Mittwoch, 2. März 2016
Dienstag, 1. März 2016
Der Kampf um Worte geht in die zweite Runde
Bei der Durchsetzungsinitiative nutzten beide Seiten für den gleichen Sacherhalt unterschiedliche Begriffe:
Die SVP sprach von "Täterschutzklausel", weil die Anwälte sich für die Täter stark machen dürfen .
Die DSI Gegner (die Sieger) benutzten konsequent das offizielle Wort "Härtefallklausel", weil nur in Härtefällen die Kriminellen nicht ausgeschafft werden.
Bereits folgt nun die zweite Runde mit Wortgefechten:
Im Hinblick auf die kommende Abstimmung wehrt sich die SVP gegen
die "Gratis -Anwälte" für Asylanten, weil die Anwälte die Verfahren hinauszögern könnten.
Doris Fiala hat mit Philipp Müller bereits ein neues Wort für die "Gratisanwälte" aus dem Hut gezaubert.
Ab sofort soll nur noch von "Beschleunigungs-Anwälten" gesprochen oder geschrieben werden.
Damit ist heute die zweite Runde des Gefechtes um Worte eingeläutet worden.
Sprachexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Worte unser Denken steuern.
Es ist ein Unterschied, ob von "Kernkraftwerk" oder von "Atomkraftwerk" (Assoziation zur Bombe) gesprochen wird.
Es lohnt sich, im Alltag oder bei der Werbung die Wortwahl genauer zu beachten.
Je nach politischer Haltung schreiben Journalisten beim analogen Sachverhalt von "Krieg" oder nur von "Konflikt"; von "Freiheitskämpfer" oder "Terrorist", von "Flüchtling" oder "Asylant".
In Anlehnung an dem Spruch "Kleider machen Leute" ist es nicht abwegig zu folgern:
"Worte prägen Meinungen".
LINK:
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10. Okt. 2004 ... Wer mit Worten arbeitet, muss die Macht verantworten. ... Die Macht der Worte
wird einem besser bewusst, wenn wir uns (z.B. mittels einer ...
www.rhetorik.ch/Fenster/Fenster.html
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Notiert von
marcus knill
um
19:10
So überraschend Väterchen Winter gekommen ist, wird er wohl endültig von der Märzensonne verdrängt
Notiert von
marcus knill
um
15:31
Machtfrau Merkel weiss die Medien zu nutzen
Medienauftritte sind immer ein Chance
Die Bundeskanzlerin nutzte die Chance:
Notiert von
marcus knill
um
00:11
Montag, 29. Februar 2016
Stellenwert der emotionalen Argumentation
AUS PERSOENLICH BLOG:
Marcus Knill
Wer Emotionen zur Durchsetzung seiner Standpunkte zu nutzen versteht, kann andere rasch aus dem Feld schlagen. In der Nachlese des grossen Erfolges der Nein-Komitees zur Durchsetzungsinitiative ist vielerorts zu lesen, dass die SVP bis anhin federführend gewesen sei, wenn es darum ging, Beeinflussungskampagnen emotional zu führen.
Nun hätten die SVP Gegner endlich erkannt, dass bei Abstimmungen das Ansprechen von Emotionen ausschlaggebend sein kann.
Die SVP sei somit gleichsam mit den eigenen Waffen geschlagen worden.
Allen die sich mit Beeinflussungstaktiken auseinandersetzen ist der Stellenwert der Emotionen nicht neu. Nach dem emotional geführten Abstimmungskampf ist somit künftig damit zu rechnen, dass bei den SVP-Gegnern die Macht der Emotionen vermehrt genutzt wird.
Wer tagtäglich die Werbeseiten überfliegt, erkennt rasch: Erfolgreiche Kampagnen sind stets emotional besetzt. Die SVP Strategen müssen somit künftig damit rechnen, dass sie hinsichtlich emotionaler Argumentation nicht mehr dominieren.
Wenn nun beide Akteure hinsichtlich emotionaler Argumentation gleich lange Spiesse haben, wird die Glaubwürdigkeit der Botschafter ein grösseres Gewicht erhalten. Selbstverständlich dürfen wir bei politischen Auseinandersetzungen Aspekte, wie Medienpräsenz und Werbebudget nicht völlig ausklammern.
Notiert von
marcus knill
um
15:44
Nach dem erfolgreichen NEIN lesen wir folgenden TItel:
«Wir Linken haben das Volk zurückerobert»
- Die MEDIEN (vor allem Ringier, TA Media, NZZ) sind links
- Die RICHTER sind links
- Alle PARLAMENTARIER, die sich für ein NEIN stark gemacht haben, sind links
- Die FDP, CVP, GRUENEN, die GLP, und die BDP sind links
- Die meisten ALT-BUNDESRAETE sind links
- Alle spontan gegründeten KOMITEES sind links
- Kabarett-Nationaldenkmal EMIL ist ein Linker
usw.
DENN ALL- DIESE HABEN DAS NEIN ERKAEMPFT
Logisch - nicht wahr?
Die Antwort eines Lesers (Kommentar 20 Min):
"Falsch! Balthasar Glättli, die geschlossene Mitte mit der FDP hat diese Initiative verhindert."
NACHTRAG:
Auch die LINKSAUTONOMEN sehen sich im Kampf gegen die SVP bestärkt und sprechen Klartext:
Notiert von
marcus knill
um
00:40
BLOG
Die Macht der Emotionen