AUS DER PRAXIS FUER DIE PRAXIS
Grundsätzliches, das sich bewährt hat:
=> Wir kommunizieren DIREKT und zuerst immer MUENDLICH

=> Wir kommunizieren mit EINER STIMME
=> Wir fokussieren uns auf die ZUKUNFT
(Alte Geschichten ruhen lassen)

=>"C'est le TON qui fait la musique"
-=> ZEITMANAGEMENT
(bei Meetings und Voten)

=> KLAR - KONKRET - EINDEUTIG
=> VERSTAENDLICH
=> EINFACH kommunizieren
=> Nur wer selbst überzeugt ist von seiner Botschaft
kann das FEUER DER BEGEISTERUNG UEBERTRAGEN
2. Teil:
INPUTS zu den Themenkreisen:
- KRISENKOMMUNIKATION
- UMGANG MIT JOURNALISTEN UND MEDIEN
(vor allem bei heiklen Situationen und Ueberraschungen)
Krisenkommunikations-
philosophie
**********
- Klarheit (verständlich, einfach, deutlich)

- Transparenz
- Fakten statt Spekulationen, Vermutungen, Meinungen

|
|
22. Jan. 2009 ... Auch Ärzte müssen für derartige überraschende Auftritte trainiert werden. Die
Voten von drei Ärzten der Universitäts-Klinik für Allgemeine und ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/01_22/
|
- Empathie (Menschen sind wichtiger als Sachwerte)
Die Oeffentlichkeit will, wissen, wie die Krise gemeistert wird.
Welche Sofortmassnahmen leiteten wir ein?
**********
Effiziente Krisenkommunikation, dank...
**********
Vorbereitung:
- Ohne Verzerrung Fakten offen zu legen
- Mögliche Fragen antizipieren
- Keine Verteidigungshaltung
Umsetzung:
- Sich für Fragen zur Verfügung stellen
- Kritik ernst nehmen
Selbstkritisch bleiben
- Massnahmen präsentieren
- Einheitlich kommunizieren ("mit einer Stimme")
**********
VORSICHT!
**********
- Der Anti-Krisen Reflex ist gefährlich
Quelle: Schweiz. Verband für Krisenkommunikation:
1. Der menschliche „Anti-Krisen-Reflex“
Krisenkommunikation ist Psychologie pur. Droht harsche Kritik oder
sogar eine Krise, schaltet das menschliche Gehirn reflexartig auf
Abwehr. Betroffene schweigen, verneinen, bestreiten und rechtfertigen
sich fern jeder Selbstkritik. Denn eine schwierige Situation wird von
Direktbetroffenen (Executives, Mitarbeitenden oder sogar
Kommunikationsverantwortlichen) als – oft ungerechtfertigter – Angriff
wahrgenommen. Das führt zu ungeschickten Äusserungen, die eine Krise
nähren, verstärken oder überhaupt erst entstehen lassen.
Beispiel 1: France Télécom in Sachen Suizide im Unternehmen
Beispiel 2: Das Zürcher Filmfestival und die Filmindustrie im Fall Roman Polanski.
--> Es darf nicht wahr sein. Problem wird verdrängt
--> Kritik wird als Angriff empfungen
--> Man greift zur Verteidigung
- Informationen werden verschleiert
statt Fakten konkret zu beschreiben
- Der Peanuts-Effekt
--> Die Krise wird unterschätzt. Fakten bagatellisiert
-->Dem kleinen Feuerchen wird keine Beachtung geschenkt
Beispiele:
Beispiel 1: Der Weltkonzern Müller Martini droht, anstatt offen zu informieren.
Beispiel 2: Wie der Sportartikel-Hersteller Jako selber ins Abseits rannte.
Beispiel 3: Hilmar Kopper, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG über 50 Mio. DM.
Beispiel 4: Bundeskanzlerin Angela Merkel zur umstrittenen „Ackermann-Party“ im Kanzleramt.
- Gleichgültige Unachtsamkeit
Die Macht des Bildes im Vergleich zum Text wird ausser Acht
gelassen. Oder Verantwortliche unterlassen es aus Zeitmangel oder
Gleichgültigkeit, eine im Fernsehen aufgezeichnete Stellungnahme oder
ein Interview zu wiederholen, wenn der Auftritt misslungen ist.
Beispiel 1: UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer zu den Manager-Boni im Schweizer Fernsehen.
