Mittwoch, 7. Juli 2010

Stellen Sie sich vor:

Es würde an allen Spitälern an Chirurgen mangeln und in der Zeitung steht folgendes Inserat:

Falls Sie gelernter Metzger sind, melden Sie sich bei der Gesundheitsbehörde. Wir geben Ihnen Gelegenheit als Chirurg zu arbeiten.

In einem Sonderlehrgang erhalten sie in 6 Monaten die provisorische Zulassung und haben die Chance nach einer Zwischenprüfung als ordentlicher Chirurg in Spitälern tätig zu sein.

Spass beiseite. Aehnliches spielt sich derzeit beim akuten Lehrermangel ab.

Es fehlen fürs neuen Schuljahr immer noch Hunderte von Volksschullehrern. Die Behörden griffen deshalb in dieser prekären Situation zu einem ähnlichen Schritt, wie beim erwähnten supponierten Chirurgenmangel. Es werden jetzt Berufsleute als Lehrer eingesetzt. Sie müssen nur bereit sein, an Stelle eines Hochschulstudiums einen Schnellkurs zu besuchen.

Weil es bei den Lehrern nicht um Leben und Tod geht, gibt es keinen Aufschrei der Empörung. Es geht ja angeblich NUR um Kinder.

Persönlich vertrete ich jedoch die Meinung, dass bei allen Berufen, bei denen es um das Wohl von MENSCHEN geht, Notlösungen fragwürdig sind, bei denen die Fachkompetenz ausgeklammert wird. Niemandem dürften wir Kinder anvertrauen, bei dem nicht sichergestellt ist, dass er mit Menschen umgehen kann und das notwendige Fachwissen hat.

Dienstag, 6. Juli 2010

Die Erfolgsformel des deutschen Fussballteams

1. Bundestrainer Joachim Löw plante immer alle Details minutiös. Er liess beispielsweise auch die Trainingspiele in 3D aufzeichnen und analysierte dann alle Details in Gruppengesprächen.

Bundestrainer Joachim Löw

2. Löw sorgte immer für Phasen der Entspannung. Der Wechsel Spannung - Entspannung wurde bewusst gepflegt. So liess er Spielautomaten und Freitzeitequipements nach Südafrika schiffen. Nach dem Spiel gegen England gab es einen Freitag. Die Sportler machten Ausflüge mit ihren Familien. Nach der Entspannung folgte dann wieder die Phase völliger Konzentration.

3. Konditionell brachte Löw die Mannschaft auf einen enorm hohen Fitnessstand. Sam Khedira lief während 437 Spielminuten 56 Kilometer.

4. Die Spieler haben einen unglaublich hohen Teamgeist. Alle tragen schwarz-rot-goldenen Armbänder. Es gibt auch keinen Neid, keine Streitereien.

5. Der bewährte Bayernblock stärkte der ganzen Mannschaft das Selbstbewusstsein.

6. Der Austausch zwischen A- Mannschaft und dem Nachwuchs wurde bewusst gefördert. So sind 6 aktuelle U 21 Spieler nach Südafrika mitgenommen worden

7. Die vielen Ausfälle gaben dem Team ein völlig neues Zusammengehörigkeitsgefühl. Jeder traut sich mehr zu, weil sich jeder mehr zutrauen muss.

8. Fussballer mit ausländischen Wurzeln wurden völlig integriert.

9. Zur Förderung der Motivation beeinflusste der Extrembergsteiger Reinhold Messmer das Team vor den Wettkämpfen. Messmer sprach über die Thematik Grenzerfahrungen.

Reinhold Messmer

10. Die Fans brachten die Spieler in eine Stimmung der Euphorie. Die Welle der Begeisterung schwappte durchs ganz Land und beflügelte die Spieler.

