Samstag, 14. Oktober 2017

Das überrascht nicht

So wie Menschen Veränderungen nicht schätzen, lieben viele Fremdes nicht.

Ich habe auch in Deutschland gesehen, wie die Bevölkerung eine Multikulti- Gesellschaft 
im Grunde genommen ablehnt.

Aus SRF:
Jeder dritte Schweizer empfindet Ausländer als störend

Jeder dritte Schweizer empfindet Ausländer als störend

Viele Schweizer stört das Anderssein – aber zwei Drittel der Schweizer sehen Rassismus als gesellschaftliches Problem.

aus BLICK:
Bund: Jeder dritte Schweizer fühlt sich von Ausländern gestört

Freitag, 13. Oktober 2017

Wie SRF die Brücke zum Publikum schlägt

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat das Kommunikationsziel  konsequent im Auge behalten

Die Genossenschaft RFZ (die heutige SRG-Trägerschaft Zürich / Schaffhausen) nahm sich schon einmal vor Jahren vor, das Publikum von Radio und Fernsehen vermehrt mit einzubeziehen. Als Vorstandsmitglied der RFZ  wurde mir  aber damals bewusst, dass die Genossenschaft eher eine Alibifunktion hatte und eine Mitsprache des Publikums eher unerwünscht war. Es fehlte ein Konzept, wie eine glaubwürdige Brücke zwischen RFZ und Publikum ausgebaut werden kann. Im Laufe der  letzten Jahre ist nun hinsichtlich Publikumskontakte  ein Wandel eingetreten.


Bildergebnis für Fernseh Publikum

Das Publikum wird ernster genommen und SRF sucht systematisch eine glaubwürdige Verbindung zum Publikum.
Bei einem Kommunikationskonzept gibt es nur EIN Ziel. Diese  Kernbotschaft muss im Zentrum stehen und die Aktionen haben sich diesem Ziel unterzuordnen.
In der neuen Kommunikationsstrategie wurde ersichtlich, dass beim SRF Konzept die Anstrengung für einen besseren Miteinbezug des Publikums ein echtes Anliegen ist. Auf dieses Kernziel wurde mit unterschiedlichsten Aktionen hin gearbeitet. Der roter Faden wurde immer deutlicher erkennbar.
Kommunikation heisst bekanntlich Austausch,  Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) pflegt nun einen besseren Dialog mit dem Publikum.
2015 fand die erste „Hallo SRF“-TV-Sendung statt, in der SRF-Direktor Ruedi Matter Fragen des Publikums beantwortete. 2016 folgte weitere „Hallo SRF“-Sendungen im Radio und Fernsehen; zudem wurde der Dialog  gezielt in die Regionen hinausgetragen mit Veranstaltungen in Brig, Aarau, Winterthur, St. Gallen, Bern etc.
Mit diesem Modell hatte übrigens auch die neue Bank Notenstein Erfolg. Der CEO  scheute den Aufwand nicht und besuchte persönlich alle Regionalbanken in der ganzen Schweiz.
SRF machte es ähnlich: Wichtig ist dabei, dass man sich beteiligen kann, dass alle Fragen gestellt werden dürfen, man auch offen für Kritik ist und das Verständnis für die Arbeit hinter den Kulissen gefördert wird.

Mit „Hallo SRF“ versuchte  der SRF-Direktor auch den  persönlichen Dialog mit dem Publikum.
Er stellte sich den Fragen der Konsumenten. Obschon mich der erste Auftritt in der ersten Sendung "Hallo SRF" weniger überzeugt hatte - die Antworten waren  aus meiner Sicht zu unverbindlich, gleichsam eine Pflichtübung -  so überzeugte er  in der zweiten Sendung mit viel konkreteren Antworten. Er wirkte engagierter und das Publikum fühlte sich direkt angesprochen.  Matter nimmt aus meiner Sicht heute  das Publikum  ernst.


Bildergebnis für Brücke


Der jüngste Brückenschlag zum Publikum, die "Hallo SRF"- Publikumswoche, hat nun sogar Vorbildcharakter.
50 Personen aus dem Publikum wurden ausgewählt und durften während einer Woche beim Programm mitwirken. Diese Vertreterinnen und Vertreter des Publikums setzten sich enorm ein. Ich habe ihre Arbeit vor Ort mit erleben dürfen. Sie werden nun gleichsam zu Botschaftern des offenen SRF Spirits. Wenn jeder der 50 nur schon bei je 30 bei 40 Bekannten von seinem Erlebnis begeistert erzählt, so kommt es zu einem positiven Multiplikationseffekt. 50x40 = 2000 Personen werden  umgehend davon hören und erzählen Details  ihrerseits wieder weiter.

