Donnerstag, 1. Dezember 2011

Aus dem gestrigen Gedankenaustausch mit dem befreundeten Südkurier Journalisten
Gunter Faigle schrieb er mir heute folgende überlegenswerte Zeilen:


Von Albert Einstein stammt das Diktum:

"Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher."

Georg Picht hat eine Aussage gemacht, die mir sehr ans Herz gewachsen ist:

"Gebildet ist ein Mensch, wenn er das versteht, was er selber sagt."

Daraus habe ich für den Hausgebrauch abgeleitet:

"Gut ist ein Journalist, wenn er das versteht, was er selber schreibt."




Gunter

Kommentar: Dem ist nichts beizufügen!



Mittwoch, 30. November 2011

Zu einem Zeitproblem


aus tagi:


Zahl der kriminellen Nordafrikaner verdoppelt sich bis Ende Jahr



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Die Zürcher Kantonspolizei hat es vermehrt mit jungen Maghrebinern zu tun, vor allem aus Tunesien.
«Sie treten fordernder auf, als wir es jemals erlebt haben»: Von den 80 Asylsuchenden im Durchgangszentrum Zollikon stammen die meisten aus Tunesien.
«Sie treten fordernder auf, als wir es jemals erlebt haben»: Von den 80 Asylsuchenden im Durchgangszentrum Zollikon stammen die meisten aus Tunesien.
Bild: Nicola Pitaro

Video

«Wir sind hierher gekommen, um zu arbeiten»: Der tunesische Asylsuchende Abderrahman R.äusserst sich zu kriminellen Tunesiern. (Video: Jan Derrer)
Was viele Kantone in den vergangenen Monaten festgestellt haben, trifft auch auf Zürich zu: Junge Männer aus Nordafrika machen der Polizei vermehrt zu schaffen. So verhafteten beispielsweise die Stadtpolizeien von Zürich und Winterthur letztes Wochenende neun Maghrebiner wegen Diebstählen, Autoeinbrüchen und Vandalismus an neun Autos.
Insgesamt hatte es die Polizei im Kanton Zürich zwischen Januar und Juni 2011 mit mehr als 500 straffälligen Nordafrikanern zu tun. Im ganzen vergangenen Jahr waren es «lediglich» 700 Fälle. Die Delikte betreffen vor allem Kleinkriminalität und Drogendelikte. Laut einem Sprecher der Zürcher Kantonspolizei ist der Trend für das zweite Halbjahr 2011 weiterhin steigend. «Wir rechnen mit einer Verdoppelung der tatverdächtigen Personen gegenüber dem Vorjahr.» Der Anteil der Tunesier beträgt dabei fast die Hälfte.


Anstieg der Delikte verläuft parallel


Der Anstieg der Delikte verläuft parallel zur Zunahme von tunesischen Asylgesuchen: Im Jahr 2008 ersuchten 7 tunesische Staatsbürger im Kanton Zürich um Asyl, allein im dritten Quartal 2011 waren es deren 301.
In den Zürcher Asylzentren fallen – wie auch in den anderen Kantonen – vor allem die Tunesier negativ auf. Mehr als das: Die Situation sei bedeutend schlimmer als alles, was man bisher mit Asylbewerbern erlebt habe, sagt Roman Della Rossa von der ORS Service AG, die sich auf die schweizweite Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen spezialisiert hat.


Beschimpfungen und tätliche Angriffe


Viele der jungen Tunesier hätten eine genaue Vorstellung davon, wie ihr Leben in der Schweiz auszusehen habe. «Sie wollen ein Universitätsstudium, einen gut bezahlten Job, eine eigene Wohnung, schicke Kleider – und all dies möglichst schnell», sagt Della Rossa.
Neben den hohen Ansprüchen machten den Betreuern Beschimpfungen und tätliche Angriffe zu schaffen. «Keinen Betreuer lässt es kalt, wenn er von tunesischen Asylbewerbern beschimpft oder gar tätlich angegriffen wird. Das sind Momente, die sehr schwierig auszuhalten sind», sagt Della Rossa.
Doch es bleibe den Betreuern nichts anderes übrig, als täglich mit den tunesischen Asylsuchenden zu reden und ihnen die Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen. (Tages-Anzeiger)


Kommentar: Falls die bevorstehende Entwicklung nicht ernst genommen würde, wäre dies, wie wenn wir Wasser auf die Mühlen der SVP leiten.


