Montag, 13. April 2009

Der renommierte Pritzker-Preis 2009 geht an den Schweizer Architekten Peter Zumthor.

Die Therme Vals haben ihn weltberühmt gemacht.

Vor wenigen Wochen verbrachten wir in der Therme Vals ein paar Tage der Erholung. Es ist erstaunlich, wie es Peter Zumthor dort verstand, Funktion und Aesthetik unter einen Hut zu vereinen.

Das Material, das unterirdische Bad mit dem einheimischen dunklen Granit und der akustischen Untermalung (aus Lautsprechern sind Grottengeräusche zu hören) gibt dem Bau eine Sinnhaftigkeit und erinnerte mich an die Thematik (sinnvoll kommunizieren).

  1. rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren

    Sinnvoll Kommunizieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Wortwirkung · Wort und Bild. Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html - 6k - Cached - Similar pages

Ich zitiere Tagi online:

1/12 Das bekannteste Bauwerk Peter Zumthors: Die Therme in Vals. Bild: KEYSTONE/AP

Architekt von Weltrang: Peter Zumthor.

Architekt von Weltrang: Peter Zumthor. (Bild: Keystone)

Pritzker-Preis

Höchste Auszeichnung für Architekten

Der Pritzker-Preis ist der renommierteste Preis in der Architektur. Gestiftet wurde er 1979 vom US-Amerikaner Jay A. Pritzker (1922-1999), der unter anderem die Hyatt-Hotelkette gegründet hatte. Der Pritzker-Preis ist mit 100'000 Dollar dotiert und wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung geniesst in Fachkreisen eine ähnliche Wertschätzung wie die Nobelpreise in den Naturwissenschaften. Peter Zumthor ist nicht der erste Preisträger aus der Schweiz. Vor acht Jahren erhielten Jacques Herzog und Pierre de Meuron den Pritzker-Preis.

Wie viele Bauwerke Zumthors bestechen sie durch rigorosen Minimalismus und dezent eingesetztes Licht.

Sonntag, 12. April 2009

Steinbrück sieht sich im Recht

Mit seiner jüngsten Bemerkung rechtfertigt Steinbrück sein rüppelhaftes Benehmen gegenüber den Schweizern, den Indianern, wie er sie bezeichnete Ein Land, das nicht bereits ist, die Bankkunden preiszugeben, hat kein Anrecht auf einen freundlichen, diplomatischen Ton oder ein Lächeln.

Ich empfehle Peer Steinbrück meinen Beitrag unter www.rhetorik.ch über das Harvard Prinzip zu lesen (Navigation über das Inhaltsverzeichnis)

Ich zitiere aus Tagi-online:

Nach Einschätzung des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück hätte Deutschland im letzten Jahr zwei Mrd. Euro Quellensteuer aus der Schweiz erhalten müssen, «wenn die EU-Zinsrichtlinie endlich auf Kapitaleinkünfte jedweder Art erweitert würde». In Wirklichkeit seien ihm 2008 aus der Schweiz aber nur 80 Mio. Euro auf Zinseinkünften überwiesen worden, sagte Steinbrück in einem Interview gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

«Da haben wir ein Problem. Und das soll ich höflich und diplomatisch weglächeln?», fragt Steinbrück.

Kommentar:

Dank der Drohungen kam nach Steinbrück "Zug ins Kamin"! Kein Wunder, dass er sich im Recht sieht und weiter nachlegt.

Aus 20 Min:

Steinbrück will Geld sehen

Nach so vielen kalten Tagen geniessen wir nun die prächtigen Ostertage:

Narzissen

Samstag, 11. April 2009

OECD- MERZ Duell

Die «Graue Liste» - wie weiter?

Das verbale Gefecht zwischen der Schweiz und der OECD über die graue Liste der Steueroasen geht weiter. Nachdem OECD- Generalsekretär Angel Gurría der Schweiz in einem Brief Untätigkeit vorgeworfen hatte, schritt Bundespräsident Hans-Rudolf Merz zu einem weiteren Gegenangriff.

