Sonntag, 1. Januar 2012

Sieht heute nicht gut aus für BLOCHER

Gespannt warten wir auf seine Stellungsnahme


aus 20 Min:


Trubel um SNB-Chef


Blocher lieferte Hildebrand ans Messer

Der Auslöser des Aufruhrs um die Dollar-Käufe von Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand war Christoph Blocher. Er übergab gestohlene Bankdaten an Bundespräsidentin Calmy-Rey.

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Christoph Blocher lieferte Informationen über Dollar-Käufe der Frau von SNB-Chef Philipp Hildebrand. (Bild: Keystone)

Nun ist klar, wer der Drahtzieher der Attacke auf die Schweizerische Nationalbank (SNB) und deren Präsidenten Philipp Hildebrand ist: Christoph Blocher. Recherchen der «SonntagsZeitung» und der «NZZ am Sonntag» ergaben, dass der ehemalige Justizminister und Parteistratege der SVP in den Besitz von Dokumenten gelangt ist, die bei der Bank Sarasin gestohlen worden sind und Vermögensverhältnisse der Familie Hildebrand aufzeigen.
Aus diesen Dokumenten geht auch ein Dollarkauf von Hildebrands Ehefrau von rund 500 000 Franken hervor. Die Transaktion erwies sich als sehr vorteilhaft. Mit dem Verdacht, dass Kashya Hildebrand Insiderwissen ihres Gatten missbraucht haben könnte, ging Blocher am 15. Dezember zur damaligen Bundespräsidentin Calmy-Rey. In seiner Tasche hatte er die Bankbelege.
Calmy-Rey rief eine Delegation des Bundesrates zusammen und leitete, auf Hildebrands Vorschlag, eine Überprüfung der Verdachtsmomente ein. Hildebrand wurde später entlastet. Hildebrands Anwälte bereiten eine Strafanzeige vor. Ins Visier nehmen sie die Personen, die das Bankgeheimnis verletzt haben, aber auch das Geldinstitut selber, da es seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt haben könnte, sowie Christoph Blocher.
Wie Blocher in den Besitz von Konto-Informationen der Familie Hildebrand bei der Bank Sarasin gelangte, konnte bis gestern Samstag nicht geklärt werden. Blocher selber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Dass bei diesem Vorgang das Bankgeheimnis verletzt wurde, scheint aber wahrscheinlich, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. 


Wir können die Geschichte erst kommentieren, wenn die Sicht Blochers auch auf dem Tisch liegt.



Nachtrag (SF)



Christoph Blocher will zu den Vorwürfen in der Hildebrand-Affäre keine Stellung nehmen. Die Sonntagspresse hatte zuvor geschrieben, dass der Vize-Präsident der SVP hinter den Anschuldigungen gegen Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand stehen soll.




Christoph Blocher: «Kein Kommentar.»


«Es gibt eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden. Nun ist es Zeit zum Schweigen», wiederholt Nationalrat Christoph Blocher gegenüber der «Tagesschau» am Rande einer Veranstaltung im zürcherischen Niederglatt.

NZZ:

Christoph Blocher will von nichts gewusst haben

Alt Bundesrat blockt bei Fragen zum Fall Hildebrand völlig ab

2012:  Start gelungen? Haben Sie heute schon einen Teil Ihres guten Vorsatzes umgesetzt?


teaser image 


Falls Sie Probleme haben beim Umsetzen Ihres Vorsatzes, bedenken Sie:

Alle Menschen schieben gerne Unangenehmes auf die lange Bank.
Dies ist normal.
In der Praxis haben wir eher Erfolg, wenn die Vorsätze in Tranchen umgesetzt werden. Indem man sich beispielsweise für die Teilziele Termine setzt. Diese Methode hat sich bewährt.
Nachtrag (Zitat Blick):


Was sich Christine Maier vorgenommen hat:
«... mehr Zeit für meine Liebsten, meine Freunde und mich. Und ich will mehr Yoga machen. Nicht nur in der Gruppe – sondern für mich allein», sagt «10 vor 10»-Moderatorin Christine Maier. (Philippe Rossier)

Die neue Bundesratsfoto ist eine Fotomontage




Wie üblich präsentiert die Regierung zum Jahresende das obligate Bundesratsfoto fürs 2012. Die Bundesräte posieren angeblich vor dem Gemälde «Frühling» des Künstlers Franz Gertsch. Die Aufnahme ist  jedoch eine Fotomontage.

