Donnerstag, 29. Januar 2009

Bückling vor China

Und dies in einem Land, das sonst Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Demostrationsfreiheit gross schreibt

Aus TAGI online:

Tibet-Fahne: «Ich darf doch zeigen, was ich will»

Die Bündner Polizei ging gestern gegen die «Kundgebung» im Schaufenster von Margrit Merz vor und verbot das Zeigen einer Tibet-Fahne. Selbst beim Bündner Wef-Ausschuss wundert man sich über das Vorgehen.

Auch mich wundert dieses Vorgehen!

Nachtrag aus 20 Min vom 30. Jan:

China-Politik

Tibet-Frage: «Bundesrat hat Schere im Kopf»

Die Tibeter-Seele kocht: Sie sind entsetzt über die Mutlosigkeit der Landesregierung. Selbst Parlamentarier sprechen von «chinesischen Zuständen», welche in der Schweiz herrschten. Nun fordern Tibeter, dass der Bundesrat den Dalai Lama empfängt.

Tibet war kein Thema: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao (links) mit Bundespräsident Hans-Rudolf Merz während seines Arbeitsbesuchs am Dienstag in Bern.

(Bild: Keystone/Peter Schneider)

Schöne Worte benutzte Bundespräsident Hans-Rudolf Merz am Mittwoch in Davos: «Die Schweiz ist eines der offensten Länder der Welt», sagte er zur Eröffnung des WEF.

Wenig offen zeigte sich die Schweiz jedoch in diesen Tagen gegenüber den Tibetern. Die Polizei verhaftete Demonstranten und hängte eine Flagge ab, um den chinesischen Ministerpräsidenten Wen nicht zu verärgern. Und auch der Bundesrat legte wenig Wert auf den vielbeschworenen Menschenrechtsdialog. Beim Treffen mit Wen sprach er das Thema Tibet nicht an.

«Bundesrat kuscht vor Chinesen»

Dafür gibts jetzt Kritik: «Der Bundesrat kuscht vor den Chinesen und hat kein Rückgrat gezeigt», sagt Yangchen Büchli, Präsidentin der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft GSTF. «Wir Tibeter sind entsetzt über die Ereignisse der letzten Tage. Es hat uns die Sprache verschlagen.» Sie hätten das Gefühl gehabt, sie seien während der Demonstration dem verlängerten Arm der chinesischen Regierung ausgeliefert gewesen, sagt Büchli.

Bundespolitiker sind ebenfalls empört: «Wenn es um China geht, sind unsere Bundesräte Duckmäuser», sagt SVP-Nationalrat Oskar Freysinger (VS), Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Tibet. Dessen Präsident, der Zürcher SP-Nationalrat Mario Fehr, hat Merz im Vorfeld des Besuchs noch einen Brief geschrieben. Darin bat er den Bundesrat, das Thema Tibet anzusprechen. Nun ist er umso mehr enttäuscht: «Der Bundesrat hat eine Schere im Kopf. Aus vorauseilendem Gehorsam spricht er das Thema gar nicht an.»

Ein Sprecher von Merz wollte zum Treffen mit Wen keinen Kommentar abgeben.

Der Virus "Mediengeilheit" auch noch im Alter blind :

Nella Martinetti kann es nicht lassen, selbst wenn sie sich lächerlich macht

blick-online:

«Was ich beruflich mache, interessiert eigentlich niemanden», sagt die 63-jährige Nella Martinetti traurig.

Bisher war es denn auch ihr Privatleben, das die Klatschspalten füllte. Mehrfach gab sie bereitwillig intime Details preis. Unvergessen die Affäre mit einem ihrer jungen Lover, Claudio De Bartolo (damals 22 Jahre alt).

Inzwischen haben gesundheitliche Probleme (Fybromalgie) Nellas Auftritte in der Öffentlichkeit seltener werden lassen. 3+ will das nun anscheinend ändern und die Frührentnerin zurück in die Schweizer Wohnzimmer bringen.

Die Medien habe sie längst durchschaut: «Die wollen Geschichten über Sex, Liebe, Skandale.», sagte die Schweizer Entertainerin einst. Bleibt die Frage, ob die TV-Zuschauer da nicht doch eher wegzappen würden.

