Freitag, 10. Februar 2012
Wulffs Trauerspiel - und kein Ende
Sollte man nicht endlich Christian Wulff in Ruhe lassen, anstatt allen immer kleinlicher werdenden Verdächtigungen nachzugehen?
Nein- Ich würde dies liebend gerne tun, aber.......
Wulff ist nämlich kein Medienopfer. Dass heute fremde Menschen, Journalisten und Medien in Quittungen, Wahrheiten und Halbwahrheiten im Fall Wulff stochern, hat gewiss etwas Schmuddeliges an sich.
Man darf heute Wulff dennoch nicht in Ruhe lassen. Er war es, der all diese Ungeschicklichkeiten, Halbwahrheiten, Beschönigungen, Lügen und Ausflüchte selbst verschuldet hat. Die Transparenzversprechen waren nur Lug und Trug. Er machte Freudschaftsdienste zu etwas Klebrigem. Heute stehen wir vor einem angeschlagenen Bild eines Bundespräsidenten. Seine Reputation wird trotz Aussitzen nicht mehr repariert werden können.
Deutsche strafen Christian Wulff ab( Quelle WELT)
Wulff wird den Ansprüchen eines Bundespräsidenten nicht mehr gerecht, wenngleich er von Angela Merkel derzeit noch gestützt wird.
Wenn Groenewold damals am 17. Januar 07 die Kosten Wulffs übernehmen wollte und nachher das Personal angewiesen hatte:
"Wenn Bild oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts."- könnte doch von Vertuschung gesprochen werden.
Notiert von
marcus knill
um
08:28
Donnerstag, 9. Februar 2012
Griechenlands Rettung steht auf der Kippe
Dramatische Entwicklung in Athen: Die griechischen Politiker haben sich am Mittwochabend in siebenstündigen Verhandlungen auf alle Themen einigen können - bis auf eines.
Kommentar: Immer dasselbe Spiel. Ein verschuldetes Land hält sich nicht an die Vorgaben. Die EU kann dieses Land nicht fallen lassen und muss deshalb immer wieder nachgeben. Die anderen Länder zahlen die Zeche. Wenn immer wieder die Augen zugedrückt werden, kann sich die griechische Regierung den Ungehorsam leisten.Würden nämlich die Vorgaben eingehalten, sind Streiks vorprogrammiert und die Regierung würde weggewählt. Deshalb kann man sich mit der Hinhaltetaktik oder mit Ungehorsam ständig aus der Patsche helfen. Die verschuldeten Länder wissen genau: Die EU will und kann sich einen Kollaps nicht leisten.
Prognose: Auch künftig wird die EU inkonsequent handeln, wie Eltern, die ihrem verschuldeten Kind ständig unter die Arme greifen. Denn das Kind weiss ganz genau: Die Eltern werden mir trotz Nichteinhalten der Spielregeln immer iweder aus der Patsche helfen.
Nachtrag:
Griechen beugen sich den Sparauflagen in letzter Minute
Zusätzliche Einschnitte als Voraussetzung für weitere internationale Rettungshilfen
Die griechischen Koalitionsparteien haben sich auf ein Abkommen über neue Sparmassnahmen verständigt. Die überparteiliche Einigung auf zusätzliche Einschnitte ist eine Voraussetzung für weitere Finanzhilfen für das von einer Staatspleite bedrohte Land. ...
Notiert von
marcus knill
um
08:58
Mittwoch, 8. Februar 2012
Sesselkleber Wulff: Keine Ende der Affaire in Sicht
Schon wieder half ein reicher Freund Neuer Wirbel um einen Wulff-Urlaub
Dicke Freunde: Christian und Bettina Wulff mit Filmfonds-Manager David Groenewold
Foto: DAVIDS
Aus BILD:
Berlin – In der Affäre um Christian Wulff (52) sollte
offenbar ein weiterer Luxus-Urlaub vertuscht werden, den ein reicher
Freund für den Bundespräsidenten gebucht und bezahlt hatte.
