Die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts zog viele Menschen
in der Schweiz in ihren Bann.
Zu sehen gab es nichts weniger als den
«Blutmond», wie der in kupferrotes Licht getauchte Erdtrabant im
Volksmund genannt wird. Und das nicht zu knapp:
Ganze 103 Minuten
tauchte der Mond in den Kernschatten der Erde ein – die längste totale
Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.
Warum dauerte die Mondfinsternis so lange?
Mit 103 Minuten ist die heutige Mondfinsternis besonders lang, wie
Christoph Siegrist von SRF Meteo bestätigt. Für den Grund verweist er
auf die sogenannten Kepplerschen Gesetze. «Wenn der Mond weit weg ist,
bewegt er sich langsamer um uns herum, als wenn er nahe ist.» Der Mond
habe seinen erdfernsten Punkt rund 15 Stunden vor der Finsternis. «Er
ist dann wirklich weit weg und bewegt sich entsprechend langsam.» So
dauere auch die Finsternis länger.
Legende:
Der Blutmond, aufgenommen in Bern-Bümpliz.
SRF Augenzeuge / Dominik Blaser
Legende:
Der Blutmond, fotografiert in Nänikon (ZH).
SRF Augenzeuge / Samuel Tobler
Warum ist der Blutmond rötlich? Das Sonnenlicht scheint durch die Erdatmosphäre auf den Mond. «In der
Atmosphäre wird das ganze Licht weggestreut – ausser der rote
Lichtanteil», erklärt Siegrist. Das rote Licht komme dann beim Mond an.
Ähnlich verhalte es sich beim Sonnenuntergang, bei dem das Licht
ebenfalls einen langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklege. Quelle SRF
Nun äussert sich nun doch noch das Spital zu Marchionnes Tod
Nach dem Tod des Ex-Ferrari-Chefs hat nun das Universitätsspital Zürich eine Stellungnahme geschickt. (aus 20 Min)
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Sergio Marchionne soll im Universitätsspital Zürich um sein Leben
gekämpft haben, wo er am Mittwoch, 25. Juli 2018, gemäss Medienberichten
gestorben ist.
Sergio Marchionne hat sich vor seinem Tod über
ein Jahr lang immer wieder im Universitätsspital Zürich (USZ) behandeln
lassen. Das Spital bestätigte am Donnerstag, dass der langjährige
Fiat-Chrysler-Chef Patient am USZ war. Es reagierte damit auf diverse
Medienberichte. Das Spital schrieb in der Mitteilung von
einer «schweren Erkrankung». Obwohl sämtliche Möglichkeiten der
Spitzenmedizin ausgeschöpft worden seien, sei Marchionne leider
verstorben. «Wir bedauern seinen Tod ausserordentlich und drücken der
Familie unser tiefstes Beileid aus.»
Komplikationen nach Schulteroperation
Am
Mittwoch hatte Fiat den Tod des 66-jährigen italo-kanadischen Managers
bekannt gegeben. Nach einer Schulteroperation sei es zu unerwarteten
Komplikationen gekommen, die sich verschlechtert hätten, hatte es in
einer ersten Begründung geheissen. Medien berichteten später, Marchionne
habe an einer Krebserkrankung gelitten, operiert worden sei er wegen
eines Sarkoms an der Schulter.
Zur Art der Erkrankung gab das
Unispital keine Details bekannt. Das Arztgeheimnis habe einen hohen
Stellenwert für das USZ, hiess es in der Mitteilung. Die Orientierung
über den Gesundheitszustand sei Sache der Patientinnen und Patienten
oder deren Angehörigen. Medienspekulationen vermeiden
Aus
diesem Grund habe das USZ bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung zur
Hospitalisierung und Behandlung von Sergio Marchionne genommen. Die
jetzige Stellungnahme erfolgte gemäss den Angaben, um weitere
Medienspekulationen zu vermeiden. KOMMENTAR:
Diese Information hätte früher erfolgen müssen. Medien dürfen nicht im
Regen stehen gelassen werden. Wenn geschwiegen wird, kommt es zu
Gerüchten, Vermutungen, Falschinformationen und Medienspekulationen. Es
gibt Aussagen, die gemacht werden können, ohne das Arztgeheimnis zu
verletzen.
