Donnerstag, 25. September 2014

ECHTES FERN-SEHEN

Nationalpark- Live/Nationalpark Cam

Ich habe mir heute bewusst Zeit genommen und eine Stunde das SRF Projekt auf mich wirken lassen.
Sicherlich  wird es Kritiker geben, die das Ganze langweilig gefunden haben, weil es notwendig war, längere Zeit an Standbildern zu verweilen.
Die Ueberlängen bei den Cam Sequenzen fand ich sehr  gut. Fern-SEHEN zu geniessen - ohne schnelle Schnitte - hat etwas Beruhigendes.
Das Projekt hat den Betrachtern bewusst gemacht, dass man sich in der Natur auch ZEIT nehmen und fähig sein muss, zu verweilen. Nach einer Stunde fühlte ich mich erholt und die authentischen Aufnahmen mit den Tieren in der freien Natur waren einmalig. Musse zur Entschleunigung der Hektik im Alltag ist gleichsamTherapie.
Ich gratuliere SRF für dieses Erlebnis. Fernsehen einmal anders. Ein wertvoller Kontrapunkt!

Mittwoch, 24. September 2014

Ohne Fahndungserfolg hätten die Folgen fatal sein können

Es war wichtig, dass man die Täter fassen konnte.

Ansonsten hätte es zu Nachahmungshandlungen kommen können oder die Täter hätten 
ihre todbringenden Aktionen fortführen können. 


Betonplatten auf Gleis: 
Fünf Jugendliche in Haft

Die Jugendlichen, welche Betonplatten auf ein Gleis der Neubaustrecke Bern-Olten gelegt haben, sitzen seit Tagen in Untersuchungshaft. Die Polizei will Absprachen verhindern. Mehr...
Betonplatten auf Tempo-200-Strecke gelegt
Riesenglück für den IC-Doppelstöcker, der gestern von Bern nach Olten fuhr. Um 20.30 Uhr krachte es unter dem Fahrgestell. Mehr...

HERBSTBEGINN

Der Herbst



Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,

Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.


Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet

Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen.


Die Zweig' und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

Abb





















Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)




Dienstag, 23. September 2014

Dunkelziffer Elternmisshandlung

Lang kamen Kindsmisshandlungen nicht ans Tageslicht.

Heute sind sie strafbar - Das ist gut so.

Es gibt aber auch eine ELTERNmisshandlung.

Nach einem Bericht im Tagesanzeiger sind viele Eltern, die von ihren Kindern  bedrängt und geschlagen werden in einem Dilemma. Sie schämen sich. Sie wollen nicht darüber reden. Es gibt leider hinsichtlich Elternmisshandlung eine Dunkelziffer.
Dieses Phänomen müsste ebenfalls thematisiert werden. Auch die Eltern haben ein Anrecht auf körperliche und psychische Unversehrtheit.


Dass schon Kinder im Primarschulalter ausfällig werden, ist nicht neu. Dass Eltern von jungen Erwachsenen geschlagen und angegriffen werden, wecken Aengste. Wie bei den Kindsmisshandlungen wiederholen sich die Ausbrüche. Es kann Jahre dauern, bis sich Eltern Hilfe holen. Die Eltern befinden sich in einem Loyalitätskonflikt. Die Angst vor den Kindern kann sonderbare Blüten treiben. So berichtet Jugendpsychologe Allain Guggenbühl von einem Elternpaar, das die Wohnung den Kindern überlassen hatte und selbst eine eine kleinere Wohnung gezogen ist, aus Angst vor weiteren Drohungen der jugendlichen Erpressern. Der Vater liess sich sogar als Abwart für die Kinderwohnung verdingen. Die Eltern hatten ihre eigenen Position völlig aufgegeben.


Das sogenannte "parent battering" hat meist eine lange Vorgeschichte.
-  Oft beginnt es mit falsch verstandener Elternliebe.
-  Es wird alles erlaubt. 
-  Es werden keine Grenzen gesetzt. 
-  Die Kinder haben nie gelernt, auf Wünsche zu verzichten.
- Viele Eltern finden gar keine Zeit, sich mit den Kindern auseinander zu setzen. 
- Es gibt Eltern, die wollen die besten Freunde der Kinder sein.
Sie verzichten auf Auseinandersetzungen. Die vollständige Symbiose zwischen den Generationen ist gefährlich. 
- Eltern haben verlernt, NEIN zu sagen. Sie glauben mit Verwöhnen, sich die Liebe zu erkaufen.
- Der Umgang mit Frust und Enttäuschungen muss erlernt werden.
Jugendliche wünschen sich starke Eltern, die ihnen Halt geben. Sie möchten Vorbilder. Sie lotsen die Grenzen aus.
- Probleme der Ablösung verschärfen sich bei Eltern, die mit Abwesenheit glänzen.
Was für Jugendliche und Eltern gilt:

Man kann nicht alles haben!       

Montag, 22. September 2014

Ein These, die überrascht

Kriminologe Killias mit provokativer These

Ist Kiffen schuld an der Jugendgewalt?


Jurist Martin Killias (65). play Strafrechtsprofessor Martin Killias. (Markus Forte)
ST. GALLEN - Die hohe Jugendgewalt führt Strafrechtsprofessor Martin Killias auf den hohen Cannabiskonsum in der Schweiz zurück. Mit dieser Aussage überrascht er alle. Suchtexperten sind anderer Meinung.


In der Schweiz geht die Jugendgewalt in absoluten Zahlen zwar zurück. Dies liege aber bloss an rückläufigen Geburtenzahlen. In der Tat zeige sich ein «deutlicher Anstieg vieler Delikte pro 1000 Jugendliche», sagt Strafrechtprofessor Martin Killias zum «St. Galler Tagblatt».
Die zunehmende Jugendgewalt führt Killias auf den hohen Cannabis-Konsum bei Schweizer Jugendlichen zurück. Er beruft sich dabei auf eine Studie von 2012.
Das erstaunt - gelten Kiffer doch gemeinhin als lethargisch, wenn sie einen Joint geraucht haben.
Doch Killias erklärt, die Droge schränke die Affektkontrolle bis zu 72 Stunden ein, während der Alkohol vom Körper viel schneller abgebaut wird. Dabei bleibe ein «längeres Zeitfenster» für Straftaten im Bereich der Jugendgewalt.

Huhn oder Ei zuerst?

Wie Killias zu Blick.ch sagt, bestehe «zwischen Gewalt und Kiffen ein grösserer Zusammenhang als zwischen Alkohol und Gewalt». Doch die Kausalität sei nicht klar: Ob Kiffen zu Straffälligkeit führt oder umgekehrt Straffällige zum Kiffen verleitet werden, müsste noch untersucht werden.
Wie sich dies in der Praxis zeige, kann Killias nicht genau sagen. Ob einer, der am Freitagabend gekifft hat, am Samstagabend im Ausgang eher zuschlägt, bleibe ebenfalls zu untersuchen.
«Vermutlich gehört diese Erkenntnis einfach zu den vielen Wirkungen von Cannabis, die wir bisher noch nicht kennen und erst noch erforschen müssen», so Killias.

Fachleute widersprechen

Experten sind überrascht von Killias' Aussage. «Grundsätzlich gilt als unbestritten, dass Cannabis sedativ wirkt, also dämpfend aufs Gemüt. In der Literatur ist dies klar belegt. Alkohol und Kokain hingegen fördern die Aggressivität», sagt Markus Meury von Sucht Schweiz.
Kiffen verursache allerdings viele andere Probleme, etwa Psychosen, Abhängigkeit oder schulische Probleme. «Gewalt aber gehört nicht dazu», meint er.
Eventuell, so räumt Meury ein, könne er sich vorstellen, dass ein Mischkonsum von Cannabis und Alkohol zu Straffälligkeit führe. «Die Jugendgewalt geschieht ja meistens im Ausgang.» (ct)


KOMMENTAR: Die These ist wissenschaftlich noch nicht erhärtet, ob Kiffen zu Straffälligkeit führt. Ob umgekehrt Straffällige zum Kiffen verleitet werden, muss selbst noch - nach Killias - untersucht werden. Killias erklärt ferner, die Droge schränke die Affektkontrolle bis zu 72 Stunden ein, während der Alkohol vom Körper viel schneller abgebaut werde. Dabei bleibe ein «längeres Zeitfenster» für Straftaten. Diese These wird von Meury (Sucht Schweiz) bezweifelt.
Doch räumt dieser Experte immerhin ein, dass Kiffen Problem verursache. Wie etwas Psychosen, Abhängigkeit und schulische Probleme. Aus der Sicht von Markus Meury könnte der Mischkonsum von Cannabis und Alkohl durchaus zu Straffälligkeiten führen.

Samstag, 20. September 2014

Schottland konnte sich nicht abschotten

Aber die Schotten erhalten Zugeständnisse 

 

Abschottung abgesagt
(Bild: Marian Kamensky, Slowakei)

Vorboten - Der Herbst naht