Samstag, 2. Februar 2008

Gilt auch für Dieter Bohlen:

"Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht"

Seit Jahren sind Bohlens unzumutbare Sprüche als Juror ein Thema. Bis jetzt konnte er trotz seiner erniedrigenden beleidigenden Worte stets den Kopf aus der Schlinge ziehen. Jetzt droht ihm vielleicht doch noch ein Klage.

Ich zitiere Bild online:

Nach Psycho-Kollaps

Jugendschützer prüfen „DSDS“

Jetzt könnte es für DSDS-Großmaul Dieter Bohlen eng werden!

Der Jugendschutz hat sich eingeschaltet – ein Prüfverfahren wurde eingeleitet. RTL droht ein saftiges Bußgeld.

Grund: Der Psycho-Kollaps von Kandidat Raymund (17) aus Leverkusen. Er sang die „Perfekte Welle“ der Pop-Band „Juli“. Schiefe Töne, schräger Gesang

Kollaps beim DSDS-Casting

Pop-Titan Dieter Bohlen gibt sich zu Beginn der 5. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ knallhart
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Dieter Bohlen knallhart zu dem Berufsschüler:

„Wir haben hier eine Schlechtestenliste. Da, glaube ich, liegst du ziemlich weit vorne.“

Darauf brach Raymund zusammen, wälzte sich weinend auf dem Boden – vor laufenden Kameras. Der Leverkusener wird seitdem mit Schmähanrufen bombardiert.

Schon im letzten Jahr hatte die Kommission für Jugendmedienschutz vier Beanstandungen gegen die Casting-Show ausgesprochen, die für RTL jedoch keine direkten Auswirkungen hatten, da zunächst kein Bußgeld verhängt wurde.

Kommissionschef Wolf-Dieter Ring sagte, er sei „schwer verärgert“ darüber, dass RTL trotz der Beanstandungen keine Konsequenzen gezogen habe.

Sollte erneut ein Verstoß gegen Jugendschutzbestimmungen festgestellt werden, drohe RTL ein Bußgeld.

Besonders geprüft würden die Wiederholungen der Show im Nachmittagsprogramm, da zu dieser Zeit auch Kinder vor dem Fernseher säßen, die in ihrer Entwicklung durch die gezeigten Szenenbeeinträchtigt werden könnten.

Äußerungen von Jury-Mitglied Dieter Bohlen, Verantwortung für den Vorfall trage letztlich der Vater des Jungen, der ihn zu der Show begleitet habe, bezeichnete Ring als „verlogen und scheinheilig“.

Zu den Fakten:

Bohlen: "Du wirst dein Leben lang ein scheiß-erfolgloser Friseur bleiben“

Bohlen-Opfer heulte sich bei TV-Therapeut Domian aus

– Deutschlands berühmtester Pop-Produzent macht ihn runter, Deutschlands berühmtester Fernseh-Therapeut baut ihn wieder auf ...

6,53 Millionen Zuschauer schalteten Mittwochabend bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) ein – und sahen, wie Jury-Mitglied Dieter Bohlen (53) seinen Kandidaten Dominik (22) gnadenlos abwatschte! Der arbeitslose Friseur aus Frankfurt hatte „Fairytale Gone Bad“ von der Rockgruppe „Sunrise Avenue“ gesungen.

DSDS-Kandidat Dominik (22) wurde beim Casting von Jury-Mitglied Dieter Bohlen (53) ordentlich abgewatscht
Foto: RTL

„Käse!“, urteilte Bohlen hart. „Das ist nix!“ Als Dominik um eine Chance bettelte, entwickelte sich ein böser Streit!

Dominik beschimpft Dieter: „Du kriegst deine Frauen durch dein Geld. Durch Geld und mehr nicht.“ Und: „Du hast Falten im Gesicht. Da seh ich 1000-mal besser aus.“

Bohlen darauf: „Natürlich hab ich Falten. Weil ich die letzten 40 Jahre echt hart gearbeitet habe.“ Dann der vernichtende Satz: „Du wirst dein ganzes Leben lang ein scheiß-erfolgloser Friseur bleiben!“

RUMS, KLATSCH!