Ich zitiere Tagi online:

Die Schweiz werde sich künftig dagegen wehren, wenn die OECD ohne ihre Mitbeteiligung über graue oder schwarze Listen diskutiere. Man wolle bei solchen Sachen mitreden, bekräftigte EFD- Sprecher Roland Meier am Freitag im Namen von Bundespräsident Hans- Rudolf Merz.

Finanzminister Hans-Rudolf Merz habe das am Donnerstag bekannt gewordene Schreiben von OECD-Generalsekretär Angel Gurría zur Kenntnis genommen, sagte Meier weiter. Die Schweiz als OECD- Mitglied habe keinerlei Kenntnis gehabt vom Auftrag der G-20 an die OECD, eine Liste von Steueroasen zu erstellen.

Der Bundesrat wolle, wie er schon mehrfach betonte habe, das OECD-Musterabkommen ohne Vorbehalt zügig umzusetzen. Die Schweiz werde sich auch künftig mit allen Kräften dagegen wehren, ohne Einfluss auf qualitative Kriterien eine Evaluation über sich ergehen zu lassen - sei es von der OECD oder von den G20-Staaten.

Die OECD behauptete, die Schweiz sei mehrfach gewarnt worden

OECD-Generalsekretär Gurría hatte in einem von Anfang April datierten und am Donnerstag bekannt gewordenen Schreiben Fakten aufgelistet, welche die von der Schweiz gemachten Vorwürfe entkräften sollen. Eine Kopie des Briefes liegt der Nachrichtenagentur SDA vor. Im Brief verweist Gurría auf diverse Treffen und Gespräche mit Schweizer Regierungsmitgliedern und dem Schweizer Delegationsleiter bei der OECD, Eric Martin.

So erwähnt Gurría ein Treffen im Oktober 2008, das von den Finanzministern Frankreichs und Deutschlands einberufen worden sei, um Steuerfragen zu erörtern. Elf Länder hätten teilgenommen - die Schweiz nicht.

Er habe die Schweiz damals informiert, dass der internationale Druck im Hinblick auf den Informationsaustausch in Steuerfragen zusehends grösser werde. Er habe Bundesrätin Doris Leuthard empfohlen zu prüfen, wie die Schweiz auf diese neue Realität antworten könnte. «Ich empfahl auch, dass die Schweiz an diesen Treffen präsent sein sollte, um für sich sprechen zu können.»

Mehrfach informiert

Weiter erwähnt Gurría ein Treffen mit Leuthard in Davos. Dort habe er der Schweiz nahe gelegt, aktiv zu werden, statt später zu einer Reaktion gezwungen zu werden.

Auf Wunsch von Mitgliedsländern habe die OECD über die Kritieren informiert und darüber, wer die OECD-Standards in Steuerfragen erfülle. Diese Informationen an die G-20 seien faktengetreu und ohne jegliche Wertung seitens der OECD gewesen.

«Ich habe den Schweizer Vertreter, Botschafter Eric Martin, ordnungsgemäss über diese Forderungen informiert und ihm geraten, die Angelegenheit mit seinen Behörden zur Sprache zu bringen», so Gurría in dem Schreiben.

«Verfahren stinkt zum Himmel»

Mit harten Worten kritisierte auch Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn die graue Liste der OECD.

«Die Liste ist völliger Unsinn, das Verfahren stinkt zum Himmel», sagte er gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Die OECD-Liste führt Luxemburg und die Schweiz als Steueroasen, ebenso wie etwa die karibischen Cayman-Inseln. Länder wie China oder die als Rückzugsgebiet für Steuerflüchtlinge in Verruf geratenen britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey würden dagegen auf einer «weissen Liste» geführt, kritisierte der Minister.

