Freitag, 30. Januar 2015

Wissen Sie, was Salafismus ist?

In der letzten ARENA war immer wieder von Salafismus die Rede.

Ich habe in einem Serviceclub verschiedene Personen gefragt, was eigentlich Salafisten sind.
Niemand konnte mir eine genaue Antwort geben. In solchen Fällen hilft google:

Salafismus

Der Salafismus (auch Salafiyya, von arabisch ‏السلفية‎ as-salafiyya) gilt als eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islams, die eine geistige Rückbesinnung auf die „Altvorderen“ (arab. Salaf ‚der Vorfahre; der Vorgänger‘) anstrebt. Der Ausdruck wird auch verwendet, um bestimmte Lehren des sunnitischen Islam zu bezeichnen, die sich ihrem Selbstverständnis nach an der Zeit der „Altvorderen“ orientieren. Unter den zeitgenössischen Strömungen zählen dazu einerseits die Schülerschaft Muhammad Abduhs, die eine Vereinbarkeit von Islam und Moderne vertritt, andererseits konservative Richtungen, welche sich auf Ibn Taimiya beziehen und nicht nur die Moderne, sondern auch Entwicklungen der islamischen Theologie und der religiösen Praxis ablehnen wie etwa Traditionen bestimmter Rechtsschulen oder den Sufismus. Hierzu zählen die Wahhabiten; die Bezeichnung „Salafisten“ wird des Weiteren speziell für nicht-saudische Wahhabiten gebraucht.[1] Dazu zählen beispielsweise die Ahl-i Hadîth, Tariqa-yi Muhammadiya und die Muhammadiyah

ALLES KLAR?  ODER HABEN SIE BAHNHOF VERSTANDEN?

Aus faz:

Einen Koran in jeden Haushalt

Vom Verfassungsschutz beobachtet, betreiben salafistische Muslime Mission - vor allem in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die Anhängerschaft wird größer.

© picture alliance / dpa Vergrößern Nichts als die Wahrheit: Die salafistischen Prediger Bilal Philips (l.) und Pierre Vogel.
Gefährlich sind die Hassprediger, denn sei befürworten Gewalt gegen Ungläubige.

Tötungsfabrik Auschwitz

Europa gedenkt der Millionen Menschen die von den Nazis vernichtet worden waren.

Nach diesen unvorstellbaren grauenhaften Taten, die Menschen Mitmenschen angetan haben, darf
kein Schlussstrich gezogen werden.





«Sonderkommando» bei der Verbrennung von Leichen. 

Video «70 Jahre Befreiung Auschwitz» abspielen

70 Jahre Befreiung Auschwitz

3:46 min, aus 10vor10 vom 23.1.2015
 

Donnerstag, 29. Januar 2015

Zur Selbstüberschätzung Walters

Das Dschungelklima scheint Walters Sinne zu beeinträchtigen

Ich zitiere 20 min-online:

Walters Irrsinn


ZDF dementiert «Wetten, dass..?»-Angebot

Dschungelcamper Walter Freiwald will eine TV-Show. Aber nicht «Wetten, dass..?» – ein solches Angebot habe er abgelehnt. Davon weiss das ZDF nichts.




Ausser Walter, der gerne viel redet, ist es im Dschungel eher ruhig. Was dieses Jahr im Dschungelcamp geschieht, muss RTL den Angstschweiss auf die Stirne treiben. Die Kandidaten benehmen sich nämlich seltsam: Wie normale Menschen. Sie sprechen gesittet miteinander. Sie haben Spass. Sie sind manchmal einfach nur müde und liegen rum. Konklusion von Medienexperte Professor Jo Groebel: «Es gibt nicht jedes Jahr fünf neue interessante Trash-Könige. Es könnte sein, dass dieser Pool allmählich versiegt.»


Dass Walter Freiwald gerne und viel erzählt, wissen eingefleischte «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!»-Fans längst. Dass das meiste davon kaum je zu hundert Prozent der Wahrheit entspricht, dürfte ebenfalls auf der Hand liegen – spätestens seit gestern jedenfalls.


Für die Zeit nach dem Urwald-Abenteuer kennt Walter nur ein Ziel: Er will Fernsehmoderator werden. Er hat auch schon eine konkrete Vorstellung. «Da ich schon einmal ‹Wetten, dass..?›-Angebote bekommen und damals Nein gesagt habe, sollte sich das ZDF tatsächlich überlegen, ob sie mit mir nach 15 Jahren noch was anfangen können bei einer neuen Show. Die muss ja nicht ‹Wetten, dass..?› heissen», sagte er am Dschungeltelefon.

ZDF machte kein Angebot!




Wie bitte? Walter hat tatsächlich das legendäre ZDF-Format angeboten bekommen? – Von wegen! 20 Minuten fragte beim Sender nach – und bekam eine deutliche Antwort: «Von uns gab es kein Angebot», sagt Silke Blömer, Kommunikation Presse und Information.

Es scheint, als leide Walter spätestens nach zwölf Tagen in der Wildnis an akuter Selbstüberschätzung.