TV-Seelsorger Jürgen Domian (49)

Dominik stieß nur noch ein hilfloses „Fuck you – ey, ehrlich“ raus.

Nur wenige Stunden nach dem Casting meldete sich Dominik völlig fertig in der WDR-Show von TV-Seelsorger Jürgen Domian (49) – und heulte sich aus. Über Bohlen sagte er: „Er ist bei mir unter die Gürtellinie gegangen, und ich bin bei ihm unter die Gürtellinie gegangen.“

RTL zeigte in der DSDS-Sendung Ausschnitte aus der Domian-Sendung. Was die Zuschauer nicht erfuhren: Dominik hat noch viel größere Probleme als den Zwist mit Bohlen.

„Mir könnten die Tränen kommen“, seufzte Dominik – und erzählte, wie ihn seine große Liebe verlassen hat. „Meine Frau ist seit vier Wochen schon weg von mir. Sie ist im dritten Monat schwanger.“ Domian dazu: „Das ist wirklich ganz traurig. Ihr müsst euch irgendwie zusammenraufen.“

Erst der schlimme Kollaps von DSDS-Kandidat Raymund jetzt der Nervenzusammenbruch von Dominik – führt RTL die Bewerber zu sehr vor?

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Nach Bohlen-Attacke bei „DSDS“

„Superstar“-Kandidat in Krankenhaus eingeliefert

Psychodrama um „DSDS“-Kandidat Raymund (17)! Eine Woche nach seinem Heul-Kollaps nach der Bohlen-Schelte im TV , erlitt der Schüler einen Zusammenbruch! Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Kollaps beim DSDS-Casting

Raymund (17) brach bei „Deutschland sucht den Superstar“ zusammen
Foto: RTL
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Die Wohnung seiner Eltern in Leverkusen wurde zuvor belagert. Raymund vor dem Zusammenbruch zu BILD: „Hier rufen jeden Tag 100 Leute an. Jemand hat unsere Wohnungstür eingetreten. Ich werde als ,Schwuchtel‘ beschimpft.“

Zu viel für den Teenager! Mittwoch um 12:32 Uhr wurde er in die Ambulanz einer Kölner Klinik eingeliefert.

Superstar-Juror Dieter Bohlen (53) zu BILD: „Das tut mir unheimlich leid. Das wollte keiner von uns. Ich bin aber der Meinung, dass nicht die Sprüche schuld sind. Ich glaube, für ihn ist einfach ein großer Traum zerplatzt. Diese Enttäuschung kann er jetzt wohl nicht verarbeiten.“ Bohlen sieht die Verantwortung bei den Eltern:

„Ich frage mich, warum ihn der Vater zu ,DSDS‘ geschickt hat. Jeder hat gemerkt, dass er nicht singen kann. Wieso hat ihm das niemand vorher gesagt? Man schickt auch keinen Nichtschwimmer in den Atlantik. Trotzdem wünsche ich ihm natürlich erst mal gute Besserung.“

RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer sagt: „In diesem Fall haben RTL und die Produktion dem Kandidaten aufgrund der starken Reaktion der Öffentlichkeit professionelle psychologische Hilfe angeboten. Aber die wurde abgelehnt, da sich die Lage laut Aussagen des Vaters beruhigt hat.“

Jetzt protestieren Jugendschützer gegen die Show. Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) kritisiert gegenüber „Spiegel online“ die „hämische Inszenierung“ der Kandidaten.

Die Kommission prüft jetzt, ob RTL ein Bußgeld zahlen muss, weil „Kinder und Jugendliche „negativ in ihrer Entwicklung beeinflusst werden“.

Ende Zitat

Kommentar: Immer wieder verletzt Bohlen Jugendliche, die sich zwar "freiwillig " seiner Exekutionsrhetorik aussetzen. Die Veantwortung für die psychischen Verletzungen kann jedoch Bohlen nicht delegieren. Er müsste als erfahrener Medienprofi die Wirkung von Worten kennen. Im jüngsten Fall versucht Bohlen die Schuld auf die Eltern abwälzen. Er weiss genau, dass er von BILD stets getragen wird. Dort sind Bohlens sogenannte Hammersprüche ein "Renner". Dem Boulevardblatt garantiert Bohlens Beleidigungen eine gute Leserquote und die losen Sprüche sind für BILD ein Verkaufsschlager. LINK: www.rhetorik.ch --> Exkutionsrhetorik (Navigation über das Inhaltsverzeichnis)

Freitag, 1. Februar 2008

OBAMA und CLINTON machen auf Harmonie, geben sich staatsmännisch Beide wissen: Ich darf die Nerven nicht verlieren! Nur wer übelegen ist ist überlegen.

