Montag, 19. Januar 2015

Weshalb so verstrickt?

Krimis sind dann gut, wenn sie einen roten Faden haben.

Gute Bücher, gute Filme können eine Geschichte so erzählen, dass sie nachvollziehbar ist.
Wenn jedoch in eine Geschichte in zu viele Nebengeschichten gepackt wird, verwirrt dies die Konsumenten.
So auch beim Sonntags- Krimi:


Das Drehbuch war unglaubwürdig. Die Geschichten klischiert. Es gab zu viele Nebenschauplätze und ebenso viele nichtssagende Handlungen. 
Nur eines würde helfen: Erzählt EINE Geschichte, damit die Zuhörer den roten Faden nachvollziehen können. Ueberraschungen sind zulässig und erwünscht. Verwirrung durch unglaubwürdige Nebengeschichten führen jedoch zum Aussteigen. Schade!
Die Leute sind nicht dumm, wenn Sie dem roten Faden nicht mehr folgen können. Sie konnten übrigens den roten Faden nicht einmal verlieren, weil es gar keinen roten Faden gegeben hatte.
 

Morddrohungen haben Folgen!

Angeblich wollten sich Terroristen unter die Teilnehmer der PEGIDA Demonstration mischen und zuschlagen.

Dies führt nun zum Verzicht der Montagsdemonstration gegen  die Glaubenskriege.



Zu gefährlich! 

Pegida sagt Demo am Montag ab!




  Pegida
Die Pegida-Organisatoren sagten wegen Sicherheitsbedenken die Veranstaltung für Montag ab

Die Behörde beruft sich dabei auf Informationen des Bundeskriminalamtes (BKA) und des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen. Nach Informationen von Bild.de richten sich die Drohungen gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann. Ein Polizeisprecher wollte sich dazu nicht äussern.

Kommentar: Wenn die Drohung tatsächlich ernst gemeint ist, erhält die
Auseinandersetzung der demokratischen Welt mit den Vertretern des heiligen Krieges eine neue Dimension. Es darf nicht sein, dass die Meinungsfreiheit mit Drohungen unterbunden werden kann.

Interpretieren Sie dieses Bild aus Watson

 
Was kommt Ihnen in den Sinn?
"DER GESTIEFELTE KATER"

Sonntag, 18. Januar 2015

Albisgüetlitagung

Wie sich die Bundespräsidentin den Auftritt nutzte




und Blocher im Tagi die Plattform entzogen 
werden konnte


Es fiel auf, dass es der Tagesanzeiger schaffte, seine Informationspflicht zu erfüllen und 
dennoch beim SVPAnlass Sommaruga (SP) die Plattform zur Verfügung stellt. Damit konnten die Blocher Botschaften links liegen gelassen werden.
Das Vorgehen war einfach und clever:
Auf der Frontseite wird zwar unten klein die wichtige SVP Veranstaltung erwähnt.  Blochers Engagement für Neutralität, Unabhängigkeit usw. wird nur kurz gestreift. Damit hat der Tagesanzeiger seine Pflicht getan.
Im Hauptbeitrag hingegen werden die Gedanken der SP Bundesrätin detailliert und breit ausgeführt.  Blocher wird im Titel da nicht einmal mehr  erwähnt - hingegen die Bundespräsidentin. Der SVP Uebervater ist lediglich auf der Photo als Kontrahent zu sehen.

Die prominente Tageszeitung hat damit journalistisch keinen Fehler gemacht.
Die Redaktion könnte die einseitige Gewichtung damit begründen: Nachdem sich immer wieder linke Magistraten geweigert hatten, an der Albisgüetlitagung zu reden, war der mutige Auftritt von Simonetta Sommaruga etwas Besonderes. Und Aussergewöhliches hat in den Medien immer einen höheren Stellenwert.

Es zeigt sich zudem (wieder einmal): Wer die Chance eines Auftrittes wagt, kann es auch in der Höhle des Löwen schaffen, die eigene Botschaft  breit zu streuen- dank des Multiplikators Presse. Was angefügt werden muss: Andere Blätter haben diese Gewichtung des Tagesanzeigers weniger deutlich  vollzogen.

TAGI:

Simonetta Sommaruga ermahnt die Albisgüetli-Besucher

Die SVP müsse sich zu den Menschenrechten bekennen, forderte die Bundespräsidentin gestern. Mehr...
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NACHTRAG:

20 Min hat hingegen auch Blochers Gedanken ausführlich publiziert (sad)


Ich zitiere:

Christoph Blocher hat an der Albisgüetli-Tagung in Zürich einmal mehr die Unabhängigkeit und Souveränität als tragende Säulen einer liberalen Schweiz beschworen. Vor rund 1100 SVP-Mitgliedern und Gästen im Schützenhaus Albisgüetli kam Blocher zunächst auf den Entscheid der Schweizerischen Nationalbank zu sprechen. Mit der Aufgabe der Untergrenze des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro würden viele Menschen zu Beginn Geld verlieren, doch werde sich das wieder ausgleichen.
Mehr Sorgen bereitet Blocher der Zustand der «besonderen Staatssäulen» wie Unabhängigkeit, direkte Demokratie, Neutralität und Föderalismus. Diesen Säulen, welche die Stärke des Erfolgsmodells Schweiz ausmachten, drohe massiver Schaden, ja der Zusammenbruch.
Das «stille Ziel» der Classe politique bleibe der Beitritt der Schweiz in die EU. Mit der institutionellen Bindung solle der Beitritt schleichend erfolgen. Er sei aber zuversichtlich, dass die Abstimmung über diesen Rahmenvertrag – voraussichtlich 2016 – «richtig herauskommt».

Grossangriff auf die Demokratie
Ein Grossangriff ist laut Blocher gegen die direkte Demokratie im Gang. Mit Tricks und Unterzügen versuchten Bundesrat sowie National- und Ständerat Volksrechte, Stimmrechte und Volksentscheide ausser Kraft zu setzen, indem sie sich auf Verhältnismässigkeit oder Völkerrecht beriefen. Und das Bundesgericht trotte in diesem Trend mit, ja renne sogar noch vorne weg.
Menschenrechte seien wichtig und müssten geschützt werden, betonte der SVP-Stratege. «Wir sind aber gegen ausländische Vorschriften, die als Menschenrechte ausgegeben und von weltfremden Theoretikern erlassen werden.» Deshalb müsse die Partei die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» lancieren.

Volk soll Ordnung schaffen
Es sei höchste Zeit, «das verdrehte Rechtssystem vom Kopf wieder auf die Füsse zu stellen», betonte Blocher, der im vergangenen Mai als Nationalrat zurückgetreten ist. Das Volk entscheide mit Augenmass, sachbezogen - «jedenfalls weitsichtiger als die Berufspolitiker, die sich vor allem um ihre Wiederwahl sorgen».
Zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaates habe die Schweiz eine von einem Linksparlament gewählte und gestützte linke Regierung, die «viel lebensfremdes Zeug» beschliesse. Im Wochentakt seien aus dem Bundeshaus Meldungen zu vernehmen, die die Freiheit und Sicherheit der Bürger, die Schweiz, ihre Wirtschaft und Wohlfahrt schwächten.
Aufs Tapet brachte Blocher erwartungsgemäss auch die Asylpolitik. Das heutige Ausländer- und Asylwesen bezeichnete er als chaotisch. «Wir müssen auf eine Lösung drängen, denn das Schweizer Volk, das die Missstände tagtäglich verfolgen kann, hat genug.» Die SVP sei gefordert, wenn Bundesbern nicht handle.
Zwischen der Lebenswirklichkeit der Bürger und dem Politikerbetrieb bestehe heute ein grosser Gegensatz, konstatierte Blocher. Der Politikbereich habe den Bezug zur Wirklichkeit, zur Realität verloren. So gehe der liberale Rechtsstaat vor die Hunde.
 

Gewalt tolerieren?

Terrorakte dürfen nicht mit Toleranz begegnet werden.

Erstaunlich, wie nach den unmenschlichen Gewalttaten der islamistischen Gewalttäter vielerorts Toleranz gefordert wird.  Das ist jedoch beim IS-Terror ist Toleranz der falsche Weg.

Kaltblütiger Mord und Außerkraftsetzung der Menschlichkeit und der Menschenrechte verlangen entschlossenes Handeln.



"Freiheit, Menschenrechte und Demokratie sind heute vielerorts in Gefahr", betonte   Dr. Reinhold Lopatka anlässlich der Diskussion über den außenpolitischen Bericht 2013, die im Plenum des Nationalrates in Oesterreich stattfand. Der IS-Terror könne mit menschlichem Ermessen gar nicht mehr gefasst werden. Menschenverachtung, Vergewaltigung, kaltblütiger Mord und die Verbreitung von Angst und Schrecken stehen für dieses barbarische Terrorregime. 
"Wir haben in Europa auf den Trümmern von zwei blutigen Weltkriegen über Jahrzehnte eine europäische Sicherheits- und Friedensarchitektur aufgebaut. Dieses europäische Lebensmodell, basierend auf Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist nicht selbstverständlich. Wir haben entschieden und gemeinsam gegen alle Kräfte aufzutreten, die diese einzigartigen Errungenschaften in der Menschheitsgeschichte gefährden."
"Es kann hier keine Toleranz geben", sagte Lopatka unmissverständlich. Man müsse geschlossen und entschlossen handeln.  Der Terror könne nicht nur auf konventionellem Wege bekämpft werden. "Daher müssen wir im Kampf gegen den IS-Terror auch neue Methoden einsetzen, damit sich vor allem junge Menschen nicht von der perfiden Propaganda blenden lassen", so Lopatka. (Quelle ORF)

KOMMENTAR: Unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung müssen wir verteidigen. Der Angriff auf diese Grundordnung kann nicht mit Toleranz begegnet werden.
Entschlossenheit und Härte sind gefragt. 

Samstag, 17. Januar 2015

WInter Comeback

Nach den lauen Tagen - 
heute die Wanderung 
im verschneiten Wald

"Lügenpresse"

Das Unwort "Lügenpresse" diente schon im Krieg als Kampfbegriff zur Diffamierung unabhängiger Medien.

Doch sind Lügen in der Presse nicht nur  Hirngespinste der Pegida Anhänger, welche sich an der Berichterstattung über die Demonstrationen ärgerten. Was generell gesagt werden kann: Es gibt  tatsächlich auch Lügen bei Berichterstattungen. In Wort und Bild.

(Aus Spiegel)

Bei der jüngsten Demonstration in Paris war die Wirkung der Bilder - übrigens auch für deutsche Medienmacher - manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität".
Daran knüpften weitere Medienkritiker an. Die französische Tageszeitung "Le Monde", so der Blogger Stefan Niggemeier, habe gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs beim großen "Republikanischen Marsch" in Paris den Zug gar nicht angeführt hätten, wie man es aufgrund der Berichte und Bilder in vielen deutschen Medien glauben mochte. Sie waren nicht wirklich Teil der Menschenmenge; vor und hinter ihnen war die Straße offenbar abgesperrt.
Politiker bei Pariser Gedenkmarsch: Von der Menge getrennt Zur Großansicht
AFP
Politiker bei Pariser Gedenkmarsch: Von der Menge getrennt
Niggemeier: "Ich kann verstehen, dass Menschen das ärgert, wenn sie das erfahren. Wenn sie Grund haben anzunehmen, dass Journalisten ihnen etwas vormachen und Komplizen bei einer Inszenierung sind, anstatt diese Inszenierung kenntlich zu machen." Denn es sei nicht "die Aufgabe von Journalisten, den Aufmarsch von mehreren Dutzend Staats- und Regierungschefs durch eine geschickte Wahl der Perspektive besonders eindrucksvoll wirken zu lassen. Die 'Tageschau' und andere Medien hätten uns über die genauen Umstände der versendeten Bilder informieren müssen."
ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke platzte daraufhin der Kragen: Der Vorwurf der Inszenierung sei eine "wilde Verschwörungstheorie" und "kompletter Unfug". Später bedauerte er seine Wortwahl, blieb in der Sache aber hart.

