Samstag, 7. März 2009

Comagic Zwillinge und die Medien

Seit 2000 halten sich die Comagic Zwillige illegal in der Schweiz auf. Sie haben keine Papiere. Dank Rekursen und Rekursen konnten die Kinder nicht ausgewiesen werden und haben sich in der Schweiz während der Jahre der Rekurszeit in der Schule recht gut integriert. Verständlich, dass die Kollegen und Kolleginnen sich gegen die Ausschaffung mit allen Mitteln weiter zur Wehr setzen. Die Mediengeschichte veranschaulicht, dass so die Ausschaffung ein ganz andere Dimension bekommt, wenn die Geschichte medientauglich ist. Tatsächlich gelang es, die Medien ( Presse, Radio, Fernsehen und Lokalsender und 20 Min Internet TV, und Internetplattformen zu gewinnen und zu nutzen. Die Zwillinge haben etwas gelernt. Sie sagten am Mikrofon:

Wenn wir in den Medien kommen, kümmern sich auch die Politiker um uns!

Die Jugendlichen haben erkannt, dass die Medien eine grosse Macht sein können. Die Medien müssen nur genutzt werden.

ich zitiere Tagi online:

Aleksandra Comagic: «Wenn ich soviele Leute sehe, glaube ich ans Gute»

Das Schulhaus Lavater wehrt sich gegen die Ausweisung der 15-jährigen Comagic-Zwillinge. Kämpferisch und solidarisch traten sie vor die Medien.

Aleksandra und Tijana Comagic nach der Medienkonferenz im Schulhaus Lavater. (Video: Roman Weber)

Die Rechnung scheint aufzugehen: Rekurs, Rekurs und wieder Rekurs, Zeit gewinnen und dann nachweisen, dass jetzt eine Rückweisung unsinnig ist. Dies animiert alle, Ausreisen jahrelang zu verweigern. damit man das Ziel erreichen kann, hier zu bleiben. Aus der Sicht der Zwillinge eine erfolgreiche Taktik. Wichtig: Die Medien einschalten nutzen! Denn Politiker wagen es nicht, sich gegen den Mainstream der Medien zu äussern.

Freitag, 6. März 2009

Zum Auftritt des Finanzministers an der heutigen Medienkonferenz

Heute Morgen hat der Bundesrat über des Bankgeheimnis debattiert. Um 14 Uhr informierte Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, mit welcher Strategie sich die Landesregierung gegen den massiven Druck aus dem Ausland wehren will.

(Quelle 20 Min)

Ich zitiere:

Merz: «Deutschland betreibt Steuerdumping»

Der Bundesrat will die internationale Rechts- und Amtshilfe bei Steuerdelikten ausbauen und signalisiert Offenheit. Weiter setzt er eine Expertengruppe ein, welche die Landesregierung berät. Merz warnt zudem vor Sanktionen.

Kann der Bundesrat den Druck aus dem Ausland noch abwehren? (Bild: Keystone)

Merz sagte vor den Medien, dass der Bundesrat am Schutz der Privatsphäre festhalten wolle, im Verkehr mit dem Ausland aber Gesprächsbereitschaft signalisieren wolle.

Wie man die Zusammenarbeit mit dem Ausland in Steuerfragen ausbauen könne und wolle, sei Gegenstand von

Abklärungen, die eine Expertengruppe aus Juristen und Finanzfachleuten vornehmen soll. Bis in zwei Wochen soll die Gruppe unter Leitung des Juristen und Völkerrechtlers Manuel Sager erste Resultate vorlegen.

Merz betonte, dass es sich bei der Expertengruppe nicht um eine Taskforce handelt, dass sie nicht kommuniziert und dem Sitzungsgeheimnis untersteht. Bezüglich der Probleme mit den USA brauche es in einer späteren Phase zusätzliche Spezialisten, welche dem Bundesrat unter die Arme greifen.

Im Verkehr mit dem Ausland will der Bundesrat auf gleich lange Spiesse pochen: Wenn Deutschland eine Abgeltungssteuer von 28 Prozent einführe, so Merz, und die Schweiz eine Quellensteuer von 35 Prozent kenne, dann betreibe Deutschland Dumping, und dann müsse die Schweiz gleiches Recht verlangen.

Ob man die Unterscheidung in Steuerbetrug und Steuerhinterziehung aufrechterhalten könne und wolle, beantwortete Hans-Rudolf Merz nicht: Genau darüber solle die Expertengruppe beraten und dem Bundesrat berichten.