-blick online 01.02.2008

LOS ANGELES – Es war ihre letzte TV-Debatte vor dem «Super Tuesday»: Barack Obama und Hillary Clinton waren ganz lieb miteinander – und ganz klar gegen den Irak-Krieg.

Zwei für Eines: Barack Obama und Hillary Clinton. (AP/Keystone/Reuters)

Die demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten haben die Notwendigkeit eines raschen Abzugs der US-Truppen aus dem Irak betont. Allerdings weigerte sich Clinton erneut, ein konkretes Datum für den Abzug zu setzen. Obama will die Truppen innerhalb von 16 Monaten nach Amtsantritt nach Hause bringen. Im Gegensatz zu seiner Rivalin habe er bereits von Beginn an im Senat gegen die Invasion gestimmt: «Ich war von Anfang an gegen den Krieg», sagte Obama in der letzten TV-Debatte vor dem entscheidenden Super-Dienstag, wenn in 22 Bundesstaaten Vorwahlen anstehen. Im Unterschied zu vorangegangenen Debatten herrschten diesmal zwischen Obama und Clinton geradezu versöhnliche Töne. Zugleich wurde deutlich, wie nahe die politischen Positionen der beiden Kandidaten beieinander liegen: Beide Kandidaten plädierten für eine bessere Gesundheitsversorgung, für eine Zurücknahme der Steuererleichterungen für die Reichsten und für eine Lösung der über 12 Millionen illegaler Immigranten in den USA.

Der «Super-Tuesday» ist ein wichtiges Datum im US-Wahlmarathon.

An diesem Super-Dienstag gibt es gleichzeitig in 22 Bundesstaaten parteiinterne Vorwahlen im Rennen um das Weisse Haus. In einigen Staaten treten nur Republikaner oder Demokraten gegeneinander an, in anderen Bewerber beider Parteien. Da an diesem Tag die meisten Delegierten für die Präsidentschaftswahl bestimmt werden, ist er oft vorentscheidend.

Ende Zitat

Jetzt wird es spannend!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Unverständlicher Entscheid!

Zitat aus 20 Minuten-online (30.1.08):

Streptomycin-Einsatz beunruhigt die Imker

Dass im Kampf gegen den Feuerbrand Streptomycin eingesetzt werden darf, sorgt bei den Imkern für Unbehagen. Auch Bio Suisse kritisiert den Entscheid.

Streptomycin-Einsatz gegen Feuerbrand kann den Honig belasten.

«Der Einsatz von Streptomycin betrifft die Ostschweiz besonders», sagt Bio-Suisse- Sprecherin Jacqueline Forster. Man verstehe den Entscheid des Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nicht.

«Rückstände können in den Honig gelangen. So besteht eine Resistenzgefahr beim Konsumenten»,

so Forster. Bio Suisse würde bei einem allfälligen Streptomycin-Einsatz die Untersuchung von Honig und bei zu hoher Belastung ein Konsumverbot verlangen. «Wenn Antibiotika gesprüht werden, höre ich auf», sagt Hobby-Imker Christian Künzler aus Amriswil. Und er befürchtet, dass er nicht der Einzige wäre. Auch Imker Rudolf Feuerle aus Stachen ist überzeugt, dass Kollegen die Motivation verlieren würden. Hans Züst, Präsident des St.Gallerischen Imkerverbandes, begrüsst den Entscheid des BLW nicht. «Ich kann die Obstbauern aber verstehen. Wir sind aufeinander angewiesen.» Er gibt den Forschern die Schuld: «Die haben geschlafen.» Im St.Galler Bio-Fachgeschäft Stadtladen ist Ostschweizer Honig sehr gefragt. Wäre dieser zu sehr belastet, würde auf andere umgestellt.

