Montag, 2. November 2009

Zur Medienschelte des Bundespräsidenten Merz

Ich zitiere einen Politologen im Blick:

Politologe Lukas Golder hat Verständnis für Merz – aber auch für die Kritik an ihm.

Merz beschwert sich, dass die Journalisten nur kritisierten, aber keine Vorschläge lieferten, wie die Geiseln heimzuholen wären. Wäre das denn Aufgabe der Medien?

Früher galt die Überwachung der Politik als zentrale Aufgabe der Presse, eigene Vorschläge wurden von ihr nicht erwartet. Doch in den letzten Jahren sind die Zeitungen eigenständiger und politischer geworden. Ein Beispiel: Samuel Schmid musste harsche Kritik für seine Politik im VBS einstecken – gleichzeitig haben aber auch viele Medien konstruktive Vorschläge gemacht, wie die Armee zu reformieren wäre. In der Libyen-Frage ist das schwieriger, weil die Regierung in der Aussenpolitik freie Hand haben sollte. Eine zentrale Anregung der Medien gilt aber nach wie vor: Merz sollte besser kommunizieren.

Merz ist stark in der Defensive, weil immer neue, für ihn unangenehme Details auftauchen. Hat er denn «nur» ein Kommunikationsproblem?

Die Rolle von Merz muss sicher kritisch diskutiert werden: Er inszenierte sich schnell als Weisser Ritter und Macher, steht nun aber nur als Ankündigungsminister da. Diplomatie wird heute immer stärker zu einem öffentlichen Prozess. Da kann es sinnvoll sein, die Medien einzuspannen – etwa um Druck auf den Verhandlungspartner zu erzeugen. Aber dafür muss man strategisch denken können und zum richtigen Zeitpunkt das Richtige kommunizieren. Merz hätte besser einige Tage mit seiner Medienoffensive zugewartet. Mit seinem Kniefall vor Gaddafi hat er zudem grosse Erwartungen geweckt, die er nie erfüllen konnte.

Bei einigen Politikern gelten die Medien als Sündenböcke: Nur wegen der aufgeregten Berichterstattung seien die Geiseln noch nicht frei. Müssen die Medien Selbstzensur üben?

Nicht in jedem Fall überwiegen das öffentliche Interesse und der Wunsch nach Transparenz. Gerade in der Aussenpolitik ist Diskretion oft zentral. Es geht zwischen Ländern ähnlich wie im Schweizer Bundesrat darum, Kompromisse in schwierigen Sachfragen zu finden ohne dass jemand öffentlich das Gesicht verliert. Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass die Interessen der festgehaltenen Schweizer in den Medien wie im Fall der Veröffentlichung von Polizeifotos von Hannibal Gaddafi höher gewichtet werden. Und manchmal, dass durch die massive personalisierte Kritik an Hans-Rudolf Merz nicht noch der Bundespräsident indirekt zur dritten Geisel von Libyen wird.

Kommentar: Politologe Golder bestätigt erfreulicherweise unsere bisherigen Analysen:

Die Kommunikation lässt zu wünschen übrig.

Es lohnt sich, Medien als Partner zu behandeln

Bei der Aussenpolitik ist Diskretion zentral.

Was Bundesrat Merz nicht gelernt hat: Dann zu reden, wenn reden angesagt ist und dann zu schweigen, wenn schweigen angesagt ist.

Das unglückliche Komunikationsmangement hat dem Image des Bundesrates Merz gewaltig geschadet.

Was ist mit Merz los?

Die Journalisten würden davon leben, ihn fertigzumachen, beklagte sich Bundespräsident Hans-Rudolf Merz (FDP, 66) laut «Mittelland-Zeitung» gegenüber einem Journalisten des Blatts. Auf Fragen zur Libyen-Affäre habe Merz wütend zurückgegeben: «Das ist wie eine Inquisition.» Und vor allem: Merz zeigte sich einmal mehr uneinsichtig. Niemand habe ihm bisher in der Libyen-Affäre «einen Fehler nachweisen können». Keinen Fehler? Hat Merz nicht im Alleingang den Kniefall-Vertrag von Tripolis unterschrieben? Ist er nicht ohne die zwei Geiseln nach Hause geflogen? Sind sie nicht noch immer in der Gewalt von Gaddafi? Merz redet sich immer tiefer ins Elend. Und produzierte schon wieder einen Alleingang. Radio DRS brachte gestern aus (2.11.): Die Ankündigung von Merz im letzten SonntagsBlick,

dass die Verhandlungen für das Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien sistiert würden, war ein weiterer Sololauf.

