Samstag, 18. Juli 2009
Reden und Interpretieren
Wiederum ergab es sich, dass ich mit meinen Teilnehmern des Intensivseminars (Reden und Ueberzeugen) anlässlich der Schweizerischen Lehrerweiterbildungskursen in Frauenfeld einen bekannten Profisprecher im gleichen Gebäude (Kantonsschule) besuchen durften:
Martin Hamburger
Reden ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen
Martin und ich kennen uns schon einige Jahre und wir haben festgestellt, dass wir im Grunde genommen beide in Bereichen wie DENKEN - REDEN - EINSTELLUNG - PRAESENZ - UEBERZEUGEN KOENNEN unterrichten. Wir entschlossen deshalb - dieses Jahr übrigens bereits zum zweiten Mal - uns mit der eigenen Lerngruppe gegenseitig zu besuchen. Der Austausch war ein Erfolg.
Martin Hamburger werde ich deshalb gerne im Netzwerk Knill+Knill als empfehlenswerte Adresse einbauen. Martin Hamburger ist ein Vollprofi. (Knill und Knill vernetzt sich nur mit erfahrenen, kompetenten Fachpersonen im Bereich Kommunikation) Dass Martin Hamburger eine grosse Erfahrung hat, veranschaulicht nur schon sein Berufsprofil:
Qualifikationen und Berufserfahrung
Erstausbildung:
- 1970 Mittelschulabschluss (Handelsdiplom)
- 1972 Lehrabschluss als Sortimentsbuchhändler
Theater:
-
1974 Schauspielakademie Zürich (Grundausbildung zum Schauspieler)
- 1975 Rollenstudium bei Anita Ferraris (Regisseurin)
- 1976-79 Engagement Stadttheater St. Gallen als Schauspieler und Regieassistent (von Dietmar Pflegerl)
- 1979 Engagement Württembergische Landesbühne Esslingen a.N.
- 1980 Atem-, Stimm- und Sprechschulung bei Dr. Horst Coblenzer (Coblenzer-Seminare)
- 1981 Theater-Workshop (Lee Strasberg Technik) bei John Costopulos am Theaterhaus Berlin
- 1982 Theater-Workshop (Lee Strasberg Technik) bei Ned Manderino am Theaterhaus Berlin
- 1984 Stimmbildungs-Workshop bei Zygmunt Molik am Theaterhaus Berlin
- 1997 Improvisations-Workshop bei Keith Johnstone am Theaterhaus/Interkunst Berlin
Didaktik
- 2003 Ausbildung für Ausbildner. Schweiz. Verband für Erwachsenenbildung (SVEB)
Tätigkeit als freier Theaterschaffender und Sprecher
- seit 1982 Auftritte und Engagements als Schauspieler, Kabarettist und Sprecher Theater am Hechtplatz, Zürich, Theater 58 (Tournee-Theater), Komedi-Theater Zürich, sogar Theater Zürich, Radio DRS, Literaturhaus Zürich
- seit 1989 Solo-Kabarett
- seit 1998 Off-Sprecher für diverse Fernsehsender (SF DRS, TV3, RTL/Pro7/Schweiz)
Unterrichtstätigkeit
Sprechtechnik-Kurse und Inszenierungen von Theaterstücken am Studententheater der Universität Zürich
- 1979-85 Stimm- und Sprechlehrer an der Comart Schule für Theater und Tanz Zürich
- 1982-1987 Abendkurse für Laien an der Comart Zu den Studierenden gehörten die „Acapickels“.
