Sonntag, 27. Juni 2010

So kann und darf es nicht weitergehen

Der Bundesrat hat aus den früheren Kommunikationsfehlern nichts gelernt. Die Pannen reissen nicht ab. Indiskretionen, widersprüchliche Aussagen, Streit zwischen einzelnen Magistraten usw. SO KANN UND DARF ES NICHT WEITERGEHEN. Ich zweifle daran, dass die persönlichen Spannungen mit externen Beratern behoben werden könnten.

Bei meinen Fällen habe ich gesehen, dass Brüche auf der Beziehungsebene oft nicht mehr zu kitten sind. Wer in einem Team innerlich getroffen wurde - wenn sich auf der emotionalen Ebene ein breiter Graben aufgetan hat, kann dieser Bruch in der Regel nicht mehr überbrückt werden. Das habe ich bei verschiedenen Teams in Spitälern oder Schulen erlebt. Wer glaubt, es gebe gleichsam ein Wundermittel, um alle gravierenden Wunden auf der Beziehungsebene heilen zu können, stellt in der Praxis fest: Brüche bleiben leider vielfach zeitlose Brüche. Eine Trennung ist dann sinnvoll.

Ich habe das Gefühl, dass auch beim derzeitigen Bundesrat irreparable Beziehungsstörungen die Zusammenarbeit erheblich beeinträchtigen.

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Ich zitiere 20 Min:

Alt-Bundesräte fordern Rücktritte

26. Juni 2010

Zerbricht der Bundesrat an der Libyen-Krise?

Seit dem offiziellen Ende der Libyen-Krise scheint sie in der Schweiz erst so richtig entbrannt. Die Bundesrätinnen Leuthard und Micheline Calmy-Rey hätten sich «irreparabel» zerstritten.

Bundespräsidentin Doris Leuthard spricht bewusst von «Einsatzbefehl», der für eine militärische Befreiungsaktion der Schweizer Geiseln in Libyen erteilt worden sei, der Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation widerspricht, der CVP-Parteipräsident tadelt seine Bundesrätin.

Leuthards Verhältnis zu Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ist offenbar auf einem Tiefpunkt angelangt. Letzterer wird vorgeworfen mit der Planung militärischer Befreiungsaktionen ihre Kompetenzen überschritten zu haben. Finanzminster Hans-Rudolf Merz, der nichts davon gewusst haben will, sei doch im Bild gewesen.

Auch diese Wochenende zeichnet die Sonntagpresse ein Bild des Bundesrats als zerstrittene, intrigante Einzelkämpfer im Dauerwahlkampf. Selbst Alt-Bundesräte fordern nun: Wechselt die Regierung aus!

«Irreparables Zerwürfnis» zwischen Leuthard und Calmy-Rey

Doris Leuthard hatte von «Einsatzbefehl» für eine Befreiungsaktion gesprochen. Der Wortwahl der Bundespräsidentin in ihrer Erklärung am vergangenen Montag liegen offenbar handfeste politische Differenzen mit Calmy-Rey zugrunde, berichtet der «Sonntag». In ihrem Departement wird von einem «irreparablen Zerwürfnis» zwischen Leuthard und Calmy-Rey gesprochen, in einem anderen heisst es gar, dass «ohne Rücktritt der Bundesrat nicht wieder funktioniert».

Hintergrund des Zerwürfnisses: Leuthard hält das Vorgehen von Calmy-Rey für unverantwortlich. Juristisch ist die Affäre mit der Weisung an EDA und VBS, die Regierung künftig früher zu involvieren, zwar abgeschlossen. Leuthard will jedoch politische Folgen. Entsprechend sybillinisch kommuniziert sie.

Allerdings gerät damit jetzt auch Leuthard zunehmend in die Kritik. Als «falsch» bezeichnet GPDel-Präsident Janiak gegenüber dem «Sonntag» die Wortwahl der Bundespräsidentin: «Einsatzbefehl hiesse, es gab ein ‹Go› für eine Militäraktion. Ein ‹Go› hat es aber nie gegeben.»

Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» kritisiert auch CVP-Präsident Christophe Darbellay CVP-Bundesrätin Leuthard. Ihre Erklärung habe nicht beruhigend gewirkt. Zum Beispiel habe die Verwendung des Begriffs «Einsatzbefehl» eher Verwirrung gestiftet als Klärung gebracht. Darbellay kritisiert aber auch den Gesamtbundesrat, der nicht bereit ist, eine tiefgreifende Regierungsreform anzupacken. Der Vorschlag, das Präsidium um ein Jahr zu verlängern, sei «unambitiös und ungenügend». Er verlangt stattdessen ein vierjähriges Präsidium, das an das Aussenministerium gekoppelt ist.

Kritik an Calmy-Rey

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat bei der Planung einer möglichen Geiselbefreiung in Libyen durch das Aufklärungs-Armeedetachement AAD 10 Rechtsgrundlagen verletzt. Zu diesem Schluss kommt nicht nur das juristisches Gutachten, das Bundespräsidentin Doris Leuthard in Auftrag gegeben hat, sondern auch ein zweites unabhängiges Gutachten der Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel). «Unsere juristischen Abklärungen sind zur gleichen Einschätzung gekommen wie das Gutachten von Leuthard», bestätigt SP-Ständerat und GPDel-Präsident Claude Janiak gegenüber dem «Sonntag».