«Eine sogenannte Verantwortungsdiffusion»
Wieso diese
einfach achtlos draussen liegen gelassen werden, weiss Jürg Artho. Er
leitet die Sozialforschungsstelle des Psychologischen Instituts der
Universität Zürich: «Es handelt sich dabei um eine sogenannte
Verantwortungsdiffusion.» Die Leute denken: Wenn andere ihren Müll nicht
wegräumen, muss ich das auch nicht. «Man kommt sich schnell blöd vor,
wenn man der Einzige ist, der sich Mühe gibt und etwas Gutes für die
Allgemeinheit tut. Man steckt in einem sozialen Dilemma.» Das Resultat:
Bald sammelt keiner mehr den Abfall zusammen.
Den Typ
«Sommergüselgrüsel» gebe es dabei aber nicht – jeder unterliege bis zu
einem gewissen Masse diesem Mechanismus, so Artho. Das Problem auf die
Jungen abschieben, zähle auch nicht, obwohl bei ihnen zu beobachten sei,
dass sie allgemein unüberlegter handelten, Grenzen ausloteten und ein
unangepassteres Verhalten hätten – auch im Bezug auf Littering. Auch sei
der Gruppendruck bei Jugendlichen ausgeprägter. Doch einer
grundsätzlich anderen Persönlichkeit als bei älteren Leuten sei dies
nicht geschuldet. «Es ist einer der Antriebe der Menschen, zu machen,
was andere auch machen.» Bei Erwachsenen werde dieser Trieb sogar gerne
unterschätzt. Je weniger Müll, desto grösser die Hemmungen
Wie ist dem unordentlichen Treiben beizukommen? Mit einer Umkehrtaktik. ERZreinigt
gezielt nach Zeiten, in denen viel los war, und vor der nächsten Welle
an Parkbesuchern oder Seeflanierern. «Je sauberer es ist, desto mehr
Hemmungen haben die Leute, etwas liegenzulassen», sagt Filli.
Auch
Bussen sind möglich, für den Fall, dass jemand den öffentlichen Raum
verschmutzt. Diese können allerdings nur durch die Stadtpolizei und
nicht durch den Reinigungsdienst ausgestellt werden. Mit Verboten und
Sanktionen sei laut Artho sowieso sparsam umzugehen. «Denn übermässig
viele Verbote können dazu führen, dass die Menschen sich nicht mehr am
gesundem Menschenverstand und am Gemeinschaftssinn orientieren.»
Stattdessen würden sie alles als ausdrücklich erlaubt verstehen, was
nicht ausdrücklich verboten sei.
Was eher helfe als Verbote: eine
gute Erziehung. Diese lege generell den Grundstein dafür, wie stark der
Solidaritätsgedanke einer Person ausgeprägt sein wird. Auch dieser
Prozess sei natürlich Zeiten unterworfen, in denen man sämtliche
Prinzipien über Bord werfe, zum Beispiel in der Pubertät. Doch mit dem
Denken an die Gesellschaft und dem Litteringproblem sei es oft wie mit
dem Wandern: «Früher musste ich, dann wollte ich nicht mehr, heute gehe
ich wieder.»
(Tages-Anzeiger)
Im
Osten der Schweiz herrscht weiterhin akute Trockenheit. Im Flachland ist
ein Mangel an Bodenfeuchtigkeit und ausgetrocknete Böden verbreitet.
Zudem sind die Wassertemperaturen in den Gewässern des Mittellandes
immer noch überdurchschnittlich hoch und die Wasserstände von Boden-,
Vierwaldstätter-, Walen-, Zürich- und Zugersee sehr tief. (Quelle SRF)
Eine
Auswirkung: Der tiefe Pegelstand beeinträchtigt die Schifffahrt auf dem
Bodensee. Am deutschen Ufer werden einzelne Landestellen nicht mehr
angelaufen. An anderen muss mit Verzögerungen beim Ein- und Ausstieg
gerechnet werden.
Die Lage ist allerdings nicht überall gleich
kritisch: Im Genfer- und Thunersee oder am Lago Maggiore werden
durchschnittliche Wasserstände gemessen.
Was ist mit dem Grundwasser? Muss man Wasser sparen?
Hitze
und ausbleibender Regenfall kann auch die Trinkwasser-Reserven
gefährden. Die Grundwasserstände und Quellen sind laut dem Bundesamt für
Umwelt (Bafu) in den letzten drei Monaten stetig zurückgegangen. Die
Pegel sind stellenweise tief.
Mit einer flächendeckenden
Wasserknappheit sei derzeit aber nicht zu rechnen, teilt das Bafu mit.
Die Schweiz verfüge über grosse Wasserreserven. 80 Prozent des
schweizerischen Trinkwassers würden aus Grundwasser gewonnen, das erst
mit grosser Verzögerung auf die Trockenheit reagiere.