Es gibt zu denken, dass vor den Wahlen diese Aengste der Bevölkerung gleichsam ausgeklamerte worden sind. Ert nach den Wahlen werden sie in den Medien thematisiert (Bb Blick):


Fischbach LU: Empörung über das neue Zentrum

In diesem ehemaligen Bürgerheim sollen 55 Asylsuchende unterkommen. (Daniel Kellenberger)
Im Saal des Gasthofs Krone liegt Spannung in der Luft: Sieben Mitglieder des «Komitees gegen ein Asylzentrum Fischbach» machen ihrem Unmut Luft. Der Kanton will in dem 700-Seelen-Dorf ein Asylzentrum errichten.

55 Asylsuchende sollen im ehemaligen Bürgerheim am Ortsrand unterkommen.
«Die Angelegenheit muss begraben werden», fordern die 30 Komitee-Mitglieder. Sie fürchten sich vor Kriminalität und fühlen sich vom Kanton übergangen. Auch der Gemeinderat lehnt das Zentrum ab. «Das Verhältnis zwischen Einwohner- und Asylbewerberzahl stimmt nicht», sagt Sprecher Benjamin Steinmann, «und der nächste Polizeiposten ist 12 Kilometer entfernt.» Jetzt hat das Komitee eine Unterschriften-Petition an den Kanton geschickt und im Ort Banner aufgehängt.

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf zeigt Verständnis für die Ängste der Bürger – gibt sich aber machtlos. «Weil der Bund uns immer mehr Asylsuchende schickt, können wir uns die Gebäude nicht mehr aussuchen», sagt er. Morgen Montag will Graf bekannt geben, ob das Zentrum tatsächlich kommt. Die Wut seiner Mitbürger – bis hin zu Drohungen – bekommt nun auch Beat Ottiger (52) zu spüren. Der Landwirt ist der Besitzer des Bürgerheims. Dabei wollte er nur Gutes tun. «Meine Familie und ich haben früher neben einem Asylzentrum gewohnt. Das war für mich und meine Kinder eine positive Erfahrung», sagt er.

Und eine Fischbacher Landwirtin (47) versteht die Aufregung ihrer Mitbürger ebenfalls nicht. «Ich habe nichts gegen ein Asylzentrum», sagt sie. Doch aus Angst vor Repressalien will sie anonym bleiben. «Eine sachliche Diskussion ist gar nicht mehr möglich.» 

Birmensdorf ZH: Streit um die «Asylantengasse»

Gemeindepräsident Werner Steiner auf dem umstrittenen Weg. (Adrian Bretscher)
Armut und Polizeibrutalität vertrieben Anis B. (29) aus Tunesien. Ein Boot brachte ihn nach Europa. Seit zwei Wochen lebt er im Asylzentrum Birmens-dorf. In Italien musste er am Bahnhof schlafen. «Ich bin froh, ein Dach über dem Kopf zu haben», sagt er.

Jetzt bekommt er 80 Franken pro Woche und wartet auf seinen Asylentscheid. Von seinem Zimmer blickt er auf einen Kiesweg, der Birmensdorf in die Schlagzeilen gebracht hat. Er führt zum Bahnhof und wurde vor kurzem saniert.

Böse Zungen behaupten, man habe die «Asylantengasse» ausgebaut, um Ausländer vom Ortskern fernzuhalten. Das glauben auch Asylbewerber. Gemeindepräsident Werner Steiner (62) wehrt sich: «Wir wollten keine Ausländer ausgrenzen», sagt er. «Wir haben nur einen bestehenden Fussweg saniert, damit die Asylsuchenden, Quartierbewohner und die Soldaten der angrenzenden Kaserne schneller zum Bahnhof kommen.» Anis B. interessiert das nicht. Er will nur eines: «Asyl bekommen und dann arbeiten.» 