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Merz hat die Sistierung noch gar nicht dem Bundesrat vorgelegt! Sie ist nicht abgesprochen. Merz habe das am Wochenende im Interview zum ersten Mal gesagt, zitiert das Radio den Bundesratssprecher André Simonazzi. Nicht mal das eigene Departement war informiert. «Solche Sololäufe schwächen die ganze Regierung und insgesamt auch unser Land», sagte Ständerätin Simonetta Sommaruga. Was ist mit diesem Mann los? Das fragt sich längst auch seine Partei, die FDP. «Ich bin froh, wenn das Jahr zu Ende ist», sagt FDP-Ständerätin Christine Egerszegi. Will heissen, wenn das Präsidialjahr von Merz zu Ende ist. Er mache sich «langsam Sorgen», sagte FDP-Nationalrat Philippe Müller im Radio. Zu den Sololäufen müsse jetzt Merz selbst, aber auch der Gesamtbundesrat klar Stellung nehmen, fordert Müller. Merz zur Einsicht bringen könnte kraft seines Amtes am ehesten FDP-Präsident Fulvio Pelli. Aber der stellt sich noch immer demonstrativ hinter ihn. Pelli sagte gestern «Tagesanzeiger.ch»: «Herr Merz ist keine Belastung.» Doch wer stoppt Merz dann? Von links bis rechts gibt es kaum noch Politiker, die nicht hoffen, dass Merz bald zurücktritt. Im eigenen Interesse und in dem des Landes. «Er wird immer mehr zur tragischen Figur», sagt ein FDP-Mann.

(Quelle Blick-online)

JUGENDGEWALT

Wie lange noch müssen wir dies einfach so hinnehmen?

Aus 20 Min:

15-Jähriger bei Überfall verletzt

Einem 15-Jährigen sind bei einem Raubüberfall im Zürcher Kreis 5 zwei Zähne ausgeschlagen worden.

Das spätere Opfer war gemeinsam mit einem Kollegen auf dem Nachhauseweg, als ihnen drei junge Männer entgegen kamen. Plötzlich nahm einer der Unbekannten den Schweizer in den Schwitzkasten und verlangte Geld.

Als er dieses nicht erhielt, schlug er mit der Faust ins Gesicht des Jugendlichen. Dieser konnte sich aus der Umklammerung befreien und flüchten. Er musste zur Behandlung aber ins Spital.

(ap) Am gleichenTag (Quelle Tagi):

Prügelei in Niederhasli: «Der Fall ist einzigartig in seiner Brutalität»

Vor den Augen seiner Kinder ist ein 42-jähriger Fussgänger in Niederhasli von einem unbekannten Mofafahrer spitalreif geschlagen worden.

Ort des Verbrechens: Hier wurde der Familienvater niedergeschlagen. (Bild: Stefan Hohler /TA)

Ort des Verbrechens: Hier wurde der Familienvater niedergeschlagen. (Bild: Stefan Hohler /TA)

Brunnenweg, Niederhasli

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Der 42-jährige Mann ging um 17.30 Uhr mit seinen beiden Kindern durch die Fussgängerzone in Niederhasli. Als ihnen ein mit zwei Burschen besetztes Mofa entgegenkam, forderte er den Lenker mit Handzeichen auf, langsamer zu fahren.

Der schwarz gekleidete Mofafahrer hielt an, und der Mann sprach ihn auf seine Fahrweise an. Der Jugendliche schlug ihn daraufhin unvermittelt so kräftig ins Gesicht, dass der Mann das Bewusstsein verlor und zu Boden stürzte.

Mit Fäusten und Tritten traktiert

Dann traktierte er den wehrlosen Verletzten vor den Augen von dessen Kindern mit Fäusten und Füssen weiter, wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte. Anschliessend stiegen die Jugendlichen wieder aufs Mofa und fuhren davon.

Mit starken Kopf- und Brustprellungen sowie Zahnverletzungen musste der 42-Jährige in ein Spital gebracht werden. Laut Angaben von Polizeisprecher Martin Sorg war er ansprechbar, musste aber sicher bis Montagmittag noch im Spital bleiben.

Über die genauen Hintergründe, die zur Tat führten, konnte Sorg keine Auskunft geben. «Der Fall ist aber einzigartig in seiner Brutalität», so Sorg. Wie in solchen Fällen üblich, bekommen die Angehörigen der Opfer von der Polizei Informationen, wo sie professionelle Hilfe erhalten können. Auf Wunsch können sich die Geschädigten dann mit diesen Institutionen in Verbindung setzen.

Zeugenaufruf:

Der Schläger trug schwarze Kleider, einen Kapuzenpullover und einen schwarzen Helm mit weisser Musterung. Er lenkte ein schwarzes Mofa. Personen, welche zur Identität des Mofafahrers oder seines Begleiters sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

(tif/se/sda)

Kommentar: Wenn Jugendliche nicht gelernt haben, sich an Spielregeln zu halten und sie sich leisten können, sich mit Gewalt Unangenehmes sofort ab zu reagieren , müsste sich unsere Gesellschaft überlegen, wie dies so weit kommen konnte.

Nachtrag (Blick):

Ganz Niederhasli hat den Töffli-Schläger gejagt – erfolgreich. «Die Täterbeschreibung war so detailliert, dass heute ein Tatverdächtiger verhaftet werden konnte», sagt der Sprecher der Kantonspolizei Zürich Martin Sorg zu Blick.ch. Täter: Ein 15-jähriger Serbe Bei dem Verhafteten handelt es ich um einen 15-jährigen Serben, der in Dielsdorf wohnt. «Geschnappt wurde er allerdings in Niederhasli», so Sorg. Der Beifahrer des Töffli-Schlägers, ein 17-jähriger Schweizer, konnte ebenfalls verhaftet werden.