- 1989-1994 „Freifach Sprechen“ am Seminar und Gymnasium Hitzkirch
- (1997/98, 1998/99, 2001/02, 2002/03, 2003/04) Dozent/Sprechausbildner PHZ Luzern (seit 2003) Dozent/Sprechausbildner PHZ Zug (seit 2005) Abendkurse „Erfolgreich sprechen“ für Lehrpersonen an der Kaderschule Zürich (2002) Abendkurse „Erfolgreich sprechen“ für Lehrpersonen an der Kantonsschule Frauenfeld (2002) Abendkurse für Lehrpersonen des Kantons Luzern (seit 2003)
-
Samstagsseminare an der Schule für Angewandte Linguistik (SAL) Zürich (2006, 2007)
-
Tageskurse an der Medienschule Nordwestschweiz (MNS) Stein AG (2006, 2007)
Literarische Veröffentlichungen
- Romantik der Kälte. Gedichte. (1982)
- Meinen Sie mich? Geschichten (1986)
- Mut.Anfälle.New York. Erzählungen (1999)
- Texte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien
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marcus knill
um
09:00
Freitag, 17. Juli 2009
Sprechmarotten
Viele Redner die sich nicht regelmässig in einem Seminar spiegeln lassen. merken nicht, dass sich sich Formulierungen angewöhnt haben, die sie unbedacht, gleichsam standardisiert - ohne es zu merken, immer wieder sagen
Wer Kontrollseminare (beispielsweise mit Video) meidet, erkennt nicht, dass sich im Alltag immer wieder Gewohnheitsformulierungen einnisten. Eine Journalistin sagte beispielsweise nach jeder Analyse: "Du weisst , was ich meine?". Als ihr diese Angewohnheit bewusst gemacht wurde, verschwand die Marotte sehr schnell. Einer bekannten Politikerin wurde leider all zu lange nicht gesagt, dass sie jeden Satz mit "Ich denke..." eröffnet hatte. Die Marotte wurde bereits zur festen Gewohnheit.
Ein Seminarleiter gewöhnte sich jüngst beim Dozieren an, bei jeder sonderbaren Beobachtung zu sagen:
"Da bekomme ich Vögel!"
Er schätze es sehr, als ihm die Teilnehmer das Lied "Alle Vögel sind schon da!" vortreugen und ihn humorvoll auf seine Gewohnheit aufmerksam machten.
Verbesserungen sind ohne konstruktive Kritik nicht möglich. Ich verstehe deshalb nicht, dass es Menschen gibt, die immer noch glauben: Nach der Beruflehre sei man ausgebildet bis zur Pensionierung.
In Seminaren bei K+K werden Ihnen störende Marotten bewusst gemacht. Warten Sie nicht zu lange!
LINK:
Sprechmarotten
Es gibt Personen, die haben sich die Sprechmarotte "des Mischens" so angewöhnt, dass sie ihn kaum mehr wegbringen. Selbst beim Kurz-Training nicht. ... www.rhetorik.ch/Marotten/Marotten.html - Im Cache - Ähnlich -
Notiert von
marcus knill
um
20:01
Donnerstag, 16. Juli 2009
Erkenntnis des letzten Intensivseminares wiederum bestätigt!
Nachlese zum Intensivseminar "Reden und Ueberzeugen" während der zweiten Woche der Schweizerischen Lehrerfortbildung in Frauenfeld.
Diese Woche besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Donnerstag einen Medienprofi im TELE TOP. Es muss vorausgeschickt werden, dass das intensive Arbeiten mit fachgerechtem Videofeedback innert weniger Tage der Erfolg des praxis-, prozess- und ressourcenorientierten Lernens rasch sichtbar wurde.
Unsere Arbeit stand unter einem guten Stern. Die Anmeldungen machten mir rasch bewusst, dass wir auf einem anspruchsvollen Niveau einsteigen konnten und es nicht mehr nötig war, die Selbstkritikfähigkeit zu üben. Das schätzte ich sehr. Die meisten Teilnehmer standen in einer Führungsfunktion, waren Schulleiter oder hatten als Heilpädagoginnen einen grossen Erfahrungsschatz. Für einen Coach sind dies sehr gute Voraussetzungen.
Der langjährige Journalist und Moderator Ralph Künzle
stellte sich uns heute offen und konkret allen Fragen des interessierten Teams. Dabei zeigten sich - wie in der ersten Woche beim Besuch im Schweizer Fernsehens - wichtige
Die Phänomene der Alltagskommunikation bei Ueberzeugungsprozessen gelten nicht nur im Schulalltag oder bei Sitzungen. Wir erfuhren diese Woche, dass das Interesse an den Gesprächspartnern etwas vom Wichtigsten ist. Dass man sich bei jeder Sendung auf EINE Kernbotschaft konzentrieren muss. Dass es auch bei Profis permanente Weiterbildung ein MUSS ist. (Eine Teilnehmerin erzählte mir in einer Pause, dass ihr ein Chefbeamter gesagt hatte: " Was Du gehst in ein Seminar "Ueberzeugen ..."? Du hast ja so viele öffentliche Auftritte und spricht doch immer gut. Du musst Dich doch nicht zusätzlich weiterbilden!" Den betreffenden Chefbeamten hörte ich zufälligerweise mehrmals referieren und ich begriff, weshalb er sich nie weiterbilden liess: Alle seine blinden Flecken (und es waren recht viele), die konnte er gar nicht mehr erkennen. Sie waren bereits Gewohnheit.