Ende Zitat

Kommentar: Ich bin überzeugt, dass der Entscheid nicht nur die Imker beunruhigt. Der Schaden für die Menschheit durch den Einsatz von

Streptomycin

kann irreparable Folgen haben.

Es ist bekannt, dass immer mehr Menschen immun werden gegen Antibiotikas. Ich vermute, dass sich das Bundesamt für Landwirtschaft von den Obstbauern beeinflussen liess und dem Druck nachgegeben hat. Der Entscheid ist jedenfalls bedauerlich. Wir fragen uns: Weshalb kann das Bundesamt für Gesundheit den folgenschwerden Entscheid des BLW nicht stoppen? Es geht in diesem Fall nicht nur um Aepfel. Die Bewilligung tangiert auch unsere Gesundheit! Den Obstbauern könnte anderweitig geholfen werden z.B. mit einer finanziellen Unterstützung.

Mittwoch, 30. Januar 2008

30.01.2008

Wie weit darf der Täterschutz gehen?

Roland K. hat in der Anstalt Pöschwies einen Mithäftling ermordet. Obschon er zwei Jugendliche sexuell missbraucht und getötet hatte , wird Roland K. habe als «nicht gefährlich manifestiert» eingestuft und der Direktor der Strafanstalt findet, ein gewisses Risiko müsse man eingehen. Es sei für einen Menschen unzumutbar, isoliert zu inhaftieren.

Ich zitiere Blick-online:

In der Zürcher Haftanstalt Pöschwies wird auch nach dem Mord vom Sonntag nichts geändert. Denn: Der Täter Roland K. habe in 14 Jahren Haft «zu keinen Klagen Anlass gegeben», sagte Thomas Manhart, Leiter des Zürcher Amtes für Justizvollzug heute.

Das heisst: Das Haftregime in der Zürcher Strafanstalt Pöschwies wird nach dem Tötungsdelikt vom Sonntag nicht geändert. Der Gefangene, der in einer offenen Zelle einen Mithäftling umbrachte, habe sich im Strafvollzug nicht «als gefährlich manifestiert», sagte Manhart.

Zwar sei ein einziger «Fall», der nicht mit Gewalt zu tun gehabt habe bekannt – der sei mit einer internen Disziplinierung sanktioniert worden.

Roland K. war potentiell gefährlich

Roland K. wurde als potenziell gemeingefährlich eingestuft. Er hatte 1982 im Kanton Schaffhausen einen 14-Jährigen und 1993 im Kanton Thurgau einen 13-Jährigen ermordet (siehe Dossier).

Der als unbehandelbar eingestufte Sexualstraftäter, der vermutlich lebenslang verwahrt bleibt, war schon vor seinen Morden selbstmordgefährdet und deswegen in Therapie gewesen, sagte Frank Urbaniok, der Leiter des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des JuV.

In Sicherheitshaft kommt in schweizerischen Gefängnissen auch ein potenziell gefährlicher Straftäter nur, wenn es konkrete Anzeichen gebe, «dass er auch unter Vollzugsbedingungen gefährlich ist», sagte Manhart. Das Risiko müsse immer individuell beurteilt werden.

Die schlimmsten Täter haben bei uns ein Anrecht auf Menschenwürde

Auch der Strafvollzug des schlimmsten Täters müsse menschenwürdig sein, betonte der JuV-Chef. Es könne nicht sein, dass jemand «faktisch lebendig begraben» werde.

Ende Zitat

Kommentar:

Demnach werden gefährliche Wiederholungstäter nicht einfach grundsätzlich in Einzelhaft gesetzt. Angeblich widerspricht dies kantonalem, nationalem und internationalem Recht. Es stellt sich für uns die Frage, ob ein Wiederholungstäter, der als gefährlich eingestuft wurde, trotzdem in den "Gruppenvollzug" verlegt worden war. Es gibt gewiss nicht nur den Täterschutz. Auch die Mitmenschen haben ein Recht auf Schutz vor Tätern, die sich übrigens bei ihren Taten nie um die Menschenwürde gekümmert hatten. Die betroffenen Eltern, die ihr Kind verloren hatten und nun nach dem jüngsten Mord aus den Medien erfahren dürfen:

"Wenn wir die Täter menschenwürdig behandeln wollen, so gehen wir immer ein gewisses Risiko ein und das müssen somit allfällige neue Vergehen in Kauf nehmen."