Kommentar: Zum Reifeprozess Jugendlicher gehört auch der Umgang mit Kritik, mit Frust, mit Stress, mit Belastungen. Sich Beherrschen zu lernen oder das Gegenüber zu achten, muss genau so gelernt werden, wie lesen und schreiben.

Nachtrag 10. Nov (20 Min):

Luterbach SO

Blutig geprügelt - am helllichten Tag

Blutige Attacke am Mittag: Zwei unbekannte haben im solothurnischen Luterbach einen 20-Jährigen niedergeprügelt. Das Opfer musste mit Schürfungen und einer Hirnerschütterung im Spital behandelt werden

November 09

Es geht unvermindert weiter:

22.11.09; 13:29

Basel

Brutales Schläger-Quartett prügelt Paar spitalreif

Nach einem brutalen nächtlichen Angriff auf offener Strasse im Kleinbasel ist ein Paar mit Knochenbrüchen ins Spital gebracht worden. Vier junge Schweizer wurden als Tatverdächtige verhaftet.

Der 53-jährige Mann und seine 55-jährige Lebenspartnerin waren in der Nacht auf Samstag um halb fünf Uhr früh in der Rebgasse auf dem Heimweg, als plötzlich die vier Männer daherkamen und auf den Mann einprügelten. Der 53-Jährige wurde von hinten zu Boden geschlagen und in Bauch und Gesicht getreten.

Mehrere Knochenbrüche

Als seine Begleiterin entsetzt zu schreien begann, schlug ihr einer ins Genick. Sie schützte ihr Gesicht mit den Händen und bekam dann einen Fusstritt auf Brusthöhe. Dabei wurden ihr mehrere Rippen gebrochen. Ihr Partner erlitt einen Armbruch und einen Kopfschwartenriss.

Ein Strassenwischer, der den Angriff zufällig während seiner Arbeit beobachtete, alarmierte die Polizei. Diese nahm in der Folge vier Schweizer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren fest. Das Quartett wird dem Haftrichter zugeführt, wie es weiter hiess; Ermittlungen laufen.

Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft ist noch kein Motiv erkennbar; zwischen Opfern und Tätern bestehe keine offensichtliche Verbindung. Ob die Täter betrunken oder unter Drogen waren, sei unklar. Einer wohne im Stadtkanton, die drei anderen im stadtnahen Baselbiet.

Die Behörden suchen Zeugen sowie allfällige weitere Opfer - möglicherweise hat das Quartett noch mehr auf dem Kerbholz: Vor diesem Angriff habe ein anderer Strassenwischer eine Schlägerei bei der Theodorsanlage beobachtet, bei der ein Mann niedergeschlagen worden und blutend davon gelaufen sei.

NAchtrag 20 Min 17.12.09

Effretikon ZH

Ein Schwerverletzter bei Schülerstreit

Eine erste Auseinandersetzung zweier Schüler auf einem Pausenplatz in Effretikon (ZH) konnte noch von Mitschülern gestoppt werden. Doch auf dem Heimweg kam es erneut zu einer Schlägerei, die tragisch endete.

Interaktiv-Box

Bereits am Vormittag kam es auf dem Schulareal zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 14-jährigen Schweizer und einem 15-jährigen Mazedonier, die von Mitschülern unterbunden werden konnte. Auf dem Heimweg gerieten die beiden Kontrahenten wieder aneinander, sie die Kantonspolizei Zürich mitteilt.

Dabei versetzte der 14-Jährige seinem Widersacher einen Schlag gegen Kopf, sodass dieser zu Boden ging und regungslos liegen blieb. Mit schweren Kopfverletzungen musste er mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden. Die Polizisten verhafteten den jungen Schweizer kurz nach der Tat an seinem Wohnort.

Nicht geschieht - Wird die Jugendgewalt einfach zur Selbstverständlichkeit? - Es geht in gleichen Manier weiter (Blick, 20 12.09):

Messerstecherei in Basel

Doch damit nicht genug, bei verschiedenen Auseinandersetzungen wurden am Wochenende zudem drei junge Männer zum Teil erheblich verletzt. Auf dem Barfüsserplatz in Basel rammten unbekannte Messerstecher einem 17-Jährigen Schweizer ein Messer in den Rücken. Der Bursche wurde unter anderem an der Lunge verletzt. Hintergrund der Tat in Basel war ein heftiger Streit zwischen zwei Gruppen von jungen Leuten in der Nacht auf heute, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Die fünf bis sieben Angreifer – zwei von ihnen waren Frauen – entfernten sich nach dem Stich sofort. Die Begleiter des Verletzten alarmierten die Sanität, weil der Verletzte zu schwach war, um zu Fuss mit in die Notfallstation zu gehen. Die Retter brachten ihn sofort ins Spital und alarmierten die Polizei.