Nella Martinetti mit Früchten und Gemüsen. (RDB)

Nella Martinetti als Höhlenbewohnerin 1998 (RDB)

Nella Martinetti zieht Adolf Ogi Ogi-Krawatte an. (RDB)

Kommentar überflüssig! Nella Martinetti hat nichts gelernt und wird nichts mehr lernen. Wer vom Virus "Mediengeilheit" befallen ist, merkt nicht mehr, dass er sich lächerlich macht.

Der künstliche Tiefschlaf von Daniel Albrecht wird in den Medien weiter thematisiert

Tagi online:

Im Notfall hindern Ärzte das Gehirn am Arbeiten

28.01.2009

Ein künstliches Koma, wie beim Skirennfahrer Daniel Albrecht, soll den Teufelskreis unterbrechen, der zu schweren Hirnschäden führen kann.

Nach seinem Horrorsturz wurde Albrecht ins künstliche Koma versetzt - um mögliche Hirnschäden zu verhindern.

Nach seinem Horrorsturz wurde Albrecht ins künstliche Koma versetzt - um mögliche Hirnschäden zu verhindern. (Bild: Keystone)

«Die meisten beatmeten und im Tiefschlaf gehaltenen Patienten haben nach spätestens einer Woche eine Lungenentzündung», sagt der Intensivmediziner Hans Pargger vom Basler Universitätsspital.

Durch das Liegen werden nicht alle Lungenabschnitte gut belüftet, die Schlafmedikamente verhindern das Husten und Sekret sammelt sich an – ein guter Nährboden für Keime. Blutungen in die Lunge, wie Daniel Albrecht sie erlitten hat, erhöhen das Risiko für Lungenentzündungen noch. Die Frage sei immer, welche Keime auf der jeweiligen Intensivstation vorherrschen, und wie resistent sie gegenüber den Antibiotika seien, führt Pargger aus.

Im Fall des Skirennfahrers sei der Keim identifiziert. Er würde gut auf die Behandlung ansprechen, gab Swiss-Ski gestern bekannt. Heute will der Skiverband neue Informationen zum Gesundheitszustand des 25-Jährigen liefern.

Bei Albrecht ist jetzt die Lunge das Hauptproblem. Deshalb setzen die Ärzte in Innsbruck die Beatmung und das künstliche Koma fort, das sie unter anderem begonnen hatten, um sein Hirn zu schützen.

Zu viel Nachfrage, zu wenig Angebot

«Nach einem Schädel-Hirn-Trauma herrscht im Hirn ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffnachfrage und -angebot», erläutert Bruno Regli, stellvertretender Chefarzt für Intensivmedizin am Berner Inselspital. Das Ziel der Intensivmediziner ist deshalb, «den Sauerstoffverbrauch des Hirns tief zu halten». Gefährlich seien nicht nur Hirnprellungen und -blutungen, die direkt vom Unfall herrührten. Gefürchtet bei den Intensivärzten sind auch die so genannten sekundären Schäden.

«Bei über der Hälfte der Patienten sieht man 24 Stunden nach dem Unfall im Computertomogramm mehr Schäden am Hirn als zu Beginn», sagt Reto Stocker, Abteilungsleiter der Chirurgischen Intensivmedizin am Zürcher Universitätsspital.

Bei einer Hirnverletzung kommt ein Teufelskreis in Gang: Zuerst gehen Zellen kaputt und zerfallen. Dabei werden verschiedene Substanzen freigesetzt. Diese erhöhte Konzentration an Stoffen im geschädigten Areal zieht rasch Wasser aus der Umgebung an. Zudem werden die feinen Kapillargefässe undicht. Der Bereich schwillt an.

Da das Hirn unter den Schädelknochen «gefangen» ist, kann es nicht ausweichen, der Hirndruck steigt und Blutgefässe werden abgedrückt. Deshalb sinkt die Durchblutung und mit ihr die lebenswichtige Sauerstoffversorgung der Zellen. Das wiederum führt zu weiteren Zelluntergängen.

Weil ein arbeitendes Gehirn mehr Sauerstoff braucht, sollen Medikamente und Kühlmatten die Hirnfunktionen drosseln. «Notfalls machen wir das bis zur totalen Stilllegung der Hirnkurven im EEG. Dafür braucht man aber hohe Medikamentendosen», legt Hans Pargger dar.