Er verteidigte erneut die Steuerpolitik seines Landes. «Luxemburg schützt keine Steuerbetrüger, aber wir wollen nicht, dass Herr Steinbrück auf Knopfdruck erfährt, wer wie viel auf dem Konto hat», sagte er. Quelle: SDA/ATS

Ende Zitat:

Kommentar: Falls es tatsächlich zutreffen sollte, dass die Schweiz Gründungsmitglied der OECD und somit auch Vollmitglied der OECD ist und in der OECD alle Beschlüsse immer von allen Mitgliedern abgesegnet werden müssten, so hätten 20 Teilnehmer gar nicht im Alleingang eine verbindliche graue Liste publizieren dürfen. Es wäre dann völlig unverständlich, dass die Schweiz überhaupt diese Liste ernst genommen hat.

Klärung tut not!

Freitag, 10. April 2009

Tagesschausprecherin Béatrice Müller geht nicht.

Es war nur ein Gerücht

Im Grunde genommen hat es die Tageschausprecherin verstanden, ihre Privatheit nicht öffentlich zu machen. Vielen war gar nicht bekannt, dass ihr Mann eigentlich Ihr Chef war. Als Sie den Job im Fernsehen übernahm und als Quotenfrau Hansjörg Enz verdrängte, war sie doch ein kurze Zeit Medienthema. Es wurde über die ehemalige Kindergärtnerin geschrieben, die jetzt statt Märchen am Bildschirm Neuigkeiten verkünde und später wurde die heimliche Hochzeit mit Heiner Hug ein Thema. Dann wurde es aber still.

Ich zitiere TAGI-online:

1/5 Medienpaar: «Tagesschau»-Moderatorin Béatrice Müller und ihr Partner, Ex-«Tagesschau»-Chef Heiner Hug. Bild: KEYSTONE/AP

Eine erstaunliche Aufregung machte sich breit, als eine Zeitung letzten Sonntag das Gerücht verbreitete, «Tagesschau»-Frau Béatrice Müller, 49, wolle Italien-Korrespondentin werden – und ihren Moderationsjob im Leutschenbach an den Nagel hängen. Sämtliche Medien des Landes nahmen die Nachricht auf.

Die stillen Zwei von der «Tagesschau»

Erstaunlich ist nicht, dass sich ein solches Gerüchte medial wie ein Lauffeuer verbreitet – schliesslich sind unsere TV-Aushängeschilder so etwas wie die Royals der Schweiz, ein Höchstmass an öffentlicher Aufmerksamkeit ist ihnen sicher. Und gerade Béatrice Müller landet in Beliebtheitsumfragen immer wieder auf den vorderen Rängen.

Erstaunlich ist eher, dass es Müller in den 13 Jahren bei der «Tagesschau» geschafft hat, ihr Privatleben weitgehend unter dem Radar der Medien zu führen.

Das war nicht immer so. Müllers Start als Moderatorin der «Tagesschau»-Hauptausgabe (vorher moderierte sie zwei Jahre die Mittags-«Tagesschau») wurde gleich von mehreren Paukenschlägen begleitet:

Sie erhielt den Stempel «Quotenfrau» aufgedrückt, weil Vorgänger Hansjörg Enz ihr gezwungenerweise Platz machen musste. Grund dafür war die Entscheidung, dass künftig zwei Männer und zwei Frauen die «Tagesschau»-Hauptausgabe präsentieren sollen.

Nach einer öffentlichen Debatte zog sich Enz auf Druck des damaligen «Tagesschau»-Chefs Rolf Probala zurück.

Auch ihre Vergangenheit holte Müller ein:

Als kleines Skandälchen machte ihre Vorbildung als Kindergärtnerin Schlagzeilen. «Früher erzählte sie von Hänsel und Gretel, heute von Kriegen und Katastrophen», schrieb der Blick.

Zu guter Letzt wurde auch noch bekannt, dass Müller und der damalige Auslands-Chef der «Tagesschau», Heiner Hug, seit 1996 ein Paar sind. Die Boulevard-Medien witterten eine süffige Affäre. Erst recht, als Hug später «Tagesschau»-Chef und damit Vorgesetzter seiner Liebsten wurde.