Ich persönlich habe heute aus der Begegnung mit dem Journalisten im TV- Studio erkannt, dass die Kommunikationslandschaft immens gross ist- fast unübersichtlich - und es sich lohnt, sich ständig mit den täglichen Kommunikationsphänomenen auseinanderzusetzen.
Es geht nicht ohne Vorbereitung und Zeitmanagement.
Wir müssen lernen, rasch Entscheide zu fällen und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Nur so gelingt es uns, auch in Stress-Situationen zu bestehen.
Wenngleich ein Moderator vom TELE-PROMTER ablesen kann, muss er fähig sein, die passenden Emotionen situationsgerecht abzurufen. Wir hatten zwar kein Medienseminar. Dennoch konnten wir aus den extremen Situationen aus der Medienkommunikation lernen, wie wir in schwierigen Gesprächsituationen - trotz des Stresses - natürlicher sprechen und damit auch besser überzeugen können. Nach dem konzentrierten, intensiven Tagen wünsche ich nun allen Teilnehmern erholsame Sommerferien! DAS LERNEN GEHT JEDOCH WEITER - NACH DEM MOTTO (unseres Teilnehmers Fritz H. )
LLL (LebenLangesLernen) Bilder als Nachlese zu unseren Lehrerweiterbildungskursen in Frauenfeld:
Frauenfeld 2009
| Aus den Schweizerischen Lehrerweiterbildungskursen 2009 in Frauenfeld Intensivseminar mit fachgerechtem Videofeedback: "Reden und Überzeugen" |
Auch Regula Knill machte einen Besuch in unserem zweiten Kurs.
Notiert von
marcus knill
um
18:55
Sonntag, 12. Juli 2009
Gedanken nach einem Besuch in einem Benediktinerkloster
Am Samstag kam ich der Einladung eines Abtes nach und durfte Gast sein an einer internen Feier in einem Benediktinerkloster. Während des Mittagsmahles erklärte mir der Prior die Symbolik des Benedikinerkreuzes. Seine Klärung fand ich spannend. Ich fand bei der Symbolik Parallelen zu den Kommunikationsprozessen:
Und ich erfuhr:
Die einfachere Fassung des Benediktuskreuzes, sieht wie folgt aus:
Nach der Überlieferung sollte Benedikt einmal mit einem Becher vergifteten Weines umgebracht werden. Als er der Gewohnheit gemäss, den Wein segnen wollte und das Zeichen des Kreuzes machte, zerbrach der Becher. Verschiedene andere Ereignisse lassen erkennen, dass das Leben Benedikts von der Auseinandersetzung mit dem Bösen geprägt war (wie das Leben jedes Menschen), dass dieses (biblisch: Drache oder Schlange) aber vor der Allmacht Gottes nicht bestehen kann. Darauf nehmen das Kreuz und die Buchstaben Bezug.
Die vier großen Buchstaben, im Quadrat angeordneten Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der lateinischen Wörter:
Crux (Kreuz des) Sancti (Heiligen) Patris (Vaters) Benedicti (Benedikt) Weitere, etwas kleinere Buchstaben bilden die Form eines gleicharmigen Kreuzes:
Crux (Das Kreuz) Sacra (heilig) Non (Nicht) Draco (das Böse) Sit (sei) Mihi (mir) Dux (Führer) Mihi (mir) Lux (Licht) Die kleinen, nur schwach (wie Schatten) wahrnehmbaren Buchstaben wollen zeigen, dass das Böse vor dem Licht (Christus, Kreuz) keinen Platz hat und weichen muß.Zu den FORMEN:
Abgesehen von der Bedeutung der eben beschriebenen Buchstaben laden auch die Formen des Medaillons – Kreis, Viereck und Kreuz – zur Meditation ein.
Der Kreis
Der KREIS, das Rund steht für den Erdkreis, das Universum. Er ist Symbol des in sich Gleichen, des Vollkommenen, der Ewigkeit und Unendlichkeit. Im Kreis erfährt man sich – wie vom Horizont umgeben – inmitten des Erdkreises, ja des Wel-tenraumes und man findet sich inmitten des grösseren Ganzen.