Zum Einsatz kommen dabei Mittel, wie sie auch bei Allgemeinanästhesien für Operationen verwendet werden: dem Valium verwandte Beruhigungsmedikamente und andere starke Schlafmittel, darunter auch Morphin-ähnliche Wirkstoffe sowie Thiopental. «Damit lässt sich der Sauerstoffverbrauch im Hirn um die Hälfte reduzieren», sagt Reto Stocker.

Auf 32 Grad kühlen

Genügt dies nicht, wird der Patient auf eine Temperatur von 32 bis 34 Grad Celsius gekühlt. Pro Grad Kühlung sinkt die Stoffwechselrate um etwa sieben Prozent. Auch nach einem Herzstillstand mit Wiederbelebung verbessert sich die Prognose, wenn die Betroffenen ein bis zwei Tage gekühlt werden.

Muskelerschlaffende Medikamente unterbinden dabei das Muskelzittern, das sonst bei solch tiefen Temperaturen auftreten würde. Der Nachteil dieses Verfahrens: Die Kühlung erhöht das Risiko für eine Lungenentzündung.

Die Patienten bekämen nicht mit, was mit ihnen passiere, sagt Pargger, «aber wir wissen nicht sicher, was sich im Unterbewusstsein abspielt.» Im Prinzip könnten ansonsten gesunde Menschen wochenlang im Tiefschlaf gehalten werden. Überwacht werden ihre Hirnfunktionen nicht nur mit der Ableitung der Hirnströme. Je nach Fall werden bis zu vier dünne Sonden ins Hirn eingelegt. Sie messen den Hirndruck oder die Hirntemperatur (um zu wissen, wie stark gekühlt werden muss). Stoffwechsel-Sonden verfolgen unter anderem die Konzentration des Energiespenders Glucose sowie der Milchsäure, die bei Sauerstoffmangel ansteigt.

Solange der Patient derart anästhesiert ist, sorgen Pflegende, Ärzte und Maschinen dafür, dass er beatmet wird, dass er Flüssigkeit und Nahrung erhält und dass er nicht wund liegt. Ein Risiko beim künstlichen Koma sind gefährliche Embolien durch Blutgerinnsel. Überdies bauen die Patienten rasch Muskeln ab. Nach langer Anästhesie muss der Kranke darum erst wieder die Atemmuskeln trainieren, bevor er vom Beatmungsgerät getrennt wird.

Da insbesondere Thiopental im Fettgewebe gespeichert und von dort wieder abgegeben wird, «kann es nach dem Absetzen noch Tage dauern, bis der Patient wieder wach wird», sagt Bruno Regli.

Kommentar: Ich kann mir gut vorstellen, dass Pseudomediziner und Journalisten den Aerzen in Innsbruck vorwerfen, Albrecht werde zu lange im künstlichen Tiefschlaf gehalten. Es liegt nun an den behandelnden Aerzten die Vor- und Nachteile ihrer Massnahmen verständlich zu erklären. Journalisten werden in den nächsten Tagen gewiss neue Fragen stellen.Beispielsweise: Mit welchen Sekundärschäden muss bei Daniel Albrecht gerechnet werden?

Der Titel im Tagesanzeiger ist für mich unglücklich gewählt. Tönt so, als würden die Aerzte die Heilung behindern. Im Text wird dann aber erklärt, dass sie duch das Koma verhindern, dass.......

Albrecht liegt noch immer im Unispital Innsbruck. (Keystone)

Infoblock:

Lungenfibrose

Die Lungenfibrose ist eine Schrumpfung der Lunge. Eine Behandlung erfolgt meist mit kortisonhaltigen Präparaten und der Verabreichung von Sauerstoff. In einem frühen Stadium werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. In schwerwiegenden Fällen muss gar eine Lungentransplantation in Erwägung gezogen werden.

Enormes Medieninteresse:

NACHTRAG 30.1.09 (Blick):

Albrecht: Keine Blutungen mehr in Lunge
11:14 | 30.01.2009
Albrecht: Keine Blutungen mehr in Lunge

Gute Nachrichten aus der Uniklinik Innsbruck:

Die Lungenblutungen bei Daniel Albrecht sind zum Stillstand gekommen.