Lobenswert ist bei allen Aktionen: Der rote Faden ist sichtbar. Es geht immer um die Dachbotschaft: Den Brückenschlag zwischen Medium und Publikum.
Menschen  wurden konkret mit einbezogen und das Verständnis  für die Arbeit der Medienschaffenden wurde mit den Aktionen tatsächlich nachhaltig gefördert.

Wenn versucht wird, die erfolgreiche Publikumswoche  als gesteuerte PR Aktion gegen die No-Billag Initiative abzuwerten, so ist zu sagen, dass das Konzept zur Verbesserung des Publikumskontaktes schon vor Jahren aufgegleist worden war.
Das Ziel hatte keinen politischen Hintergrund. Es ging immer nur um das Anliegen: Das Publikum ernst nehmen und es mit einbeziehen.

FAZIT: Wenn SRF nun mit dieser Publikumswoche so ein gutes Modell des Brückenschlags und Austausches vorlebt, dann sollte man dies einfach würdigen.


LINK:

Marcus Knill

13.10.2017

Wenn SRF mit der Publikumswoche so ein gutes Modell des Austausches vorlebt, dann sollte man das würdigen.

 
 

Das darf doch nicht sein


KOMMENTAR:
Das ist ein gefundenes Fressen für die SVP.
Nun zeigt sich, was es heisst, wenn Völkerrecht Landesrecht bricht.
Der Fall der verhinderten Ausschaffung eines Straftäters, veranschaulicht, wie fremde Richter  den internationalen Verträgen dem Schweizerrecht den Vorrang geben.
Die Frage darf gestellt werden:
Wollen wir fremde Richter?
Die Schweiz muss sich wohl grundsätzlich entscheiden:
Wer hat das Sagen in unserem Land?
Die Debatte kann beginnen.
  Aus BLICK:






 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kinder werden immer fettleibiger

Weltweite Studie 124 Millionen Kinder sind extrem dick

Immer mehr Kinder auf der Welt sind fettleibig, die Zahl der Betroffenen hat sich seit 1975 mehr als verzehnfacht. Grund ist vor allem ein falscher Lebenswandel.
Junge am Zuma Beach in Malibu

Junge am Zuma Beach in Malibu
Die Zahl extrem dicker Kinder und Jugendlicher steigt und steigt, in den vergangenen vier Jahrzehnten hat sie sich mehr als verzehnfacht. Während 1975 weltweit noch etwa elf Millionen Fünf- bis 19-Jährige fettleibig waren, stieg die Anzahl im vergangenen Jahr auf 124 Millionen, berichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Imperial College London im Fachblatt "The Lancet". Hinzu kommen weitere 213 Millionen Kinder, die bereits übergewichtig, aber noch nicht fettleibig sind. (Quelle SPIEGEL)

KOMMENTAR:
Der Trend ist eindeutig. Der prozentuale Anteil übergewichtiger Kinder nimmt enorm zu.
Wer den Lebenstil der Jugendlichen betrachtet, stellt fest, dass sich Kinder zu wenig bewegen.
Stichworte: Elterntaxi, Mittagsverpflegung in der Schule (meist mit Snacks, Pommes und Süssgetränken). Der Schulweg mit dem Fahrrad  würde viele Sportstunden ersetzen.
In Deutschland ist bereits jedes vierte Kind zu dick!
 


Deutschland: Immer mehr dicke Kinder
Geschlecht Jahr Übergewichtig Fettleibig
Jungen 1975 13,4 Prozent 3,3 Prozent
Jungen 2016 28,4 Prozent 11,2 Prozent
Mädchen 1975 14,2 Prozent 2,5 Prozent
Mädchen 2016 24,7 Prozent 6,9 Prozent
Quelle: The Lancet

Dann verbringen die Jugendlichen unzählige Stunden vor dem Smartphon.