Falls die Schweiz auf eine schwarze Liste komme, meinte Merz, gehörten Österreich und Luxenburg auch darauf. Mit den Finanzministern dieser Länder mit Bankgeheimnis wird sich Merz an diesem Wochenende treffen. Sie seien die natürlichen Koalitionspartner der Schweiz in dieser Frage.

Die Expertengruppe steht unter der Leitung des Völkerrechtlers und Diplomaten Manuel Sager. Sager hat das amerikanische Anwaltspatent und war in mehreren Funktionen als Diplomat für die Schweiz in den USA tätig. Seit letzten Herbst leitet er die Politische Abteilung V im Aussendepartement. Weiter gehören dem Gremium neben Bundesvertretern auch Nationalbank-Vizepräsident Philipp Hildebrand an, Urs Roth, Geschäftsführer der Bankiersvereinigung, Professor Alfred Mettler, der an der Giorgia State University lehrt, Professor Xavier Oberson, Ordinarius für Steuerrecht an der Universität Genf, und Titularprofessor Jens Drolshammer.

Kommentar:

Finanzminister Merz wies alle Vorwürfe zurück, der Bundesrat habe "geschlampt". Obschon er unter Druck war, versuchte Merz souverän und mehrsprachig die kritischen Fragen zu beantworten. Was mir auffiel:

Zu dem von seiner Kollegin Widmer Schlumpf geprägten neuen Begriff "schwere Steuerhinterziehung" wollte er nichts wissen und sagte eindeutig:

"Es gibt keine schwere Steuerhinterziehung".

Der Kollegin werden wohl die Ohren geläutet haben!

Die Expertengruppe wurde zum Rettungring

Bei allen heiklen Fragen konnte sich Bundesrat Merz hinter die Expertengruppe verschanzen. Die Gründung dieser wissenschaftlichen Beratergruppe, ohne eigene Befugnisse, ohne eigene Auftritte rettete Merz vor heiklen Klippen. So gesehen half diese neue Experten-Gruppe immer wiede rals hilfreicher Blitzableiter bei Interviews. Es liegt nun an dieser Gruppe, alle Möglichkeiten zu prüfen. Damit muss sich nun der Bundesrat bei keiner heiklen Frage mehr konkret festlegen. So gesehen, war die Gründung dieser Gruppe für den Bundesrat ein geschickter Schachzug. Denn alle müssen jetzt zuerst abzuwarten, was diese Gruppe in 14 Tagen sagt.

Nachtrag Blick (zeigt dass es nun die Experten richten sollen):

Merz bleibt im Reduit

Am Abend gibt Bundespräsident Merz endlich zu, dass es hinsichtlich Kommunikation im Bundesrat nicht immer gut gelaufen ist.

Meine Beurteilung zur Krisenkommunikation des Bundesrates möchte ich an dieser Stelle nicht nochmals wiederholen.

Die Medienkonferenz bestätigt heute folgende graviernden Versäumnisse des Bundesrates hinsichtlich Krisenkommunikation, nachdem er seit Wochen - wenn nicht seit Monaten - gewusst hat, wie der Hase läuft:

Das was jetzt die Expertenguppe tun muss, hätte schon längst - während der Phase des Antizipierens - gemacht werden können: Der Bundesrat hätte die notwendige Zeit gehabt, alle Varianten und möglichen Lösungen aufzulisten - mit Vor- und Nachteilen - auch unter Beizug von Spezialisten. Nun, lässt der Bundesrat lediglich das nachholen, was schon längst fällig gewesen war!

Der Finanzminister versprach heute: Künftig werde der Bundesrat die Kommunikation führen. Die Führung liege künftig in der Hand des Bundespräsidenten. Bitte, auch das hätte längst festgelegt werden müssen!

< style="color: rgb(204, 102, 0);">professionelles Kommunikationskonzept

? Ich zweifle daran. Sonst hätte nicht jedes Mitglied des Bundesrat für sich individuell kommuniziert nach dem Prinzip "Jeder gegen Jeden".

Ferner vermissten wir seit Wochen einen offiziellen Krisenstab.

Der einberufene Ausschuss von drei Bundesräten kann gar kein taugliches Führunsinstrument sein. Denn jeder der Drei kann sich in diesem Ausschuss verstecken. Denn niemand trug die Verantwortung.

