Mittwoch, 15. August 2012

Dem Jöh-Effekt können wir uns nicht entziehen

Diashow im Grossformat »




Bild: Keystone/AP/Frank Augstein

Nomunication

Ein Ausdruck, der in Japan geläufig ist, lautet: Nomunication (zusammengesetzt aus nomu = trinken und communication). 

In vielen Firmen ist es beinahe selbstverständlich, dass man nach Feierabend mit dem Chef noch gemeinsam etwas trinken geht. 

Wenn jemand halb betrunken dem Chef unangenehme Sachen an den Kopf wirft, so ist dies gleichsam erwünscht. Von angeheiterten Mitarbeitern erfährt der Chef, was im Team wirklich läuft.

Erstaunlich, weil sonst in Japan Drogenkonsum geächtet wird.

Nomunication - YouTube

youtube.com4. März 2012 - 53 Sek. - Hochgeladen von diditnovianto
Movie: The Movie 9:22. Watch Later Error Movie: The Movieby JimmyKimmelLive 16,053,785 views · Thanks ...

Dienstag, 14. August 2012

Kommunikatives Missverständnis

Übertragung abgebrochen



SRF entschuldigt sich für Olympia-Panne

Also doch eine Panne: Der vorzeitige Übertragungsabbruch der Olympia-Schlussfeier war nicht geplant. Das Schweizer Fernsehen spricht von einem «kommunikativen Missverständnis».




Wer in der Nacht auf Montag auf SF die Olympia-Schlussfeier verfolgte, erlebte eine Enttäuschung: Mitten in der Feier war fertig. Das SRF entschuldigte sich deswegen am Montag bei den Zuschauern.
Der Ausstieg sei nicht geplant gewesen. «Es handelte sich um ein kommunikatives Missverständnis zwischen dem Kommentator und der SRF-Sport-Sendeleitung», liess der SRF-Mediensprecher Martin Reichlin auf Anfrage verlauten. Man entschuldige sich «in aller Form für den vorzeitigen Ausstieg, der so nicht vorgesehen war».

Zahlreiche verärgerte Zuschauer

Das Schweizer Fernsehen muss nach diesem Fehler natürlich Kritik einstecken. «Beim Kundendienst sind zahlreiche Rückmeldungen eingegangen», bestätigt das Unternehmen. So auch bei 20 Minuten Online. Das SF kommt dabei nicht gut weg: «Unglaublich! Die Oldie-Kommentatoren waren zudem nur schlecht und peinlich», schreibt ein User.

Kommentar:
Dies ist professionell. Eine sofortige Entschuldigung - ohne "Wenn und Aber". 
Leider war bei der zweiten Panne nichts zu hören von einer sofortigen Entschuldigung oder einer Begründung der ärgerlichen Panne.


Erneute Fernseh-Panne SF sendet Krimi ohne Ton


play (Symbolbild)
(Keystone)
(Quelle BLICK-online) - Um circa 21.00 Uhr fiel auf SF 1 der Ton aus.
Ein Tonausfall sorgte heute Abend bei SF-Zuschauern für rote Köpfe. Während circa zehn Minuten fehlte beim Krimi «Donna Leon» der Ton. Ohne den Film zu stoppen, lief der Krimi weiter. Die Zuschauer bekamen von den Dialogen nichts mit. Nach einigen Minuten konnte das Problem behoben werden.
Blick.ch-Leser sind entrüstet: «Ein Teil des Filmes fehlte» oder «Super-Gau», so die Kommentare.
Das SF war für eine Stellungnahme noch nicht erreichbar.

Kommentar: Wenn die Konsumenten solche peinlichen Pannen einfach hinnehmen müssen, sollte Ihnen pro Panne etwas von den Konzessionskosten erlassen werden. (Dies als origineller Vorschlag eines verärgerten Lesers).  
Aus 20 Min:

Spektakuläre Bilder vom Mars:

Die einmaligen Bilder vom roten Planeten finden kaum Beachtung

360-Grad-Aufnahme der Marsoberfläche, zusammengesetzt aus 817 Einzelaufnahmen des Mars-Rovers «Opportunity». (Video: NASA) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
Die Verzückung über das erste körnige Marsbild der neuen Raumsonde war gross. Am Donnerstag legte «Curiosity» mit der ersten Farbaufnahme vom Galle-Krater nach.
Tausende Kilometer entfernt in der Meridiani-Hochebene steht sein kleinerer Bruder «Opportunity» und sendet seit acht Jahren fleissig Daten an die Erde – darunter Bilder, die der neuesten Raumsonde in nichts nachstehen (siehe Video oben).