Vom 31. Oktober bis 3. November 2007 übernachtete Christian Wulff mit
seiner heutigen Ehefrau Bettina (38) im vornehmen „Hotel Stadt Hamburg“
(HSH) auf Sylt. Der Preis in der Suite 135 betrug für den damaligen
Ministerpräsidenten pro Nacht 258 Euro – inklusive Frühstück.
Zeitgleich war der Berliner Filmfonds-Manager David Groenewold (38), ein enger Freund von Christian Wulff, in dem Luxus-Hotel untergebracht. Jener Film-Finanzier, der in der Wulff-Affäre schon in die Schlagzeilen geraten war, weil er ein Upgrade für eine Suite für Wulff im „Bayerischen Hof“ in München bezahlt hatte.
Nach BILD-Recherchen hatte David Groenewold seinen und Wulffs Sylt-Aufenthalt beim VIP-Service von Airtours gebucht und vor Reiseantritt mit seiner Platinum-Kreditkarte von American Express bezahlt. Jetzt steht der Wulff-Freund im Verdacht, diesen Vorgang vier Jahre später vertuschen zu wollen.
Vor rund drei Wochen, am 16. Januar 2012, rief Groenewold im „Hotel Stadt Hamburg“ an. In der BILD vorliegenden Notiz des Hotels über diesen Anruf heißt es: „lt. tel. 16. 1. keine Daten von Hr. Groenewold rausgeben! (War 2007 mit Hr. Wulff hier & hat den Aufenthalt übernommen.)“
Am 17. Januar notiert das Hotel in seiner internen Aufgabenliste für Mitarbeiter, die BILD vorliegt: „Hr. David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keinerlei Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Hr. Wulff im HSH und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also BILD oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts!“
Zur gleichen Zeit interessierte sich die Opposition im niedersächsischen Landtag für die Beziehungen zwischen Wulff und Groenewold. Am 19. Januar fragt der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok im Parlament: „Mit wie viel Geld wurden Filmprojekte bzw. Firmen, an denen Herr Groenewold beteiligt ist, durch das Land bzw. durch die nordmedia gefördert?“
Die SPD will – wie schon beim umstrittenen Hauskredit von Wulff-Freund Egon Geerkens – wissen, ob es eine geschäftliche Beziehung zwischen der Wulff-Regierung und dem Wulff-Freund Groenewold gab.
Ausgerechnet an diesem 19. Januar fährt Film-Produzent
Groenewold wieder nach Sylt und bucht sich erneut im „Hotel Stadt
Hamburg“ ein.
Am Morgen des 20. Januar fordert er Mitarbeiter des Hotels auf, relevante Rechnungen und Belege aus dem gemeinsamen Kurzurlaub mit dem Ehepaar Wulff aus dem Jahr 2007 auszuhändigen. Ein Hotel-Manager übergibt Groenewold Anreiselisten, Meldescheine und Verzehrquittungen.
BILD konfrontierte das Bundespräsidialamt mit der Aktion Groenewolds und fragte: Wer hat den Wulff-Urlaub gebucht und bezahlt?
Die Antwort von Wulffs Anwalt: „Die Organisation des Aufenthalts erfolgte durch Herrn Groenewold. Herr Groenewold hatte die Hotelkosten verauslagt. Herr Wulff erstattete Herrn Groenewold die verauslagten Kosten des Aufenthalts in den Räumlichkeiten des ,Hotels Stadt Hamburg‘.“ Die Zahlung sei bar erfolgt.
In bar will Wulff, der in den vergangenen Jahren mehrfach gratis bei reichen Unternehmern Urlaub machte, die von Groenewold übernommenen Hotelkosten auch bei einer Oktoberfest-Besuch im Jahr 2008 erstattet haben.
Bereits für die Zeit vom 9. bis 16. August 2008 hatte Groenewold für das Ehepaar Wulff eine Ferienwohnung für einen weiteren Sylt-Urlaub gebucht und bezahlt. Kosten: 1540 Euro. Auch in diesem Fall, so behauptet Groenewolds Anwalt, habe Wulff dem Freund das Geld in bar gegeben.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Niedersächsischen Landtag Stefan Schostok sagte zu den Vorgängen rund um den Sylt-Urlaub des Bundespräsidenten gestern zu BILD: „Offenbar finden gerade Versuche statt, Akten zu säubern.“
Der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, forderte Ermittlungen der Behörden in diesem Fall.