Das Bundesratsfoto 2012: Die Bundesräte Johann Schneider-Ammann, Didier Burkhalter, Ueli Maurer, Eveline Widmer-Schlumpf, Dors Leuthard, Simonetta Sommaruga, Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova.

Die Fotomontage zeigt die Bundesräte Johann Schneider-Ammann, Didier Burkhalter, Ueli Maurer, Eveline Widmer-Schlumpf, Dors Leuthard, Simonetta Sommaruga, Alain Berset und Bundeskanzlerin Corina Casanova.
Bild: Reuters


Wie alle Jahre wiederum meine  Analyse zur neuen Bundesratsfoto, die nicht all zu ernst genommen werden muss:


Mit der neuen Foto mit dem Konzept "Fotomontage" vor dem monumentalen Gemälde des zeitgenössischen Künstlers Franz Gertsch "Der Frühling" entsprach die Fotografin Corinne Glanzmann den Wünschen der Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. Mit dem Hintergrundbild will die Landesregierung das Motto "Jetzt für die Zukunft" veranschaulichen. Das Bild soll den Beginn der neuen Legislatur symbolisieren. Das Thema  "Frühling" macht tatsächlich bewusst: Es ist ein Neubeginn, eine Aufbruchstimmmung. Die Exekutive blickt in die Zukunft. Die politischen Jahreszeiten stehen noch bevor.

Der Auftritt ist eine Zusammenstellung von Einzelportraits (Fotomontage) und die Montage symbolisiert somit: Der Bundesrat besteht aus Einzelkämpfern, aus kompetenten Einzelpersönlichkeiten. Als Gemeinsames fällt nur die dunkle Farbe der Kleider auf. Dies vermittelt den Eindruck von Würde, Feierlichkeit. Mit Ausnahme von Simonetta Sommaruga, welche es gewohnt ist, aus der Reihe zu tanzen. Sie hatte bekanntlich bei der Vereidigung auch als Einzige die Schwurfinger nicht erhoben. Dafür passt sie sich mit der Farbe ihres Jäckleins dem Farbton des Bildes an. Uebrigens: Die Farbtupfer der Kravatten sind auch aufschlussreich: Die FDP Vertreter bleiben der blauen Parteifarbe treu. Ueli Maurer (SVP) setzt auf Rot (Farbe der SP) und Alain Berset wählte ein helles liberales Blau.

Alle zeigen die Zähne. Nur Didier Burkhalter verschliesst den Mund. Zusammen mit dem neuen Kollegen errichtet er mit den Armen eine Barriere zum Publikum (war bisher meist die Haltung von Micheline Calmy-Rey). Ausser der Bundeskanzlerin stiegen alle Frauen in die Hosen. Die Fotografin hat die Magistraten und die Bundeskanzlerin so montiert, dass sich alle auf die Bundespräsidentin ausrichten. Die linke und rechte Seite ist so gewählt, dass Eveline Widmer-Schlumpf dominiert. Die Bundespräsidentin wird bewusst nach vorne gerückt. So wirkt sie am grössten, obschon ihr Kopf am tiefsten liegt.  Haltung und  Hosenkleid unterstreicht die Bedeutung der Präsidentin im Mittelpunkt. Die Aufnahme unterstreicht somit auch die Bedeutung der neuen MITTE (BDP).