In weiser Voraussicht hatte das Paar dafür gesorgt, dass der Vorwurf der Bevorzugung gar nicht erst aufkommt. «Wir haben unser Arbeitsverhältnis von Anfang an geregelt. Mein direkter Ansprechpartner für Mitarbeitergespräche oder Lohnerhöhungen ist der Nachrichtenchef, nicht mein Mann», sagte Müller damals dem Magazin TR7.

Nach diesem anfänglichen Schlagzeilen-Dauerfeuer wurde es – abgesehen von der Meldung, dass Müller und Hug im Sommer 2003 heimlich geheiratet haben – still um «die Neue bei der Tagesschau».

Bis diese Woche die Italien-Korrespondentinnen-Gerüchte aufkamen. Ganz abwegig sind sie nicht. Der bisherige Italien-Korrespondent des Schweizer Fernsehens hat kürzlich gekündigt, die Stelle ist ausgeschrieben. Heiner Hug wurde auf Ende 2008 pensioniert. Das Paar besitzt neben einer Wohnung in Zürich ein Haus in der Toskana, beide sind bekennende Italien-Fans. Anfang Zwanzig wohnte Müller gar eine Zeit lang in Rom und absolvierte dort eine Tanzausbildung. Die Flitterwochen verbrachten Müller und Hug natürlich in Bella Italia und auch sonst besuchen die beiden unser südliches Nachbarland so oft es geht. «Eigentlich lebe ich zwei Leben. Eins hier in Zürich und eins in Italien», sagte Müller einmal.

Das Gerücht, Müller werde Italien-Korrespondentin, wurde übrigens Mitte Woche vom Schweizer Fernsehen offiziell dementiert. Müller bleibt «Tagesschau»-Moderatorin.

Zumindest vorläufig.

Kommentar: Béatrice Müller war gut beraten, als Tagesschausprecherin den Vorhang zur Privatheit nicht zu lüften. Wir sehen einmal mehr, dass es sich als Profi lohnt, hinsichtlich Homstorys Nein zu sagen. Vorbildlich verhielten sich bis anhin Franz Fischlin und Susanne Wille, obschon die Boulevardpresse gerne exklusive Berichte über das Privatleben hätten.

LINKS:

  1. rhetorik.ch aktuell: Intimes öffentlich preisgeben?

    4. Nov. 2007 ... Jeder Mensch hat nämlich ein Recht auf Privatheit und ist NIE verpflichtet, Journalisten die Türe zur Intimität zu öffnen, wenngleich dies ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/11_04/index.html - 13k - Cached - Similar pages
  2. Medienrhetorik: Privatleben und Oeffentlichkeit - Ein Balanceakt

    Wir haben es selbst in der Hand, die Trennungslinie zwischen Privatheit und Oeffentlichkeit zu ziehen. Viele Medienopfer sind selbstverschuldet Opfer ... www.rhetorik.ch/Aktuell/balance/persoenlich.html - 7k - Cached - Similar pages
  3. “MEDIENGEILHEIT” – EINE UNHEILBARE KRANKHEIT?

    Privatheit öffnet, wird zwar zuerst von den Boulevardmedien auf Hän- den getragen. ... mehr, die Türen zur Privatheit lassen sich nicht mehr schliessen. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_08/04_08.pdf - Similar pages
  4. rhetorik.ch aktuell: Nationalrat Mario Fehr in der Reality Show

    Jeder Politiker muss lernen, die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit ... Politiker sollten wissen, wo die Grenze zur Privatheit zu ziehen ist. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_30/index.html - 9k - Cached - Similar pages
  5. rhetorik.ch aktuell: Gabriele Pauli in Latex-Handschuhen

