Sonntag, 27. Mai 2012

Der Erfolg von Loreen kommt nicht von ungefähr


«Euphoria» ist der Siegersong des Eurovision Song Contest 2012.

Bildstrecke im Grossformat »


1|26
  Schweden - Loreen mit «Euphoria» (372 Punkte)


Schweden hat den 57. Eurovision Song Contest in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gewonnen und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Mit ihrem mystischen Popsong «Euphoria» holte die Sängerin Loren sensationelle 372 Punkte und setzte sich eindeutig durch. «Ich kann noch gar nicht wirklich fassen, was passiert ist, aber ich bin unheimlich glücklich», so Loreen in der anschliessenden Pressekonferenz.


ESC 2012: Loreen - Euphoria (Schweden / Sweden) - YouTube

www.youtube.com/watch?v=9S5zBeFl1Uo14. März 2012 - 3 Min. - Hochgeladen von songcontest2012
Eurovision Song Contest 2012 in Baku Schweden Loreen - Euphoria.




Kommentar: Im Gegensatz zu den üblichen Kandidaten dominieren bei "Euphoria" nicht wie bei den übrigen Darbietungen die überladenen Lichteffekte. Der Hintergrund - das Gegenlicht - die Einfachheit der Chorographie - die Uebereinstimmung von Bewegung, Kleid, Emotionen, Farben, Beleuchtung bildet eine Einheit. Loreen packt das Publikum durch eine ungewohnte mystische Stimmung und die einmalige Komposition .  Wie bei der überzeugenden Rhetorik stimmt bei dieser Darbietung mit Stimme, Körpersprache, Botschaft, Dramaturgie, Dynamik, Text und Bild überein. Loreen identifiziert sich (100%ige Präsenz) mit ihrer gesungenen Geschichte. Sie überzeugt durch ihre persönliche Einstellung und Begeisterung. Der Funken des feu sacré springt sofort aufs Publikum rüber. 


Die schwedische Siegerin Loreen überzeugte mit einer actionreichen Performance. (Bild: Keystone / AP)



Nachtrag Bild:


IHR AUFTRETEN


Wer die Schwedin persönlich trifft, erlebt eine zurückhaltende, in sich gefestigte Person, die von sich überzeugt ist: „Meine Stärke ist meine Stimme und ihr Körper“, sagt sie selbst. Ihr Markenzeichen ist ihr eigenwilliger Tanz, der an Kampfsport erinnert. Loreen zu BILD: „In meinem Tanzstil sind Elemente des Quigong enthalten, in erster Linie werden dadurch Körper und Geist ausgeglichen und ich kann ich sein.“


IHR LOOK


Mit der dunklen Mähne und dem tiefen, intensiven Blick aus fast schwarzen Augen wirkt Loreen wie eine moderne Magierin, die ihre Zuschauer mit nur einem Wimpernschlag in ihren Bann zieht. Verstärkt wird die Wirkung durch ihre Frisur: Unter ihrem Pony blickte die Pop-Nymphe wie unter einem Vorhang hervor. Ob die unglaublich langen, beneidenswert schweren Haare echt waren? Als traumhafte Perücke hätte man sie jedenfalls auch ausgeben können.


Der Schweden-Vamp trägt Beinamen wie „mystische Pop-Hexe“. Bei diesem Anblick weiß man warum
Foto: dapd

IHR WESEN


Sich selbst bezeichnet Loreen als sehr naturverbunden. „Wenn ich an Schweden denke, denke ich an Natur“, zitierte die österreichische Nachrichtenagentur „APA“ die Sängerin nach ihrem Sieg. Bis heute habe die Grand-Prix-Gewinnerin keinen Fernseher und sei auch nicht auf Facebook präsent. Kraft bezieht sie aus der Ruhe. „Gestern beim Juryfinale habe ich etwas von meinem Kunstschnee verschluckt. Shit happens. Das hat mich aber nicht nervös gemacht“, gestand sie bei der Pressekonferenz nach ihrem Sieg mit lässiger Coolness.
Video description Video abspielen
00:00

Stellt Euch vor es gibt einen Völkermord und die ganze Welt schaut nicht hin.