K+K gibt dem neuen Bundesrat unsere K-Prinzipien mit auf den Weg ins neue Jahr:

K für


- Kommunikative Kompetenz


- Klarheit


- Kollegialitätsprinzip


- Konkordanz


- Konstanz


- Kameradschaft


- Kritikfähigkeit


- Kurze, konkrete Antworten


- Kreativität


- Konsensfähigkeit


- Kompetente Krisenkommunikation



- Konzentration auf das Wesentliche


LINKS:


3. Jan. 2011 ... Das offizielle Bundesratsfoto vom Jahre 2011 zeigt von links nach rechts das neue Bundesratsteam mit Johannes Schneider-Ammann, Didier ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_03/index.html
2. Jan. 2010 ... Januar 2010: Titel: Zwei Experten schauen sich die Bundesratsfotos an: Der Kurator des Winterthurer Fotomuseums Thomas Seelig, und ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/01_02/index.html
31. Dez. 2008 ... Das neue Bundesratsfoto 2009 mit. Ueli Maurer; Micheline Calmy-Rey; Moritz Leuenberger; Hans-Rudolf Merz; Doris Leuthard; Pascal ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/12_31/index.html
3. Aug. 2006 ... Quelle. Mit der Amtsübergabe von Bundesrat Joseph Deiss an die neue Bundesrätin Doris Leuthard erscheint auch eine Neuauflage des ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_03.html
Aktuell Artikel · Artikel Inhaltsverzeichnis, Suche in Rhetorik.ch: www.rhetorik.ch aktuell: (12. Dez, 2010). Bundesratsfoto Vorwegnahme ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_12/index.html
1. Nov. 2009 ... Animation des Photoshop Werkes des EDA. Maurer und Calmy-Rey sind versetzt worden. Maurer, weil er nicht mer der jüngste Bundesrat ist. ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/11_01/index.html
03 Jan 11: Das neue Bundesratsfoto · 02 Jan 11: ... 12 Dez 10: Bundesratsfoto Vorwegnahme ... 01 Nov 09: Bundesratsfoto mit Fotoshop · 26 Okt 09: Hacker im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Bundesrat.html
19. Dez. 2007 ... Ein anderes Bundesratsfoto 2003 · Bundesratsfoto 2004 · Bundesratsfoto 2006 · Bundesratsfoto mit Doris Leuthard · Alle Artikel über ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/12_19/index.html

Zu den Neujahrsansprachen der Staatsoberhäupter


Alle Reden hatten etwas Gemeinsames: Alle Staatschefs präsentierten sich als vertrauenswürdige Persönlichkeiten.
Alle sprachen die Krise an, in der wir stecken.

Obama glaubt an den wirtschaftlichen Aufschwung.

Nach Merkel wird Europa gestärkt werden.
Putin ist zuversichtlich.
Doch war bei allen Reden der sorgenvolle Blick in die Zukunft unverkennbar:
Die Krise sei noch nicht vorbei. Es sei mit Rückschlägen zu rechnen.




Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein gutes 2012


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Prosit Neujahr!

Samstag, 31. Dezember 2011

Kann Christian Wulff aufatmen?

 

Vor Weihnachten hat der Bundespräsident eine Erklärung zu seiner Affäre abgegeben. Doch die Debatte scheint nicht zu Ende.

Eine Demonstrantin vor dem Schloss Bellevue

Eine Demonstrantin vor dem Schloss Bellevue


Bernd Ulrich: Nein, Wulff kann nicht weitermachen. Er hat die Öffentlichkeit bewusst in die Irre geführt. Das zerstört seine Autorität – und die des Amtes


»Es wäre verheerend und nahe an einer echten Staatskrise, wenn innerhalb von zwei Jahren zum zweiten Mal ein Bundespräsident zurückträte.« Das sagte diese Woche Sigmar Gabriel. Lassen wir das mit der Staatskrise mal als typische Gabrielsche Übertreibung beiseite und widmen uns der Logik seiner Aussage: Der SPD-Chef sagt nämlich – und trifft damit die Stimmung der meisten Politiker und Leitartikler –, dass Christian Wulff, wenn sein Vorgänger Horst Köhler nicht auch schon zurückgetreten wäre, eigentlich zurücktreten müsste.
Damit hat er recht. Nicht, weil Wulff sich mehrfach zu sehr mit reichen Unternehmern eingelassen hat, was verzeihlich wäre. Auch nicht, weil der niedersächsische Ministerpräsident das dortige Parlament im Jahr 2009 bewusst getäuscht hat, als er unterschlug, mit Frau Geerkens in einer geschäftlichen Beziehung zu stehen. Nein, zurücktreten müsste Wulff keineswegs wegen etwas, das länger zurückliegt, sondern wegen dem, was er dieser Tage in eigener Sache tut und versäumt.