«Opportunity» war am 25. Januar 2004 auf dem Mars gelandet und sollte ursprünglich eine dreimonatige Mission absolvieren. Die NASA entschied danach, den Rover weiter einzusetzen. Inzwischen hat er über 3000 Arbeitstage auf dem Buckel und über 34 Kilometer zurückgelegt – eine gewaltige Strecke angesichts seiner geringen Fortbewegungs-Geschwindigkeit von durchschnittlich 0.03 Kilometern pro Stunde und äusserst begrenzten Fernsteuermöglichkeiten.

Quelle 20 Min.

Montag, 13. August 2012

So etwas darf nicht sein!

Mehr Mais für Motoren als für Menschen

Trotz der schweren Dürre wird in den USA mehr Mais für die Produktion von Treibstoff verwendet als für die Ernährung. Die UNO will, dass die USA die Ethanol-Produktion stoppen.
Resultat der Dürre im US Bundesstaat Illinois: Ein halb verdorrter Maiskolben.
Resultat der Dürre im US Bundesstaat Illinois: Ein halb verdorrter Maiskolben.
Bild: Keystone

Die schwere Dürre im Mittleren Westen der USA hat die Ernteaussichten noch einmal eingetrübt. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet nun die schlechteste Mais- und Sojaqualität seit 1988 und anhaltend hohe Preise für beide Ackerbauprodukte, mit denen die USA die Weltmärkte versorgen. Verschlimmert wird die Lage zusätzlich durch das Ethanol-Programm. Zum ersten Mal wird mehr Mais zu Treibstoff verarbeitet als zur Ernährung von Menschen und Tieren genutzt.
Der Präsident der Welternährungsorganisation (FAO), José Graziano da Silva, warf den USA in einem Leitartikel in der «Financial Times» vor, die Mangellage noch zu verschärfen. «Ein sofortiger, vorübergehender Stopp des Ethanol-Mandats würde die Märkte etwas entlasten und mehr Mais für die Ernährung von Tier und Mensch freimachen.» Der als Sohn brasilianisch-italienischer Eltern in den USA aufgewachsene da Silva schreibt, die aktuelle Krise habe noch nicht das Ausmass der schweren von 2008 erreicht. Auch seien die UNO und die Länder besser gewappnet als damals. «Doch die Risiken sind hoch; und jede falsche Antwort auf die aktuelle Lage kann diese Risiken provozieren.»
Der Leitartikel war zeitlich exakt auf die Publikation der ersten zuverlässigen Ernteschätzung in den USA angelegt. Tatsächlich musste das US-Landwirtschaftsministerium gestern die schlimmsten Befürchtungen bestätigen. Die extreme Dürre hat aus einer Rekordernte, wie sie nach den Niederschlägen des Frühlings erwartet worden war, eine magere gemacht. Die Bauern dürften demnach 13 Prozent weniger Mais und 12 Prozent weniger Soja einbringen als letztes Jahr. Das sind die schlechtesten Erträge seit 2006 bzw. 2003. Gleichzeitig ist die Qualität so schlecht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Aufgefangen wird dies teils dadurch, dass die Farmer die grösste Anbaufläche seit 1937 angepflanzt hatten, um von den hohen Weltmarktpreisen profitieren zu können.
Fleischproduzenten klagen
Die FAO ist nicht allein mit ihrer Forderung, die Umwandlung von Mais in Ethanol vorübergehend einzustellen. Auch die industriellen Fleischproduzenten finden, dass die Maisverwertung für Automotoren unsinnig ist. Smithfield Foods etwa, der weltweit grösste Produzent von Schweinefleisch, kauft dieses Jahr rund 130 Millionen Bushel (1 Bushel entspricht rund 35 Liter) Mais als Tierfutter, muss dafür aber viermal mehr bezahlen als vor Einführung des Ethanol-Programms. Zum ersten Mal überhaupt sei es billiger, Mais aus Brasilien zu importieren als von den US-Farmern zu kaufen, sagt Smithfield-Chef Larry Pope. Der Konzern sei somit gezwungen, den Bauern im Mittleren Westen ihr garantiertes Einkommen zu entziehen.
Das Ethanol-Mandat ist ein 2005 von der Regierung Bush durchgesetztes Subventionsprogramm für den Mittleren Westen. Unter dem Vorwand, die CO2-Emissionen zu reduzieren, werden die Raffinerien gezwungen, mindestens 9 Prozent der Treibstoffe mit Ethanol anzureichern. Dies führt dazu, dass heute mehr Mais in Automotoren verbrannt (40 Prozent) als für Tiernahrung verwendet wird (36 Prozent).
Obama bleibt hart
Nichts aber deutet darauf hin, dass die Regierung Obama nachgibt. Ohio und Iowa, die beiden grössten Mais- und Soja-Staaten, sind Wackelstaaten in den Präsidentschaftswahlen. Ähnlich wie die Frage der Waffengesetzgebung ist der Kampf gegen die Ethanol-Lobby ein Unterfangen, das Obama nicht wagen wird, Dürre hin oder her.
Die Nahrungsmittelpreise weltweit haben noch nicht den Höchststand des letzten Jahres erreicht; vor allem, weil ausreichend Reis vorhanden ist. Auch ist Weizen nicht so schlimm von den Dürren betroffen wie Mais und Soja. Allerdings beginnen die Bauern in der südlichen Hemisphäre erst jetzt mit der neuen Aussaat, ohne dass sich ein Ende der extremen Wetterausschläge abzeichnet. So haben Sorgen über einen verzögerten Monsun in Indien, die Trockenheit in Australien und Überschwemmungen in Brasilien die Future-Preise für Zucker und Getreide bereits nach oben getrieben. Kein Land aber exportiert mehr Soja und Mais als die USA, und ohne US-Weizen wäre auch die Afrikahilfe gefährdet. Das National Intelligence Council, ein Beratergremium des US-Präsidenten, warnte schon im Mai davor, dass Länder wie Pakistan, Bangladesh, Sudan und Ägypten, die alle existenziell auf Lebensmittelimporte aus den USA angewiesen sind, auch am anfälligsten für soziale Unruhen sind. (Tages-Anzeiger)

