Freitag, 7. Februar 2025

Ein Zitat mit Tiefgang

Einstellung  beeinflusst Verhalten und unsere Gesundheit

 

In einem Gespräch mit einer Aerztin erzählte ich von der Macht der Bilder bei Kommunikationsprozessen. Dann schilderte ich ihr auch von Fällen, bei denen Menschen dank ihrer positiven Einstellung Heilungsprozesse beschleunigen konnten. 

Die Hausärztin gab mir hernach folgendes Zitat  mit auf den Weg, das Menschen vermehrt beherzigen sollten:

 

 

Das Zitat lautet:
 
„Der Glaube und die Hoffnung sind der Inhalt unseres Lebens und die treibende Lebenskraft.“

 


Mittwoch, 5. Februar 2025

Wenn Unterbrechungen System haben

 Ombudstelle muss CLUB Moderation beerteilen (Quelle SRF)

Die Schweiz und die EU verhandeln ein neues Rahmenabkommen. Im «Club» wird über unsere Beziehungen zum Staatenbund diskutiert. Zwei Beanstander finden: Die EU-kritischen Stimmen seien von der Gesprächsmoderation häufiger unterbrochen worden – und habe somit Schlagseite aufgewiesen. Die Ombudsstelle ordnet die Sachlage in ihrem Schlussbericht anders ein.

Darum geht es in der beanstandeten Sendung

Im «Club» wurde über die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU diskutiert und wie diese gestaltet beziehungsweise geregelt werden soll. Hintergrund sind die Verhandlungen zwischen dem Bundesrat und dem Staatenbündnis, die im Herbst 2024 in die heisse Phase eintraten. Der «Club» wollte den Fragen nachgehen, warum die Schweizer Stimmbevölkerung so gespalten ist bei der EU-Frage und welchen Wert die Bilateralen für unseren Alltag haben.

Was wird beanstandet?

Zwei Beanstander empfanden die Moderation des «Clubs» als unausgeglichen. Während Nationalrat Eric Nussbaumer (SP) sowie Economie-Suisse-Präsident Christoph Mäder jeweils hätten ausreden dürfen, seien EU-kritische Stimmen wie Nationalrat Thomas Aeschi (SVP) oder Urs Wietlisbach, Mitinitiant der Kompass-Initiative, durch den Moderator Peter Düggeli ständig unterbrochen worden, so der Eindruck der Beanstander. Dies sei respektlos und unausgeglichen.

Was sagt die Ombudsstelle?

Die Ombudsstelle führt in ihrem Schlussbericht zunächst aus, dass die Moderation einer Diskussionssendung nur dann gegen das Gesetz verstosse, wenn die Gäste in ihren Voten derart unterbrochen würden, dass sie ihre Meinung gar nicht mehr äussern könnten. Dann wäre die freie Meinungsbildung auch für das Publikum nicht mehr möglich.

Unterbrechungen seien aber nicht gleichzusetzen mit unsachgerechter Berichterstattung. Im Gegenteil, diese seien ein Merkmal einer lebendigen Sendung, die so auch beim Publikum auf Interesse stossen dürfte.

Im vorliegenden Fall der «Club»-Diskussion hätten sowohl Thomas Aeschi als auch Urs Wietlisbach die Möglichkeit erhalten, ihre Positionen und Argumente darzulegen. Zwar habe die Diskussionsleitung Peter Düggelis zuweilen «eine gewisse Schärfe» aufgewiesen. Insbesondere die Auseinandersetzung zwischen dem Nationalrat Aeschi und Düggeli bezüglich der Zahlen zur Nettoeinwanderung habe möglicherweise den Eindruck einer einseitigen Gesprächsführung wecken können, so die Ombudsstelle weiter. Insgesamt war die Diskussion laut der Ombudsstelle jedoch dennoch sachgerecht.

 

 


Ausschnit aus dem Format "Club"

Kommentar:

 

Unterbrechnung sind zulässig, vor allem,

wenn jemand zu lange redet

wenn nicht zur Thematik gesprochen wird

Unzulässig ist jedoch eine Unterbrechung, wenn der Diskutant seine Meinung, seine Argumentation nicht  äussern kann.

 

Oder, wenn eine Position immer ausreden kann und nur die missliebige Seite ständig unterbrochen wird. Dieses einseitiges Verhalten  ist  eine Manipulation und damit fragwürdig. Es darf auch nicht nur eine Partei kritisch hinterfragt und die andere  bewusst geschont werden.

Das gezielte Unterbrechen zählt zu den  klassischen Destabilisationstechniken.

Das hat die Ombudsstelle zu wenig herausgeschält.

