Mittwoch, 2. April 2014

Von Helmut-Maria Glogger pointiert kommentiert

Es braucht Grösse,  Fehler einzugestehen

Ich zitiere BLICK am ABEND:

Tagi-Chefredaktor - Res Strehle

Lieber Res Strehle

Es ist die wohl peinlichste «Gegendarstellung», die Ihrem «Tages-Anzeiger» je um die scheinheiligen Ohren geschlagen wurde! Wobei – ich finde, Sie selbst sollten zu Ihren Fehlern stehen. Stattdessen haute Ihnen die «NZZ am Sonntag» gestern auf der Titelseite um die roten Ohren: «Uni Zürich verlängert Mörgelis Professur». Und heute? Heute verstecken Sie genau diese Spitzennachricht in Ihrem «Tages-Anzeiger»! Dass der SVP-Nationalrat Mörgeli weiter an der Uni Zürich bleibt, sich Professor nennen darf. Statt den eigenen Reinfall mannhaft hinzunehmen, rücken Sie die Mörgeli-News auf Seite 17. Links unten neben «Töfffahrer in Linkskurve von der Strasse geraten». Grosser Journalismus sieht anders aus: Dazu gehört, Fehler öffentlich zu machen – nicht zu vertuschen. Was Sie machen, finde ich kleinkariert.

Helmut-Maria Glogger

DIESER KOMMENTAR IST LESENSWERT

Individualisten suchen heute über die Kleider die Gemeinschaft

Der Individualismus in der Kleidung ist nicht mehr IN

Jahrelang wurde der Individualismus in der Kleidung gesucht. Nun erfolgt eine Trendwende:

aus 20 Min:

Kaum zu glauben, aber der absolut normale, biedere Kleiderstil ist der aktuelle Hipster-Trend. Es gilt die Devise: Je langweiliger, desto cooler. Die New Yorker Agentur K-Hole hat den Begriff Normcore geprägt, daraufhin hat sich die Journalistin Fiona Duncan vom «New York Magazine» des Phänomens angenommen. In einem langen Artikel beschreibt sie ihre Beobachtungen in den Strassen New Yorks. Offenbaren seien dort Hipster mit ihren verwaschenen Jeans, Fleece-Pullis und bequemen Sportschuhen kaum mehr von Touristen zu unterscheiden.




Nerd-Look ist nicht neu

Hochgekrempelte Jeans, bis oben zugeknöpfte Hemden oder Schnäuze sind in hippen Kreisen schon lange en vogue. Doch Normcore geht einen Schritt weiter: Bei diesem Trend ist Individualität tabu! Normcore hebt sich über das Handeln, nicht über Kleidung ab. Wie konnte es passieren, dass Mode plötzlich so unwichtig ist? Die Agentur K-Hole schreibt:

 «Vor ganz langer Zeit wurden Menschen in Gemeinschaften herangezogen, in denen sie ihre Individualität finden mussten. Heute werden Menschen als Individuen geboren und suchen sich eine Gemeinschaft.» Die Aussage bedeutet nichts anderes als: Wir sind schon individuell genug. Wir müssen uns nicht über unsere Kleidung profilieren.
picture perfect.

Modelabels reagieren

Der Normcore-Stil wurde bereits von Fashion-Ikonen wie Sarah Jessica Parker, Karolina Kurkova oder Jessica Biel aufgegriffen. Sie flanieren im Normalo-Look durch den Frühling. Der Film «Her» mit Joaquin Phoenix, der gerade in den Kinos angelaufen ist, spielt mit diesem Fashion-Trend. Der Streifen spielt in unweiter Zukunft. Alle Protagonisten sind unübersehbar im Normcore-Stil gekleidet. Auch die Haute-Couture hat auf den Trend reagiert: Bei der Schau von Chanel im Januar trugen die Models ziemlich normale Turnschuhe und defilierten durch einen Supermarkt.
Profiteure von Normcore werden die verstaubten Modelabels sein – C&A, Vögele und Konsorten reiben sich wohl schon jetzt die Hände.

KOMMENTAR: Trotz dieses Trends finde ich hinsichtlichKleidersprache:
Mein Kleid muss zu mir (Haut, Haarfarbe, Typ) passen. 
Es muss mir in meiner Kleidung wohl sein.
Das Outfit muss zu meiner ROLLE und zur entsprechenden SITUATION passen. 