Auch der ehemalige Verteidigungsminister Samuel Schmid und Armeechef André Blattmann müssen sich Kompetenzüberschreitungen vorwerfen lassen. Konkret werden dem EDA und dem VBS vorgeworfen, die «Verordnung über den Truppeneinsatz zum Schutz von Personen und Sachen im Ausland VSPA» missachtet zu haben. Da Armeechef Blattmann zweimal Befreiungsaktionen ausarbeiten liess – bis hin zu konkreten Einsatzbefehlen, die dann die Regierung nur noch hätte bewilligen müssen – hätten die Pläne gemäss Verordnung in den Bundesrat gehört, so die Gutachten.

Auch hätten bei derart fortgeschrittenen Planungen die Präsidenten der Aussen- und Sicherheitspolitischen Kommission in Kenntnis gesetzt werden müssen. «Ich wurde nie informiert», sagt jedoch Grünen-Nationalrat Geri Müller, der im entscheidenden Zeitraum APK-Präsident war. Auch die SIK-Präsidenten wussten von nichts.

Calmy-Rey: militärische Option nur vertieft geprüft

Micheline Calmy-Rey stellt sich gemäss «Sonntag»-Informationen auf den Standpunkt, die konkrete Ausarbeitung möglicher AAD 10-Einsätze habe nur der fundierten Prüfung der «militärischen Option» gedient, weshalb der Einbezug des Gesamtbundesrates gemäss VSPA nicht nötig gewesen sei. Die Gutachten stützen diesen Standpunkt nicht. Trotzdem hielt die Aussenministerin letzten Dienstag in einer APK-Befragung an ihrer Darstellung fest, man habe Armee-Einsätze nur als «Option» geprüft.

Selbst in ihrer Partei wird Kritik am Vorgehen von Micheline Calmy-Rey laut. «Sie hat verbotene Zonen betreten», sagt SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr. «Ein Armee-Einsatz in Libyen hätte gegen Völkerrecht verstossen und deshalb nicht einmal geprüft werden dürfen». Auch Grünen-Nationalrat Daniel Vischer spricht von einem «gravierenden Rechtsbruch» und sagt: «Die Luft ist für alle Beteiligten dünn geworden.»

Streit zwischen Schweizer Botschafter und Calmy-Rey

Zum ersten Mal seit seiner Rückkehr in die Schweiz äussert sich der ehemalige Schweizer Botschafter in Tripolis Daniel von Muralt zur Libyen-Affäre. Wie von Muralt gegenüber der SonntagsZeitung sagt, erreichte die Schweiz dank eines Geheimdeals mit einem Ghadhafi-Vertrauten die Freilassung einer dritten Schweizer Libyen-Geisel. Zwischen ihm und seiner Chefin Micheline Calmy-Rey hätten fundamentale Meinungsverschiedenheiten bestanden. Dabei sei es um ein Angebot der Libyer für eine frühe Beilegung der Krise sowie um den Kontakt zu Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam gegangen.

Merz war im Bild

Hans-Rudolf Merz wusste bereits zu Beginn seines Bundespräsidialjahres 2009 von den Plänen für eine Befreiung der beiden Schweizer Libyen-Geiseln Max Göldi und Rachid Hamdani, schreibt die SonntagsZeitung. Merz wurde mindestens zwei Mal darüber informiert. Einmal unterrichtete ihn Altbundesrat Pascal Couchepin, als dieser Ende 2008 das Bundespräsidium an Merz übergab. Eine weitere Information erfolgte im Januar 2009 vor dem WEF in Davos. Damals wurden Treffen des Bundesrats mit Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam vorbereitet. Bislang ist man davon ausgegangen, Merz habe von den Plänen keine Kenntnis gehabt.

Ex-Bundesräte: Wechselt die Regierung aus!

Es ist ein wohl einmaliger Vorgang: Die Zerstrittenheit der Bundesräte besorgt deren Vorgänger so sehr, dass einige von ihnen jetzt sogar Rücktritte fordern. Im «Sonntag» sagt Elisabeth Kopp (73, FDP): «Es tut mir weh zu sehen, dass das Ansehen der Landesregierung bröckelt. Um wieder Einigkeit und Führung zu erlangen, müssen wir nicht das System ändern, sondern Personen auswechseln.»

Otto Stich (83, SP) sagt: «Es hängt von den Köpfen ab, ob der Bundesrat als Kollegialbehörde funktioniert oder nicht. Es ist Zeit für Erneuerungen. Es braucht einen Wechsel. Das Ziel muss sein, Persönlichkeiten im Bundesrat zu haben, die kollegial regieren wollen und können.» Stichs Befund ist eindeutig: «Nach meinem Eindruck haben wir heute keinen Bundesrat, sondern sieben Einzelmasken.»

Als «besorgniserregend» bezeichnet alt Bundesrat Rudolf Friedrich (86, FDP) den Zustand der Landesregierung. Friedrich fordert institutionelle Reformen – und neue Köpfe: «Mit den jetzigen Bundesräten wird das nicht mehr gut kommen, die Gräben sind zu tief.»