Wenzel zu BILD: „Wer solche Dokumente verschwinden lassen will, dürfte etwas auf dem Kerbholz haben. Hier muss endlich der Staatsanwalt ran!“
Und der Verfassungsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim sagt BILD: „Verheimlichungshandlungen sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofes mögliche Beweisanzeichen bei Korruptionsdelikten wie der Vorteilsannahme. Was Wulff und seine Anwälte mit ihren andauernden Ausflüchten dem gesunden Menschenverstand antun, geht auf keine Kuhhaut.“
Ist der Film-Finanzier Groenewold nur einer der reichen Freunde Wulffs? Oder hatte er auch geschäftliche Beziehungen zum Land Niedersachsen, wie die SPD in ihrer Anfrage wissen will?
Tatsache ist: Groenewold gründete 2007 in Niedersachsen mit seinem Unternehmen „Odeon“ eine Filmfirma und bekam dafür eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen zugesagt.
Groenewold damals in einer Pressemitteilung: „Den Standort Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.“
Diese Presseerklärung hatte Groenewold damals mit Wulffs inzwischen entlassenem Sprecher Olaf Glaeseker abgestimmt. Für Glaeseker soll Groenewold wenig später ein Geburtstagswochenende für dessen Frau Vera im Hotel „Jörg Müller“ auf Sylt gebucht und bezahlt haben.
Auch der Wulff-Vertraute Glaeseker, gegen den die Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Bestechlichkeit ermittelt, soll die Kosten später in bar erstattet haben. David Groenewold wollte sich auf BILD-Anfrage zu den Vorwürfen nicht äußern.
Übrigens: 84 Prozent der Bundesbürger halten den Bundespräsidenten inzwischen für nicht ehrlich.
Zeitgleich war der Berliner Filmfonds-Manager David Groenewold (38), ein enger Freund von Christian Wulff, in dem Luxus-Hotel untergebracht. Jener Film-Finanzier, der in der Wulff-Affäre schon in die Schlagzeilen geraten war, weil er ein Upgrade für eine Suite für Wulff im „Bayerischen Hof“ in München bezahlt hatte.
Nach BILD-Recherchen hatte David Groenewold seinen und Wulffs Sylt-Aufenthalt beim VIP-Service von Airtours gebucht und vor Reiseantritt mit seiner Platinum-Kreditkarte von American Express bezahlt. Jetzt steht der Wulff-Freund im Verdacht, diesen Vorgang vier Jahre später vertuschen zu wollen.
Vor rund drei Wochen, am 16. Januar 2012, rief Groenewold im „Hotel Stadt Hamburg“ an. In der BILD vorliegenden Notiz des Hotels über diesen Anruf heißt es: „lt. tel. 16. 1. keine Daten von Hr. Groenewold rausgeben! (War 2007 mit Hr. Wulff hier & hat den Aufenthalt übernommen.)“
Am 17. Januar notiert das Hotel in seiner internen Aufgabenliste für Mitarbeiter, die BILD vorliegt: „Hr. David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keinerlei Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Hr. Wulff im HSH und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also BILD oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts!“
Zur gleichen Zeit interessierte sich die Opposition im niedersächsischen Landtag für die Beziehungen zwischen Wulff und Groenewold. Am 19. Januar fragt der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok im Parlament: „Mit wie viel Geld wurden Filmprojekte bzw. Firmen, an denen Herr Groenewold beteiligt ist, durch das Land bzw. durch die nordmedia gefördert?“
Die SPD will – wie schon beim umstrittenen Hauskredit von Wulff-Freund Egon Geerkens – wissen, ob es eine geschäftliche Beziehung zwischen der Wulff-Regierung und dem Wulff-Freund Groenewold gab.