Kommentar: Bezogen auf meine Kommunikationsseminare spielt der KREIS ebenfalls eine grosse Rolle. Er ist für mich Symbol des Ganzen (ganzheitlich kommunizieren, ganzheitlich wahrnehmen) und verbildlicht die Zahl EINS. Bei Plato bedeutete der Kreis die Zahl EIN (EINS UND ALLES). Mir ist wichtig, dass EINdeutig, EINfach gesprochen wird. Nur EINE Frage gestellt wird. Nur mit EINER KERNbotschaft argumentiert wird und Antworten auf (EINEN) Punkt gebracht werden.
Das Quadrat
Das QUADRAT ist eine ruhende, statische Figur. Es weist auf die Endlichkeit, im Gegensatz zum Kreis. Das Viereck hat mit Umfriedung, Umhegung zu tun. Eindruck und Symbol der Stabilität, der Materie, der Erde.
Kommentar: Im Quadrat sehe ich bei Kommunikationsprozessen das DENKZIMMER, die PAUSE (Denken vor dem Sprechen) wie auch das Gefäss des begrenzten Inhalt einer Aussage.
Das Kreuz
Das KREUZ ist ein uraltes, schon vorchristliches Zeichen für die Verbindung von Himmel und Erde: vier Windrichtungen, Windrose, Verbindung von oben und unten (senkrechter Balken) und von Mensch zu Mensch (waagrecht). Die Waagrechte ist die Linie der Ruhe, die Senkrechte die Linie des Aufrechtstehens, der Spannung, der Anspannung.
Kommentar: Das Kreuz veranschaulicht bei Kommunikationsprozessen in der Waagrechten, dass wir mit Gegensätzen umgehen lernen müssen: Kürze und Ausführlichkeit - Ich bezogenheit (Egoismus) und Dubezogenheit (Altruismus)- Ruhe und Spannung (Schweigen/Reden). Auch Fakten und Emotionen gilt es unter einen Hut zu bringen und situationsgerecht auszublancieren.
Die Senkrechte errinnert uns an das AufrechtSTEHEN oder Aufrechtsitzen. Das "Senkrechte STEHEN" und das "Zu sich STEHEN" beeinflusst letztlich auch das VerSTEHEN.
Es lohnt sich immer, im Lot zu bleiben und die innere Balance zu finden.
Zusammengenommen ergeben die drei Formen eine Art „Mandala“, ein die Mitte betonendes Meditationszeichen.
Notiert von
marcus knill
um
10:56
Samstag, 11. Juli 2009
In jedem Anfang wohnt ein kleiner Zauber! (Hesse)
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von Marcus Knill
| Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft. -- John Locke |
| Überzeugend antworten, Mit Argumenten Überzeugen, Person-Thema-Verhalten und 7 Regeln | |
| Andere überzeugen bringt Erfolg. Es genügt nicht, nur gut zu sprechen, um andere zu überzeugen und für sich und seine Gedanken zu gewinnen. Es geht auch nicht nur um gutes Argumentieren oder das verständliches Reden. Überzeugen ist mehr. Die Frage müsste alle Politiker, Führungskräfte, Verkäufer und Ausbilder beschäftigen: Warum überzeugt eine Person und die andere nicht, obwohl beide das selbe sagen? |
| Was heisst Überzeugen? |
Nur wenn eine Botschaft einleuchtet, begriffen wird und der "Sender" glaubwürdig ist, überzeugt sie. Rhetorik und Überzeugungsfähigkeit lässt sich nur zum Teil erlernen. Denn die positive Wirkung auf andere Personen hängt von drei wichtigen Bereichen ab:
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| Zur Persönlichkeit |
| Die Wirkung der Person ist ausschlaggebend. Ist sie glaubwürdig? Wirkt sie echt und natürlich? Die Qualifikation der Person, die Akzeptanz dieser Person ist wesentlich. Es lohnt es sich also, in erster Linie an der Persönlichkeitsschulung zu arbeiten. Wer überzeugen will, muss im Lot sein, muss seine Schwächen und Stärken kennen und an die Botschaft glauben, die vermittelt werden soll. |
| Kontakt schaffen |
| Vor allem der Blick schafft Kontakt! Wer andere beim Sprechen nicht ansieht, wird sie nicht oder nur schwer vom eigenen Anliegen überzeugen können. Wer beim Sprechen am Partner vorbeischaut, wird unglaubwürdig wirken. Wer offen in die Augen schaut, wirkt ehrlich. "Kannst Du mir in die Augen schauen?" kennzeichnet die Bedeutung des Blickkontaktes für die Glaubwürdigkeit des Gesagten. Die meisten Leute schauen beim Reden am Gesprächspartner vorbei, in der Regel nach oben. Wir haben erlebt, dass der Blickkontakt dann automatisch stimmt, wenn wir uns voll und ganz für das Gegenüber interessieren. Das "Anstieren" oder Fixieren des Gesprächspartners - es wird als unangenehm und aufdringlich empfunden. Der Gesprächspartner hat dann den Eindruck, er soll unter Druck gesetzt werden - ist dann beim Coaching auch kein Thema mehr. Wer während des Sprechens an den Blickkontakt denkt, wirkt lächerlich. |
Ein Trainer hat jüngst notiert:
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| Vereinfachen der Dialoge |
| Wer Du-orientiert spricht und das Gegenüber wertschätzt, kann auch auf solche Tipps verzichten. Wer sich akzeptiert und sich voll und ganz auf das Gegenüber einstellt, strahlt automatisch Sicherheit und Kompetenz aus. Die innere Einstellung ist massgebend. Die Dialoge sind dann viel einfacher.