Adolf Ogi (67, SVP) wiederum warnt: «So kann das nicht weitergehen. Die Schweiz wird unregierbar!» Bundesräte würden «permanent Wahlkampf machen.» Ogi sieht Bundespräsidentin Doris Leuthard in der Pflicht: «Sie hat die Fähigkeiten, das Gremium zusammenzuhalten, hat es aber bisher nicht geschafft.»

Am Freitag traf der amtierende Bundesrat die ehemaligen Bundesräte. Von den 17 eingeladenen Ex-Magistraten, die noch leben, erschienen gemäss "Sonntag" aber nur 8: Pierre Aubert (83-jährig, SP), Flavio Cotti (70, CVP), Joseph Deiss (64, CVP), Ruth Dreifuss (70, SP), René Felber (77, SP), Arnold Koller (76, CVP), Ruth Metzler (46, CVP) und Samuel Schmid (63, BDP).

Wenn Alt- Bundesräte sich in den Medien über die Arbeit des amtierenden Rates äussern, finde ich dies schlecht. Wer zurückgetreten ist, müsste die Grösse haben, leiser zu treten. Das gilt überall. Auch Röbi Kuhn hätte nach der Niederlage unserer Nati schweigen müssen und als Vorgänger keine öffentliches Urteil mehr fällen dürfen. Dieses nachträgliche Einmischen hatte mich schon früher bei den Bundesräten Dreifuss und Stich stets gestört.

Dienstag, 22. Juni 2010

KEIN MODERNES GEMAELDE, SONDERN....

Das Öl verfärbt das Meer im Golf von Mexiko Orange

Sonntag, 20. Juni 2010

Antworttechniken - Verhalten in schwierigen Situationen

Vorbemerkung zu den bevorstehenden Fortsetzungsseminaren für obere Führungskräfte

Diese Woche haben Sie als Profi Gelegenheit, Ihre kommunikative Kompetenz zu optimieren. Wenn es um Ihr Image, Ihre Ueberzeugungskraft geht, lohnt es sich, in regelmässigen Abständen die Wirkung der eigenen Person und die Wirkung der eigenen Stimme, Argumente und Aussagen zu reflektieren. Viele Top Führungskräfte werden selten darauf aufmerksam gemacht, wenn sich bei der Alltagskommunikation Marotten eingenistet haben. Sie werden an unseren Intensivseminaren erkennen, dass Auftritte im Team, an Meetings oder Präsentationen den analogen Wahrnehmungsphänomenen unterliegen, wie sie es bei den bisherigen Medienrhetoriktrainings erlebt hatten.

Unser Ziel : Auch in Alltagssituationen adressatengerecht überzeugen. Konkret, verständlich antworten. Unfaire Rhetorik erkennen und darauf angemessen reagieren.

Links:

  1. Mit Fragen umgehen

    Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Antworttechnik.html - Cached - Similar
  2. Klug zu fragen ist oft schwieriger als klug zu antworten

    15. Dez. 2005 ... Bei allen Gesprächen könnten wir derartige Antworttechniken antizipieren. ... Den Antworttechniken werden wir uns später wieder zuwenden. www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_15/index.html - Cached - Similar
  3. Indiskrete Fragen

    27. Apr. 2007 ... Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Indiskret.html - Cached - Similar
  4. Medienkommunikation

    2. Okt. 2002 ... Erweitern von Frage - und Antworttechniken. Optimieren die Schlagfertigkeit. Situationsgrechtes Umgehen mit kritischen Gesprächspartnern. ... www.rhetorik.ch/.../Medienkommunikation.html - Cached

  1. Unredliche Methoden

    Wie man unredlichen Argumentationsmethoden begegnen kann. www.rhetorik.ch/Unredlich/Unredlich.html - Cached - Similar
    1. TTT-Formel als Lenkungstechnik

      28. Juli 2007 ... Lenkungstechniken müssen trainiert werden. Das Lesen dieses Beitrages allein genügt noch nicht. Wir sind gerne bereit, Sie im Simulator ... www.rhetorik.ch/TTT/TTT.html - Cached - Similar
    2. Mediencoaching

      Verhalten vor Mikrofon und Kamera; Unterschiede zwischen Print, Radio und Fernsehen; Das Statement, das Interview; Frage-, Antwort-. und Lenkungstechniken ... www.rhetorik.ch/Mediencoaching/Mediencoaching.html - Cached - Similar
    3. Echosignale als Gesprächslenkungstechnik

      Wenn wir nicht ausgetrickst werden wollen, lohnt es sich, die wichtigsten Lenkungstechniken (Ablenkungstechniken) zu kennen. Nur wer die rhetorischen ... www.rhetorik.ch/Echosignale/Echosignale.html - Cached - Similar
    4. rhetorik.ch aktuell: Zur Rhetorik der Fundamentalisten

      8. Apr. 2010 ... Fanatiker beherrschen Lenkungstechniken: Werden frühere Gewalttaten oder Missstände angesprochen, wird sofort das Thema gewechselt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/04_08/index.html - Cached

Freitag, 18. Juni 2010

Sie taten nur so, als hätten sie das Heu auf der gleichen Bühne

Wie haben bereits an der ominösen Pressekonferenz - an der Einigkeit vorgespielt worden war - an der Körpersprache deutlich erkannt, dass Merz und Calmy-Rey spinnefeind sind.

