Donnerstag, 21. Januar 2021

Bidens ANTRITTSREDE

Bidens Antrittsrede im Wortlaut - in der deutschen Übersetzung.

 

„Richterin Roberts, Vizepräsidentin Harris, Sprecherin Pelosi, Fraktionsführer Schumer, Fraktionsführer McConnell, Vizepräsident Pence, meine sehr veehrten Gäste, liebe Mitbürger!

Dies ist der Tag Amerikas. Dies ist der Tag der Demokratie, ein Tag voll Hoffnung und Historie, ein Tag der Erneuerung und der Entschlossenheit. In einer Feuerprobe für die Geschichtsbücher wurde Amerika erneut vor eine Prüfung gestellt, und Amerika hat sich dieser Prüfung gewachsen gezeigt.

Wir feiern heute nicht den Triumph eines einzelnen Kandidaten, sondern den Triumph der Demokratie. Das Volk, der Wille des Volkes, wurde gehört, und dem Willen des Volkes wurde entsprochen. Erneut haben wir gelernt, dass Demokratie etwas Kostbares ist. Demokratie ist zerbrechlich. Und in dieser Stunde, meine Freunde, hat sich die Demokratie durchgesetzt.

An diesem ehrwürdigen Ort, an dem vor nur wenigen Tagen mit Gewalt die Grundfesten des Kapitols erschüttert werden sollten, kommen wir zusammen als eine Nation vor Gott, unteilbar, um die Macht [von einem Präsidenten zum anderen] friedlich weiterzugeben; so, wie wir es seit mehr als zwei Jahrhunderten tun.

Wenn wir nach vorn schauen, auf unsere typisch amerikanische Weise – ruhelos, mutig, optimistisch – blicken wir darauf, wie wir als Nation sein können, und sein müssen. Ich danke meinen Vorgängern aus beiden Parteien. Ich danke ihnen von ganzem Herzen. Ich weiß um die Widerstandsfähigkeit unserer Verfassung und um die Stärke unserer Nation, genau wie Präsident (Jimmy) Carter, mit dem ich gestern abend gesprochen habe; der aber heute nicht bei uns sein kann – und vor dessen Lebensleistung ich mich verneige.

Gerade habe ich den heiligen Eid geschworen, den jeder dieser Patrioten geleistet hat. Jenen Eid, den als Erster George Washington schwor. Aber der Lauf der amerikanischen Geschichte wird nicht von einem einzigen Menschen gelenkt – unsere Geschichte hängt nicht von einigen wenigen ab, sondern von uns allen. Von den Menschen, die eine bessere, perfektere Union anstreben.

Dies ist eine große Nation, wir sind gute Menschen. Im Lauf der Jahrhunderte, durch Sturm und Streit, in Krieg und Frieden, sind wir so weit gekommen. Aber es liegt noch viel vor uns.

Mit Tempo und Dringlichkeit streben wir voran, denn in diesem tückischen Winter ist für uns viel zu tun. Es gibt viel zu heilen, viel wiederherzustellen, viel aufzubauen und viel zu gewinnen. Wenige in der Geschichte unserer Nation haben in Zeiten gelebt, die so schwierig und herausfordernd waren wie jene, die wir jetzt erleben. Ein Jahrhundertvirus schleicht lautlos durch unser Land und hat uns in einem Jahr mehr Menschenleben gekostet als der komplette Zweite Weltkrieg.

Millionen Jobs sind verloren. Hunderttausende Unternehmen sind geschlossen. Der Schrei nach Gleichbehandlung der Rassen nach mehr als 400 Jahren bewegt uns. Der Traum von der  Gerechtigkeit für alle wird nicht länger aufgeschoben!

Auch der Planet selbst schreit zu uns, ein Überlebensschrei, der nicht verzweifelter oder deutlicher sein könnte. Politischer Extremismus, Rassismus und inländischer Terrorismus sind auf dem Vormarsch. Wir werden uns diesen Problemen stellen und sie besiegen.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, um die Seele Amerikas wiederherzustellen und seine Zukunft zu sichern, brauchen wir mehr als Worte. Wir brauchen das Flüchtigste überhaupt in einer Demokratie: Einigkeit.

Einigkeit. In einem anderen Januar, am Neujahrstag 1863, unterzeichnete Abraham Lincoln die Emanzipationsproklamation (Abschaffung der Sklaverei in den USA, d. Red.). Als er den Stift aufs Papier setzte, sagte der Präsident: „Wenn mein Name je in die Geschichte eingehen sollte, dann für dieses Gesetz, und meine ganze Seele steckt darin.“

Meine ganze Seele steckt heute darin, an diesem Januartag. Meine ganze Seele steckt darin, Amerika zusammenzubringen, unser Volk zu vereinen, unsere Nation zu vereinigen. Und ich bitte jeden Amerikaner und jede Amerikanerin, mich darin zu begleiten. Finden wir zueinander, um gegen unsere Widersacher zu bestehen: Gegen Wut, Groll und Hass. Extremismus, Gesetzlosigkeit, Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Gemeinsam können wir große und wichtige Dinge erreichen. Wir können Fehler korrigieren, können Menschen gute Jobs verschaffen, wir können unsere Kinder in sicheren Schulen ausbilden. Wir können den tödlichen Virus überwinden, die Wirtschaft und die Mittelschicht wieder aufbauen und sichere Arbeitsplätze schaffen. Wir können Rassengerechtigkeit sichern und Amerika wieder zum Anführer des Guten in der Welt machen.