Bettwil AG: Ein Dorf will sich wehren «bis zum bitteren Ende»

Roger Burri steht an der Spitze des Widerstands in Bettwil, wo schon Mahnfeuer
entfacht wurden. (Paolo Foschini)
Erst seit einem Monat ist Gemeindeammann Wolfgang Schibler (62) im Amt, schon schaut die ganze Schweiz auf ihn. Er soll verhindern, dass in der Kaserne am Ortsrand 140 Asylbewerber für ein halbes Jahr einquartiert werden. Sogar ein Drohschreiben hat er schon bekommen.

«So viele Asylbewerber in einem Dorf mit 560 Einwohnern – das ist zu viel», findet Schibler: «Wir hätten vorher informiert und in die Entscheidung des Kantons miteinbezogen werden müssen.»
Noch will der Aargau an seinen Plänen festhalten, doch Bettwil befürchtet Überfremdung und Kriminalität und probt den Aufstand. In Windeseile entstand ein Komitee, 400 Bürger schlossen sich an. Sie hängten Banner auf, pinselten Parolen auf die Strassen und entfachten ein Mahnfeuer. An der Spitze des Aufstands: Roger Burri (50). «Der Kanton muss uns wegtragen, wenn er das Vorhaben realisieren will», so der Unternehmer. «Wir kämpfen bis zum bitteren Ende.»  

Basel: «Vier Jahre Warten machen krank»

Kleiderausgabe in der Seelsorge- und Rechtsberatungsstelle neben dem Asylzentrum. (Adrian Bretscher)
Ein Jahr dauerte die Flucht von Hamid F. (28) aus dem Iran. Weil er dort, wie er sagt, als Afghane diskriminiert und bedroht wurde, machte er sich auf den Weg nach Europa: «Dort haben die Menschen Rechte.»

Hamid überquerte die Berge, paddelte übers Meer und schmuggelte sich am Boden eines Lastwagens bis nach Italien. Vor zwei Jahren kam er im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel an. Dort bleiben Asylsuchende, bis sie an die kantonalen Zentren «verteilt» werden. Weil das EVZ wegen des Zustroms aus Nordafrika mit 400 Asylbewerbern überlastet ist, wurde die nahegelegene Zivilschutzanlage geöffnet.

Privatsphäre gibt es im Mehrbettzimmer des EVZ nicht, dafür viel Zeit und Ungewissheit. Morgens um 7 Uhr kommt der Sicherheitsdienst zum Wecken. Pro Tag gibt es drei Franken. Hamid lebt mittlerweile in einem Wohnheim, hat Deutsch gelernt und wartet noch auf seinen Asyl-entscheid.
«Bern ist überlastet, deshalb müssen manche Asylbewerber bis zu vier Jahre warten», sagt Michel Meier (59), Leiter der Basler Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende. «Das ist unzumutbar und macht krank.» 

Rapperswil SG: «Wir hatten noch nie Schwierigkeiten»

In der Jugendherberge Busskirch (blau) leben jetzt Asylbewerber. (Adrian Bretscher)
Am Ortsrand von Rapperswil-Jona wird eine Jugendherberge zum Asylzentrum – und es gibt weder Mahnfeuer noch Spruchbänder, keiner protestiert. Gegenüber der «Jugi» , in der bis März rund 60 Asylbewerber leben, liegt das Katzenheim «Arche». Auch das Asylzentrum, welches schon seit Jahren neben der Herberge besteht, akzeptieren die Anwohner.

«Ich lebe seit elf Jahren hier und wir haben noch nie Schwierigkeiten gehabt», sagt Yvonne Kunz (64), Leiterin des Katzenheims. «Wir gehen freundlich miteinander um.»
Stadträtin Marianne Aguilera (60) freut sich über die hohe Akzeptanz. «Vielleicht liegt es an der Grösse der Stadt», sagt sie. In kleineren Gemeinden sei die Situation schwieriger. Man dürfe keine Stadt überbelasten.

