Freitag, 23. März 2012

Stromwende bringt zwangsläufig massive Preiserhöhungen


Windräder bei Leipzig
Windräder bei Leipzig

Quelle Die Zeit


Anfang der Woche wurde zudem eine interne Studie der Bundesnetzagentur bekannt. Demnach könnten in den kommenden Jahren die Strompreise für Haushaltskunden um fünf bis sieben Prozent steigen, nur weil das Stromnetz für den Ausbau der erneuerbaren Energien fit gemacht werden muss. Dahinter steckt ein möglicher Anstieg der Netzentgelte um 16 bis 24 Prozent  – je nachdem, wie stark die Netzbetreiber in neue Stromleitungen investieren müssen.


Steigende Strompreise, drohende Stromsperren, das alles ist in seiner Kombination politischer Zündstoff. Erst recht in Zeiten der Energiewende. Schließlich hat sich Deutschland ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt und einen Atomausstieg beschlossen. Immer öfter taucht deshalb die Frage auf: Wer trägt eigentlich die Kosten der Energiewende?
Klar ist, dass es zurzeit nicht die Industrie ist. Sie genießt zahlreiche Ausnahmeregelungen, wenn es um die Kosten des Ökostromausbaus geht. Bestes Beispiel ist etwa die Besondere Ausgleichsregelung. Sie soll Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, von der Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) befreien. Mit der EEG-Umlage (zurzeit 3,59 Cent je Kilowattstunde) beteiligt sich jeder Stromkunde am Ökostromausbau.


Doch im vergangenen Jahr hat Schwarz-Gelb die Kriterien verändert. Immer mehr Unternehmen können nun eine Ausnahme verlangen. Das Bundesumweltministerium schätzt, dass allein in diesem Jahr rund 730 Unternehmen so mehr als 2,5 Milliarden Euro einsparen werden. "Wir brauchen eine transparente Diskussion über die Entlastung der stromintensiven Industrie und keine Deals mit den Lobbygruppen", fordert Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft der Grünen. Nach einer Studie im Auftrag ihrer Partei profitiert zurzeit selbst der Braunkohletagebau von der Ausnahmeregelung. Obwohl deutsche Braunkohle nicht im Ausland, sondern im nächsten Kohlekraftwerk landet.


Kommentar: Wer A sagt muss auch B sagen. Wer keinen Atomstrom mehr will, muss auch bereit sein, für die Wende mehr zu bezahlen. Die Auswirkungen werden  in der Schweiz ebenfalls spürbar werden. Der Ausstieg ist nicht ohne gewaltige Mehrkosten zu schaffen. Bekanntlich kann man nicht den Fünfer und das Weggli haben. Was bei der Stromwende beachtet werden muss: Neue Leitungen und Windräder sind notwendig und sie werden das Landschaftsbild beeinflussen.  Es wäre auch völlig falsch, den Bau von Kohlekraftwerken (Dreckschleudern) plötzlich zu akzeptieren. Zudem würde es niemand verstehen, wenn wir künftig den billigeren Atomstrom einfach aus dem Osten oder Frankreich plötzlich akzeptierten  d.h. wenn wir später diese kostengünstigere Energie bedenkenlos importieren würden.

Donnerstag, 22. März 2012

Die guten Seiten der Schwarzarbeit


Überraschende These (Aus 20 Min online)



«Schwarzarbeit ist gut für die Wirtschaft»

Eigentlich ist nicht versteuerte Arbeit verpönt. Doch laut eines Professors hat die Schattenwirtschaft auch ihre guten Seiten.

storybild


Die Schattenwirtschaft soll auch ihre guten Seiten haben. (Bild: Keystone)

Eine provozierende Schlussfolgerung eines Professors, der die Schattenwirtschaft in der Schweiz untersucht hat: Schwarzarbeit ist gut für die Wirtschaft. Das sagt der österreichische Professor Friedrich Schneider von der Universität Linz. Er hat das Ausmass von Schattenwirtschaft in der Schweiz untersucht und berechnet, dass 1,1 Millionen Menschen im Land zeitweilig schwarz arbeiten würden.
Da es sich dabei jedoch oft um Nebenjobs handelt, beträgt die Zahl auf Vollzeitstellen hochgerechnet rund 450 000, wie Schneider im Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens vom Montag erklärt.


Zusätzliche Wertschöpfung


Durch Schwarzarbeit entstehe eine zusätzliche Wertschöpfung, da das eingenommene Geld zu zwei Drittel wieder in der Schweiz ausgegeben würde, argumentiert Schneider. So würden die Schweizer Wirtschaftsbetriebe alles in allem davon profitieren.
Der Professor gesteht jedoch ein, dass es bei der Schwarzarbeit auch Verlierer gebe, namentlich die öffentliche Hand, der Steuern und Sozialabgaben entgehen würden.

