Nachlese zum Frauentag
Bei der Emanzipation der Frau hätten die Frauen wenig erreicht, wenn sie
nicht ihrer Forderungen ausgereitzt hätten. Dank der Wiederholungstaktik haben die Frauen bislang Erfolg gehabt (Jeder Tropfen höhlt den Stein).
Doch diese Phase ist heute nicht mehr notwendig.
Es besteht nun die Gefahr, dass viele übertriebene Forderungen für das weibliche Geschlecht kontraproduktiv werden.
Nachdem sich die modernen, jungen, emanzipierten Frauen nicht mehr benachteiligt fühlen
(Gleiche Rechte. Sie können frei entscheiden, wie lange sie arbeiten oder beim neuen Eherecht oder bei der Scheidung, wo sie nicht mehr benachteiligt sind), ist es verwunderlich, wenn gewisse Frauengruppen nach wie vor absurde Forderungen stellen:
- Sie verlangen einen gesetzlichen Feiertag (nur für die Frauen)
- Sie wollen eine Verpflichtung (einen Zwang?) zu Spitzenpositionen für die Frauen (Frauenquoten)
- Sie möchten auch die Männer verpflichten, kürzer zu treten (Teilzeitarbeit)
und plädieren für einen langen aufgezwungenen Vaterschafturlaub
- Sie wünschen Verdoppelungen bei jeder Mehrzahlform (Mitglieder, "Mitgliederinnen" / Zuschauer, ,Zuschauerinnen) und akzeptieren damit auch die Zertrümmerung der Sprache Gäste, "Gästinnen"/ Menschen, "Menschinnen", Personin)
- Für extreme Feministinnen müssten sogar die Piktogramme "Mensch" bei Lichtanlagen, die als "Männchen" gelesen werden könnten, als "Frauchen" dargestellt werden
Die Oeffentlichkeit hat heute kein Verständnis mehr, wenn derartiger Gender Unfug gefordert werden.
Petition
Quelle 20 Min
Schweizer protestieren gegen «Gender-Unfug»
Deutsche Intellektuelle warnen vor der
Verunstaltung der Sprache durch «Gender-Unfug». Die Kritik findet auch
in der Schweiz Anklang.
Die Kritik im Detail
Grammatisches Geschlecht: Zwischen dem grammatischen und dem
natürlichen Geschlecht bestehe kein Zusammenhang, argumentieren die
Kritiker. Ihr Beispiel: Es störe niemanden, dass alles weibliche sich
seit 1000 Jahren vom Wort «das Weib» ableite.
«Lächerliche» Sprachgebilde: «Studierende» oder
«Fahrzeugführende» sind dem Verein ein Dorn im Auge. Denn etwa das Wort
Studierende bezeichne keine Person, die studiert und sonst noch anderen
Tätigkeiten nachgeht, sondern jemanden, der immerzu studiert.
Nicht durchzuhalten: Ein weiteres Argument ist, dass das
Gendern nicht konsequent durchzuhalten sei und die Kommunikation hemme.
Initiant Walter Krämer erklärte in der NZZ: Stellen Sie sich vor, Sie
sehen abends im Fernsehen Werbung, und dann kommt der Hinweis: «Zu
Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder
Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin.»
Wirkungslos: Gegenderte Sprache verhelfe Frauen nicht zu mehr
Rechten, findet der Verein. Denn: Auch wenn im Grundgesetz nur von
«Bundeskanzler» die Rede sei, sei Angela Merkel trotzdem Bundeskanzlerin
geworden.
In Deutschland regt sich gegen die gendergerechte Sprache Widerstand.
Bereits rund 30'000 Personen haben eine Petition des Vereins Deutsche
Sprache gegen den «Gender-Unfug» unterzeichnet. Die «zerstörerischen
Eingriffe» in die deutsche Sprache basierten auf einem «Generalirrtum»
und bewirkten nichts für die Gleichstellung, heisst es in der Petition
(Kritikpunkte im Detail siehe Box).
