prominenter Sympathieträger und erfolgreicher Unternehmer wurde er plötzlich öffentlich mit gravierenden Vorwürfen konfrontiert. Seine Verunsicherung wollte er 

möglicherweise mit dem ständigen Lächeln überspielen.
Bei Jörg Kachelmann sehe ich aber das permanente Lachen vielmehr als Strategie: Als ein inszeniertes Lachen vor den Medien. In der Regel kommt nur situatives, echtes Lachen im Alltag gut an. Obschon künstliche Signale - selbst von Laien -  intuitiv durchschaut werden und das künstliche Lachen Kachelmanns von den Zuschauern sofort als aufgesetztes Verhalten erkannt worden war, ging bei Kachelmann die Rechnung auf. Ich rechne jedenfalls damit, dass der lachende Gesichtsausdruck  in der Öffentlichkeit  eine positive Wirkung hatte.  Verkäufer kennen die Kraft des Lächelns. Ein Geschäftsmann sagte mir vor Jahren: Ohne Lachen kannst du nichts verkaufen! Lieber ein aufgesetztes Lächeln als eine echte saure Miene. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem «Medienopfer» geraten wurde, ein permanentes Lächeln aufzusetzen.

Kachelmann musste nämlich ein heftiges Blitzlichtgewitter überstehen. Dank des permanenten aufgesetzten Lächelns gab es nachher in den Medien kein einziges Bild, ohne dieses Lächeln. Damit hatte sich diesem Fall sein künstliche strategische Lachen im Gesicht gelohnt.
Dennoch gilt für mich - nach wie vor - das Grundprinzip bei der Kommunikation: Die Körpersprache sollte immer mit der situativen Befindlichkeit übereinstimmen. Stimmen nämlich die Emotionen mit den Körpersignalen nicht überein, sprechen wir von paradoxen Kommunikationssprozessen. Die Aussage ist dann nicht mehr glaubwürdig. Sie überzeugt weniger. Wer keine synchrone Botschaften übermittelt, irritiert die Adressaten.

Ende Zitat.

 So gesehen wird  das Lachen Bidens  seine Glaubwürdigkeit beeinträchtigst haben.
Weil  die Medien das Dauergrinsen thematisierten, wird der Dauergrinser zusätzliche Punkte verlieren.
Dennoch gilt es zu berücksichtigen, dass ein Gesicht, das lacht, bei den Adressaten trotz der Künstlichkeit eine positivere Wirkung hat, als ein missmutiger Ausdruck. Für mich halten sich deshalb  bei Dauergrinser Biden Schaden und Nutzen die Waage.

Freitag, 12. Oktober 2012

Ein Video, dem man sich emotional nicht entziehen kann


Unglaublich - aber wahr!

Wenn einen Klinik Patienten solche Bilder zumutet, hat die Spitaldirektion keine Ahnung von der Kraft von Bildern.
Man muss nicht Psychologe sein, um in Selbstversuchen zu erkennen, dass Bilder Heilungsprozesse beschleunigen,
aber auch verlängern können. Psyche und Körper beeinflussen sich gegenseitig.

play «Wie im Schlachthaus». Dieses Werk hängt in der Hirslanden-Klinik in Münchenstein
(ZVG)
Kommentar - überflüssig!!!!!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Nora Illi irritiert immer wieder die Oeffentlichkeit



Schon in einer CLUB Sendung (SF) schüttelten viele Zuschauer den Kopf, als sie die sonderbaren Argumentationen der konvertierten Schweizerin anhören müssen.
Bei Maischberger gelingt es Nora Illi, nicht nur den verständnisvollen Elstner vor den Kopf zu stossen.
Heute ist  sie nun im Talk täglich von Tele Züri zu einen zusätzlichen Medienauftritt gekommen.
Hier gelingt es nun dem Moderator, die fragwürdige Verschleierungsrhetorikerin zu entlarven.

Ich zitiere die Berner Zeitung:

Illi irritiert ganz Deutschland

Nora Illi, die bekannteste verschleierte Muslimin der Schweiz, sorgte in einer deutschen TV-Sendung für Aufregung.
Sie provozierte bei Maischberger: Die Schweizerin Nora Illi.
Sie provoziert nicht nur  bei Maischberger: Die Schweizerin Nora Illi.
Bild: zvg

Nora Illi provoziert die Geister Deutschlands. Als Gast sass die bekannte, zum Islam konvertierte Schweizerin am Dienstag in der ARD-Talksendung «Menschen bei Maischberger». Dort war sie – wie von Schweizer Talksendungen gewohnt – vom Kopf bis zu den Zehen in Tuch gehüllt.
Mit von der Partie waren unter anderem der frühere «Wetten, dass»-Moderator Frank Elstner und die Schriftstellerin Karen Duve. Thema der Sendung hätte ganz allgemein Gott, Welt und Religion sein sollen. Doch die Schweizerin, die vor ihrem Übertritt zum Islam in der Zürcher Punkszene verkehrt war, dominierte die Runde. «Ex-Punkerin macht Maischberger sprachlos», titelte die deutsche Boulevardzeitung «Bild» in einem Artikel zur Sendung denn auch.

Schutz vor Männerblicken

Sie habe noch nie mit einer so verschleierten Frau gesprochen, gestand die Moderatorin. Ob das Gesichtsfeld durch den Schleier eingeengt sei und ob Atmen kein Problem sei, wollte sie deshalb wissen. Illi verneinte beides und betonte, der Schleier sei für sie ein Schutz vor Männerblicken und der Islam nicht einfach eine Religion, sondern nichts weniger als «ihr Leben».