Legende:
Brunnen werden abgestellt, zum Beispiel in Malans (GR).
Keystone
In einzelnen Orten kann
das Trinkwasser knapp werden: Zum Beispiel in Bergdietikon (AG), dort
haben die Behörden Massnahmen zum sparsamen Umgang mit Wasser ergriffen.
Die Gemeinde muss zudem von den Nachbarorten Wasser zukaufen.
Und die Wälder?
Es herrscht verbreitet Trockenheit, Bäume im nördlichen Alpenraum sowie
im Wallis weisen Trockenstress auf. Das zeigt sich zum Beispiel darin,
dass sie Früchte abwerfen oder verfärbte Blätter haben. In der Region
Basel sind sogar ganze Baumgruppen abgestorben, was aussergewöhnlich
ist.
Die Behörden rufen zu Vorsicht bei Waldspaziergängen auf, weil Äste herabfallen können. Einzelne Waldgebiete sind gesperrt.
Wie hoch ist die Waldbrandgefahr in der Schweiz?
In dem meisten Gebieten der Schweiz besteht zurzeit erhebliche bis sehr
grosse Waldbrandgefahr. Bedingte oder absolute Feuerverbote im Wald
oder in Waldesnähe wurden in verschiedenen Kantonen verhängt – zuletzt
im Thurgau und in St. Gallen.
KOMMENTAR:
Die Kurzregen (lokale Gewitter ) reichten nicht aus, den Grundwasserspiegel anzuheben.
Es bräuchte einen längeren Landregen. Aber der ist nicht in Sicht.
Weglasern! Keine leichte Entscheidung. Denn eine Tattoo-Entfernung ist
ein langwieriger Prozess, weiss Marc Theissing (43). Er führt in Zürich
ein Tattoo-Entfernungs-Studio. «Zum Tattooentfernen braucht man Geduld.
Sechs bis zehn Sitzungen sind in der Regel nötig, bis ein Tattoo
vollständig verschwindet», sagt Theissing zu BLICK. Kostenpunkt pro
Sitzung: 120 Franken! Es kann aber auch schnell teurer werden, je nach
Grösse des Tattoos. (10 mal 120.-- Fr = 1200.-- Fr)
Die Sitzungen selber dauern dabei nicht länger als 15 Minuten, doch
zwischen den Behandlungen muss man bis zu zwei Monate warten. «Damit
sich das Gewebe erholen kann. Wird zu früh wieder auf die entsprechende
Stelle gelasert, können Narben entstehen», erklärt der 42-Jährige.
Kussmund Tattoo musste weg
Mit einem Laserstrahl werden Zellen, in denen die Tattoo-Farbe
steckt, zerstört. Bis der Körper die freiliegende Farbe abgebaut und
sich die Haut beruhigt hat, kann es eben dauern.
So
kam einmal ein Mann mit einem Kussmund-Tattoo, der in der
Versicherungsbranche arbeiten wollte. Ihm wurde beim
Vorstellungsgespräch klar gesagt, dass er den Job mit dem Tattoo nicht
bekommen würde. Also liess er sich den Kussmund entfernen und bekam die
Anstellung.
In der Regel
würden seine Kunden die Namen des Ex-Freundes oder eine alte Jugendsünde
entfernen lassen. Quelle Blick-online
Fazit: Es ist erstaunlich, wie unbedacht sich Jugendliche zu einem Tattoo überreden lassen. An die Folgen wird nicht gedacht. - Kosten - Probleme beim Job - Entfernung - Schmerzen - Narben usw. Profiteure sind Tattoo Studios und Tattoo-Entfernungs-Studios.
Sind dieses Jahr zurückgetreten: Pascal Koradi, Patrik Gisel und Susanne Ruoff (v.l.).
Zur Verfügung gestellt
Gisel, Koradi und andere wollen mit ihrem Rücktritt ihre Firma schützen.
Der
Abgang von Raiffeisen-Chef Patrik Gisel ist nur einer von zahlreichen
Rücktritten von prominenten Wirtschaftsführern in diesem Jahr. Zuvor
musste schon Post-Chefin Susanne Ruoff gehen. Auslöser war bei ihr der
Postauto-Skandal, der auch Pascal Koradi sein Amt kostete. Letzterer
trat als Chef der Aargauischen Kantonalbank zurück, zuvor war er
Finanzchef bei der Post. Mit Novartis-Chefjurist Felix Ehrat traf es
zwar keinen Firmenchef, aber doch ein Geschäftsleitungsmitglied eines
Grosskonzerns.
