Alles nur eine Stilfrage?
Gibt es Grenzen bei Auftritten von Journalisten?
Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Gibt es Grenzen bei Auftritten von Journalisten?
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marcus knill
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08:13
Zur Lernfähigkeit im Alter
Dass Jugendliche Lerninhalte schneller aufnehmen als Erwachsene ist unbestritten.
Es ist aber ein Irrglaube, wenn ältere Menschen glauben, ihre Lernfähigkeit nehme kontinuierlich und unwiederruflich ab.
Nach Prof. Dr. Lutz Jäncke (Universität Zürich) kann der Mensch bis 20 Min. vor dem Tod immer noch Neues lernen. Doch muss das Gehirn ständig gefordert werden.
Erwachsene lernen schneller dazu, in Gebieten, über die sie selber ein umfangreiches, fachintelligentes Wissern verfügen.
Kurt Reusser, Professor für Pädagogische Psychologie, spricht von fluider und kristalliner Intelligenz.
Erstere ist die Fähigkeit, neue informationen schnell zu verarbeiten.
Die kristalline Intelligenz ist die Erfahrungs- und Wissensbasis, die man sich aufgebaut hat.
Sie nimmt sogar bei fortwährendem lebenslangem Lernen zu. Sie bleibt bis ins hohe Alter stabil.
Der ältere Erwachsene kann somit den Rückgang der fluiden Intelligenz kompensieren.
Die Redewendung "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" stimmt demnach nicht.
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marcus knill
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08:40
Ueberall Menschen, die auf das Smartphone gucken
Menschen, die auf den Zug warten, in Restaurants, auf Pausenplätze usw.
Das Smartphone ist im Alltag nicht mehr weg zu denken.
Manager und Asylanten - alle haben einen ständigen Begleiter.
Wahrscheinlich auch Sie.
Smartphone-abhängig?
Kein anderes Gerät habe unser Selbstverständnis und unser Verhalten so verändert wie das Smartphone, sagt der Sozialpsychologe Harald Welzer. Statt uns weiterzubringen, verunsicherten uns iPhone & Co. tiefgreifend. «Ich vermag nichts mehr selbst zu beurteilen, ich muss immer zuerst bei Google nachschauen. Ist es warm oder ist es kalt? Regnet es oder regnet es nicht?» Es gibt heute sogar Apps, die den Menschen anzeigen, was sie fühlen. Das Smartphone habe unsere Urteilskraft geschwächt und auch die soziale Umweltwahrnehmung strebe gegen null, sagt Welzer weiter. Das ganze Interview lesen Sie schon am Samstagabend auf NZZas.ch.
KOMMENTAR: Wahrscheinlich müssen wir den Umgang mit den Smartphone so lernen, wie das Lesen und Schreiben in der Schule.
Nach meinem Dafürhalten wird das Bedürfnis nach persönlichen Gesprächen künftig einen neuen Stellenwert bekommen.
Wer weiss - vielleicht gibt es bald Treffpunkte, wo man auch ohne Smartphone Gedanken austauschen kann und dafür noch bereit ist, Eintritt zu bezahlen. Eine Art "Ersatz- Stammtisch". Diesem Geschäftsmodell würde ich Erfolg garantieren, denn das Smartphone kann zwischenmenschliche direkte Kontakte nie ersetzen.
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marcus knill
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11:29
Noten sind nicht das Wichtigste
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marcus knill
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09:57

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marcus knill
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01:52
Zur Wärterfunktion der Medien in der Demokratie
Ziehen die neuen Formen des Medienkonsums dem Qualitätsjournalismus den Boden unter den Füssen weg?
Gedankensplitter zur öffentlichen Podiumsdiskussion
an der Universität Zürich vom 14. Juni 2017 zur Thematik:
"Medien und Demokratie
OEFFENTLICHKEIT ZUM VERKAUF?
Auf dem Podium diskutierten:
Roger de Weck (Generaldirektor SRG)
Christof Moser (Projekt Republik)
Dr. Felix E. Müller (NZZ am Sonntag)
Prof. Gabriele Siegert (Prorektorin Uni ZH)
Moderation: Pascale Bruderer (Ständerätin AG)
Im Anschluss an die aufschlussreiche Kurzpräsentation von Prof. Daniel Kübler über die Globalisierung, Mediatisierung und den Populimus als Herausforderung für die Demorkatie ging es in der Diskussionsrunde um wichtige Fragen, wie man den politischen Qualitätsjournalismus in der neuen Medienwelt erhalten kann.
Einige bedenkenswerte Gedankensplitter, notiert während der Diskussion:
- Die Bevölkerung will Informationen einordnen können.
- Die Medien- als vierte Gewalt- muss Falschinformationen korrigieren können.
- Medien müssen aufklären.
- Die Finanzierung ist heute schwieriger geworden. Wir sollten uns derzeit fragen:
Wie hoch ist uns der Wert der Demokratie?
- Die Bereitschaft die Angebote zu bezahlen sinkt nicht nur bei den Jungen ständig.
- Vermutlich wird die öffentliche Finanzierung der Medien unumgänglich werden.
- Als Vorschlag könnte die Infrastruktur den Medien von der Oeffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden (Druckerei usw)
- Ein Zeitproblem ist auch die "Flucht der Journalisten".
- In der Medienlandschaft wird es zu weiteren drastischen Bereinigungen kommen.
- Leider wird vielfach zu wenig diffenziert .
- Es gibt ein Zeitproblem: Inhalte und die Wertung von Inhalten werden vermischt.
- Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass heute schon 80 % des Informationsangebotes nicht aus dem journalistischen Umfeld kommt (google facebook usw.)
- Eine gute Mischung von privaten Angeboten und oeffentlich finanzierten Medien tut Not.
- Die Medienvielfalt muss unbedingt gewahrt bleiben.
- Dem Publikum müsste sich der Bedeutung der Medienqulität bewusster gemacht werden.
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marcus knill
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11:41
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marcus knill
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21:42