Freitag, 3. Januar 2014

Merkel und der Teleprompter



Uuups, was ist denn das? 

Prompter-Panne bei Merkels 

Neujahrsansprache




 
Foto: ARD
 Nanu, was ist denn das? Diese kleine Videosequenz beweist, dass Kanzlerin Angela Merkel (59, CDU) kein besseres Gedächtnis hat als ein Tagesschau-Sprecher...


Gleich in den ersten Sekunden der Aufzeichnung (HIER die Langfassung) ist die Mini-Panne zu sehen: In der Glasfront hinter Merkel spiegelt sich der Reichstag, das Brandenburger Tor – UND der Text im Teleprompter. Die kleine Panne blieb Merkel unbemerkt, sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte ihren Text fehlerfrei zu Ende...
Merkel unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Europäischen Union für Deutschland. Sie sei überzeugt, „dass die Fortschritte unseres Landes stets davon abhängig sind, dass wir auch in Europa vorankommen und die Staatsschuldenkrise tatsächlich dauerhaft überwinden“.

Merkel bezeichnete in ihrer Botschaft die Familie als „Herzstück unserer Gesellschaft“ und versprach mehr Unterstützung in diesem Bereich. Erklärtes Ziel sei, dass alle Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Bildung und die bestmögliche Chance auf ein gutes Leben erhalten könnten.
Zugleich schränkte sie aber ein: „Dabei wissen wir, dass die Fortschritte unseres Landes stets davon abhängig sind, dass wir auch in Europa vorankommen und die Staatsschuldenkrise tatsächlich dauerhaft überwinden.“


KOMMENTAR: Für macht uns diese Panne vor allem bewusst, dass im Fernsehen oft vom Prompter abgelesen wird - auch von den Moderatoren. Erstaunlicherweise gibt es immer noch Konsumenten, die glauben, es werde stets frei gesprochen. Es lohnt sich deshalb, Studiobesuche zu machen, um
persönlich zu erleben, wie viel inszeniert wird oder unecht ist. Das Publikum bekommt beispielsweise im Studio von Animatoren ein Zeichen, wenn es zu Klatschen hat. Oft wird sogar das Klatschen vorgängig - bei der Aufzeichnung - auf Anweisung  aufgenommen, um später den Beifall bei der Wiedergabe beliebig einspielen zu können. Zur Medienkunde  gehört mitunter dieses Bewusstmachen solcher "Manipulationen". Der Mini-Panne sei dank! Sie trug wenigstens etwas zur Desillusionierung der Traumwelt Fernsehen bei.

Wer betrügt, fliegt - Wer bettelt, fliegt - Wer kriminell, ist fliegt

Die Zuwanderung aus dem Osten gibt in vielen Ländern Europas zu reden.

Nicht nur in der Schweiz ist die Masseneinwanderung ein Thema. In der Schweiz hatte die SVP 
 mit ihrem Slogan "KRIMINELLE AUSSCHAFFEN" Erfolg.
Nun werden auch in Deutschland Stimmen laut, die vor Sozialbetrügern warnen. Die Forderungen "Wer bettelt fliegt" Oder: "Wer betrügt, fliegt" kommt nicht bei allen Parteien gut an.
Ich zitiere:

Horst Seehofer
Horst Seehofer  |  Fabrizio Bensch/Reuters

Die CSU will Bedingungen für Migranten aus armen EU-Ländern erschweren. Was fordert sie genau?

Anlässlich der bayerischen Kommunalwahlen 2014 wollen die CSU-Bundestagsabgeordneten auf ihrer Neujahrsklausur kommende Woche ein Papier zur Situation der Städte und Gemeinden beschließen. Darin heißt es: "Der fortgesetzte Missbrauch der europäischen Freizügigkeit durch Armutszuwanderung gefährdet nicht nur die Akzeptanz der Freizügigkeit bei den Bürgern, sondern bringt auch Kommunen an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit." Das zielt klar auf das Inkrafttreten der vollen Freizügigkeit von Rumänen und Bulgaren zum 1. Januar. 
In ihrem Papier betont die CSU, dass sie "Sozialmissbrauch verhindern" will, zum Beispiel sollen EU-Ausländern Sozialleistungen für die ersten drei Monate des Aufenthaltes in Deutschland verwehrt werden. Es soll außerdem Wiedereinreisesperren geben, wenn ein EU-Ausländer hierzulande beim Sozialleistungsbetrug ertappt wurde. 
 "Wer betrügt, der fliegt",
so lautet der Satz, der in den vergangenen Tagen in der großen Koalition für Streit sorgte.

