Montag, 3. Oktober 2011
Sonntag, 2. Oktober 2011
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marcus knill
um
19:48
Krisenkommunikation und Medien
Einführungstext
Krisen managen heisst nicht nur Krisen erkennen und vorbeugen. Viele Unternehmen haben allmählich erkannt, dass das Meistern von Krisen längst vor einer möglichen Krise beginnen muss.
Viele Institutionen liessen wärend der letzten Jahre Handbücher (Manuels, Checklisten mit aktualisierten Telefonlisten) ausgearbeiten und lassen sich dabei meist fachgerecht beraten. Die Handbücher werden laufend aktualisiert, damit allfällige Krisen erfolgreich bewältigt werden können.
Trotz fachgerechter Erläuterungen unterlaufen den meisten Ungeübten im Training gravierende Fehler. Dies ist normal aber heilsam. Wenn prozessorientierte Fälle mit Experten vor der Kamera geübt werden, wächst die Erfolgsbilanz erstaunlich rasch. In unseren Intensivseminaren werden konkrete Situationen simuliert. (Live Interviews, Statements und überraschende Anfragen von Journalisten).
2. Wie im Sport müssten diese Checks mittelfristig alle zwei Jahre wiederholt werden, damit die Nachhaltigkeit gewährleistet bleibt.
Nur durch praktisches Ueben und durch regelmässiges Training halten Sie sich fit. Im Krisenfall werden Ihnen dann die harten Fragen der Journalisten irgendwie bekannt vorkommen.
Unsere Profi Journalisten bereiten sich für jede Institution individuell und sehr gründlich vor und Sie werden bei uns - wie ein Pilot im Simulator - mit verschiedenen realistischen Situation konfrontiert. Sie haben bei uns das Gefühl, dass Sie später tatsächlich in so eine realistische Situationen geraten könnten.
3. Lassen Sie sich nur von erfahrenen Experten coachen.
Auf dem Markt gibt es Journalisten, die Seminare anbieten, nur um damit ein Zubrot zu verdienen.
Doch mangelt es ihnen am didaktischen Wissen und der Erfahrung als Coach mit Erwachsenen.
Der Lerneffekt bei unseren Seminaren ist dank des Expertenstatus des Teams sehr hoch. Wir arbeiten nur mit Profis. Dank fachgerechter Feedbackverfahren und kleiner Gruppen ist unsere Ausbildung effizient. Aufwand und Ertrag darf sich sehen lassen.
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marcus knill
um
19:01
Samstag, 1. Oktober 2011
Verena Diener wird vorgeworfen: Sie predige Wasser und trinke Wein
Bild: Keystone
Wie kommt das an in einer Partei, welche «die fortschreitende Zersiedelung und den ungebremsten Bodenverbrauch» bekämpft? Und die verlangt, die gerade im ländlichen Raum «überdimensionierten Bauzonen» seien zu verkleinern? Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen Schweiz, hält sich zurück: «Was meine Mitglieder in ihrem Privatleben machen, ist ihre Sache.» Gian von Planta, Fraktionschef im Stadtzürcher Gemeinderat, bezeichnet Dieners Verhalten hingegen als «nicht gerade imagefördernd» für die Partei. Thomas Maier, Fraktionschef im Kantonsrat, kennt Dieners Fall nicht, wie er versichert. Er sagt aber: «Als Liberale wollen wir den Lebensstil der Leute nicht bis ins kleinste Detail vorschreiben.» Entscheidend sei die ökologische Gesamtbilanz. Ein Ferienhaus in der Nähe zu besitzen, könne ökologischer sein als drei bis vier Langstreckenflüge pro Jahr in exotische Länder. Maier verzichtet auf ein Ferienhaus. Er nutze gerne die Annehmlichkeiten eines Hotels und möchte so wenig wie möglich zur Zersiedelung beitragen.
Auch Grüne haben Ferienhäuser
Gemeinderat von Planta besitzt ebenfalls kein Feriendomizil, wohl aber seine Eltern in ihrem Heimatort Zuoz GR. Diese benutzen die Wohnung während der sechs warmen Monate im Jahr, in der Wintersaison wechseln sich von Planta und seine Brüder ab: «Kalte Betten gibts bei uns nicht.»
GLP-Nationalrätin Tiana Moser verteidigt Diener: Diese sei frei in ihrem Entscheid. Von Bedeutung sei, ob ein Haus in die grüne Wiese gebaut werde: «Das war meines Wissens hier nicht der Fall.» Die Grünen sparen ebenso mit Kritik – wohl nicht zufällig, denn auch in ihren Reihen gibt es Ferienhausbesitzer, wie Kantonsrätin Esther Guyer seufzend einräumt: «Jeder muss selber zur Einsicht gelangen, dass das nicht sinnvoll ist.»
Verena Diener war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (Tages-Anzeiger)
Diese Geschichten können der erfolgreichen Politikerin wertvolle Stimmen kosten.
Aus Tagi online:
Verena Diener wegen illegalem Gartenhäuschen in der Kritik
Bild: Keystone
Dort hat Diener laut AZ ein Gartenhaus gebaut, ohne dafür eine Baubewilligung einzuholen – ausgerechnet in jener Bauzone in Wangen sind so genannte Nebenbauten nicht erlaubt.