    Sie lancierte das Medienspektakel selbst und bewusst, weil sie davon ausging, dass Privatheit und Oeffentlichkeit beliebig gemischt werden darf. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/03_30/index.html - 15k - Cached - Similar pages
  6. [PDF]

    PRIVATLEBEN UND ÖFFENTLICHKEIT – EIN BALANCEAKT

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML lance” zwischen Privatheit und Öffentlich- keit. BALANCEAKT GELUNGEN ..... matik “Privatheit und Öffentlichkeit” sollte Arabella nicht Wasser predigen und ... www.rhetorik.ch/Aktuell/balance/07_2004.pdf - Similar pages
  7. rhetorik.ch aktuell: Heiraten ohne Medienrummel

    Wir vertreten nach wie vor die Meinung: Es ist auch das gute Recht jeder prominenten Persönlichkeit, eine deutliche Grenze zwischen Privatheit und ... www.rhetorik.ch/Aktuell/06/07_07.html - 5k - Cached - Similar pages

Donnerstag, 9. April 2009

wünschen wir allen Lesern unserer Seiten.

Hildegard und Marcus Knill

Mittwoch, 8. April 2009

Nachtrag zum SCHiLF Ausbildungsmodul für jene Lehrerinnen und Lehrer der Weiterbildungsveranstaltung mit Marcus Knill zum Thema INDIVIDUAL-FEEDBACK vom 6. April 09

Ich fasse nochmals die Qualitätsmerkmale aller Feedbackprozesse zusammen:

Ohne pädagogische Grundhaltung die sich durch eine fördernde und unterstützende Haltung auszeichnet bleibt der Erfolg aus.

Jedes Feedback muss zielorientiert geplant, gestaltet und ausgewertet werden entsprechend den Vorgaben des Lehrplanes.

Eine positive Lernatmosphäre, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Freundlichkeit sind notwendige Grundvoraussetzungen für jedes Kritik- oder Feedbackgespräch (Stimmung -Stimme), auch Ton beeinflusst das Feedbackklima enorm und diese Voraussetzungen helfen Aengte vor Rückmeldungen abbauen.

Feedback müssen wirkungsorientiert sein, getragen von der Bereitschaft für nachhaltiges Lernen.

Feedbackprozesse sind kein Selbstzweck. Sie müssen den Unterricht verbessern, sonst könnten wir auf Feedbackverfahren verzichten.

Der Lernpartner darf selbst bestimmt werden.

Eine Qualitätssicherung allein genügt nicht. Es geht nicht nur darum, die Qualität zu halten, zu sichern. Veränderungen gehen nur in EINE Richtung hinsichtlich Veränderungen, nämlich nur in Richtung einer VERBESSERUNG.

BEOBACHTUNGSPUNKTE KONKRET

Wenn wir zwischen Feedbackverfahren zwischen Lehrpersonen, Schülerfeedback oder Elternfeedback unterscheiden, lohnt es sich zu klären, was - respektiv, welche Beobachtungspunkte beachtet werden könnten. Schüler sind gewiss hinsichtlich methodischen Aspekten oder Eltern bei didaktischen Fragen nicht zuständig. Es gilt deshalb gut zu überlegen, wer, was beobachten kann und darf.

Beobachtungspunkte bei KOLLEGENFEEDBACK (Lernpartnerschaften, Hospitationen):

Wie ist die Sprachkultur?

- vorbildlich?

- Sprechkompetenz?

- stufengerecht?

Wie ist die Beziehung zur Klasse "Umgang mit Schülern"?

- einfühlsam?

- wohlwollend?

- schroff?

- dialogisch?

- freundlich?

- offen, ehrlich?

- beratend?

Wie empfinde ich die Wirkung, Ausstrahlung der Kollegin, des Kollegen?

Wie steht es mit den Denkanstössen?

- werden die Kinder zum Denken angeregt (auch nonverbal)?

- Fragetechnik (logisch, sprunghaft, Frageketten, keine Pause nach der Frage)?

Wie arbeitete die Klasse mit?