CSU-Chef Horst Seehofer sagt, die Forderungen stehen so im Koalitionsvertrag. Ist das so?

Seehofer hat recht. Zwar versichern Union und SPD im Koalitionsvertrag, dass die Regierung die "Willkommens- und Anerkennungskultur" in Deutschland stärken will, und dass die große Koalition gegen "jede Form der Diskriminierung" von Einwanderern wendet. 
Doch es gibt auch einen Passus zur Armutswanderung innerhalb der EU. Darin heißt es unter anderem, um die Akzeptanz für die Freizügigkeit in der EU zu erhalten, werde die große Koalition "der ungerechtfertigten Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch EU- Bürger entgegenwirken." Das klingt fast so wie in dem Papier der CSU. Auch ist im Koalitionsvertrag von einer Verringerung der "Anreize für Migration in die sozialen Sicherungssysteme" die Rede ebenso wie von der "Ermöglichung von befristeten Wiedereinreisesperren." 
Außerdem findet sich im Koalitionsvertrag die CSU-Forderung nach einem Aussetzen von Sozialleistungen für EU-Ausländer. Sie ist nur verschwurbelter ausgedrückt: Die Rede ist davon, dass Union und SPD "Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsausschlüsse in der Grundsicherung für Arbeitssuchende präzisieren" wollen.

Warum ärgert sich die SPD dann so?

Glaubt man den Sozialdemokraten, so war der Passus zur EU-Zuwanderung eine vehemente Forderung der CSU in den Koalitionsverhandlungen. In der Unterarbeitsgruppe Integration habe man fast einen ganzen Tag darüber verhandelt – und sich am Ende auf Kompromissformulierungen geeinigt. So habe die SPD beispielsweise den Satz "Wer betrügt, der fliegt" im Koalitionsvertrag gerade noch verhindern können.
Die Sozialdemokraten sagen, dass sie mit den Kompromissformeln leben können, weil Sozialmissbrauch schon heute im EU-Recht geahndet werden könne. Die Tonalität, mit der die CSU die Diskussion seit Tagen führe und damit zum Beginn der vollen Freizügigkeit für Rumänen und Bulgaren Ängste schüre und Vorurteile bekräftige, sei jedoch inakzeptabel.
Mancher SPDler glaubt inzwischen, von der CSU ausgenutzt worden zu sein. Offensichtlich hätten die Bayern ihr schlagzeilenträchtiges Einwanderungspapier bereits im Sinne gehabt, als sie im November über die große Koalition verhandelten und sich bei den Forderungen zur Armutswanderung durchsetzte. Die Sozialdemokraten trösten sich jetzt damit, dass keines der Ministerien, die für Einwanderung und Sozialleistungen zuständig sind, von der CSU geleitet wird
. 
Welche Sozialleistungen stehen EU-Ausländern überhaupt zu?

EU-Bürger, die volle Freizügigkeit genießen, haben ein grundsätzliches Recht auf Gleichbehandlung mit Einheimischen. Es ist aber umstritten, ob sie in dem Land, in dem sie leben, vollen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Laut EU-Recht haben nur arbeitende EU-Bürger ein Recht auf Sozialleistungen in einem anderen Land. Die deutschen Sozialgerichte haben dazu aber in letzter Zeit sehr unterschiedlich geurteilt.

