Freitag, 19. Dezember 2014

Blick TV-Checker Padrutt bricht für Schawi eine Lanze und erntet dafür Häme

Blick:


Ein Kommentator vertritt die Meinung, dass Schawi als Moderator das Recht hat, seine Empörung zu zeigen. 

Ich zitiere:
Schawi warf er einmal das Psycho-Buch der Autorin Catherine Herriger auf Tele 24 durchs Studio. Auch hier folgte Schawinski seinem inneren Antrieb, das Richtige zu tun. Natürlich schmeisst man keine Bücher durchs Studio, aber es gibt Momente, in denen man es tun muss.

Der Moderator muss einen Standpunkt vertreten

Es gibt nichts Schlimmeres als Talkshows, in denen der Moderator keinen Standpunkt hat. Sendungen, in denen Gastgeber langweilige Fragen ab Kärtchen ablesen. Wenn palavert, aber nie widersprochen wird. Und Gäste Plattformen bekommen, die sie nicht verdienen. Beim «Club» von SRF kracht es generell zu wenig. Man spürt schlicht keine Haltung.
Man kann über Schawinski sagen, was man will. Mit fast 70 denkt keiner so schnell, handelt keiner so impulsiv beim Schweizer Fernsehen. Er macht eine spannende Sendung, bei der man immer hängen bleibt.


  
KOMMENTAR: Ich bin da anderer Meinung: Ein Moderator kämpft nicht für SEINE Meinung. Er darf sich auch nie durch einen Quärulanten nie lassen und die Beherrschung verlieren.
Der Ausbruch Schawinskis hatte immerhin einen ungeahnten Einfluss auf die "Einschaltquote", vor allem auf den nachträgliche Zugriff im Netz. Es kam bereit zu einer Traumquote von über  einer halben Million  Besucher. Das bestätigt, dass EMOTIONEN eine enorme Wirkung haben. Es wäre schön  wenn der ganze Medienhype nachträglich Diskussionen über ernsthafte Probleme fremder Religionen auslöst.  Nurder BLICK scoss sich vor allem  Thiel ein. Er sei brandgefährlich und die Kulturschaffenden der Schweiz werden kritisiert, weil sie sich nicht einhellig gegen Thiel solidarisieren.

Padrutt, der einer der wenigen, der für Schawi eine Lanze bricht, kommt aber selbst in den Kommentaren im Blick mehrheitlich schlecht weg (Siehe unten). Für die Konsumenten hat bei der aus dem Ruder gelaufenen Sendung Schawinski versagt. Analysen beweisen nun, dass tatsächlich Schawinski mehr unterbrochen hatte und als Befrager eindeutig länger sprach als sein "Gast".

Analyse Schawinski vs. Thiel – die Fakten Doch wer redete tatsächlich mehr? Wer unterbrach öfters? Wer schimpfte häufiger?
 
Bei meinen Analysen interessiert mich immer die Wirkung einer Persönlichkeit beim Adressaten. Mich interessiert, weshalb jemand aneckt oder überzeugt.
Bei dieser Eklat am Schweizer Fernsehenlohnt sich, zu ergründen, weshalb Vollprofi Schawinski so schlecht wegkommt.
Die Geschichte hat ist noch lange nicht abgeschlossen.
Bereits sind sieben Beschwerden gegen den  Moderator eingereicht worden, der die Nerven verloren hatte.
 


Beliebteste Kommentare

  • Roland  Egger
      Gratuliere, Herr Padrutt! Ganz toll, wenn sich immer mehr Terroristen auf das gewaltverherrlichende und zur Gewalt aufrufende Buch namens "Koran" stützen. Dass nämlich unter anderem darin mehrfach geschrieben steht, "Ungläubige" seien zu verfolgen und zu töten, wo immer man ihrer habhaft werde, schleckt keine Geiss weg und kann auch nicht anders interpretiert werden.
    • Willi  Meier-Jucker
        Herr Padrutt bezieht Position.Mit Sätzen wie-das ist nicht immer falsch,aber auch nicht immer richtig.Es gibt auch keine Momente in denen man Bücher durchs Studio schmeissen muss.Müssen sowieso nicht.Oder dann im Zimmer daheim.Ich kenne Herr Padrutt nicht,aber er soll mal einzelne Passagen aus dem Koran lesen-dann weiss er ,dass der Koran nur für Muslime heilig ist.Aber sicher nicht für Christen.Herr Padrutt schreibt viel-aber was.Ich meine es ist nicht nichts was er sagt-aber Nonsens alleweil.

      Alle Kommentare (41)

      • Daniel  Blumberg , Zürich , via Facebook
        Herr Padrutt. Ich glaube wir haben nicht die gleiche Sendung gesehen. Derjenige, der nicht wirklich über den Koran diskutieren wollte war wohl eher Herr Schawinski. Er hatte ein Thiel-Bashing vorbereitet und wollte das unbedingt durchziehen. Auf die eigentliche Thematik hat er sich mehrfach nicht eingelassen. Ich glaube nicht, dass Sie das Verhalten von Herrn Schwawinski bei anderen Talkmastern hätten durchgehen lassen. Die Sendung ist ohnehin eine gebührenfinanzierte Selbstdarstellung.
      • Gardin  Roberto
        Es ist einfach nur peinlich, wie Herr Padrutt versucht, die charakterlichen Schwächen von Herr Schawinski schönzureden...
      • Ernst  Dittmar , Adliswil
        Ich beurteile hier nicht die Ansichten bezüglich Islam, sondern rein formal die Gesprächsführung von Roger Schawinski. Dass er als Gesprächsleiter die Aussagen des Gastes bewertet, als ob jener ein kleiner Schuljunge wäre, ist ein absolutes no go. So etwas darf einen Profi unter gar keinen Umstäden passieren. Bewerten ist nicht dasselbe wie provozieren oder hinterfragen. Schawinski hatte absolut dilletantisch agiert. Ich möchte den Billag-subventionierten Schawinski am TV nicht mehr sehen.
      • Beat  Huggenberger
        Herr Padrutt, Sie haben die grundlegende Funktion eines Moderators nicht verstanden. Es kommt vom lateinischen moderare, was soviel wie mässigen heisst. Also genau das Gegenteil von dem, was Sie einem Moderator zuschreiben. Er soll eben nicht eine Position beziehen, sondern vermitteln, motivieren und mässigen.
        • heute, 01:37 Uhr
        • 977
        • 44

      Zum Phänomen PEGIDA

      PEGIDA heisst:
      "Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes"

       

      Seit Wochen wachsen die PEDIGA Anhänger in Deutschalnd rasant.

      Die regelmässigen Montagdemostrationen in Dresten können nicht mehr ignoriert werden.
      Die Bewegung breitet sich auch in anderen Städte schlagartig aus.
      Angela Merkel versucht zwar mit allen Mitteln  die PEDIGA Bündnisse in die rechtsextreme Ecke zu stellen.
      Doch zeigt sich, dass sich eine enorme Zahl der Bevölkerung vor einer ungebremsten Ueberfremdung echt fürchtet und die Selbstbestimmung keiner infiltierten Ideologie opfern möchte.
      Wie in der Schweiz wollen sie, dass kriminelle Ausländer ausgeschafft werden. Das Erstaunliche: Umfragen zeigen bereits, dass  eine Mehrheit der Bevölkerung eine Beschränkung der Einwanderer begrüsst.



      «Pegida» in Dresden



      Tausende demonstrieren gegen Islamisierung

      Rund 15'000 Menschen gingen am Montagabend erneut in Dresden auf die Strasse. Sie folgten einem Aufruf des rechtspopulistischen Pegida-Bündnisses.


      Trotz landesweiter Kritik verzeichnet das rechtspopulistische Pegida-Bündnis in Deutschland weiter Zulauf. Nach Angaben der Polizei folgten am Montagabend in Dresden rund 15'000 Menschen dem Demonstrationsaufruf der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida).
      Sie gingen unter anderem gegen eine angebliche Überfremdung des Landes und für ein schärferes Asylgesetz auf die Strasse. Es war die neunte und bisher grösste Pegida-Demonstration in Folge. An Gegenkundgebungen, zu denen die Bündnisse «Dresden für alle» und «Dresden Nazifrei» aufgerufen hatten, beteiligten sich laut Polizei mehr als 5600 Menschen.
      Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel rief die Bürger auf, die Ziele von Pegida kritisch zu hinterfragen. Jeder Teilnehmer der Kundgebungen müsse «aufpassen, dass er nicht von den Initiatoren solcher Veranstaltungen instrumentalisiert wird», sagte Merkel am Montag in Berlin. In Deutschland sei kein Platz für Hetze gegen Ausländer.

       

      KOMMENTAR: Deutschland wäre gut beraten, die Aengste der Bevölkerung ernster zu nehmen.
      Politiker, Parteien und Medien versuchen derzeit mit allen Mitteln die PEDIGA Bewegung klein zu reden, respektive klein zu schreiben.
      Die mobilisierten Gegenbewegungen erlahmen bereits.
      Wenn die Politiker der unbegrenzte Einwanderung  keinen Riegel schieben werden und kriminelle Ausländer nicht ausschaffen, muss Deutschalnd damit rechnen, dass die PEDIGA den Politikern über den Kopf wächst und bei den kommenden Wahlen eine grosse Ernüchterung folgt.
      Die Thematik darf nicht den Rechtsextremen überlassen werden. Wir haben es in der Schweiz gesehen:
      Die Ausschaffung krimineller Einwanderer hat nichts mit Hetze gegen Ausländer zu tun. Kein Land will Schauplatz fremder gewalttätiger Ideologen werden. Die Bilder im nahen Osten verdeutlichen, wie weit es kommen kann, wenn man Fanatiker gewähren lässt, die als Minderheit der Mehrheit einen eigenen Staat mit Gewalt und Waffen  aufzwängen will. Angeblich für eine heilige Sache. Die deutsche Bevölkerung ist hinsichtlich Islamisierung recht stark sensibilisiert.

      Donnerstag, 18. Dezember 2014

      Eine hervorragende Analyse mit Fakten

      Die Tatsachen sagen mehr als die vielen inkompetenten Kommentare:

      aus Tagi:

      Schawinski vs. Thiel – die Zahlen

      Analyse:

      Der Schlagabtausch zwischen Schawinski und Thiel bricht alle Rekorde. Fast eine halbe Million Mal wurde die Sendung auf SRF.ch angeklickt. Wir haben es ausgewertet: Wer sprach länger? Wer unterbrach öfter?
      Streithähne: Roger Schawinski und Andreas Thiel im Vergleich.

      Infografik: Ruedi Lüthi

      «Du hast mich während der Sendung dauernd beleidigt», sagte Thiel am Ende der Sendung. Und: «Du bist bei 95 Prozent der Redezeit.»



      Doch stimmt das? Wir haben die Sprechzeit gestoppt. Tatsächlich kommt der Talkmaster auf einen sehr hohen Wert: Schawinski sprach während 13 Minuten und 41 Sekunden. Thiel dagegen kam nur auf 11 Minuten und 54 Sekunden. Die von Schawinski zur Sendemitte versprochenen «50 Prozent Redezeit» gestand er Thiel also nicht zu.

      Die Sendung war in Anbetracht der vielen Unterbrechungen ein regelrechtes Hickhack:

      Schawinski fiel unserer Zählung zufolge seinem Gast 37-mal ins Wort, Thiel unterbrach seinen Antipoden seinerseits nur 7-mal

      Der Reigen der Beleidigungen begann mit Frisurenbeschimpfungen; Thiel spottete über Schawinskis «langweilige Frisur». Danach foppte der Kabarettist den Talkmaster mehrmals, etwa mit der Frage, ob er eigentlich immer so viel rede, oder indem er ihn als Boulevardjournalisten bezeichnete. Sehr provokant war bereits Thiels Eingangsfrage gewesen, ob Schawinski ein «Papierjude» sei. Schawinski andererseits war deutlich häufiger ausfällig, erst bezeichnete er Thiel als «pubertär», danach folgten weitere Beleidigungen: «aufgeblasener Typ», der «Stuss» rede, «übelster Rassist».

      Fazit: Thiel hatte durchaus Grund zur Klage – eine Sendung, in der der Fragesteller länger redet als der Befragte und seinem Gast derart häufig ins Wort fällt, kann getrost als verunglückt bezeichnet werden.

      In unserer Analyse vom Mittwoch können Sie sich die Sendung nochmals anschauen.



      Schawi wurde überrascht

      Analyse

      18. Dezember 2014 -20 Minuten - Print

      «Thiels Coolness hat Schawinski verunsichert»

      von Nicolas Saameli - Kommunikationsexperte Marcus Knill analysiert das «Schawinski»-Interview:

      storybild 

      Roger Schawinski liess sich von Komiker 
      Andreas Thiel provozieren. (Bild: Screenshot)

      Herr Knill, der Talk zwischen Roger Schawinski und Komiker Andreas Thiel ist eskaliert. Warum?

      Was hier geführt wurde, war keine Diskussion im klassischen Sinne, sondern ein Duell. Keiner der Gesprächspartner hatte das Ziel, sein Gegenüber zu überzeugen. Die beiden haben verbal aufeinander eingeprügelt. Was dabei zählte, war nicht, wer die besseren Argumente hat, sondern wer am Ende besser wegkommt.


      Wer ist denn besser weggekommen?
       
      Bei diesem Streit konnte es keinen klaren Sieger geben. Rein aus der Gesprächsanalyse würde ich sagen, dass sich die beiden ein Unentschieden geliefert haben. Dabei wird aber ein wichtiger Punkt vergessen: Schawinski hatte viel mehr zu verlieren als Thiel. Die Sendung, in der das Gespräch ausgestrahlt wurde, trägt seinen Namen. Wenn er darin die Fassung verliert, zählt das viel mehr, als wenn das bei seinen Gästen passiert.


      Wie hat Thiel es geschafft, Schawinski aus dem Gleichgewicht zu bringen?

      Er hat vor allem mit der Überraschung gearbeitet. Wer Schawinski ein bisschen kennt, weiss, dass dieser alle Interviews mit der Frage «Wer bist du?» beginnt. Thiel war darauf vorbereitet und hat sofort angefangen, Schawinski mit Gegenfragen in die Enge zu treiben. Zudem hat er das Gespräch auf eine sehr persönliche, emotionale Ebene reduziert und Schawinski damit destabilisiert. Dabei ist er selber immer im Ton sehr ruhig geblieben, obwohl es in ihm vor Wut gebrodelt haben muss. (Thiel hat Schauspielerfahrung und verstand es den Körper zu beherrschen).


      Und das hat schon gereicht, um einen erfahrenen Talkmaster wie Schawinski aus der Fassung zu bringen?

      Schawinski war wohl völlig überrumpelt von Thiels Art. Ich kenne ihn persönlich und so fassungslos wie am Montag habe ich ihn noch nie erlebt. Schuld am Debakel war vielleicht sein Stolz. Er hatte einige recht gute Trümpfe gegen Thiel in der Hand und muss sich wohl gedacht haben: «Den Typen nagle ich jetzt an die Wand.» Dieser ist aber so gut wie gar nicht auf die Vorwürfe eingegangen. Damit hat er wohl einen Schwachpunkt getroffen: Schawinski ist stark, solange er aggressive Fragen stellen kann. Wenn jemand dabei aber cool bleibt wie Thiel, wird er unsicher. 


      Wie hat sich diese Unsicherheit geäussert?
       
      Ein gutes Beispiel dafür war, als Thiel ihn fragte, ob er denn den Koran selber gelesen habe. Das Einzige, was Schawinski darauf sagen konnte war: «Ich habe dafür andere Bücher gelesen.» Mit solchen Gegenfragen hat Thiel sich über die klassische Rolle eines Interviewten weggesetzt und eine Machtposition eingenommen. Man könnte sagen: Wer fragt, führt.





      • ... und bei vielen anderen auch. Dass dieser Narzist grundsätzliche Dinge immer noch nicht gelernt hat, ist kaum zu glauben.

      • Für sowas zahle ich Billag?

        Hab mir das Interview extra angeschaut und war begeistert von Thiel. Ich hätte diese Ruhe nicht gehabt. Schawinski war beleidigend, er hätte Thiel besser mal ausreden lassen und ne Pause eingelegt. Denn Koran hätte er auch mal besser gelesen. Er war mit der Situation schlicht überfordert, wie wahrscheinlich die meisten Zuschauer auch. Ich konnte mit der Sendung nicht viel anfangen, kam mir vor wie auf dem Pausenhof. Das wohl einziege positive daran war Thiels ruhe.

      • Marketing
        Egal wer jetzt das Duell gewonnen hat, am Schluss sind beides Gewinner! Thiel kennt jetzt jeder und Schawinski ist noch bekannter. Beste Werbung!!!
      • Abrechnung mit Schawinski

        Hätte sich Schawinski nicht immer mit seinem agresiven Art als Moderator hervorgetan, würde doch niemand dem Thiel eine Stimme geben. Ich glaube es ist eine Abrechnung mit Schawinski


      • Danke Herr Thiel

        Schawinski ist wie das SchweizerFernsehen = Besserwisserisch + eine andere Meinung wird nicht akzeptiert! beides ist bei mir unten durch...


      • Thiel zu oberflächlich

        1. Das alte Testament ist voll von Gewalt. 2. Ich als gläubiger Christ (evangelisch) muss sagen, dass es bei den Religionsbüchern nicht darum geht, diese wörtlich verstehen zu wollen. Zu dieser Zeit war der Mythos die beliebteste Möglichkeit Gedanken, bzw. Lehren zu überbringen. Die Gewalt im Koran symbolisiert vielmehr den inneren Kampf und das Überwinden der eigenen Schwächen. Natürlich wissen das heute nicht mehr viele Menschen, doch das Problem ist nicht der Koran oder der Islam, sondern die fehlende Bildung.
      NACHTRAG Knill:
      Nach dem Urteil der Leserinnen und Leser hat Thiel eindeutig mehr gepunktet.
      Ich persönlich bin heute der Meinung, hinsichtlich Dialogik gab es  nur Verlierer.
      In meinem Job entscheidet bei Kommunikationsprozessen nicht der Berater, wer besser überzeugt hat. Sondern der Adressat.
      Bei diesem Duell ist es erstaunlich, dass der Profi Journalist Schawinski so viele Punkte verlor, nur weil er überreagierte  und eindeutig die Nerven und damit sein Gesicht verloren hatte. In einem Medien-Check wird zwar Schawi für seinen ungefilterten Aerger gelobt. Der Kommentator vertrat die Meinung einer Minderheit, es wäre zu wünschen übrig, wenn andere Moderatoren auch so ungefiltert Klartext sprechen würden, wie Roger Schawinski.
      Dieser Beurteilung halte ich entgegen:
      Ein Moderator darf nie die Nerven verlieren, selbst wenn er persönlich unter der Gürtellinie angegriffen wird. Das heisst jedoch nicht, dass der Moderator weichgespült kommunizieren muss. Sein Werkzeug ist und bleibt, Fragen zu stellen, Antworten und Aussagen zu hinterfragen, Sachverhalte zu beschreiben, zu benennen, nachzufragen - aber keinenfalls auf die Person zu schiessen.
      Nach dem Harvard Prinzip: "Hart in der Sache" aber "weich mit dem Gegenüber." Auch bei einem Querulanten.
      Das Sendegefäss "Hart aber Fair" finde ich vorbildlich.

      Viel sind sich nicht bewusst: Der Befragte hat ebenfalls das Recht, Klärungsfragen oder Gegenfragen zu stellen und einen Gedanken fertig auszuformulieren, aber auch das Gespräch zu lenken. Der Interviewte darf unterbrochen werden, wenn der Befragte zu lange spricht.
       

      LINK:
      Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
      Beim Harvard Prinzip geht es nicht um ein «Entweder-oder», vielmehr kann meist eine «Sowohl-als-auch»-Lö- sung gefunden werden. Voraussetzung.
      www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/fitimjob.pdf

       ECHO EINES LESERS (studiert Journalismus):

      Schawinski machte grobe Fehler auch fachlich: Religionskritik
      hat nichts mit Rassismus zu tun. Als Thiel ihm die Kompetenz absprach, hat er die Nerven verloren. Schawinksi hatte klar das 2 am Ruecken.
      Er wollte Thiel fertigmachen,  wurde aber selbst zermalmt. Die Zuschauer und Kommentare sehen das klar richtig. Ist ein unglaublich gutes Beispiel, wie man mit Coolness und Intelligenz gewinnen  und mit ungezügelten Emotionen verlieren kann. Bei Schawinski kommt jedoch kein Mitleid auf, denn er schlaegt
      auch mit harten Bandagen. Spielt sicherlich auch etwas Schadenfreude mit dabei, wenn so ein harter Befrager selbst unter die Raeder kam. Schawinski wurde noch meinem Dafürhalten demontiert.
      Vor allem der Vorwurf des Boulevard journalisten hat ihn tief getroffen (weil er zutrifft). R.D.

      Tiels Sicht nach dem Eklat bei Schawinski

      Nach den ersten Minuten der letzten Schawinski Sendung wusste ich:
      Das gibt einen Medienhype!

      - Es geht um Promis
      - Es geht um Emotionen
      - Es geht um etwas Aussergewöhliches

      Nachdem sich die ersten Wogen gelegt haben, nimmt nun auch Schawinskis Kontrahent Stellung:

      Ich zitiere 20 Min:

      Thiel vs. Schawinski



      «Schawinski hat mich massiv beschimpft»

      von Gaudenz Looser - Nun spricht auch Andreas Thiel: Schawinski habe den Satiriker nach der Sendung mit Schmähungen eingedeckt – und «die Fassung noch immer nicht zurückerlangt».

      Herr Thiel, wie haben Sie das Gespräch mit Herrn Schawinski erlebt?
      Andreas Thiel*:

       Nun, Roger hat mir vor allem persönliche Beleidigungen an den Kopf geworfen.

      Warum ist das so eskaliert?

      Ich habe keine Ahnung. Schawinski macht gerne Leute fertig. Vielleicht wird er wütend, wenn sich einer nicht fertig machen lässt.

      Was meinen Sie damit?

      Roger geht immer unter die Gürtelline, entweder indem er die Schadenfreude über seine Gäste bewirtschaftet oder auf etwas Peinlichem herumreitet. Ich wusste, dass er mit harten Bandagen unterwegs ist, aber dass er so tief schlägt, hat mich überrascht.

      Wenn Sie das wussten, warum sind Sie dann in die Sendung gegangen?

      Ich hätte ja schon eine Woche früher da sein sollen, habe aber zuerst abgelehnt, weil ich keine Lust hatte. Dann haben seine Leute nachgehakt, worauf ich zugesagt habe. Ich habe diesen Text über den Koran in der Weltwoche geschrieben und ich stehe zu jedem Wort. Und ich sagte mir, als Satiriker teile ich aus, also muss ich auch auch einstecken können.

      Was dann auch passierte…

      Ja, Roger hat völlig die Contenance verloren. Bereits vor der Sendung gratulierte mir die Produktionsassistentin zum Mut, mich «dem auszusetzen», was mich etwas beunruhigte. Nach der Sendung wollte Roger mir dann die Hand zuerst nicht reichen, hat mich noch viel heftiger beschimpft und mir mehrfach das Wort «Arschloch» ins Gesicht geschleudert. (Schawinski gibt zu, Thiel einmal als Arschloch betitelt zu haben, Anmerkung der Redaktion.) Und zum Schluss hat mir dann auch noch seine Produktionsleiterin auf dem langen Weg nach draussen alle Schande gesagt: Ich sei inkompetent und Leuten wie mir sollte es nicht erlaubt sein, sich über Themen wie den Koran zu äussern…

      Schawinski wirft Ihnen vor, Ihn gleich zu Beginn des Gesprächs «antisemitisch in die Ecke gedrängt» zu haben.


      (Lacht schallend) Ich wollte doch nur wissen, woran er glaubt. Ob er an Gott glaubt oder ob er agnostischer Jude oder Atheist ist – es ging in dem Gespräch um Religion. Doch auf ganz normale Fragen reagierte Roger mit maximaler Wut. Und wenn ich seine «Entschuldigung» von heute lese, stelle ich fest, dass er die Contenance offensichtlich noch nicht wieder gefunden hat. Das nächste Mal kann er mir ja die Antworten, die ich geben soll, vorab schriftlich zumailen.

      Es wird kaum ein nächstes Mal geben. Schawinski will nicht mehr mit Ihnen sprechen. Wären Sie denn zu einem Versöhnungs-Versuch bereit?

      Ich bin Roger nicht böse, aber überrascht und erstaunt über diese Aggressivität.

      Auf Social Media ist das Thiel-Lager eindeutig grösser als Team Schawinski.

      *Andreas Thiel ist Kabarettist und Satiriker. Seine Koran-Kritik in der «Weltwoche» warf hohe Wellen. In einer Streitschrift bezeichnete er den Propheten Mohammed als «Kinderschänder» und machte den Koran für Gewalt und Unterdrückung verantwortlich. Er lebt mit seiner Frau in Indien und der Schweiz.
      Thiel vs. Schawinski

      Thiel vs. Schawinski

       
      KOMMENTAR: 
      Die Umfrageergebnisse bestätigen: Wer die Nerven verliert, hat immer verloren.

      Das Urteil der Zuschauer ist eindeutig

      Heisse Debatte - Das Urteil der 20 Minuten Leser:

      Heisse Debatte

      Heisse Debatte

      20-Minuten-Leser sind für Team Thiel

      Die Schawinski-Sendung mit Komiker Andreas Thiel bewegt die Leser von 20 Minuten. Über die Kommentar-Funktion liefern sich beide Lager einen heissen Schlagabtausch.


      Das entgleiste Gespräch zwischen Roger Schawinski und dem Berner Kabarettisten Andreas Thiel bewegt die 20-Minuten-Leser. Rund 1500 Leser-Kommentare sind bisher eingegangen. Die Mehrheit der Kommentatoren ist sich einig: Moderator Roger Schawinski trägt schuld daran, dass das Gespräch vor der Kamera in die Hose ging.
      **********
      Umfrage

      Wer trägt Schuld daran, dass die Diskussion bei Schawinski aus dem Ruder lief?


      62 %

      21 %

      17 %
      Insgesamt 3536 Teilnehmer
      ************ 
      Am meisten Zustimmung erhielt der Kommentar von Leser Ben Marwick: «Schawinski hatte den Thiel vom Anfang an auf dem Kieker und gab ihm keine Chance, ein normales Gespräch zu führen.» Thiel hätte das Recht gehabt, das Gespräch abzubrechen. Rund 10'000 Leser würdigten diese Meinung mit einem «Daumen hoch» (Stand 23 Uhr).

      Thiel mit Gandhi verglichen

      Ähnlich sieht es Leser Remo. Er schreibt: «Ob die politische Einstellung von Herrn Thiel vertretbar ist oder nicht, kann diskutiert werden. Aber rassistisch oder antisemitisch war es nicht. Er hat lediglich für seine Ansichten argumentiert.» Er hätte Tatsachen angesprochen, die viele Bürger beschäftigen würden. «Es ist immer schwierig, gegen Andersgläubige zu argumentieren, ohne dass man gleich als Rassist oder Fremdenhasser abgestempelt wird.»
      «Der passive Widerstand von Thiel hat mich an Gandhi erinnert», huldigt Kommentator «bigworld_smallscreen» dem Kabarettisten. Schawinski wiederum hätte eine schlechte Figur gemacht. Seine Aussagen seien furios, unfair und irrational gewesen.

      Auch andere Kommentatoren kommen zum Schluss, dass Talkmaster Schawinski zu emotional geworden sei. Leser «derDerImmerSchreibtHier» findet, dass Schawinski total überfordert und zu wenig schlagfertig gewesen sei. «Sorry Schawi – in dieser Sendung hast du echt alt ausgesehen!», fasst er das TV-Ereignis zusammen.

      Auch Schawinski-Befürworter kritisieren

      Aber nicht alle finden, dass der Moderator einen schlechten Job gemacht hat. Etliche Leser meinen: Thiel sei zu provokativ aufgetreten und ein unmöglicher Gesprächspartner gewesen. Leser Geronimo sagt es so: «Eines vorweg: Ich bin kein Fan von Roger Schawinski. Aber jeder, der die Sendung von Anfang bis zum Schluss gesehen hat, weiss, dass er in einer solchen Situation nicht besser hätte reagieren können.» Er frage sich, woher Thiel diese Überheblichkeit nehme, mit Intelligenz hätte sein Auftritt nichts zu tun.
      Aber auch von seinen Befürwortern muss sich Schawinski Kritik gefallen lassen: «Schade, dass Schawinski so ausgetickt ist. Wenn man mit Thiel nämlich sachlich diskutiert, wird schnell klar, dass der keine Ahnung hat», schreibt etwa Kommentator Benjamin Blumer.

      KOMMENTAR:
      Die Echos bestätigen, dass sich der Moderator mit der emotionalen Entgleisung einen Bärendienst erwiesen hatte.

      Falscher SRF-Link im Umlauf

      Seit Mittwochnachmittag kursiert eine URL-Adresse im Internet, die auf den SRF Mediaplayer verlinkt: srf.ch/player/tv/schawinski/video/roger-im-gespraech-mit-einem-richtigen-arschloch… Bezeichnet das Schweizer Fernsehen Schawinskis umstrittenen Talkgast Andreas Thiel tatsächlich als Arschloch? Am Mittwoch wurde die URL auf den sozialen Medien eifrig geteilt.

      Dann die Entwarnung. Wie das SRF auf Anfrage von 20 Minuten mitteilt, handelt es sich bei besagtem Link um eine Fälschung. Da man am Leutschenbach keine Anleitung für Nachahmer geben wolle, verzichte man darauf, dies weiter technisch zu erläutern.
      (cho/hum/cat)

      Mittwoch, 17. Dezember 2014

      Für Geri Müller könnte der "Befreiungsschlag" zum Bumerang werden


      (Quelle Persönlich.com)

      Untersuchung wird auf Patrik Müller ausgedehnt

      Der Chefredaktor hatte die Affäre erstmals öffentlich gemacht.

      Neue Entwicklung in der Nacktselfie-Affäre: 

      Der Badener Stadtammann und Grünen-Nationalrat Geri Müller hat die Anzeige ausgeweitet. Er verlangt, dass nun auch die Rolle von Patrik Müller untersucht wird. Der Chefredaktor der "Schweiz am Sonntag" war derjenige Journalist, der die Affäre Mitte August erstmals öffentlich gemacht hatte.

      Keine weiteren Chefredaktoren betroffen

      Andreas Meili, der Anwalt von Geri Müller, bestätigte entsprechende Meldungen der "SonntagsZeitung" und des "SonntagsBlicks". Der Ausweisungsantrag betreffe Patrik Müller. Gegen weitere Chefredaktoren seien keine solchen Anträge erfolgt und auch nicht geplant, sagte er zu anderen Informationen, die in der Sonntagspresse verbreitet wurden.

      Die Strafuntersuchung wird von der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland in Biel geführt. Sie betraf zuerst nur die Chatpartnerin von Geri Müller, wurde dann aber auch auf den PR-Berater Sacha Wigdorovits und Josef Bollag, den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, ausgeweitet.
      Zitate aus Chatverkehr
      In allen vier Fällen geht es um den Chatverkehr, der zwischen Geri Müller und der Chatpartnerin ablief. Die Chatpartnerin wurde angezeigt, weil sie die privaten Gespräche ohne Wissen von Geri Müller aufgezeichnet hatte. Patrik Müller, Sacha Wigdorovits und Josef Bollag wird vorgeworfen, dass sie diese Gespräche verwendet, weitergegeben oder Dritten zugänglich gemacht haben.

      Patrik Müller hatte in seinem ersten Artikel über die Affäre ein Tondokument erwähnt, das der "Schweiz am Sonntag" vorliege. Aus diesem gehe hervor, dass Geri Müller die Frau aufforderte, abzustreiten, dass sie mit ihm Kontakt hatte. Die Zeitung zitierte auch andere Passagen aus dem Chatverkehr von Geri Müller und seiner Chatpartnerin. (sda)

      KOMMENTAR:
      Geri Müller will nicht Gras wachsen lassen über die leide Chat-Geschichte mit dem Nackselfie.
      Mit einem Rundumschlag versucht Geri Müller seine unverständlichen Taten auf eine rechtliche Ebene zu verschieben. Selbst dann, wenn er nachweisen könnte, dass Informationen Dritten nicht hätten  zugänglich gemacht werden dürfen, so werden diese Klagen die ganze peinliche Geschichte erneut aufwärmen. Tatsache bleibt: Geri Müller hat letztlich die peinlichen Aufnahmen vom Amtshaus aus der Partnerin übers Netz (also nicht vertraulich) selbst zukommen lassen. Die Ausweitung der Affaire könnte auch deshalb zum Bumerang werden, weil er auch seiner Partnerin Trümpfe in die Hand gespielt hatte, die auch ihm in einem weiteren Verfahren erneut schaden könnten.
      Die Reputation Müllers ist so oder so beim Publikum im Eimer. Er war nicht bereit gewesen, in einer Konsutativabstimmung zu klären, ob ihm die Bevölkerung nach seinem Faux pas tatsächlich noch vertraut.
      Erinnern wir uns: Geri Müller erklärte damals öffentlich, er trete zurück, falls er das Vertrauen der Bevölkerung nicht mehr habe. Obschon dies laut allen Kommentaren der Fall war, trat Geri Müller nicht zurück und er war nie bereit, sich einer verbindlichen Vertrauensfrage zu stellen. 
      Nach meinem Dafürhalten bringt ihm die Ausweitung der Affaire Müller keine Rehabilitation. Im Gegenteil: Die leide Geschichte wird erneut aufgewärmt und wird - wie vermutet - zur Endlosgeschichte.