Ich weiß: Wenn ich von Einigkeit spreche, könnte das für manche in diesen Tagen wie eine närrische Träumerei klingen. Ich weiß: Die Kräfte, die uns voneinander trennen, sind stark und real. Ich weiß aber auch, dass sie nicht neu sind. Unsere Geschichte ist ein ständiger Kampf zwischen dem amerikanischen Ideal – dass wir alle gleich geschaffen sind – und der harschen, hässlichen Realität; dass uns nämlich Rassismus, Nativismus und Angst auseinandergerissen haben. Diese Schlacht dauert an, und der Sieg ist niemals sicher.

Immer haben unsere besseren Seiten obsiegt – im Bürgerkrieg, in der Großen Depression, im Weltkrieg, am 11. September, trotz Kampf, trotz Opfern, trotz Rückschlägen. In jedem dieser Momente sind genug von uns zusammengekommen, um uns alle voranzubringen; und genau das können wir auch jetzt. Die Geschichte, der Glaube und die Vernunft weisen den Weg. Den Weg der Einheit.

Statt als Feinde können wir einander als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln. Wir können zusammenarbeiten, das Geschrei beenden und die Dinge weniger hitzig angehen. Denn ohne Einheit gibt es keinen Frieden, nur Bitterkeit und Wut. Keinen Fortschritt, nur ermüdende Empörung. Keine Nation, nur Chaos. In der Krise und in der Herausforderung liegt unser historischer Moment. Und Einigkeit ist der Pfad in die Zukunft. Wir müssen diesem Moment als Vereinigte Staaten von Amerika begegnen.

Wenn wir das tun, garantiere ich, dass wir nicht scheitern werden. Niemals sind wir in Amerika gescheitert, wenn wir zusammengehalten haben. Lassen Sie uns also heute, an diesem Tag und an diesem Ort, neu beginnen, wir alle zusammen. Lassen Sie uns anfangen, einander wieder zuzuhören, einander zu hören, einander zu sehen. Einander Respekt zu zeigen. Politik muss kein rasendes Feuer sein, dass alles verschlingt. Nicht jede Meinungsverschiedenheit muss ein Grund für den totalen Krieg sein. Und wir müssen die Kultur beenden, in der Fakten manipuliert und sogar erfunden werden.


 

 

Vor vielen Jahrhunderten schrieb der heilige Augustinus von Hippo, ein Volk werde bestimmt durch die Dinge, die alle seine Mitglieder lieben. Was lieben wir als Amerikaner, was macht uns aus? Ich glaube, wir wissen es alle. Chancen, Sicherheit, Freiheit, Würde, Respekt, Ehre, und, ja, die Wahrheit.

Die letzten Wochen und Monate haben uns eine schmerzhafte Lektion erteilt. Es gibt Wahrheit, und es gibt Lügen. Lügen, die aus Macht- und Profiterwägungen erzählt werden. Jeder von uns ist hier in der Verantwortung, als Bürger, als Amerikaner und vor allem als Anführer. Anführer, die geschworen haben, unsere Verfassung zu achten und unsere Nation zu schützen. Die Wahrheit zu verteidigen, und die Lügen zu besiegen.

Ich verstehe, dass viele meiner Mitbürger mit Furcht auf die Zukunft blicken. Ich verstehe, dass sie sich Sorgen um ihre Jobs machen. Kann ich meine Krankenversicherung behalten? Kann ich die Raten für mein Haus bezahlen? Sie denken an ihre Familien, an das, was die Zukunft bringen mag. Ich verspreche Ihnen: Das verstehe ich. Aber es ist nicht die Lösung, sich zurückzuziehen in Parteien, die miteinander streiten, oder jenen zu misstrauen, die nicht aussehen wie Sie, nicht beten wie Sie oder ihre Nachrichten nicht aus der selben Quelle bekommen wie Sie.

Wir müssen diesen Krieg beenden, in  dem Republikaner gegen Demokraten kämpfen, das Land gegen die Stadt, die Konservativen gegen die Liberalen. Wir schaffen das, wenn wir unsere Herzen öffnen, wenn wir ein bisschen Toleranz und Milde walten lassen, und wenn wir willens sind, uns in den anderen hineinzuversetzen.

Denn so ist das Leben: Manchmal braucht man Hilfe von anderen, und an anderen Tagen ist man selbst derjenige, der zur Hilfe gerufen wird. So muss es sein, so stehen wir füreinander ein. Wenn wir so leben, wird unser Land stärker, prosperierender, zukunftsfähiger. Und wir können dann immer noch geteilter Meinung sein.

Liebe Mitbürger, in der nächsten Zeit werden wir einander brauchen. Wir brauchen all unsere Kraft, um diesen dunklen Winter zu überstehen. Vor uns liegt möglicherweise die dunkelste und tödlichste Phase der Pandemie. Wir müssen Politik beiseite lassen und diese Krankheit endlich als Nation, als geeinte Nation bekämpfen. Ich verspreche Ihnen, so wie es in der Bibel heißt: „Den Abend lang währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude“: Wir werden das zusammen überstehen. Zusammen.