Fakt ist: Arbeitslosengeld I steht hierzulande EU-Bürgern wie Deutschen zu, die mindestens ein Jahr in einem festen Arbeitsverhältnis tätig waren. Auf Hartz IV – also die Grundsicherung für Arbeitssuchende – haben EU-Ausländer in Deutschland allerdings nicht automatisch Anspruch. In den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts ist ein Bezug von Hartz IV sogar ausgeschlossen.
In Paragraph 7 des Sozialgesetzbuches II heißt es, dass EU-Bürger keine Leistung bekommen, wenn sie sich "ausschließlich aus dem Zweck der Arbeitssuche" in Deutschland aufhalten. Diese Regelung und deren juristische Auslegung sind umstritten. Im Dezember legte das Bundessozialgericht die Klage einer Schwedin dem Europäischen Gerichtshof vor. Eine Entscheidung steht noch aus. Wer länger als sechs Monate in Deutschland sozialversicherungspflichtig angestellt war und unverschuldet seinen Job verliert, hat in der Regel Anspruch auf Hartz IV. Selbstständige EU-Ausländer haben ab dem ersten Tag grundsätzlich Anspruch auf Hartz-IV-Aufstocker-Leistungen.

Kindergeld steht jedem EU-Ausländer zu. Auch dann, wenn die Kinder nicht in Deutschland leben. Immer wieder wird berichtet, dass arme und kinderreiche Familien aus dem EU-Ausland sich so in Deutschland finanzieren. Darauf zielt die CSU wohl, wenn sie pauschal fordert, den Bezug von Sozialleistungen für EU-Ausländer in den ersten drei Monaten einzuschränken.
Aus BILD:

  1. CDU-Politiker Elmar Brok fordert Fingerabdrücke für Sozial-Betrüger aus Osteuropa


Kommentar: Ich gehe davon aus, dass die Forderung nach Ausschaffung von Kriminellen, Sozialbetrügern und Bettlern beim Stimmvolk besser ankommt als es viele Politiker wahr haben wollen. Seehofer und Co. sind sich dessen bewusst. Deshalb halten sie mit der Forderung nach Ausschaffung nicht zurück. 


Donnerstag, 2. Januar 2014

Die gängigsten Missverständnissen bei Kommunikationsprozessen

Missverständnisse bei Kommunikationsprozessen

Im Laufe des Lebens lernen wir mehr oder minder gut die Kunst der Kommunikation. Wer mit offen Augen und Ohren die Gespräche der Menschen mitverfolgt, erkennt immer wieder typische  Missverständnisse bei Dialogen. Unter Missverständnissen verstehe ich die Differenz zwischen dem Gemeinten und dem Verstandenen. Wenn zwei miteinander reden, besteht immer die Gefahr, dass man sich falsch versteht.
Das ist im Alltag natürlicher Bestandteil bei allen Kommunikationsprozessen. Wir erleben sie tagtäglich und tragen auch selbst zu den Missverständnissen  bei. Im Internet gibt es eine Fülle von vertiefenden Beiträgen über diese Thematik. Ich verzichte deshalb an dieser Stelle auf eine systematische Analyse von Missverständnissen bei alltäglichen Situationen.
Ich verweise auf die Fachliteratur (Siehe Anhang). Dort finden Sie eine gegliederte Auflistung der verschiedenen Arten von Missverständnissen (unbeabsichtigte, leichtfertige, zufällige oder beabsichtigte Missverständnisse) wie auch die aufgelisteten Ursachen der Missverständnisse (kompliziertes Formulieren, mehrdeutige Aussagen, Interpretationen, unterschiedliches Wahrnehmen, eingeschränkter Hörfähigkeit, Sprachschwierigkeiten, Uebersetzungsstörungen, mangelnde Bildung, Grenzen hinsichtlich Denkvermögen beim Adressaten).
Missverständnisse sind aber potentiell gefährlich: Sie beruhen meist auf falschen Grundannahmen und können gravierende Folgen haben.



Nachfolgend erwähne ich bewusst nur einige der wichtigsten Erkenntnisse aus der lebenslangen Schule der Kommunikation d.h. Aus meiner Praxis. Es gibt einige verbreitete Missverständnisse über das Kommunizieren generell, aber auch  während der Kommunikationsprozesse:


Für Südländer ist das Reden mit Händen eine Selbstverständlichkeit "Verbale und nonverbale Kommunikation" sind für sie keine Fremdworte.
Doch wer spricht und gestikuliert, ist deshalb noch kein Meister der Kommunikation.


