Donnerstag, 1. Januar 2015

Dieses Jahr sitzt der Bundesrat




KOMMENTAR ZUR NEUEN BUNDESRATSFOTO

Bundesratsfoto 2015: Die Komposition geht auf den Wunsch von Bundespräsidentin Sommaruga zurück. play Bundesratsfoto 2015: Die Kompositiongeht auf den Wunsch vonBundespräsidentin Sommaruga zurück.
(Bundeskanzlei/Christian Grund, Maurice Haas)
   Seit Jahren habe ich nach Neujahr das Portrait des neuen Bundesrates analysiert und kommentiert.Bei jeder Analyse eines Bildes  müssen wir zuerst das Bild genau beschreiben und können hernach in einem Kommentar Schlüsse oder Hypothesen daraus ziehen.  Beschreibung____________  Beim neuen Gruppenbild mit Früchteschale - es wurde von der neuen Bundespräsidentin arrangiert - sitzen alle um einen länglichen Holztisch. Im Hintergrund führen drei Zweiergruppen Dialoge. Links lachen Eveline Widmer- Schlumpf und Didier Burkhalter. Im Hintergrund in der Mitte diskutieren Ueli Maurer und Doris Leuthard. Beide haben die Hände unter dem Tisch. Die Energieministerin lacht. Allain Berset - hinten rechts - führt einen Dialog mit  Bundeskanzlerin Corina Casanova.Vorne dominiert rechts  die neue Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und links der Vizepräsident Johann Schneider Ammann. Sie sitzen sich gegenüber und blicken als einzige zur Kamera, sie sprechen  nicht miteinander.Auf dem Tisch stehen zwei Karaffen, gefüllt mit Wasser und mehrere Espresso Tässchen.In der Früchteschale auf dem Holztisch erkennen wir unter verschiedenen Früchten Aepfel und Birnen.Die Aufnahme setzt sich von den bisherigen Aufnahmen deutlich ab. Bisher blickten alle meist in die Kamera oder in eine bestimmte Richtung. Dieses Jahr simuliert die Aufnahme einen Schnappschuss, so wie es am Rande eine Bundesratssitzung hätte sein können.Die Mitglieder sind statusgemäss gekleidet. Alle Herren tragen Kravatten. Sie sind durchwegs dunkel gekleidet. Die rote Farbe der Kravatte von Allain Berset fällt lediglich auf.Die Damen tragen dezente Farben und bei allen ist eine Halskette erkennbar.Der Raum mit dem Holzboden, dem Holztisch und dem Holztäfer wirkt warm und gemütlich.Die hellen Vorhänge mit dem grossen Fenster und dem Blick ins Freie erhellen den Raum. In der hinteren Ecke links fällt ein altes Telefon mit Wählscheibe auf.  Absicht der Macher________________  Laut Bundeskanzlei will das Foto den Bundesrat in einem informellen Moment am Rande einer Bundesratssitzung zeigen. Es soll die «gelebte Konkordanz» 
in Szene setzen. Diese sei die Grundlage 
dafür, dass ein parteiübergreifend 
zusammengesetztes Gremium 
mehrheitsfähige Lösungen finde.

Interpretation:
____________

Jede Aussage kann bösartig und 
negativ interpretiert werden. 
Anstatt den dialogischen Bundesrat 
zu sehen, den die Bundespräsidentin 
darstellen wollte, könnte man sagen:
Unser Bundesrat ist ein Kaffeekränzchen 
und zerredet alles anstatt Entscheide 
zu fällen.
Bei den Wasserkaraffen ist es nicht 
möglich zu unterstellen: Der Bundesrat 
predigt Wasser und trinkt Wein.
Bundesrat Berset bekennt mit seiner 
roten Kravatte Farbe (Farbe der SP 
oder ist es eine Warnfarbe?)
Ob die Bundespräsidentin mit dem 
Vizepräsidenten tatsächlich mit dem 
Blick in die Kamera den Kontakt mit 
dem Volk 2015 vermehrt aufnehmen 
wollen?
Welche Trümpfe haben wohl 
Doris Leuthard und Ueli Maurer 
hinsichtlich Energiewende und 
Flugzeugbeschaffung unter dem 
Tisch verborgen in der Hand?
Das alte Telefon könnte bewusst 
machen, dass der neue  Bundesrat 
auch noch Sinn hat für traditionelle 
Werte.
Für mich strahlt diese Aufnahme 
viel Positives aus:
Ich finde diese Foto als eine der 
besten Portraits!
Wir haben einen Bundesrat, der 
gesund lebt (er liebt Obst und Wasser).
Sie reden wieder miteinander.
Der neue Bundesrat weiss, wie 
wichtig Denkpausen sind.
Dialoge werden künftig gross 
geschrieben (war leider nicht immer so).
Das Kommunikationsklima auf der 
Foto verspricht somit viel Gutes.