 

Das Interview im deutschen Fernsehen "Micosa - Weidel" war ein Musterbeispiel dafür, wie nur die missliebige AfD Chefin von der Moderatorin mit unterschiedlichen Techniken aus dem Konzept gebracht werden sollte. Obwohl Weidel ruhig blieb und beim Piesacken keine negativen nonverbalen Reaktionen zeigte, fragte die Moderatorin überraschend:

"Warum rollen sie die Augen?" 

 

 

Bie diesem Interviewe wurde Weidel ständig  gezielt unterbrochen.

 

 

Freitag, 31. Januar 2025

Sexismusentgleisung von Baerbock - Gejohle im Plenarsaal (am 31. Januar 2025), im Bundestag

 Quelle: BILD


Sexismus-Entgleisung von Baerbock

 

 

Aufruhr im Bundestag: Nach einem Lügenvorwurf von Thorsten Frei (CDU) schießt Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) unter der Gürtellinie zurück – und wirft Frei Männergehabe vor. Eine Sexismus-Entgleisung!

Baerbock: „Dass Männer, wenn sie nicht mehr weiterwissen, mit dem Wort Lüge um sich werfen, das bin ich ja schon gewohnt.“ Man sei nicht im Kindergarten.

Dafür gab es Gejohle im Plenarsaal! Die Debatte um die Asyl-Wende erreichte einen neuen Tiefpunkt.

 


Teaser-Bild

Boomerasking (Quelle 20 Min)

Angebliche Anteilnahme, um dann von sich selbst zu erzählen

Wer kennt das nicht? Eine Kollegin fragt dich freundlich: «Was machst du am Wochenende?» Antwortest du, dass du nichts Grosses vorhast, übernimmt sie schnell das Ruder und berichtet von ihrem geplanten Ausflug ins Ferienhaus am See oder dem Städtetrip inklusive ausführlichem Programmplan von Freitag bis Sonntag. Was zuerst wie echtes Interesse an dir wirkt, entpuppt sich als Vorwand, über sich selbst zu sprechen. Willkommen beim Phänomen des «Boomerasking».

Das passiert dabei

Alison Wood Brooks — Autorin und Professorin an Harvard Business School beschreibt das Phänomen in einem Essay im «Wall Street Journal»: «Wie bei der Flugbahn eines Bumerangs stellen Boomerasker eine Frage, lassen ihr Gegenüber antworten und lenken dann sofort den Fokus des Gesprächs wieder auf sich selbst.»


Gut möglich, dass dir das schon selbst passiert ist. Laut Studien wird unser Kommunikationsverhalten oft von Egozentrik dominiert: Zwischen 40 und 60 Prozent unserer Gespräche drehen sich um uns selbst. Auf Social Media sind es sogar 80 Prozent! Sich mitzuteilen, fühlt sich gut an und gibt uns das Gefühl von Nähe. Du signalisierst damit, dass du jemandem genug vertraust, um Dinge über dich zu wissen.

Das Problem mit Boomerasking

Tatsächlich sind echte und ernst gemeinte Fragen besser geeignet, Nähe zwischen Personen aufzubauen. Sie zeigen Wertschätzung und fördern echte Verbindungen. Wenn du dich stattdessen nach der Antwort deines Gegenübers nicht wirklich darauf einlässt und stattdessen über dich selbst redest, kann das schnell egoistisch wirken. Andere fühlen sich nicht gesehen oder sogar ausgenutzt.

Wenn du nur über dich selbst sprichst und nicht richtig zuhörst, können sich andere nicht gesehen oder ausgenutzt fühlen.

Wenn du nur über dich selbst sprichst und nicht richtig zuhörst, können sich andere nicht gesehen oder ausgenutzt fühlen.

So wirst du ein besserer Gesprächspartner

Natürlich ist es schön, auch etwas von sich preiszugeben. Doch das gelingt besser, wenn man zuerst ehrlich auf das Gesagte des Gegenübers eingeht. Das bedeutet: stelle Nachfragen, höre aktiv zu und beziehe dich auf das, was dir erzählt wurde. Expertin für digitale Kommunikation und Autorin Morra Aarons-Mele gibt dafür einen Tipp. In einem Newsletter der «New York Times» rät sie : «Finde deine innere Oprah. Wenn du Fragen stellst, aufmerksam zuhörst und Menschen dazu bringst, sich zu öffnen, werden sie dich für einen grossartigen Gesprächspartner halten.»

Danach darfst du natürlich auch deine eigenen Gedanken oder Erlebnisse teilen. Echte Kommunikation lebt davon, dass beide Seiten gehört werden – und nicht nur eine laut schreit: «Ich, ich, ich!»

Dienstag, 28. Januar 2025

Merz und die AfD

Merz war lange für eine absolute Brandmauer gegen die AfD

Er merkt nun langsam, dass diese Mauer blöckeln wird.