KOMMENTAR:
Oh Gott Walter! Schade! Nachdem seine Aussagen als unwahr entlarvt werden konnten,  hat sich der bunte alte Vogel viel Sympathie verspielt. Mit Unwahrheiten schädigt man sich den eigenen Ruf nachhaltig. Oder hat Walter absichtlich geflunkert, um Aufmerksamkeit zu schaffen.
Glaubwürdigkeit kann man  nicht mehrmals zurückgewinnen.
Walter erhielt die Quittung:

Ur-Walter ist raus!!!

Und Tanja hat nur Speck im Kopf: „Ich habe meinen Bacon verloren“


  Krasse Wendung im Dschungelcamp: Ur-Walter ist raus!!!
Schock für alle Walter-Fans: Der ehemalige RTL-Allrounder wurde von den Zuschauern rausgewählt

Inszeniertes Ekel-Fernsehen

Das RTL versteht es, Einschaltquoten mit  bewährten Mitteln zu generieren.

Dschungelcamp 2015: Maren schluckt ein Iiiiiiiih, ein Uuuuuh und ein Bääääh!
(illustration aus BILD-online)

Das Rezept ist einfach:
Man arbeitet mit dem Schlüssellocheffekt, der Schadenfreude, dem Geisterbahnphänomen und der Neugierde:
Die Konsumenten schauen Ekelszenen in der gemütlichen Stube an und ergötzen sich an den Szenen, ohne daran teilnehmen zu müssen.
Dann wird die ganze Geschichte dank Medienverbund aufgeheizt. Die Regenbogenpresse schreibt jeweils am
anderen Tag ausführlich über das Geschehen im Dschungel.
Die Vorkommnisse werden Gesprächsthema auf Pausenplätzen und Kneipen.
Das Publikum wird bewusst mit einbezogen: Für die Mitbestimmung darf es sogar noch zahlen (Telephongebühren).
Man muss  mit dabei sein, weil angeblich "alle" davon reden.
Wie beim klassischen Boulevard mixen die Macher: Promis, Sex, Emotionen, Ekel, Eifersucht, Streit, Intimes auch eine Prise Psychologie zusammen. Alles wird geschickt sehr schnell geschnitten und von einem grotesken Moderatorenpaar kommentiert.  Damit sind die Einschaltquoten  gesichert.
Man filmt eine Gruppe Pseudo-Promis im Dschungel und hofft, dass sie allmählich die Beherrschung verlieren (Nässe und Hunger beschleunigen solche Szenen.
Diese Woche waren die Macher offensichtlich enttäuscht, weil niemand ausrastete. Die Teilnehmer benahmen sich einen Tag wie normale Menschen. Das ist angeblich nicht erwünscht.
Jörn „Stöhni“ Schlönvoigt

Jörn  Schlönvoigt scheiterte an Schafshoden und Fischaugen. 
Aber er hatte ja Maren, die Mampfmaschine …

Foto: Stefan Menne / RTL

Mittwoch, 28. Januar 2015

So, als wäre eine Katastrophe geschehen

Medienhype aus einer Kleinigkeit? - Die Gründe.



Als wäre die grösste Katastrophe geschehen: Die Medien berichten von der Tagesschausprecherin Boesch, die einen Schwächeanfall erlitt.
Ich habe Verständnis für dieses immense Medienecho. Wichtige Voraussetzungen für eine Mediengeschichte sind  gegeben.


Die Gründe:

So etwas ist in der Schweiz seit über 60 Jahren noch nie vorgekommen
(Aussergewöhnliches ist immer Medienfutter).

Es geht um eine prominente Frau und um Emotionen
(Neugierige Journalisten vermuten sofort:
- Schwangerschaft?
- Ueberarbeitet?
- Schlechtes Krisenmanagement?
- Was geschah genau? )

Medienexperten können sich verlauten lassen, was bei der SRF alles falsch gelaufen ist und was andere Stationen bei solchen Pannen getan hätten.

Dadurch wird die Geschichte in den Medien zum Selbstläufer.

Es kommt zum Dominoeffekt.  Wenn A darüber schreibt fühlt sich B  verpflichtet, ebenfalls aufs Trittbrett aufzusteigen und einen eigenen Beitrag zu publizieren.

Auch die Gewerkschaft Syna nahm die Gelegenheit wahr - dank der Boesch Schlagzeilen - ihr Süppchen zu kochen: "Aus Angst vor dem Jobverlust arbeiten die Leute, auch wenn sie krank sind, weiter - bis zum Umfallen!"

Ich zitiere:

Das SRF interessiert unsere Nachbarn kaum. Klappt eine Moderatorin zusammen,

Die Stellungsnahme des Ombudsmanns zur missratenen Sendung Schawinsky-Thiel

Es gab gravierende Fehlleistungen
Beschwerdeflut:  Rekord gebrochen

«Die Sendung ist vollkommen missraten»


Sechs Wochen nach der für Wirbel sorgenden 
Talksendung mit Roger Schawinski und 
Andreas Thiel veröffentlicht 
der SRG-Ombudsmann nun einen Bericht:


Ich zitiere 20 Min:


Missratenene Sendung



SRG-Ombudsmann rügt Schawinski und Thiel

Gemäss dem SRG-Obudsmann Achille Casanova lief die «Schawinski»-Sendung mit Andreas Thiel aus dem Ruder. Das Sachgerechtigkeitsgebot sei gleich mehrfach verletzt worden.