In Anlehnung an des pazifistischen Spruch: "Stellt Euch vor es gibt Krieg und niemand geht hin", spielt sich in Syrien ein Drama ab: Seit Monaten wird systematisch  gemordet und die Völkergemeinschaft lässt den Diktator gewähren.


Nachdem China und Russland sich weigerten, ein Machtwort zu sprechen, ist die Weltengemeinschaft lahm gelegt. Niemand wagt es, den blutdrünstigen Machthaber in die Schranken zu weisen.

Das Volk begreift nicht, dass auch den Blauhelmen die Hände gebunden sind. Alle Demonstrationen fruchten nichts

Zitat SPIEGEL:


  2 von 5  
Die Bilanz der Uno-Beobachter ist schockierend: Mindestens 92 Menschen fielen...

Die Bilanz der Uno-Beobachter ist schockierend: Mindestens 92 Menschen fielen den Attacken zum Opfer, darunter 32 Kinder.

Ruth Genners sonderbares Kommunikationsverhalten - warum sie sich immer mehr isoliert



Zoom
Stadträtin Ruth Genner seit Monaten unter Druck (Bild: Peter Schneider/Keystone)

Kein anderes Zürcher Stadtratsmitglied steht so stark in der Kritik wie die grüne Tiefbauvorsteherin Ruth Genner. Nach vier Jahren im Amt, stellen sich auch die eigenen Reihen gegen sie.

Selten hat es eine Politikerin so gut verstanden, ALLE gegen sich aufzubringen.

Die Gründe:

Quelle Blick:

 Ruth Genner hatte diese Woche den gesamten Gemeinderat gegen sich. Nicht nur die ihr gegenüber chronisch misstrauischen Bürgerlichen verweigerten ihr eine Fristerstreckung. Sämtliche Fraktionen – inklusive der grünen – schlugen der Stadträtin die Bitte ab (NZZ 25. 5. 12). Der Vorfall ist bezeichnend für die derzeitige Verfassung der grünen Stadträtin. Zwar hat sie es als Vorsteherin des für Baustellen und Staus verantwortlichen Tiefbaudepartements grundsätzlich nicht leicht.


Doch seit der Wahl vor vier Jahren hat es Ruth Genner zusätzlich geschafft, auf politischer Ebene so ziemlich alle gegen sich aufzubringen, mit denen sie es zu tun hat. Für FDP und SVP ist sie von jeher ein rotes Tuch, doch seit einiger Zeit üben auch SP und Grüne auffällig viel Kritik an ihr. Inzwischen dürfte sie sich zwischen den Bürgerlichen und Rot-Grün vorkommen wie Odysseus zwischen den Seeungeheuern Skylla und Charybdis.


Der Grund: Die derzeitige Situation ist im Grunde genommen selbst verschuldet. Im persönlichen Umgang wird ihr Freundlichkeit attestiert. Kommunikation und Führungsstärke war leider nie ihre Stärke. Ein grosser Teil der jüngsten Pannen geht auf diese Schwächen zurück.

Kanton gegen Stadt

Bereits als ein paar Gewerbetreibende im Jahr 2009 an der Umsetzung des historischen Kompromisses zweifelten und auf eigene Faust Parkplätze zählen liessen, griff sie zu den falschen Kommunikationsmitteln:


Indirekt stellte Genner, die um ihre Existenz bangenden Geschäftleute als verbohrte Parkplatz-Fetischisten hin. . Es gehe nur um ihre eigenen Interessen.  Sie liess hernach Parkplätze zählen, stellte Kompromisse in Aussicht und gab auch eine Studie in Auftrag, die den Wert der öffentlichen Kundenparkplätze klar eruieren konnte. Auch 2011, bei der Überweisung einer von Rot-Grün eingereichten Parkplatz-Motion, die den Abbau von 18 000 privaten Parkplätzen forderte, schien sie geschickt zu agieren:


 Ich zitiere BLICK: Sie wolle den Auftrag «mit Souplesse» umsetzen, sagte sie damals der NZZ – wohlwissend, dass sie damit die eigenen Reihen gegen sich aufbringen würde.
Doch seit geraumer Zeit agiert Ruth Genner zunehmend ungeschickt. Den ersten groben Patzer leistete sie sich nach der Abstimmung über die Städteinitiative. In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sprach sie im Zusammenhang mit dem neuen regionalen Gesamtverkehrskonzept für den Grossraum Zürich von sich aufweichenden Fronten und von Unterstützung durch den kantonalen Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (svp.). Dieser allerdings hatte das Gespräch mit der Stadtzürcher Tiefbauvorsteherin in ganz anderer Erinnerung. In einer unverhohlen unwirschen Medienmitteilung sprach er von «unvollständigen» und «teilweise verzerrten» Informationen.

Aus Fehlern hatte Genner nichts gelernt!


 Ruth Genner umgehend entschuldigte sich zwar für die unglückliche Kommunikation. doch scheint sie aus der Sache nicht viel gelernt zu haben.Es kam zum eigentlichen Eklat, als SVP, FDP und die Schweizer Demokraten im März das Referendum gegen den Sanierungskredit für den Sechseläutenplatz ergriffen. Dabei ging es auch um einen vom städtischen Tiefbauamt geplanten Spurabbau bei einer an den Platz angrenzenden Kantonsstrasse. Gegenüber dem Gemeinderat hatte Ruth Genner beteuert, der Regierungsrat habe den Spurabbau bewilligt. Als die SVP bei Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker nachfragte, wusste der aber nichts davon.


Zitat BLICK:
Als der Zürcher Stadtrat nur einen Monat später überraschend den Gemeinderat wegen einer Budgetkürzung vor den Bezirksrat zerrte, stand wiederum Tiefbauvorsteherin im Fokus. Weil sie gegenüber dem Stadtparlament nicht hatte aufzeigen können, wie sich die Kosten zwischen einer notwendigen Brückensanierung und einem daran geknüpften, stark umstrittenen Verkehrsprojekt aufteilen, hatte die rot-grüne Gemeinderatsmehrheit flugs den Kredit gekürzt, und so den Gesamtstadtrat gegen sich aufgebracht.
Kurz darauf folgte eine weitere Panne. Die Betreiber des neuen Parkhauses bei der Oper hatten kurzerhand mehr Kurzzeitparkplätze eröffnet, als angekündigt gewesen waren. In jeder anderen Stadt wäre das nichts Besonderes, doch in Zürich ist es ein kleiner Skandal. Gemäss dem sogenannten «historischen Kompromiss» muss hier nämlich für jeden neugeschaffenen Parkplatz ein bestehender abgebaut werden, damit die Gesamtzahl unverändert bleibt. Im Fall des neuen Parkings bedeutet dies, dass das Tiefbauamt exakt 249 oberirdische Parkplätze finden musste, die aufgehoben werden konnten. Dass die Parkhaus-Betreiber ohne viel Federlesens 50 zusätzliche Parkplätze anboten, brachte denn prompt auch die Grünen auf die Palme, die ihre Stadträtin zwischen den Zeilen deutlich rüffelten.




FAZIT:

Für mich ist dies keine zufällige Pannenserie. Es fehlt Genner am Kommunikationsmanagement und Führungsverhalten. Ich habe von Journalisten erfahren, dass sie immer wieder abgewimmelt wurden. Bei Anfragen um ein persönliches Gespräch wurden sie auf später vertröstet. Genner schickt lieber amts interne Kommunikationsfachleute vor und kann sich dadurch in heiklen Situationen (wenn die Chefin auf Deck sein sollte) in Schweigen hüllen. Dies vor allem gegenüber Medien und Geschäftsleuten. 
Genner kommuniziert übrigens zu oft mit nichtssagenden Floskeln. Das Gezänk um Parkplätze und die bewusste Verkleinerung der Strassenräume werden das politische Klima in Zürich sicherlich weiter anheizen. Es droht eine Blockade bei wichtigen Problemlösungen. Kommunizieren müsste bekanntlich in der Politik stets auch heissen: Verhandeln und Kompromisse eingehen.