Das „Hotel Stadt Hamburg“ auf Sylt. Die Suite des Ehepaars Wulff buchte Groenewold, sie kostete 258 Euro pro Nacht
Am Morgen des 20. Januar fordert er Mitarbeiter des Hotels auf, relevante Rechnungen und Belege aus dem gemeinsamen Kurzurlaub mit dem Ehepaar Wulff aus dem Jahr 2007 auszuhändigen. Ein Hotel-Manager übergibt Groenewold Anreiselisten, Meldescheine und Verzehrquittungen.
BILD konfrontierte das Bundespräsidialamt mit der Aktion Groenewolds und fragte: Wer hat den Wulff-Urlaub gebucht und bezahlt?
Die Antwort von Wulffs Anwalt: „Die Organisation des Aufenthalts erfolgte durch Herrn Groenewold. Herr Groenewold hatte die Hotelkosten verauslagt. Herr Wulff erstattete Herrn Groenewold die verauslagten Kosten des Aufenthalts in den Räumlichkeiten des ,Hotels Stadt Hamburg‘.“ Die Zahlung sei bar erfolgt.
In bar will Wulff, der in den vergangenen Jahren mehrfach gratis bei reichen Unternehmern Urlaub machte, die von Groenewold übernommenen Hotelkosten auch bei einer Oktoberfest-Besuch im Jahr 2008 erstattet haben.
Bereits für die Zeit vom 9. bis 16. August 2008 hatte Groenewold für das Ehepaar Wulff eine Ferienwohnung für einen weiteren Sylt-Urlaub gebucht und bezahlt. Kosten: 1540 Euro. Auch in diesem Fall, so behauptet Groenewolds Anwalt, habe Wulff dem Freund das Geld in bar gegeben.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Niedersächsischen Landtag Stefan Schostok sagte zu den Vorgängen rund um den Sylt-Urlaub des Bundespräsidenten gestern zu BILD: „Offenbar finden gerade Versuche statt, Akten zu säubern.“
Der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, forderte Ermittlungen der Behörden in diesem Fall.
Wenzel zu BILD: „Wer solche Dokumente verschwinden lassen will, dürfte etwas auf dem Kerbholz haben. Hier muss endlich der Staatsanwalt ran!“
Und der Verfassungsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim sagt BILD: „Verheimlichungshandlungen sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofes mögliche Beweisanzeichen bei Korruptionsdelikten wie der Vorteilsannahme. Was Wulff und seine Anwälte mit ihren andauernden Ausflüchten dem gesunden Menschenverstand antun, geht auf keine Kuhhaut.“
Ist der Film-Finanzier Groenewold nur einer der reichen Freunde Wulffs? Oder hatte er auch geschäftliche Beziehungen zum Land Niedersachsen, wie die SPD in ihrer Anfrage wissen will?
Tatsache ist: Groenewold gründete 2007 in Niedersachsen mit seinem Unternehmen „Odeon“ eine Filmfirma und bekam dafür eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen zugesagt.
Groenewold damals in einer Pressemitteilung: „Den Standort Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.“
Diese Presseerklärung hatte Groenewold damals mit Wulffs inzwischen entlassenem Sprecher Olaf Glaeseker abgestimmt. Für Glaeseker soll Groenewold wenig später ein Geburtstagswochenende für dessen Frau Vera im Hotel „Jörg Müller“ auf Sylt gebucht und bezahlt haben.
Auch der Wulff-Vertraute Glaeseker, gegen den die Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Bestechlichkeit ermittelt, soll die Kosten später in bar erstattet haben. David Groenewold wollte sich auf BILD-Anfrage zu den Vorwürfen nicht äußern.
Übrigens: 84 Prozent der Bundesbürger halten den Bundespräsidenten inzwischen für nicht ehrlich.
Kommentar: Kein Kommentar meinerseits. Die Affaire nimmt seinen gewohnten Lauf.
NACHTRAG ZEIT:
Berlin (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner
Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die
Schlagzeilen.
Wie die «Bild»-Zeitung am Mittwoch berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Zur gleichen Zeit hielt sich auch Groenewold im «Hotel Stadt Hamburg» auf.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte der «Bild», Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe die Kosten für die drei Nächte später in voller Höhe selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Fall.
