Mittwoch, 21. Juni 2017

Zum Parteitag der Grünen in Deutschland

Folgender Slogan stand auf dem Rednerpult:

ZUKUNFT WIRD AUS MUT GEMACHT

Weil Hofreitner eine WUTREDE gehalten hat,
müsste es eigentlich heissen:

ZUKUNFT WIRD AUS WUT GEMACHT

Rhetorisch war die Rede ein Feuerwerk und der minutenlange Beifall ist somit nachvollziehbar.

Hier der Anfang seiner WUTREDE:




Der Klimaschutz sei „die zentrale Existenzfrage“, sagt Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Foto: dpa

"Alle Parteien machen auf Oeko. Schauen wir uns einmal die Tatsachen an, wenn alle Parteien auf Oeko machen:Welches Land-weltweit verbrennt am meisten Braunkohle von allen Ländern diese Planeten?
Welches Land ist es?

Die BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND!

Und wer sorgt dafür, dass es so bleibt?
Gabriel von der SPD!
Und Merkel von der CDU!

Ja - ist das Oeko?
Nein, das ist das Gegenteil von Oeko.
Die schlimmste Klimazerstörung, die man sich vorstellen kann - Braunkohle zu verbrennen.

(Zwischenapplaus)

Und dann schauen wir uns noch dies  an:

Wo sind die hauptbetrügerischen Autofirmen? 
- im Bereich des Diesels.

Ist VW!

Eine Firma, die in Frankreich sitzt?!
Ist VW eine Firma die in den USA sitzt?
Oder gar in Japan?
Nein! Es ist eine DEUTSCHE FIRMA!

Und wer ist dafür verantwortlich?
Dafür verantwortlich, dass sie betrügen konnten?
Waren die Verkehrsminister!
Zuerst von der SPD - und dann von der CSU!

Es ist doch skandlös. Wie alles gekommen ist.
Was hat denn dieser Typ - der Verkehrsminister  auf Bundesebene - wenn er nicht gerade eine europafeindliche bürokratiemonsterhafte  und geldverschlingene Ausländermaut versucht hat, durchzusetzen. Was hat dieser Typ gemacht und sich darin geübt, diesen Skandal zu vertuschen?

Es schadet der Umwelt!
Es schadet der Gesundheit.
Und am Ende schadet es noch an den Arbeitplätzen bei uns!

Und deshalb - und deshalb - verlasst euch darauf.
Wir werden dafür kämpfen und ein gutes Ergebnis bieten."
.........
.........
.........



KOMMENTAR:

Hofreitner kennt die Werkzeuge der nachhaltigen Rhetorik:
Die Sprache ist einfach und verständlich.
Die Gedanken sehr kurz.

Es wird viel mit Fragen agiert.
(Fragen führen, wecken und aktivieren zum Mitdenken)
Hofreitner nutzt auch die Pausentechnik,
Vor allem die ZUSPITZUNG!



Kommt dazu, dass die Stimme ausdruckstark  d.h. sehr beSTIMMT ist!

Die Rede wirkt eindringlich.

Wir können davon ausgehen, dass Hofreutner mit seinen
angriffigen Formulierungen, die wie Peischenhiebe wirken, 
seine Parteifreunde mitreisst und überzeugt. Vor allem, weil er voll und ganz hinter seiner Botschaft steht.
Einmal mehr sehen wir bestätigt:
Nur wer überzeugt ist von seinen Gedanken, kann überzeugen.
 

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Hitzewelle ist da

Heute ist der heisseste Tag des Jahres
Bildergebnis für hitzewelle

Persönlich-BLOG

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19.06.2017 - Marcus Knill

Was von der Botschaft ablenken kann

Auch Journalisten müssten sich stets der Wirkung ihrer Aufmachung bewusst sein.

Alles nur eine Stilfrage?

Gibt es Grenzen bei Auftritten von Journalisten?