Montag, 26. Januar 2009

In Albrechts Lunge fliesst noch Blut

titelt heute blick-online:

Daniel Albrecht liegt weiterhin in der Innsbrucker Universitätsklinik. Er bleibt immer noch im künstlichen Koma.

Daniel Albrecht hat nach seinem Sturz vom Donnerstag beim Abfahrtstraining in Kitzbühel – Hirnblutung und Lungenquetschung – auch die dritte Nacht in der Innsbrucker Universitätsklinik stabil verbracht. Professor Koller erklärte allerdings, dass es im Bereich der Lunge verschiedene Blutungen gebe.

«Diese sind zwar klein, wir können sie chirurgisch nicht behandeln. Wir müssen darauf achten, dass die Lunge ihre korrekte Ausdehnung behält.» Die Lungenfunktion sei auch für den Zustand des Hirns extrem wichtig. Wegen der Lungen-Blutungen bleibt Albrecht deshalb weiter im künstlichen Tiefschlaf.

Kommentar: Wenn wir den Blicktitel mit den Aussagen des leitenden Arztes vergleichen, stellen wir fest, dass der Titel suggeriert, in der Lunge fliesse "viel" Blut. Dabei wurde nur von kleinen Blutungen gesprochen, die (ohne Eingriff) gestillt sein müssen. Die korrekte Information des Arztes wurde von der Redaktion im Titel eindeutig dramatisiert. Boulevardzeitungen wollen bekanntlich Verkaufszahlen. Die Blattmacher wissen, dass man vor allem mit Tränen, Blut und Sperma die Verkaufszahlen verbessern kann. Es wundert mich eigentlich, dass es im Titel nicht heisst: In Albrechts Lunge strömt Blut!

Sonntag, 25. Januar 2009

Dicke Post: Trotz der Finanzspritze werden bei der UBS Boni ausbezahlt.

20 Min:

Abzocke geht weiter

FINMA bewilligt Boni bei UBS

Die Schweizerische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat die Bonuszahlungen der Grossbank UBS an ihre Manager für das vergangene Jahr abgesegnet. Es seien zwar massive und substanzielle Kürzungen vorgenommen worden.

Kommentar: Wer es auch immer zugelassen hat, dass die UBS Boni auszahlen kann, obschon es ihr schlecht geht und der Bund die Grossbank mit einer enormen Summe vor dem Ruin retten musste: Dass im heutigen Zeitpunkt die Bank - trotz der Krise - überhaupt Boni auszahlen darf, ist unbegreiflich. Die zusätzlichen Belohnungen (für schlechtes Wirtschaften) wecken bei der Bevölkerung Wut. Die Zahlungen werden nicht verstanden, selbst wenn man Bonis früher vertraglich fixiert hatte. Ich finde Auszahlungen von Bonis - in der heutigen Situation - mehr als ungeschickt. Sie wirken arrogant und die neue Führung der UBS untergräbt das neue Vertrauen, das aufgebaut werden sollte. Ich frage mich, weshalb der Bund die Finanzspritze nicht an die Bedingung knüpfen durfte, mit einer Klausel dass vorläufig keine Bonis bezahlt werden dürften, bis..... Wurden die Politiker über den Tisch gezogen?

Boni sind plötzlich keine Boni mehr

Wie man aus Bonis "variablen Lohnkosten" macht

So einfach geht es: Wenn man merkt, dass die Volkswut kocht und die UBS Banken mit Farbbeuteln beworfen werden (weil die UBS mit Geldern des Bundes den Angestellten trotz schlechter Lage Boni zahlt), greift man zu einem plumpen sprachlichen Zaubertrick. Anstatt von Bonis spricht der Bundesrat plötzlich nur noch von

variablen Lohnkosten.

So einfach geht dies. Dank euphemistischer Wortkosmetik ist plötzlich alles wieder im Lot und der Bundesrat muss kein schlechtes Gewissen mehr haben, weil er nach der Finanzspritze nur noch von aussen zuschauen darf, wie die von UBS Kurer angekündigten Boni nun bedenkenlos ausbezahlt werden dürfen. Der Einfluss des Geldgebers ist dahin.