Samstag, 26. Mai 2012

Respektlosigkeit und Sport


Wenn ein Fussballer den obersten Sportchef drei Mal an den Kopf schlägt und nachher in einem Interview sagt, das habe ihm Spass gemacht, verdeutlicht diese Uneinsichtigkeit, dass dieses unsportliche Verhalten nicht nur ein kleiner Ausrutscher war. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass ein Fussballer nicht nur gut spielen können sollte. Zum Sport gehört auch die Wertschätzung der Mitmenschen. Es gibt zu denken, dass ein Spitzenspieler Nachhilfestunden in Staatskunde erteilt werden muss. Dragovic wurde gleichsam gezwungen, sich bei Bundesrat Maurer zu entschuldigen. 

Faux-pas

Dragovic entschuldigt sich bei Ueli Maurer für Schläge


  Der FC-Basel-Spieler Aleksandar Dragovic hat sich am Freitag bei Sportminister Ueli Maurer entschuldigt. Bei der Übergabe des Pokals nach dem Cupfinal 2012 hatte der Österreicher den Bundesrat von hinten auf den Kopf geschlagen.

Doch damit nicht genug: An der offiziellen Meisterfeier machte der 21-Jährige klar, dass dies kein versehentlicher Faux-pas war. Er müsse sich zwar wegen seines Clubs entschuldigen, sagte er, aber innerlich habe es sehr viel Spass gemacht. Danach hat laut Medienberichten ein Teil der Spieler den Spruch «Hau dr Ueli um» skandiert.
Am Freitag nun hat Maurer den fehlbaren Fussballer empfangen, wie sein Departement mitteilte. Begleitet wurde Dragovic vom Präsidenten des FC Basel, Bernhard Heusler.
«Dragovic hat sich persönlich beim Sportminister für sein fehlerhaftes Verhalten bei der Übergabe des Pokals nach dem Cupfinal 2012 sowie seine unangemessenen Äusserungen zum Vorfall anlässlich der offiziellen Meisterfeier entschuldigt», heisst es in der Mitteilung.
Bundesrat Maurer habe die Entschuldigung akzeptiert und seinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass damit ein Strich unter die Angelegenheit gezogen werden kann. (SDA)

Quelle BLICK

Kommentar:


 Bundesrat Maurer handelte zwar richtig, indem er die Entschuldigung gelassen entgegen genommen hatte und die Geschichte nicht aufgebläht hatte. Die Respektlosigkeit eines Spitzenfussballers dürfen wir dennoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zum sportlichen Verhalten gehört immer  auch  Respekt und Fairness.




Freitag, 25. Mai 2012

Ich wünsche allen BLOG Lesern

ein frohes Pfingstfest!




Herrliches warmes Maiwetter ist angesagt









Donnerstag, 24. Mai 2012

Worte und Bilder, die unter die Haut gehen



 

Das Röschen, das die Gattin des Alt Bundesrates Deiss als Tattoo auf ihrer Schulter verewigen liess, fand noch ein grosses Medienecho. Heute ist dies nichts Besonderes mehr. Viele lassen sich unbedacht tätowieren, wohl wissend, dass die Worte und Bilder nicht ohne Schmerzen unter der Haut verewigt werden. Vielleicht aber auch - ohne zu wissen - wie toxisch die benutzte
Farbe ist und wie schmerzvoll das Entfernen einer Tätowierung sein kann. Von den Narben nicht zu sprechen. Die Totenköpfe, Jungfrauen usw. haben zudem keinen Langzeitwert. 


Die alten STICH-Worte und STICH-Bilder kommen rasch aus der Mode , wie beispielsweise das Hirschgeweih im oberen Gesäss.



mein steißtattoo



Ulrike Landfenster erwähnt zwar in ihrem jüngsten historischen Buch "Stichworte, Tätowierungen und europäische Schriftkultur", dass man bereits bei der 1991 entdeckten Gletscherleiche, Narbentätowierungen (die von Schnitten stammen) entdeckt habe.