Sonntag, 4. Juli 2010

Dokumentation für die Einzelcoachings von dieser Woche:

Zu den Intensivseminaren der kommenden Woche:

Auftritt in der Oeffentlichkeit

Aus der Praxis für die Praxis

Wichtige Hinweise im "Umgang mit Medien und Journalisten"

Der rote Faden

Zur Einstimmung folgender Beitrag ( LINKS):

Kommunikation und Medien

Umgang mit den Medien - 10 Tipps. 1. Journalistinnen und Journalisten sind Ihre Partner, nicht Ihre Feinde. Das heisst aber nicht, dass Sie Ihre Freunde ... www.rhetorik.ch/Medien/Medien.html - Cached - Similar

Oeffentliche Auftritte

Öffentliche Auftritte. von Marcus Knill. 1. Vorbereitung ... 2. Kurz vor dem Auftritt. Sich lockern. ... 3. Beim Auftritt. Keine Nebengedanken. ... www.rhetorik.ch/OeffentlicheAuftritte/OeffentlicheAuftritte.html - Cached - Similar

Öffentliche Auftritte

von Marcus Knill

Medienauftritte

7. Juni 2003 ... Medien, Medienauftritte, Auftreten, Medienauftritt, Interview, Vortrag, ... Ich coache seit Jahren Spitzensportler für die Oympiaden im ... www.rhetorik.ch/Medienauftritt/Medienauftritt.html - 16k - Cached - Similar pages

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Beantworten Sie folgende Fragen:

Das Telefon kingelt. Ein Journalist meldet sich und will von Ihnen eine Auskunft über PS.

Wie verhalten Sie sich?

- Kennen Sie das Kommunikationskonzept Ihrer Institution?

- Können Sie die Telefonnummern der Informationsverantwortlichen sofort abrufen?

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Falls Sie Auskunft geben müssen:

UEBERZEUGEN DURCH.....

Sie ueberzeugen, wenn Sie

* sich natürlich, situationsgerecht verhalten (kein Theater spielen)

* überlegen vor dem Sprechen (denken, dann sprechen!)

* Gefühle nicht ausklammern

* nicht an die Mimik und Gestik denken

* sich verständlich ausdrücken

* eine EINFACHE SPRACHE wählen

* EINEN KERNGEDANKEN (EIN ARGUMENT, EINE ANTWORT) mit einem BILD, einer ERZAEHLUNG, einer GESCHICHTE koppeln

Sie werden abgelehnt, wenn Sie

* sich künstlich und affektiert verhalten

* während des Sprechens an sich denken

* die Emotionen kontrollieren

* Theater spielen

* eine Spachebene wählen, die nicht zur Situation passt

* zu lange reden oder zu kompliziert, zu abstrakt und zu vage formulieren

* zu perfekt sind

Sie überzeugen vor allem durch Ihre Person. Erst in zweiter Linie interessiert sich das Publikum oder Ihr Gegenüber für den Inhalt. Dies klingt zwar hart, trifft aber zu.

Ein Redner, der sich nicht "verkaufen" kann, besser: Der nicht zu sich steht (seine Schwächen und Stärken nicht kennt), der nicht "im Lot ist", der überzeugt nicht, selbst dann, wenn er die besten Argumente auf seiner Seite hat.

Oder umgekehrt: Jemand, der beim Publikum ankommt, kann sich sogar erlauben, einmal etwas schwächere Argumente vorzubringen. Weil man die Person sympathisch findet, fällt es schwerer, sich der Argumentation zu verschliessen.

LINKS:

rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

Sowohl die Person als auch die Präsentation beeinflusst den Inhalt wesentlich. Fakten werden durch die Person oder die Darstellung gefärbt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/ - Cached - Similar

WICHTIGE ERKENNTISSE AUS DER PRAXIS:

Das Antizipieren (Wir können die meisten Fragen gedanklich vorbereiten)

Achtsamkeit, das heisst: Sich auf ETWAS 100%ig konzentrieren können

Ich wiederhole bewusst:

- Natürlich bleiben (authentisch bleiben - trotz ungewohnter Umgebung)

- EIN-fach reden, EIN-deutig antworten

- Narrative Rhetorik nutzen (EIN persönliches Erlebnis, EINEN Fall, EINE Geschichten oder EIN Beispiel erzählen)

FAZIT:

Sie müssen wissen,

- wie Journalisten arbeiten

- wie Sie sich bei Medienanfragen verhalten müssen

- dass jeder Medienauftritt eine Chance ist

- Dass Medienauftritte geübt werden müssen

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Zur Vertiefung der Thematik:

Selbstmanagement

Selbstmanagement. ... Selbstmanagement. von Marcus Knill. "Selbst" - ein Schlüsselwort der Kommmunikation", Handelszeitung, 29. Oktober - 4. ... www.rhetorik.ch/Selbst/Selbst.html -
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  1. Medienkommunikation