Heute lesen wir im blick-online:

Haben das Heu nicht auf der gleichen Bühne: Calmy-Rey und Merz. (Reuters)

Haben das Heu nicht auf der gleichen Bühne: Calmy-Rey und Merz. (Reuters)

Auslöser ist die Libyen-Affäre: Hans-Rudolf Merz soll heute Morgen ein Papier samt einem Antrag in den Bundesrat gebracht haben. In diesem erwähnte er die von der Schweiz geplante Kommando-Aktion. Laut Insider soll Merz der Aussenministerin den Vorwurf gemacht haben, man habe ihn bei seiner Reise nach Tripolis im August 2009 ins Messer laufen lassen. Micheline Calmy-Rey soll dies jedoch vehement bestritten haben. Offenbar endete die Bundesratssitzung so, dass nicht klar wurde, ob nun Calmy-Rey Merz über die Pläne informiert hat oder nicht. Über diese Auseinandersetzung wurde im Bundesrat Stillschweigen vereinbart. Bundesratssprecher André Simonazzi sagte heute vor den Bundesratsmedien lediglich, dass der Bundesrat sich über die Libyen-Affäre unterhalten habe. Aus Rücksicht auf die Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission GPK könne er dazu aber vorerst nichts sagen und wollte keine Fragen beantworten. Gut informierte Kreise in Bundesbern wollen allerdings nicht ausschliessen, dass die geplante Kommandoaktion vielleicht mit ein Grund gewesen sein könnte, dass Merz bei seinem Gang nach Tripolis scheiterte. Was man bisher nicht wusste: Ende 2008 und im April 2009 zogen Kreise im EDA und im VBS ernsthaft eine Befreiungsaktion der beiden Geiseln in Erwägung.

Blattmann hatte Einsatzbefehl bereits unterschrieben

Das Westschweizer Radio berichtet von einer geplanten Aktion im September 2009. Bundesrat Merz nahestehende Kreise, hätten erklärt, dass Micheline Calmy-Rey die Entscheidung, ein militärische Intervention vorzubereiten, alleine gefällt habe. Dem Dossier nahestehende Kreise erklärten gegenüber BLICK: Armeechef André Blattmann habe gar zweimal den Einsatzbefehl unterschrieben. Beim ersten Versuch 2008 seien die für einen Befreiungsschlag notwendigen Vorbereitungen weit fortgeschritten gewesen. Im April 2009 habe man hingegen eine Kommando-Aktion bloss geprüft. Pikantes Detail: Als Aussenministerin Calmy-Rey im Mai 2009 mit den Ehefrauen der zwei Geiseln aus Tripolis abfliegen wollte, wurde sie am Flughafen aufgehalten. Offiziell war von einem technischen Problem die Rede. Inzwischen wollen Politiker in Bern erfahren haben, dass Calmy-Rey wegen den geplanten Kommando-Aktionen aufgehalten worden sei. Der libysche Geheimdienst habe von diesen erfahren.

Nach 20 Min:

Die Anfeindungen unter den Bundesräten wegen der Planung einer Befreiungsaktion in Libyen schwelen weiter. FDP-Politiker fordert den Rücktritt Calmy-Reys.

storybild

Hat Calmy-Rey Merz während seines Libyen-Besuchs einem Risiko ausgesetzt oder hat ihr Departement nur alle Optionen geprüft? (Archivbild vom März 2010) (Bild: Keystone)

Sollte sich der Vorwurf von Finanzminister Hans-Rudolf Merz an Aussenministerin Micheline Calmy-Rey erhärten, müsse diese «als Bundesrätin zurücktreten». Das sagt FDP-Nationalrat Walter Müller gegenüber der «SonntagsZeitung».

Das SMS des Anstosses: In wessen Auftrag wurde es an die Journalisten verschickt? (Screenshot SF)

Das SMS des Anstosses: In wessen Auftrag wurde es an die Journalisten verschickt? (Screenshot SF)

Der Titel von Hansjürg Zumsteins TV-Film über die Libyen-Krise ist vieldeutig: «Die verlorene Ehre» heisst die Dokumentation, die das Schweizer Fernsehen noch am Tag von Max Göldis Landung in Kloten ZH ausstrahlte. Ist damit das libysche Regime gemeint? Oder spielt Zumstein auch auf Bundesratsmitglieder an? In Bern wurde das Werk jedenfalls mit Argusaugen betrachtet. Besonders gross ist der Ärger im EDA, dem Departement von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey (SP). Eine Schlüsselszene des Films ist die Medienkonferenz ihres Kollegen Hans-Rudolf Merz am 21. August 2009 in Bern. Der damalige Bundespräsident teilt mit, dass er mit Libyen den Vertrag zur Einsetzung eines Schiedsgerichts unterzeichnet hat. SMS während Merz-Konferenz Im selben Moment erhalten mehrere anwesende Journalisten ein SMS: «Die Direktion für Völkerrecht hat gestrigen Vertrag vor Unterzeichnung nicht gesehen» – eine Ohrfeige für den Bundespräsidenten. Der TV-Kommentator: «Absender ist Lars Knuchel, Calmy-Reys oberster Informationschef.» Dann kommt der entscheidende Satz: «Verfasst hat er es im Auftrag von ihr.» Sollte tatsächlich Calmy-Rey die SMS-Attacke auf den FDP-Bundesrat Merz in Auftrag gegeben haben, wäre das ein grober Verstoss gegen das Kollegialitätsprinzip.