Sehen Sie, wir alle hier oben wissen, dass uns die Welt zuschaut. Hier ist meine Botschaft für jene außerhalb unserer Grenzen: Amerika stand vor einer Prüfung, und wir sind gestärkt daraus hervorgegangen. Wir werden unsere Bündnisse wiederherstellen und uns wieder mit der Welt beschäftigen. Wir werden uns nicht den Herausforderungen von gestern stellen, sondern jenen von heute und morgen. Und wir werden nicht einfach durch unsere Stärke führen, sondern Vorbild sein für andere. Wir werden ein starker und verlässlicher Partner sein für Frieden, Fortschritt und Sicherheit.

Sie alle wissen, dass wir als Nation viel durchgemacht haben. Als erste Amtshandlung möchte ich Sie deshalb bitten, mit mir zusammen in einem Moment der Stille zu beten – für all jene, die im vergangenen Jahr ihr Leben durch die Pandemie verloren haben. Diese 400.000 Amerikaner, Mütter, Väter, Ehemänner, Ehefrauen, Söhne, Töchter, Freunde, Nachbarn und Kollegen. Wir werden sie ehren, indem wir zu der Nation werden, von der wir wissen, dass wir sie sein können und sollten. Lassen Sie uns still für jene beten, die ihr Leben verloren, und für unser Land.

...

Amen.

Leute, dies ist eine Zeit der Prüfung. Wir erleben einen Angriff auf unsere Demokratie und auf die Wahrheit. Ein gefährliches Virus, wachsende Ungleichheit, den Stachel des systemischen Rassismus, die Klimakrise. Amerikas Rolle in der Welt. Jedes einzelne dieser Probleme stellt uns vor grundlegende Herausforderungen. Aber wir müssen sie nun alle gleichzeitig angehen, selten gab es eine größere Verantwortung für unser Land. Jetzt werden wir geprüft. Werden wir dieser Situation gewachsen sein? Wir alle? Es ist Zeit für Mut, denn es gibt so viel zu tun. Und eines ist sicher: Das Urteil über uns, über Sie und mich, wird davon abhängen, wie wir die Kaskade der Krisen unserer Zeit bewältigen.

Werden wir ihr gewachsen sein, das ist die Frage. Werden wir in diese schweren Zeiten bestehen? Werden wir unserer Pflicht gerecht, vererben wir unseren Kindern eine neue und bessere Welt? Ich glaube, das müssen wir. Und ich glaube, das tun Sie auch. Wir werden das nächste große Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika schreiben. Eine Geschichte, die ein bisschen klingen könnte wie ein Lied, das mir viel bedeutet. Es heißt „American Anthem“. Eine Strophe sticht darin heraus, jedenfalls für mich, und sie geht so:

„Die Arbeit und die Gebete eines Jahrhunderts haben uns zu diesem Tag geführt.

Was wird unser Vermächtnis sein? Was werden unsere Kinder sagen?

Lass mich im Herzen spür’n, wenn meine Tage gezählt sind:

Amerika, Amerika, ich habe mein Bestes für dich gegeben.“

Lasst uns geben. Lasst uns unsere Arbeit und unsere Gebete der Geschichte unserer großen Nation hinzufügen, während sie sich entwickelt. Dann werden unsere Kinder und Kindeskinder am Ende unserer Tage über uns sagen: Sie haben ihr bestes gegeben, sie haben ihre Pflicht getan, sie haben ein zerrissenes Land geheilt.

Liebe Mitbürger, ich schließe diesen Tag da, wo ich angefangen habe, mit einem Eid vor Gott und Ihnen allen. Ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich immer ehrlich zu Ihnen sein werde. Ich werde die Verfassung verteidigen. Ich werde unsere Demokratie verteidigen. Ich werde Amerika verteidigen. Bei allem, was ich tue, werde ich nicht an Macht denken, sondern an Möglichkeiten. Nicht an persönliche Interessen, sondern an das öffentliche Wohl. Gemeinsam werden wir eine amerikanische Geschichte der Hoffnung schreiben, nicht der Angst. Der Einigkeit, nicht der Trennung. Des Lichts, nicht der Dunkelheit. Eine Geschichte der Anständigkeit und der Würde, der Liebe, Größe und Güte. Möge dies die Geschichte sein, die uns leitet. Die Geschichte, die uns inspiriert und in einer fernen Zukunft davon kündet, dass wir dem Ruf des Schicksals antworteten. Dass Demokratie, Hoffnung, Wahrheit und Gerechtigkeit in unserer Verantwortung nicht untergingen, sondern blühten. Dass Amerika die Freiheit sicherte und der Welt erneut ein Leuchtfeuer wurde. Das ist es, was wir unseren Vorvätern schulden, kommenden Generationen und uns selbst.

Entschlossen gehen wir die Aufgaben unserer Zeit an. Unterstützt durch unseren Glauben, angetrieben durch unsere Überzeugung, mit Hingabe füreinander und für das Land, das wir lieben, und mit ganzem Herzen. Möge Gott Amerika segnen, und möge Gott unsere Truppen schützen.

Danke, Amerika.“

 

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Joe Bidens Amtsantritt : Verschanzte Demokratie

Die wichtigsten KERNGEDANKEN der Rede:

Demokratie ist kostbar, zerbrechlich. Sie setzt sich aber immer wieder durch!

Die Geschichte hängt nicht von Einzelnen ab - sie hängt von allen ab.

