Mittwoch, 8. Februar 2012

Sesselkleber Wulff: Keine Ende der Affaire in Sicht


Schon wieder half ein reicher Freund Neuer Wirbel um einen Wulff-Urlaub

Christian Wulff Affäre: Wieder Wirbel um einen reichen Freund - Wer zahlte Wulffs Sylt-Urlaub wirklich?
Dicke Freunde: Christian und Bettina Wulff mit Filmfonds-Manager David Groenewold
Foto: DAVIDS
Aus BILD:


Berlin – In der Affäre um Christian Wulff (52) sollte offenbar ein weiterer Luxus-Urlaub vertuscht werden, den ein reicher Freund für den Bundespräsidenten gebucht und bezahlt hatte.

Die Anweisungen ans Hotel zum Großklicken
Vom 31. Oktober bis 3. November 2007 übernachtete Christian Wulff mit seiner heutigen Ehefrau Bettina (38) im vornehmen „Hotel Stadt Hamburg“ (HSH) auf Sylt. Der Preis in der Suite 135 betrug für den damaligen Ministerpräsidenten pro Nacht 258 Euro – inklusive Frühstück.
Zeitgleich war der Berliner Filmfonds-Manager David Groenewold (38), ein enger Freund von Christian Wulff, in dem Luxus-Hotel untergebracht. Jener Film-Finanzier, der in der Wulff-Affäre schon in die Schlagzeilen geraten war, weil er ein Upgrade für eine Suite für Wulff im „Bayerischen Hof“ in München bezahlt hatte.
Nach BILD-Recherchen hatte David Groenewold seinen und Wulffs Sylt-Aufenthalt beim VIP-Service von Airtours gebucht und vor Reiseantritt mit seiner Platinum-Kreditkarte von American Express bezahlt. Jetzt steht der Wulff-Freund im Verdacht, diesen Vorgang vier Jahre später vertuschen zu wollen.
Vor rund drei Wochen, am 16. Januar 2012, rief Groenewold im „Hotel Stadt Hamburg“ an. In der BILD vorliegenden Notiz des Hotels über diesen Anruf heißt es: „lt. tel. 16. 1. keine Daten von Hr. Groenewold rausgeben! (War 2007 mit Hr. Wulff hier & hat den Aufenthalt übernommen.)“
Am 17. Januar notiert das Hotel in seiner internen Aufgabenliste für Mitarbeiter, die BILD vorliegt: „Hr. David Groenewold hat gestern angerufen, wir sollen keinerlei Infos über ihn rausgeben! Er war 2007 mit Hr. Wulff im HSH und hat den gesamten Aufenthalt übernommen. Falls also BILD oder Spiegel anruft, wir wissen von nichts!“
Zur gleichen Zeit interessierte sich die Opposition im niedersächsischen Landtag für die Beziehungen zwischen Wulff und Groenewold. Am 19. Januar fragt der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok im Parlament: „Mit wie viel Geld wurden Filmprojekte bzw. Firmen, an denen Herr Groenewold beteiligt ist, durch das Land bzw. durch die nordmedia gefördert?“
Die SPD will – wie schon beim umstrittenen Hauskredit von Wulff-Freund Egon Geerkens – wissen, ob es eine geschäftliche Beziehung zwischen der Wulff-Regierung und dem Wulff-Freund Groenewold gab.
„Hotel Stadt Hamburg“ auf Sylt
Das „Hotel Stadt Hamburg“ auf Sylt. Die Suite des Ehepaars Wulff buchte Groenewold, sie kostete 258 Euro pro Nacht
Ausgerechnet an diesem 19. Januar fährt Film-Produzent Groenewold wieder nach Sylt und bucht sich erneut im „Hotel Stadt Hamburg“ ein.
Am Morgen des 20. Januar fordert er Mitarbeiter des Hotels auf, relevante Rechnungen und Belege aus dem gemeinsamen Kurzurlaub mit dem Ehepaar Wulff aus dem Jahr 2007 auszuhändigen. Ein Hotel-Manager übergibt Groenewold Anreiselisten, Meldescheine und Verzehrquittungen.
BILD konfrontierte das Bundespräsidialamt mit der Aktion Groenewolds und fragte: Wer hat den Wulff-Urlaub gebucht und bezahlt?
Die Antwort von Wulffs Anwalt: „Die Organisation des Aufenthalts erfolgte durch Herrn Groenewold. Herr Groenewold hatte die Hotelkosten verauslagt. Herr Wulff erstattete Herrn Groenewold die verauslagten Kosten des Aufenthalts in den Räumlichkeiten des ,Hotels Stadt Hamburg‘.“ Die Zahlung sei bar erfolgt.

