Dieser Schandfleck bleibt haften
Das letzte Abendmahl von Draqueens hat nichts mit den Olympischen Spielen zu tun
Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Das letzte Abendmahl von Draqueens hat nichts mit den Olympischen Spielen zu tun
Notiert von
marcus knill
um
17:08
Sie werden im Gedächtnis eingebrannt: Die Ikonenbilder. Eine Ikone ist ein Bild, das Zeit und Raum überschreitet, um Teil unserer visuellen Kultur zu werden. So wurde die Aufnahme kurz nach dem Attentat auf Trump jetzt auf allen Kanälen publiziert. Sie wird verankert und hat Wirkung. Der Spiegel schreibt: «75 Sekunden, nachdem Trump angeschossen wird, erfasst der Instinktpolitiker Donald Trump die immense Bedeutung dieses Moments: Das Bild mit der empor gestreckten Faust ist ein Meisterstück der politischen Kommunikation.»
Mit dem Blut im Gesicht und der amerikanischen Flagge im Hintergrund symbolisiert Trump den Kämpfer für die USA. Das Bild kann in die Reihe aller bekannter Ikonenbilder eingereiht werden. Ich denke an das fliehende Mädchen nach einem Napalm-Bombenangriff der Amerikaner in Vietnam. Das Bild bewirkte eine neue Beurteilung des Vietnamkrieges. Oder an die Aufnahme mit dem toten Flüchtlingskind am Strand. Das Bild hatte die Flüchtlingspolitik enorm beeinflusst und mehr bewirkt als viele Worte.
Die Kraft des Bildes darf nicht unterschätzt werden. Bei Beeinflussungsprozessen gilt die Erkenntnis der Psychoanalytikerin Virginia Satir (1916-1988). Sie brachte es auf den Punkt, als sie schrieb: «Worte haben keine Energie, solange sie nicht ein Bild auslösen.» Machen wir uns bewusst, die Kraft der Bilder oder der Worte, welche Bilder auslösen, kann auch missbraucht werden. So wie ein Arzt die Wirkung starker Medikamente kennt und damit immer verantwortungsvoll umgehen muss, gilt es auch mit der Kraft des Bildes stets bedacht umzugehen.
Überall: In der Erziehung, in der Politik. Auch in den Medien darf diese manipulative Kraft nicht missbraucht werden. Deshalb müssen alle KI getürkten Bilder oder mit Photoshop veränderten Aufnahmen sofort entlarvt werden. Sie sind stets zu kennzeichnen.
Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik, Berater und Autor von rhetorik.ch.
Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.
Notiert von
marcus knill
um
18:42
Auch das noch: (Quelle SRF)

Neuer Lapsus: Joe Biden (links) stellt Wolodimir Selenski bei der Nato-Zeremonie in Washington als «Präsident Putin» vor. (11. Juli 2024)
AFP/Brendan Smialowski
Selenski (rechts) nimmt Bidens Fehler mit Humor und entgegnet: «Ich bin besser.»
AFP/Brendan Smialowski
Steht am Nato-Gipfel unter Beobachtung: Joe Biden.
Getty Images via AFP/Kevin DietschSeit seinem desaströsen Auftritt im TV-Duell gegen Trump steht US-Präsident Joe Biden unter Beobachtung.
Beim Nato-Gipfel in Washington ist ihm nun ein peinlicher Fehler unterlaufen.
Biden stellt den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski als «Präsident Putin» vor.
US-Präsident Joe Biden hat seinen ukrainischen Kollegen Wolodimir Selenski bei einer Nato-Zeremonie irrtümlicherweise als Russlands Präsidenten Wladimir Putin vorgestellt. «Meine Damen und Herren, Präsident Putin», sagte Biden am Donnerstag in Washington über Selenski. Schnell berichtigte sich der 81-Jährige, dessen mentale und physische Eignung für den Wahlkampf und eine zweite Amtszeit derzeit intensiv diskutiert wird.
KOMMENTAR: Einem Präsidenten, dem nach 2000 Uhr kein Auftritt mehr zugemutet werden kann, muss das Feld räumen!
Notiert von
marcus knill
um
02:44
Die Rede in Wisconsin war kein Befreiungsschlag.
Biden las seine Rede in Wisconsin vom Teleprompter ab. Damit hatte er zwar keine Aussetzer.. Doch zeigte er Einiges an Realitätsverweigerung und bestätigte seine Sturheit und Überheblichkeit.
Stephanopoulos fragt
ihn, ob Biden sich die Debatte im Nachhinein selbst angeschaut habe.