Es gibt viel zu heilen, wiederherzustellen, weider aufzubauen.

Politischer Extremismus, Rassismus und inländischer Terrorismus sind auf dem Vormarsch. Wir werden uns diesen Problemen stellen und sie besiegen.

Meine ganze Seele steckt heute darin, an diesem Januartag. Meine ganze Seele steckt darin, Amerika zusammenzubringen, unser Volk zu vereinen, unsere Nation zu vereinigen. Und ich bitte jeden Amerikaner und jede Amerikanerin, mich darin zu begleiten. Finden wir zueinander, um gegen unsere Widersacher zu bestehen: Gegen Wut, Groll und Hass. Extremismus, Gesetzlosigkeit, Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Gemeinsam können wir große und wichtige Dinge erreichen.

Statt als Feinde können wir einander als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln.

Statt als Feinde können wir einander als Nachbarn sehen. Wir können einander mit Würde und Respekt behandeln. 

 

Wir müssen diesen Krieg beenden, in  dem Republikaner gegen Demokraten kämpfen, das Land gegen die Stadt, die Konservativen gegen die Liberalen. Wir schaffen das, wenn wir unsere Herzen öffnen, wenn wir ein bisschen Toleranz und Milde walten lassen, und wenn wir willens sind, uns in den anderen hineinzuversetzen.

SCHLUSS:

Liebe Mitbürger, ich schließe diesen Tag da, wo ich angefangen habe, mit einem Eid vor Gott und Ihnen allen. Ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich immer ehrlich zu Ihnen sein werde. Ich werde die Verfassung verteidigen. Ich werde unsere Demokratie verteidigen. Ich werde Amerika verteidigen. Bei allem, was ich tue, werde ich nicht an Macht denken, sondern an Möglichkeiten. Nicht an persönliche Interessen, sondern an das öffentliche Wohl. Gemeinsam werden wir eine amerikanische Geschichte der Hoffnung schreiben, nicht der Angst. Der Einigkeit, nicht der Trennung. Des Lichts, nicht der Dunkelheit. Eine Geschichte der Anständigkeit und der Würde, der Liebe, Größe und Güte. Möge dies die Geschichte sein, die uns leitet. Die Geschichte, die uns inspiriert und in einer fernen Zukunft davon kündet, dass wir dem Ruf des Schicksals antworteten. Dass Demokratie, Hoffnung, Wahrheit und Gerechtigkeit in unserer Verantwortung nicht untergingen, sondern blühten. Dass Amerika die Freiheit sicherte und der Welt erneut ein Leuchtfeuer wurde. Das ist es, was wir unseren Vorvätern schulden, kommenden Generationen und uns selbst.

Entschlossen gehen wir die Aufgaben unserer Zeit an. Unterstützt durch unseren Glauben, angetrieben durch unsere Überzeugung, mit Hingabe füreinander und für das Land, das wir lieben, und mit ganzem Herzen. Möge Gott Amerika segnen, und möge Gott unsere Truppen schützen.

Danke, Amerika.“

 


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  • Sonntag, 17. Januar 2021

    Moderatoren sind der Maskenpflicht entbunden

    Für Hörbehinderte wichtig!

    Keine Masken am TV

    BAG erlaubt Ausnahmen

    Journalisten und Rednerinnen müssen am TV keine Maske tragen. Das BAG erteilt eine Ausnahmegenehmigung.

     

     

     

    KOMMENTAR: Das ist ein sinnvoller Entscheid. Denn Hörbehinderte sind aufs Lippenablesen angewiesen. 15% der Bevökerung hat Hörprobleme!

    Neujahrsvorsätze durchziehen - aber wie?

    So manch einer will zu Jahresbeginn neu durchstarten und hat sich deswegen Neujahrsvorsätze gemacht. Vom Klassiker «Ich höre mit dem Rauchen auf» bis hin zu eher persönlichen Alternativen wie «Ich will meine Mutter einmal in der Woche anrufen» gibt es alles.

    Der Weg zum Erreichen der gesetzten Ziele gestaltet sich aber mitunter lang und steinig. Seine Gewohnheiten ändern wollen, setzt immer auch voraus, dass man bereit sein muss, für die Vorsätze auch entsprechende Zugeständnisse zu machen. Oftmals scheitern Neujahrsvorsätze, sobald der Alltagstrott einen wieder eingeholt hat.

    Dabei wäre dieser alljährliche Über-den-Haufen-Werfen von guten Vorsätzen nicht nötig. Erfahrungsgemäss dauert es nur 21 Tage, bis sich der Körper und die Psyche an die neuen Umstände und Abläufe gewöhnt haben. Also nicht mal ganz einen Monat durchhalten und man hat die schlimmste Phase hinter sich gebracht. (Quelle Blick)

    10 Tipps um Neujahrsvorsätze einzuhalten

    BLICK stellt Ihnen pünktlich zum neuen Jahr zehn ganz einfache Tricks vor, die Ihnen helfen, diese erste Durststrecke spielend zu überwinden und ihre Neujahrsvorätze nicht nur anzugehen, sondern auch durchzuziehen und dauerhaft in Ihr Leben zu integrieren.

    1. Realisieren Sie den Tag

    Machen Sie sich bewusst, dass der 1. Januar auch nur ein Tag ist. Sie sind nicht exakt auf den Neujahrstag angewiesen, um Ihre guten Vorsätze zu beginnen. Die zu starke Fokussierung auf diesen Tag erhöht nur den Druck auf Sie. Wählen Sie stattdessen einen Tag an dem Sie ausgeruht und zu 100 Prozent motiviert sind und sich bereit fühlen. Wenn dieser Tag auf den 1.1. fällt, ist das ein schöner Zufall, aber kein Muss.

    2. Reduzieren Sie Ihre Auswahl

    Klar gibt es immer viel, dass man an sich verändern möchte. Zu viele Vorsätze auf einmal führen aber im schlimmsten Fall zu einem Misserfolg in allen Bereichen und kosten Sie nur unnötig Energie. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf ein, zwei Vorsätze, die Ihnen wirklich am Herzen liegen. Setzen Sie sich Ziele, die auch wirklich realistisch ist. Anstatt dass Sie sich zum Beispiel vornehmen, dass Sie 2017 einen Award gewinnen, nimmt sich ein Hobbykoch vor, vegan Kochen zu lernen oder Ähnliches. Bei einer eingrenzten Auswahl können Sie jedem Ziel ihre ganze Aufmerksamkeit schenken und erleben so viel eher Erfolge. Sie können sich beispielsweise auch überlegen, in welchen Lebensbereichen Sie sich noch verbessern möchten, anstatt etwas komplett Neues zu beginnen. Wichtig ist einfach, dass die gewählten Ziele für Sie eine persönliche Relevanz haben und Sie sich damit identifizieren können.

    3. Halten Sie ihre Vorsätze fest

    Schreiben Sie Ihre guten Vorsätze schriftlich in irgendeiner Form nieder. Schriftlich Festgehaltenes gewinnt sofort mehr an Bedeutung und bindet daher mehr. Sie können sogar mit sich selber einen schriftlichen Vertrag abschliessen, der beschreibt, was Ihre Ziele sind und wie Sie diese erreichen möchten. Solche Methoden der Verschriftlichung machen die Vorsätze realer, als wenn diese nur im Kopf existieren.

    4. Halten Sie ihre Vorsätze griffbereit

    Schreiben Sie jeden Vorsatz noch einmal separat auf ein Stück Papier, Post-It oder ein Kärtchen. Platzieren Sie diese Kärtchen so, dass sie bei Gelegenheit immer mal wieder einen Blick darauf werfen. Dafür bieten sich beispielsweise der Badezimmerspiegel, das Portemonnaie oder die Innenseite der Haustüre gut an. Durch diese wiederholte Visualisierung werden Sie in regelmässigen Abständen an Ihre guten Vorsätze erinnert und erhalten so jeweils einen Motivationsschub, weil Sie sich immer wieder bewusst machen, wozu Sie Ihre Gewohnheiten ändern.

    5. Starten Sie mit 100 Prozent

    Stürzen Sie sich von Anfang an mit 100 Prozent in eine neue Aufgabe. Es bringt nichts, wenn Sie sich sagen, dass Sie lieber gemütlich starten und dann im Verlaufe des Jahres mehr Einsatz bringen werden. Die Gefahr besteht dann leicht, dass man auf dem Anfangsniveau stehen bleibt. Bevor Sie beginnen, machen Sie sich ganz genau bewusst, was Sie erreichen wollen und wie Sie dorthin kommen und was das von Ihnen abverlangt. Natürlich können Sie als Sportlaie nicht ab dem ersten Tag gleich einen Marathon laufen - das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Es geht vielmehr darum, dass Sie sich mit Enthusiasmus an ihre Ziele herangehen und so genügend Schwung für die ersten Wochen mitbringen.

    6. Planen Sie Probleme mit ein

    Wie gesagt: Der Weg zu Erfüllung der guten Vorsätze ist oft hart, steinig und nicht einfach. Es kann schnell vorkommen, dass man an seine Grenzen kommt, keine Lust mehr hat und dann doch eine Zigarette rauchen oder eine Tafel Schokolade essen will. Beugen Sie solchen Rückfällen möglichst weitgehend vor, indem sie diese Probleme mit einplanen. Schreiben Sie sich zu Beginn eine Liste der wahrscheinlichsten Komplikationen auf, die Ihnen begegnen könnten. Halten Sie direkt daneben proaktive Lösungsvorschläge fest, die auf einer Linie mit ihren Vorsätzen liegen. Halten Sie sich vor Augen, warum es zu diesem Problemsituationen kommen kann und was Sie dagegen tun können. Erkennen Sie solche möglichen Hürden bereits im Voraus, fällt es später leichter, diese in der realen Situation zu überwinden.

    7. Nutzen Sie eine positive Sprache

    Benutzen Sie eine positive Sprache, wenn Sie über Ihre Vorsätze nachdenken oder sprechen. Statt «Ich habe keine Lust ins Fitness zu gehen» sagen Sie «Ich fühle mich nach dem Fitness-Training immer so viel besser». Verbinden Sie ihren Vorsatz oder Ihre Aktivität mit einem positiven (Körper-)Gefühl, dann fällt es Ihnen viel leichter, sich immer wieder aufs neue zu motivieren.

    8. Holen Sie sich Unterstützung ins Boot

    «Geteiltes Leid ist halbes Leid» – Suchen Sie sich Unterstützung in verschiedenster Form. Erzählen Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden, was Ihre Pläne sind. Sie werden einerseits jederzeit ein offenes Ohr für Ihre Probleme finden und andererseits motivieren Sie sich so selber, da Sie Ihre Liebsten ja nur ungern mit Misserfolg enttäuschen möchten. Eine andere gute Möglichkeit ist es auch, sich gezielt Personen oder Gruppen zu suchen, welche die gleichen Absichten und Ziele haben. Diese Personen können am ehesten verstehen, was Sie durchmachen und was in Ihnen vorgeht. Das Austauschen und Teilen von Schwierigkeiten und Problemen, aber auch von Erfolgen, spornt zusätzlich an und bestätigt Sie in Ihrem Entscheid. Solche Unterstützungs-Systeme lassen sich auch gut online in den verschiedensten Variationen finden.

    9. Erstellen Sie einen Rapport

    Halten Sie Ihre Forschritte fest. Ob dies via App ( z.B. Goal Tracker & Habit List für Android und iOS) oder handschriftlich geschieht, spielt keine Rolle. Wichtig beim sogenannten «Tracking» ist, dass Sie jeden Tag festhalten, wo Sie mit Ihren Projekt stehen. Das Visualisieren Ihrer Fortschritte hält Ihnen nicht nur direkt vor Augen, wie viel des Weges Sie bereits geschafft haben sondern noch viel wesentlicher, auch wie gut Sie diesen gemeistert haben. Sie werden darum bemüht sein, die Erfolgskurve positiv zu halten und werden dadurch immer wieder bestätigt und motiviert.

    10. Planen Sie Belohnungen ein

    Kleine Belohnungen sind gute Motivatoren, um schwierigere Durststrecken zu überwinden. Wählen Sie eine kleine Belohnung aus, die Ihren Vorlieben und Interessen entspricht. Natürlich immer mit Rücksicht auf Ihre Vorsätze - man sollte sich nicht eine Zigarre gönnen, wenn man mit dem Rauchen aufhören will. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Magazin oder einem Kinobesuch. Starten Sie mit diesen kleinen Belohnungen wöchentlich: Für jede durchgehaltene Woche belohnen Sie sich einmal. Wechseln Sie nach einiger Zeit auf ein monatliches Belohnungssystem, bis Sie schliesslich ganz auf eine Jahres-Belohnung umstellen. Wählen Sie etwas als Belohnung, auf das Sie sich freuen und für das Sie gerne durchhalten.

    Und schliesslich: Freuen und feiern Sie Ihren Erfolg!

     

    (Quelle women)

     

    Ziele formulieren
    Hand aufs Herz – was wollen Sie wirklich verändern? Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Wollen Sie das gesteckte Ziel auch wirklich erreichen und sind Sie bereit, Ihr Bestreben – auch gegen widrige Umstände – konkret umzusetzen? Wenn ja – dann erstellen Sie sich eine Liste mit den guten Vorsätzen. Und nicht vergessen: „Nur wenn Sie sich Großes vornehmen, können Sie auch Großes erreichen.“

    Realistische Ziele
    Es bringt absolut nichts, schwer realisierbare Absichten zu formulieren. Lieber kleine, aber feine Ziele stecken, die Sie auch erreichen können. Beispiel: Sie möchten bis zum Sommer fünf Kilo abgenommen haben – das ist absolut realistisch und machbar! Beginnen Sie mit regelmäßigen Spaziergängen, oder lassen Sie das Auto doch einmal in der Garage stehen und gehen Sie zu Fuß. So bringen Sie langsam aber sicher ihre Kondition und die Fettverbrennung auf Touren.

    Plan erstellen
    Erstellen Sie einen Plan, der Sie leitet und Ihnen über Durststrecken hinweghilft. Legen Sie sich einen definierten Zeitrahmen fest, innerhalb dessen der Vorsatz umgesetzt werden soll. Stellen Sie sich selbst die bekannten „W-Fragen”: Wer, wie, wo, was und vor allem bis wann.
    Erstellen Sie sich zusätzlich unbedingt einen Zeitrahmen, da sonst die Gefahr besteht, die Umsetzung des Neujahrsvorsatzes immer wieder nach hinten zu verschieben.

    Fallen meiden
    Reduzieren Sie Dinge, die Sie von Ihrem Vorsatz abhalten können. Wollen Sie zum Rauchen aufhören – dann meiden Sie am besten verqualmte Kaffeehäuser!

    Belohnung
    Belohnung für kleine Erfolge! Belohnen Sie sich jedes Mal, wenn Sie einen Schritt weiter gekommen sind. Zum Beispiel wenn Sie wieder einmal der Versuchung, Ihrem alten Verhalten nachzugeben, widerstehen konnten. Motivieren Sie sich auch mehrfach im Jahr indem Sie kleine Teilziele setzen und den jeweiligen Erfolg hieraus kontrollieren. Sie werden sehen, wie Sie so langsam aber sicher Ihren Neujahrsvorsatz umsetzen.

    Die Umsetzung
    Beginnen Sie mit der Umsetzung bereits am 1. Jänner! Warten Sie nicht mit der Umsetzung Ihres Neujahrsvorsatzes – Beginnen Sie sofort! Wenn Sie es geschafft haben ein paar Wochen durchzuhalten, kann Ihr Ziel zum Selbstläufer werden. Man sagt, dass es etwa drei Wochen dauert, bis etwas zur Gewohnheit wird wie z.B. das tägliche Zähneputzen.