Zu den Unterzeichnern gehören
deutsche Schriftsteller, Lyriker oder auch der bekannte
Journalismus-Ausbildner Wolf Schneider. Auch der Schweizer Ableger des
Vereins wirbt auf Facebook für das Anliegen. Unterschrieben haben
bereits SVP-Nationalrat Claudio Zanetti und Unternehmer Werner Kieser.
«Die Sprache verliert wichtige Funktionen»Jürg
Niederhauser, Vizepräsident des Schweizerischen Vereins für die
deutsche Sprache und Sprachwissenschaftler, teilt ein paar Bedenken der
Petitionäre, nicht jedoch ihren Absolutheitsanspruch. Natürlich solle
die Sprache alle mit einschliessen. Bei einer Anrede, in einem
Stelleninserat oder einem Reglement sei die Nennung beider Geschlechter
selbstverständlich.
Etliche
Vorschläge für gendergerechten Sprachgebrauch seien jedoch nicht
praktikabel und beraubten die deutsche Sprache wichtiger Funktionen,
sagt Niederhauser. «Der Begriff ‹Lernende› bezeichnet eigentlich
Personen, die gerade in diesem Moment am Lernen sind, nicht Personen,
die eine bestimmte Berufslehre machen.»
Die Gendersternchen oder
der Gender-Gap seien zudem nicht nur unschön, sondern hemmten den
Lesefluss und machten das Schreiben und Lesen unnötig kompliziert, sagt
Niederhauser. Es brauche Vorschläge, die auch im Sprachalltag
praktikabel seien. «Man kann in der Hektik des Berufsalltags nicht über
ein korrekt gegendertes Wort stundenlang brüten.» Bis sich brauchbare
Vorschläge durchsetzen, empfiehlt Niederhauser das generische Maskulinum
zu umgehen, indem man beide Formen nennt oder zwischen weiblicher und
männlicher Form abwechselt.
Gleichberechtigung ja, aber...
Grundtenor der Kommentare:
Die Sprache ein zu wertvolles Gut, als dass wir sie so leichtfertig zertrümmern. Der Frau wird mit all den lächerlichen Anliegen ein Bärendienst erwiesen :
- Wenn beispielsweise Strassennamen, die Männern gewidmet sind, mit Frauennamen überdeckt werden
- Wenn Bücher. Kinderlieder und Märchen korrigiert werden (Berufsbilder, Rollen) und dadurch der historische Kontext verfälscht wird, der lediglich den früheren Zeitgeist korrekt wiederspiegelt
Die Zeit der bewussten Uebertreibung sollte endlich abgeschlossen werden.
Denn absurde Forderungen gegen das "Feindbild" MANN werden der Frau mehr schaden als nützen.
Sie werden zum Bumerang und fördern höchstens eine neue Machogeneration.
Vor allem werden solche Anliegen den heutigen emanzipierte Frauen nicht gerecht, welche ein unverkrampftes Verhältnis mit dem männlichen Geschlecht gefunden haben.
In den Vereinigten Staaten wird die politisch korrekte Sprache auf die Spitze getrieben.
Das ist mit eine Grund, dass Trump gewählt wurde, weil er sich um diese Sprachmissionare bewusst foutiert.
LINKS:
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
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Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu
Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
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www.rhetorik.ch/Aktuell/13/09_27a/index.html
27. Sept. 2013 ... Der Schriftsteller Bernhard Lassahn geht in einer Kritik an geschlechter-korrekter
Anrede im Focus 38, 2013 noch weiter als üblich: er ...
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www.rhetorik.ch/Aktuell/18/09_23/index.html
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23. Sept. 2018 ... Die SPD in Berlin will feministische Pornos fördern. Der feministische Porno
unterscheidet sich vom herkömmlichen Porno dadurch, dass auch ...
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www.rhetorik.ch/Aktuell/17/11_28/index.html
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28. Nov. 2017 ... Militanter Feminismus schadet den echten Anliegen. Es gibt viel wichtigere
Probleme bei der Gleichberechtigung. Übrigens sind die älteren ...
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