Mittwoch, 21. März 2012

Unterschiedliche Reaktionen auf das Strafverfahren gegen den ehemaligen Justizminister

Ich zitiere NZZ:

Christoph Blocher wollte sich bisher zum Strafverfahren nicht äussern. (Bild: Keysttone / Walter Bieri)Zoom
Christoph Blocher wollte sich bisher zum Strafverfahren nicht äussern. (Bild: Keysttone / Walter Bieri)

Die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Christoph Blocher im Zusammenhang mit der Affäre Hildebrand löst gemischte Reaktionen aus. Während in der Mitte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft begrüsst wird, erhält Blocher ausgerechnet aus SP-Kreisen Schützenhilfe.

(sda) Philipp Müller, Nationalrat und einziger Kandidat für das Präsidium der FDP Schweiz, zeigte sich zufrieden. Dass unbesehen von Person und Ansehen ein Verfahren eingeleitet wurde, zeige, dass der Rechtsstaat in der Schweiz funktioniere, sagte er gegenüber «10 vor 10».


Ins gleiche Horn stösst BDP-Präsident Hans Grunder. Er sei dankbar, dass das Verfahren eingeleitet wurde, sagte er. Es wäre eine Ungleichbehandlung gewesen, wenn Blocher geschont worden wäre, während gegen einen ehemaligen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin sowie gegen einen Thurgauer Anwalt und Zürcher Kantonsrat ermittelt wird.


CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay bezeichnete es als pikant, dass ausgerechnet gegen einen ehemaligen Justizminister ein Verfahren eingeleitet wurde.

Whistleblower schlecht geschützt

Der Zürcher SP-Nationalrat und Jurist Daniel Jositsch dagegen findet dies jedoch nicht in Ordung. Unabhängig ihrer unterschiedlichen politischen Ansichten habe sich Blocher seiner Einschätzung nach korrekt verhalten, sagte Jositsch.
Das Verfahren gegen Blocher zeige ein in der Schweiz bestehendes Problem auf: Der Whistleblower, der auf einen Missstand aufmerksam mache, sei am Schluss die Person, welche juristisch verfolgt werde.


Kommentar: Mich interessiert nun die persönliche Stellungnahme Blochers zu der jüngsten Mediengeschichte im Blocher TV am Samstag. 

Regula Stämpfli spricht gerne Klartext  - dies mit Folgen


Wer kein Blatt vor den Mund nimmt, muss damit rechnen, dass er  aneckt. Stämpfli polarisiert immer wieder durch ihre ungefilterten Aussagen. Persönlich schätze ich zwar klare, unmissverständliche Aussagen. Doch gilt es, die jeweilige Situation mit zu berücksichtigen.

Ich habe einmal  die bekannte Politologin einer Institution bewusst als Referentin empfohlen, weil ich wusste: Wenn Regula Stämpfli spricht, kommt es zwangsläufig zu Reaktionen. Tatsächlich war ein Teil der Anwesenden von der Referentin begeistert,  viele sagten mir jedoch unverblümt, ich hätte auf diese Referentin gut verzichten können.

Falls der nachfolgende Beitrag aus 20 Min den Tatsachen entspricht,  wäre Regula Stämpfli nach dem tragischen Car-Unglück mit so vielen toten Kindern tatsächlich   ins "Fettnäpfchen" getreten. Ich kann jedenfalls  die publizierten Thesen nicht nachvollziehen. Hoffentlich nimmt Regula Stämpfli zu diesem Beitrag in 20 Min bald Stellung. Ihre Replik interessiert mich, da ich Regula Stämpfli als intelligente Frau kennen gelernt hatte. Ihre publizierte Aussage ist für mich in dieser Form völlig unverständlich.


Ich zitiere 20 Min:


«Typisch»



Regula Stämpfli beleidigt die Belgier

Für Politologin Regula Stämpfli ist es «typisch», dass der Unglücks-Car aus Belgien kommt – denn Belgien sei ein «Drittwelt-Land». Dort erntet sie nun wütende Reaktionen.

storybildDer völlig zerstörte Bus – für Stämpfli eine Folge der belgischen Strukturen. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Die Politologin Regula Stämpfli trieb in der Schweiz mit ihrer provokativen Art schon manchen Gegner zur Weissglut – etwa als sie ihren Berufskollegen Michael Hermann als «Wahlvermesser mit einem politischen Reflexionsgrad eines Planktons» betitelte. Nun macht sich die streitbare Bernerin, die ihren Zweitwohnsitz in Brüssel hat, auch in Belgien einen Namen – einen schlechten. Nur wenige Stunden nach dem Busunglück in Sierre letzte Woche postete sie unter dem Titel «Belgisation: weshalb Unglücke auch politisch sind» einen Artikel auf der Website news.ch. Bis der Artikel auf Französisch übersetzt wurde und den Weg in die belgischen Medien fand, vergingen einige Tage. Doch nun rollt eine Welle der Empörung über Stämpfli.