Medienkritik: Hat Interviewen mit Tattoos Stil? | NZZ am Sonntag

https://nzzas.nzz.ch/notizen/medienkritik-hat-interviewen-mit-tattoos-stil-ld.154780
01.04.2017 - Seit Bundesrat Berset von einer tätowierten Moderatorin interviewt wurde, tobt ein Sturm in den Medien.
KOMMENTAR:
Bei Journalisten gibt es keine Kleidervorschriften. Dennoch müssten sich alle Berufe mit Publikumskontakt bewusst sein, dass es sich lohnt, auf alles zu verzichten, das die Kommunikation erschwert. Bei Medienauftritten empfehle ich stets, auf alles zu verzichten, was von der Botschaft ablenkt.
Das Fernsehen hatte deshalb auch den Moderatoren verlangt, dass sie auf Piercings verzichten oder den Nasenring während des Auftrittes entfernen. Auch Kleider können die Konsumenten irritieren.
Deshalb gibt es in Banken einen Dresscode.
Mein Ratschlag: 
- Die Aufmachung und Kleider sollten immer zur Sitaution passen.
An eine Beerdigung geht auch niemand im Sporttenue. Und in der Freizeit ist ein Smoking deplaziert.
- Die Bekleidung muss zum mir, meiner Hautfarbe passen und gepflegt sein.
- In der Kleidung muss es mir zudem wohl sein.
Journalisten kommen vielfach hinsichtlich Kleidung sehr schlecht weg. Es ist eine Stilsünde, wenn ein Journalist im T-Shirt zur Bundespräsidentin geht. Viele sind sich nicht bewusst, dass man nicht wochenlang die gleichen ausgelatschten Turnschuhe tragen sollte. Journalisten im Bundesahus sind nicht selten, die sich dort einfach nicht von ihrer liebsten abgetragenen Outdoor-Jacke trennen wollen.
Denkbar, dass sie mit ihrem Outfit bewusst machen wollen: Wir sind unabhängig. Für uns gelten keine Kleiderkonventionen. S
Auch bei Lehrpersonen war lange Zeit schludriges Auftreten in.
Nach der 68er Generation mit dem bewussten "Körnchenpicker-Image" hat die junge Generation gemerkt, dass ein Lehrer ernster genommen wird, wenn er sich nicht uniformiert und angemessen gekleidet unterrichtet und nicht im Turntenue beim elterngespräch erscheint.
Schade, dass die Moderatorin sich nicht bewusst war, dass sich die Fernsehkonsumenten sich nicht auf ihrer Fragen, sondern auf auf die Tätowierung mit dem velofahrenden Skelett konsentriert haben. 
Auf die Frage, ob das Interview mit tätowierten Armen ein No Go war oder nicht erübrigt sich somit.
Bildergebnis für Hat interviewen mit Tattoos Stil?

Montag, 19. Juni 2017

Lernen in der dritten Lebensphase

Zur Lernfähigkeit im Alter

Dass Jugendliche Lerninhalte schneller aufnehmen als Erwachsene ist unbestritten.
Es ist aber ein Irrglaube, wenn ältere Menschen glauben, ihre Lernfähigkeit nehme kontinuierlich und unwiederruflich ab.
Nach Prof. Dr. Lutz Jäncke (Universität Zürich) kann der Mensch bis 20 Min. vor dem Tod immer noch Neues lernen. Doch muss das Gehirn ständig gefordert werden.

Bildergebnis für lernen im alter

Erwachsene lernen schneller dazu,  in Gebieten, über die sie selber ein umfangreiches, fachintelligentes Wissern verfügen. 

Kurt Reusser, Professor für  Pädagogische Psychologie, spricht von fluider und kristalliner Intelligenz.
Erstere ist die Fähigkeit, neue informationen schnell zu verarbeiten.
Die kristalline Intelligenz ist die Erfahrungs- und Wissensbasis, die man sich aufgebaut hat.

Sie nimmt sogar bei fortwährendem lebenslangem Lernen zu. Sie bleibt bis ins hohe Alter stabil.
Der ältere Erwachsene kann somit den Rückgang der fluiden Intelligenz  kompensieren.
Die Redewendung "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" stimmt demnach nicht.