Bidens antwortetet: Ich glaube nicht. Die Rückzugsforderungen? Ihm sagten
die Leute, er solle im Rennen bleiben. Biden findet, er sei der am
besten qualifizierte Kandidat für das Amt, und nur der liebe Gott könne
ihn davon abbringen. Er wusste nicht einmal mehr, ob er seinen Fernsehauftritt nachträglich angeschaut habe.
Die Wählerschaft findet mehrheitlich, Biden sei
zu alt. Die jüngste Umfrage zeigt, dass Biden gegenüber Trump zurückfällt.
Würde heute gewählt, wäre Trump der Sieger. Biden bezweifelt stur die eindeutigen Umfragewerte.
Laut einer Umfrage der New York Times, sagten vor der Wahl vor vier Jahren 52 Prozent, sie würden Biden wählen. Vor der aktuellen Debatte seien es noch 38, danach 36 gewesen. Das ist für einen Amtsinhaber, der wieder antritt, nach allen Gesetzen des Wahlkampfs ein absolut desaströser Wert. Bidens Antwort: Das entspricht nicht unseren Zahlen.
Prognose: Die Vereingten Staaten können sich keien Präsidenten leisten, der nach 2000 Uhr nicht mehr regierungsfähig ist. Ein Präsident muss krisentauglich sein und frei sprrchen kann. Biden verweigert einen Gesundheitstest. Das Regieren sei sein Test. Ein Präsident der sich von Trump beim nächsten Auftirtt erneut vorführen lässt, ist untragbar. Tragisch: dass Bidens Frau auchan einer Realitätsverweigerung leidet. Die Selbstschutzbehauptungen, er sei erkältet gewesen und das viele Reisen habe ihn ermmüdet, nimmt ihm niemand ab.Vor dem Auftritt wurde er tagelang beraten und trainiert. Biden kann einfalch nicht über den eigenen Schatten springen.
Wenn Trump als Präsident verhindet werden soll, müsste Biden zurücktreten. Lieber heute als morgen
Notiert von
marcus knill
um
13:01
Es ist erwiesen, dass die sonderbaren Formulierungen der Gedersprache unverständlicher, komplizierter sind und Gedanken unnötig verlängern.
Wir wollten doch alles tun, um unsere Sprache zu vereinfachen, damit sie verständlicher ist und nicht unnötig verlängert wird. Kürze ist ein wichtiger Verständlichkeitshelfer.
Ich schätze es, wenn ein Autor am Anfang schreibt:
*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Text verallgemeinernd das generische Maskulinum verwendet.
Wollen wir, dass unsere Formulierungen schlechter lesbar sind?
Wollen wir schlechter verstanden werden?
Wollen wir Aussagen könstlich verlängern?
Wenn wir von Gästen schreiben ist es unsinnig von Gästen und Gästinnen zu reden oder von Gäst:innen oder Gäst*innen zu schreiben. Ein Gast kann eine Frau oder ein Mann sein.
LINK:
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marcus knill
um
08:49
Der Bundesrat sowie alle Parteien ausser der SVP ziehen eine durchaus positive Bilanz aus der Friedenskonferenz auf dem Bürgenstock. Im Gegensatz zum Eigenlob in der Schweizer Presse fällt aber das Echo der europäischen Medien nicht so schön aus. Für Le Monde gab es kaum Fortschritte. Die Abschlusserklärung sei zaghaft. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist der Abschluss dürftig. Der Sender CNN betont: «Die wichtigsten Mächte haben die Abschlusserklärung nicht unterschrieben. China hat nicht teilgenommen.» Die Global Times lässt verlauten: Die Konferenz ist kaum förderlich für Friedensgespräche.
Dass die russische Regierungszeitung Rossijskaja Gaseta die Schweiz als Gastgeberin der Ukraine-Konferenz kritisiert, war absehbar: «Es ist schwer zu verstehen, womit die Schweiz gerechnet hat, indem sie als vorgeblich neutraler Staat eine Konferenz zur Ukraine veranstaltete. Es verwundert nicht, dass die Schweizer Präsidentin Viola Amherd in ihrer Eröffnungsrede sagte: «Ein Friedensprozess ohne Russland ist undenkbar.» Doch warum das teure Spektakel, wenn die Schweizer von vornherein verstanden haben, dass diese Aktion null praktische Wirkung hat?
Die Russen erwähnen im Grunde genommen in ihrer Kritik den grössten Mangel der hochgejubelten Konferenz. Eine Friedensverhandlung mit nur einer Seite ist zum Scheitern verurteilt. Die Schweizer Presse klammert erstaunlicherweise einen wunden Punkt bei der Bürgenstock-Konferenz ebenfalls aus: Es wird in den Echos nicht betont, dass Russland die Schweiz schon vor dem Treffen nicht mehr als neutrales Land akzeptiert hatte, nachdem die Eidgenossenschaft sich am Wirtschaftboykott beteiligt hatte. Für sie wurde unser Land rasch zur Kriegspartei. Wir hätten punkten können, wenn wir ein Treffen im Genf mit beiden Parteien als neutrales Land zur Verfügung gestellt hätten. Wer sich mit Verhandlungstechniken befasst, weiss, dass wichtige Treffen im Stillen erfolgen sollten an einem neutralen Ort.