Das Gespräch zwischen Roger Schawinski und Andreas Thiel in der SRF-Talksendung «Schawinski» von Mitte Dezember ist nach Ansicht von SRG-Ombudsmann Achille Casanova vollkommen missraten. Anlass für die knapp halbstündige Diskussion war ein Artikel Thiels in der «Weltwoche». Darin brandmarkte der Satiriker den Koran als einen «Aufruf zur Gewalt, eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung».

Bildstrecken Die grössten Eklats des Roger SchawinskiThiels «Streitschrift» über den Koran
In der SRF-Talksendung «Schawinski» war die Stimmung von Beginn weg gehässig und blieb dies bis zum Schluss. Schawinski und sein Gast provozierten sich gegenseitig und beleidigten sich. Eine sachliche Diskussion über den Artikel war nicht möglich.

Meinungsbildung nicht möglich



Das Sachgerechtigkeitsgebot ist nach Ansicht des SRG-Ombudsmannes in dieser Sendung gleich mehrfach verletzt worden, wie die SRG am Dienstag auf ihrer Internetseite mitteilte. Eine echte Diskussion über Thiels Korankritik sei nicht zustande gekommen, schreibt Casanova in seinen Antworten.

Entweder habe Schawinski seinen Gast immer wieder beleidigt und unterbrochen oder Thiel habe die gestellten Fragen konsequent verweigert und sein Gegenüber mit Gegenfragen provoziert. Das Publikum habe sich so über das eigentlich zur Diskussion stehende Thema Koran keine eigene Meinung bilden können.

«Gravierende Fehlleistung» Schawinskis

Zudem beanstandet Casanova, Schawinski habe ein Zitat Thiels in der «Berner Zeitung» aus dem Zusammenhang gerissen. Dadurch sei beim Publikum der falsche Eindruck entstanden, Thiel würde die Muslime an sich als «zwischen Neandertaler und Homo sapiens stecken geblieben» beleidigen.

Dabei habe sich das Zitat «nicht auf das Wesen der Muslime generell» bezogen, sondern lediglich «auf ihre Art, unseren Humor zu verstehen». Dass Schawinski dies nicht präzisiert habe, sei eine «gravierende Fehlleistung» gewesen, schreibt Casanova.

Auf die Forderung nach einer Absetzung Schawinskis könne die Ombudsstelle nicht eintreten. Zum einen fehlten dazu die Befugnisse, vor allem aber sei die Ombudsstelle gewillt und verpflichtet, die Freiheit der Medien zu respektieren.



SRF nimmt die Einschätzung von Ombudsmann Casanova zur Kenntnis. Wie bereits kommuniziert bedauere man, dass das Gespräch zwischen Schawinski und Thiel misslungen sei, heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme.



Flut an Reklamationen

Die Sendung vom 15. Dezember warf hohe Wellen und bescherte Casanova viel Arbeit: Beim SRG-Ombudsmann gingen 185 Reklamationen ein. Dies sei ein «einmaliger Rekord».

20 Beanstandungen wiesen allerdings keinen Absender auf, und eine Person forderte eine Untersuchung gegen die obersten Verantwortlichen von SRF. Damit hatte Casanova insgesamt 164 Reklamationen formell zu behandeln.

Rund 90 Prozent der Beschwerdeführer richteten sich gegen den Gesprächsleiter Schawinski. Seine Art der Gesprächsführung sei mangelhaft gewesen, provozierend oder respektlos. Zwei Drittel verlangten ausdrücklich die Absetzung Schawinskis oder der nach ihm benannten Sendung.

Lediglich in 16 Eingaben wurde Gesprächsgast Thiel kritisiert. Er habe seinen Gast unnötig provoziert, auch sei seine Gegenfrage zur Religion von Schawinski als problematisch, «wenn nicht gar nahe am Antisemitismus» bezeichnet worden. Zudem habe sich der Satiriker geweigert, über die  pauschale Verunglimpfung von Muslimen zu diskutieren.
«Gravierende Fehlleistung»: Ombudsmann watscht Schawi wegen Thiel ab

KOMMENTAR: Nach meiner Prognose muss Schawi das Feld nicht räumen. Er hat bereits die Konsequenzen aus dem Shitstorm gezogen. Er will keine unangenehmen Gäste mehr einladen. Was auch aufgefallen ist:
Die letzten Sendungen waren viel zahmer. Schawinski ist auf dem Weg vom Unterbrecher zum  Zuhörer und bemüht sich merklich, die Gespächspartner länger reden zu lassen. Eine Untersuchung hatte deutlich gemacht, dass der Moderator beim umstrittenen Duell den viel grösseren Redeanteil hatte, als Thiel.
Der Ombundsmann Bericht wird sicherlich noch weitere Folgen haben.
Bei SRF wird in der Regel - so wie es sich auch gehört -  die Wäsche intern gewaschen.  

Elegante Schlafpose eines Kätzchens

In Watson gefunden: