Sonntag, 26. November 2017

Unausgewogenes Fernsehen?


Marcus Knill

26.11.2017

Der Alt-Bundesrat hatte in der EU-«Arena» gleich drei Gegner. Das hatte seinen guten Grund.

"Salmenfee" lässt grüssen und spendet auch einen Punkt:

Schnyder Werbung gewinnt den PR-Bild Award 2017 für die Schweiz mit dem Foto «Berta, das Schwarznasenschaf». Marco Schnyder fotografierte die Walliser Urrasse im Auftrag des Kanton Wallis und der «Schweizer Illustrierten». Berta wurde zum viralen Hit und vielfach medial gecovert, wie es in einer Mitteilung heisst. (Quelle: PERSOENLICH.COM)

«Man sagt ja, dass Tiere sich nicht so leicht fotografieren lassen. Doch Marco Schnyder ist mit der Walliser Berta ein unglaublich charmantes Tierfoto gelungen», wird Kai Gerwig, Geschäftsführer von News aktuell und Initiator des PR-Bild Awards, zitiert. «Die besten PR-Bilder sind immer die, die uns zu etwas bewegen, uns rühren und unseren Blick auf die Marke oder in diesem Fall eine Tourismus-Region erweitern. Das schafft Berta, das Schwarznasenschaf, für das Wallis auf liebenswerte Weise.»
Marco Schnyder, Fotograf beim Walliser Familienunternehmen Schnyder Werbung und Urheber des Siegerfotos, nahm am Donnerstagabend den Preis bei der feierlichen Verleihung im Hamburger Grünspan entgegen. Das Foto überzeugte Jury und Öffentlichkeit gleichermassen und erreichte das beste Gesamturteil für die Schweiz. Das gleiche Bild erreichte zudem auch noch den 1. Platz in der Kategorie «Social Media».
Weitere Schweizer Erfolge
Schnyder Werbung konnte noch einen weiteren Erfolg verbuchen und sicherte sich in der Kategorie «Reisen» gleich nochmals einen 1. Platz, dies mit dem Motiv «Timeless», fotografiert von Marco Schnyer. Weit weg vom Alltagsstress der Stadt liegt eine alte Berghütte, umhüllt von Nebel, ganz so, als wäre die Zeit an diesem Ort vor 60 Jahren stehen geblieben.

Damit nicht genug: Schnyder Werbung belegte in der Kategorie «Lifestyle» auch noch den 3. Platz mit dem Foto «Zeichen der Zeit». Das Bild zeigt eine restaurierte Berghütte.

In Zürich beginnt die Vorweihnachtszeit

Samstag, 25. November 2017

Uebrigens:

Juncker kann sich noch nicht auf das verfrühte Weihnachtsgeschenk freuen:

Lob und Tadel erhält der Bundesrat für seinen Entscheid, eine weitere Kohäsionsmilliarde an die EU-Staaten zu bezahlen.

Faule Kompromisse dürfen bei Verhandlungen abgelehnt werden

Der FDP wird nach den gescheiterten Verhandlungen der Schwarze Peter zugeschoben

Was aber die Schuldzuweiser nicht beachten wollen:

Die FDP wollte nicht ihre Forderungen zu 100 % durchsetzen.
Die CDU war es, die der FDP ihre Hauptforderung als Kompromiss vorgeschlagen hatte.
Den knallharten Forderungen der Grünen wird heute reht viel Verständnis entgegen gebracht. In den Kernfragen ihrer Politik habe die Partei keine grossen Eingeständnisse machen können. Denn: Mit Zugeständnissen hätten sie ja ihr eigenen Publikum vergrault.
Dieses Argument müsste auch für die FDP gelten. Auch sie wollte ihre Wähler nicht vor den Kopf stossen. Was für A gilt, muss auch für B gelten.  Bitte keine unterschiedlichen Massstäbe.
Bei Lindner muss zudem berücksichtigt werden, dass  die FDP unter Westerwelle zwei Mal vor der Wahl grosse Versprechungen gemacht hatte, um nachher kleinlaut einseitige Kompromisse einzugehen. Die Quittung hatte die FDP bei den Wahlen bekommen. Sie fiel raus aus dem Bundestag. Lindner wollte sicherlich für die Stammwählerschaft unbedingt Verlässlichkeit signalisieren.
Wahrscheinlich führte diese Erfahrung dazu, dass die FDP konsequenter verhandelte als die anderen.
Lindner darf auch nicht Verhandlungsverweigerung vorgeworfen werden.
Er wollte lediglich faule Kompromisse nicht akzeptieren, lag es doch in der Luft, dass die Jamaika Koalition 
kein verlässlichen Regieren zulassen wird. Die Differenzen waren zu gross.
Lindner ist sich bewusst, dass sich Konsequenz und eine gerade Haltung langfristig auszahlt.
Möglicherweise kann er mit seiner Haltung der AfD Wähler abjagen.
Es trifft nicht zu, dass die FDP die Verhandlungen zu früh hat platzen lassen. Er reizte  alle Möglichkeiten aus.
Bei der FDP gab es von der Gegenseite kein Entgegenkommen. Es ist nicht auszuschliessen, dass auch die Grünen zum Schluss gekommen wären: "Wir müssen nicht über die Schmerzgrenze entgegenkommen." Auch sie hätten aussteigen dürfen.
Alle Verhandler haben stets das Recht, faule Kompromisse abzulehnen. Dafür darf  Lindner nicht abgestraft werden.
Lindner war zwar  als erster - aber nicht zu früh - ausgestiegen.


Freitag, 24. November 2017

Junckerbesuch in der Schweiz:

Fortschritte beim sogenannten  «Rahmenabkommen»?