Eigentlich wollte sie sich vor allem dagegen wehren, dass Verkehrsunglücke wie das in Sierre einfach «menschlichem Versagen» zugeordnet werden. Für sie ist nicht in erster Linie der Fahrer schuld. Vielmehr ist es das System, das «Busfahrer nicht bezahlt, deren Ruhezeiten nicht kontrolliert und deren Gefährt je nach korrupten Beziehungen, nie auf verkehrstechnisch gutem Stand hält». Aber diese analytischen Töne geben die belgischen Medien nicht wieder – dafür jene Textstellen, in denen Stämpfli mit vollen Rohren gegen ihr Gastgeberland schiesst.


Belgien ein Drittweltland?


Zuerst bleibt sie noch beim Thema. Es sei typisch, dass der Unglücks-Car aus Belgien stamme: «Die Ausbildung, die Kontrolle, die Fahrtechniken, die Ausstattung der Reisebusse sind in Belgien auf dem Niveau eines Drittweltlandes und drunter.» Doch dann setzt Stämpfli zum Rundumschlag an. Sie fragt sich, wie es möglich sei, dass Belgien anderthalb Jahre keine gewählte Regierung gehabt hat. «Jeder normale Menschenverstand schreit hier: Aua. Wie geht das?»
In Brüssel mache die Stadtplanung alles falsch, was man falsch machen könne, schreibt die Politologin. Und bezeichnet Belgien als Land «in welchem alles möglich ist und nie auch nur ein einziger Verantwortlicher seine Strafe absitzen muss» – und aus dem nichts wirklich Gutes kommen könne «ausser der Schokolade, Moules et Frites sowie ein gewisser surrealer Humor.» Auch einen Seitenhieb auf die Affäre des Kinderschänders Dutroux kann sich Stämpfli nicht verkneifen.


«Schändlich, grotesk, unmoralisch


Die Internet-Website des französischsprachigen belgischen Radios und Fernsehens, rtbr.be, reagiert mit deutlichen Worten: «Einen tragischen Unfall dafür zu benutzen, all seinen Hass auf ein Land abzuladen, ist schändlich, grotesk und unmoralisch.» Es komme in Belgien auch niemand auf die Idee, alle schlechten Nachrichten aus der Schweiz in einen Topf zu werfen: die Bahnkatastrophen der 80er-Jahre, den Massenselbstmord der Sonnentempler 1994, die Schwarzgeldkonten und den Aufstieg der extremen Rechten (gemeint ist die SVP).


Auf Facebook gibt es bereits eine rasant wachsende Anti-Stämpfli-Seite mit mehr als 300 Mitgliedern – auch aus der Schweiz. Und es zirkuliert eine Online-Petition, die fordert, Stämpfli die Akkreditierung als Journalistin zu entziehen. Wer über Google versucht, auf ihre Homepage zu gelangen, stösst auf eine Fehlermeldung – möglicherweise ein Racheakt. Stämpfli war für 20 Minuten Online nicht zu erreichen. Aber wie sie auf Facebook schreibt, quillt ihre Mailbox derzeit über von Reaktionen auf ihren Artikel.






Kommentar: Ich habe schon beim Lesen des Beitrages in 20 Min damit gerechnet, dass  Leser in den Kommentaren heftig reagieren werden. Die vernichtenden Leserrechos bestätigen mir nun, dass sich die Politologin mit ihren Aussagen langfristig geschadet hat. Hier ein paar vernichtende Echos in 20 Min:


  • Schäm Di Stämpfli

    Völlig egal, ob der Inhalt des Artikels Wahrheiten enthält oder nicht. Jedem anständigen Menschen wird schlecht, wenn sich so Jemand voller Freude an Kinderleichen bedient, um die eigene Bekanntheit zu steigern und sich in Szene zu setzen.

  • Erika am 20.03.2012 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist bloss in Sie gefahren....

    Meiner Meinung nach ist die Aussage von besagter Dame einfach nur geschmacklos. Und wenn nun halt in Belgien andere Sitten und Gebräuche herrschen so hat sie noch lange nicht das Recht so zu lästern. Soll sie doch einen anderen Wohnsitz suchen wenn es ihr nicht passt.
  • Oliver am 20.03.2012 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    belgien 3. welt? wohl kaum

    frau stämpfli sollte mal ein jahr in der 3. welt leben, dann lernt sie den luxus der schweiz vielleicht zu schätzen...

  • Tom Grey am 20.03.2012 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    pietätlos

    Einen derart tragischen Unfall als Basis für einen politischen Hieb gegen ein ganzes Land zu missbrauchen ist pietätlos und und gegenüber den Angehörigen der Opfer ein Affront. Auch wenn sie vielleicht damit recht hat, dass in der politischen Welt in Belgien nicht alles so ist, wie es sollte, soll sie sich darauf konzentrieren und sachlich bleiben. Den technischen Zustand des Busses können die Ermittler sicher besser beurteilen als Frau Stämpfli.


    Nach diesem Medienwirbel dürfte nun die bekannte Politologin auf keinen Fall abtauchen. Sie müsste ihre Gedanken sofort proaktiv klären oder  mit einem eindeutigen MEA CULPA entschuldigen, falls sie tatsächlich die Belgier - im völlig falschen Augenblick - vor den Kopf gestossen hätte.