Kommentar: Die UNO war leider zu oft ein zahnloser Tiger. Hoffentlich kann sie in diesem Fall etwas bewirken. 

Nachtrag aus DIE ZEIT:

Nahrungsmittelkrise"Biokraftstoff E10 hat nie funktioniert"

Die Verbraucherzentrale hält den Biokraftstoff für gescheitert, Umwelt- und Hilfsorganisationen fordern ein sofortiges Aus. Nur der Umweltminister setzt noch auf E10.  [weiter…] (77)

Sonntag, 12. August 2012


Wasserspringen (Eindrückliches Bild aus den Wettkämpfen)

Grimasse beim Fall ins Wasser


Qin Kai (China) | GettyImages

Gerhard Blocher kann es nicht lassen


Im Umgang mit den Medien trat er immer wieder ins Fettnäpfchen und man kann davon ausgehen, dass er mit seinen unbedachten Auftritten seinem Bruder enorm schadet. Ich habe Parlamentarier kennen gelernt, die mir gesagt hatten, Gerhard Blochers Auftritte habe zur Abwahlt von Christoph als Bundesrat mit beigetragen.

Ich zitiere BLICKonline:


Skandal-Bruder kandidiert.

Gerhard Blocher  will in die Politik

SCHAFFHAUSEN - Der ältere Bruder von Nationalrat Christoph Blocher wills wissen: Der pensionierte Pfarrer kandidiert auf der Liste der SVP-Senioren für den Schaffhauser Kantonsrat.


play Gerhard Blocher: «Die können sich auf einiges gefasst machen.» (Foto: Goran Basic)
Gerhard Blochers Name steht auf der Kandidaten-Liste der SVP-Senioren für die Wahl in den Schaffhauser Kanstonsrat, berichtet «Tele Top» heute. Der grosse Bruder von Christoph Blocher sei von einem SVP-Politiker für eine Kandidatur angefragt worden. Die Schaffhauser Regierung könne sich auf einiges gefasst machen, falls er gewählt werde, sagt Blocher.
Im Bericht des Regionalsenders nimmt Gerhard Blocher als Erstes ausgerechnet die SVP-Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel ins Visier: «Wenns zu einem Handgemenge kommt, dann käme sie dran wie in der letzten Phase eines Boxkampfs. Schonungslos», sagt Blocher. Es gehe ihn «einen Dreck an», in welcher Partei die sei, so Blocher. Seine Kandidatur sei mit Bruder Christoph nicht abgesprochen: «Der weiss von nichts», sagt Blocher.
Der pensionierte Pfarrer von Hallau sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufregung:

 Er nannte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf eine «Wildsau»,  den Schaffhauser SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr beschimpfte er als «allerletzten Menschen» und als «schwächlichen Dummkopf». Im berüchtigten «Reporter»-Beitrag des Schweizer Fernsehens zückte er ein Sackmesser. Das sei Christophs letztes Mittel, sagt er in die TV-Kamera. «Es heisst Nahkampf und Blut.»
Kommentar: Gerhard Blocher wird kaum gewählt werden. Doch hat er einmal mehr mit seiner Ankündigung seinem Bruder geschadet. Alles wird wieder aufgewärmt. Medien vergessen nichts!
Es ist mir unverständlich, dass jemand aus alten Fehlern nicht lernen will.