Anwälte Groenewolds wiesen die «Bild»-Darstellung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen.»
Die Staatsanwaltschaft Hannover erklärte, man habe bereits Mitte Januar aus den Medien von diesem Fall erfahren. Neu seien Informationen über angeblich in Sylt abgeholte Unterlagen: «Das fließt jetzt alles in die Prüfung ein», sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der Nachrichtenagentur dpa. Wann diese Prüfung abgeschlossen sein werde, stehe nicht fest.
«Bild» hatte berichtet, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Angestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. Sein Anwalt Moser erklärte, sein Mandant habe im Vorfeld das Hotel darum gebeten, gegenüber der Presse Diskretion zu wahren. Groenewold habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Hotelaufenthalt «zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches».
Das Sylter Hotel bestätigte, dass Groenewold vor rund drei Wochen dort gewesen sei und um die Kopie einer Rechnung vom Aufenthalt im Jahr 2007 gebeten habe. Er habe sie auch erhalten, sagte Direktor Bernd Knochenhauer der dpa.
Wulff selbst wusste nach Angaben seines Anwalts Lehr nichts davon, dass Groenewold das Hotel aufgesucht und auf Verschwiegenheit gedrängt habe. «Christian Wulff hielte eine solche Vorgehensweise in jeder Hinsicht für falsch», erklärte Lehr.
Groenewolds Anwalt Moser erklärte, die drei Nächte 2007 seien von Groenewold über einen Reiseveranstalter gebucht worden. Die Bezahlung sei über Gutscheine erfolgt. Wulff habe gar nicht vor Ort direkt bezahlen können.
Nach früheren Berichten hat Groenewold auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade für eine Suite im Fünf-Sterne-Hotel «Bayerischer Hof» für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff aber nichts gewusst, erklärte Groenewolds Anwalt.
Der Filmunternehmer und Wulff sind lange miteinander befreundet. Groenewold hatte 2007 in Hannover einen Ableger der Odeon Film AG gegründet. Waterfall Productions soll nach «Bild»-Angaben eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten haben. Dies dementierte Wulffs Anwalt Lehr. Der Filmunternehmer habe in der Amtszeit des Ministerpräsidenten nie eine Unterstützung des Landes Niedersachsen erhalten.
Auch Groenewolds Anwalt wies Berichte über eine angebliche Landesbürgschaft zurück. Eine Förderung des Landes könne ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover.
NACHTRAG ZEIT:
Bundespräsident Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub
Wie die «Bild»-Zeitung am Mittwoch berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Zur gleichen Zeit hielt sich auch Groenewold im «Hotel Stadt Hamburg» auf.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte der «Bild», Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe die Kosten für die drei Nächte später in voller Höhe selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Fall.
Anwälte Groenewolds wiesen die «Bild»-Darstellung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen.»
Die Staatsanwaltschaft Hannover erklärte, man habe bereits Mitte Januar aus den Medien von diesem Fall erfahren. Neu seien Informationen über angeblich in Sylt abgeholte Unterlagen: «Das fließt jetzt alles in die Prüfung ein», sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der Nachrichtenagentur dpa. Wann diese Prüfung abgeschlossen sein werde, stehe nicht fest.
«Bild» hatte berichtet, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Angestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. Sein Anwalt Moser erklärte, sein Mandant habe im Vorfeld das Hotel darum gebeten, gegenüber der Presse Diskretion zu wahren. Groenewold habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Hotelaufenthalt «zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches».
Das Sylter Hotel bestätigte, dass Groenewold vor rund drei Wochen dort gewesen sei und um die Kopie einer Rechnung vom Aufenthalt im Jahr 2007 gebeten habe. Er habe sie auch erhalten, sagte Direktor Bernd Knochenhauer der dpa.
Wulff selbst wusste nach Angaben seines Anwalts Lehr nichts davon, dass Groenewold das Hotel aufgesucht und auf Verschwiegenheit gedrängt habe. «Christian Wulff hielte eine solche Vorgehensweise in jeder Hinsicht für falsch», erklärte Lehr.