- Ausdruckstarkes Reden allein wird  oft schon mit  guter Kommunikation gleich gesetzt, weil der Körper mitredet. Aber das genügt nicht. Die Aussage muss beim Gegenüber auch VERSTANDEN werden.

-  Lange und ausführliches Sprechen ist  noch keine gute Kommunikation. Wer Meister der Kommunikation werden will, muss in erster Linie klar DENKEN lernen. Wir müssen lernen, die Gedanken KURZ und KONKRET - in kurzer Zeit - auf den Punkt zu bringen.

- Es geht um die KLAERUNG von Begriffen, die Klarheit der Gedanken und Definitionen.

- Etwas vom Bedeutsamsten ist das gute ZUHOEREN. Eine gute Uebung ist es, wenn zuerst immer das gehört, wiederholt oder zusammengefasst wird. Erst nach der Bestätigung darf dann die eigenen Sicht unterbreitet werden.

- Nach der scholastischen Disputation*1 ist auch die "UNTERSCHEIDUNG" eine hilfreiche Spielregel, um Missverständnisse zu vermeiden. Es muss immer zuerst verdeutlicht werden, in welchem Sinn man einer Aussage zustimmt oder auch nicht. Der Konsens wird gesucht und Unterschied auf den Punkt gebracht.


- Ferner geht es meist um das ABWAEGEN VON GRUENDEN UND GEGENGRUENDEN.
Die heutige Gegenüberstellung von Argumenten PRO und CONTRA machte schon Thomas von Aquin zur allgegenwärtigen Methode. Es lohnt sich beim Abwägen, die gegenteiligen Gründe zu nennen. Unsere Aussage wirkt dann weniger parteiisch.

- Wer glaubt, bei Gesprächen gelte automatisch die Regel: "Ein Wort gibt das andere" wird erleben, dass dem nicht so ist und sich Missverständnisse nach dem fruchtlosen Schema abspielen:

- "Ich habe doch gesagt..." 
- "Nein, Du hast sogar ausdrücklich das Gegenteil gesagt."
Derartige Sprachspiele können mit Redewendungen  zur Wende des "Treten am Ort" führen:
Wenn jemand mit scharfen Worten die Wort-Wiese der anderen abmähen will, können folgende Wortwendungen hilfreich sein.
- "Ach, ich sehe dies ganz anders"
- "Ich habe da eine andere Erfahrung gemacht"
- "Mir fällt dazu etwas anderes ein"
- "Ich finde dies etwas anders als du"
Mit diesen Wortwendungen kann das Gespräch fortgeführt werden.
Hilfreich ist in diesen Situationen die ICH Regel (Wir verzichten auf MAN Aussagen:
- "Ich empfinde dies so..."
- "Ich weiss nicht, ob..."


- Es kommt vielfach zu Missverständnissen, weil wir Vorwürfe unbesehen übernehmen und dem Gegenüber vorschnell Recht geben.
In solchen Fällen hilft das Sprachbild: 

"Das übernehme ich nicht!"
Wir haben verlernt, eindeutig Aussagen zurückzuweisen oder klar zu stellen.
- "So stimmt das nicht!"
- "Das erlebe ich nicht so"
- "Das deute ich anders"


- Wenn ich nicht verstanden werde, liegt es oft daran:

Ich werde akustisch nicht verstanden. Wir müssen lernen, dieses Nicht-verstehen zu artikulieren:
- "Können Sie mir bitte das Gesagte wiederholen?"
- "Ich habe es akustisch nicht verstanden."
- "Bitte sprechen Sie etwas lauter!"



LINKS:

12. Juli 2002 ... Verstehen und Verstandenwerden. ... Verstehen und Verstanden werden. von Hildegard Knill + Marcus Knill ...
www.rhetorik.ch/Verstehen/Verstehen.html
22. Okt. 2004 ... Verstehen, Verständliches Kommunizieren, Lerntraining.
www.rhetorik.ch/Verstehen/Begriffe.html