LINK:
8. Apr. 2001 ... Zur Kleidersprache: Kleiderdiktat für Moderatoren? ... fassen wir die Erkenntnisse der Kleidersprache am Bildschirm (Outfit, Schminke, Frisur, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_09_2001.html

 

Als Schaffhausen bombadiert wurde

Zweiter Weltkrieg

aus 20 Min:

Als US-Bomben auf Schaffhausen fielen

 Vor 70 Jahren tötete die US Air Force in Schaffhausen 40 Menschen und verletzte 271 zum Teil schwer. Bis heute hält sich das Gerücht, dass die Bombardierung eine Strafaktion war.

Bildstrecke im Grossformat »

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Neunmal wurde die Schweiz im Zweiten Weltkrieg zum Ziel fehlgeleiteter alliierter Bomben. Schaffhausen traf es am 1. April 1944 am schwersten.


Am 1. April 1944 kurz vor 11 Uhr heulten in Schaffhausen die Sirenen, wie so oft in jenen Jahren. Insgesamt 544-mal wurde in der exponierten Stadt am rechten Rheinufer während des Zweiten Weltkriegs Fliegeralarm gegeben, fast immer ohne Folgen. Doch dieses eine Mal war alles anders: Den Sirenen folgte das bedrohliche Brummen der Motoren von 15 US-Bombern des Typs B-24 Liberator.

War es eine Strafaktion?
Es war nicht die erste und nicht die letzte Bombardierung von Schweizer Zielen durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg, aber die mit Abstand schwerste. Für die Betroffenen und die Schweizer Entscheidungsträger gab es aber keine Zweifel, dass es sich um einen tragischen Irrtum seitens der Amerikaner handelte. «Eigentlich nur Nazisympathisanten und die deutsche Presse haben damals von einer gezielten Aktion der Alliierten gesprochen», so Wipf. Die Verschwörungstheorien, wonach die USA die Schweiz für ihre Geschäfte mit den Nazis bestrafen wollten, kamen erst viel später, nämlich in den 1980er- und 1990er-Jahren auf – alle ohne stichhaltige Beweise, wie Wipf betont.
Nach heutigem Wissensstand kann die Mär von der Strafaktion guten Gewissens ins Reich der Fantasie verbannt werden. «Inzwischen freigegebene amerikanische und britische Dokumente belegen zweifelsfrei, dass sich die US-Piloten von Südengland her kommend komplett verflogen haben», erklärt Wipf. Schuld war das schlechte Wetter über dem Ärmelkanal, Frankreich und Süddeutschland. Das eigentliche Ziel der Bomberstaffel war das rund 200 Kilometer nördlich von Schaffhausen gelegene Ludwigshafen, wo die Anlagen des Chemieunternehmens IG Farben zerstört werden sollten.
Vom Kurs abgekommen
Am Morgen des 1. April 1944 waren zu diesem Zweck 1000 Flugzeuge in Südengland gestartet. Der Grossteil machte wegen des schlechten Wetters bereits über dem Ärmelkanal wieder kehrt. Nicht so die 48 Flugzeuge, die sich schliesslich nach Schaffhausen verirrten. Ausgerüstet mit einem sehr rudimentären Radar verflogen sie sich im schlechten Wetter über England und Frankreich.
«Die unerfahrenen Piloten waren bereits mehr als zwei Stunden über dem Kontinent umhergeirrt und fürchteten, nicht mehr nach Hause zu kommen», so Wipf. «Sie wollten nur noch ihre Ladung loswerden.» Als sich über dem Munot die Wolkendecke lockerte, warfen schliesslich 15 Flugzeuge ihre Bomben auf Schaffhausen ab, das sie als rechtsrheinische Stadt auf deutschem Staatsgebiet wähnten. Eine weitere Staffel warf etwa 1000 Bomben auf einem Waldstück in der Nähe ab, während die Piloten der dritten Staffel den Irrtum gerade noch bemerkten und abdrehten.

 LINKS

  1. Bombardierung von Schaffhausen - YouTube

    www.youtube.com/watch?v=-EmcQ5uC_1s
    23.09.2008 - Hochgeladen von Daniel Brennwald
    Animation der irrtümlichen Bombardierung von Schaffhausen am 1.April 1944 durch die Amerikaner.
  2. Bombardierung von Schaffhausen - YouTube

    www.youtube.com/watch?v=UWlSTvnOwUw
    30.12.2012 - Hochgeladen von Bianca Müller
    YouTube home · Upload ... You need Adobe Flash Player to watch this video. Download it from Adobe ...
  3. Tondokument Bombardierung Schaffhausen - YouTube

    www.youtube.com/watch?v=xBYg70kIyD0
    13.12.2013 - Hochgeladen von Stadtarchiv Schaffhausen
    Am 1.4.1964 machte der Tonjägerclub Zürich eine Sternfahrt nach Schaffhausen. Die verschiedenen ...
  4. Schaffhauser Nachrichten - 70 Jahre Bombardierung der Stadt ...