1. Die AfD wächst ständig. Jeder 5. Deutsche unterstützt sie. (Wurde Volkspartei)

2. Darf man 20 % der Bevölkerung einfach ignorieren?

3. Merz hat plötzlich nichts mehr gegen eine Zusammenarbeit auf komunaler Ebene

 

Und bei seinem rigurosen Gesetzenvorschrift  für eine rasche Ausschaffung krimineller Asylbewerbern sagt er:

 

ES MACHT DAS GESETZ NICHT FALSCH, NUR WEIL DIE FALSCHEN LEUTE ZUSTIMMEN.

Wie vermutet hat Merz im Bundestag mit Hilfe der AfD seinen Entwurf mit dem schärferen Asylkurs durchgebracht.

Unverständlich - das Entsetzen bei GRUEN- ROT. Damit sei doe Brandmauer gegen die AfD eingebrochen. Merz wird auch von den deutschen Medien als Verräter hingestellt.

Demokratie will doch heissen: Die Mehrheit bestimmt.  Und die AfD ist demokratisch gewählt und ist im Bundestag legal als zweitstärkste Partei vertreten.

Viel Lärm um Nichts! 

Das gab es in der Nachkriegszeit noch nie, dass eine missliebige Partei ohne rechtliche Grundlage einfach ignoriert und in den staatlichen Medien bewusst ausgeklammert wird. 

Wir werden bei den Wahlen sehen, wie die Bevölkerung denkt. 

Meine Prognose: Die Grünen, die sich immer noch vehement  gegen die Ausschaffung Krimineller (nach den grauenhaften Bluttaten von Asylbewerbern und nicht ausgeschafften kriminellen Asylanten wehren, werden bestimmt am Wahltag abgestraft. Die AfD wird sich als Volkspartei etablieren. Spannend wird es bei dem Schwarzen. Da wird sich zeigen, ob sich der Einsatz von Merz für eine konsequente Ausschaffungspolitik ausbezahlt hat.


Quelle SRF:


Schärferer Asyl-Kurs
Friedrich Merz, die AfD und der Krater in der Brandmauer

Erstmals erreicht die CDU ein politisches Ziel mithilfe der AfD. Das Risiko für Kanzlerkandidat Merz ist hoch.

Mit Video
 
 

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Sind wir machtlos gegen das «Virus Dystopie»?

Die Beeinflussung durch zunehmend angsteinflössende, schlechte Nachrichten beschäftigt immer mehr Menschen, nicht nur Medienwissenschaftler. Es geht um das «Virus Dystopie» (griechisch: Dys = schlecht / Topos = Ort, Stelle). Es ist das Gegenteil von Utopie.

Wenn negative Geschichten in den Medien Anklang finden, die uns verängstigen oder Negatives prognostizieren, ist das nachvollziehbar. Schlechte Botschaften generieren mehr Aufmerksamkeit als positive. Dabei gilt zu bedenken: Schlechte Botschaften können nicht nur unsere Wahrnehmung beeinflussen. Sie können auch zu Lösungswegen und damit zu Verbesserungen führen.

Medienexperten befürchten heute, im Zeitalter der sozialen Medien, dass sich das «Virus Dystopie» noch stärker ausbreitet, zumal die klassischen Medien durch den Dominoeffekt die Öffentlichkeit noch zusätzlich negativ beeinflussen. Schlechte Botschaften können den Blick für Fakten trüben, sogar krank machen.

Anderseits wird uns das Gegenteil, die Utopie oder Eutopie (das heisst Nachrichten, die nur das Bild einer imaginären, perfekten Welt zeichnen), keine heile Welt bescheren können. Eine utopische Gesellschaft ohne Armut, Seuchen, Krankheiten, Konflikte und so weiter ist und bleibt Wunschdenken.

Medien und Konsumenten müssten somit künftig die Balance zwischen Dystopie und Utopie anstreben. Meinungsfreiheit und Informationspflicht hindern uns jedoch daran, mit radikalen Massnahmen Negatives auszuklammern oder schlechte Nachrichten zu verbieten.

Ferner gilt zu bedenken: Soziale Medien fördern das Extreme. Sie verstärken einerseits Negatives, weil sie – wie erwähnt – Aufmerksamkeit generieren. Anderseits zensieren sie mitunter unbequeme Fakten und Argumente.

Ein konstruktiver Ansatz zeigt sich derzeit bei der Community-Notes-Funktion von Twitter/X: Problematische Beiträge werden mit einer Anmerkung (Annotation) versehen, aber nur, wenn sich Nutzer mit unterschiedlichen Meinungen darauf einigen. Diese Methode wurde kürzlich von Mark Zuckerberg empfohlen. Er kündigte an, sie auch auf Facebook einzuführen.



Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik, Berater und Autor von rhetorik.ch.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.


Samstag, 4. Januar 2025

Schritt ins neue Jahr

Neujahrsmorgen auf dem Reiat bei Lohn (Foto von Marcus Knill)