Rhetorik, Verstehen, Missverstaendnis,Missverstehen.
www.rhetorik.ch/Missverstehen/Missverstehen.html
Keine Antwort geben; Nicht verstehen wollen,; absichtlich missverstehen ..... Kinder verstehen es ausgezeichnet bei den Eltern zum Ziel zu kommen mit dem  ...
www.rhetorik.ch/Manipulation/Manipulation.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Etwas verstehen heisst nicht zwangs- läufig damit auch einverstanden zu sein. Deshalb lautet der oberste Har- vard-Grundsatz: «Ich verstehe Dich, ich bin aber  ...
www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/fitimjob.pdf
Als geübte Kommunikationspartner sind wir unserem Gegenüber schuldig, uns aktiv um ein angemessenes Verstehen zu bemühen. Wir sind uns bewusst, dass  ...
www.rhetorik.ch/Johari/Johari.html
28. Sept. 2001 ... Seine Reden veranschaulichten uns, was wir in www.rhetorik.ch unter " Angewandter Rhetorik" verstehen. Im verschiedensten Beiträgen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Sep_28_2001.html
Er will nichts verstehen (mit der Absicht, dass Sie sich dauernd wiederholen und die Meinung nicht sagen können). "Können Sie das nochmals erklären?
www.rhetorik.ch/Unredlich/Unredlich.html
Etwas verstehen heisst nicht zwangsläufig damit auch einverstanden zu sein. Deshalb lautet der oberste Harvard-Grundsatz: "Ich verstehe dich, ich bin aber ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/02_25/



In der Psychotherapie wird die Methode des aktiven Zuhörens schon lange angewendet (Carl R.Rogers (1902-1987). Das aktive Zuhören hat einen festen Platz ...
www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html
Schweigen ist aktives Zuhören ... Denn: Schweigen heisst nicht einfach "Still sein " oder "Nichts sagen" sondern aktives Zuhören . H. Netzer schreibt: ...
www.rhetorik.ch/Schweigen/Schweigen.html


LITERATUR:



Ebooks zum Download


(Siehe Kapitel Körpersprache "Beispiel Missverständnis zwischen Katze und Hund)

LITERATUR von SAMY MOLCHO:
Er zeigt, dass viele Zeichen eine unterschiedliche Bedeutung haben können




VERTIEFENDE BEITRAEGE IM INTERNET:

Missverständnisse in der Kommunikation - Klangschreiber

klangschreiber.de › 2013/02/08‎
3 Abstimmungsergebnisse
08.02.2013 - Bei dem Missverständnis versteht man, etwas anderes als gemeint war. ... Meinung oder falsche Annahme, bei der der Erzähler jedoch von ...

  1. Wenn zwei sich missverstehen - Manfred Piwinger

    piwinger.de › aktuell › Missverstaendnisse‎
    Dennoch sind Missverständnisse für die Kommunikation potentiell sehr gefährlich, ... der Kommunikation oft bereits bei der Verständigung merken, dass von der ...

  2. Missverständnis – Wikipedia

    Wikipedia › wiki‎
    Der Begriff Missverständnis bezeichnet in der menschlichen Kommunikation ... Bei der Weitergabe von Nachrichten wird die ursprüngliche Meldung verfälscht.

  3. Die Top 10 Kommunikationsfallen | kreativesdenken.com

    kreativesdenken.com › artikel › kommunikationsfallen‎
    Die Gefahr von Missverständnissen ist groß und wie das Gesagte beim Gesprächspartner ... Wenn Ihr Gegenüber Sie lachen oder schmunzeln sieht, weiß er: Achtung, das ist jetzt nicht so ernst gemeint. ... Was kommt besser bei Ihnen an?

  4. So war das nicht gemeint – Stolpersteine der Kommunikation ...

    wertzeichen-bloggen.de › ... › stolpersteine-der-kommunikation‎
    17.05.2010 - Auch wird der Begriff Missverständnis im Kommunikationsprozess sehr ... Bei der Polizei, den Radiosendern und Zeitungen gingen Tausende ...

  5. Wie Sie Missverständnisse in der Kommunikation vermeiden ...

    telefonart.de › wie-sie-die-fallstricke-der-kommunikation-vermeiden‎
    Stellen Sie sich einmal vor, wie es ohne Kommunikation wäre. ... Wie bei jedem Werkzeug kommt es darauf an, es zu beherrschen. Falsch ... Er ist ganz einfach beschäftigt, anstatt sich weiter zu ärgern…und es gibt noch mehr Möglichkeiten, ...
 