«Die Menschen hier haben sich an die Asylbewerber gewöhnt. Der Kanton fragt bei besonderem Bedarf oft bei uns an.» Dass die Schweiz Asylbewerber beherbergt, findet Aguilera selbstverständlich. «Als Rechtsstaat haben wir die Verpflichtung, Menschen in Not aufzunehmen.»  

Dienstag, 29. November 2011

Wie spachgewandt muss ein Bundesratskandidat sein?



Nationalrat Bruno Zuppiger ist von der Parteileitung der Zürcher SVP einstimmig als Kandidat für die bevorstehenden Wahlen in den Bundesrat vorgeschlagen worden.
An der Pressekonferenz heute Mittag blamierte sich aber Zuppiger, weil er fast keine Fremdsprachen spricht. Die französischen und englischen Fragen der Journalisten konnte er nur mit Mühe beantworten.

Gehört zum Anforderungsprofil eines Bundesrates das Beherrschen verschiedener Sprachen? 


Antwort:  Ja

Freitag, 25. November 2011

Der Blog wird fuer ein paar Tage nicht bearbeitet werden.

Donnerstag, 17. November 2011

Souveräne Medienauftritte dank...


Die Medienrhetorik gehört zum Einmaleins von Führungskräften.
Aussagen - vor Mikrofon und Kamera auf den Punkt  bringen zu können - ist heute ein Muss.

Um jedoch Voten kurz, klar, prägnant, überzeugend, glaubwürdig, authentisch, souverän und medienwirksam zu vermitteln, benötigen wir ein professionelles Fitnessprogramm.

Bei K+K können Sie ein selbstsicheres Auftreten in schwierigen Situationen - dank fachgerechtem Coaching - in verhältnismässig kurzer Zeit erwerben.

Wir vermitteln Ihnen gerne massgeschneiderte Ausbildungsmodule  mit Expertenstatus. Wir arbeiten nur mit Medienprofis.



Unsere Trainingseinheiten werden gleichsam im "Simulator", d.h. prozess- und praxisorientiert durchgeführt (learning by doing)


Chaplin     



Chaplin

Kirche und Politik


Es ist nicht das erste Mal, dass Bürgerinnen und Bürger zur Kirche ausgetreten sind, weil sich  die Kirche parteipolitisch verhalten hatte und Unrecht billigte.
In Zürich bringt folgende Situation das Fass zum Ueberlaufen:


«Wir haben mit Reaktionen gerechnet», sagt die Pfarrerin Verena Mühlenthaler: Die Occupy-Aktivisten stellen ihr Camp auf dem Vorplatz der Kirche St. Jakob auf.

«Wir haben mit Reaktionen gerechnet», sagt die Pfarrerin Verena Mühlenthaler: Die Occupy-Aktivisten stellen ihr Camp auf dem Vorplatz der Kirche St. Jakob auf.
Bild: Retoo Oeschger

Nicht alle begrüssten das Engagement des offenen St. Jakobs für die Occupy-Bewegung. Gemäss der Pfarrerin Verena Mühlenthaler haben seit gestern einige Leute ihren Austritt aus der Kirche bekannt gegeben. Auch manche Kommentarschreiber auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet kündigen an, aus Protest gegen die Aufnahme der Occupy-Aktivisten der Kirche den Rücken zu kehren.


Der prominenteste Kirchenaustreter ist Roger Liebei, Präsident der Stadtzürcher SVP. «In den letzten Jahren hat sich einiges angestaut, die Aufnahme der Occupy-Bewegung brachte das Fass zum Überlaufen», erklärt Roger Liebi, Präsident der Stadt Zürcher SVP seinen Austritt aus der reformierten Kirche.



«Politik den Parteien überlassen»


Die Haltung der Kirche sei sehr parteiisch, das habe sich schon bei der Minarett- und der Ausschaffungsinitiative gezeigt. «Ich vermisse die Trennung von Religion und Politik. Die Kirche sollte das politische Engagement ihren Vertretern wie CVP und EVP überlassen.» Für die Anliegen der Occupy-Aktivisten hat der er kein Verständnis: «Wenn die Leute wenigstens etwas machen würden. Aber ich sehe da kein konstruktives Engagement.»