    NACHTRAG:



    Lukas Handschin

    Bürger
    Gestern Samstag, 17. März 2012, habe ich eine Beschwerde gegen Regula
    Stämpfli beim Schweizer Presserat eingereicht wegen ihres diffamierenden Meinungsartikels vom 14. März 2012 zum Verkehrsunfall eines belgischen Reisecars in der Rubrik Dschungelbuch auf news.ch.
    http://www.news.ch/Belgisation+weshalb+Ungluecke+auch+politisch+sind/533425/detail.htm#comments
    Hier der Wortlaut
    meiner E-Mail:
    Sehr geehrte Damen und Herren
    Hiermit erhebe ich Beschwerde gegen Frau Regula Stämpfli, die in ihrer Kolumne in news.ch vom 14. März 2012 "Belgisation: weshalb Unglücke auch politisch sind" im Zusammenhang mit dem Verkehrsunglück eines belgischen Reisecars in verunglimpfender, unethischer Weise Zusammenhänge zwischen dem tragischen
    Unfall und der belgischen Politik, bzw. dem belgischen Volk herstellte.
    In völliger Verkennung der Zusammenhänge, bzw. einer nochalanten Vermischung von Vorurteilen und anti-belgischen Ressentiments erwähnt sie dabei u.a. den Begriff "Bruxellisation", der in den 1960er und 1970er Jahren geprägt wurde, als Bruxelles einen grossen städtebaulichen Nachholbedarf hatte.
    Was dem Fass jedoch den Boden ausschlägt ist ihr PS, das einen höchst abenteuerlichen Bogen vom Carunglück zu Marc Dutroux schlägt.
    Ich bitte hiermit den Schweizer Presserat zu prüfen, ob Frau Regula Stämpfli gegen
    den Punkt 8 der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verstösst, in dem es heisst:
    Sie respektieren die Menschenwürde und verzichten in ihrer Berichterstattung in Text, Bild und Ton auf diskriminierende
    Anspielungen, welche die ethnische oder nationale Zugehörigkeit, die Religion, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung, Krankheiten sowie körperliche oder geistige Behinderung zum Gegenstand haben. Die Grenzen der Berichterstattung in Text, Bild und Ton über Kriege, terroristische Akte, Unglücksfälle und Katastrophen liegen dort, wo das Leid der Betroffenen und die Gefühle ihrer Angehörigen nicht respektiert werden.
    Weiter beantrage ich dem Schweizer Presserat, nach dessen Urteil über den Sachverhalt, entsprechende Sanktionen gegenüber Frau Regula Stämpfli
    auszusprechen und durchzusetzen.
    Lukas Handschin


    Nachtrag 27. April 12:


     Nachtrag zur Betroffenheit der Belgier als "Drittweltland" von P. R:


    Es war nicht einfach nur ein Car-Unfall eines belgischen Reise-Unternehmers aus Aarschot (meine Nachbarschaft in Belgien). INTERSOC / MC Mutualités crétiennes  (grösste ) belgische Krankenkasse - im Wettstreit mit der sozialistischen Konkurrenz) ist eine Art nationale Institution. Die Ferien- und Klassenlager (u.a.) in der Schweiz werden seit 1949 (!) durchgeführt; den nach dem Krieg leerstehenden Reduit-Spitalbaracken der CH-Armee in Melchtal OW sei Dank. Kinderreiche Familien erhalten ab dem 2. oder 3. Kind massive Vergünstigungen. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Familien in Belgien, aus der nicht Kinder und Jugendliche (oder die Familie gemeinsam) Ferien- und Klassenlager mit INTERSOC miterlebt haben, an verschiedenen Orten in der Schweiz, in Belgien an der Küste (eigene Ferienhotels), usw. In der reichen Schweiz bekommt man von der Krankenkasse vielleicht gelegentlich einen Gutschein für die Teilnahme an einem Jogging-Anlass. Das "Drittweltland" Belgien kann für die Krankenkassen-Mitglieder permanent eine Art CLUB MED anbieten; wahrscheinlich zum Teil auf Kosten der Steuerzahler, aber familienfreundlich für jedermann.

    ... und jetzt kommt "eine Stämpfli" aus der Schweiz (wohnhaft in Brüssel Etterbeek) und haut gegen Belgien auf die Pauke.