Juncker beschönigt: Es ist ein "Freundschaftsvertrag"

Bildergebnis für Rahmenabkommen

 

(Quelle NZZ) Zum institutionellen Rahmenabkommen äusserten sich beide Seiten zurückhaltend. Die Verhandlungen seien wichtig und würden fortgesetzt, meinte Leuthard. Die Unterhändler müssten jetzt die Köpfe zusammenstecken und dabei für frische Luft sorgen, «um die eine oder andere Idee zu testen». Juncker findetden Begriff «Rahmenvertrag» ein Unwort. Er spreche lieber von einem Freundschaftsvertrag. Die Verhandlungen gingen in die «richtige Richtung, vom Schweizer Standpunkt aus betrachtet. Es gebe «Flexibilität», so der Luxemburger
Was das bedeutet, blieb weitgehend unklar. Seit Beginn der Verhandlungen sind schon oft grosse Fortschritte vermeldet worden, worauf sich wieder monatelang nichts bewegte. Nebst den staatlichen Beihilfen sei die Streitbeilegung immer noch der «Knackpunkt», sagte Leuthard. Verhandelt wird über ein Modell, bei dem der Europäische Gerichtshof im Konfliktfall das europäische Recht zuhanden der Parteien auslegt.
Im Bundesrat, aber auch in der EU gab es immer wieder Stimmen, die andere Modelle in die Verhandlungen einbeziehen möchten. Dazu wäre aber eine Anpassung der Verhandlungsmandate auf beiden Seiten nötig. Die Ideen, die laut der Bundespräsidentin «getestet» werden sollen, könnten sich auch auf die Abgrenzung der Rechtsgebiete beziehen, für die der Europäischen Gerichtshof zuständig wäre.

FAZIT 
Der Knackpunkt bleibt:
Will die Schweiz fremde Richter akzeptieren?
Der Bundesrat hat jedenfalls beim Junckerbesuch den erwarteten Resetknopf nicht gedrückt,  so wie es vor Wochen Cassis
vorgesehen hatte. Juncker weiss, wie man mit Worten beschönigen kann. Für ihn ist ein "Knebelvertrag" ein "Freundschaftsvertrag", so wie Kernkraftgegner von Atomkraft und nicht von Kernkraft reden oder Terroristen mitunter als Freiheitskämpfer bezeichnet werden. Worte lassen stets Gesinnungen erkennen.

Muss sich das ein Politiker gefallen lassen?

So geht Slomka mit dem Interviewpartner um:

Hört mal wie Marietta Slomka mit Christian Lindner umgeht ! Muss das ...

https://www.youtube.com/watch?v=h0B64xiXdbc
vor 2 Stunden - Hochgeladen von Info Kanal
Hört mal wie Marietta Slomka mit Christian Lindner umgeht ! .... ich will das nicht hören" könnte ja die ...



KOMMENTAR:
Ich habe dieses einmalige "Interview" Dutzenden von Seminarteilnehmerinnen vorgespielt und erntete ein vernichtendes Urteil über die Journalistin Mariette Slomka.
Wenn Sie die anwaltschaftliche Befragung ganz anhören, werden Sie bestätigt finden:
Slomka kanzelt im Grnde genommen den Gesprächspartner ab, als sei er ein "Schulerbub".
Die zahlreichen negativen Echos sehen Sie bestätigt:

Marietta Slomka interviewt parteiisch.
Es fehlt ihr völlig die Wertschätzung der Person, die befragt wird. Sie stellt Lindner an den Pranger.
Respekt ist für die Journalistin ein Fremdwort.
Mit ihrer Arroganz schadet sie ihrem Berufszweig.
Es dominiert äzende Polemik.
Dem Gesprächspartner wird ständig ins Wort gefallen.
Das "Nein, ich will das nicht hören" zeugt von unerhörter Ueberheblichkeit.
Ihr Verhalten hat nichts mehr zu tun mit dem zulässigen harten Hinterfragen. 
Wenn eine Journalistin bewusst unfaire Techniken nutzt, um das Gegenüber aus dem Busch zu klopfen, so müsste diese Technik  bei allen Parteivorsitzenden  eingesetzt werden. So wie Lindner behandelt wird, ist einmalig!
Bei der Mehrheit der Zuhörer punktet Christian Lindner, weil er sachlich, ruhig, souverän bleibt und Unterstellungen konsequent zurückweist. Mit dem NEIN stoppt er zahlreiche Behauptungen.
Er argumentiert klar und strukturiert.
Es sind keine Hohlphrasen.
Einige finden zwar, Slomka habe das Recht unverschämte Fragen zu stellen. Ein Politiker müsse nicht mit Handschuhen angepackt werden.
Ein Journalistin sei berechtigt dem Gegenüber auf den Zahn fühlen und nachzuhaken.
Für die grosse Mehrheit ist aber Slomka "die Peinlichkeit in Person".
Vor allem das falsche Lächeln der Journalistin nervte.
Worte für das negative Verhalten von Marietta Slomka, wie: "Voreingenommen, widerlich, unerträglich" fallen erstaunlich.
Christian Lindner handelte rhetorisch falsch, indem er bei den unzulässigen Unterbrechungen einfach weiter redet.
Das bringt eigentlich nichts, weil dann, wenn beide gleichzeitig reden, die Zuhörer kein Wort verstehen. Aber in diesem krassen Fall wurde mit dem Weiterreden immerhin bewusst gemacht, dass die Journalistin unzulässigerweise auch bei konkreten kurzen Antwort dem Befragten einfach übers Maul gefahren ist.  

FAZIT: Ausschlaggebend ist bei Medienauftritten immer die Wirkung beim Publikum.