Es mangelte während der ganzen Führungskrise an einer Strategie, um das Bankenkundengeheimnis zu verteidigen.

FAZIT: IM GRUNDE GENOMMEN BOT DER BUNDESRAT EIN TRAUERSPIEL.

Die Mediensechos fallen denn auch entsprechend kritisch aus:

Nebulös!

Ich zitiere die NZZ:

«Grobe Steuerhinterziehung», «dynamische Weiterentwicklung des Bankgeheimnisses»: Mehrere Mitglieder des Bundesrats hausierten in den letzten Tagen mit unverständlichen Wortschöpfungen, um sich nicht festlegen zu müssen oder Zeit zu gewinnen. Vor der Regierungssitzung am Freitag waren die Erwartungen entsprechend hoch: Der Bundesrat sollte endlich Klartext reden und eine Strategie darlegen, wie der Schweizer Finanzplatz aus dem Würgegriff Amerikas und mehrerer EU-Staaten befreit werden kann.

Der Paukenschlag blieb aus. Was Bundespräsident Hans-Rudolf Merz vor den Medien bekanntgab, hätte die Regierung schon vor Monaten beschliessen können.....

Ich zitiere die SN:

So klug als wie zuvor

Der rhetorische Nebel den Merz und Widmer-Schlumpf mit Begriffen wie "dynamische Weiterentwicklung des Bankgeheimnisses" und "grobe Steuerhinterziehung" produziert hatten, hat sich nicht gelichtet. Stattdessen wurde eine Expertengruppe benannt, die er schon vor zwei Wochen hätte gebildet werden können.

Ich zitiere Blick:

Heute wiederholte Merz aber nur Bekanntes: Verfahren sollen beschleunigt werden. Es dürfte eine Verbesserung der Rechtshilfe geben.

Und dann verwies Merz auf seine Expertengruppe. Diese werde jetzt zwei Wochen beraten, und dann werde der Bundesrat informieren.

(Illu 20 Min)

In zwei Wochen mehr: Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat die Medien am Freitag in Bern über die Expertengruppe zum Bankgeheimnis informiert. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Indem die Expertengruppe erst jetzt gebildet wird, angeblich um Denkzeit zu gewinnen wurde im Grunde genommen erneut wertvolle Zeit vertrödelt?

Was wir heute immerhin wissen: Die Richtung des Bundesrates ist unklar!

Dafür spricht Peter Spuhler KLARTEXT!

Ich zitiere aus dem Tagi Interview vom 7.3.09:

Der Thurgauer Nationalrat Peter Spuhler sagt, dass der Bundesrat die Schweiz in der Krise um das Bankgeheimnis bisher zu wenig klar vertreten hat.

Der Thurgauer Nationalrat Peter Spuhler sagt, dass der Bundesrat die Schweiz in der Krise um das Bankgeheimnis bisher zu wenig klar vertreten hat.

Aus dem Interview:

War es richtig, dass der Bundesrat die Herausgabe von Kundendaten der UBS an die amerikanische Behörde erlaubte?

Bisher spielte der Bundesrat in der Krise betreffend Bankkundengeheimnis eine schwache Rolle. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie die Position der Schweiz nach aussen und nach innen klar kommuniziert. Wir haben ja ein ganz anderes System als die anderen Länder, die die Steuern meist als Quellensteuer direkt vom Lohn abziehen. Sie kennen die Selbstdeklaration nicht, die wir mit der Steuererklärung haben. Der Bürger hat in der Schweiz eine höhere Eigenverantwortung als beispielsweise in Deutschland oder den USA. Daraus ergibt sich die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug.

Wie erklären Sie den Unterschied?

Wir gehen in der Schweiz davon aus, dass die Bürger die Steuererklärung nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen. Wenn etwas vergessen geht, ist das Steuerhinterziehung. Wenn man aber bewusst eine Lohnabrechnung oder ein Formular fälscht, das zur Steuererklärung gehört, ist das Steuerbetrug.

Sollte die Schweiz am herkömmlichen Bankgeheimnis festhalten?

Ja, denn rechtlich ist alles sauber geregelt. Wir haben Rechtshilfeabkommen, das Zinsbesteuerungsabkommen mit der EU und in den letzten Wochen haben wir mit England und Frankreich neue Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Ausgerechnet diese Länder attackieren uns jetzt. Aus wirtschaftlichen Gründen. Aber diese Fakten hört man nicht. Die Regierung schweigt und glaubt, dass sie eine solche internationale Krise aussitzen kann.