Tagi:

Bundesrat «hat Verständnis»

Der Bundesrat wurde darüber informiert, dass diese variablen Lohnkosten im Falle der UBS gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent gesenkt wurden. Diese Zahlungen seien vertraglich gebunden, und insofern nicht als eigentliche «Boni» zu bezeichnen, sagte Sigg. Über die Details werde die UBS informieren.

Der Bundesrat versteht die emotionalen Reaktionen, welche die Nachrichten über Bonus-Zahlungen der UBS ausgelöst haben.

Kommentar: Der Bundesrat zeigt Verstädnnis für den Aerger der Bevölkerung. Der Bürger hat sicherlich gar kein Verständnis für der billige Schönfärberei mit Worten. Nach meinem Dafürhalten darf man das Volk nicht für so dumm verkaufen. Nun ist der Ball bei der UBS. Der Führungsspitze der angeschlagenen Grossbank wird es nach der jüngsten Medienverlautbarung nicht mehr schwer fallen, die sogenannten variablen Lohnkosten als normalen Salair zu verkaufen.

Variable Lohnkosten - wortwörtlich genommen - müssten variabel sein d.h. in schlechten Zeiten werden sie mit Kürzungen verbunden, und in guten Zeiten gibt es zusätzliche Belohnungen. Kein Manager der UBS will jedoch etwas von Malus wissen. Boni mutieren zu einem festen Anteil des Grundlohnes.

Wenn schon variable Lohnkosten, dann dürfen die Kosten nach unten und nach oben variieren. Niemand kann nachvollziehen, dass ein Bonus für eine Phase bezahlt wird während der Geld bei der UBS in den Sand gesetzt worden ist. Vor allem, dass Stützungsgelder des Bundes für diese Boni eingesetzt werden können.

Normal Sterbliche hatten es nie begriffen, dass Manager für schlechte Leistungen belohnt wurden und beim Abgang auch noch einen goldenen Fallschirm erhielten.

Im Bundesrat ist man sich nicht ganz einig. Eveline Widmer- Schlumpf begreift es nicht, dass 2 Milliarden Bonizahlungen sanktioniert werden. Sie begreife den Unmut der Bevölkerung.

Tagi 29.1.09:

Der Bundesrat hat indirekt bestätigt, dass die UBS trotz Staatshilfe rund 2 Milliarden variable Zulagen verteilen will.

Vertraglich bindend sind indes bloss 1,3 Milliarden Franken.

Geschäftsprüfer werden aktiv

Die Arbeit der Finanzmarktaufsicht irritiert nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger, sondern beschäftigt nun auch die Aufseher des Parlaments, wie Recherchen des TA zeigen: SP- Nationalrat André Daguet hat letzte Woche an der Sitzung der Geschäftsprüfungskommission eine Reihe von Fragen eingereicht. Er möchte Klarheit über die Rolle erhalten, welche die Bankenaufsicht in der Finanzkrise gespielt hat. «Es muss geprüft werden, warum sie die Risiken lange nicht bemerkt hat und ob sie allenfalls sogar die Risiko-modelle abgesegnet hat, die zum Fiasko geführt haben», bestätigt Daguet.

Seine Intervention zielt auch auf die Arbeit von Aufsichtspräsident Eugen Haltiner ab. Man müsse prüfen, ob die Kontrollbehörde personell von der UBS genug unabhängig gewesen sei oder nicht - und inwiefern dies die Beurteilung der Bankrisiken beeinflusst habe, sagt Daguet. Er spielt damit auf Haltiners Werdegang an. Der Aufsichtpräsident stand vor seinem Wechsel in die Kontrollbehörde im Dienst der UBS. «Das Versagen der Bankenaufsicht ist von derart grosser Bedeutung, dass wir nicht daran vorbeigehen dürfen.»

Die Geschäftsprüfungskommission hat die Fragen entgegengenommen und prüft jetzt das weitere Vorgehen. Die Aufarbeitung der Aufsichtstätigkeit soll laut Daguet helfen, für die Zukunft die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Es geht noch dreister: 18 Milliarden Boni für US-Banker

Während die UBS die Boni auf ein Zehntel reduziert, erhalten US-Banker immer noch rund die Hälfte der letztjährigen Prämien - gleichviel wie im Jahr 2004.

Kommentar: Dicke Post!

Für Obama: Gipfel der Verantwortungslosigkeit!