Groenewolds Anwalt Moser erklärte, die drei Nächte 2007 seien von Groenewold über einen Reiseveranstalter gebucht worden. Die Bezahlung sei über Gutscheine erfolgt. Wulff habe gar nicht vor Ort direkt bezahlen können.
Nach früheren Berichten hat Groenewold auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade für eine Suite im Fünf-Sterne-Hotel «Bayerischer Hof» für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff aber nichts gewusst, erklärte Groenewolds Anwalt.
Der Filmunternehmer und Wulff sind lange miteinander befreundet. Groenewold hatte 2007 in Hannover einen Ableger der Odeon Film AG gegründet. Waterfall Productions soll nach «Bild»-Angaben eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten haben. Dies dementierte Wulffs Anwalt Lehr. Der Filmunternehmer habe in der Amtszeit des Ministerpräsidenten nie eine Unterstützung des Landes Niedersachsen erhalten.
Auch Groenewolds Anwalt wies Berichte über eine angebliche Landesbürgschaft zurück. Eine Förderung des Landes könne ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover.
Notiert von
marcus knill
um
08:44
Dienstag, 7. Februar 2012
Kritiker sind in der Gesellschaft so beliebt wie Henker.
Dennoch benötigen wir konstruktive Kritik, um weiter zu kommen.
Niemand liebt im Grunde genommen Kritik. Kritiker wurden im Mittelalter - als Ueberbringer einer schlechten oder unangenehmen Nachricht - gehängt. Nur der Hofnarr war damals berechtigt, den König offen zu kritisieren.
Bei Kommunikationsprozessen ist konstruktive Kritik etwas vom Wichtigsten. Ohne diese Kritik werden uns die blinden Flecken nicht bewusst. Gefragt sind nicht jene Kritiker, die alles schlecht finden, ausser sich selbst.
Konstruktive Kritik zeichnet sich dadurch aus, dass sie Fakten beschreibt und nicht wertet. Dass sie kurz ist. Sie darf auch lustig oder humorvoll sein.
LINK:
Das Wort "aber" ist für viele zu negativ belegt: "Aber" ist nicht zuletzt deshalb destruktiv, weil jede Kritik (schon bei Kleinkindern) stets mit dem Wort "aber" ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html
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30. Apr. 2004 ... Nicht zu lange mit der Kritik zuwarten. Der beste Zeitpunkt zu einem Gespräch ist kurz nach dem Vorfall. Der Vorgesetzte muss sich noch an ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html
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Die langwierigen Rechtfertigungszenarien bleiben aus. Wer bei Kritik- Beurteilungs- oder Schlechtnachrichtengesprächen die Selbstbeurteilung an den Anfang ...
www.rhetorik.ch/Verbesserung/Selbstkritik.html
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22. Nov. 2006 ... "Kritik tut immer weh", sagt der Kommunikationsexperte Marcus Knill. "Aber ohne Kritik kommt man nicht weiter." Kritik kommt manchmal ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritiker.html
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21. Sept. 2011 ... Hans Pfister publizierte ein lesenswerten Buch mit dem Titel "Das Hofnarr-Prinzip ". Der Name "Hofnarrtechnik" kommt daher, weil früher der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/09_21/index.html
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Was könnte verbessert werden? Sie halten sich einen Hofnarren, der nach wichtigen Einsätzen unter vier Augen offen und unverblümt sagt, was ihn gestört hat.
www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html
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3. Aug. 2002 ... Wir stehen Führungskräften vor allem als professionelle "Hofnarren" zur ... Der Hofnarr durfte nach kritischen Äusserungen nicht umgebracht ...
www.rhetorik.ch/Rolle/Rolle.html
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Der Nutzen der Hofnarren Gute, erfolgreiche Vorgesetzte nutzen hingegen bewusst die verschiedensten Möglichkeiten des Spiegelns, angefangen bei der ...
www.rhetorik.ch/Alphaartikel/zeig.html
Notiert von
marcus knill
um
08:38
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