Aber Frau Widmer-Schlumpf war doch in Amerika.

Doch statt den Amerikanern den Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug zu erklären, kreierte sie einen dritten Begriff, nämlich «grobe Steuerhinterziehung». Das gibt es gar nicht. Das ist der Kommunikations-Gau!

Es gibt aber sogar Banker, die meinen, dass die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung nicht mehr haltbar sei.

Wir müssen uns bewusst sein, dass ein Wirtschaftskrieg im Gange ist. Es geht um die Frage, welches Land nach der Finanzkrise welchen Anteil an den Finanzdienstleistungen hat. Und wenn wir jetzt nicht die Kraft aufbringen, unsere Position zu kommunizieren und zu verteidigen, dann wird der Finanzplatz Schweiz geschwächt. Das Geschäft geht dann nach London oder Paris oder New York.

Um was für einen Anteil am Wohlstand geht es?

Vor der Krise erwirtschaftete der Finanzplatz etwa 13 bis 14 Prozent des BIP. Und bezahlte etwa den gleichen Anteil an Steuern. Das sind Milliarden. Letztlich geht es jetzt aber um die Frage, ob die Schweiz als Finanzplatz überleben kann oder nicht.

Soll das Bankgeheimnis im Ausland anders ausgestaltet sein als im Inland?

Das ist Blödsinn. In den Bilateralen Verträgen haben wir das Zinsbesteuerungsabkommen festgelegt, bei dem auf den ausländischen Guthaben eine Quellensteuer erhoben wird. Man kann selbstverständlich darüber diskutieren, ob man das auf Amerika ausdehnen soll. Doch sonst müssen wir unsere Postion halten. Das erwarte ich auch von unserer Regierung.

Aber die Amerikaner wollen den gläsernen Bankkunden.

Eines der höchsten Güter der Schweiz ist der Schutz der Privatsphäre. Ein weiteres ist die Eigenverantwortung der Bürger. Würden wir den gläsernen Kunden einführen, wäre das eine Katastrophe. Ein Zeichen dafür, dass wir als Willensnation Schweiz nicht mehr in der Lage sind, unsere Interessen international a) zu kommunizieren und b) zu verteidigen.

Wäre der Druck kleiner, wenn wir in der EU wären?

Das glaube ich nicht. Dann würde man einfach per Gesetz aus Brüssel sagen, was gilt. Es gibt ja drei EU-Staaten, nämlich Luxemburg, Belgien und Österreich, die heute das wasserdichtere Bankgeheimnis haben als wir. Auch das muss man nach aussen kommunizieren. Dafür müsste man bereit sein, mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Und sie auch unter Druck zu setzen. Aber wir haben niemanden in der Regierung, der das macht.

Animation

Das «Wunder vom Hudson» als Trickfilm

(Quelle 20 Min/Youtube)

Der Animationsfilm ist so spannend wie ein Hollywood-Thriller und zeigt die spektakuläre Notwasserung des Fluges 1549 am 15. Januar 2009, als Pilot Sullenberger wie durch ein Wunder 155 Menschen das Leben rettete.

(Quelle: YouTube)

Der Film der US-Firma Scenesystems zeigt eindrücklich, wie präzise und gelassen Pilot Sullenberger den Airbus A320 am 15. Januar auf dem Hudson in New York notwasserte. Unterlegt ist der Film mit den originalen Tonaufnahmen aus dem Cockpit.

Kommentar: Ein Beispiel, das zeigt, dass wir ohne Training keine Spitzenleistungen vollbringen können. Es ist heute bekannt, dass Pilot Sullenberger immer wieder im Simulator Landungen ohne Triebwerk geübt hat. Uebung macht den Meister! Dies gilt auch bei der Medienrhetorik. K+K ermöglicht Ihnen ein individuelles Training in unserem Mediensimulator. Ueberall - auch beim Sport - genügt die beste Begabung allein nicht. Training ist ein MUSS.