_____________



   Uebrigens: 


60'000 Stück gedruckt

Die Komposition geht auf den Wunsch 
von Bundespräsidentin Sommaruga zurück. 
 Realisiert wurde das Bundesratsfoto 2015 
von den Fotografen Christian Grund und
 Maurice Haas.
Das Bundesratsfoto mit dem Gruppenbild 
auf der Vorder- und den Einzelporträts 
auf der Rückseite wurde in einer Auflage 
von 60'000 Stück gedruckt. Es liegt in 
allen Logen des Bundeshauses und im 
Polit-Forum Käfigturm in Bern auf. 
Das Bild kann über www.admin.ch 
auch gratis bestellt oder 
heruntergeladen werden. (bau/SDA)
 

Was sagen Sie zu dieser Sexgeschichte, Herr Knill?

Weil ich in meinem Blog die Boulevardstory von zwei Politikern nicht kommentiert hatte, fragte mich ein Journalist gestern in einem  privaten Gespräch, was ich zu folgender Geschichte sage:

Damit die Leser wissen, um was es geht, zitiere ich vor meiner Antwort Watson:

Protokoll einer Sex-Affäre

Die neu gewählten Zuger Kantonsräte Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann hatten Sex – davon kann man inzwischen ausgehen. Doch unter welchen Umständen, ist alles andere als klar.

Begann das Techtelmechtel schon vorher?

Gemäss «Zentralschweiz am Sonntag» hat der verhängnisvolle Abend eine Vorgeschichte: SVP-Kantonalpräsident Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin, die Co-Präsidentin der kantonalen Grünen, sollen sich am 18. Dezember an einer Feier am Abend nach der konstituierenden Sitzung des Kantonsrats nähergekommen sein. Die Zeitung beruft sich auf namentlich nicht genannte Kantonsräte.

Das mutmassliche Opfer Jolanda Spiess-Hegglin. Bild: Grüne Zug

Spiess-Hegglin widerspricht dieser Darstellung vehement. Über ihren Sprecher lässt sie mitteilen, sie habe «keine Sekunde an der Feier mit dem neu gewählten Kantonspräsidenten in Walchwil verbracht». Um die Vorwürfe zu entkräften, veröffentlichte die 34-Jährige ein detailiertes Protokoll vom 18. Dezember.
Darin steht, Spiess-Hegglin habe ab 17:45 Uhr in mehreren Läden erfolglos nach frischen Schwarzwurzeln gesucht und sich schliesslich mit einer Konservendose abgefunden. Danach habe sie mit den drei Kindern gespielt, und mit ihrem Mann gekocht («Test-Kochen einer Schwarzwurzelcreme-Suppe in Hinblick auf den Heiligabend») und ab 21.30 schliesslich eine «Tatort»-Folge ab Festplattenrekorder geschaut.


Der Beschuldigte Markus Hürlimann. Bild: PD

Was geschah am 20. Dezember?

Alles deutet darauf hin, dass Markus Hürlimann und Jolanda Spiess in dieser Nacht Sex hatten. «Einvernehmlich», sagt Hürlimann, Spiess-Hegglin kann sich an nichts erinnern und vermutet, dass K.o.-Tropfen im Spiel waren. Ärzte im Spital stellten Verletzungen im Intimbereich fest.