Der Bundespräsident hat am 13. Dezember 2011 verlauten lassen: »Solche geschäftlichen Beziehungen (zu Herrn Egon Geerkens) bestanden und bestehen nicht.« Eine Woche später lässt Wulff seine Anwälte verbreiten, »dass Herr Egon Geerkens an den Verhandlungen rund um den 500.000-Euro-Kredit beteiligt war«. Wulff hat also nicht irgendwann, sondern heute, und nicht nur das niedersächsische Parlament, sondern die deutsche Öffentlichkeit bewusst in die Irre geführt. Bedauert hat er dann auch nicht seinen Täuschungsversuch, sondern nur die Irritation, die er ausgelöst hat. Weil Wulff nur zugibt, was er zugeben muss, und so lange finassiert, wie er kann, weil er, kurzum, keine Einsicht zeigt, deswegen müsste er an sich gehen.


Deutschland ist nicht Puritanien, und deshalb könnte Wulff sich auch aus dieser Lage noch befreien, wenn er denn mutig wäre, alles auf den Tisch legen und sich den Fragen der Presse direkt stellen würde. Stattdessen hat er in den letzten Wochen einen unschönen Charakterzug zu erkennen gegeben. Zunächst ließ er nur immer verlauten, ohne je selbst vor die Öffentlichkeit zu treten. Erst als ihm gar nichts mehr anderes übrig blieb, weil der Termin seiner Weihnachtsansprache bedrohlich nahe rückte, trat er selbst vor die Kameras. Das tat er am 22. Dezember, so spät wie möglich, so kurz wie möglich (vier Minuten) und so gefahrlos wie möglich (keine Journalistenfragen). Zugleich entließ er seinen langjährigen Sprecher. Man würde gern einen anderen Ausdruck dafür finden, es gibt jedoch nur einen: feige.
Was aber bedeutet unter diesen Umständen Gabriels Aussage, dass es verheerend wäre, wenn Wulff zurückträte? Ist es etwa weniger verheerend, wenn er nur deswegen im Amt bleibt, weil schon sein Vorgänger vorzeitig aufgab?


Es gibt etwas wirklich Merkwürdiges rund um die Causa Wulff. Auf der einen Seite wird er nicht so scharf kritisiert, wie es von der Sache her richtig wäre – mit Rücksicht auf das Amt. Auf der anderen Seite scheint man sich unter Politikern und Kommentatoren zu sagen: Er ist ja nur Bundespräsident, da kann er eh nicht viel Schaden anrichten. (Wäre Christian Wulff, sagen wir, Wirtschaftsminister, so wäre er es schon nicht mehr.) Der Rücktritt des beschädigten Präsidenten würde dem Amt mehr schaden, als wenn er beschädigt im Amt bliebe? Was für ein Hohn – gegen das Amt!


Der Bundespräsident war jahrzehntelang äußerst wichtig für ein Land, das sich nach dem moralischen und materiellen Desaster des Zweiten Weltkriegs erst wieder finden musste. Wie sich Deutschland in der Welt repräsentieren, wie ein Deutscher sich geben könnte, das zeigte dem Volk Theodor Heuss (1949–59), der erste Präsident. Dass die Sozialdemokratie diesen Staat auch mittragen konnte und wollte, dafür stand Gustav Heinemann (1969–74). Und wie dieses Land schlussendlich mit seiner Vergangenheit umzugehen hatte, das ließ es sich von Richard von Weizsäcker sagen (1984–94). Seither sind die Deutschen erwachsen geworden, sie können sich selbst benehmen, der Bundespräsident ist kein Erzieher mehr, keine Reserve-Queen und kein politisches Über-Ich, er ist ein politischer Akteur unter anderen.
Dass der Bundespräsident gleichwohl stets beliebt ist, spricht keineswegs gegen die These von der Profanisierung des Amtes. Schließlich speist sich dessen Beliebtheit schon aus der dekorativen Wohlfeilheit. Der Bundespräsident, so wird gesagt, kann nur reden, er muss aber auch nur reden. Auch wenn er gar nichts macht, ist er beliebt, so wie Wetten, dass..? beliebt ist.