Ich glaube, nicht nur jene Eltern, denen ihr Kind getötet wurde, können eine solch fragwürdige Aussage über den Mörder kaum nachvollziehen. Wir fragen uns deshalb: Darf der Täterschutz so weit gehen?

Holocaust als Fastnachtsujet

Ich zitiere 20 Minuten-online:

30.01.08;

Holocaust am Karneval - Juden entsetzt

Ein Holocaust-Wagen erhitzt an Rios Karneval die Gemüter. Der Wagen zeigt skelettartige Figuren und Schuhe. Er soll an den Holocaust erinnern.

Ein Arbeiter bei den Vorbereitungen des Holocaust-Wagens für den Karneval in Rio.
(Bild: Reuters/SERGIO MORAES)

Ein Karnevalswagen in Rio de Janeiro hat in Brasilien Empörung ausgelöst. Das Gefährt, dass am Sonntag an einem Umzug in der brasilianischen Metropole teilnehmen soll, zeigt Holocaust-Opfer.

Wagen soll Warnung sein Im Kontrast zu den übrigen Wagen, die vor allem bunt gekleidete Tänzer transportieren, soll der Holocaust-Wagen nur bewegungslose, skelettartige Figuren zeigen, die aufeinander gehäuft sind. «Es ist ein sehr respektvoller Wagen.

Es soll eine Art Warnung sein, damit sich dies nie wiederholt», verteidigte der Designer seinen Wagen. Karneval sei auch ein Weg, um zu zeigen, was in der Welt passiere. Brasilianische Juden nicht erfreut Der Präsident der jüdischen Vereinigung von Rio de Janeiro bezeichnete den Wagen hingegen als «unpassend».

Angesichts hunderttausender Menschen in Feierlaune sei es nicht angemessen, an die rund sechs Millionen ermordeten Juden in Nazi-Lagern zwischen 1938 und 1945 zu erinnern.

Kommentar: Ich finde diese angeblich gut gemeinte Erinnerung an die Nazi- Vergangenheit eine deplatzierte Aktion. Bei jedem Informations- oder Kommunikationsprozess spielt die jeweilige Situation, das jeweilige Umfeld eine zentrale Rolle. Dies wurde in Rio nicht beachtet. Für mich ist somit dieser Wagen ein geschmackloser Gag.

Dienstag, 29. Januar 2008

Liess sich Gottschalk bluffen?

29.01.2008 Ich zitiere Blick online

Moment, da lief doch was schief: Die Zuschauer bei der letzten «Wetten, dass…?»-Sendung glaubten dem Kandidaten Alfred Weber nicht, dass er die Farbe eines Buntstifts «erhören» konnte. Anscheinend zu Recht!

Thomas Gottschalk schaut Alfred Weber und seiner Tochter bei ihrer (getürkten?) Wette zu. (Reuters)

Die letzte «Wetten, dass...?»-Show: Stars, Sternchen – und ein Betrüger? Nebst unserer Schweizer Decolleté-Wette war noch der Ösi Alfred Weber als Wett-Kandidat in der beliebten Gottschalk-Sendung. Er behauptete nämlich, die Farbe eines Buntstifts lediglich am Geräusch des Stifts auf dem Papier zu erkennen können. Und der Hobby-Zauberer schaffte es! Nun allerdings meldete sich in der Münchner «tz» der deutsche Künstler Karl-Heinz Morscheck zu Wort: «Ich traue dem Braten nicht!». Denn: Der Härtegrad und die Konsistenz von Buntstiften unterscheiden sich nicht nach Farbe, sagte der Experte. «Die Herstellung läuft bei allen Farben gleich!». Also kann Alfred Weber, «Don Alfredo» wie er sich nennt, die Farben nicht mit dem Gehör unterscheiden. Laut der «tz» behauptet der Zauberkünstler dies trotzdem: «Ich hatte schon als Kind ein feines Gehör.» Schon mal geschummelt Zu der Behauptung von Marscheck würde aber die Tatsache passen, dass Weber schon mal erwischt wurde. 2002 war es, am Montag nachdem er zum Wettkönig bei «Wetten, dass…?» gekürt wurde. Da kam ans Tageslicht, dass das angebliche Mathe-Genie bei seiner Wette einen Rechentrick benutzt hatte. Er wäre nicht der erste Betrüger, auf den Blondie Thomas Gottschalk reingefallen wäre. Vor 20 Jahren legte ihn ein Titanic-Redaktor aufs Kreuz: Er behauptete nämlich, die Farbe durch blosses Lecken an der Spitze erkennen zu können – an Buntstiften…

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Ende Zitat

Kommentar: Falls Thomas Gottschalk "nur" Opfer eines Betrügers geworden ist, so kann ihm kein Strick gedreht werden. Schlimmer wäre es, wenn er etwas gewusst hätte von der angeblichen Mogelei. Die Geschichte erinnert an jenen Betrug, als ein Kandidat bei der Blind- Brille unten durchsehen konnte. Seither gibt es jedesmal einen Sehtest. Ob sich die jetzige Geschichte auf die Marke "Wetten-dass" negativ auswirken wird, ist nicht gesagt (unter Vorbehalt, dass Gottschalk kein Verschulden nachgewiesen werden kann).

Montag, 28. Januar 2008

Hessen Wahl:

Nur mit Wortbruch regierungsfähig?

Die SP wollte vor den Wahlen nicht mit den Linken zusammenspannen und die FDP nur mit den Schwarzen. Nun zeigt sich, ob die neue Pattsituation nur mit einem Wortbruch überwunden werden kann.

Ich zitiere n-tv:

Hessische Farbenspiele

Wer regiert?

Nach den Landtagswahlen in Hessen zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab.

In Hessen liegt die CDU von Regierungschef Roland Koch laut vorläufigem amtlichen Endergebnis trotz dramatischer Verluste mit 36,8 Prozent hauchdünn vor der SPD mit 36,7 Prozent. Beide Parteien haben 42 Sitze im Parlament. Die Union bekam lediglich 3.595 Stimmen mehr als die Sozialdemokraten, die in einem Wahlkrimi über Stunden in den Hochrechnungen prozentual knapp geführt hatten.

Wer hat das Mandat?

Nach Ansicht ihres Generalsekretärs Ronald Pofalla hat die CDU trotz der schweren Verluste in Hessen das Mandat, eine neue Regierung zu bilden. "Roland Koch hat den Regierungsauftrag, er bleibt der Kandidat und wird Gespräche führen", sagte Pofalla im ZDF. Es sei Teil der politischen Kultur, dass die stärkste Partei dazu vom Wähler beauftragt sei. Zwar erreiche ein Bündnis aus CDU und FDP keine absolute Mehrheit der Sitze im neuen Landtag, liege aber trotzdem vor Rot-Grün. "Frau Ypsilanti hat keine Mehrheit", betonte Pofalla.

Das sieht die SPD allerdings erwartungsgemäß anders. Die stellvertretende SPD-Chefin Andrea Nahles und Generalsekretär Hubertus Heil bestanden auf der Ablösung von Koch (CDU). Eine Zusammenarbeit zwischen Sozialdemokraten und Linkspartei schlossen sie nochmals aus. "Der Ball liegt nicht mehr bei der CDU, sondern bei SPD, Grünen und auch FDP", sagte Heil im ZDF. "Koch ist weg, das ist keine Frage mehr." Es gebe in der Bevölkerung die Forderung nach Ablösung des Regierungschefs und eine Stimmung für eine sozialere, liberalere und ökologischere Politik. "Dafür sehe ich Mehrheiten." Mit der Linkspartei werde es weder eine Koalition noch eine Tolerierung geben. Die Führung der Sozialdemokraten favorisiert offenbar eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen.

