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Bildlegende:
Sturmtief Egon hat die Strassen fest im Griff.
1. Geschwindigkeit anpassen
Als Faustformel
kann gelten: Wo bei normalen Strassenverhältnissen 100 km/h erlaubt
sind, soll die Geschwindigkeit bei Schnee bedeckter Fahrbahn halbiert
werden, damit der Bremsweg unverändert bleibt. Bei Eis soll die
Geschwindigkeit um 70 Prozent reduziert werden.
2. Gefühlvoll Gas geben
Unter
Umständen im zweiten Gang mit wenig Gas anfahren und sanft einkuppeln.
Das Durchdrehen der Räder vermeiden. Vorzugsweise in hohen Gängen, nicht
zu schnell, fahren.
3. Sanft lenken
Auf
glatter Fahrbahn reagiert das Fahrzeug nur langsam auf Lenkbefehle.
Ruckartige Bewegungen verursachen einen Haftverlust und enden in einer
Rutschpartie. In Kurven sollte jeder Schaltvorgang, jede Änderung der
Geschwindigkeit und jede Lenkradbewegung unterlassen werden.
4. Mit Gefühl bremsen
Auch
das ABS schütz vor blockierten Rädern nicht. Beim Einsetzen des
Antiblockiersystems treten nämlich solche Phasen kurzzeitig auf.
Blockierte Räder lenken nicht. Probebremsungen geben Aufschluss über die
Haftverhältnisse.
5. Bei einer Rutschpartie, kühlen Kopf bewahren
Wenn
das Fahrzeug an den Vorderrädern Haftung verliert, beim Frontantrieb
sofort Kupplung drücken, beim Heck- und Allradantrieb Gas wegnehmen.
Gewünschte Fahrtrichtung ins Auge fassen und dorthin lenken. Gerät das
Fahrzeug ins Schleudern, frühes und schnelles Gegenlenken – und zwar
mindestens eine ganze Lenkradumdrehung! Entsprechend der
Fahrzeugreaktion wieder in die Neutralstellung lenken. Sollte das
Fahrzeug trotzdem in eine Volldrehung geraten, hart auf die Bremsen,
auskuppeln und warten bis das Fahrzeug steht.
6. Abstand halten
Da
der Bremsweg auf Schnee und Eis zwischen 4 und 16 mal länger ist,
sollte der Abstand zum vorderen Fahrzeug doppelt bis viermal so gross
sein wie bei normalen Strassenverhältnissen.
7. Hauptstrassen wählen
Auf
viel befahrenen Strassen ist im Gegensatz zu Quartierstrassen und
Schleichwegen der Winterdienst schon früh morgens unterwegs. Die Räumung
und die Salzstreuung ist gewährleistet.
8. Auf die Kleidung achten
Schuhe
abklopfen! Schnee und Eis an den Schuhen machen die Pedale rutschig.
Die dicke Daunenjacke auch im kalten Auto am besten abziehen, da sie den
Wirkungsgrad des Sicherheitsgurtes beeinträchtigt.
9. Fahrzeug von Schnee und Eis befreien
Nicht
nur riskieren sogenannte Iglufahrer ein hohes Bussgelt, sie gefährden
sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Das Freischaufeln und vom Eis
Freikratzen ist ein rechtliches und sicherheitstechnisches Muss.
10. Früher starten
Im
Winter braucht es nun mal mehr Zeit, um mit dem Fahrzeug von A nach B
zu gelangen. Wer trotzdem nicht auf den öffentlichen Verkehr umsteigen
will, muss von Anfang an mehr Zeit für seine Reise einberechnen.
Quellen:
wetter.de,
drivingcenter.ch