16.30 Uhr: Die Feier beginnt 

Auf dem Landsgemeindeplatz in Zug beginnt das Fest für den neuen Landammann Heinz Tännler. Die Stadt offeriert dem Volk Risotto, Würste, Getränke und Musik.

18.30 Uhr: Geladene Gesellschaft auf den Schiffen 

Der zweite Teil des Abends ist geladenen Gästen vorbehalten: Auf den Schiffen «Zug» und «Rigi», die an der Anlegestelle beim Landsgemeindeplatz liegen, gibt es ein Speisebuffet und Alkohol. 
Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin kleben «den halben Abend aneinander wie zwei frisch Verliebte», schreibt der Reporter der «Neuen Luzerner Zeitung». Spiess-Hegglin bestreitet diese Darstellung.
Ein Bild der Zeitung zeigt die beiden mit halbleeren Rotweingläsern, Hürlimann legt der 34-Jährigen seinen Arm auf den Rücken.

23.00 Uhr: Das Fest neigt sich dem Ende zu 

Viele Teilnehmer verlassen die Schiffe und machen sich auf den Heimweg. Gemäss der «Neuen Luzerner Zeitung» bleiben noch rund 50 Gäste übrig.

23.45 Uhr: Spiess-Hegglins Filmriss

Auf Facebook schreibt Jolanda Spiess-Heglin, sie habe an der Feier nur mässig Alkohol getrunken, dafür gebe es genug Zeugen. Und: «Ab 23.45 Uhr habe ich keine Erinnerung mehr.»

So wirken K.o.-Tropfen

Die erste Wirkung von K.o.-Tropfen setzt 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme ein. Erst wird dem Opfer übel und schwindlig. Zunächst können die Substanzen euphorisierend und enthemmend wirken. Betroffene berichten, dass sie zunächst ungebremst flirteten oder massiv auf ihre Begleitperson eingeredet haben. Für Aussenstehende wirken die Betroffenen höchstens etwas angetrunken oder teilnahmslos. Jedoch schon vor einer Bewusstlosigkeit sind Opfer unter diesen Substanzen praktisch willenlos und leicht manipulierbar. Rückwirkend können sie sich an diesen Wachzustand nicht mehr erinnern. Beim Aufwachen fühlen sich die Betroffenen oft völlig matt und stehen immer noch neben sich. (rey)

Quelle: K.-o.-Tropfen Nein Danke

0.45 Uhr: «Absacker» an der Bar 

Die 50 übriggebliebenen Gäste verlassen die Schiffe und begeben sich an die offerierte «Verlängerung» in die Bar eines Zuger Restaurants – unter ihnen auch Hürlimann und Spiess-Hegglin.
Laut Zeugenaussagen gehen die beiden vom Parterre hoch in Richtung Toilette, die sich zwei Etagen höher befindet. Gäste, die die Toilette aufsuchen, wollen sie dort knutschend gesehen haben. 
Auf dieser Etage befindet sich auch ein Zimmer, wo es zum Sex kommt. Ein Politiker soll die beiden in flagranti erwischt haben.

2.00 Uhr: Ende der Party

Die letzten Gäste verlassen die Bar. Zu dem Zeitpunkt ist nur eine Person «offensichtlich stark angetrunken», berichtet die «Neue Luzerner Zeitung», sie habe jedoch nichts mit der Affäre zu tun.
Jolanda Spiess-Hegglin weiss nicht, wie sie in der Nacht nach Hause gekommen ist. Ihr Mann, der dort auf sie wartete, erlebte sie «irgendwie neben sich stehend», schreibt der SonntagsBlick.

Sonntagmorgen: Blackout und Unterleibsschmerzen

Jolanda Spiess-Hegglin wacht mit Unterleibsschmerzen auf und kann sich nicht an den Vorabend erinnern. Sie hat gemäss eigenen Angaben einen klaren Kopf und keinen Kater – sie habe nicht zu viel getrunken.
Zur Untersuchung fährt sie ins Kantonsspital Zug, wo Blut- und Urintestst gemacht werden. Die Resultate der Analyse werden auf Mitte Januar erwartet.