Was tun?
Schulkantinen müssten gesündere Nahrung anbieten.
Velo statt Mofa.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Ich zitiere René Hildbrand:

Zum Dok Film (SRF): Das System Jürg Jegge

Jürg Jegges geschlossenes System (Artikel enthält Video)  

Das Schweizer Fernsehen berichtete früher laufend über sein Lieblingskind Jürg Jegge und dessen Schulprojekte in Embrach und Lufingen. Neunmal allein über den «Märtplatz». Auch bei Röbi Koller im damaligen «Quer» war der Lehrer gern gesehener Gast.
Seinerzeitige Schulpfleger, Stiftungsräte, Kollegen und Freunde von Jegge wurden im Film gefragt, warum sie den Pädagogen trotz starker Kritik an seinem antiautoritären Stil gewähren liessen. 
Fazit: Es wurde zwar gemunkelt, aber niemand getraute sich, genauer hinzuschauen. Einigen scheinen die Schwere des Falles bis heute nicht zu realisieren. Selbstkritik geht ihnen ab.
Grausig in der «DOK» ist der Auftritt von Hans Rothweiler, ehemaliger Projektleiter der Zürcher Erziehungsdirektion. Der einstige Chefbeamte lächelnd über seine Zeit und Freundschaft mit Jürg Jegge: «Wir haben zusammen gefressen und gesoffen.» Jegge selber wollte in dem Film keine Stellung nehmen.
Der Film «Das System Jegge» war kritisch im Ansatz, liess die Zuschauer betroffen, aber ziemlich ratlos zurück. Und Opfer Markus Zangger durfte am Schluss noch in einem Satz erwähnen, dass er ein Buch über die scheusslichen Ereignisse geschrieben hat. 
Die Zürcher Staatsanwaltschaft gab eben bekannt, dass sie das Verfahren gegen Jegge wegen Verjährung einstellen will. Gerechte tun nicht immer das Rechte. (Ende Zitat)

KOMMENTAR: Den  Bewunderern des  reaktionären Reformpädagogen fällt es heute immer noch schwer, den Tatsachen ist Auge zu schauen. Nachdem ein Opfer  die sexuellen Uebergriffe des Vorzeige Lehrers in einem Buch veröffentlichte, schwieg das Fernsehen drei Tage lang und erwähnte  die Taten mit keinem Wort. Die Redakton des Fernsehens begründete dieses Schweigen - nach harter Kritik - mit dem Hinweis, dass man erst einen Sachverhalt von verschiedenen Quellen bestätigt haben müsse, bis man den ihn publiziere. Diese Rechtfertigung überzeugte nicht. Denn das Fernsehen hätte immerhin die Publikation des Buches als Fakt erwähnen müssen, ohne den Sachverhalt zu beurteilen (Informationspflicht). Das tagelange Schweigen des Schweizer Fernsehens war somit ein Fehler.
Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt nun der Umstand, dass die Verfehlungen mit Minderjährigen nicht mehr geahndet werden kann. Sie sind angeblich verjährt. Damit geht für Jegge die Rechnung auf. Er vermittelte einigen Opfern bewusst einen Ausbildungsjob  im Märtplatz. Damit konnte er einige Opfer gleichsam hin halten.
Jegge gelang es damit, die Verjährungszeit der strafbaren Uebergriffe  zu überstehen. 


LINKS: 

8. Apr. 2017 ... Der Schweizer Vorzeige-Pädagoge Jürg Jegge soll einen anvertrauten Schüler 13 Jahre lang missbraucht haben. Jägges Erstlingswerk ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/17/04_08a/index.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
19. Mai 2017 ... Der Zürcher Unterländer Sonderschullehrer Jürg Jegge galt als ... Bis das Buch « Jürg Jegges dunkle Seite» (Wörterseh) auf den Markt kam, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/17/05_19/05_17.pdf

Andreas Nahles verbaler Ausrutscher

Immer wieder ist die Rede von wertschätzender Kommunikation

Bildergebnis für Nahles Politikerin

Liebe Frau Nahles.

Ihre Aussage*

"Ab morgen kriegen sie in die Fresse"

 ist alles andere als wertschätzend.
Ihre Worte waren weder ironisch, noch zitierend gemeint.
Gesagt ist leider gesagt d.h:
Ernst oder Spass, wiederholt oder nur einmal ausgesprochen,
Die Worte sind jedenfalls im Netz verewigt und  machen zangsläufig auch etwas über Ihre innere Haltung deutlich.
Möge der missglückte  Satz wenigsten nur ein einmaliger Ausrutscher bleiben.

Mit besten Grüssen

Ihr Hofnarr

Falls Sie keinen haben, würde ich mir umgehend einen bestimmen.
Andrea Nahles ist deutsche Umweltministerin für Arbeit und Soziales. 

*Aus die ZEIT:

Nachdem sie am Vormittag ein letztes Mal am Regierungstisch Platz genommen habe, fühle sie sich ein bisschen wehmütig, erzählte Nahles den Journalisten: "Aber ab morgen kriegen sie in die Fresse." "Sie", das ist die neue Bundesregierung. Die Neue will vom Start weg jeden Zweifel beseitigen, ob sie der Rolle als streitlustige Oppositionsführerin gewachsen ist.