Donnerstag, 5. März 2009

Ex-Bundesrat Villiger wird Kurer ersetzen

Weshalb dies ein geschickter Schachzug war

Ich hatte verschiedentlich Peter Kurers Rhetorik und Verhalten analysiert und kam zum Schluss: Kurer ist unhaltbar. Er muss weg. Als Rohner das Feld räumen musste, schrieb ich bereits im Blog, es würden hinsichtlich der Kurer Ablösung bereits die Messer gewetzt. Die ganze Spitze müsse ausgewechselt werden. Es brauche einen Neubeginn. Nachdem Oswald Grübel Rohner ersetzte, liess Kurer im Fernsehen noch wortstark verlauten: Er werde im Amt bleiben. Es dürften nicht zwei Spitzenleute gleichzeitig ersetzt werden, sonst sei die Kontinuität nicht gewahrt! Erstaunlich: Kurz darauf musste auch Kurer gehen und zur grossen Ueberraschung aller wurde Kaspar Villiger als Präsident des VR der UBS nominiert: Weshalb dieser Wahlvorschlag ein geschickter Schachzug war:

Illustration aus TAGI:

Bestens vernetzt: Villiger (r.) erklärte seine Motivation gestern vor Journalisten im Beisein des scheidenden VR-Präsidenten Peter Kurer.

Bestens vernetzt: Villiger (r.) erklärte seine Motivation gestern vor Journalisten im Beisein des scheidenden VR-Präsidenten Peter Kurer. (Bild: Keystone)

--> Villiger kann das Vertrauen aufbauen

--> Er ist integer

--> Er hat eine grosse Erfahrung in Finanz- und Führungsbelangen

--> Er hat ein grosses Netzwerk

--> Er ist Krisen erprobt

--> Er hat in breiten Kreisen eine grosse Akzeptanz

--> Er ergänzt Grübel ideal (Beide haben ihre Bereiche, CEO und VR wird klar abgegrenzt )

--> Villiger ist nicht mit der Bonifrage und den Verfehlungen der UBS in Amerika verbandelt

--> Er ist ein guter Kommunikator

--> Er ist kompromissbereit

--> In der jetzigen Situation bracht es politisches Geschick und das hat Villiger

Der Vorwurf, Villiger habe es immer allen recht machen wollen, kann in der neuen Aufgabe, in der neuen Situation ein Vorteil sein. Villiger muss es nämlich gelingen bei Verhandlungen alle zu Gewinnern zu machen.

Kaspar Villiger, Vorzeigepolitiker mit grossen Sympathien im Volk. Bild: EQ Images /Andreas Meier (Quelle Tagblatt)

Ich zitiere Tagi online:

«Unterschätzen Sie Villiger nicht»

UBS-Vizepräsident Sergio Marchionne äussert sich über das Renommee von Kaspar Villiger als Banker und die Sorgen mit den USA.

Sergio Marchionne: «Ich bin überglücklich, dass Villiger den Job angenommen hat.»

Sergio Marchionne: «Ich bin überglücklich, dass Villiger den Job angenommen hat.» (Bild: Keystone)

Der Name Villiger ist aber keine Topmarke in der internationalen Finanzwelt. Er ist es, unterschätzen Sie ihn nicht.

Wie muss sich das UBS-Geschäft verändern? Der Markt ist in einer sehr schwierigen Situation. Es ist schwer zu sagen, wie schnell die Bank aus der Krise herausfinden wird. Die gesamte Branche sucht wieder Tritt zu fassen und Strukturen zu finden, um erfolgreich zu bestehen. Die UBS ist in der überaus glücklichen Lage, dass sie die international grösste Vermögensverwalterin ist.

Wird sich mit Villiger die angespannte Situation mit den USA entspannen? Ich überlasse das Villiger und der Bankführung. Die Freundschaft zwischen den USA und der Schweiz ist ziemlich tief. Die Animosität, die aufgebaut wurde, ist übertrieben. Wir müssen die Sache beruhigen und die Nerven aller Beteiligten wieder auf ein normales Mass herunterbringen.

Ende Zitat

Kommentar: Ich TRAUE Villiger zu, dass er das VerTRAUEN in die UBS wieder zurückgewinnen kann.

Das Wort VerTRAUEN hat etwas mit TRAUEN zu tun.

Nachtrag Blick 5.3.09:

Wenn die SVP tatsächlich wieder (Gemäss Blick Titel) Blocher als Kandidat gegen Villiger ins Rennen schicken will, frage ich mich ein zweites Mal: Was ist mit Blocher los?

Die Idee Mörgelis ist aus meiner Sicht eine Bieridee , denn Christoph Blocher hat einmal mehr gar keine Chance. Ich vermute, dass es Blocher diesmal wiederum nur darum geht, ins Rampenlicht der Medien gehieft zu werden. "Man redet wenigstens von mir - wenngleich die Chance - wie bei der Bundesratswahl - gleich Null ist!"