Es muss daran gezweifelt werden, dass es in der Schweiz zu einer Fortsetzung kommen wird. Wir können uns jedoch keinen jahrelangen Stellungskrieg mehr leisten. Alle weiteren Toten, Verletzten, zertrümmerten Häuser und Infrastrukturen sind zu viel. Die Schweiz hat ihre Chance vertan. Sie hatte einseitig Hand geboten zu einer Werbeveranstaltung von Selenski und rechtfertigt nun dieses parteiische Treffen mit der Begründung: Die Ukraine ist von einem Aggressor angegriffen worden und da darf man nicht mehr neutral sein. Die Schweiz muss auf der Opferseite stehen und Farbe bekennen. Verankert bleiben jedoch die Photos unserer Magistratin an der Seite von Selenski. Und Bilder wirken nachhaltig.
Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik, Berater und Autor von rhetorik.ch.
Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.
LINKS:
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Originaltext:
Echo der Medien zur aufwändigen Ukraine-Konferenz
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von Marcus Knill
Der Bundesrat und alle Parteien- ausser der SVP- ziehen durchaus eine positive Bilanz aus der Konferenz auf dem Bürgenstock. Im Gegensatz zum Eigenlob in der Schweizer Presse fällt aber das Echo der europäischen Medien nicht so schön aus. (Quelle SRF) Für „LeMonde“ gab es kaum Fortschritte. Die Abschlusserklärung sei zaghaft.
Für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ist der Abschluss dürftig.
Der Sender CNN betont: „Die wichtigsten Mächte haben die Abschlusserklärung nicht unterschrieben. China hat nicht teilgenommen.“
Die „Global Times“ lässt verlauten: Die Konferenz ist kaum förderlich für Friedensgespräche.
Dass die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ die Schweiz als Gastgeberin der Ukraine-Konferenz kritisiert, war absehbar: „Es ist schwer zu verstehen, womit die Schweiz gerechnet hat, indem sie als vorgeblich neutraler Staat eine Konferenz zur Ukraine veranstaltete. Es verwundert nicht, dass die Schweizer Präsidentin Viola Amherd in ihrer Eröffnungsrede sagte: Ein Friedensprozess ohne Russland ist undenkbar. Doch warum das teure Spektakel, wenn die Schweizer von vornherein verstanden haben, dass diese Aktion null praktische Wirkung hat?“
Kommentar: Die Russen erwähnen im Grunde genommen in ihrer Kritik den grössten Mangel der hochgejubelten Konferenz. Eine Friedensverhandlung mit nur einer Seite ist muss zum Scheitern verurteilt sein. Die Schweizer Presse klammert erstaunlicherweise einen weiteren wunden Punkt bei der Bürgenstock-Konferenz aus: Es wird in den Echos nicht betont, dass Russland die Schweiz schon vor dem Treffen nicht mehr als neutrales Land akzeptiert hatte, nachdem die Eidgenossenschaft sich am Wirtschaftboykott beteiligte. Für sie wurde unser Land rasch zur Kriegspartei. Wir hätten punkten können, wenn wir ein Treffen im Genf mit beiden Parteien als neutrales Land zur Verfügung gestellt hätten. Wer sich mit Verhandlungstechniken* befasst, weiss, dass wichtige Treffen im Stillen erfolgen sollten an einem neutralen Ort.
Es muss daran gezweifelt werden, dass es in der Schweiz zu einer Fortsetzung kommen wird. Wir können uns jedoch keinen jahrelangen Stellungskrieg mehr leisten.
Alle weiteren Toten, Verletzten, zertrümmerten Häuser und Infrastrukturen sind zu viel. Die Zeit drängt. Die Schweiz hat ihre Chance vertan. Sie hatte einseitig Hand geboten zu einer Werbeveranstaltung von Selenskyj und rechtfertigt nun dieses parteiische Treffen mit der Begründung: Die Ukraine ist von einem Aggressor angegriffen worden und da darf man nicht mehr neutral sein. Die Schweiz muss auf der Opferseite stehen und Farbe bekennen. Verankert bleiben jedoch die Photos unserer Magistratin an der Seite von Selenskyj. Und Bilder wirken nachhaltig.
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LINKS:
Notiert von
marcus knill
um
13:09
BLOG
Von der Macht der Bilder