Messerstecherei in Basel

Doch damit nicht genug, bei verschiedenen Auseinandersetzungen wurden am Wochenende zudem drei junge Männer zum Teil erheblich verletzt. Auf dem Barfüsserplatz in Basel rammten unbekannte Messerstecher einem 17-Jährigen Schweizer ein Messer in den Rücken. Der Bursche wurde unter anderem an der Lunge verletzt. Hintergrund der Tat in Basel war ein heftiger Streit zwischen zwei Gruppen von jungen Leuten in der Nacht auf heute, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Die fünf bis sieben Angreifer – zwei von ihnen waren Frauen – entfernten sich nach dem Stich sofort. Die Begleiter des Verletzten alarmierten die Sanität, weil der Verletzte zu schwach war, um zu Fuss mit in die Notfallstation zu gehen. Die Retter brachten ihn sofort ins Spital und alarmierten die Polizei.

Schlägerei am Bahnhof Sargans

In Sargans SG griff ein dunkelhäutiger junger Mann nach Angaben der Polizei in der Nacht auf Samstag zwei 19-Jährige an, die aus einem Zug gestiegen waren. Die beiden wollten eine Konfrontation vermeiden und liefen deshalb in Richtung Busbahnhof davon. Mehrere Personen verfolgten sie aber und holten sie schliesslich ein. Nachdem sie die zwei Opfer mit den Fäusten geschlagen hatten, flüchteten die Angreifer in unbekannte Richtung. Die Geschlagenen mussten sich im Spital behandeln lassen. (SDA)

Sonntag, 1. November 2009

Auftritt in der Oeffentlichkeit

Aus der Praxis für die Praxis

Wichtige Hinweise im "Umgang mit Medien und Journalisten"

Der rote Faden zu meinem Beitrag an der Veranstaltung vom 5.11.09

Zur Einstimmung folgender Beitrag ( LINKS):

Kommunikation und Medien

Umgang mit den Medien - 10 Tipps. 1. Journalistinnen und Journalisten sind Ihre Partner, nicht Ihre Feinde. Das heisst aber nicht, dass Sie Ihre Freunde ... www.rhetorik.ch/Medien/Medien.html - Cached - Similar

Oeffentliche Auftritte

Öffentliche Auftritte. von Marcus Knill. 1. Vorbereitung ... 2. Kurz vor dem Auftritt. Sich lockern. ... 3. Beim Auftritt. Keine Nebengedanken. ... www.rhetorik.ch/OeffentlicheAuftritte/OeffentlicheAuftritte.html - Cached - Similar

Öffentliche Auftritte

von Marcus Knill

Medienauftritte

7. Juni 2003 ... Medien, Medienauftritte, Auftreten, Medienauftritt, Interview, Vortrag, ... Ich coache seit Jahren Spitzensportler für die Oympiaden im ... www.rhetorik.ch/Medienauftritt/Medienauftritt.html - 16k - Cached - Similar pages

********************

Beantworten Sie folgende Fragen:

Das Telefon kingelt. Ein Journalist meldet sich und will von Ihnen eine Auskunft über PS.

Wie verhalten Sie sich?

- Kennen Sie das Kommunikationskonzept Ihrer Institution?

- Können Sie die Telefonnummern der Informationsverantwortlichen sofort abrufen?

************************

Falls Sie Auskunft geben müssen:

UEBERZEUGEN DURCH.....

Sie ueberzeugen, wenn Sie

* sich natürlich, situationsgerecht verhalten (kein Theater spielen)

* überlegen vor dem Sprechen (denken, dann sprechen!)

* Gefühle nicht ausklammern

* nicht an die Mimik und Gestik denken

* sich verständlich ausdrücken

* eine EINFACHE SPRACHE wählen

* EINEN KERNGEDANKEN (EIN ARGUMENT, EINE ANTWORT) mit einem BILD, einer ERZAEHLUNG, einer GESCHICHTE koppeln

Sie werden abgelehnt, wenn Sie

* sich künstlich und affektiert verhalten

* während des Sprechens an sich denken

* die Emotionen kontrollieren

* Theater spielen

* eine Spachebene wählen, die nicht zur Situation passt

* zu lange reden oder zu kompliziert, zu abstrakt und zu vage formulieren

* zu perfekt sind

Sie überzeugen vor allem durch Ihre Person. Erst in zweiter Linie interessiert sich das Publikum oder Ihr Gegenüber für den Inhalt. Dies klingt zwar hart, trifft aber zu.

Ein Redner, der sich nicht "verkaufen" kann, besser: Der nicht zu sich steht (seine Schwächen und Stärken nicht kennt), der nicht "im Lot ist", der überzeugt nicht, selbst dann, wenn er die besten Argumente auf seiner Seite hat.

Oder umgekehrt: Jemand, der beim Publikum ankommt, kann sich sogar erlauben, einmal etwas schwächere Argumente vorzubringen. Weil man die Person sympathisch findet, fällt es schwerer, sich der Argumentation zu verschliessen.

