Montag, 26. September 2016

Sonntag, 25. September 2016

Was mir am SWISS MEDIA FORUM auf Grund bilateraler Gespräche bewusst geworden ist:

Das FAZIT:
Im Zeitalter der Informationsschwemme, der Bilderflut, des Kurzfutters und dem tagtäglichen Einheitsbrei eröffnen sich den Medien neue Entfaltungsmöglichkeiten:
Dem Publikum fehlen meist Erläuterungen, Vertiefungen, Einordnungen, Erklärungen, Einschätzugen d.h gleichsam der Handlauf, um sich in der Fülle von  oberflächlichen, „copierten" Kurzmeldungen zurecht zu finden.
Auch die Printmedien haben noch heute eine grosse Chance, gelesen zu werden, wenn sie statt Meldungen zu wiederholen, Sachverhalte verarbeiten und verständlich erläutern und kommentieren.
Lokalzeitungen sind sich viel zu wenig bewusst, dass ihre lokalen Meldungen ein wertvolles Kapital sind. Die Verlagsmonopole mit ihrer Monokultur können da nicht mithalten.
Nach meinem Dafürhalten werden künftig digitale Medien und Zeitungen, die wir  in die Hand nehmen können, weiterhin nebeneinander leben können.
Selbstverständlich ist die Herausforderung in der neuen Medienwelt für die Journalisten gewachsen.


LINK: 

vor 3 Tagen ... Swiss Media Forum Gedankensplitter zum SWISS MEDIA FORUM in Luzern vom 22. September 2016: Beim diesjärigen Schweizer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/16/09_22/index.html

Mein Unwort des Jahres:

«Inländervorrang light»

Dieser Begriff suggeriert, es gebe einen Inländervorrang.

Bei der "Light"-Variante gibt es jedoch gar keinen Inländervorrang.

Aus meiner Sicht ist dies eindeutig eine verbale Irreführung. Diese raffinierte Täuschung verdient es, "ausgezeichnet" zu werden.

Samstag, 24. September 2016

Gute Haftbedingungen in der Schweiz dürfen kein Anreiz sein.

Wenn es Gefangene schöner haben als im Heimatland,

dann melden es die Häftlinge den Kollegen. 
Die Hemmschwelle,
kriminell zu werden, sinkt.

Ich zitiere 20 Min:


Freitag, 23. September 2016

Ein HERBST- Traumwetter steht bevor

Bildergebnis für Herbst - Traumwetter

Das Dilemma

Das Volk hat die Bilateralen und die Masseneinwanderungsinitiative gutgeheissen.

Wenn nun das Parlament den Verfassungsauftrag mit der MEI nicht erfüllen will, mit der Begründung,  die Bilateralen dürften nicht gefährdet werden, verharrt die Schweiz in einem Dilemma.
Bilaterale oder MEI: Was ist nun wichtiger?
Beides wurde von souverän gutgeheissen.

Die hitzige Debatte im Nationalrat hat gezeigt, dass beide Seiten mit Voraussetzungen argumentieren:
Die SVP findet, der Verfassungsauftrag sei nach dem Volkswillen durchzusetzen. Juncker habe geantwortet, wenn die Schweiz die MEI in Kraft setze, sei es nicht gesagt, dass die Bilateralen gekündigt würden. Der Kernauftrag mit Kontingenten und einem  klaren Inländervorrang dürfe nicht einfach ausgeklammert werden.

Die Anhänger des jüngsten Vorschlages, dem der MEI die Zähne gezogen wurden, argumentieren: Mit dem neuen Vorschlag (Flury) wäre die MEI eurokompatibel und die Bilateralen würden damit nicht gefährdet.

KOMMENTAR: Nach meinem Dafürhalten dürfte der Volkswille nicht in zentralen Punkten völlig ignoriert werden - auch bei einem Kompromiss nicht.
Das letzte Wort ist sicherlich noch nicht gesprochen. Die MEI wird Politik und Souverän noch lange beschäftigen. Nach meinem Dafürhalten dürfte die Schweiz vor den Druckversuchen der EU nicht kuschen. Ich gehe davon aus, dass die EU kein Interesse hat, die Bilateralen zu kündigen.
Denn alle Staaten profitieren ebenfalls von den Abkommen mit der Schweiz.
Wie zu erwarten war, wurde im Nationalrat  die Version Light
der MEI gutgeheissen. Der Schulterschluss gegen die SVP hatte Erfolg. Nun ist der Ständerat am Zug.

 

Mittwoch, 21. September 2016

Angela Merkel gesteht erstmals Fehler ein

Die Ueberraschung

Erstmals zeigt die deutsche Bundeskanzlerin Demut, nutzt Mea culpa und entschuldigt sich elf Minuten lang für ihre Versäumnisse bei der Flüchtllingsolitik nach den verschiedenen Wahldebakel.

Bislang zeigte sich Angela Merkel nach jeder Kritik im Nachgang zur Aussage "Wir schaffen das!"
stets starrköpfig. 
Kein Wort eines Eingeständnisses. Anstatt ihre Fehler der Willkommkultur zuzugestehen, korrigierte sie nur klammheimlich und in kleinen Schritten ihren Kurs, so dass man es kaum merkte, dass gewisse Verschärfungen eingeführt worden sind.

Wenn Staatsmänner etwas Falsches angeordnet haben, ist es nie üblich, dass sie nachträglich Einsicht zeigen.
Bush hat sich nie für den Irakkrieg entschuldigt und Putin gab den Fehler nach den Zerrüttungen in der Ukraine nie zu, die er verschuldet hatte.
So gesehen ist das Mea culpa Merkels etwas ganz Besonderes.

Machtfreu Merkel wäre aber nicht Machtfrau Merkel, wenn sie  ihr Verhalten nur dann ändert, wenn ihre Machtposition gefährdet ist.
Für die Erhaltung der Macht ist ihr nichts zu teuer.
Sie hatte erkannt, dass ihre Wahl gefährdet ist, wenn sie die Aengste der Bevölkerung nicht ernst nimmt und stur den Satz "Wir schaffen das!" noch weiterhin wiederholen würde. Der Satz lautet derzeit bekanntlich: "Wir schafften das nicht!"
Die jüngste offentliche Einsicht ist für Merkel jedoch clevere Berechnung. Die überraschende Entschuldigung kommt einem Ablasshandel gleich. Sie handelt sich  die Chance ein, nochmals als Kanzlerin gewählt zu werden. Ohne diesen Befreiungsschlag hätte sie nicht mehr mit einer Nichtwahl rechnen können.
Das Verhalten bestätigt meine Analyse der Körpersprache Merkels. Vor Jahren kam ich zum Schluss:
Diese Frau macht alles für die Erhaltung ihrer Macht.

LINK:

Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich: Kopf an Kopf - Politikerporträts, 31.10.2008 - 22.02.2009 "Kopf an Kopf - Politikerporträts" zeigt auf, welcher ...
www.rhetorik.ch/Politikerportraits/Politikerportraits.html