Montag, 6. Juli 2015

Taktlos

Es gibt sie: Die Takt-Taubheit


Jedem Musiklehrer sind sie ein Graus: Jene Schüler, die einfach kein Gespür für Takt haben. Sie können aber nichts dafür. 
(Quelle SRF)
Metronom vor einem Notenblatt- .
Bildlegende: Selbst wenn ein 
Metronom den Takt vorgibt: 
Takt-Tauben bringt das nichts. 
Schon beim Klatschen im Takt fällt es auf: Nicht jeder liegt im Rhythmus der Musik, manche sind immer einen Tick zu früh oder zu spät, und scheinen es mitunter nicht einmal zu merken. Möglicherweise kann der unrhythmische Nebenmann oder die taktlose Nebenfrau gar nichts dafür: Er oder sie ist möglicherweise Takt-taub. Beat-deafness heisst das Unvermögen, den Takt zu erkennen, im Fachjargon. Takt-Taube können Rhythmus und Bewegung nicht in Einklang bringen. Besonders ins Straucheln geraten sie bei Tempowechsel in der Musik.
Eine Erklärung dafür könnte sein, dass es den meisten Menschen gelingt, ihren inneren Rhythmus von Herz und Atmung mit äusseren Reizen zu koordinieren. Genau das scheint aber bei Takttauben nicht zu funktionieren.
Das Pendant gibt es übrigens auch für Töne: Die Ton-Tauben singen Lieder auf einem einzigen Ton.

Groteske Texte auf Packungsbeilagen

Es sind Auswüchse des amerikanischen Rechtsytems die zu einer Absicherungsmanie geführt haben

Es kam in den USA zu happigen Verurteilungen, weil die Kundschaft angeblich über Mängel von Produkten zu wenig informiert worden waren.

Es gibt deshalb die sonderbarsten vorausinformierenden Texte:

"Unter Wasser nicht einatmen"

"Föhn nicht während des Schlafens verwenden"

"Antenne nicht bei Trunkenheit installieren"

"Entfernen Sie das Kind, bevor Sie den Kinderwagen zusammenfalten"

"Schneefräse nicht auf dem Hausdach benutzen"

Wer im Spital vor einer Operation von einem Narkosearzt informiert wird, kennt nachher eine ellenlange Liste von Nebenwirkungen oder was alles passieren könnte, falls es nicht gut läuft.

Die Spitäler sind heute verpflichtet, die Patienten darüber zu informieren. Zur Absicherung!

Ich kenne einen Patienten, der vor dieser Orientierung des Narkosearztes darauf bestanden hatte, dass man ihm keine derartigen Hinweise gebe.
Es war ein Psychologe, der wusste, dass negative Botschaften, die Psyche beeinflussen können.
Der Arzt akzeptierte  diese Haltung, nachdem der Patient gesagte hatte:

"Ich unterschreibe alles. Ich akzeptiere alles. Ich bin ein Hypochonder, der nach dem Lesen eines Beipackzettels Kopfweh bekommt, wenn darauf steht, als Nebenwirkungen könnte es Kopfschmerzen geben."

 





Sonntag, 5. Juli 2015

Gluthitze - Wie schön heute, so ein erholsames kühles Bad - Aber die Wirklichkeit:




  BILD-Hitze-Ticker: Da wollte wohl NOCH jemand ins Freibad

Mutig oder unbedacht?

Als Berater hätte ich dem Stan von diesen Bildern abgeraten

Ich zitiere 20 Min:
Stan Wawrinka splitterfasernackt auf dem Tennisplatz. Für das ESPN-Magazin «The Body Issue», für das sich bereits seine Berufskollegen John Isner und Tomas Berdych ausgezogen hatten, lässt der Romand in der alljährlichen Ausgabe, in der es um die Figur von Sportlern geht, die Hüllen fallen.



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KOMMENTAR:

Es gibt Kommentatoren, die stört es nicht, wenn Stan für seine Vermarktung die Hüllen fallen lässt. 
Es ist aber bedauerlich, wenn sich so ein sympathischer Spitzensportler über den Körper - statt über den Sport - definiert.
Aus meiner Sicht hat dies weder mit Grosszügigkeit noch mit Mut zu tun.
Die Aufnahmen bringen vor allem dem ESPN Magazin eine höhere Auflage und  Stan wurde für die Zeitschrift gleichsam ein nützlicher Idiot, wenngleich er bestimmt auch eine ansehnliche Gage einstreicht.
Wawrinka als Sportler verliert jedenfalls Punkte bei seiner Reputation und wertet sich mit diesen Bildern als Person ab.
Auch bei Werbeauftritten lohnt es sich, stets die Gesamtwirkung zu bedenken.
Schade!


 

Eindrücklicher Hitzeschaden

Auch Strassenbelägen machen die aussergewöhnlich 
hohen Temperaturen zu schaffen

Protest hat Wirkung

Zu den fragwürdigen Witzen über Frauen auf Zuckersäckli


Was ärgert einen Metzger? Wenn seine Frau eine Sau ist und er sie nicht schlachten kann.»
  Oder:
 «Was hat eine Batterie einer Frau voraus? Sie hat wenigstens eine positive Seite.»

Die Witze auf den Zuckerbeuteln sollen die Gäste erheitern. Doch viele werden eher sauer. Denn die Witze sind platt und sexistisch.
Linda Cortesi ist Präsidentin der Frauengruppe des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) von Bellinzona. In einem Café in Lugano bestellte sie einen Espresso und griff nach dem Zucker. «Darauf stand:

‹Was unterscheidet eine Frau von einem Hund? Der Preis des Halsbandes›», sagt Cortesi.

Sie findet den Spruch geschmacklos. «Ich bin ein Mensch, kein Hund. Mein Mann führt mich nicht an der Leine herum. Das ist belei­digend für alle Frauen, und zwar grundsätzlich.» Ihren Ärger wollte sie nicht einfach herunterschlucken. «Es mag nach einer Bagatelle klingen. Doch diese Zuckersäckli sind für jeden zugänglich. Und somit auch die sexistischen Witze.»

Cortesi mobilisiert andere Frauen. Auch die Gewerkschafterin Françoise Gehring vom SGB ist empört: «Der Witz zeigt auf dramatische Weise das kulturelle Niveau unseres Kantons.»
Die Frauen setzten ein Schreiben auf.

Und das zeigt prompt Wirkung. Herstellerin der Zuckertüten ist die Firma Tipack Sugar AG in Agno TI. Sie lässt die Witzesäcke nun einziehen.

Unternehmenschef Ivo Tasic : «Es tut mir leid, wir wollen wirklich niemanden verletzen.» Tasic betont, die Witze stammten nicht von Tipack, sondern von Kunden, als Werbung.
Tipack ist Marktführer im Tessin und produzierte an die zwei Millionen Zuckertüten mit den derben Witzen – pro Monat.

Allerdings kursieren im Tessin noch etliche Beutel des inkriminierten Zuckers. Allein von jenen mit dem Hundehalsband-Witz dürften im ganzen Kanton noch rund 1000 Päckchen im Umlauf sein.

Quelle Blick

 

KOMMENTAR: Ein Nachteil mussten die Protestierenden in Kauf nehmen:

Durch die Kritik wurden die Witze in den Medien zusätzlich verbreitet. Und die Auflage von Blick ist enorm gross.

Proteste können mitunter konraproduktiv sein.