    bombardierung.shn.ch/
    Ausschnitt aus der Schweizerischen Wochenschau vom 7. April 1944. (via You Tube) “Die Bombardierung von Schaffhausen” – Filmdokument von Luftschutz ...
KOMMENTAR: Am 31. März war ich mit Matthias Wipf an einer Veranstaltung. Als ein älterer Herr erfahren hatte, dass Historiker Wipf ein Buch geschrieben hatte über die Schaffhauser Bombardierung, wollte er dem Autor erklären, weshalb die Bomben abgeworfen worden waren.  "Ich war an der  Bombardierung mit dabei und ich weiss besser, weshalb die Bomben abgeworfen worden sind."  Die  neuen Erkenntnisse Wipfs akzeptierte der Besserwisser nicht, nur weil der Historiker damals noch nicht gelebt hatte. Matthias Wipf tat das einzig richtige: Er rechtfertigte seine recherchierten Resultate nicht.  Das fand ich richtig, denn es lohnt sich nie, mit Besserwissern zu diskutieren.

Für Gauck ist die direkte Demokratie gefährlich






Bereits Udo Jürgens vertrat auch schon die Meinung, das Volk dürfte bei komplexen Sachverhalten nicht intervenieren können. Auch andere deutsche Politiker schätzen ihre repräsentative Demokratie. Da hat bekanntlich das Volk während der Legislaturperiode nichts zu sagen. Das politische Personal kann ungestört regieren - auch über die Köpfe des Volkes weg.











Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck zeigte bei seinem heutigen Besuch in der Schweiz zwar Verständnis für das Schweizer Ja zur Zuwanderungsinitiative. Er sehe aber auch Nachteile in der direkten Demokratie, sagte er nach Gesprächen mit dem Bundespräsidenten Didier Burkhalter.

«Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen», sagte Gauck an der Medienkonferenz im Landgut Lohn in Kehrsatz. Er sei ein überzeugter Unterstützer der repräsentativen Demokratie, mit der Deutschland «sehr gut fährt».
Gauck sagte weiter, er könne sich nicht vorstellen, wie ein Land, das so europäisch sei und so viele verschiedene Kulturen in sich vereine wie die Schweiz, sich von der EU distanzieren wolle. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sollten gestärkt, nicht geschwächt werden.


«Ein Teil der Schweizer Kultur»


Burkhalter konterte, die direkte Demokratie sei ein Teil der Schweizer Kultur. Dazu gehöre, zu akzeptieren, wenn die Bevölkerung gegen die Empfehlung der Behörden stimme. Die Stimme jedes Einzelnen sei wichtig. «Ich kann nicht ganz verstehen, weshalb die EU wegen dem Volksentscheid Forschungsabkommen mit der Schweiz gestoppt hat», sagte Burkhalter.

KOMMENTAR: Es ist mehr als ungeschickt, den Schweizern Staatskundeunterricht zu erteilen und die direkte Demokatie anzuschwärzen. Wir dürfen auf die Mitsprache des Volkes stolz sein. Ich bin sicher, dass das deutsche Volk anders denkt und redet als die deutschen Politiker, welche die direkte Demokratie mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser. Begreiflich, dass dei deutschen Politiker etwas gegen die direkte Demokratie haben: Bei der repräsentativen Demokratie können sie vier Jahre lang schalten und walten, wie es ihnen beliebt.  Das Volk ist ein Störfaktor. Hätte sich der Bundespräsident nicht stark gemacht für die Mitsprache des Volkes, wäre dies für ihn nicht ohne Folgen geblieben.

Dienstag, 1. April 2014

APRIL, APRIL


  1. April, April»: Was war Ihr bester 1. Aprilscherz? - Schweizer Radio ...

    www.srf.ch/unterhaltung/.../april-april-was-war-ihr-bester-1-aprilscherz
    vor 7 Stunden - Erzählen Sie uns Ihr lustigstes 1. ... Zur Webseite von Radio SRF 1 ... oder Zucker und Salz vertauschen - Ideen für Aprilscherze gibt es etliche.
  2. Aprilscherz - TV - SRF Player - Schweizer Radio und Fernsehen

    www.srf.ch/player/tv/archivperlen/.../aprilscherz?...
    Aprilscherz ... GC scheitert an Olympique Lyonnais. Tagesschau am... 07.08.2013. 1 Min .... SRF Schweizer ...
  3. April, April!: Die 8 frechsten Scherze von SRF - Schweizer Radio ...

    www.srf.ch/news/panorama/april-april-die-8-frechsten-scherze-von-srf
    vor 15 Stunden - Jedes Jahr fallen wir darauf herein – die Aprilscherze. Auch das Schweizer ... Zur Webseite von Radio SRF 1 Radio SRF 1 LIVE hören ...