Foto: dpa
In bar will Wulff, der in den vergangenen Jahren mehrfach gratis bei reichen Unternehmern Urlaub machte, die von Groenewold übernommenen Hotelkosten auch bei einer Oktoberfest-Besuch im Jahr 2008 erstattet haben.
Bereits für die Zeit vom 9. bis 16. August 2008 hatte Groenewold für das Ehepaar Wulff eine Ferienwohnung für einen weiteren Sylt-Urlaub gebucht und bezahlt. Kosten: 1540 Euro. Auch in diesem Fall, so behauptet Groenewolds Anwalt, habe Wulff dem Freund das Geld in bar gegeben.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Niedersächsischen Landtag Stefan Schostok sagte zu den Vorgängen rund um den Sylt-Urlaub des Bundespräsidenten gestern zu BILD: „Offenbar finden gerade Versuche statt, Akten zu säubern.“
Der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, forderte Ermittlungen der Behörden in diesem Fall.
Wenzel zu BILD: „Wer solche Dokumente verschwinden lassen will, dürfte etwas auf dem Kerbholz haben. Hier muss endlich der Staatsanwalt ran!“
Und der Verfassungsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim sagt BILD: „Verheimlichungshandlungen sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofes mögliche Beweisanzeichen bei Korruptionsdelikten wie der Vorteilsannahme. Was Wulff und seine Anwälte mit ihren andauernden Ausflüchten dem gesunden Menschenverstand antun, geht auf keine Kuhhaut.“
Ist der Film-Finanzier Groenewold nur einer der reichen Freunde Wulffs? Oder hatte er auch geschäftliche Beziehungen zum Land Niedersachsen, wie die SPD in ihrer Anfrage wissen will?
Tatsache ist: Groenewold gründete 2007 in Niedersachsen mit seinem Unternehmen „Odeon“ eine Filmfirma und bekam dafür eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen zugesagt.
Groenewold damals in einer Pressemitteilung: „Den Standort Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.“
Diese Presseerklärung hatte Groenewold damals mit Wulffs inzwischen entlassenem Sprecher Olaf Glaeseker abgestimmt. Für Glaeseker soll Groenewold wenig später ein Geburtstagswochenende für dessen Frau Vera im Hotel „Jörg Müller“ auf Sylt gebucht und bezahlt haben.
Auch der Wulff-Vertraute Glaeseker, gegen den die Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Bestechlichkeit ermittelt, soll die Kosten später in bar erstattet haben. David Groenewold wollte sich auf BILD-Anfrage zu den Vorwürfen nicht äußern.
Übrigens: 84 Prozent der Bundesbürger halten den Bundespräsidenten inzwischen für nicht ehrlich.
Kommentar: Kein Kommentar meinerseits. Die Affaire nimmt seinen gewohnten Lauf.