Die Diskussion über diesen Punkt hält noch an.
Mit Merkel - ohne Merkel
Währenddessen ergaben sich weitere Merkwürdigkeiten bei der Berichterstattung über den Pariser Trauermarsch: "Zeitungen strenggläubiger Juden", so lasen wir zum Beispiel in der "FAZ", zeigten keine Fotos von Frauen. Sie halten solche Aufnahmen für unzüchtig. Deshalb sahen sich "zwei ultraorthodoxe Zeitungen" veranlasst, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wegzuretuschieren. "Statt Angela Merkel lief nun der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas neben dem französischen Staatschef Francois Hollande."
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GPO/ Haim Zach
So erschien dieselbe Aufnahme in der ultraorthodoxen Zeitung "Hamodia" (Der Verkünder), Auflage 25.000:
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The Announcer
Beispiele manipulierter Pressebilder zu finden, ist nicht schwer. Vieles ist eher kosmetisch - etwa, wenn man Bilder aus Bayreuth zwar nicht um die Kanzlerin, aber um deren Schwitzflecken bereinigt. Auch die "taz" gerät zuweilen in Manipulationsverdacht. Als etwa der 20-jährige Jonny K von einer Gruppe junger Männer mitten in Berlin totgeprügelt wurde, berichteten viele Medien, die Täter hätten ein "südländisches Aussehen" gehabt.
In der "taz" fehlt dieser Hinweis. Die Staatsanwaltschaft aber hatte tatsächlich "Hinweise auf eine vermutlich türkische Herkunft der Täter". Ist es diskriminierend, gar rassistisch, diesen Umstand zu erwähnen, fragte sich die "taz" später selbstkritisch. Und antwortete: "Besser: Man sagt, wie es ist."
Alle geschilderten Fälle haben eines gemeinsam: Sie kamen ans Licht und wurden dann - oft kontrovers - diskutiert, eingeordnet und wenn nötig richtiggestellt, und zwar, das ist unser Argument, von unseren Medien selbst - zu denen im Übrigen nicht nur "Tagesschau", "taz" oder SPIEGEL, sondern natürlich auch Blogger und Publizisten zählen.


KOMMENTAR: Die Fälle machen  deutlich, dass zwar Medien Lügen verbreiten können, es anderseis auch die Medien sind, die selbstkritisch erkannte Lügen transparent machen und nachträglich meist entlarven.
Die Wächterfunktion der Presse in einer offenen Gesellschaft liegt nicht darin, dass jede Meldung eines jeden Blattes immer richtig und sachgerecht verfasst wird. Subjektive Wahrnehmungen und Verzerrungen, auch Lügen und Manipulationen können in Medien auch künftig immer wieder vorkommen. In totalitären  Staaten jedoch viel mehr.
Das Prinzip der Pressefreiheit gründet  auf der Überzeugung, dass eine freie Berichterstattung die beste Garantie dafür bietet, dass die Wahrheit am Ende doch noch herausgebracht wird. Die lieben Kollegen sorgen meist rasch dafür, dass kleinste Fehler genüsslich und hochtrabend gezeigt werden, ganz so, wie wir es jetzt bei den aktuellen manipulierten Fotos erlebt haben.
Uebrigens wurden auch in der Presse im nahen Osten alle Frauen beim Trauermarsch wegretuschiert.



 Auch unsere Bundespräsidentin. 

Somit könntenwir an Stelle des Wortes "Lügenpresse" einfach  "Die Lügen der Presse" schreiben.

LINKS:
Oft ist man sich nicht bewusst, wie leicht heute Bilder manipuliert werden können. Wir sammeln hier Beispiele, wo Bildmanipulationen Schlagzeilen gemacht ...
www.rhetorik.ch/Bildmanipulation/Bildmanipulation.html