Wenn man jedoch bedenkt, dass in Auschwitz die Nummerntätowierungen gleichsam ein  in Fleisch geprägtes Mal Tatsache ist, fällt es schwer, die Tätowierung als alte Kulturtechnik zu bezeichnen. In der Antike wurden bereits Soldaten und Sklaven mit Tätowierungen stigmatisiert.


Laut Landfenster galt die Tätowierung in der Frühneuzeit als Ausdruck der Barbarei.


Heute sind  Tätowierungen Botschaften, mit denen man der Umwelt nicht nur Persönliches von sich selbst preisgibt. Viele Bilder und Worte wollen auch die Umwelt beeinflussen. Wollen  wir unseren Körper als PR - Plattform missbrauchen?



Ein Garuda und ein Drache kunstvoll tätowiert. Wegen ihrer Tattoos wird diesen Damen in manchen öffentlichen Bädern der Eintritt verweigert Lernen Sie NEIN sagen. 
Wollen Sie Ihre Haut zu einer Leinwand verkommen lassen?





So - wie wir im Netz (Facebook, Google usw.) die Gefahren und Folgen des unbedachten Publizierens kennen sollten, müsste sich die Oeffentlichkeit auch über die Auswirkungen des Tätowierens Gedanken machen. Auch hier gilt: Ueberlegen, denken - dann erst handeln.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Info für PP G. M.:


Frei reden und überzeugend auftreten


Die Rhetorik Night - Ein Feuerwerk rhetorischer Tipps. Kurz, kompakt, auf den Punkt.  Abendseminar  von 18.30h bis 22.30h.


Auch wer von berufwegen gewohnt ist, öffentlich aufzutreten, wird in neuen oder ungewohnten Situationen von einer diffusen Schwellenangst befallen. Das ist normal. Ein Sekundarlehrer, der an einer Gemeindeversammlung neben mir sass, wollte etwas sagen, blieb aber sitzen. Er hätte etwas Wichtiges fragen wollen. Ich wollte von ihm wissen, warum er sich nicht zu Wort gemeldet habe. "Vor so vielen Leuten bin ich mir nicht gewohnt zu reden. Schau nur die vielen Augen im Saal!" antwortete er mir.
Die vorhandenen Schwellenängste können wir  überwinden lernen. Aber wie? Es geht leider nicht mit trockender Theorie,  mit Lesen oder indem wir uns die Ratschläge eines Rhetorikexperten  anhören.  Nur durch das TUN,TUN,TUN (TTT) lernen wir neue Situationen meistern. Im Grunde genommen verfügen  Lehrpersonen bereits über viel theoretisches Wissen. Doch mangelt es bei ungewohnten Auftritten meist lediglich  an der Praxis oder am Mut, sich schrittweise neuen schwierigeren Situationen auszusetzen.  Wenn wir beispielsweise als Nichtschwimmer Literatur über das Schwimmen lesen, können wir auch noch nicht automatisch schwimmen. Nur wenn wir uns jedoch ans Wasser gewöhnen und das theoretische Wissen praktisch anwenden, lernen wir schwimmen. Ich möchte Ihnen in der nächsten Woche trotz dieser Erkenntnis zeigen und bewusst machen, wie Sie auch in schwierigeren Situationen überzeugen können und wie Sie anspruchsvolle Kommunikationsprozesse vereinfachen können.