    Peter R-T


    Aus  Politsatire Blog (recht bissiger Kommentar):




    Regula Stämpfli verunglimpft Belgier mit Drittweltlandvergleich

    Politologin mit dem Einfühlungsvermögen eines Serienmörders Da muss man sich ernsthaft fragen: wie pietätlos kann ein Mensch sein? Die Berner Politologin Regula Stämpfli – nota bene mit Zweitwohnsitz in Brüssel (Belgien) – zieht zur Unzeit über belgische Car-Unternehmen und Standards her. Mehr noch: Sie deklassiert Belgien zum Drittweltland und bewertet das Busunglück von Sierre als “typisch für Belgien”. Ausgerechnet sie, die anderen Rufmord an der Schweizer Beliebtheit im Ausland vorwirft, schafft dies ohne Probleme selbst. Was haben Sie sich dabei gedacht, Frau Stämpfli?
    Haarsträubend.
    Natürlich sind die Reaktionen aus Belgien vorprogrammiert und berechtigt. Kopfschütteln und Ekel. Auch auf Facebook und Regula Stämpfli’s persönlicher Webseite tobt ein Sturm der Entrüstung. Es gibt bereits eine Anti Dr. Regula Stämpfli Gruppe mit 375 Mitgliedern (Stand20.3. um 17.45 Uhr).
    Hat Professor Stämpfli einen Grund mit Belgien abzurechnen? Oder hat ihr die Natur (vielleicht Gott) das Taktgefühl vorenthalten? Was bringt ihr das Ganze ausser negativer Presse und einen erheblichen Imageschaden? Wollte Sie nur testen, wie weit sie gehen kann? Mit ihrem Politologen-”Kollegen” Michael Hermann ging sie letztes Jahr auch nicht unzimperlich ins Gericht: Er habe den “politischen Reflexionsgrad eines Planktons”, meinte sie.
    Und Sie hat das Einfühlungsvermögen eines Serienmörders, würde ich meinen.
    Frau Stämpfli, jetzt müssen Sie sich aber ganz doll entschuldigen..

Dienstag, 20. März 2012

Der astronomische Frühling hat nun auch begonnen


Frühlingsgefühle werden wach


Frühlingsstimmung in Wien schon am Wochenende

52 Denk- und   Handlungsfehler


Die Kolumne über Denkfehler in der "SonntagsZeitung lese ich regelmässig mit grossem Interesse. Rolf Dobelli versteht es, die Phänomene dieser Fehler kurz, fachgerecht und anschaulich auf den Punkt zu bringen, wie:


"Fehler zu vermeiden ist effizienter, als das Glück zu optimieren."

Der Luzerner Rolf Dobelli ist vielseitig aktiv: Zuerst gründete er den Referatsdienst getAbstract, später schrieb er viel beachtete Romane und gründete das Wissenschaftsforum Zurich.Minds. Der grösste Clou ist ihm aber jetzt gelungen: Mit seinem Sachbuch "Die Kunst des klaren Denkens" lag der 46-Jährige über Wochen auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Weshalb er diese Auflistung von Denkfehlern verfasste und wie er solche vermeidet erklärte er im Gespräch mit "persönlich". Zum Interview:





Herr Dobelli, mit Ihrem Buch "Die Kunst des klaren Denkens"
 führten Sie einige Wochen die Spiegel-Bestsellerliste an. 
Ganz banal gefragt: Wie ist Ihre Befindlichkeit?




- Gut, vor allem, weil dieser Erfolg doch sehr überraschend kam.
 Es handelt sich bei meinem Buch um eine Zusammenstellung
von 52 Kolumnen, die ich während eines Jahres für die
"Sonntagszeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
geschrieben habe. Ursprünglich wollte ich gar kein Buch
daraus machen. Dies änderte sich aber, als ich sehr viele
begeisterte Leserzuschriften erhalten hatte. Und doch war
ich am Anfang skeptisch: Wie viele Menschen gibt es wohl,
die sich für Denkfehler interessieren? Der Erfolg des Buches
hat mich positiv überrascht: Wir haben in der
deutschsprachigen Welt ein erstaunlich grosses Publikum für wissenschaftliche Themen.

Zurück zumaktuellen Erfolg: Der Untertitel Ihres 
Buches lautet "52 Denkfehler, die Sie besser andern
überlassen". Was muss man unter einem Denkfehler 
verstehen?


- Denkfehler sind systematische Abweichungen
 von der Rationalität. Systematisch, weil wir uns oftmals
 in der
 gleichen Richtung irren. Es kommt zum Beispiel viel
 häufiger vor, dass wir unser Wissen überschätzen, als
 dass wir es unterschätzen.


Haben Sie diese Denkfehler entdeckt?


- Nein, überhaupt nicht. Ich bin kein Psychologie-
 oder Wirtschaftsprofessor, der selbst aufwendige
Experimente durchführen kann. Es gibt auf der
ganzen Welt Forscher in den Gebieten der Sozialpsychologie
 und der kognitiven Psychologie - wie zum Beispiel
den Nobelpreisträger Dany Kahneman -,
die ihr halbes Leben der Erforschung von Denkfehlern
geopfert haben. Nach Angabe meines amerikanischen
Agenten bin ich der Erste, der alle Denkfehler auflistet
und zusammenfasst. Eigentlich erstaunlich, dass das niemand zuvor gemacht hat.


Wieso kamen Sie auf die Idee, solche Denkfehler 
aufzulisten?