Beispiel 2: Stinkefinger der Fussball-Schiedsrichters und Victory-Zeichen des Deutsche Bank Chefs.
**********
Zu den Inhalten der Krisenkommunikation
**********
- Die W Fragen bedenken:
Wer? Was? Wann? Wo? Wie?
- "Warum?" ist die heikelste Frage
- Die Sprachregelung ist das wichtigste Instrument
--> Formulierung der Kernbotschaft
--> Welche Fragen werden wie beantwortet?
--> Sprachregelung kennen alle Akteure
- Externe Instrumente (Medienmitteilung, M Konferenz)
- Interne Kommunikation (Intranet)
- Internetplattform (Hol - statt Bringprinzip)
ERKENNTNISSE:
Was heisst das für unsere Institution?
Welche Spielregeln müssen wir festigen?
Was ist später allenfalls noch zu vertiefen?
&&&&&&&&&&&&&&&
NACHTRAG (Zur Vertiefung):
Mitarbeiterkommunikation - intern- extern
Im Internet werden Sie überschwemmt von Fachbeiträgen über Mitarbeiterkommunikation:
SIEHE Google "Mitarbeiterkommunikation"
Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation
Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement
Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ...
www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
|
3. März 2002 ... Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu ...
www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - Cached - Similar
|
Wie können nun Informationsabläufe organisiert werden, damit die Angestellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein ...
www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html - Cached - Similar
|
File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View
stellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein? In unserem Fall zeichneten wir ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar
|
Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen
| Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen (für Kunden) bei einer Kantonalbank. |
| So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
- Einem Bild
- Einer Analogie
- Einer Geschichte
- Einer Erzählung
- Einem Beispiel
Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass Sie alle verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer
Person länger als nur 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und
verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild.
Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig.
Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig einen Eindruck hinterlassen. |
-
Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen.
www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - Cached - Similar
|
Prinzipien der MITARBEITERKOMMUNIKATION (INTERN und EXTERN)
- Botschaften auf den Punkt bringen
1. Juli 2006
... Und zwar so, dass das Publikum versteht und die
Botschaft überzeugt.
... Kernbotschaften auf den
Punkt zu
bringen; Komplexe Inhalte zu
...
www.rhetorik.ch/Alltagsrhetorik/Alltagsrhetorik.html - Cached - Similar
- IMAP muss konsequent angewendet werden:
- Aufbau
- Uebersicht schaffen
- Inhalt muss rasch erfassbar sein
- Priorität muss rasch erkannt werden
- Weniger ist mehr (Reduktion)
- Einheitliches Logo, einheitliche Terminologie
WERKZEUGE bei allen Kommunikationprozessen:
Verständlichkeitshelfer
Vorbereitung (Denken vor dem Kommunizieren)
Klären
Strategisches Vorgehen
Instrumente der MITARBEITERKOMMUNIKATION INTERN/ EXTERN
Gespräch
Meeting
Telefon
Mail
Internet
Intranet
Hauszeitung
Anschlagbrett
Pressemitteilung
Medienkonferenz
Briefe
Flyer
Blog
Umgang mit Medien (Print/ Radio TV)
Interview /Statement
10 Tipps für die innerbetriebliche Kommunikation