     (Quelle engelhornjournal)

    Tipp 1: Überlege dir dein Ziel im Voraus

    Last Minute Vorsätze, oder Ziele die spontan aus einer Laune übers Knie gebrochen werden, stehen unter keinem guten Stern. Überlege dir genau und realistisch, was du ändern möchtest und wie du dein Ziel erreichst. Es hilft ungemein, deine eigenen Stärken zu reflektieren und einen Plan zur Zielerreichung zu erstellen. Zerlege deine Strategie in mehrere Etappen und formuliere Meilensteine, also kleinere Zwischenziele. Teilerfolge auf dem Weg zum großen Ziel werden dich motivieren und es fällt dir garantiert leichter dran zu bleiben. Sobald du deine Vorsätze einmal formulierst, solltest du allerdings nicht länger als 72 Stunden warten, um diese Umzusetzen. Mehr Zeit solltest du nicht verstreichen lassen, da sonst die Chance der Zielerreichung nur noch bei 1 liegt.

    Tipp 2: Konzentriere dich auf ein Ziel

    Du willst Abnehmen, sparsamer Leben, mit dem Rauchen aufhören und mehr Zeit mit der Familie verbringen? Und das am besten sofort und alles gleichzeitig? Das ist der falsche Weg! Die Festlegung und Umsetzung neuer Verhaltensmuster kostet viel Zeit und vor allem Energie. Wenn du dir zu viel auf einmal vornimmst ist die Wahrscheinlichkeit zu Scheitern deutlich höher und du wirst schnell wieder entmutigt. Konzentriere dich lieber auf ein bestimmtes Ziel und stecke in dieses deine Kraft. Dieses Ziel sollte außerdem von Herzen kommen und aus deinem ganz eigenen Wunsch entsprungen sein.

    Tipp 3: Konkretisiere dein Ziel

    Es ist leichter ein Ziel umzusetzen, wenn es konkret und planbar formuliert ist. Womit wir auch wieder bei den Zwischenzielen liegen. Anstatt dir vorzunehmen in 2019 abzunehmen, setzte dir greifbare Ziele. Lege zum Beispiel fest, dass du 10 kg bis zum 01.Juni verlieren und auf dem Weg dahin jeden Monat 2 kg abnehmen möchtest. Schon hört sich das Ziel gar nicht mehr so unerreichbar an, oder? Achte darauf, dass du dir realistische Meilensteine setzt. Auch Pufferzonen können eingeplant werden. Auch wenn der Weg zum Ziel so vielleicht länger dauert, wird die Erreichung der Zwischenziele dich ungemein motivieren. Vergesse außerdem nicht, deine Ziele und (Teil-)Erfolge nieder zuschreiben. So hast du immer genau vor Augen, was du bereits erreicht hast.

    Tipp 4: Lasse dich von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen

    Natürlich frustriert es, wenn du in deine alten Gewohnheiten zurück fällst. Dennoch solltest du das nicht gleich als Scheitern ansehen. Kleine Rückschläge sind in Ordnung, solange du dich von diesen nicht entmutigen lässt. Der Wer zur Zielerreichung ist kein Sprint auf einer geraden Linie, sondern gleicht eher einem Prozess auf einer kurvigen Rennstrecke. Mal kannst du Vollgas geben, mal muss ein kurzer Boxenstop eingelegt werden und ein anderes mal gibt es vielleicht einen Unfall. Du musst dir vor Augen halten, dass auf dem Weg zur Zielerreichung immer neue Herausforderungen auftauchen, nutze diese als Learning für die nächste Challenge.
    Solltest du merken, dass deine Strategie, die du dir zur Zielerreichung notiert hast nicht funktioniert, passe sie an und erneuere sie. Dein Plan ist nicht in Stein gemeißelt!

    Außerdem hilft es auch, sich Verbündete zu suchen oder deinem Umfeld zumindest von deinem Plan zu erzählen und sie bitten, dich zu unterstützen. Um Verständnis zu generieren, solltest du außerdem deine Beweggründe nicht verschweigen und regelmäßig Updates über deine Teilerfolge geben. Gemeinsam kann man sich vor allem in Tiefphasen besser motivieren und aufraffen.

    Neuhjahrsvorsätze Sign

    Tipp 5: Formuliere deine Ziele positiv

    Wie bereits angesprochen ist es wichtig, deine Ziel zu visualisieren. Schreibe dir dieses sowie deine Meilensteine auf. Außerdem hilft es, dein Ziel positiv zu formulieren. Der Ironie-Effekt besagt, dass bei negativ formulierten Zielen wie: „ich möchte nicht mehr dick sein“, genau das Gegenteil passiert. Wenn wir uns vornehmen etwas nicht mehr zu tun, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir genau dies tun. Durch Vermeidungsvorsätze wird die Aufmerksamkeit auf das Negative gestärkt. Also formuliere deinen Vorsatz lieber positiv und konkret.

    Bilder: Unsplash. vom und pexels.com

     

    Freitag, 1. Januar 2021

    Parmelins gelungene Neujahrsansprache im Wortlaut

    «Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Schweiz und im Ausland!

    Wir haben ein dunkles Jahr hinter uns. Die Gesundheitskrise hat uns schwer getroffen. Viele Familien haben einen nahen Menschen verloren. Viele konnten von ihm nicht Abschied nehmen, wie sie es sich gewünscht hätten. Für sie wird das vergangene Jahr für immer verbunden sein mit diesem schmerzlichen Verlust. Die Mitarbeitenden in Spitälern und Pflegeheimen kamen an den Rand ihrer Kräfte und sind es heute noch. Andere durften lange gar nicht mehr arbeiten, waren in Kurzarbeit oder haben sogar ihre Stelle verloren. Traditionsunternehmen sind verschwunden. Auch unser Bildungssystem wurde auf eine harte Probe gestellt. Kurz: Die Pandemie hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt.

    Selten haben wir Vergleichbares erlebt: Unsere Tätigkeiten kamen zum Stillstand. Die ganze Gesellschaft befand sich in noch nie dagewesener Isolation. Wir mussten lernen, ohne Händeschütteln auszukommen. Dieses wichtige Begrüssungsritual gefährdete plötzlich unsere Gesundheit. All das war und ist für uns umso schwieriger, weil wir Menschen - so hat es schon Aristoteles gesagt - «von Natur aus gesellige Wesen sind».

    Sie haben sicher Verständnis: Zu Beginn dieses neuen Jahres möchte ich mich nicht allzu enthusiastisch äussern. Vieles ist ungewiss und die Lage bleibt prekär. Trotzdem möchte ich Ihnen von Herzen meine besten Wünsche überbringen. Ich denke insbesondere an die Menschen, die einsam oder krank sind. Ich denke an die, die unter dem Verlust eines nahen Bekannten leiden. Und ich denke an alle, denen der ungewohnte Alltag Sorgen macht. Ich möchte Ihnen heute erneut versichern, dass der Bundesrat Sie so gut wie möglich unterstützt und nach Lösungen für heute und morgen sucht.

    Persönlich verspüre ich trotz allem etwas wie Zuversicht und Optimismus. Das sage ich nicht, weil es gut tönt, sondern aus Überzeugung: Unser Land hat in der Vergangenheit Vieles richtig gemacht. Wir haben zahlreiche Erfindungen auf den Markt gebracht.

    Für alle ist «Swiss made» der Inbegriff von Qualität und Zuverlässigkeit. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass 28 Nobelpreisträger aus der Schweiz kommen.

    Die Schweiz geht vorwärts und wird auch in Zukunft vorwärtsgehen. Ich bin überzeugt, unser gutes Bildungssystem hilft uns dabei: Bildung ist unsere universelle Sprache. Sie ist Voraussetzung für Dialog und Austausch. In einer Zeit äusserst labiler Kräfteverhältnisse garantiert Bildung den Zugang zu Kompromissen. Sie ebnet den Weg zum friedlichen Lösen von Konflikten. Bildung ist im Grunde der Schlüssel für den Zusammenhalt unseres Landes.

    Wir Schweizerinnen und Schweizer müssen zusammenstehen. Nur so können wir als Land einstehen für die Interessen von uns allen: für unsere Gesundheit und unser wirtschaftliches Wohlergehen, für Frieden und Verbundenheit, für Freiheit und Unabhängigkeit, – kurz: für alles, was uns seit Langem lieb und teuer ist.

    An diesem 1. Januar schlagen wir im Buch unserer Geschichte eine neue Seite auf. Zwar wird damit die gegenwärtige Situation nicht auf einen Schlag besser, aber wir dürfen nicht resignieren. Ich rufe Sie auf, unser Schicksal als Gemeinschaft zu tragen. Jetzt ist der Moment gekommen zusammenzustehen – trotz der immer noch nötigen Vorsicht im Zusammensein. Nur wenn wir zusammenhalten, können wir als Schweizer Bevölkerung dereinst wieder gemeinsame Erfolge feiern.

    Es ist mir wirklich wichtig, dass wir eine geeinte Schweiz sind, geeint in unserer Vielfalt: Stadt und Land, Alt und Jung, Wohlhabende und weniger Wohlhabende.

    In dieser Hoffnung wünsche ich allen:

    Buon ann

    Bonne année

    Bun Onn

    Es guets Nöis»

     ANALYSE FOLGT SPAETER

    Das offizielle Bundesratsphoto ist da

     

    Photoshop bringt Die Magistraten - trotz Corona- zusammen.

    Der Bundespräsident  darf jedes Jahr die Bundesratsphoto gestalten.
    Er liess die einzelnen Bundesräte einzeln aufnehmen und per Photoshop vereinen.
    Trotz Corona wollte der Bundespräsident  Nähe  zeigen.
    Das Bild veranschaulicht auch die Kernbotschaft Parmelins in seiner Neujahrsansprache:
    "Es ist mir wichtig, dass wir in den schwierigen Zeiten gemeinsam zusammenstehen".
    Die Photo unterstützt den Appell Parmelins für den Zusammenhalt der Schweiz, um gemeinsam scheinbar Unverrückbares neu zu betrachten.

    Video
     
     
     

    Haslers Worte zum neuen Jahr bringen es auf den Punkt - Chapeau

    https://www.blick.ch/news/philosophe-ludwig-hasler-76-ueber-die-scheinheilige-trauer-um-alte-jeder-tote-sei-einer-zu-viel-stimmt-nicht-id16270825.html