Doch Straßenslang gefällt nicht jedem: "Verbale Ausfälle", heißt es von Genossen, würden in der aktuellen Lage auch nicht weiterhelfen. Das sei ein typischer und gefährlicher Lapsus der ehemaligen Juso-Chefin gewesen. Nahles weiß selbst, dass sie aufpassen muss, dass ihr nicht wieder das Image der schrillen Nervensäge zufällt, das ihr in den Jahren als Jusos-Vorsitzende und Generalsekretärin unter Sigmar Gabriel immer angehängt wurde.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Zum umstrittenen Porno-Tatort


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Dank Kritik holt dürftiger Porno-Tatort   Einschaltquote.





Der Tatort „Hardcore“ sorgte schon vor der Ausstrahlung grosse Aufmerksamkeit. Dass es im Umfeld der Pornoszene unappetlich werden wird, lag in der Luft.
Der Vorwurf war zu hören, es werde im Hautprogramm zu viel Sex gezeigt.
Es wurde sogar gefordert, man solle diesen Tatort nicht schon um 2015  ausstrahlen.





Doch das Stammpublikum des harten Genres ist bekanntlich auch  bei Gewaltszenen  nicht sensibel.
Die Macher durften  davon zudem ausgehen, dass sich im Internetzeitalter die Konsumenten hinsichtlich  Gewalt und Sex  längst an  deftigere Kost gewöhnt haben.
Einen Film zu beurteilen, ohne ihn gesehen zu haben, finde ich stets fragwürdig.
Bevor ich den Streifen am Sonntagabend angeschaut habe, ist mir aber bewusst geworden, dass es die Macher schätzen, wenn der Krimi in der Oeffentlichkeit kontrovers diskutiert wird.
EIn Theaterregisseur wird sich die Hände reiben, wenn es schon vor der Premiere zu Protesten kommt. Dies ist eigentlich Gratis Werbung. Aufregung weckt bekanntlich  Aufmerksamkeit. Und „Aufmerksamkeit wecken“ war
fürs  Marketing  seit je ein wichtiger Treiber.
Für die Macher sind auch detailiierte spannende Vorinformationen hilfreich. So wurde bei Porno-Krimi verraten, dass beim Betrachter Uebelkeit aufkomme. Ich zitiere:

Wenn Leitmayr gleich zu Beginn am Tatort Spuren in einem „Planschbecken voller Sperma und Pisse“ entdeckt? Und wer muss nicht lachen, wenn sich zwei Pornodarsteller, mit nichts als Tennissocken und Badelatschen bekleidet, in einer Drehpause bei belegten Brötchen unterm Hirschgemälde übers Versteuern eines geldwerten Vorteils unterhalten? Und sich dabei mit der rechten Hand in Stimmung für die nächste Szene halten.

Solche Hinweise vor der Ausstrahlung des Münchner Tatortes -  zusammen mit den kritischen Vorbemerkungen - heizten bestimmt die Einschaltquote positiv an.
Der umstritteneTatort bot dann aber am Abend gar nicht das das, was er versprach. Das Publikum wurde lediglich mit dem „Sonder  - Sprachschatz“ der Pornobranche konfrontiert. Wir dürfen sogar daran zweifeln, dass der Film die Lust auf Sex geweckt hat.
Kritiker werden wohl nach diesem EInblick in die schale Welt der Pornoindustrie den klassischen Krimi mit der üblichen Jagd auf den Mörder vermisst haben.
Wahrscheinlich wird höchstens das  Bild des Spermaplanschbecken, das am Schluss nochmals auftaucht, im Langzeitgedächtnis verankert bleiben. Vom unstrukturiertem Geschehen bleibt hingegen kaum etwas übrig.
Das innere Gefüge des Filmes war zu dürftig.
Mir persönlich fehlten die klassischen dramaturgischen Elemente. Der Krimi war auch sonst keine filmische Meisterleistung. Wollten die Macher  dem Publikum   nur einen Einblick in die eklige Pornowelt  verschaffen?  Das kann es wohl nicht sein.
Fazit: Viel Lärm um Nichts. Ein Lärm, der immerhin etwas gebracht hat: Eine gute Einschaltquote.

Nachtrag:
Suchorgie in der Schweiz wegen Hardcore-«Tatort» Welche Kantone googelten Bukkake, DP und ATM?