Hat sie oder hat sie nicht?

Beim EDA widerspricht man Zumsteins Darstellung, die von zahlreichen Journalisten geteilt wird. Zwar sei der sachliche Inhalt des SMS mit Calmy-Rey abgesprochen; doch EDA-Sprecher Adrian Sollberger gibt nach internen Beratungen am Samstag Folgendes frei zum Druck: Es treffe nicht zu, dass die Departementschefin «den konkreten Versand von SMS mit dem Inhalt dieser offiziellen Stellungnahme angeordnet hätte». Zumstein beharrt darauf, dass sein Film korrekt sei. Er verweist auf eine EDA-Medienauskunft, in der es heisst, dass mit den SMS Medienanfragen «gemäss den Vorgaben» beantwortet worden seien – «aufgrund der länger verstrichenen Wartezeit und angesichts der grossen Zahl von Anfragen sowohl mündlich (Telefon) wie auch schriftlich (E-Mail, SMS)». Hat sie nun oder hat sie nicht? Heikel ist die Geschichte in jedem Fall: Sollte Calmy-Rey nichts von der SMS-Aktion gewusst haben, muss sie sich die Frage gefallen lassen, wie autonom ihr Kommunikationschef in politisch brisanten Situationen agieren darf.

NZZ über LA CRUELLA

Zwar hat die 64-Jährige das Image der jung gebliebenen Strahlefrau, doch in der Westschweiz nennt man sie auch «Cruella», die Grausame, nach der Figur im Trickfilm «101 Dalmatiner». Sie selber weiss: Den Namen hat sie sich nicht nur wegen ihrer Mèches eingehandelt. Sie polarisiert. Seit eh und je, bereits als Genfer Finanzdirektorin. Man hasst sie – oder man bewundert sie. Weil sie machtbewusst ist, weil sie sich durchzusetzen vermag. «Wäre sie es nicht, wäre sie nicht da, wo sie jetzt ist», verteidigt sie eine Genferin. Von Calmy-Rey selber stammen Sätze wie: «Ja, ich bin stur. Was ist falsch daran?» Oder: «Ich liebe die Macht, und ich stehe dazu.» Das kommt nicht immer gut an. Die Abneigung gewisser Männer dürfte, sagt ein Genfer Journalist, wenigstens teilweise auf chauvinistischen Reflexen beruhen. Trotzdem sind die wenigen Personen in ihrem Departement, denen Calmy-Rey vertraut, Männer: Generalsekretär Roberto Balzaretti, Staatssekretär Peter Maurer, Kommunikationschef Lars Knuchel. Weite Teile des eigenen Departements stehen mit Calmy-Rey derzeit hingegen auf Kriegsfuss. Der Unmut im diplomatischen Korps wächst, die Personalverbände der Diplomaten beklagten unlängst das schlechte Klima, konstatierten eine zunehmende Verunsicherung und einen Vertrauensverlust. Auch in der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) herrscht Verunsicherung, man vermisst eine klare Strategie – und den konkreten Nutzen der einst begrüssten Reorganisation. Zu hören ist auch, «Madame la cheffe» sei «in gewissen Dossiers beratungsresistent». Andere loben sie als führungsstark: «Es ist möglich, eine andere Meinung zu haben – man muss einfach die Stärke haben, dazu zu stehen», heisst es.

Drang zur Weltpolitik

«Ich bin eigentlich ein schüchterner Mensch», sagt Calmy-Rey über sich. Eine Schüchternheit, die sie offensichtlich zu überwinden vermag: So sang sie 2007 «Les trois cloches» in einer Sendung des Westschweizer Fernsehens. Und sie scheint auch die grossen Auftritte auf der internationalen Bühne eher zu geniessen als zu scheuen. Etwa bei der Unterzeichnung der unter Schweizer Vermittlung ausgehandelten türkisch-armenischen Protokolle im Oktober 2009 in Zürich im Kreise der Aussenminister Clinton, Lawrow, Kouchner. Es war einer ihrer grössten Erfolge der letzten Zeit, nebst der erfolgreichen Kandidatur von Joseph Deiss als Vorsitzender der Uno-Generalversammlung und der Ausrichtung des Frankofoniegipfels im Herbst.

Umstritten ist hingegen ihre Iran-Politik, wo ihr zu geringe Distanz zu den Mullahs vorgeworfen wird. Ähnliches gilt für ihre Nahostpolitik. Und die von Calmy-Rey medial inszenierte Lancierung des Global Humanitarian Forum mit Kofi Annan endete heuer faktisch in einer Bankrott-Erklärung.

Oft wird kritisiert, Calmy-Reys Vorliebe für Dossiers der Weltpolitik diene vorab der eigenen Profilierung. Martine-Brunschwig Graf, liberale Gegenspielerin aus Genf, attestiert der Aussenministerin aber: «Ich bin sicher, dass sie etwas für die Schweiz erreichen will. Ob es politisch das Richtige ist, ist eine andere Frage.» Kein Zweifel, Calmy-Rey ist Patriotin: Klingelt ihr Handy, ertönt die Nationalhymne.

Im Moment dürfte sie oft ertönen: In Bern jagen sich neue Gerüchte über Calmy-Reys Rolle in der Libyenkrise. Nachdem sie Anfang Woche von ihrem spanischen Freund Moratinos auf der internationalen Bühne mit Applaus bedacht wurde, spielt sie nun wieder die Hauptrolle im Provinztheater.

Antworttechniken

Verhalten in schwierigen Situationen

Unterlagen zu den Fortgesetztenseminaren

Links:

  1. Mit Fragen umgehen

    Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Antworttechnik.html - Cached - Similar
  2. Klug zu fragen ist oft schwieriger als klug zu antworten

    15. Dez. 2005 ... Bei allen Gesprächen könnten wir derartige Antworttechniken antizipieren. ... Den Antworttechniken werden wir uns später wieder zuwenden. www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_15/index.html - Cached - Similar
  3. Indiskrete Fragen

    27. Apr. 2007 ... Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Indiskret.html - Cached - Similar
  4. Medienkommunikation

    2. Okt. 2002 ... Erweitern von Frage - und Antworttechniken. Optimieren die Schlagfertigkeit. Situationsgrechtes Umgehen mit kritischen Gesprächspartnern. ... www.rhetorik.ch/.../Medienkommunikation.html - Cached

  1. Unredliche Methoden

    Wie man unredlichen Argumentationsmethoden begegnen kann. www.rhetorik.ch/Unredlich/Unredlich.html - Cached - Similar
    1. TTT-Formel als Lenkungstechnik

      28. Juli 2007 ... Lenkungstechniken müssen trainiert werden. Das Lesen dieses Beitrages allein genügt noch nicht. Wir sind gerne bereit, Sie im Simulator ... www.rhetorik.ch/TTT/TTT.html - Cached - Similar
    2. Mediencoaching

      Verhalten vor Mikrofon und Kamera; Unterschiede zwischen Print, Radio und Fernsehen; Das Statement, das Interview; Frage-, Antwort-. und Lenkungstechniken ... www.rhetorik.ch/Mediencoaching/Mediencoaching.html - Cached - Similar
    3. Echosignale als Gesprächslenkungstechnik

      Wenn wir nicht ausgetrickst werden wollen, lohnt es sich, die wichtigsten Lenkungstechniken (Ablenkungstechniken) zu kennen. Nur wer die rhetorischen ... www.rhetorik.ch/Echosignale/Echosignale.html - Cached - Similar
    4. rhetorik.ch aktuell: Zur Rhetorik der Fundamentalisten

      8. Apr. 2010 ... Fanatiker beherrschen Lenkungstechniken: Werden frühere Gewalttaten oder Missstände angesprochen, wird sofort das Thema gewechselt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/04_08/index.html - Cached

Mittwoch, 16. Juni 2010

IN SCHWIERIGEN GESPRAECHSITUATIONEN UEBERZEUGEN

Schwierige Gesprächsituationen

Es lohnt sich, schwierige Situationen zu simulieren und sich in einem fachgerechten Coaching mit den gewünschten Situationen vor der Kamera ... www.rhetorik.ch/Gespraech/Gespraech.html - Cached - Similar

Wer in schwierigen Situationen überzeugen will, muss zuerst an sich arbeiten und vor allem die Wahrnehmungsfähigkeit schulen. Er muss die wichtigsten Bausteine der angewandten Rhetorik sowie die eigenen Stärken und Mängel kennen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Hintergrundinformationen für das Seminar dieser Woche

bleibt auf dem Blog stehen zur nachträglichen Vertiefung.

Kommunikation- konkret im Alltag

AUS DER PRAXIS FUER DIE PRAXIS

Wie wirke ich?

Wie überzeuge ich?

von Marcus Knill

Die meisten Menschen interessiert es zu erfahren, wie sie auf andere wirken. Sie möchten vor allem wissen, was ausschlaggebend ist, um andere Personen zu überzeugen.

ZUR WIRKUNG DER PERSOENLICHKEIT

Wer sich mit den Phänomenen der Menschenkenntnis auseinandersetzt, merkt rasch, dass unser BILD (IMAGE), das wir vermitteln, mit vielen Missverständnissen gekoppelt ist.

GESCHICHTE PAPAGEI:

Jemand wollte ein einer Zoohandlung einen Papagei kaufen.

"Dieser schöne bunte Vogel kostet 300.-- Fr.", sagte die Verkäuferin.

"Und der kleinere dort?"

"Der kostet 600.--!"

"Weshalb ist er so viel teurer?", wollte der Käufer wissen.

"Er kann schon Worte nachsprechen."

"Was kostet dann der farblose, Papagei dort hinten, dem einige Federn fehlen?"

"Der kostet 5000.-- Fr!"

"Weshalb?"

"Alle sagen ihm CHEF."

FAZIT: Der Ruf (die Marke) ist auch bei Menschen ausschlaggebend.

LINKS (rhetorik.ch):

1. Menschenkenntnis

Obwohl es keine eindeutigen Dechiffrierlisten gibt, ist es oft möglich, Menschen zu durchschauen. Wer Menschen "durchschauen" will, ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html - Cached - Similar

2. Ist Menschenkenntnis lernbar?

10. Aug. 2000 ... Selbsterkenntnis als Schlüssel zur Menschenkenntnis · Menschen durchschauen - ist dies möglich? Pseudopsychologie ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html - Cached - Similar

3. rhetorik.ch aktuell: Selbsterkenntnis als Schlüssel zur ...

Menschen durchschauen · Ist Menschenkenntnis erlernbar ... Die Fähigkeit andere Menschen zu "erkennen" beginnt bei der Selbstwahrnehmung. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_26/index.html - Cached - Similar

Zum ersten Eindruck

LINKS (rhetorik.ch):

1. Wahr-nehmen oder Falsch-nehmen

1. Der erste Eindruck. Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale Rolle. Der erste Eindruck kann trügen, ... www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html - Cached - Similar

2. Erster Eindruck

15. März 2007 ... In der Fachliteratur wird der erste Eindruck unterschiedlich thematisiert. Es gibt Autoren, die messen ihm keine grosse Bedeutung bei. ... www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html - Cached - Similar

Experten urteilen beim ersten Eindruck oft einseitig.

rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

18. Okt. 2009 ... Aktuell Artikel · Artikel Inhaltsverzeichnis, Suche in Rhetorik.ch: www.rhetorik.ch aktuell: (18. Okt, 2009). Image schlägt Fakten ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/index.html -Cached

  1. Erkenntnis: Das Image, das Ansehen einer Person beeinflusst unserer Wertschätzung. Deshalb legen Firmen und Politiker sehr viel Wert auf ihren Ruf.

Wir lassen uns zwangsläufig von Aeusserlichkeiten (Kleidung, Frisur, Attributen), vom Ruf, vom Vorwissen usw. beeinflussen. Ein bekannter PR-Berater erklärte, Stadtratskandidat Zweifel sei bei den Zürcher Wahlen nicht wählbar, weil er lange Haare habe.

LINKS aus rhetorik.ch:

1. rhetorik.ch aktuell: Der Blickwinkel beeinflusst

1. Febr. 2010 ... Das Bild ist eine Allegorie für die Tatsache, dass die eigene Haltung von rechts oder links beeinflusst werden kann. Je nach Blickwinkeln ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_01/index.html - Cached

2. rhetorik.ch aktuell: Der Regina Dugan Test

9. Febr. 2010 ... Der Regina Dugan's Test wird von Peter Lee demonstriert. Dem Zuschauer wird für 5 Sekunden ein Bild mit farbigen Punkten gezeigt, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_09/index.html

Im Alltag lohnt sich, die Wirkung einer Person auf das Gegenüber nicht nur auf Grund EINES Aspektes zu beurteilen, sondern sie ganzheitlich zu betrachten.

==> Ein Stimmanalytiker kann mit einer Stimmanalyse wichtige Aspekte bewusst machen.

Ein Phoniater erklärte mir während des Studiums, wie er mit Stimmanalysen versucht, herauszufinden, ob jemand lügt.

==> Ein professioneller Graphologe überraschte mich mit seinen präzisen Analysen einzelner Schriftbilder.

==> Kinesik Spezialist Samy Molcho ist fähig, aus dem Verhalten einer Person Erstaunliches ablesen.

LINKS (aus rhetorik.ch):

Pseudopsychologie

Pseudopsychologie. ... Auf dieser Seite finden Sie ein Beispiel einer fragwürdigen Pseudopsychologie. Vergleichen Sie die Artikel: ... www.rhetorik.ch/Pseudopsychologie/Pseudopsychologie1.html -Cached

Ich lernte im Laufe der Jahre zahlreiche Spezialisten kennen, die sich mit der Wirkung der Mitmenschen auseinandergesetzt haben.

==> Ein NLP Spezialist (NLP =Neurolingustisches Programmieren) entlarvte in einem Seminar das Gegenüber an den Augenstellungen und versuchte zu prognostizieren, was die jeweilige Person tatsächlich dachte.

==> Es gibt Wahrseher, die beispielsweise erklären, aus einem Signal der Körper- und Gesichtsform usw. das Gegenüber zu entlarven.

Auf dem Markt finden wir zahlreiche Bücher, die beschreiben, wie körpersprachliche Signale punktgenau interpretiert werden können.

==> Ich kenne Personalchefs, die aus dem Vokabular eines Interviews mehr herauskristallisierten können, als der Bewerber eigenlich von sich preisgeben wollte.

==> In einer Grossbank wurde das obere Kader nach dem DISG Modell in Farbtypen eingeteilt.