Schwellenangst überwinden















von Hildegard Knill

Artikel im Migros Magazin
  • Das Wichtigste ist das Tun, das Üben. Reden in einem grösseren Kreis lernen Sie nur mit reden.
  • Sie müssen sich bewusst werden, dass Eustress zu jeder Verlautbarung gehört
  • Allein schon das Wissen, dass Lampenfieber normal ist, reduziert die Schwellenangst.
  • Schwimmen lernen wir nur im Wasser. Nutzen Sie deshalb jede Gelegenheit, sich vor einem Publikum zu äussern.
  • Beginnen Sie mit einfachen Bemerkungen. Zum Beispiel, vor einem Vortrag: Kann man das Fenster öffnen, ich finde es heiss? Lernen Sie, Fragen zum Thema zu stellen.
  • Wenn Sie sich sicherer fühlen, wagen Sie es mit einem einfachen Votum zu Sache. Ein Gedanke genügt.
  • Reden Sie immer frei. Bei längeren Beiträgen genügen Stichworte. Wichtig: Nie ablesen!
  • Trainieren Sie, reden Sie! Schwellenängste bauen Sie nur ab, wenn Sie erleben, wie einfach es ist, einen anschaulichen Gedanken auf den Punkt zu bringen
  • Besuchen Sie nur prozessorientierte Redetrainings. Schwellenängste werden nicht mit Lesen oder Zuhören abgebaut.


 *****************

Sprachreiniger sind die Wegbereiter von Sprachpolizisten


Sprachreiniger werden nicht nur in den USA zu Volksbelehrern.
In den Staaten gibt es längst keine behinderten Mitbürger mehr. Sie sind "Herausgeforderte".
Auch bei uns nisten sich immer mehr Sprachreiniger in Redaktionen und Verlage  ein.
Bei Ringier wurde beispielsweise der Begriff "Fussgängerstreifen" eliminiert. Mit dem Ausdruck "Zebrastreifen" wollte man die Frauen  mit einbeziehen, obschon der Fussgängerstreifen nicht nur für Zebras geschaffen wurde.
In den Schulen darf es keine "Verhaltensgestörte" mehr geben. Euphemistische Begriffe wie "Verhaltenauffällige" oder "Verhaltenoriginelle" sollen die Störer im Unterricht nicht vor den Kopf stossen.


Schnörkellose Offenheit scheint verpönt. Wenn bei betroffenen Menschen - beispielsweise in den Staaten  selbstverschuldeten  übergewichtigen Kindern oder Truckerfahrern -  in einer Kampagne nicht mehr als DICK bezeichnet   dürfen - sondern den Terminus GROSS verankern wollen, so nützt dies nichts, zumal falsch ernährte Jugendliche schon in der Highschool zur Insulinspritze greifen müssen. Das Schönreden wird kein Umdenken bewirken.
Ich wehre mich seit Jahren gegen eine Sterilisierung der Sprache.  Wenn wir die Auswüchse der Sprachpolizisten verhüten wollen, müssen wir dafür uns dafür einsetzen, dass wir bei eindeutigen Sachverhalten kein Blatt vor den Mund nehmen. Weshalb nicht Klartext reden und schreiben?


LINKS:


Sprachpolizei


Feministische Rhetorik


Weichspüler



Zebrastreifen


Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html


3. Juni 2010 ... Das neue Wort "Zebrastreifen" gilt zur Umgangssprache und soll in juristischen Texten nicht gebraucht werden. Die Liste von Änderungen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/06_03/index.html
1. Jan. 2004 ... Das Sachbuch "Die Sprachpolizei" von Diane Ravitsch analysiert und kritisiert Fehlentwicklungen und Auswüchse dieser zum Teil grotesken ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html
... 05: Wer steht, wird besser verstanden · 25 Nov 04: Zum Gebrauch des Plurals · 22 Sep 04: Modernes Latein · 01 Jan 04: Sprachpolizei säubert Schulbücher ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Sprache.html
9. Jan. 2011 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Sprachpolizei · Das Elter · Kindergartenlehrperson · Feministische Sprache · Aktuell Sprache ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_09/index.html
5. Juli 2011 ... Die "Genderpädagogen" durchkämmen als Sprachpolizisten die Märchen und Kinderbücher. So zwingen sie Mädchen zu Kampfspielen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_05/index.html
29. Dez. 2010 ... Dez, 2010). Die Kindergartenlehrperson. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Aktuell Sprache · Kindergartenlehrperson · Das Elter · Sprachpolizei ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_29/index.html
15. Aug. 2006 ... Sprachpolizei · Medienrecht. In "20 Minuten" haben wir gelesen: "Je mächtiger der Suchmaschinenbetreiber Google wird, desto weniger Spass ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_15.html