    2. Okt. 2002 ... Medienkommunikation ist lernbar. von Marcus Knill. Der Umgang mit elektronischen Medien kann im Mediensimulator gelernt werden. ... www.rhetorik.ch/Medienkommunikation/Medienkommunikation.html - Cached - Similar
  2. Medienkommunikation Positionierung

    5. Juni 2007 ... Medienkommunikation. von Marcus Knill. Positionierung. Führungsperson werden Sie in der Informationsgesellschaft immer häufiger persönlich ... www.rhetorik.ch/Medienkommunikation/Medienkommunikation1.html - Cached - Similar

Medienauftritte

7. Juni 2003 ... Medientraining - eine Selbstverständlichkeit ... Medientraining ist nicht dazu da, Ihre Persönlichkeit zu verfremden. Im Gegenteil: ... www.rhetorik.ch/Medienauftritt/Medienauftritt.html - Cached - Similar
  1. 10 Gebote der Medienrhetorik

    10 Gebote der Medienrhetorik. ... 10) Konkret, bildhaft und mit Beispielen reden. Nicht nebulös und abstrakt formulieren. ... www.rhetorik.ch/Medienrhetorik/10Gebote.html - Cached - Similar
  2. 10 Gebote für guten Journalismus

    15. Mai 2005 ... Der Deutsche Bundespräsident Johannes Rau trug Anfang Juni 2004 bei der Jahrestagung des "Netzwerks Recherche" zehn Gebote für guten ... www.rhetorik.ch/Journalistengebote/Journalistengebote.html - Cached - Similar
  3. *************

rhetorik.ch aktuell: Ärzte vor Mikrofon und Kamera

1. Febr. 2009 ... Sie haben vor dem Auftritt zu klären, was gesagt wird und was noch nicht erwähnt wird. Was sie vor Mikrofon und Kamera äussern, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/02_01/index.html - Cached - Simil

Die Deutschen sind bereits im Siegesrausch- und wie!!

Ich bin durch eine kleine deutsche Stadt gefahren. Ich wähnte mich in Italien: Hupkonzerte - Autokorsos - Jubel und südländische Ausgelassenheit der sonst so trockenen deutschen Fans. Als wären die angesäuselten Jubler selbst schon Weltmeister. In der Schweiz kommt diese Selbstüberschätzung der Deutschen nicht gut an. Falls Deutschland den Halbfinal und den Final auch noch siegreich überstehen würde: Wie lässt sich diese Ausgelassenheit noch steigern? Doch: Es ist noch nicht so weit.

Um das Video zu sehen, den obigen Link "Mehr Videos zum Thema" anklicken.

Den Politikern - vor allem der Kanzlerin - kommt diese Welle der Entrückung gelegen. So lassen sich politische Zeitprobleme wie "Ueberschuldung" oder "Parteienstreit" übertünchen. Angela Merkel geniesst es jednefalls, auf der Welle des Sporterfolges zu reiten.

Samstag, 3. Juli 2010

Was tun gegen die Hitze?

Hitze brandenburg

Letzte Woche arbeitete ich bei grösster Hitze in einem Studio ohne Klimaanlage und nächste Woche muss ich bei grosser Hitze in Bern Leute beraten. Wiederum ohne Klimaanlage. Deshalb las ich die Ratschläge im heutigen TAGI-online und stelle fest: Ich muss mehr Flüssigkeit zu mir nehmen.

Wie lässt sich die Temperatur verringern?

Falls keine Klimaanlage eingebaut ist, sollte morgens stossgelüftet werden. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben oder mit Vorhängen oder Jalousien abgedunkelt werden. Eine Klimaanlage sollte nach Ansicht von Ärzten nicht zu kalt eingestellt werden, weil bei grossen Unterschieden zur Aussentemperatur Erkältungen drohen. Elektrische Geräte sollten nur bei Bedarf eingeschaltet werden, um die Temperaturen dadurch nicht weiter zu erhöhen.

wie viel sollte bei Hitze getrunken werden?

Über den Tag verteilt sollte man laut Fachleuten etwa zweieinhalb bis drei Liter trinken. Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Auf süsse Getränke oder Kaffee sollte man besser verzichten. Leichter ist die Hitze zudem zu ertragen, wenn beim Essen auf leichte Kost wie Salat oder Gemüse gesetzt wird. Schweres Essen macht dagegen zusätzlich müde.