- Ursprünglich habe ich diese Auflistung für mich selbst
gemacht. Damit wollte ich Fehlentscheidungen im beruflichen,
 finanziellen und privaten Bereich vermeiden. Ich bin fest davon
 überzeugt: Fehler zu vermeiden ist effizienter, als das Glück
zu optimieren. Ich handle also nach dem Muster: das
Down side ausschliessen, statt das Upside zu managen.
Wenn man grobe Fehler ausschliesst, stellt sich die
Glückseligkeit von selbst ein. Da ich nun viele der
systematischen Denkfehler kenne, ist es mir sogar in
einigen Fällen gelungen, unangenehme
Situationen zu vermeiden.


Was ist der grösste Denkfehler, den Sie kennen?





- Der Vater aller Denkfehler ist der sogenannte
"Confirmation Bias", der Bestätigungs-Irrtum. Konkret
haben wir alle die Tendenz, sämtliche neuen
Informationen so zu interpretieren, dass sie mit
unseren Weltanschauungen und Überzeugungen
kompatibel sind. Ich persönlich versuche dem zu
entweichen, indem ich bewusst nach Informationen
suche, die im Widerspruch zu meinen Ansichten
und zu meiner Weltanschauung stehen. Man nennt
dies "Disconfirming Evidence". Ein entsprechender
deutschsprachiger Ausdruck fehlt.


Können Sie dies an einem konkreten Beispiel 
erklären?


- Die ganze Welt ist der Ansicht, dass der Börsengang
von Facebook ein Riesenerfolg wird. Folglich wird
derjenige, der in Facebook investieren will, alle ihm
zur Verfügung stehenden Informationen dazu nutzen,
seinen Entscheid zu untermauern. Ohne aber die
Hintergründe zu kennen, würde ich dies niemals tun.
Ich glaube eher, der ganze Facebook-Börsengang
könnte zu einem Riesenbubble werden.


Welches sind Ihre nächsten Projekte?


- Das nächste Buch, das im Herbst erscheinen wird:
 "Die Kunst des klugen Handelns". Es sind dies die
nächsten 52 Denk- und Handlungsfehler, die ich
jeweils in der "Sonntagszeitung" und neuerdings
m Feuilleton der "Zeit" abhandle. Dann sind wir
durch mit den Denkfehlern.


Das ganze Interview von Matthias Ackeret lesen
Sie in der aktuellen Ausgabe von "persoenlich"-Heft.


KOMMENTRAR: Dobelli beweist mit seinen illustrierten Beiträgen, dass auch wissenschaftlich anspruchsvolle Themen vereinfacht und verständlich formuliert werden können. Ich werde jedenfalls das Buch kaufen. Damit erübrigt sich das Herausschneiden und Sammeln der lesenswerten Beiträge in der SonntagsZeitung.


LINK:


Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen.
www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html
... Die Macht des Teams I (PDF) · Die Macht des Teams II (PDF) · Mut zum Vereinfachen (PDF) · Weichspueler verwenden (PDF) ... Mut zum Vereinfachen ...
www.rhetorik.ch/Alphaartikel/Alphaartikel.html

Montag, 19. März 2012

Zu den individuellen Coachings dieser Woche: Ueberzeugen - aber wie?

In jedem Anfang wohnt ein kleiner Zauber! (Hesse)




Erfolg dank Überzeugen

von Marcus Knill

Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft. -- John Locke
Überzeugend antworten, Mit Argumenten Überzeugen, Person-Thema-Verhalten und 7 Regeln
Andere überzeugen bringt Erfolg. Es genügt nicht, nur gut zu sprechen, um andere zu überzeugen und für sich und seine Gedanken zu gewinnen. Es geht auch nicht nur um gutes Argumentieren oder das verständliches Reden. Überzeugen ist mehr. Die Frage müsste alle Politiker, Führungskräfte, Verkäufer und Ausbilder beschäftigen: Warum überzeugt eine Person und die andere nicht, obwohl beide das selbe sagen?
Was heisst Überzeugen?
Nur wenn eine Botschaft einleuchtet, begriffen wird und der "Sender" glaubwürdig ist, überzeugt sie. Rhetorik und Überzeugungsfähigkeit lässt sich nur zum Teil erlernen. Denn die positive Wirkung auf andere Personen hängt von drei wichtigen Bereichen ab:
  1. Von der Persönlichkeit, die etwas sagt.
  2. Von den Dialogischen Elementen: Fühle ich mich angesprochen?
  3. Von der Botschaft, der Akzeptanz der Argumentation und des Inhaltes. Auch Kopf und Herz spielen bei Überzeugungsprozessen eine Rolle.
Dies ist das Person-Verhalten-Thema- Dreieck.
Zur Persönlichkeit
Die Wirkung der Person ist ausschlaggebend. Ist sie glaubwürdig? Wirkt sie echt und natürlich? Die Qualifikation der Person, die Akzeptanz dieser Person ist wesentlich. Es lohnt es sich also, in erster Linie an der Persönlichkeitsschulung zu arbeiten. Wer überzeugen will, muss im Lot sein, muss seine Schwächen und Stärken kennen und an die Botschaft glauben, die vermittelt werden soll.
Kontakt schaffen
Vor allem der Blick schafft Kontakt! Wer andere beim Sprechen nicht ansieht, wird sie nicht oder nur schwer vom eigenen Anliegen überzeugen können. Wer beim Sprechen am Partner vorbeischaut, wird unglaubwürdig wirken. Wer offen in die Augen schaut, wirkt ehrlich. "Kannst Du mir in die Augen schauen?" kennzeichnet die Bedeutung des Blickkontaktes für die Glaubwürdigkeit des Gesagten. Die meisten Leute schauen beim Reden am Gesprächspartner vorbei, in der Regel nach oben. Wir haben erlebt, dass der Blickkontakt dann automatisch stimmt, wenn wir uns voll und ganz für das Gegenüber interessieren. Das "Anstieren" oder Fixieren des Gesprächspartners - es wird als unangenehm und aufdringlich empfunden. Der Gesprächspartner hat dann den Eindruck, er soll unter Druck gesetzt werden - ist dann beim Coaching auch kein Thema mehr. Wer während des Sprechens an den Blickkontakt denkt, wirkt lächerlich.
Ein Trainer hat jüngst notiert:


"Übrigens: Wenn Ihr Gesprächspartner nervös reagiert oder sogar zu stottern beginnt, war Ihr Blickkontakt zu intensiv, zu druckvoll. Denn auf zu viel Druck wird der Gesprächspartner entweder ausweichend oder mit Gegendruck reagieren. Beides ist für die positive Atmosphäre im Gespräch nicht förderlich. Der Blickkontakt hängt nicht nur vom Gesprächsthema, sondern auch vom Gesprächspartner ab. Manch ein Gesprächspartner muss mit stärkeren Argumenten und auch mit stärkerem Blickkontakt überzeugt werden, während das bei einem anderen Gesprächspartner nicht notwendig ist. Es gilt also, auf jeden Gesprächspartner und jedes Thema mit einem unterschiedlichen, individuellen Blickkontakt zu reagieren. Diesen richtigen und angemessenen Blickkontakt zu finden, kann man leicht üben und trainieren."
  • Tipp 1: "Fixieren Sie Ihren Gesprächspartner nicht! Denn diese Technik der unfairen Dialektik erzeugt meist unnötige Aggression.
  • Tipp 2: "Anschauen bedeutet nicht, nur in die Augen des Gesprächspartners zu gucken. Suchen Sie sich mehrere Punkte im Gesicht Ihres Gesprächspartners, die Sie dann abwechselnd anschauen. So vermeiden Sie unangenehme Reaktionen und den Fixier-Effekt.
  • Tipp 3: "Überlegen Sie sich, wie wichtig das Thema und der Gesprächspartner für Sie sind.
  • Tipp 4: "Passen Sie Ihren Blickkontakt und Ihre übrige Mimik der Bedeutung Ihrer Worte an."
Vereinfachen der Dialoge
Wer Du-orientiert spricht und das Gegenüber wertschätzt, kann auch auf solche Tipps verzichten. Wer sich akzeptiert und sich voll und ganz auf das Gegenüber einstellt, strahlt automatisch Sicherheit und Kompetenz aus. Die innere Einstellung ist massgebend. Die Dialoge sind dann viel einfacher. Verbindung schaffen wir, wenn es uns gelingt, eine Brücke zum Gegenüber aufzubauen. Dazu gehört nicht nur der Blickkontakt. Eine Person die Dialogik gross schreibt, hat immer gute Voraussetzungen zu überzeugen. Dann sie geht auf die Interessen des Gegenübers ein, kann zuhören, stellt Fragen. Eine Persönlichkeit überzeugt aber auch dann, weil sie das Thema qualifiziert behandelt. Die Qualifikation des Redners wird an der Untermauerung des Themas durch Fakten erkennbar. Wer keine Fakten bringt, wird in die Nähe jener Politiker gerückt, die lediglich schön reden oder lediglich Stammtisch-Parolen vermittelt. Beides ist einer Fachperson abträglich. Das Thema muss durchdacht sein und die Aussagen eindeutig und unmissverständlich vorgebracht werden. Mit vielen Worten wenig zu sagen - das sollte die Praxis mancher Blender bleiben. Wir benötigen Fakten und Argumente um zu überzeugen. Wenn die Fachkenntnisse, der Hintergrund oder die stichhaltigen Argumente fehlen, überzeugt die gesamte Persönlichkeit nicht. Im Dreieck Persönlichkeit, Verhalten und Thema sind bei den Überzeugungsprozessen alle Ecken wichtig: Die Persönlichkeit, das Verhalten gegenüber dem Adressaten und das Thema. Jeder Mensch muss sich passend zu seiner Persönlichkeit verhalten. Tut er das nicht, so wird über ihn gesagt, dass er entweder übertreibt, ein Angeber ist oder sein Licht unter den Scheffel stellt. Das Verbindungsglied zwischen der Persönlichkeit und dem Verhalten ist die Sozialkompetenz. Gleichzeitig gibt es zwischen der Persönlichkeit und dem Thema eine Verbindung. Wer über etwas redet, wovon er nichts versteht, wird schnell entlarvt und als Schwätzer oder als inkompetent bezeichnet. Das Verbindungsglied zwischen Persönlichkeit und Thema ist die Fachkompetenz. Das Thema und das Verhalten hängen ebenfalls zusammen. Wer sich nicht so verhält, wie er spricht, wer etwas fordert und sich selbst nicht an seine Forderungen hält, wird als Pharisäer bezeichnet. Das Verbindungsglied zwischen Thema und Verhalten ist die Überzeugung. So bilden Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Überzeugung ein weiteres Dreieck. Auf keinen dieser Komponenten kann verzichtet werden.
Ohne Kernbotschaft, kein Überzeugen
Von einem Thema, von einem Anliegen lässt sich jeder Mensch nur durch stichhaltige Argumente wie aktuelle Statistiken, Arbeitsergebnisse oder Logik überzeugen. Deshalb gilt es bei jedem Votum, jeder Ueberzeugungsrede, jedem Verkaufsgespräch zuerst die Kernbotschaft (Hauptargument) herauszuschälen. Die eigene Überzeugung allein reicht nicht aus, das Gegenüber zu überzeugen. Es gilt stets zu bedenken: Selbst wenn die Botschaft, das Argument stichhaltig ist, kommt es immer auch auf das rhetorisch geschickte Vorgehen an.