_______________
1. Konfrontieren Sie Ihre Mitarbeiter nicht in jeder Mitteilung mit einer aufsehenerregenden, organisationsverändernden
Neuerung. Sie machen sie sonst konfus.
2. Verzichten Sie auf "Versuchsballlons" nach dem Motto: «Ich will doch mal ihre Reaktion testen.» Ihre Mitarbeiter werden
das vielleicht nicht besonders «witzig» finden.
3. Schreiben Sie «Nutzen-Informationen». Antworten Sie präzise auf die Frage der Mitarbeiter: «Was bedeutet diese Information
für mich?»
4. Denken Sie daran: Sie haben es nicht mit Nummern oder einer Masse zu tun, sondern mit Einzelpersönlichkeiten, Multiplikatoren,
Abteilungen, Gruppen, Teams usw.
5. Im innerbetrieblichen Informationsprozess gilt: Problematische Fragen ansprechen, Problemlösungen gemeinsam erarbeiten,
und wenn das nicht möglich ist, Situationsregeln besprechen. Konzentrieren Sie sich auf das Herausarbeiten der
wirklichen Situation, die Sie oft früher und deutlicher als Ihre Mitarbeiter erkennen können.
6. Nur mittels innerbetrieblicher Information stellt der Mitarbeiter seinen Standort fest und erkennt den Wert seiner Arbeit.
Versteht er den Betrieb, tritt er in das Mitarbeiterbewusstsein ein.
7. Erkunden Sie Stärken und Schwächen Ihres Hauses / Ihrer Abteilung direkt über Mitarbeiterbefragungen oder durch Auswertung
von Mitarbeiterinformationen.
8. Ein innerbetriebliches Informationsmedium, das sich nur als «Stimme des Herrn» versteht, kommt bei den Mitarbeitern
nicht an und ist überflüssig.
9. Bringen Sie kein Dementi zu einem Gerücht. (Damit wird das Gerücht wiederholt). Beschreiben Sie die Fakten. Sie machen es dadurch fast zur Realität, lassen auch den letzten Mitarbeiter
hellwach werden und beflügeln eine noch erregtere Variantenschau der Gerüchte.
10. Ärgern Sie ihre Mitarbeiter weder durch Fachchinesisch noch durch hochkonzentrierte, statistische Kost. Lockern Sie ihn auf
durch verständliche und motivierende Darstellung von Stärken und verbesserungsfähigen Punkten der gemeinsamen
Arbeit.
___________________
Uebertragen Sie folgende Regeln auf das eigene Unternehmen.
(Individuelle Reflektion)
10 goldenen Kommunikationsregeln (Quelle Mathys Arztforum)
1. Standpunkte eindeutig formulieren und vertreten.
2. Informationen immer erst im Zusammenhang, dann im Detail.
3. Informationen immer an der Quelle suchen.
4. Konstruktiv und positiv formulieren.
5. Begriffe gemeinsam festlegen und kommunizieren.
6. Unklarheiten kären durch gezielte Nachfrage/Ansprache beseitigen.
7. Informationen immer abgleichen.
9. Bei der Vermittlung von Sachinformationen die Beziehungsebene nicht vergessen.
10. Kommunikation auch aktiv zur Beziehungspflege nutzen.
Diese Regeln gelten sowohl für die Vis-à-vis-Kommunikation als auch für die schriftliche Kommunikation. Machen sie die Regeln
zum Massstab für Ihre Mitarbeiter, hängen Sie sie am Arbeitsplatz aus – das fördert den kommunikativen Umgang miteinander
enorm
Unternehmenstrategie und Mitarbeiterkommunikation
Gehen Sie systematisch vor:
PROBLEM => LOESUNGSANSATZ => VISION
Aufgabenstellung : Um was geht es?
Dann: Verbesserungsvorschläge erarbeiten!
Wo stehen wir?=> Wo wollen wir hin?
Dann: Aenderungsmöglichkeiten bedenken und wählen
_________________________________
Nachlese für die Teilnehmer:
_________________________________
LINKS:
https://www.quint-essenz.ch/de/topics/1022
15.09.2016 - Interne und externe Kommunikation ... Eine zentrale Aufgabe der internen Kommunikation ist es, die Gefässe zu definieren, in denen die ...