LINKS:

rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

Sowohl die Person als auch die Präsentation beeinflusst den Inhalt wesentlich. Fakten werden durch die Person oder die Darstellung gefärbt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/ - Cached - Similar

WICHTIGE ERKENNTISSE AUS DER PRAXIS:

Das Antizipieren (Wir können die meisten Fragen gedanklich vorbereiten)

Achtsamkeit, das heisst: Sich auf ETWAS 100%ig konzentrieren können

Ich wiederhole bewusst:

- Natürlich bleiben (authentisch bleiben - trotz ungewohnter Umgebung)

- EIN-fach reden, EIN-deutig antworten

- Narrative Rhetorik nutzen (EIN persönliches Erlebnis, EINEN Fall, EINE Geschichten oder EIN Beispiel erzählen)

FAZIT:

Sie müssen wissen,

- wie Journalisten arbeiten

- wie Sie sich bei Medienanfragen verhalten müssen

- dass jeder Medienauftritt eine Chance ist

- Dass Medienauftritte geübt werden müssen

*************************

Zur Vertiefung der Thematik:

Selbstmanagement

Selbstmanagement. ... Selbstmanagement. von Marcus Knill. "Selbst" - ein Schlüsselwort der Kommmunikation", Handelszeitung, 29. Oktober - 4. ... www.rhetorik.ch/Selbst/Selbst.html -Cached - Similar
  1. Medienkommunikation

    2. Okt. 2002 ... Medienkommunikation ist lernbar. von Marcus Knill. Der Umgang mit elektronischen Medien kann im Mediensimulator gelernt werden. ... www.rhetorik.ch/Medienkommunikation/Medienkommunikation.html - Cached - Similar
  2. Medienkommunikation Positionierung

    5. Juni 2007 ... Medienkommunikation. von Marcus Knill. Positionierung. Führungsperson werden Sie in der Informationsgesellschaft immer häufiger persönlich ... www.rhetorik.ch/Medienkommunikation/Medienkommunikation1.html - Cached - Similar

Medienauftritte

7. Juni 2003 ... Medientraining - eine Selbstverständlichkeit ... Medientraining ist nicht dazu da, Ihre Persönlichkeit zu verfremden. Im Gegenteil: ... www.rhetorik.ch/Medienauftritt/Medienauftritt.html - Cached - Similar
  1. 10 Gebote der Medienrhetorik

    10 Gebote der Medienrhetorik. ... 10) Konkret, bildhaft und mit Beispielen reden. Nicht nebulös und abstrakt formulieren. ... www.rhetorik.ch/Medienrhetorik/10Gebote.html - Cached - Similar
  2. 10 Gebote für guten Journalismus

    15. Mai 2005 ... Der Deutsche Bundespräsident Johannes Rau trug Anfang Juni 2004 bei der Jahrestagung des "Netzwerks Recherche" zehn Gebote für guten ... www.rhetorik.ch/Journalistengebote/Journalistengebote.html - Cached - Similar
  3. *************

  4. NACHLESE

  5. Aus meiner Sicht war es eine gefreute Veranstaltung in Zürich. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein gezieltes Umsetzen nur EINER Erkenntnis im Alltag. So kann die Nachhaltigkeit des Weiterbildungstages garantiert werden. Mit besten Wünschen

  6. Marcus Knill

Burkhalter mit Photoshop in die Bundesratfoto gesetzt

Alte Aufnahme:

Quelle Tagi:

Die offizielle Gruppenfotografie des Bundesrats ist für die letzten beiden Monate dieses Jahres mit dem neuen Bundesrat Didier Burkhalter aktualisiert worden.

Jetzt gehört auch der Neuenburger dazu: Burkhalter neben seinen neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen.

Jetzt gehört auch der Neuenburger dazu: Burkhalter neben seinen neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen. Bild: Admin.ch

Nicht ernst gemeint:

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Pseudo - Körpersprachspezialist die Arm- und Handsprache der Bundesräte bei der neuen Aufnahme wie folgt interpretiert:

Burkhalter: Er muss sich als Neuling auch mit den Armen ZUSAMMENNEHMEN. Wahrscheinlich ist ihm die neue Atmosphäre noch zu kalt und er gibt sich mit den Armen warm.

Widmer -Schlumpf: Hat sie etwas zu verstecken?

Leuenberger und Merz (möglicherweise auf Anraten des Beraters): Wenn man nicht weiss, wie man hinstehen soll, lohnt er sich, eine Hand in der Hosentasche zu parkieren. Signal der Unsicherheit?

Leuthard: Gefasst (als Schutz vor Stinkstiefeln? ) So schützt sich übrigens auch ein Fussballer einen sensiblen Kösrperteil.

Calmy-Rey: Es lohnt sich, eine Beziehungsperre aufzubauen - als Schutz? Arme signalisieren vielleicht auch: Kommt mir nicht zu nahe.

Maurer: Analog Leuenberger und Merz. Die beinahe zu einer Faust zusammengezogenen Finger der rechten Hand sind gegen die linkeBundesratskollegin geballt.

Bundeskanzlerin: Neutral - Hände hängen gleichsam - parkiert- am Körper.

ERNST GEMEINT:

Wer glaubt, Persönlichkeiten anhand eines einzelnen Körpersprache-Signales durchschauen zu können, macht einen gravierenden Fehler.

Links:

  1. Menschenkenntnis

    Menschenkenntnis, Mimik,Menschen durschauen- ist das moeglich? www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html - Cached - Similar
  2. Erster Eindruck

    15. März 2007 ... In vielen Ratgebern wird der Kleidung, Frisur und Körpersprache grosse Bedeutung zugemessen, davon ausgehend, dass das Äussere bedeutende ... www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html - Cached - Similar pages
  3. Ist Menschenkenntnis lernbar?