Anfang Woche: Hürlimann wird verhaftet

Nach der Untersuchung im Kantonsspital schaltet sich die Polizei ein. Sie ermittelt wegen eines Delikts gegen die sexuelle Integrität. Markus Hürlimann, für den die Unschuldsvermutung gilt, wird für eine Nacht in Haft genommen. Er gibt die Parteileitung vorübergehend ab.

MEINE ANTWORT:
Diese Geschichte hat ideale Voraussetzungen für die Boulevardmedien.
 Es geht 
- um bekannte Persönlichkeiten
- um einen angeblichen Skandal
- um Sex
- um Emotionen
Die Regenbogenpresse lebt von Tränen, Blut, Sex, Sperma.

Die Schuldfrage ist immer noch völlig offen bei diesem Fall:
Der Mann? Die Frau? Beide?

Weil der Sachverhalt noch nicht geklärt ist, kommt es zwangsläufig zu Vermutungen, Gerüchten
und zu einer Skandalisierung.
Waren k.o. Tropfen im Spiel?
Für Betroffene sind solche Geschichten keine Bagatelle. Selbst wenn die Unschuld bewiesen werden kann, bleibt nachher immer etwas hängen.
Die Fortsetzungsgeschichte ist jedenfalls programmiert.




Fortsetzungsgeschichte:
  Neue Luzerner Zeitung Online, 28.12.2014

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/video/news/sts621,4555
Patrick Senn, Mediensprecher von Jolanda Spiess-Hegglin, nimmt Stellung
Jolanda Spiess-Hegglin nimmt über ihren Mediensprecher Patrick Senn Stellung zur Zuger Sexaffäre.


Zuger Sex-Affäre: Keine K.-o.-Tropfen nachgewiesen

swissinfo.ch - ‎vor 2 Stunden‎
In den Proben der Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin sind keine K.-o.-Tropfen nachgewiesen worden. Die Zuger Staatsanwaltschaft teilte am Montag mit, Blut und Urin der 34-Jährigen seien frei von jeglichen Substanzen gewesen. Das bedeutet ...

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ich wünsche allen Lesern viel gefreute Tage im 2015.

 


Worte zum NEUEN Jahr:

von Peter Rosegger
 
Gedicht zum Neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Haß,
Ein bißchen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh',
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du,
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut

Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!
Kein Trübsal und Dunkel, ein bißchen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern - da blüh'n sie zu spät!

Der Wert von Praktika

Es lohnt sich langfristig,

zu ungewöhnlich bescheiden 

Ansätzen zu assistieren.

Es gab Lernende, die sogar gratis bei einem Meister gearbeitet hatten, um von dessen Erfahrung zu profitieren.

Wenn ein Koch seine Künste bei einem bekannten "Meister der Küche" arbeiten durfte, musste er früher noch froh sein, dass er für diese Zusatzausbildung nicht noch bezahlen musste.

Dank meiner Gratis-Assistenz bei einem Phoniater konnte ich auch meine Kompetenz im Bereich Stimmanalyse zusätzlich erweitern und profitiere heute noch von diesem Praktikum.

Auch bei einem Medientrainer assistierte ich längere Zeit gratis.

Mein Lohn war das Erwerben des Handwerks professioneller Arbeit mit Erwachsenen. Noch heute profitiere ich von diesen Lehrjahren. 

Mein Gratiseinsatz hatte sich somit im Nachhinein mehr als gelohnt.

Leider wird der Gedanke von Lehrjahren bei einem "Meister des Fachs" klein geschrieben. Hochschulabsolventen erwarten sofort eine hohe Entschädigung - und zwar subito!

Ob die Forderung von Mindestlöhnen der richtige Weg ist?

 Ich zitiere:

 

Unterbezahlt und überqualifiziert

Den Mindestlohn für Praktikanten fordert derzeit die britische Labour-Partei. Auch in der Schweiz arbeiten noch immer viele junge Leute für sehr geringes Gehalt. Der Berufseinstieg ist zäh.