- D (dominant ROT)

- I (initiativ ORANGE)

- S (stetig GRUEN)

- G (gewissenhaft BLAU)

Das Kader musste Kurse besuchen, um sich selbst und die Mitarbeiter nach diesem Modell einzuschätzen um daraus erworbene Verhaltenstipps im Job anzuwenden. Die Umsetzung dieses Rasters kostete die Bank viel Zeit und Geld. Es erstaunte mich: Diese einfache Methode wurde von vielen Mitarbeitern geschätzt. Denn sie glaubten nun zu wissen, wie man das Gegenüber behandeln kann. Weil sich die meisten Menschen nach einfachen und eindeutigen Zuordnungen sehnen, werden derartige rezeptorientierten Anleitungen geschätzt.

Aus langjähriger Erfahrung habe ich gelernt, dass solche punktuellen Erkenntnisse unter Umständen richtig sein können. Doch sind es immer nur Teilerkenntnisse. Ein einzelner Mosaikstein vermittelt aber noch kein schlüssiges Gesamtbild.

Im Laufe der Jahre wurde mir bewusst: Alle punktuellen Versuche, hinter die Fassade eines Menschen zu sehen, genügen leider noch nicht. Wer Menschen tiefgründiger erkennen will, benötigt einen

GANZHEITLICHEN Ansatz.

Wir benötigen verschiedenen Steine, um ein Gesamtbild zu erkennen. Ich versuche deshalb als Coach, Menschen bewusst ganzheitlich (holistisch) zu analysieren.

Erst dank verschiedenster Mosaiksteine wird es möglich, uns der "Wahrheit" anzunähern.

Alle punktuellen Methoden auch wenn sie als taugliche Mittel angepriesen werden- genügen leider noch nicht, um unser Gegenüber richtig einzuschätzen.

Die Wirkung einer Person bestimmen übrigens nicht Experten, sondern das Publikum.

Wir haben alle seit unserer Kindheit eine "Ausbildung" im Lesen der Körpersignale

Jeder Mensch verfügt daher über eine jahrelange Erfahrung. Das sind wir uns zu wenig bewusst.

Ich wage zu behaupten: Wir alle sind im Grunde genommen Profis und haben seit früher Kindheit an gelernt , die Signale unserer Mitmenschen (Eltern, Geschwister, Kollegen) zu entziffern. Das geschieht weder mit Tabellen, noch theoretisch, sondern vielmehr über die Intuition. Leider ist diese natürlich erworbene Wahrnehmungsfähigkeit vielfach verschüttet. Wir müssten lediglich unsere Sinne d.h. unsere Wahrnehmungsfähigkeit ständig nutzen und stärken.

ZUR WIRKUNG:

DIE EINSTELLUNG IST AUSSCHLAGGEBEND

Zum Zauberwort: EINSTELLUNG

Ein Beispiel aus der Praxis

  1. Es sollte eine Medienkonferenz werden, die Einigkeit und Geschlossenheit signalisiert. Doch das Verhalten der Akteure sagt mehr als die abgelesenen Worte. Die dunkeln Farben, die Spannung in der Muskulatur, die Blicke und das gespielte Lächeln müssen nicht kommentiert werden.

  2. Gedanken lesen fällt nicht schwer!
  3. (Bildquelle Blick)

    Man braucht kein Samy Molcho zu sein, um zu sehen, wie es hinsichtlich Beziehungsebenen zwischen den beiden Ministern bestellt ist. Der Körper kann nicht lügen. Die Auseinandersetzung mit dem fragwürdigen SMS von Calmy - Rey , das grosse Zerwürfnis - trotz Entschuldigung der Aussenministerin - ist den beiden Kontrahenten nicht nur ins Gesicht geschrieben. Wer glaubt, man könne Risse in der Beziehungsebene rasch kitten, täuscht sich. Es gibt keinen Seelenkleber , der hilft, wenn auf der Beziehungsebene zu viel Geschirr zerschlagen worden wurde.

    Beobachtungsübung: Beschreiben Sie den Gesichtsausdruck, die Haltung und formulieren Sie, wie die zwei Akteure auf Sie gewirkt haben.

    FAZIT: DIE EINSTELLUNG WIRKT SICH ZWANGSLAEUFIG AUF DIE KOERPERSPRACHE AUS. FOLGLICH..........

  4. DER KOERPER VERRAET IMMER DIE EINSTELLUNG DER AKTEURE.
  5. DIE BUNDESRAETE KONNTEN DIE MISSTIMMUNG NICHT UEBERTUENCHEN, UND SO TUN, ALS SEI MAN EIN HERZ UND EINE SEELE

Bei der Einstellung geht es um unsere innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt auch die Stimme mit der jeweiligen Stimmung überein.Der der Körper sendet automatisch jene Signale, die unsere Einstellung hervorruft.

Ueberzeugen durch verEINfachen

AUSSAGEN UND ARGUMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN

Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation

Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement

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Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen

Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen bei Unternehmen.
Eine Kernbotschaft
So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
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Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass alle Sie verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen Sie nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer Person länger als 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild. Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren zu können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig. Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig Eindruck hinterlassen.
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