Sonntag, 18. Juni 2017

Das Smartphone verändert unser Leben

Ueberall Menschen, die auf das Smartphone gucken

Menschen, die auf den Zug warten, in Restaurants, auf Pausenplätze usw.
Das Smartphone ist im Alltag nicht mehr weg zu denken.
Manager und Asylanten - alle haben einen ständigen Begleiter.
Wahrscheinlich auch Sie. 
 Bildergebnis für smartphone abhängig


Smartphone-abhängig?

Kein anderes Gerät habe unser Selbstverständnis und unser Verhalten so verändert wie das Smartphone, sagt der Sozialpsychologe Harald Welzer. Statt uns weiterzubringen, verunsicherten uns iPhone & Co. tiefgreifend. «Ich vermag nichts mehr selbst zu beurteilen, ich muss immer zuerst bei Google nachschauen. Ist es warm oder ist es kalt? Regnet es oder regnet es nicht?» Es gibt heute sogar Apps, die den Menschen anzeigen, was sie fühlen. Das Smartphone habe unsere Urteilskraft geschwächt und auch die soziale Umweltwahrnehmung strebe gegen null, sagt Welzer weiter. Das ganze Interview lesen Sie schon am Samstagabend auf NZZas.ch.

KOMMENTAR: Wahrscheinlich müssen wir den Umgang mit den Smartphone so  lernen, wie das Lesen und Schreiben in der Schule.
Nach meinem Dafürhalten wird das Bedürfnis nach persönlichen Gesprächen künftig einen neuen Stellenwert bekommen.
Wer weiss - vielleicht gibt es bald Treffpunkte, wo man auch ohne Smartphone Gedanken austauschen kann und dafür  noch bereit ist, Eintritt zu bezahlen. Eine Art "Ersatz- Stammtisch".  Diesem Geschäftsmodell würde ich Erfolg garantieren, denn das Smartphone kann zwischenmenschliche direkte Kontakte nie ersetzen.

Samstag, 17. Juni 2017

Verhalten wichtiger als Noten?

Noten sind nicht das Wichtigste

Viele Jugendliche auf Lehrstellensuche klagen, dass Firmen zu stark auf die Noten schauen und nur die besten Schüler einstellen. 20 Minuten hat bei einem Lehrbetrieb nachgehakt.


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«Nur gute Noten und Zeugnisse wollen sie sehen»: So lautet der Vorwurf vieler Schüler an die Lehrbetriebe.

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«Absenzen sprechen für schlechte Motivation»
Wenn Bewerbungen für eine Lehrstelle auf dem Tisch des Chefs landen, fällt dessen Blick nicht zuerst auf die Noten, sondern auf die «Kreuzchen daneben», wie er sagt. Eine gute Beurteilung von Verhalten und Umgang sei für Jobs auf dem Bau wichtiger als die schulische Leistung. «Ich will jemanden, der im Team arbeiten kann», so Aebli.
Die Alarmglocken schrillen beim Chef hingegen, wenn im Zeugnis viele unentschuldigte Absenzen vermerkt sind. Das spreche oft für eine schlechte Motivation der Jugendlichen. «Wenn jemand oft in der Schule gefehlt hat, ist das für mich viel schlimmer als die Note 3,5 in Deutsch.»


KOMMENTAR: Von zahlreichen CEOs  habe ich erfahren, dass sie sich nicht mehr auf die Noten verlassen, Viele Lehrkräfte wollen ihren anvertrauten Jugendlichen einen Gefallen tun und schönen die Noten. Deshalb wird vielfach firmenintern  die Fähigkeiten mit eignen Prüfungen  getestet.
Hinsichtlich Verhalten sind heute Präsenz, Konzentrationsfähigkeit, Disziplin, Durchstehvermögen, selbständiges Arbeiten, soziale Kompetenz und Ehrlichkeit sehr hoch im Kurs.
Es ist deshalb unverständlich, dass vielerorts im Zeugnis BETRAGEN, PFLICHTERFUELLUNG, ARBEITSHALTUNG und ABSENZEN nicht mehr beurteilt werden musste. Zum Teil wurde zwar dieser Fehlentscheid bereits wieder korrigiert.