Der Arbeitsmarkt profitiert von Studierenden.
Der Arbeitsmarkt profitiert von Studierenden.












Unbezahlte Praktika, die länger als vier Wochen dauern, sollen verboten werden und Praktikanten den landesüblichen Mindestlohn erhalten. So lauten die aktuellen Forderungen der britischen Labour-Partei.
Ähnliche Bestimmungen fehlen auch in der Schweiz. Immer wieder und schon lange ist die Rede von der «Generation Praktikum»: Gemeint sind Hochschulabgänger und Uniabsolventen, die sich von einer Praktikumsstelle zur nächsten hangeln, unterbezahlt und überqualifiziert.
Privileg Praktikum
Unternehmen hingegen preisen ein ausgeschriebenes Praktikum etwa als «einzigartige Chance» an: Um «wertvolle Einblicke» und «wichtige Erfahrungen» wird der Bewerber im Nachhinein reicher sein, wie es zum Beispiel im Stellenbeschrieb heisst. Andere Praktika kann man gewinnen, etwa, wenn man in einem Wettbewerb als besonders talentiert heraussticht.
Die Möglichkeit, während einiger Monate einen Betrieb kennen zu lernen, ist ein grosses Privileg, so die Botschaft. Was die Verfasser der Angebote aber oftmals verschweigen und stattdessen mit zynisch anmutenden Formulierungen schönreden, ist: Junge Leute leisten im Rahmen eines Praktikums nicht selten überdurchschnittlich viel im Verhältnis zu ihrem sehr geringen Lohn. «Gerade im Bereich der Sozialarbeit, etwa in Kitas, gibt es viele Fälle von jungen Leuten, die auf eine Lehrstelle hoffen und stattdessen ein bis zwei Jahre als Praktikanten arbeiten», sagt Véronique Polito, Zentralsekretärin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. «Sie verdienen dort manchmal knapp 400 Franken im Monat, machen aber denselben Job wie eine festangestellte Person.»
Ausbildung als Ziel
Spricht man von Praktikumsstellen, gilt es zu unterscheiden zwischen jenen, die im Rahmen eines Bildungsganges geleistet werden, und solchen, die der freie Markt anbietet. «Das Ziel eines Praktikums sollte klar die Ausbildung sein», sagt Polito. «Wir beobachten aber, wie sich der Fokus davon wegbewegt.» Eine Folge davon sind Fälle von Lohndumping: «In Genf stellte eine NGO-Firma fast nur Praktikanten an. Diese arbeiteten unter prekären Lohnbedingungen, machten aber die Arbeit von normalen Angestellten.»
Der Arbeitsmarkt profitiere vor allem von Leuten, die sich lange in einer Ausbildung befinden, etwa Studenten. «Diese sammeln oft schon während ihres Studiums Berufserfahrung. Nach ihrem Abschluss müssen sie aber schon wieder ein Praktikum leisten. Denn die Anforderungen auf dem Berufsmarkt sind gestiegen, es wird heute allgemein mehr Erfahrung verlangt.»
Schwierigkeiten bei der Stellensuche
Der prozentuale Anteil von Uniabsolventen, die ein Jahr nach ihrem Abschluss als Praktikanten arbeiten, nimmt laut einer Erhebung des Bundesamts für Statistik stetig leicht zu. Markanter angestiegen ist der Anteil von Studienabgängern, die auf Stellensuche nach eigener Einschätzung auf Schwierigkeiten gestossen sind. Diese Entwicklung bestätigt auch das Berufseinstiegsbarometer der Universität Zürich: Berufseinsteiger seien heute vermehrt gefährdet, arbeitslos zu werden, da sich die Jobsuche für sie als schwierig erweist, heisst es da. Also greift man auf Praktikumsstellen zurück. Besser als nichts.
 (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