*1 Die Scholastik kennt nach Wikipedia das "Deduktive Prinzip":
Das typisch Scholastische war ein nahezu grenzenloses Vertrauen in die Macht und Zuverlässigkeit der Deduktion des Schließens vom Allgemeinen auf das Besondere. Man nahm an, dass die fehlerfrei durchgeführte Deduktion zur Erkenntnis von allem vernunftmäßig Erkennbaren und zur Beseitigung aller Zweifel führen kann. Voraussetzung war die korrekte Anwendung der Regeln des Aristoteles, besonders seiner Lehre von den Trugschlüssen . Man ging von bestimmten allgemeinen Grundsätzen aus, von deren Richtigkeit man überzeugt war, und begann dann zu folgern, um ein Phänomen zu erklären oder eine These zu beweisen.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Zum neuen Bundesratsphoto

Was sagt das neue Portrait?

Kernbotschaft des neuen offiziellen Bundesratsfotos:

 «Mit offenem Blick auf die Welt»


 
Der Gesamtbundesrat 
(von links nach rechts): Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Vizepräsidentin), Bundespräsident Didier Burkhalter, Bundesrätin Doris Leuthard, Bundesrat Ueli Maurer, Bundesrat Alain Berset, Bundeskanzlerin Corina Casanova.
(admin.ch)
Zu Jahreswechsel haben wir wiederum das neues Bundesratsfoto erwartet. Das Konzept und die Komposition des Bundesratsfotos für 2014 bestimmte wiederum der neuen Bundespräsident, Didier Burkhalter. Er wollte die drei Prioritäten seines Präsidialjahres widerspiegeln: Jugend, Arbeit und Öffnung. Ort der Aufnahme ist der Arbeitsort. «Die Türe und das Fenster stehen offen, für einen offenen Blick auf die Schweiz und die Welt.» So steht es im offiziellen Text.

Das Bild wurde von den Fotografen Béatrice Devènes und Dominic Büttner aufgenommen. Von dem Team stammt auch das Bundesratsfoto 2008, auf welchem sich die Regierung inmitten einer Menschenmenge präsentierte.
Wie schon damals verzichteten die beiden Fotografen 2014 auf eine Fotomontage. Die Mitglieder des Bundesrats wurden nicht wie in den letzten Jahren meist einzeln abgelichtet um sie  dann vor einen Hintergrund zu montieren. Stattdessen stand das Gremium am letzten Tag der Wintersession als Team für die Aufnahmen hin. Das soll dem bild Authentizität verleihen.
Der Bundespräsidenten wünschte auch die Mitwirkung von zwei junge Erwachsenen (unterstreicht die Priorität Jugend): Yannick Maron und Chayanne Fressineau sind Absolventen an der Ecole supérieure d'arts appliqués in Vevey ( Ausbildung zum Fotografen).
 Das Bild kann auch gratis bestellt oder über www.admin.ch heruntergeladen werden.

ANALYSE DER AUFNAHME (mit einer Interpretation, die nicht all zu ernst genommen werden darf):


Obschon das Bild die Botschaft verkünden soll "Mit offenem Blick für die Welt" kehren sie Magistraten mit der Bundeskanzlerin der offenen Türe und den Fenstern den Rücken zu. Dafür  strahlen die Gesichter OFFENHEIT aus. Die Anordnung ist so komponiert, dass das Führungsteam analog der Keilform von Wildgänsen den Bundespräsidenten (als Leitgans) in seiner Spitzenposition hervorhebt.
LINK:


10. März 2002 ... Teams können von Wildgänsen lernen ... Im Herbst sehen wir Wildgänse in ihrer pfeilförmigen Flugformation am Himmel. Wenn wir diese ...
www.rhetorik.ch/Appreciative/Appreciative.html

Was auffällt: Alle lassen ihre Arme synchron hängen. Keine verschränkten Arme mehr (Ich erinnere an Calmy-Rey) oder jene Magistraten, welche Arme gerne  hinter den Rücken gehalten hatten (Bundesrat Schmid). Auch die Haltung und der Gesichtsausdruck ist mehr oder minder einheitlich (wir erinnern uns an die Unterschiede von Bundesräten, die  eher griesgrämig geblickt haben oder mit übertriebenem Cheese-Lachen aufgefallen sind). Die offensichtliche Einheitlichkeit wirkt aber stark inszeniert. Zu statisch: Statisten in Reih und Glied!
Was auffällt: Das TINTENBLAU von Doris Leuthard. Der HELLE Oberteil von Simonetta Sommaruga. Die klassischen dunklen Farbtöne dominieren zwar immer noch. Die bürgerlichen Bundesräte (Schneider Ammann und Maurer tragen ROTE Kravatten ausser dem Präsidenten. Dieser teilt immerhin ein bläulicher Europafarbton in Kleid oder Kravatte (Oeffnung zur EU) mit Alain Berset. Gesamteindruck: EINHEITLICH, STANDFEST. Hoffentlich arbeitet das Team 2014 nicht zu förmlich oder gibt sich zu poliert, wie der sauber gebohnerte Parkettboden.
LINKS:

1. Jan. 2013 ... Die Bundesratsfoto 2013 macht die Handschrift Maurers deutlich. Die Foto will weder originell noch kreativ sein. Die Foto ist einfach und ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/01_01/

01 Jan 13: Bundesratsfoto 2013 · 21 Aug 12: Kritik ... 01 Jan 12: Das neue Bundesratsfoto · 16 Dez 11: ... 12 Dez 10: Bundesratsfoto Vorwegnahme · 04 Dez 10: ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Bundesrat.html

Wir Wünschen allen Lesern ein erfolgreiches 2014

WILLKOMMEN IM:

Dienstag, 31. Dezember 2013

Der verunfallte Michael Schuhmacher und die Medien (Teil 2)

Wie die Aerzte  mit den Medien umgehen

(Fortsetzungsgeschichte meiner letzten Analyse am 30. Dezember/

Nun vom 31. Dezember - am Silvester)

Es gibt Leser, die ärgern sich enorm, dass bei einem Autorennfahrer alle Medien so detailliert über seinen Gesundheitszustand berichten und ein Heer von Journalisten den Spital belagern, in dem Michael Schuhmacher mit dem Tod kämpft.
Leider ist und bleibt es so, dass der Tod eines normal-sterblichen Unfallopfers kaum beachtet wird, hingegen der Unfall einer prominente Persönlichkeit für die Medien eine  Geschichte ist, die sich gut verkaufen lässt. Dann kommt noch der gekannte Sogeffekt dazu. Wenn sich wichtige Medien für etwas interessieren, sind alle andern Fernseh-, Radiostationen und Verlage gleichsam gezwungen, als Trittbrettfahrer mitzumachen.
So ist es nicht verwunderlich, dass bei so einem Fall die Medienkonferenz der Aerzte im Spital von einem Tross von Journalisten begleitet wird.




Nachdem wir in der ersten Analyse gesehen haben, dass die Informationspraxis im Spital bis jetzt recht professionell gehandhabt worden war und  bislang nur Sachverhalten und Fakten preisgegeben wurden - ohne auf Mutmassungen und Hypothesen einzugehen, betrachten wir heute die Fortsetzungsgeschichte:


Am Silvester (31. Dezember 2013) war es wiederum erfreulich, festzustellen, dass nicht die Aerzte vor Ort - sondern vor allem aussenstehende Experten und Spezialisten - Mutmassungen ausgesprochen haben. Beispielsweise: "Kein Schädeltrauma bleibt ohne Folgen."


Das Spital  schilderte dafür  erneut meist nur  Fakten.
Die Krisenkommunikationspraxis der Grenobler Klinik darf  weitgehend als richtig bezeichnet werden.


ES GIBT JEDOCH VORBEHALTE:


In Details lehnen sie sich leider etwas zu weit  zum Fenster hinaus.
Es besteht die Gefahr, dass sie später irgendwann zurückrudern müssen, dann aber mit zu viel Erklärungsaufwand.
(Warum wird eine 2. Op gemacht, wenn's dem Patienten besser geht?
Sprechen die Aerzte von einer Operation, müssten sie auch dazu etwas sagen: Was wurde genau getan? Sonst gibt dies Futter für Spekulationen ..)