SVP will mit Blocher Villiger verhindern

Im Blocher TV erfuhren wir erst am 6. März, dass sich Christoph Blocher nie als Verwaltungsratspräsident zur Verfügung stellen würde. Er wäre auch von allen guten Geistern verlassen gewesen, wenn er den Vorschlag Mörgelis ernst genommen hätte. Sonderbar ist für mich dennoch, dass Nationalrat Mörgeli nicht mit Christoph Blocher über seinen Vorschlag gesprochen hat. Blocher behauptete, er habe davon nichts gewusst. So etwas kann ich mir nicht vorstellen. Die SVP ist sonst keine Partei, die im Führungsgremium nicht miteinander spricht.

Der Winter ist zurückgekehrt

Winterromantik im März: Schneeglöckchen in ihrem Element – aufgenommen vor vier Tagen in Sankt Gallen.

(Bild: Keystone)

Mittwoch, 4. März 2009

Das Bild für Donnerstag: Schneetag im März

schnee

Das SPIEGEL - Dilemma

Senta Berger: "Ich schaue nicht gern in den Spiegel. Denn es ist nicht leicht, wenn der Spiegel sagt, früher hast Du blühender ausgesehen!"

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/literatur/vor_ort/00002873.php http://alamoweirdwednesday.blogspot.com/2008/07/puzzle-aka-man-without-memory-tonight.html http://www.steffi-line.de/archiv_text/nost_buehne/02b_berger_senta.htm

Wir wissen es zwar längst, dass wir bei der Alltagskommunikation unsere blinden Flecken nur dann erkennen, wenn sie uns mit Spiegelverfahren (Rückmeldungen) 1:1 bewusst gemacht werden.

Der Spiegel mit Videofeedback - fachgerecht angewendet - ist deshalb beim Coaching ein wertvoller Lernbeschleuniger. Er führt dazu, uns zu akzeptieren - so wie wir tatsächlich sind. Und merken auch, dass wir im Grunde genommen besser wirken als wir es meinen.

Doch die Konfrontation mit dem eigenen Bild ist am Anfang für viele oft ein Schock.

Wer sich offen spiegeln lässt, steckt somit in einer Zwickmühle: Wir sollten uns spiegeln lassen und möchte aber nicht gespiegelt werden. Ohne die Bereitschaft, sich so zu sehen, wie wir wahrgenommen werden, kommen wir nicht weiter.

Die Schauspielerin Senta Berger; Rechte: wdr

Senta Berger

Senta Berger bestätigt in erstaunlicher Offenheit: Die Konfrontation mit der Realität (echtes Abbild) fällt ihr recht schwer. Die bekannte Schauspielerin erkannte, dass sie sich selbst nicht so sieht, wie es das Spiegelbild offenbart.

Die Wahrheit kann schmerzen, besonders, wenn wir unser Spiegelbild jahrelang verdrängen oder dem Spiegel zu lange ausgewichen sind.

Nur dank permanenter Konfrontation mit dem aktuellen Abbild kommt es letztlich zum Akzeptieren des ICH. Man hat dann nicht mehr nötig, das wahre Bild zu verdrängen.

In unseren Seminaren (ich arbeite in der Regel mit fachgerechtem Videofeedback) gibt es immer wieder Teilnehmende, die sich nicht sehen wollen. Es zeigt sich dann, dass sie - dank der Ausweichtaktik - sich über Jahre im Glauben lassen können, man sehe noch so aus, wie auf der Konfirmationsphoto. Sie sind sich dieser Selbsttäuschung gar nicht bewusst geworden. Sie glauben, ihr Gesicht habe sich nicht verändert.

Wer dem Spiegel ausweicht, verhindert das Akzeptieren der eigenen Person. Wer sich jedoch akzeptieren kann - so wie er - gelangt gleichsam ins Lot. Er sieht die Balnce zwischen Stärken und Defiziten.

Uebrigens: Das Videobild zeigt uns zudem nicht seitenverkehrt, so wie wir uns im Spiegel im Badezimmer täglich X Mal sehen. Das Spiegeln mit Video ist somit im weitesten Sinn eine echte Selbsterfahrung.

Falls Sie sich auf dem Weg "des sich Akzeptierens" begeben wollen, setzen Sie sich mit K+K in Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

LINK:

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