In Berlin, Wiesbaden und Hannover werden die Parteigremien heute die Wahlergebnisse diskutieren. Koch und Wulff wollen in die Berliner CDU-Zentrale kommen. Bei der SPD trifft sich das Präsidium in Berlin mit den Spitzenkandidaten Ypsilanti (Hessen) und Wolfgang Jüttner (Niedersachsen). Auch ein schwarz-gelbes Bündnis kann nicht allein regieren. Grund ist der Einzug der Linken ins Parlament.

Möglich wären eine große Koalition, eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP sowie rechnerisch eine "Jamaika"-Regierung aus CDU, FDP und Grünen. Die SPD schloss nach großen Gewinnen ein mögliches rot-rot-grünes Bündnis und jede Zusammenarbeit mit den Linken aus, die auch eine rot-grüne Minderheitsregierung tolerieren könnten.

Die Linke erklärte ihre Bereitschaft, SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu wählen. Ypsilanti warb für ein rot-gelb-grünes Bündnis, obwohl die Freidemokraten eine Ampel bisher abgelehnt hatten. Eine große Koalition lehnte Ypsilanti ab.

Die Linke schaffte in Wiesbaden und Hannover erstmals den Einzug in Parlamente westdeutscher Flächenländer. In Wiesbaden gab es für sie eine stundenlange Zitterpartie.

Koch sieht eine "Diffamierungskampagne" gegen seine Person als einen der Hauptgründe für das schlechte CDU-Abschneiden, für das er eine Mitverantwortung übernahm. Das Ergebnis sei für seine Partei und ihn persönlich "nicht einfach"

Ergebnisse In Hessen stürzte die CDU nach dem vorläufigen Endergebnis auf 36,8 Prozent (2003: 48,8), die SPD legte auf 36,7 Prozent (29,1) zu. Die Grünen kamen mit 7,5 Prozent (10,1) auf ein einstelliges Ergebnis, die FDP erreichte 9,4 Prozent (7,9). Die Linke erzielte 5,1 Prozent. CDU und SPD kamen auf jeweils 42 Sitze, die Grünen auf 9, die FDP auf 11 Mandate und die Linke auf 6.

In Hessen betrug die Wahlbeteiligung 64,3 nach 64,6 Prozent 2003. In Niedersachsen gab es eine Beteiligung von nur 57 nach 67 Prozent vor fünf Jahren.

Ende Zitat

Kommentar: Ich vermute, dass beide Seiten alles tun werden, um regieren zu können. Auch mit einem Spagat. Falls es zum Wortbruch kommt und die alten Versprechen nicht mehr eingehalten werden, interessiert uns die Rhetorik (die Argumentation), wie dieser Wortbruch gerechtfertigt wird.

Aus BILD-online:

Welche Möglichkeiten hat Frau Triumphanti jetzt in Hessen?

• Rot-Rot-Grün: Andrea Ypsilanti würde mit Hilfe der Linkspartei Ministerpräsidentin werden.

Eine solche Regierungskoalition hatte die SPD-Spitzenkandidatin allerdings im Vorfeld abgelehnt.

• Eine Ampel-Koalition mit der FDP und den Grünen. Diese Möglichkeit ließ die SPD-Spitzenkandidatin noch offen – die FDP lehnte bereits ab. Am späten Abend machte Frau Ypsilanti einen ersten Schritt Richtung Liberale. Zu der Frage, ob sie der FDP ein Koalitionsangebot machen werde, sagte sie: „Ich habe immer gesagt, dass das Land nach dem 27. Januar regiert werden muss.“ Nun werde sich zeigen, „wer wann welche staatspolitische Verantwortung übernimmt.“

• Eine Große Koalition erklärten Ypsilanti und Koch trotz der schwierigen Machtverhältnisse in Hessen für kaum möglich.

„Da würden sich beide (Parteien) enorm verbiegen, um auf einen gemeinsamen Nenner zukommen“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin.

Koch könnte zwar mit den Gelben und Grünen zusammen eine Regierung bilden. Doch:

Kaum vorstellbar. Würden die Grünen mitmachen?