Barack Obama bezeichnete als «beschämend», dass die Banken auch 2008 noch Milliarden an Bonuszahlungen ausgeschüttet haben. Diese Zahlungen seien erfolgt, während die Banken zeitgleich den Staat und damit den Steuerzahler um Milliardenhilfen angefleht hätten, erinnerte ein sichtlich erregter Obama. «Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit.»

Es wird immer grotesker!

tagi-online 2. Febr.

UBS: Zwei Milliarden Busse – und nochmals 6.3 Milliarden Verlust?

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg rechnet mit einem Verlust von 6.3 Milliarden Franken für die UBS im vierten Quartal 2008. Im Steuerstreit mit den USA droht eine Busse von 2 Milliarden Franken

Kommentar: Es geht immer schlechter und die UBS revidiert die Bonus Panne immer noch nicht. Das Motto der UBS: Je schlechter es geht, desto mehr Boni zahlen wir. Das Wort Malus exisitert bei dieser Grossbank s nicht und schlechte Resultate wurden groteskerweise mit Boni entgolten. Vor allem bei den obersten Chefs. Ihre Flops wurden stets vergoldet (mit Abgangsentschädigungen). Eine verkehrt Welt, die niemand mehr verstehen kann. Wir warten gespannt, mit welchen Argumenten die UBS an den Bonis für die schlechten Resultate festhalten will.

Fäkalfernsehen

Herr der Fliegen - Abenteuerlust

Im Dschungelcamp versuchen die Macher sich von Sendung zu Sendung hinsichtlich EKELszenen zu überbieten. Angeblich mit Erfolg. Die Einschaltquoten geben diesem Ekel-Konzept jedenfalls recht. Selbst Gottschalk versuchte im Wetten-dass? mit der Fäkalmasche Aufmerksamkeit zu erhaschen. Auch mit Erfolg!

Aus 20 Min:

Wetten dass...?

Pipikaka-TV

Eklig: Mit einer Fäkal-Wette machte Thomas Gottschalk gestern abend dem Dschungel-Camp Konkurrenz.

Frage: Wenn es so weitergeht. Wie kann man den Ekel noch steigern?

Kann man eine Bundesrätin einklagen, weil sie die Bevölkerung vor einer Wahl unter Druck gesetzt hat?

(foto aus news)

Die SVP will gegen Micheline Calmy-Rey klagen

Ich zitiere 20 Min:

SVP will Bundesrätin Calmy-Rey verklagen

Die SVP-Parteileitung prüft strafrechtliche Schritte gegen ­SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Parteipräsident Toni Brunner hat einen Juristen mit entsprechenden Abklärungen beauftragt.

Nach Auffassung Brunners verstösst der Bundesrat im Kampf für die Personenfreizügigkeit gegen Artikel 280 des Strafgesetzbuches («Eingriffe in das Stimm- und Wahlrecht»): Vorkämpferin Calmy-Rey drohe dem Volk, die Regierung würde im Falle eines Neins zur Personenfrei­zügigkeit die bilateralen Verträge mit der EU kündigen müssen. «Dabei hat die Regierung weder einen Auftrag, dies zu tun, noch wird sie so dumm sein, dies zu tun», sagt Brunner. Deshalb kommt laut Brunner Artikel 280 zum Tragen.

Strafbar macht sich demnach, wer Stimmberechtigte «durch Androhung ernstlicher Nachteile nötigt», ihr Stimmrecht «in einem bestimmten Sinn auszuüben». Das sei beim Bundesrat und insbesondere bei Calmy-Rey der Fall.

Kommentar: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SVP juristisch Erfolg haben wird. Doch erreicht sie mit der Ankündigung immerhin Medienaufmerksamkeit. Es ist einer der letzten Versuche der SVP, das Ja abzuwenden. Die Chancen zu einer Ablehnung sind klein. Denn der Bundesrat, das Parlament, die Parteien, die Medien und die Wirtschaftsverbände gehören zu den Befürwortern. Mit einer grossangelegten Kampagne gelang es den Befürwortern, der Bevölkerung zu zeigen, dass wir JA sagen MUESSEN, weil sonst die bilateralen Abkommen gefährdet sind. Uebrigens hat nicht nur Bundesrätin Calmy-Rey Druck ausgeübt und behauptet, ein NEIN würde von der EU nicht toleriert.