Jetzt läuft gegen Diener ein sogenanntes Widerspruchsverfahren. Und Diener hofft, dass ihr Gartenhaus nachträglich legalisiert wird. Bei den Behörden in Wangen ist laut AZ ein entsprechender Antrag hängig, der am kommenden Montag im Gemeinderat behandelt werden soll.
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marcus knill
um
08:40
Das SF will den Schweizer Schönheitswettbewerb künftig nicht mehr ausstrahlen.
Wir werden diese MISS Sendung nicht verMISSen.
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marcus knill
um
08:38
Freitag, 30. September 2011
Ermotti legt 13 "Nicht UBS Mandate" ab
Tagi online fragt (Ich zitiere):
Warum erst jetzt?
Von Olivia Kühni.
Panama gilt seit Jahrzehnten als Steuerfluchthafen. Es gibt keine Hinweise, dass die betreffenden Unternehmen aus diesem Grund dort seit den späten 1970-er Jahren registriert sind. Dennoch hätte die Tatsache die UBS bei der Anstellung Ermottis im Frühling aufhorchen lassen müssen – alleine aufgrund des Imageschadens, den die Assoziation Panamas mit einem ihrer Geschäftsleitungsmitglieder anrichten könnte.
Unter besonderer Beobachtung
Die UBS wird mit Argusaugen beobachtet – nicht nur von den Medien, sondern auch von den Bürgern, der Politik, den Märkten. Schliesslich ist sie die Bank, die wegen mutmasslicher Beihilfe zu Steuerdelikten in den USA eine Millionenstrafe zahlen und tausende Kundendossiers aushändigen musste. Andere werden möglicherweise folgen, doch es ist die UBS, die es bislang erwischt hat.
«Für eine Bank, die in den letzten Jahren derart in die Defensive geraten ist, gibt es nur eines: konsequent jedes Risiko eines Reputationsschadens zu vermeiden», sagt Kommunikationsexpertin Beatrice Tschanz. «Es darf nicht der kleinste Schatten fallen.» Auch Bankenkritiker und Autor René Zeyer sagt: «Das hätte die UBS sehen müssen.»
«Fähig zur Selbstkritik»
Auch Ermotti persönlich war offenbar das Risiko seines Mandats bewusst. Er liess diese Woche verlauten, er hätte dieses nur unter der Bedingung übernommen, dass der Sitz der betreffenden Firmen raschmöglichst in die Schweiz verlegt werde. Trotzdem behielt er die Ämter bei seinem Eintritt in die UBS im April – während er etwa einen VR-Sitz in Tito Tettamantis Fidinam SA aufgab.
Aus welchen Gründen die UBS ausgerechnet die Panama-Mandate für unbedenklich hielt – oder welche Auflagen Ermotti allenfalls gemacht wurden –, ist nicht zu erfahren. Die Bank verweist als Stellungnahme darauf, dass der Interim-CEO seine Mandate jetzt abgeben werde. Diese Tatsache rechnet PR-Experte Franco Gullotti dem neuen Chef an:
«Ermotti zeigt Einsicht und ist offenbar fähig zur Selbstkritik.» Das sei untypisch für einen Banker und habe ihn positiv überrascht. «Für mich hat Ermotti an Reputation gewonnen.» Ähnliches sagt auch der Kommunikationsfachmann Marcus Knill: «Die UBS war über die Mandate informiert», so Knill. «Das werte ich positiv.»
Drei Tage – drei Statements
Bis zur Einsicht dauerte es jedoch eine Weile: Am Dienstag sagte die UBS gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz, der VR habe die Mandate geprüft und festgestellt, dass kein Interessenskonflikt bestehe. Am Mittwoch sagte Kommunikationschef Michael Willi gegenüber der «Handelszeitung», Ermotti wolle seine externen Mandate nochmals überprüfen, sofern er definitiv Konzernchef der UBS werde. Und am Donnerstag schliesslich kam die eingangs zitierte Meldung, Ermotti übergebe die externen Mandate in neue Hände. Zu diesem Zeitpunkt war der Tessiner seit sechs Monaten bei der UBS. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
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marcus knill
um
17:58
Wann ist eine Werbung sexistisch?
Ich zitiere 20 Min:
Fleisch und Kurven gehören nicht zusammen
Wer mit nackter Haut für Fleisch wirbt, ist ein Sexist. Dies sagt die Lauterkeitskommission. Der gerügte Metzger findet dies absurd. Für Terre des Femmes dagegen wäre ein Boykott angebracht.
Wirbt mit diesem Sujet für Fleischwaren: Der Zürcher Metzgermeister Urs Keller (rechtes Bild).