Wie verhalten sich einzelne Schüler (störend, abweisend, distanzlos)?

Wie steht es mit der Aufmerksamkeit der Schüler (gelangweilt, mitdenkend, konzentriert, stellen Fragen)?

Wie waren die Antworten der Schüler ( leise, sicher, ängstlich, "Einwort- Antworten", schnoddrig auch nonverbal)?

Wie war der Unterricht (Ziele: Aufträge, Aufgaben eindeutig- Vorbereitung: sorgfältig, ersichtlich - Aufbau: Roter Faden nachvollziehbar)?

Was habe ich hinsichtlich Gesprächsführung festgestellt?

- klar?

- verständlich?

- anschaulich?

- langatmig?

- monologisch?

- interessant?

- deutlich?

- aktives Zuhören?

- Unterbricht ständig?

- Ton?

.......

(Weitere Vorschläge?)

Was können SCHUELER beurteilen?

- Ist der Unterricht langweilig?

- Werden Fragen beantwortet?

- Erfahre ich Unterstützung, wenn ich Problem habe?

- Kann mich die Lehrperson für etwas begeistern?

- Verständlichkeit der Aufgaben?

- Ton Körpersprache?

- Fühle ich mich ernst genommen?

- unterstützt mich die Lehrperson?

..............

(Weitere Vorschläge?)

Was könnten ELTERN beurteilen?

- Leidet das Kind vor, während oder nach dem Unterricht?

- Fühlt sich das Kind überfordert?

- Hat das Kind die Aufträge verstanden (beispielsweise Hausaufgaben)?

- Geht das Kind immer, teilweise oder nie gerne in die Schule?

- Kontakt zu den Eltern (Elternabende, Elterngespräche)?

- Werden die Eltern ernst genommen?

- wie werden die Eltern informiert?

........... (Weitere Vorschläge?)

Weitere Vorschläge können zugestellt werden unter k-k@bluewin.ch

ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN TOOLS, DIE WIR AN UNSERER VERANSTALTUNG HERAUSGESCHAELT HATTEN:

Feedbackkultur heisst, lernen mit dem Werkzeug SPIEGEL so umzugehen, dass der Gespiegelte den blinden Fleck zuerkennen und befähigt wird, sich selbst zu coachen (Hofnarr als Spiegel, Kollege als Spiegel, Schüler oder Eltern als Spiegel. Es gibt auch den Bild- oder den Tonspiegel zBp Tonband, Video. vor allem muss ich lernen mich SELBST zu spiegeln - SELBSTbeurteilung)

- Feedback NICHT OEFFENTLICH bekanntgeben, sondern unter vier Augen oder mit anonymen Zetteln an die betreffende Person, die er nicht weiter leiten muss

- Der TON ist wichtig

- Zuerst den Betroffenen fragen, wie er sich beurteilt (SELBSTKRITIK)

- Zuerst FAKTEN BESCHREIBEN

- DETAILS KONKRET BESCHREIBEN

- Die eigenen subjektive Wahrnehmung als ICH-Botschaft konkret schildern (WIRKUNG AUF MICH ALS FEEDBACKGEBER)

- FRAGEN statt sagen

- AKTIV ZUHOEREN

Kommentar: Es ist heute das erste Mal, dass ich Teilnehmern via Blog nachträglich eine inhaltiche Zusammenfassung zukommen lasse. Diese (unvollständige) Nachlese soll zur Vertiefung und zur Anregung der internen Diskussionen dienen. Allen, die auch mir ein anonymes persönliches Feedback zukommen liessen, danke ich an dieser Stelle ganz ganz herzlich. Davon überzeugt, dass alle ständig ihre blinden Flecken kennen müssen, glaube ich auch, dass die Feedbackkutur ein wichtiges Element des effektiven Lernens ist.

Ich wünsche allen eine besinnliche, entspannte Reflektionsphase und schöne Ostern? Nach dem Motto: Lernen ist DENKEN