    Aus PEROENLICH.COM:


    Matthias Hüppi begrüsste die Morgenhörer

    Die Schweizer Medien haben wieder tief in die Witzkiste gegriffen.
    Ein elektronischer Wolfsschreck im Wallis, eine Katzensteuer im Kanton Zürich, Heizdecken aus der Krim, das Aus für den herkömmlichen Gartengrill und der falsche Moderator. Die Schweizer Medien und Verbände haben zum 1. April wieder in die Scherzkiste gegriffen.
    Den Vogel respektive Wolf abgeschossen hat der "Walliser Bote". Die Oberwalliser stellen mit dem "Sheep-Wolfs-Watcher" das revolutionäre Gerätchen für den elektronischen Herdenschutz vor. Solargespeist funktioniert dieses Ei des Kolumbus wie die bekannten Geräte zum Fernhalten von Katzen oder Jugendlichen, also mit Hochfrequenztönen, welche für Menschen respektive Erwachsene unhörbar sind. Und billig ist die Sache noch dazu: 19 Franken pro Handy-grossem Apparat im Fachhandel in Domodossola.
    Aber es gibt einen Pferdefuss: Das Bundesamt für Umwelt hat scheint's aus Tierschutzgründen Einsprache gegen die Einfuhr in die Schweiz erhoben. Die Wölfe nämlich kriegen Kopfweh.
    Weiter mit Tierischem 
    Um die Artenvielfalt bei den Singvögeln zu schützen, soll laut dem "Tages-Anzeiger" in Zürich eine Katzensteuer eingeführt werden. 50 Franken pro Jahr und Tier werde diese betragen. Die Katzen könnten via die Zeitung bereits online beim Kantonalen Veterinäramt vorregistriert werden. Es genügt, zwei Fotos "von der Seite und stehend" und "sitzend von vorne" an die Redaktion zu schicken.
    Zum wiederholten Male schaffte es auch der Zoo Zürich in die Aprilscherz-Sparte. Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt, was "wie ein Aprilscherz klingt, ist in Wirklichkeit seriös aufgegleist": Im neuen Elefantenhaus soll eine Sportarena entstehen.
    Dass Tiere sich bestens für Aprilscherze eignen, beweist auch das "Bieler Tagblatt". Auf dem dortigen Strandboden sollen abgerichtete Krähen Hunde verscheuchen, die leinenlos herumstreunen, wo dies nicht erlaubt ist. Und in Münsingen zog ein Fischer gemäss WWF einen Piranha aus der Aare. Konsequenz davon: Bitte Hunde nicht baden lassen.
    Auch Politik im Fokus 
    Auch die Politik bietet immer wieder Stoff für Scherze. Laut der "Basler Zeitung" will die Schweiz als erster Staat nach Russland die Krim als eigenständigen Staat anerkennen. Damit würde die Eidgenossenschaft sich längerfristig den Zugang zu Eisenerz und hochwertigen Heizdecken sichern.
    Glaubt man dem "Willisauer Bote", so steht das Luzerner Kantonsparlament in seiner heutigen Form kurz vor der Abschaffung. Die Kantonsräte sollen sich künftig nicht mehr im Ratssaal treffen, sondern von zu Hause oder vom Büro aus über Skype debattieren.
    Schluss mit Lustig beim Grillieren 
    Freiluft-Pyro-Kulinariker schickt die "bz Basel" mit einem Bericht in den April, wonach die Basler Regierung Grills ab 2015 juristisch als offene Kleinfeuerungen taxieren und wegen der Luftreinhaltenormen Holzkohle sowie Propan- oder Butan-Gasflaschen verbieten wolle.
    Auch Einweggrills würden verboten. Legal sei Biogas. Dazu würden neue Biogasflaschen eingeführt, die allerdings subventioniert werden müssten. Zudem könnte die Kontrolle der Grill-Vorschriften rund ein Dutzend neue Stellen in der Verwaltung erfordern.
    Ein weiters Müsterchen zum Wiehern des Amtshengsts bietet das "Thuner Tagblatt". In Thun nämlich soll die Stadt Pläne für Kinderwagenparkplätze wälzen. Grund: Die Kinderwagen stehen den Passanten und den Restaurants auf dem zentralen Mühleplatz im Weg.
    Wunschnummer und Gartensteuer 
    Im Kanton Schwyz winkt den Autofahrern die Wunschnummer. Wie der "March-Anzeiger" und das "Höfner Volksblatt" wissen, soll die einmalige Gebühr von 1500 Franken der Sanierung der Kantonskasse dienen. Da die Homepage des Verkehrsamts noch nicht umgestellt ist, arbeiten die Behörden mit der Lokalpresse zusammen. Wer die Wunschnummer will, soll sich bei den beiden Blättern melden.
    Wer noch nie vom Eigenesswert (EEW) gehört hat, dem hilft die "Aargauer Zeitung" auf die Sprünge. Demnach müssen im ganzen Kanton ab dem 1. April im eigenen Garten geerntete Lebensmittel versteuert werden. "Der Einheitssatz pro Quadratmeter Garten beträgt Fr. 1.12."
    Am Bodensee sorgte bisher das "Swinger-Schiff" mit eher frivoler Ausrichtung für Aufsehen. Nun soll es dort aber eidgenössisch bodenständig mit einem Schwinger-Schiff weitergehen. Gemäss "Thurgauer Zeitung" sollen in einem Sägemehlring auf einem Schiff rund 60 "Böse" zusammengreifen.
    Rapperswil-Jona, das den Kremlkritiker Michail Chodorkowski beherbergt, profitiert auch vom prominenten Einwohner. Die "Zürichsee-Zeitung" berichtet, Chodorkowski habe den Chiemsee-Kessel gekauft und stelle das antike Artefakt der Stadt zur Verfügung.
    Singende Bischöfe 
    Musikalisch geht es im Welschland in den 1. April: "La Liberté" präsentiert eine neue CD der drei Westschweizer Bischöfe - inklusive Videoclip. "Le Matin" kündigt an, dass Schweden aufgrund sinkender Kriminalitätsraten der Schweiz leerstehende Gefängniszellen angeboten habe. Der Handel sei allerdings an den Gripen-Kauf geknüpft.
    Auch Radio SRF 1 liess sich zum 1. April etwas besonderes einfallen. Statt von Morgenmoderator Sven Epiney wurden die Hörer von Sportkommentator Matthias Hüppi begrüsst, der sich nach eigenen Angaben – als Morgengast eingeladen - im leeren Studio wiederfand.
    Ebenfalls allein im Studio fand sich später am Tag der Schriftsteller Pedro Lenz. Ihn hatte Moderator Michael Brunner versetzt. (sda)

EINFACH FORMULIEREN STATT UNUEBERSICHTLICH

Ein Bestsellerautor Manfred Lütz ist gegen Sprachzerstümmelungen - wie recht er hat


Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, Psychiater, Psychotherapeut, Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, Theologe und Bestsellerautor schreibt als Vorbemerkung seiner Bücher recht treffend:

In diesem Buch ist aus rein pragmatischen Gründen der Lesbarkeit stets die männliche Sprachform gewählt worden, wofür ich die Leersinnen um Verständnis bitte.
Paartherapeut Jürg Willi konstruierte den Satz:

"Wenn man/frau mit seiner/ Ihrer Partner/in zusammenleben will, so wird er/sie zu ihr/ihm in ihre/seine oder sie/er in seine/ ihre Wohnung ziehen."

Um damit deutlich zu machen, dass eine befriedigende Lösung des Sprachproblems nicht möglich ist.

"Ich ziehe die einfache Sprache der zwar korrekten, aber unübersichtlicheren vor".

Diese Auffassung teile ich.

KOMMENTAR: Als Kommunkationsberater setze ich mich ebenfalls immer  für  einfache, verständliche Formulierungen ein. Für Schulz von Thun zählen EINFACHHEIT und KUERZE zu den wichtigsten Verständlichkeitshelfern.

LINK:



Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html

Ob wohl solche Bilder Süchtige zur Vernunft bringen?

 Aus 20 Min.
KOMMENTAR: Bei der Werbung, bei Motivationsprozessen, wenn es um Beeinflussung geht, können Bilder etwas bewirken. Beim Suchtverhalten haben jedoch die Schockbilder auf den Zigarettenpackungen gezeigt, dass Süchtige sich nicht mehr gross beeinflussen lassen.
Rauchen gewöhnen sich an die schwarzen Lungenbilder. Auch Cristal Meth Süchtige lassen sich wohl von diesen Bildern kaum beeindrucken. Vielleicht können diese Photos immerhin bei Jugendlichen nachhaltig wirken, bei jenen, die noch nicht süchtig sind.