Was kann die Arbeit erträglicher machen?

Wenn es möglich ist, sollte die Arbeitszeit auf die kühleren Morgenstunden verlegt werden. Auch helle, luftige Kleidung, zum Beispiel aus Baumwolle oder anderen Naturfasern, kann gegen Schweissausbrüche vorbeugen. Ratsam könnte auch die Aufhebung des in manchen Unternehmen bestehenden Krawattenzwangs sein – und zusätzliche kleinere Pausen.

Was ist bei Arbeiten im Freien zu beachten?

Im Freien sollte möglichst im Schatten oder zumindest mit Kopfbedeckung gearbeitet werden. Gerade bei Aussenarbeiten gilt, die Arbeitszeit den Temperaturen anzupassen. Sinnvoll können auch längere Pausen sein. Empfohlen wird zudem, die Haut vor der Arbeit im Freien gut einzucremen.

Uebrigens:

Steigt die Temperatur auf über 30 Grad, ist der Arbeitgeber laut der Gewerkschaft IG Metall zu weiteren Massnahmen verpflichtet. Sind es sogar mehr als 35 Grad, gilt ein Arbeitsplatz grundsätzlich als ungeeignet. Ausnahmen sind allerdings möglich, wenn etwa in einer Halle Luftduschen eingebaut sind.

Freitag, 2. Juli 2010

Alleinerziehende Entenmutter unter Polizeischutz

teaser image

Erfolglose Maltherapie?

Das farbenprächtige Bundesratbild weckte gestern Hoffnung. Alle glaubten, der Bundesrat wisse nun, was Kooperation heisst.

Und nun das: Bereits am nachfolgenden Tag lesen wir im Blick:

Ich zitiere

Unter dem Traktandum «Varia» lancierte SP-Infrastrukturminister Moritz Leuenberger eine heftige Attacke auf seine Parteikollegin Micheline Calmy-Rey. Sie solle jetzt endlich Details zur Libyen-Affäre mit den Geisel-Befreiungsplänen auf den Tisch legen, soll Leuenberger zum Erstaunen mancher Bundesratskollegen vorgebracht haben.

Bild TAGI:

Aus dem Angriff aus heiterem Himmel ergab sich eine rund einstündige Diskussion in der Regierung. Sicher ist, dass nicht nur Calmy-Rey irritiert war über das Vorgehen des SP-Magistraten.

Bisher nur Attacken von Merz und Leuthard

Bei früheren Gelegenheiten waren es Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) und Finanzminister Hans-Rudolf Merz (FDP), die Aussenministerin Calmy-Rey wegen der Libyen-Sache ins Visier nahmen. Dass jetzt ausgerechnet SP-Mann Leuenberger in den Chor einstimmte, ist doch eher aussergewöhnlich. Zumal es in den letzten Tagen schien, als hätten sich die Wogen etwas geglättet. Parteikollegen attackieren sich gewöhnlich nicht. Schon gar nicht, wenn einer von ihnen unter Druck ist wie derzeit die Aussenministerin. Über Leuenbergers Motive scheiden sich darum die Geister.

Nachspiel in der SP

Die heftige Auseinandersetzung wird zweifellos ein Nachspiel in der SP haben. SP-Chef Christian Levrat allerdings sagte gestern gegenüber BLICK, der Vorfall sei ihm nicht bekannt. Bereits vor zwei Wochen war es im Bundesrat zum Streit um die Libyen-Affäre gekommen. Merz hatte Calmy-Rey damals (nach heutigem Wissensstand zu Unrecht) beschuldigt, sie habe ihn nicht über Befreiungspläne informiert. Anfang letzter Woche war es im Bundesrat noch einmal zu einer Auseinandersetzung gekommen. Im Anschluss daran gab Bundespräsidentin Leuthard die umstrittene Erklärung ab, wonach es «Einsatzbefehle» gegeben habe. Eine Aussage, die so von GPDel-Präsident Claude Janiak dementiert wurde.

Kommentar: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Gehen wir trotz allem davon aus, das sei nun der allerletzte Patzer in der Kommunikationslandschaft des Bundesrates