Verbindung schaffen wir, wenn es uns gelingt, eine Brücke zum Gegenüber aufzubauen. Dazu gehört nicht nur der Blickkontakt. Eine Person die Dialogik gross schreibt, hat immer gute Voraussetzungen zu überzeugen. Dann sie geht auf die Interessen des Gegenübers ein, kann zuhören, stellt Fragen.
Eine Persönlichkeit überzeugt aber auch dann, weil sie das Thema qualifiziert behandelt.
Die Qualifikation des Redners wird an der Untermauerung des Themas durch Fakten erkennbar. Wer keine Fakten bringt, wird in die Nähe jener Politiker gerückt, die lediglich schön reden oder lediglich Stammtisch-Parolen vermittelt. Beides ist einer Fachperson abträglich.
Das Thema muss durchdacht sein und die Aussagen eindeutig und unmissverständlich vorgebracht werden.
Mit vielen Worten wenig zu sagen - das sollte die Praxis mancher Blender bleiben. Wir benötigen Fakten und Argumente um zu überzeugen.
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| Ohne Kernbotschaft, kein Überzeugen |
Von einem Thema, von einem Anliegen lässt sich jeder Mensch nur durch stichhaltige Argumente wie aktuelle Statistiken, Arbeitsergebnisse oder Logik überzeugen. Deshalb gilt es bei jedem Votum, jeder Ueberzeugungsrede, jedem Verkaufsgespräch zuerst die Kernbotschaft (Hauptargument) herauszuschälen. Die eigene Überzeugung allein reicht nicht aus, das Gegenüber zu überzeugen. Es gilt stets zu bedenken:
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Notiert von
marcus knill
um
03:04
Donnerstag, 9. Juli 2009
Erkenntnisse aus der Praxis:
Anlässlich der Schweizerischen Lehrerfortbildungswoche in Frauenfeld stand uns heute eine bekannte Fernsehfrau Red und Antwort.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Intensivseminares, die sich während dieser Woche mit der Thematik
"REDEN und UEBERZEUGEN"
auseinandergesetzt hatten, stellten fest, dass auch bei einer Profifrau die Phänomene der Alltagskommunikation gelten, die wir während der letzten Tage bewusst gemacht haben.
Wir erfuhren, dass
- man nur nach gründlicher VORBEREITUNG locker improvisieren kann
- die Stimmung , die Präsenz und Besinnung vor dem START wichtig sind!
- wir dank Erfahrung die Schlagfertigkeit verbessern können ("Früher wäre ich reingefallen")
- dass ZUHOEREN sehr wichtig ist!
- und folgende Einstellungen ausschlaggebend sind:
Das Interesse an den Gesprächspartnern, die Freude am Tun, die Begeisterung, die Einstellung, der Glaube ans Gelingen und die Haltung!
(MMMM) = Man Muss Menschen Mögen! Ich persönlich habe aus dieser Begegnung einmal mehr erkannt, dass die Thematik Kommunikation so spannend sein kann wie ein Krimi . Tröstlich ist: Wer selbst von einer Aussage überzeugt ist, müsste sich nicht mehr um Dutzende von Kommunikationsregeln kümmern. Nur wenn in uns ein Feuer brennt - können wir beim Gegenüber ein Licht anzünden!
Notiert von
marcus knill
um
18:51