Kommentar: Wulff müsste schon lange gehen, wenn nicht vor ihm schon  der Fall Köhler die Bundesrepublik geschockt  hätte. Deutschland kann sich einen zweiten Fall Horst Köhler nicht mehr leisten. Selbst die SP stützt deshalb den angeschlagenen Bundespräsidenten. Ein Rücktritt würde dem Amt zu  grossen Schaden zufügen. Dank dem Wohlwollen der Kanzlerin ist Wulff noch im Amt. Der Bundespräsident steht jedoch eindeutig als Täuscher da. Seine Taktik ist nicht neu: Er hatte etwas zu verbergen und gibt immer nur das zu, was schon enthüllt ist. Dies ist eines Bundespräsidenten unwürdig. Wulff nutzte offenkundig jede Gelegenheit, sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. 
So oder so ist heute das Amt des Bundespräsidenten angeschlagen. Ob Wulff bleibt oder ob er geht. Der Schaden ist bereits angerichtet. Wenn Wulff die Krise übersteht, dann nur deshalb, weil die Regierung zu schwach ist, einen Nachfolger zu wählen. Einen zweiten Fall Horst Köhler kann und will man sich nicht leisten.


LINK:


31. Mai 2010 ... Bundespräsident Horst Köhler tritt Ende Mai überraschend und ... Angela Merkel hat Horst Köhler in der schwierigsten Zeit weder gestützt ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/05_31/index.html


NACHTRAG STERN:



Wulff soll Bild-Chef gedroht haben


Nach den fortdauernden Diskussionen über seinen Hauskauf-Kredit gerät Bundespräsident Christian Wulff nun auch wegen möglicher Einflussnahme auf recherchierende Journalisten unter Druck. Nach übereinstimmenden Berichten versuchte Wulff persönlich bei der "Bild"-Zeitung, die erste Veröffentlichung von Recherchen zur Finanzierung seines Privathauses zu verhindern. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat Wulff zudem mit einem Strafantrag gegen die in der Affäre recherchierenden Journalisten gedroht.


Auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete über eine Einflussnahme von Wulff bei der "Bild".
Laut den Berichten drohte Wulff am 12. Dezember Chefredakteur Kai Diekmann den "endgültigen Bruch" mit dem Springer-Verlag an - für den Fall, dass diese "unglaubliche" Geschichte tatsächlich erscheine. Dies war einen Tag bevor "Bild" den ersten Bericht zur umstrittenen Hauskauf-Finanzierung durch das befreundete Unternehmer-Ehepaar Geerkens veröffentlichte.

Anruf bei "Bild"-Chef Diekmann

Nach SZ-Informationen rief der Bundespräsident Diekmann aus Kuwait an, erreichte den Chefredakteur aber nicht, weil dieser in New York weilte. Er habe um ein Gespräch mit Diekmann gebeten. Dabei sei auch die Formulierung "Krieg führen" gefallen.
Offiziell äußerte sich der Springer-Verlag bisher nicht zu dem Vorgang. "Bild" ließ sich von der Veröffentlichung der Recherchen nicht abbringen, wonach der damalige niedersächsische Ministerpräsident Wulff 500.000 Euro bei den Geerkens' geliehen hatte. Über die versuchte Einflussnahme des Bundespräsidenten im Dezember berichtete das Blatt nicht. Laut SZ nahm Wulff später erneut Kontakt zu dem "Bild"-Chefredakteur auf und bedauerte seinen früheren Anruf. Aus dem Umfeld Wulffs verlautete laut "SZ", der Anruf des Präsidenten sei "nicht besonders geschickt" gewesen.

Silvester schneit es nochmals



Frau Holle meint es in der Alpenregion gut.
Kein Schneemangel- weit und breit.
Der Wetter-Schmöcker hatte recht.