    10. Aug. 2000 ... Wenn wir offene Sinne und ein waches Auge für die Signale und Kommentare unserer Körpersprache haben, können viele Gespräche und Begegnungen ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html - Cached - Similar pages
  4. rhetorik.ch aktuell:

    8. Juni 2003 ... Diese neue Analyse der Körpersprache des bekannten Politikers ... In der Regel ist die Körpersprache tatsächlich aussagekräftiger und ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jun_08_2003.html - Cached - Similar pages

Zur Körpersprache einer Kanzlerin:

Politikerportraits

Politikerportraits. ... Ausstellungstext, Politiker Portraits, DRS2, 1. November 2008, Redaktion: Karin Salm. Ausstellung im Museum für Gestaltung in ... www.rhetorik.ch/Politikerportraits/Politikerportraits.html - Cached - Similar pages

Weitere Links zur Körpersprache:

  1. rhetorik.ch aktuell: Körpersprache und Bundesrat

    19. Dez. 2007 ... Körpersprache und Bundesrat. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Ein anderes Bundesratsfoto 2003 · Bundesratsfoto 2004 · Bundesratsfoto 2006 ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/12_19/index.html - Cached - Similar
  2. Körpersprache

    Beobachtungsübung zur Körpersprache. von Marcus Knill. Trainieren Sie ihre Wahrnehmungsfähigkeit mit folgender Beobachtungsübbung: ... www.rhetorik.ch/Koerpersprache/Beobachtung.html - Cached - Similar
  1. &&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&

  2. Medienschelte

  3. Ich zitiere Tagi-online:

  4. Bundespräsident Merz: «Von den Medien verraten»

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    Hans-Rudolf Merz äusserte sich gegenüber der «Mittelland Zeitung» zum vertraulichen, bundesrätlichen Libyen-Protokoll, das die Zeitung «Sonntag» veröffentlicht hatte.

    «Wie eine Inquisition»: Merz sieht die Medien in der Verantwortung.

    «Wie eine Inquisition»: Merz sieht die Medien in der Verantwortung. Bild: Keystone

    In dem Protokoll wurden Widersprüche über Merz' Libyen-Reise aufgedeckt, wie die «Mittelland Zeitung» in einer Vorabmeldung berichtet. Laut dem Protokoll, das von Merz selbst unterschrieben ist, war die Reise am 12. August für den 20. August vereinbart worden. In der Bundesratssitzung vom 19. August sagte Merz jedoch, er gedenke vorläufig nicht nach Libyen zu reisen.

    Am 20. August war der Bundespräsident dann doch dort. Laut dem Zeitungsbericht sagte Merz dazu, er habe den Bundesrat nicht hintergangen. Der libysche Premierminister habe ihn erst am Abend des 19. August angerufen und gebeten zu kommen. Merz fühle sich auch nicht Über-den-Tisch-gezogen.

    Vielmehr kritisierte der Bundespräsident laut dem Bericht die Medien scharf: «Ich bin von den Medien verraten worden, durch Indiskretionen, durch Vorwegnahme. So kann man keine Probleme lösen», zitiert die Zeitung. Die Medien würden ständig kritisieren statt selbst Vorschläge zu machen, was man denn machen könne. Die jüngsten Fragen seien «wie eine Inquisition».
  5. Kommentar: Selbstverständlich dürfen auch die Medien kritisiert werden. Was ich jedoch bei Bundesrat Merz vermisse: Die SELBSTKRITIK

Kinderbuchautorin

Cornelia Funke mit Jacob-Grimm-Preis geehrt

Die Autorin erhält den Preis für ihren "brillanten Umgang mit der deutschen Sprache". Sie habe "Hunderttausende Kinder zum Lesen gebracht", hieß es bei der Verleihung

Die deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke freut sich über den am heutigen Samstag in Kassel verliehenen Jacob-Grimm-Preis

Die deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke freut sich über den am heutigen Samstag in Kassel verliehenen Jacob-Grimm-Preis

Der "Verein Deutsche Sprache" verlieh den Jacob-Grimm-Preis am Samstag in Kassel. "Sie erhält diese Auszeichnung, weil sie Tausende, Zehntausende, Hunderttausende Kinder zum Lesen gebracht hat, die vorher nie zu einem Buch gegriffen haben", so die Begründung. Der Grimm-Preis ist der Hauptteil des "Kulturpreises Deutsche Sprache" und mit 30.000 Euro dotiert.

Kommentar:

Funke hat die Gabe, dass Kinder in 40 Sprachen ihre Bücher lesen wollten, hieß es in der Laudatio. Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) :

"Ich kenne keinen Autoren, der Kinder so fesseln kann, wie Frau Funke es immer wieder gelingt."

Cornelia Funke schaffte es, Kinder für die deutsche Sprache zu begeistern.