Das lesen wir in Spiegel online:

Ein kniffliger Koalitionspoker beginnt:

  • In der SPD heißt es, man strebe jetzt eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP an. Diese wird bisher von der FDP ausgeschlossen. Doch zu welchem Preis würde sie diese Haltung aufgeben? Ypsilanti sagte noch am Wahlabend, die FDP brauche jetzt Zeit, und die bekomme sie. Denn die konstituierende Sitzung des Landtags stehe erst für den 5. April an. Das weist darauf hin, dass sich die SPD auf einen langen, langen Poker einstellt.
  • Im Umfeld von Ypsilanti wird betont, eine rot-rot-grüne Koalition werde die SPD unter keinen Umständen eingehen - ebenso wenig eine rot-grüne Minderheitsregierung, die von den Linken toleriert wird. Wie vor der Wahl versprochen, soll die Linkspartei nicht das Zünglein an der Waage spielen dürfen.
  • Dann zur Not lieber noch eine Große Koalition mit einem CDU-Ministerpräsidenten und einem SPD-Vize - allerdings unter einer wichtigen Bedingung: In einem solchen Bündnis dürfte aus Sicht der SPD Koch wohl keinesfalls mehr eine Rolle spielen. Der Amtsinhaber ist schon deshalb in Hessen politisch am Ende. Denn die CDU kann überhaupt nur durch eine Große Koalition an der Macht bleiben. Andere Optionen hat sie nicht.

Eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen gilt als unvorstellbar - die Grünen pflegen eine tiefe Feindschaft mit Kochs Partei. Ihr Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir wollte dem Ministerpräsidenten bei der Fernsehdebatte nicht einmal die Hand geben.

"Die Zeit ist reif, der Löwe ist erwacht"

Klar ist: Ypsilanti wird alles daran setzen, die SPD an die Macht zu bringen. Das hat sie an diesem Abend klargemacht.

VIDEO

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Foto: AP

YPSILANTIS TRIUMPH: DAS LÄCHELN EINER SIEGERIN

Ypsilanti hingegen spielte bei ihrem frühen Auftritt nicht nur strahlende Wahlsiegerin in Hessen, sondern gleich die Retterin der ganzen Partei. Mit beiden Händen stützte sie sich auf das Rednerpult, beugte sich runter zum Mikro und rief: "Wir sagen heute Abend: Die Sozialdemokratie ist wieder da!"

Schon dieser erste, wohlgewählte Satz zeigte, dass sie sich der Signalwirkung ihres Sieges bewusst war. Sie habe in Hessen gezeigt, dass man mit dem Slogan "Gerechtigkeit für alle" Wahlen gewinnen könne, sagte Ypsilanti. "Das gilt auch für die Bundesebene, meine Damen und Herren."

FORUM

Wie die Zukunft aussieht, blieb an diesem Abend offen. Es ist denkbar, dass er sich für die anstehenden Koalitionsverhandlungen noch einmal zusammenreißt und maximale Forderungen aufstellt. So hatte Gerhard Schröder es 2005 gemacht.

Am Ende war Schröder Geschichte.

Koch könnte versuchen, Bundesminister zu werden. Oder auf einer anderen Ebene ein neues Amt zu finden. Doch seiner niedergeschlagenen Hessen-CDU hilft das nicht. Die Stimmung im Saal der Christdemokraten hellte sich in dieser Nacht nicht mehr auf. Auch nicht nach Bekanntgabe jenes Endergebnisses, in dem die CDU plötzlich auf Platz eins lag.

Laut CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla liegen CDU und FDP deutlich vor Rot-Grün. Ypsilanti könne nur Ministerpräsidentin werden, wenn sie einen „Wortbruch“ begehe und mit der Partei Die Linke zusammenarbeiten würde.

Spiegel:

In Hessen hängt viel an 3595 Stimmen. Trotz der herben Verluste ist die Position der Union durch diesen minimalen Vorsprung günstiger, als es am Wahlabend zunächst aussah. Kommt am Ende in Wiesbaden doch die Große Koalition - ohne Koch?

Tagesanzeiger- online:

Alles möglich, auch Neuwahlen

Ampel-, Jamaika- oder Grosse Koalition? Nach der Landtagswahl im deutschen Bundesland Hessen zeichnet sich eine schwierige Regierungsbildung ab.