NACHTRAG ZEIT:


Bundespräsident Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub

Berlin (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die Schlagzeilen.
Wie die «Bild»-Zeitung am Mittwoch berichtete, hat der Filmunternehmer David Groenewold für Wulff und dessen spätere Frau Bettina im Herbst 2007 einen viertägigen Hotelaufenthalt auf Sylt gebucht und zunächst bezahlt. Zur gleichen Zeit hielt sich auch Groenewold im «Hotel Stadt Hamburg» auf.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr sagte der «Bild», Groenewold habe die Kosten von 258 Euro pro Nacht lediglich bei der Buchung verauslagt. Wulff habe die Kosten für die drei Nächte später in voller Höhe selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft den Fall.
Anwälte Groenewolds wiesen die «Bild»-Darstellung zurück, wonach der Unternehmer im Verdacht stehe, er habe im Januar 2012 versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Es gab nicht mal ansatzweise den Versuch meines Mandanten, etwas zu vertuschen.»
Die Staatsanwaltschaft Hannover erklärte, man habe bereits Mitte Januar aus den Medien von diesem Fall erfahren. Neu seien Informationen über angeblich in Sylt abgeholte Unterlagen: «Das fließt jetzt alles in die Prüfung ein», sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel der Nachrichtenagentur dpa. Wann diese Prüfung abgeschlossen sein werde, stehe nicht fest.
«Bild» hatte berichtet, Groenewold habe in dem Hotel angerufen und die Angestellten zu Stillschweigen über den Vorgang verpflichtet. Sein Anwalt Moser erklärte, sein Mandant habe im Vorfeld das Hotel darum gebeten, gegenüber der Presse Diskretion zu wahren. Groenewold habe aber zu keinem Zeitpunkt darum gebeten, die Unterlagen zum Hotelaufenthalt «zu vernichten, zu manipulieren oder ähnliches».
Das Sylter Hotel bestätigte, dass Groenewold vor rund drei Wochen dort gewesen sei und um die Kopie einer Rechnung vom Aufenthalt im Jahr 2007 gebeten habe. Er habe sie auch erhalten, sagte Direktor Bernd Knochenhauer der dpa.
Wulff selbst wusste nach Angaben seines Anwalts Lehr nichts davon, dass Groenewold das Hotel aufgesucht und auf Verschwiegenheit gedrängt habe. «Christian Wulff hielte eine solche Vorgehensweise in jeder Hinsicht für falsch», erklärte Lehr.
Groenewolds Anwalt Moser erklärte, die drei Nächte 2007 seien von Groenewold über einen Reiseveranstalter gebucht worden. Die Bezahlung sei über Gutscheine erfolgt. Wulff habe gar nicht vor Ort direkt bezahlen können.
Nach früheren Berichten hat Groenewold auch 2008 beim Münchner Oktoberfest ein 400-Euro-Upgrade für eine Suite im Fünf-Sterne-Hotel «Bayerischer Hof» für das Ehepaar Wulff bezahlt. Von der Übernahme der Kosten habe Wulff aber nichts gewusst, erklärte Groenewolds Anwalt.
Der Filmunternehmer und Wulff sind lange miteinander befreundet. Groenewold hatte 2007 in Hannover einen Ableger der Odeon Film AG gegründet. Waterfall Productions soll nach «Bild»-Angaben eine Millionen-Bürgschaft des Landes Niedersachsen erhalten haben. Dies dementierte Wulffs Anwalt Lehr. Der Filmunternehmer habe in der Amtszeit des Ministerpräsidenten nie eine Unterstützung des Landes Niedersachsen erhalten.
Auch Groenewolds Anwalt wies Berichte über eine angebliche Landesbürgschaft zurück. Eine Förderung des Landes könne ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover.

Dienstag, 7. Februar 2012

Sibirische ""Hundstage"?


Kritiker sind in der Gesellschaft so beliebt wie Henker.


Dennoch benötigen wir konstruktive Kritik, um weiter zu kommen.





Niemand liebt im Grunde genommen Kritik. Kritiker wurden im Mittelalter - als Ueberbringer einer schlechten oder unangenehmen Nachricht - gehängt. Nur der Hofnarr war damals berechtigt, den König offen zu kritisieren.


Bei Kommunikationsprozessen ist konstruktive Kritik etwas vom Wichtigsten. Ohne diese Kritik werden uns die blinden Flecken nicht bewusst. Gefragt sind nicht jene Kritiker, die alles schlecht finden, ausser sich selbst.