Sie lebt in Los Angeles und findet, es sei leicht, mit dem wunderbaren und reichen Werkstoff "deutsche Sprache" zu arbeiten. Die deutsche Sprache weiss sie noch mehr zu schätzen , seit sie im Ausland lebt und fast nur Englisch spricht und findet: "Ich dachte früher immer, Englisch ist wegen seiner vielen Vokabeln viel flexibler. Aber Deutsch ist einfacher, ist leichter zu nutzen. Das ist eine sehr aufregende Erfahrung mit seiner eigenen Sprache."

Funke bedauert, dass die Grimmsche Erzähltradition, die deutsch sei, ausgerechnet in Deutschland verloren gehe.

"Viele trauen sich nicht mehr, zu fabulieren. Vielleicht glauben sie, dass die Faschisten auch an unseren Märchen, etwas sehr deutschem, ihre braunen Fingerabdrücke hinterlassen haben. ..."

Donnerstag, 29. Oktober 2009

HAUSAUFGABEN "JA" oder "NEIN"?

SP auf dem Holzweg

Ich zitiere den TAGI:

«Ufzgi» sollen abgeschafft werden

Die Sozialdemokraten wollen die Hausaufgaben abschaffen, weil nicht alle Kinder zu Hause gleich gut betreut sind. Doch in den meisten Schulen gibt es heute Aufgabenstunden.

Kinder einer Berner Tagesschule bei den Hausaufgaben: Betreute Stunden in den Schulen sind vielerorts bereits Realität.

Kinder einer Berner Tagesschule bei den Hausaufgaben: Betreute Stunden in den Schulen sind vielerorts bereits Realität. Bild: Béatrice Devènes

Tipps für Eltern: Mehr Vertrauen

Hans-Jürg Keller, Prorektor an der Pädagogischen Hochschule Zürich, sagt, worauf Eltern beim Thema Hausaufgaben achten sollten.

- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind einen ruhigen, aufgeräumten Arbeitsplatz hat, wo es ungestört arbeiten kann.

- Haben Sie Vertrauen und überwachen Sie Ihr Kind nicht unentwegt.

- Vielleicht können Sie Ihr Kind bei der Arbeitstechnik unterstützen: Welche Aufgaben sollte man zuerst anpacken, welche kann man auch noch etwas später erledigen? Welche Hilfsmittel kann ich beiziehen, bei welchem Kollegen mich erkundigen? Wann plane ich eine Pause ein?

- Sollte Ihr Kind häufig zu lange an seinen Hausaufgaben sitzen, kontaktieren Sie die Lehrperson und suchen Sie gemeinsam eine Lösung des Problems.

- Ihr Kind muss die Hausaufgaben nicht unbedingt direkt nach der Schule machen. Vielleicht braucht es zuerst eine halbe Stunde, um etwas anderes zu tun. Der richtige Zeitpunkt ist nicht bei allen Kindern der gleiche.

- Praktisch auf der ganzen Welt werden sie als sinnvolle Ergänzung zum Unterricht erteilt. Vielerorts sind sie gar gesetzlich vorgeschrieben.

Martin Wendelspiess, Chef des Zürcher Volksschulamtes, fände es ein Verlust, wenn die Hausaufgaben abgeschafft würden. Es sei nämlich falsch, teure Unterrichtszeit für reines Üben zu verbrauchen. Französischwörter könne man genauso ohne Lehrer lernen und beim «Stöcklirechnen» müsse dieser nicht daneben stehen. Zudem gebe es Dinge, die in der Schule gar nicht möglich seien: etwas zu beobachten oder zu sammeln. Auch ein Vortrag werde am besten zu Hause vorbereitet.

Eine Stunde für 6.-Klässler

Zentral ist für Wendelspiess, dass Hausaufgaben in vernünftiger Dosierung erteilt werden. Als Faustregel gilt: pro Klasse 10 Minuten. Ein Zweitklässler muss mit 20, ein Sechstklässler mit 60 und ein Sekundarschüler in der dritten Klasse mit 90 Minuten rechnen. Sinnvoll sind für Wendelspiess neben den normalen Hausaufgaben auf den nächsten Tag auch längerfristige Arbeiten oder Wochen-«Ufzgi». Dabei lernten Kinder, die Zeit einzuteilen.

Für die Sozialdemokraten sind Hausaufgaben unerwünscht, weil die Kinder nicht die gleichen Chancen haben. Während die einen zu Hause bestens betreut werden, sind andere mit ihren Hausaufgaben allein, weil die Eltern nicht da sind oder weil sie nicht verstehen, was in den Hausaufgaben verlangt ist. Die Sozialdemokraten fordern daher obligatorische und betreute Aufgabenstunden in den Schulen, wo alle Kinder die gleichen Möglichkeiten haben.

SP-Vorschlag «halbbatzig»

Hans-Jürg Keller, Prorektor an der Pädagogischen Hochschule Zürich, reagierte gestern ablehnend auf die SP-Forderung.

Mit einer obligatorischen Aufgabenstunde könne das Problem nicht gelöst werden. Es sei wichtig, dass die Kinder das selbstständige Lernen übten.

Ende Zitat

Kommentar:

Lehrkräfte und Eltern sollten vorerst über Sinn und Zweck der Hausaufgaben reflektieren. Hausaufgaben sind ein Instrument, um das selbständige Arbeiten und das Durchstehvermögen zu festigen.

In zahlreichen Lehrerweiterbildungsveranstaltungen habe ich die Hausaufgaben in Diskussionsrunden thematisiert. In unzähligen Gesprächen erkannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

- Hausaufgaben sind nicht dazu da, verpassten Schulstoff nachzupauken

- Die Hausaufgabe ist eine Aufgabe, die das Kind SELBST erledigen sollte. Die Eltern bleiben im Grunde genommen - hinsichtlich Hausaufgaben - völlig entlastet. Die Schülerin lernt, SELBSTAENDIG (ohne Aufgabenhilfe und ohne Unterstützung der Eltern) eine Pflicht zu erfüllen. Die Lehrerinnen und Lehrer haben nach der Kontrolle die Möglichkeit, dort nachzugreifen, wo einzelne Kinder dieser Pflicht nicht nachkommen. Auch beim selbständigen Arbeiten gilt: Ohne Kontrolle keine Nachhaltigkeit.

- Die Hausaufgabe sollte individuell erledigt werden. Das - "Wann, Wie, Wo die Aufgabe erledigt wird" - spielt im Grunde genommen keine Rolle. Wichtig ist aber, dass die Lehrperson am nachfolgenden Tag erkennt, ob das Kind diese Pflicht erledigt hat und durchsetzt, dass diese Pflicht selbständig bewältigt wird.

- Ein Lehrer sagte mir, dass er am Elternabend jedes Mal betone, dass für ihn die Hausaufgaben ein wertvolles Feedbackinstrument sei. Deshalb sollte niemand den Kindern bei den Hausaufgaben helfen oder für sie diese Aufgaben erledigen. Wie will ein Schüler die Schuhe selbst binden lernen, wenn ihm die Schuhe dauend gebunden werden. Nur dann, wenn dem Kind nicht geholfen wird, merkt eine Lehrperson, was nachträglich vertieft, wiederholt oder zusätzlich geübt werden muss. Es wird erkannt, wenn etwas falsch verstanden wurde.

- Eine Lehrerin setzte - je nach Schulstufe - für die Hausarbeit eine Zeitlimit. So verlangte sie auf der Sekundarschulstufe, dass ein Schüler nicht länger als 1 1/2 Stunden an den Hausaufgaben arbeiten solle. Niemand musste bei ihr länger arbeiten. Die Schüler hielten sich an diese Richtzeiten. So wurde auch niemand überfordert. Dank dieser Zeivorgabe sah die Lehrerin zudem, wie belastbar das einzelne Kind war und erkannte, wieviel der einzelne Schüler in der vorgegebenen Zeit bewältigen kann. Beurteilt wurde in erster Linie die selbständige Pflichterfüllung

- Dank Hausaufgaben, lernen Jugendliche die erworbenen Arbeitstechniken anwenden und können diese Techniken in der Praxis festigen

FAZIT: Die SP ist somit auf dem Holzweg, wenn die Partei glaubt, man könne - dank eines Hausaufgabenverbotes - die Chancengleichheit fördern. Dieser Vorschlag ist so abwegig, wie wenn man vorschreiben würde, dass alle Eltern die Kinder genau gleich fördern dürfen. Sei es, indem beispielsweise der Staat die Kinder dem Einfluss der Eltern bewusst entzieht und ALLE Schüler durch analoge Bezugspersonen - auch ausserhalb der Schulzeit - fremdbetreuen lässt (Externe Betreuung, Aufgabenhilfe). Die Folge solcher Gleichmacherei ist vorprogrammiert: Damit würde die Zweiklassengesellschaft zusätzlich verstärkt, indem finanzstarke Eltern ihren Nachwuchs in Privatschulen fördern lassen. Denn dort werden Hausaufgaben sicher nicht verboten!

Wo sollen unsere Kinder eigentlich das selbständige Erledigen von Aufgaben lernen, wenn sie diese Arbeit nie selbständig erledigen dürfen? Hausaufgaben- richtig eingesetzt - sind und bleiben etwas Sinnvolles!

Die Forderung müsste eher lauten: Hausaufgaben JA, aber ohne Elternhilfe d.h. ohne Elternbelastung , aber auch ohne Fremdbetreuung oder organisierter Aufgabenhilfe.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Die letzten Herbsttage?

Stefan Peter, Winterthur

Die Anzeichen, dass der Herbst zu Ende geht, wird immer deutlicher.

Die Sieger des Fotowettbewerbs

Aus: Die schönsten Waldbilder (Foto Nico Schärer)

Salmenfee Haus

Es wird auch für uns Zeit, das K+K Refugium "SALMENFEE" für den Winterschlaf vorzubereiten.

Am letzten Tag im Oktober erlebten wir einen einen prächtigen Spätherbsttag im Wallis. Im Gegenlicht strahlten die Blätter, als wären sie vergoldet. Nun kann der Winter kommen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen im SALMENFEE im nächsten Jahr.

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  1. Salmenfee

    Salmenfee Haus. swissride. NASA photo 1(1280x1024 JPG) · NASA photo 2(1280x1024 JPG) · Fotos 2001 · Videos 2001 · map.search.ch ... www.knill.com/Salmenfee/Salmenfee.html - Im Cache - Ähnlic