Kommentar: Kirche und Staat lässt sich zwar nicht sauber trennen. Politik und Religion haben viele Gemeinsamkeiten. Die Kirche hat das Recht und die Pflicht für Hilfsbedürftige einzustehen. Es ist aber nachvollziehbar, wenn viele Kirchensteuerzahlen nicht gewillt sind, Aktivisten mit  Steuergelder zu unterstützen, die sich weigern,  Gesetze einzuhalten. Ich habe mich in Zürich umgehört, als die Forderungen der Polizei nicht eingehalten werden mussten. Immer wieder war zu hören: Jeder Parksünder wird bestraft. Wehe wenn er nicht bezahlt. Wenn aber auf öffentlichem Grund illegal campiert wird, werden beide Augen zugedrückt. Ich vermute, dass es zu weiteren Kirchenaustritten kommen wird.
Ich bin gespannt auf die Argumentation und das weitere Verhalten der verantwortlichen Kirchenbehörde.
Ich zitiere SF:



Kompetenzen der Kirche


Diese Unterstützung einer politischen Bewegung stiess bei vielen Kommentarschreibern von «tagesschau.sf.tv» auf Kritik. Der Hauptvorwurf: Die Kirche überschreite hier ihre Kompetenzen. Auch die City-Kirche sei durch Staatsgelder mitfinanziert, das verpflichte zu politischer Neutralität.
Diesen negativen Äusserungen versucht Pfarrerin Verena Mühlethaler der City-Kirche mit einem Aufruf zum Dialog zu begegnen. Die City-Kirche am Stauffacher hat auch in der Vergangenheit durch ungewohnte Veranstaltungen, wie Partys im Gotteshaus, auf sich aufmerksam gemacht.
Die Pfarrerin erklärt auf der Internetseite der Kirche ihre Beweggründe für ihre neuste Aktion: «Diese Aufgaben der Offenen Kirche treffen sich mit den Zielen der Occupy-Bewegung. Wir sehen in dieser Bewegung auch ein Vorbild für die Kirche, insofern jede einzelne Stimme ernst genommen wird, eine Kultur des Zuhörens und der gemeinsamen Beschlussfindung eingeübt wird.»

Dass die Kirche wegen politischer Haltungen und Meinungen angegriffen wird, sei nicht neu. «Es gab bereits frühere Fälle, wie beispielsweise 2009 bei den Sans-Papiers, die die Zürcher Predigerkirche besetzten, bei der wir unter starke Kritik geraten sind», sagt Mori. Auch in diesem Fall haben die Papierlosen in der City-Kirche temporäres Asyl gefunden.


Erstaunlich, wie einfach in Deutschland der Kirchenaustritt möglich ist. Im Internet gibt es unter "Das weisse Pferd"


eine Anleitung zum Austritt:




Der Kirchenaustritt ist gar nicht so kompliziert. Lediglich einige lokale Einzel-Gepflogenheiten verunsichern manche Menschen. Doch selbst in einem solchen Fall ist die mögliche Hürde leicht zu überwinden, notfalls eben mit zwei Anläufen. Oder man ruft zur Sicherheit vorher noch mal dort an.
Im Prinzip geht man einfach mit dem Personalausweis während der Bürozeiten zum Standesamt oder Amtsgericht
(je nach Bundesland) und tritt aus. Das persönliche Erscheinen ist jedoch in Deutschland erforderlich. Dies ist eine aus kirchlicher Sicht kluge Erschwernis, wenn z. B. bettlägerige oder schwer gehbehinderte Menschen austreten möchten. Schaffen es diese nicht mehr aus dem Haus, muss man für den Austritt einen Notar zu sich in die Wohnung kommen lassen. Dies kostet natürlich ein paar Euro mehr, doch auch so geht es und man ist dann innerlich frei.

Zu den Einzelheiten:
1.) Sie gehen also mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass zu dem für Sie zuständigen Amtsgericht (in Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen) oder zum Standesamt (im übrigen Deutschland). Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Erkundigen Sie sich einfach nach den Öffnungszeiten! Oft ist jedoch auch Ihre letzte Meldebescheinigung Ihres Wohnsitzes noch erforderlich. Wenn ja, können Sie sich diese vielleicht gleich im selben Haus besorgen.
Achtung: Wenn Sie verheiratet, verwitwet oder geschieden sind, wird in den meisten Bundesländern auch nach Ihrem Stammbuch gefragt oder nach den betreffenden Dokumenten, z.B. der Heiratsurkunde, auf denen eine Konfessionszugehörigkeit vermerkt ist. Notwendig sind diese Eintragungen in den eigenen Stammbuch-Unterlagen jedoch nicht.
Exakte Informationen je nach Bundesland in Deutschland und auch für die Länder Österreich und Schweiz siehe bei
http://www.kirchenaustritt.de/

Kirchenaustritt leicht gemacht

Nichts wie ab in die Freiheit!

Taufschein, Konfirmationsurkunde oder dergleichen sind nicht nötig. Denn: Der Austritt erfolgt beim Staat, nicht bei der Kirche - immer noch. Oft wird jedoch nach dem Taufschein gefragt, der dokumentiert, in welchem Pfarramt Sie in das Taufregister eingetragen worden sind. Sie sollten hier in Ihrem eigenen Interesse mitteilen, wo Sie einst getauft worden sind, damit auch im kirchlichen Taufregister ein Eintrag über Ihren Kirchenaustritt gemacht werden kann.
Schon als Jugendlicher mit 14 Jahren kann man in Deutschland selbstständig - ohne Zustimmung der Eltern - aus der Kirche austreten. Zwischen 12 und 14 bedarf es de Zustimmung des Kindes und der Eltern. Bis zum 12. Lebensjahr entscheiden die Eltern.
2.) In jeder Behörde gibt es Formulare für den Austritt. Der Beamte sagt Ihnen genau, was Sie ausfüllen müssen und liest Ihnen Ihre Angaben noch einmal vor - das gilt als Protokoll. Die Gründe für den Austritt will er nicht wissen. In Berlin und Brandenburg ist der Austritt gratis. In anderen Bundesländern zahlen Sie zwischen 5 € (zuletzt in Bremen) und 100 € Verwaltungsgebühr (in einigen Kommunen in Baden-Württemberg; 60 Euro z. B. in Neudenau im Landkreis Heilbronn; 100 Euro in Pforzheim) - nicht schön, aber wenig im Vergleich zu den Tausenden, die man einspart. In Bayern gibt´s "Rabatt": Eine Person zahlt 31 Euro, Ehepartner zusammen zahlen bei gleicher Konfession aber nicht den doppelten Beitrag, sondern "nur" 41 Euro. Außerdem können alle Kinder ohne Zusatzkosten gleich mit austreten.

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In der Schweiz habe ich so eine konkrete Anleitung nicht gefunden. 90 % der Leserechos sprechen sich übrigens gegen das einseitige politische Engagement der Landeskirche aus. Nach meinem Dafürhalten war die Aktion der Theologin Mühlethaler kontraproduktiv. Das Gewährenlassen von Berufsdemonstranten kann nicht mit der Aufnahme von verfolgten Juden während des zweiten Wetlkrieges in der Schweiz verglichen werden.


Mittwoch, 16. November 2011

Was die Mitmenschen nervt. Ranking von 20 Min:


Belästigungen / Pöbeleien
1
Belästigungen / Pöbeleien
Punkte: 11236
Stinkende Mitmenschen
2
Stinkende Mitmenschen
Punkte: 10030
Mobbing
3
Mobbing
Punkte: 9980
Drängeln
4
Drängeln
Punkte: 9807
Raser
5
Raser
Punkte: 9799
Littering
6
Littering
Punkte: 9724
Spucken
7
Spucken
Punkte: 9358
Petzen
8
Petzen
Punkte: 8383
Kaugummi
9
Kaugummi
Punkte: 7063
Handy
10
Handy
Punkte: 6539