- Die Beine einer Frau, die in den Händen ein Fleischermesser und ein saftiges Stück Fleisch hält: Mit diesem Sujet auf einem Lieferwagen wirbt die Zürcher Metzgerei Keller für Würste, Filets und Co. Der Slogan dazu: «Best meat in town» – das beste Fleisch der Stadt. Einer Privatperson war dies zu anzüglich. Sie klagte bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK), die nun ein deutliches Urteil fällte: Die Werbung sei sexistisch, weil nackte Beine mit Fleisch nichts zu tun hätten. «Zudem verletzt sie die Würde der Frau, indem der Slogan das Model auf ein Objekt der Begierde und der ‹Fleischeslust›» reduziert», so SLK-Sprecher Piero Schäfer.
Er hat nun zwar den Slogan vom Auto entfernt, doch das Sujet fährt weiter durch Zürich.
Für Terre des Femmes Schweiz reicht dies nicht. «Die Werbung ist auch ohne Worte unmissverständlich: Die Frau wird durch die klischierte Aufmachung einer Sexarbeiterin so käuflich wie das Tierfleisch», sagt Co-Geschäftsleiterin Natalie Trummer. Einen Spielraum für Toleranz sieht sie hier nicht: «Ich persönlich würde die Metzgerei boykottieren.»
Kommentar:
Immer wieder kommt es hinsichtlich Sexismus in der Werbung zu Klagen.
Würde der Passus Blickfang und Dekorationscharakter ernst genommen, so müssten unzählige Plakate z.B. in der Autobranche eingeklagt werden. Eine abschliessende, allgemein gültige Definition von geschlechterdiskriminierender Werbung zu formulieren, ist immer noch nicht möglich. Bei der Beurteilung von Werbung spielen nämlich das persönliche Werteverständnis und das subjektive Empfinden der Betrachtenden - und nicht zuletzt auch deren Geschlecht - eine grosse Rolle. Eine Annäherung an den Begriff "sexistische Werbung" wird in Zürich dennoch versucht. Es werden Kriterien formuliert, die helfen sollen, Werbung im Hinblick auf ihren sexistischen Gehalt zu beurteilen.
Die Fachstelle für Gleichstellung
versucht
eine Definition:
Die Seite betont, dass eine Sexy Werbung (= Sex Appeal besitzend) nicht unbedingt sexistisch sein muss. |
Beispiele
Sexuelle Anspielungen, die Produktunabhängig sind. Beispiel: Sanitas Inserat in 20 Minuten 10/2005, Quelle: Stadt ZH | Köperteile im Blickfang, die die Sexualität der abgebildeten Person vermarktet: Seat Inserat in 20 minuten 4/2003, Quelle: Stadt ZH | Schablonisierendes Bild der Geschlechter: Michael Page, NZZ Executive, 3/2006, Quelle: Stadt ZH |
Suggestion, dass ein Geschlecht nur für bestimmte Tätigkeiten geeignet ist. Panasonic, 20 Minuten, 11/2003, Quelle: Stadt ZH | Assoziationen zur Gewalt werden ausgelöst. Casino Lake Side, 5/2004, Quelle: Stadt ZH | IWC Plakat, Zürich, 2003, Ironie und Humor. Die Fachstelle für Gleichstellung findet dieses Beispiel keine sexistische Ironisierung, sondern listet es als Beispiel einer Sexistischen Werbung. Quelle: Stadt ZH |
Siemens Plakat, Oktober 2005. Humor. Auch dieses Beispiel wird von der Fachstelle für Gleichstellung als sexistisches Beispiel aufgelistet. Quelle: Stadt ZH | Radio Energy Plakat, Zürich, August 2004, Die Fachstelle für Gleichstellung listet dies als sexistisches Beispiel. Quelle: Stadt ZH | Tally Weijl Plakat, Zürich 2006. Die Fachstelle für Gleichstellung listet dies als sexistisches Beispiel. Quelle: Stadt ZH |
Kommentar:
Bei der Werbung, bei der Kunst oder Satire dürfen wir bestimmt
etwas grosszügiger sein, auch dann, wenn gewisse Richtlinien
angeritzt werden. Wenn bei politischen Fragen, bei religiösen
Aussagen und gesellschaftskritischen Problemen keine Toleranz mehr
akzeptiert wird, so haben wir Mühe. Ironie, Humor, Karikaturen
dürfen eine gewisse Narrenfreiheit geniessen. Dennoch gibt es
Grenzen, die respektiert werden müssen. Diese Grenzziehung ist
aber nicht so einfach, wie es gewisse "Wort- und Bildpolizisten"
wahr haben möchten.
Fazit:Es ist begrüssenswert, wenn eine Fachinstanz eindeutige Grenzen setzt, wie im Fall des Metzgermeisters Keller. Was aber unbedingt auch berücksichtigt werden muss: Durch die Klage wurde das Bild in den Medien (in diesem Fall in einer der grössten Gratiszeitung) abgebildet. Auch wir müssen in diesem Beitrag das Bild zeigen, damit sich die Oeffentlichkeit ein eigenes Urteil bilden kann. Damit wird aber das Bild zusätzlich multipliziert. Und somit ist es gut denkbar, dass die Klage dem Metzgermeister zu einer willkommenen Gratiswerbung verhilft. Dies könnte der Verlauf des Umsatzes belegen. Dieses Resultat würde mich jedenfalls interessieren. |
Notiert von
marcus knill
um
08:21