KOMMENTAR:
Für Akademiker, die keine Stelle finden, ist das Praktikum eine gute Lösung, praktische Erfahrung zu sammeln. Verschiedene Jugendliche, die ich beraten durfte, hatten sogar dank solcher Praktika eine definitive Stelle bekommen. Die Firma hatte den Praktikanten während seiner Tätigkeit eingehender kennengelernt und erkannt, welche  Qualitäten in ihm stecken und gesehen, dass sie diese Stärken  für sich nutzen können.
Mit einem vorgeschriebenen Lohn verbaut die Gewerkschaft vielen Stellensuchenden eine wertvolle Chance, selbst den Weg zur  eigenen Karriere zu pflastern.
Was die Gewerkschaften zudem vergessen:
Nicht nur der Arbeitsmarkt profitiert von Studierenden. Auch die Studierenden profitieren von den angebotenen Praktika.

















Dienstag, 30. Dezember 2014

Vom Ehrgeiz alles 100 Prozent richtig zu machen

Die Perfektionismusfalle

Es ist zwar kein schlechter Ratgeber, wenn wir alles, was wir tun, stets mit vollem Einsatz tun und
uns bemühen bei unseren Tätigkeiten 100 prozentig präsent zu sein.
Was aber nicht heissen will, dass alles perfekt sein muss.

Ich hatte  im Dezember eine Coachée, die war Opfer der Perfektionismusfalle.

Sie stellte an sich so hohe Anforderungen, dass sie unter ihnen dermassen litt, dass sie die Leistung  beeinträchtigte. Das Vorstellungsgespräch scheiterte jedenfalls.
Nun bin ich daran, die Person von ihrem Bremsklotz "Ich muss perfekt sein!" zu befreien. Bis jetzt dominierte der Gedanke:
"Nur die perfekte Leistung zählt, sonst bin ich schlecht".
Ich versuchte vor Wochen noch im Jahre 2014 bewusst zu machen, dass
- Fehler  erlaubt sind
- Und ich mich nicht mit anderen vergleichen muss
- Gedanken wie "Ich muss..." "Ich sollte..." 

Nun habe ich dieser Person gedankliche Anker gesetzt und rechne mit einem Erfolg.
Vor einigen Wochen gelang es mir in einem anderen Fall den Manager  mit  gezielten Leitsätzen vom Laster Perfektion befreien zu können.
Wenn Sie sich für meine Methode interessieren, wenden Sie sich an K+K und vereinbaren Sie mit mir einen Termin. 

    

LINK:

30. Sept. 2010 ... Der Hang zum Perfektionismus wird ihnen dann - vor allem bei Medienauftritten - zum Stolperstein. Die Denkfalle Perfektionismus lähmt und ...
www.rhetorik.ch/Perfektionismus/Perfektionismus.

Montag, 29. Dezember 2014

Heute erneut: EIne traumhaftes WInterwunderlandschaft

Kalte Finger nimmt man im Kauf,
wenn sich die Augen an den Winter-
Wunderland - Bildern erfreuen können.

 

Sind Lernprozesse mit Menschen effizienter?

Immer mehr Studenten wählen den Weg über das Fernstudium

Der Rektor der ETH hat Bedenken.
Ich zitiere:

Kein «echtes Lernen» mit Online-Fernkursen

Studieren per Fernkurs: Der neue ETH-Präsident Lino Guzella hält nicht viel von der Ausbildung via Internet. Er sieht sie nur als Ergänzung.

storybild
Der neue ETH Rektor findet Online-Lernkurse: «Sinnvoll, 
aber nicht alleinseligmachend.»

Der neue ETH-Präsident hält nicht viel von den boomenden Online-Fernkursen, die immer mehr Hochschulen weltweit anbieten. Diese Kurse seien sinnvoll, aber nur als Ergänzung, sagt Lino Guzella in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Das Entscheidende beim Lernen sei der Austausch.
Die Online-Kurse seien eine Facette in der Entwicklung hin zu einer besseren Lehre, sagt der ETH-Präsident im Interview. «Sie sind sinnvoll, aber nicht alleinseligmachend.» Guzella sieht die Kurse vor allem «als Ergänzung.» Das Entscheidende beim Lernen sei der Austausch. So lerne man richtig, und nicht indem man etwas auf einem Bildschirm sehe.