Elstner: «Ich habe Respekt»

Während Elstner der verhüllten Schweizerin vorerst noch Respekt zollte für ihre konsequent gelebte Religion, bekundete Schriftstellerin Duve von Anfang an grösste Mühe mit der Haltung der Frau, die sich für eine Religion freiwillig einen Schleier überziehe, welcher für viele Frauen anderswo ein grosser Zwang sei.

Frontalangriff

Später in der Sendung griff die Schriftstellerin die verschleierte Ex-Punkerin dann frontal an: Sie warf ihr an den Kopf, ihre Haltung zur Ehe sei «moralisch unterirdisch». Für Illis Haltung zur Ehe hatte allerdings auch Elstner kein Verständnis mehr: Er beeilte sich, zu sagen, dass sein zuvor bekundeter Respekt nicht mehr gelte.
Illi hatte ihre für die deutschen Gäste provokative Haltung zur Ehe in der Sendung so dargelegt: Im Islam sei es so, dass Männer mit bis zu vier Frauen gleichzeitig eine Ehe führen dürften. Das sei gut, weil es einem Bedürfnis der Männer entspreche. «Ich sehe in der Mehrehe auch viele Vorteile für die Frau», sagte Illi. Etwa diesen: Wenn ein Mann zwei Ehefrauen habe, dann sei die Verantwortung der Frauen im Eheleben zweigeteilt.

Ihr Mann mit zwei Frauen

Nora Illi selber lebt offenbar in einer Vielehe. Sie ist seit 2003 verheiratet mit Qaasim Illi. Dieser ist selber ein zum Islam konvertierter Schweizer. Er ist auch Vorstandsmitglied des Vereins Islamischer Zentralrat Schweiz. Der Verein sorgte in den letzten Jahren mehrmals für Schlagzeilen. Qaasim Illi hat angeblich 2011 eine zweite Frau geheiratet.
Was die deutschen Gäste in der Sendung besonders entsetzte, war Nora Illis Aussage, dass es nicht der Natur der Frau entspreche, mehrere Männer zu haben, umgekehrt aber schon. Es sei unmoralisch, so zu rechtfertigen, dass ein Mann in der Ehe mehr Rechte habe als eine Frau, hielten ihr die andern vor.
(Ende Zitat)

Kommentar: Im TeleZüri von heute wird die Provokatorin mit ihren konkreten Aussagen, mit ihren wortwörtlichen Zitaten (beim Auftritt in Deutschland) konfrontiert. Nora Illi hat bei Maischberger eindeutig behauptet, dass  Frauen weniger Lust auf Sex hätten. Konkret:  Frauen haben weniger sexuelle Wünsche als Männer. Mit diesen eigenen Zitaten konfrontiert, ist es ihr nun in Zürich nicht mehr möglich gewesen, zu behaupten, sie habe diese Aussagen nicht so gesagt, man hätte sie nachher lediglich falsch interpretiert. Im Tele Züri nutzt sie deshalb eine bewährte Ausrede, die wir  oft bei Politikern hören: "Es ist nur ein Missverständnis gewesen."
Bei allen Fragen über "das Steinigen" der Frauen,  den Verschleierungszwang, die Mehrehe weicht Illi gekonnt aus und verschleiert die Frage mit der Standardantwort: Ich argumentiere aus der Sicht des Islams. Oder: Ich spreche nur von den kulturellen Aspekten. 

Dieses Interview im heutigen Talktäglich ist eine aufschlussreiche Fundgrube für Verschleierungsrhetoriker.

Was mir aufgefallen  ist: Nora Illi wiederholt laufend  folgende Antwortmuster:


- Wie gesagt.....

- definitiv..... Es ist definitiv so

- Ist Tatsache..... Tatsache

- Es ist so, dass...

- also eben

Wer die eigenen Worte - so absolut - als richtig, definitiv, als Tatsache - immer wieder - unterstreicht, verdeutlicht damit, dass die eigenen Behauptungen alles andere als nicht in Stein gemeisselt sind.
Ich zitiere aus dem Beitrag "Ehrlich gesagt" 
von Hildegard Knill:

Die Aussage
"Das Essen ist gut, ehrlich!"


hat eine explizite und eine implizite Ebene.
  • Explizit dh. ausdrücklich, wortwörtlich ist die Aussage eindeutig formuliert: Ehrlich gesagt, das Essen ist gut.
  • Implizit oder in der Aussage eingeschlossen - könnte damit auch gemeint sein: Jetzt meine ich es ehrlich, das Essen ist gut. Alles was ich sonst gesagt habe, ist damit nicht unbedingt ehrlich gemeint.
Tatsächlich ist die Zusatzbemerkung (dass es ehrlich gemeint ist) nicht erwähnenswert, insofern alle sonstigen Aussagen ebenfalls ehrlich gemeint wären. Dieses Beispiel veranschaulicht, dass wir tagtäglich beim Sprechen über den Wahrheitsgehalt von Äusserungen nachdenken müssten.

FAZIT: Nora Illis Antwortmuster verraten, dass die Aussagen gar nicht so sicher sind. Jedenfalls darf man sie nicht als Tatsachen sehen.




In "DIE WELT" gelesen und für gut befunden:

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Die WELT gehört denen, die

 keine grossen Worte machen,

 sondern klare!

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und:

Die WELT gehört jenen,

 die klar denken.


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Diese Gedanken stimmen mit der Philosophie von K+K überein:
Wir befähigen Sie, noch KLARER zu denken und Aussagen noch KLARER zu formulieren.
Ein individuelles Coaching lohnt sich.

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