Ueberzeugen in Beruf und Alltag

 
Es liegt mir daran, anlässlich der Arbeit mit Videofeedback folgende Zusatzinformationen zu vermitteln, die Sie jederzeit zu Hause wieder abrufen können.

Mit dieser kurzen Einführung will ich Ihnen bewusst machen, dass Kommunikation etwas GANZHEITLICHES ist. Wir werden uns vor allem mit der Wirkung der Personen beschäftigen und der Frage nachgehen, weshalb wir im Alltag überzeugen oder auch nicht.

Wir verzichten im Coaching auf rezeptorientierte oder theaterorientierte Tipps oder Rezepte. Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck und in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können wir nicht einfach alles ungefiltert sagen, was wir denken. Es gilt stets die Balance zu finden zwischen - sich ernst nehmen und sich adressatengerecht verhalten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen NATUERLICHKEIT und KONZESSIONEN gegenüber den Adressaten (Anpassungen). Die Kunst des Ueberzeugens besteht darin, beide Anliegen (Natürlichkeit und Rücksichtnahme) unter einen Hut zu bringen.


Selbstsicherheit ist gut und wichtig. Doch hat übertriebene Selbstdarstellung nichts mehr zu tun mit der geforderten Natürlichkeit. Offen, klar, eindeutig formulieren ist nicht zu Verwechseln mit Tatklosigkeit. Auch wenn Sie Sie selbst bleiben, müssen wir uns immer situativ verhalten. 90 Prozent des Eindrucks wird durch unser Erscheinungsbild und unser Auftreten, unser Verhalten bestimmt.
 
Deshalb sind:
- Die Rolle, die wir innehaben
- unsere Kleider
- unsere Körpersprache
- unsere Stimme
- und das, was wir sagen
keine Nebensächlichkeiten.
Wir müssen in verschiedensten Situationen überzeugen können, ohne Theater zu spielen. Wir müssen künftig unsere Aussagen konkret auf den Punkt zu bringen.
Schwerpunkte unserer Ausbildung sind: Wahrnehmung, Zuhören, Verstehen- Verstanden werden. Verständlichkeitshelfer.
Das Wichtigste vorweg:
Das Zauberwort: EINSTELLUNG

Bei der Einstellung geht es um die innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt die Stimme ebenfalls mit dieser Stimmung überein und der Körper sendet automatisch die Signale, die unserer Einstellung sendet.


Wir können nur überzeugen, wenn unsere EINSTELLUNG mit dem - was wir sagen - übereinstimmt!
Ich kann andere nur überzeugen, wenn ich selbst von meiner Aussage überzeugt bin.
Er ist erstaunlich, wie viel verziehen wird, wenn man die eigene Ueberzeugung - das Feux sacré - spürt. Mein Wunsch für den Alltag: Dran- bleiben und sich weiterhin Spiegel als Lernhelfer zu Nutze machen. Es gibt Hofnarren, denen ich vertrauen kann. Bestimmen Sie Ihre Hofnärrin oder Ihren Hofnarren. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, gilt es nun: TUN - TUN - TUN (lernen Sie weiterhin praxis- und prozessorientiert )



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Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar

  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

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  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar

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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar
  2. Die Balance finden

    Wir müssen die situationsgerechten Balance finden im Spannungsfeld: Ich- Bezogenheit und Integrationsfähigkeit.d.h. Beides darf nicht vernachlässigt werden. ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html -Cached - Similar