Direkter Kontakt mit Menschen wichtig

«Wir wollen die Studierenden zu selbstständigen, kritischen und kreativ denkenden Menschen anleiten.» Die ETH wolle nicht Menschen ausbilden, die bestehendes Wissen wiedergäben, sondern solche, die neues schaffen könnten. Dieses «echte Lernen» finde nicht im Internet statt, sondern über den direkten Kontakt mit Menschen.
Die so genannten MOOC, Akronym für «Massive Open Online Courses», begannen ihren Aufschwung im Jahr 2011 in den USA, von wo sie nach Europa herüberschwappten. Die ETH Lausanne war eine der ersten europäischen Hochschulen, die sie anbot. Heute können an der EPFL 20 MOOC belegt werden, Dutzende weitere sind in Vorbereitung.
Auch andere Schweizer Hochschulen testen diese neue Lehrmethode, die Videos, Texte und Übungen flexibel einsetzt und mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann. Die ETH Zürich hat bisher vier MOOC für ein globales Publikum produziert. Die Universität Zürich bot bisher einen Kurs pro Jahr an.

Zulassungsbeschränkung für ausländische Studierende

Der 57-jährige Guzella ist seit 2002 Rektor der ETH Zürich. Am 1. Januar 2015 übernimmt er das Amt des Präsidenten und wird damit oberste Führungsperson der Hochschule. Als diese warnt Guzella im Interview vor einem grenzenlosen Wachstum der Studierendenzahlen und befürwortet eine Regulierung der ausländischen Studierenden.
85 Prozent der Bachelor-Studierenden an der ETH hätten eine Schweizer Matura, sagt der ETH-Präsident. «Und das ist richtig so.» Man wolle den Bezug zur Schweiz nicht verlieren und den Ausbildungsauftrag ernst nehmen. «Deshalb haben wir die Möglichkeit einer Beschränkung verlangt.»
Falls einmal viel mehr Ausländer an der ETH studieren wollten, müsse die ETH ein Instrument haben zur Regulierung. «Wir müssen dabei sein im internationalen Wettbewerb, wollen aber nicht blind wachsen», sagt der ETH-Präsident.
(sda)
KOMMENTAR:
Schon heute  nehmen viele Studenten nicht an der Vorlesung teil. Sie lesen Bücher, anstatt die Vorlesung zu besuchen. Ich habe immer wieder gehört, die Unis wollten lediglich die Studenten vom freien Lernen abhalten. Manche Professoren hätten leider noch nicht gemerkt, dass ihr Wissen zum Teil bereits veraltet ist.
Dennoch zeigt sich in der Praxis:
Fernkurse sind nicht für alle geeignet.
Bei den technischen Fächern ist es ziemlich schwierig online zu studieren und die Laborübungen für den Praxisbezug fehlen bei Fernkursen ganz.

Persönlich habe ich festgestellt, dass die  Präsenz bei Lernprozessen hilfreich ist.
Der direkte Austausch hat viele Vorteile. Der direkte Kontakt mit Menschen kann  nicht durch einen Bildschirm  ersetzt werden.
Ich gehe mit dem Rektor der ETH insoweit einig: 
Wenn die Studierenden zu selbstständigen, kritischen und kreativ denkenden Menschen angeleitet werden sollten und die Hochschule nicht nur Menschen ausbilden sollte, die nur bestehendes Wissen wiedergibt, so ist dieses Ziel nicht mit Fernkursen zu erreichen. Die Hochschule muss Menschen heranbilden, die Neues schaffen können. Und dieses «echte Lernen» kann nicht im Internet stattfinden.
Somit bleiben Fernkurse tatsächlich nur eine Ergänzung.

In der Praxis stelle ich heute fest, dass Jugendliche zwar das Google-wissen rasch abrufen  können.
Das führt oft zu einer Fehleinschätzung. Die Studenten glauben, es genüge im Studium, nur bestehendes Wissen abrufen zu können.
Leider genügt das heute nicht. Im Alltag gilt es, das Wissen zu verknüpfen.