Konstruktive Kritik zeichnet sich dadurch aus, dass sie Fakten beschreibt und nicht wertet. Dass sie kurz ist. Sie darf auch lustig oder humorvoll sein.


LINK:


Das Wort "aber" ist für viele zu negativ belegt: "Aber" ist nicht zuletzt deshalb destruktiv, weil jede Kritik (schon bei Kleinkindern) stets mit dem Wort "aber" ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html
30. Apr. 2004 ... Nicht zu lange mit der Kritik zuwarten. Der beste Zeitpunkt zu einem Gespräch ist kurz nach dem Vorfall. Der Vorgesetzte muss sich noch an ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html
Die langwierigen Rechtfertigungszenarien bleiben aus. Wer bei Kritik- Beurteilungs- oder Schlechtnachrichtengesprächen die Selbstbeurteilung an den Anfang ...
www.rhetorik.ch/Verbesserung/Selbstkritik.html






22. Nov. 2006 ... "Kritik tut immer weh", sagt der Kommunikationsexperte Marcus Knill. "Aber ohne Kritik kommt man nicht weiter." Kritik kommt manchmal ...
www.rhetorik.ch/Kritik/Kritiker.html


21. Sept. 2011 ... Hans Pfister publizierte ein lesenswerten Buch mit dem Titel "Das Hofnarr-Prinzip ". Der Name "Hofnarrtechnik" kommt daher, weil früher der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/09_21/index.html
Was könnte verbessert werden? Sie halten sich einen Hofnarren, der nach wichtigen Einsätzen unter vier Augen offen und unverblümt sagt, was ihn gestört hat.
www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html
3. Aug. 2002 ... Wir stehen Führungskräften vor allem als professionelle "Hofnarren" zur ... Der Hofnarr durfte nach kritischen Äusserungen nicht umgebracht ...
www.rhetorik.ch/Rolle/Rolle.html
Der Nutzen der Hofnarren Gute, erfolgreiche Vorgesetzte nutzen hingegen bewusst die verschiedensten Möglichkeiten des Spiegelns, angefangen bei der ...
www.rhetorik.ch/Alphaartikel/zeig.html

Regionalkonferenz für Lehrpersonen mit Otto Herz und Marcus Knill

Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen in ihren Aufgaben stärken!

  8965 Mutschellen (Berikon)

Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen in ihren Aufgaben stärken!
Knill: Wir können unsere kommunikative Kompetenz ständig optimieren.

Regionalkonferenz der Lehrpersonen aller Schulen der Mutschellen-Gemeinden:

Die Regionalkonferenz der Schulen Mutschellen war als Weiterbildung für 180 Lehrpersonen der Primarschulen Berikon, Widen, Rudolfstetten- Friedlisberg und Oberwil-Lieli konzipiert, sowie der Kreisschule Mutschellen.


Im Berikerhus und in der Aula der KSM wurden Vorträge von Otto Herz und Marcus Knill angeboten.


Bereits am Samstag hörten rund 200 Eltern und interessierte Personen den Aussagen von Otto Herz im Berikerhus zu.
Der deutsche Pädagoge Otto Herz veranschaulichte die Bedingungen, in denen heute Kinder und Jugendliche aufwachsen, und zeigte auf, welche Möglichkeiten Eltern und Lehrpersonen auf eine positive Entwicklung haben können. Mit vielfältigen Beispielen konkretisierte er seine Aussagen. In Kleingruppen diskutierten die Lehrpersonen anschliessend über seine Theorien und hatten die Möglichkeit, mit Fragen oder eigenen Thesen Stellung zu nehmen. Zum Abschluss seines Vortrages beantwortete Otto Herz einzelne Fragen seiner Zuhörer. Durch die hohe Glaubwürdigkeit seiner Aussagen und die positive Ausstrahlung seiner Persönlichkeit gelang es Otto Herz, den Zuhörerinnen und Zuhören Mut und Zuversicht für ihre wichtige Alltagsarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu verleihen.


Marcus Knill gilt als Spezialist für Kommunikationstechniken. Sein Ziel war es, die Auftritts- und Kommunikationskompetenz der Lehrpersonen zu stärken. Er veranschaulichte, wie wir uns ein Bild voneinander machen. Mit Tipps und Hinweisen motivierte er die Zuhörer, sich selbst kritisch zu betrachten und ihre Wirkung auf andere zu beurteilen. Mit Kameraaufnahmen und durch Rollenspiele setzten die Teilnehmenden die Theorie in die Praxis um. So sollte bewusst gemacht werden, dass es immer einen Sender und einen Empfänger gibt, und dass mit der eigenen Haltung, mit dem Tonfall oder durch die Gestik im Miteinander viel beeinflusst werden kann. Als Fazit gab Marcus Knill seinen Zuhörern mit, dass man an seiner Körpersprache und Ausstrahlung stets arbeiten kann und dieser Prozess nie abgeschlossen ist. Auch Lehrpersonen gilt: Lebenlanges Lernen ist ein MUSS.


Die Regionalkonferenz war ein Tag voller Eindrücke. Zwei sehr unterschiedlichen Referenten gelang es, die Lehrpersonen zu stärken und für ihre Arbeit zu motivieren. Wie viel und was jeder Zuhörer für sich aus den Vorträgen mit nimmt, ist nun offen. Das können alle Zuhörer für sich entscheiden und in ihre Arbeit, in ihren Alltag und grundsätzlich in ihre Lebensphilosophie einfliessen lassen.

Montag, 6. Februar 2012

Immer neue Kälterekorde.

Klirrende Kälte auf der Langlaufloipe: Im Engadin bei Silvaplana


Die Metereologen streiten sich um die Rekordzahlen.


Blick :


Kachelmann meldet: Glattalp bricht Kälterekord

GLATTALP - Jörg Kachelmann hatte es angekündigt:

Die Stationen auf der Glattalp haben Werte unter minus 45 Grad gemessen.

 


 Bilder des Tages:











Der BMW Z3 zählt auch zu den Kultautos.

Nicht nur deshalb, weil er als James Bond - Auto bekannt geworden ist.
Kinderaugen beachten diesen originellen Flitzer, weil der Roadster einem
gossen Spielzeugauto ähnlich sieht.


 





Nürnberg - Bild 8 der Kleinanzeige BMW Z3 Roadster Facelift BBS Felgen viele Extras und Neuteile 

Morgan Plus 8
Dieser MORGAN ist auch KULT
  - er ist aber  noch nicht auf dem Markt

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Quoten von Gottschalk und Harald Schmidt fallen in den Keller


«Gottschalk live» im Sturzflug. Legt der Moderator mit der ARD-Vorabendsendung eine Bruchlandung hin? Thomas Gottschalk  gesteht heute in «Bild» ein, dass er «gestöhnt habe», als am Mittwoch seine Show mit Stargast Karl Lagerfeld «relativ spurlos an den Zuschauern vorübergegangen war». Und dann spricht er plötzlich wieder von «Wetten, dass..?»
«Ich gebe zu, dass ein Anruf des ZDF-Programmdirektors, mir das mit ‹Wetten, dass..?› nach der Pilawa-Absage doch noch mal zu überlegen, mich in diesem Moment zumindest hätte wackeln lassen», schreibt der TV-Titan. Aber er habe nicht gewackelt. Denn Gottschalk betont, man dürfe in diesem Beruf keinen nervösen Magen haben.
«Wir versuchen das, wonach alle geschrien haben: Etwas ganz Neues. Und das kann dauern.» Er sei sich auch bewusst, dass es das letzte Mal sein könnte, dass er etwas Neues versuchen dürfe.
Bei Gottschalks erster Sendung am 21. Januar schalteten 4.36 Millionen Zuschauer ein. Am Dienstag (31.1.) sahen nur 1.4 Millionen zu. Mittwochs gings leicht bergauf, auf 1.6 Millionen. Weit unter Zwei-Millionengrenze – nicht das, was sich die ARD und der Showmaster erträumt haben. Gottschalk nahm sich am Mittwoch in seiner Show aufs Korn, scherzte: «Der unsicherste Job im Land ist zurzeit meiner.» ( Quelle Blick -aau)


Mehr zum Thema:

Kürzlich scherzte Gottschalk noch in seiner Sendung über das Quoten-Tief, und dass damit sein Job gefährdet sei. Nun scheint ihm sein Misserfolg aber doch langsam auf die Stimmung zu schlagen. Im Radio-Interview mit dem Sender «rbb» wird zum ersten Mal deutlich, dass er übers Hinschmeissen nachdenkt: «Ich werde mich den Leuten nicht länger als nötig hinterhertragen.»




Gottschalk möchte sich nicht um jeden Preis weiterquälen. «Wenn ich irgendwie den Eindruck habe, dass das, was ich mache, bei den Leuten nicht gewünscht wird, dann lasse ich es», sagt Gottschalk. «Ich will Menschen etwas anbieten, woran sie Spass haben. Berühmt bin ich, reich bin ich – also mehr brauche ich nicht.» Und weiter von der letzten Konsequenz: «Ich bin einer der wenigen, die es sich leisten können, guten Mutes ins Exil zu gehen."


Kommentar:
Der Absturz auf 4.8 % Marktanteil müsste eigentlich Folgen haben. in der Regel wurden bislang Sendungen abgesetzt, die nicht zweistellige Zahlen vorweisen konnten. Doch Gottshclk geniesst angeblich "Welpenschutz".
Aus meiner Sicht hat Gottschalks Sendung wenig Substanz. Sie bringt kaum Neues. Es kommen lediglich Meldungen aus den Boulevardblättern zu Sprache. Gottschalk macht plötzlich zu viele Flüchtigkeitsfehler. Aus Anke wird Annette. Aus Nina Hagen Nina von Hagen. Die Dramaturgie und das Konzept ist nicht stimmig. Es hat zu viele englischsprechende Gäste. Zu viele Zuschauer zappen  weg. 






Harald Schmidt im Quotentief


Es läuft auch nicht rund für Harald Schmidt: Auf der Singspiel-Tournee mit dem Orchester Concerto Köln kann der Entertainer nicht punkten, aber auch seine Late Night Show auf Sat.1 verliert Zuschauer. Den Grund sucht Schmidt nicht bei sich.

Harald Schmidt
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Harald Schmidt (Bild: dpa)
Das Jahr 2012 hat für Harald Schmidt beruflich alles andere als gut begonnen. Zwar läuft seine Late Night Show neuerdings drei- statt bisher nur zweimal in der Woche. Aber so richtig scheint das niemanden zu interessieren. Waren Schmidts Sprüche in den 90er Jahren Teil des täglichen Bürogesprächs, macht er zurzeit nur mit immer neuen Quotentiefs Schlagzeilen. Am vergangenen Mittwoch schalteten nur 420 000 Zuschauer ein, damit wurde zum ersten Mal die Marke von einer halben Million unterschritten. Somit waren seine Quoten schlechter als die seines Intimfeindes Oliver Pocher. Und auch die Singspiel-Tournee, auf der der 54-Jährige mit dem Orchester Concerto Köln zurzeit unterwegs ist, steht unter keinem guten Stern. Die ersten beiden Termine mussten abgesagt werden, die Premiere in Düsseldorf war schlecht besucht und erntete verhaltene Kritiken. Und vor wenigen Tagen lästerte dann auch noch Thomas Gottschalk via Twitter: „Lieber Harald, spiele diese Woche nur vor Testpublikum, aber habe dabei immer noch mehr Zuschauer als Du.“ Den Grund für diesen Misserfolg sucht Harald Schmidt allerdings nicht bei sich. Bei den abgesagten Konzertterminen seien die Eintrittspreise zu hoch angesetzt gewesen.
Der Entertainer gibt sich gelassen: „Ich habe nur eine Angst: Dass Christian Wulff zurücktritt und ich mir wieder Witze aus den Fingern saugen muss. Sonst habe ich keine Angst.“ Und in der Tat ist die Rückendeckung zurzeit noch groß. Sat. 1-Geschäftsführer Joachim Kosack sagte jüngst: „Harald Schmidt ist wichtig für Sat. 1. Da schaue ich auch nicht jeden Morgen auf die Quote.“ Das mag sein, doch ewig wird es sich Sat. 1 nicht leisten können, wenn der Star des Senders immer neue Negativrekorde aufstellt. Hinter den Kulissen wird die Nervosität steigen. Harald Schmidt scheint das alles herzlich egal zu sein. Er schwebt über den Dingen. Das war schon immer so.
Das zeichnete ihn sogar aus. Negatives konnte er durch einen einzigen Spruch vergessen machen. Kritik prallte an ihm ab. Sein Humor war immer ein bisschen von oben herab, wollte immer ein bisschen intellektueller sein als der des gemeinen Zuschauers. Das geht, so lange man erfolgreich ist, doch wenn es mal nicht so gut läuft, dann wirkt eine solche Einstellung nicht mehr lässig, sondern verbissen. So, als wolle man die Augen vor der Realität verschließen.
Zwar wirkt er seit seiner Rückkehr zu Sat. 1 gelöst, doch diese neue Motivation kommt möglicherweise zu spät. Unglücklich schien er zuletzt bei der ARD, lustlos und uninspiriert waren seine Auftritte. Und dass ihn die Zusammenarbeit mit Oliver Pocher nervte, war auch nicht zu übersehen. Einen schlechten Abend kann jeder mal haben, doch wer über Monate so auftritt, dem laufen die Zuschauer davon. Viele haben ihm das Experiment ARD nicht verziehen. Jetzt ist er zurück bei Sat. 1 und hat den Spaß an seiner Show augenscheinlich zurückgewonnen. In der „FAZ“ wurde er kürzlich als „Der Late-Night-Präsident“ gefeiert. Bloß bekommt niemand etwas davon mit. Viele Zuschauer haben ihm das Experiment ARD nicht verziehen. Und unter dem Sat. 1-Stammpublikum neue Fans zu gewinnen, ist eine äußerst schwierige Aufgabe. Schmidt selbst hat das Programm des Privatsenders vor einigen Jahren als Unterschichtenfernsehen bezeichnet. Vielleicht tanzt Schmidt auch auf zu vielen Hochzeiten. Er geht auf Konzert-Tournee, spielt eine Rolle im Kinofilm „Zettl“. Auftritte wie der im ZDF-„Traumschiff“, in denen er mit einem locker über die Schulter gelegten Pullover über das Kreuzfahrtschiff flanierte, verwässern das Image von „Dirty Harry“. Und Schmidt kämpft allein auf weiter Flur. Late Night hat in Deutschland nie den Stellenwert erreicht, den sie in den USA hat. Außer Schmidt hat sich hierzulande auf Dauer niemand halten können. Selbst TV-Größen wie Anke Engelke und Thomas Gottschalk sind an diesem Format gescheitert.
Schmidt bedient diese Nische des deutschen Fernsehens mit Unterbrechungen schon seit 1995. Das ist eine beachtliche Leistung.Late Night sei „definitiv die letzte Station im Fernsehen. Mich interessiert nichts anderes mehr“, hat Schmidt kürzlich gesagt. Er muss jetzt beweisen, dass er bereit ist, für den Erfolg dieses Format zu kämpfen. (Quelle ksta.de)



Kommentar: Wer ganz oben ist, muss den Abgang richtig planen, sonst fällt man auch recht tief. Schade, wenn  Medienstare betriebsblind werden.