Bei den erwähnten Rücktritten lassen sich teilweise
erstaunliche Parallelen erkennen. Sowohl Gisel, Koradi als auch Ehrat
begründen ihren Schritt damit, den Ruf ihres Arbeitgebers zu bewahren.
«Mit meinem Rücktritt möchte ich die öffentliche Debatte um meine Person
und die Bank beruhigen und die Reputation von Raiffeisen schützen»,
liess Gisel verlauten. Zum Teil fast wortgleich klang es auch bei
Koradi: «Ich möchte mit diesem Schritt die Reputation der Aargauischen
Kantonalbank schützen.»
Koradi
wurde seine Rolle im Postauto-Skandal zum Verhängnis. Die Firma hatte
im Personenverkehr jahrelang unerlaubte Gewinne eingefahren. Koradi wird
im Untersuchungsbericht vorgeworfen, nicht nur Kenntnis von der
Gewinnverschleierung gehabt zu haben, sondern auch direkt bei der
Ausarbeitung von Umbuchungsstrategien involviert gewesen zu sein.
Ein
ähnliches Motiv wie Koradi und Gisel führte auch Novartis-Chefjurist
Felix Ehrat an. Er trat zurück, nachdem aufflog, dass der Pharmakonzern
Ex-Trump-Anwalt Michael Cohen anheuerte, um Zugang zu politischen
Entscheidungsträgern zu erlangen. Da er den Vertrag mitunterzeichnet
habe, wolle er mit diesem Entscheid persönlich Verantwortung übernehmen,
«um die öffentliche Debatte darüber zu beenden».
Mangelnde Glaubwürdigkeit
Werden
Rücktritte so begründet, erhalten sie Züge einer selbstlosen Tat im
Interesse des Unternehmens, für das sie Verantwortung tragen.Die Frage
ist, wie glaubwürdig solche Begründungen erscheinen. «Entscheidend ist
letztlich, wie solche Aussagen in der Öffentlichkeit ankommen», sagt
Kommunikationsexperte Marcus Knill. Wenn solche Statements in der
öffentlichen Wahrnehmung nicht als glaubwürdig ankommen, dann seien sie
es eben nicht. Die Bevölkerung nehme es Gisel kaum ab, dass sein
Rücktritt nichts mit der Ära Pierin Vincenz zu tun haben soll. Ohnehin
habe Gisels Glaubwürdigkeit bereits zuvor gelitten. Dies habe sich etwa
bei der Privatbank Notenstein gezeigt, die noch bis vor kurzem
Raiffeisen gehörte. Zunächst sagte Gisel, das Geldhaus werde nicht
verkauft, später ging es dann doch an die Bank Vontobel. Zudem habe er
noch im März gesagt, dass er ganz sicher nicht zurücktreten werde. Ex-Post-Chefin
Ruoff machte es ihm gleich. Im Februar verkündete sie noch, sie werde
nicht zurücktreten. «In einer Ecke der Postauto AG ist etwas Unrechtes
geschehen», sagte sie damals verharmlosend und wollte so eine möglichst
grosse Distanz zwischen sich und dem Skandal bei der Tochter Postauto
schaffen. Auch Koradi stellte sich auf den Standpunkt, nicht von
den illegalen Umbuchungen gewusst zu haben. «Ich halte fest, dass ich zu
keiner Zeit Kenntnis von möglicherweise illegalen Machenschaften hatte,
und ich stehe zu allen meinen getroffenen Entscheidungen in meiner
damaligen Funktion.» Er hält bis heute an dieser Sicht fest. Er sei
«massiv enttäuscht», weil er keine Stellung zum Untersuchungsbericht
nehmen konnte. Er hätte «vieles ins richtige Licht rücken können».
Nur allzu menschlich
Es
sei menschlich, dass solche Vorfälle zunächst heruntergespielt würden,
sagt Knill. Die verantwortlichen Manager stellten sich auf den
Standpunkt, dass die Vorkommnisse nicht so gravierend seien, als dass
ein Rücktritt zwingend sei. Schritt für Schritt brächten die Medien dann
weitere Details ans Licht, der Druck auf die Verantwortlichen steige.
Es wäre besser, wenn ein Unternehmen klar kommunizieren würde, bis wann
mit weiteren Details gerechnet werden könne, sagt Knill. So könne der
Druck auf das Unternehmen gemildert werden.