Die Medien berichten aus meiner Sicht ziemlich unterschiedlich.
Ich vermute, die Grenobler hatten ihnen so manches Hölzchen zugeworfen, das sich nachher auf unterschiedliche Art verarbeiten lässt.

Eines gefällt  gar nicht:


Das Behandlungsteam dürfte auf keinem Fall auf Betrachtungen über das Unfallgeschehen eingehen! Das ist Sache der Polizei, allenfalls der Rechtsmedizin.
Auch noch so gut gemeinte Aussagen wie "Helm zerbrochen", sie sind ohnehin nutzlos. soche Zusatzbemerkungen gehen oft schief.
Das wichtigste Signal für Aerzte muss sein: Es hat sie nie zu kümmern, warum jemand krank ist. Ein Arzt behandlelt  immer bestmöglich.
Ein Spital könnte  rasch in hässliche oder moralisierende
Diskussionen verwickelt werden.
(Lifestyle-bedingte Krankheiten, Alkohol, AIDS, gefährliche
Sportarten usw.)





Heute am Silvester wurde bekannt, dass der Skihelm Schuhmachers  beim Aufprall gespalten worden sei und das Opfer nochmals  operiert werden musste. Der Druck im Gehirn habe leicht reduziert werden können. Auf den linken Seite des Gehirns sei ein Hämatom entfernt worden, das man gemäss Computertomographie (CT) entdeckt habe. Die Körpertemperatur des Patienten sei auf 35 Grad gesenkt worden. So gesehen könne von einer leichte Besserung gesprochen werden. Auf Prognosen wurde von den Spitalärzten wiederum verzichtet: Man wage keines Prognose."Wir sprechen nicht über Spätschäden, sondern nur über die Behandlung!" Es wurde deutlich gesagt, dass Schuhmacher immer noch in Lebensgefahr schwebe und noch nicht über dem Berg sei. Auf den folgenden Tag wurde eine weitere Medienmitteilung angekündigt. 
Die Familie Schuhmachers dankte heute dem Aerzteteam für ihren unermüdlichen Einsatz und bat die Medien, die Persönlichkeitsrechte der Familienangehörigen zu respektieren.
Die Mediensprecherin ragte aber mit ihren Aussagen den Kopf recht weit aus dem Fenster. Sie kolportierte Geschichten, die NICHT ERHAERTET sind (VERMUTUNGEN, BEHAUPTUNGEN, ANNAHMEN). Ich empfehle der Pressesprecherin den Besuch eines Seminares "Informieren in Krisenkommunikationen- aber wie?".




Folgende Aussage zähle ich eindeutig zu einer schlechten KRISENKOMMUNIKATION. So erfahren wir :
  1. Michael Schumachers Pressesprecherin Sabine Kehm: „Es scheint wie folgt gewesen zu sein – und das sage ich mit aller Vorsicht und nachdem ich mit diversen Leuten gesprochen habe, die dabei waren: Michael war nicht allein und er war auch nicht nur mit seinem Sohn unterwegs sondern mit einer kleinen Gruppe an Freunden. Ich glaube – ich betone, ich glaube – dass Folgendes passiert ist: Michael fuhr mit der Gruppe auf normaler Piste. Dazwischen war ein Bereich mit Tiefschnee. Da fuhr Michael rein. Er war aber nicht schnell, weil er wohl einem Freund geholfen hat, der gestürzt war. Also fuhr Michael gerade wieder an, fuhr in den tiefen Schnee und ist dann wohl – wie wir vermuten – auf den Felsen getroffen, als er eine Kurve fuhr. Michael war nicht allzu schnell unterwegs. Aber leider offenbar bei der Schwungauslösung – das nehmen wir an – hat er den Felsen getroffen und dann hat es ihn hochkatapultiert und er ist mit dem Kopf voran auf einen Felsen geschlagen. Das ist eine extreme Verkettung von extrem unglücklichen Umständen. Das ist ein großes, großes Unglück gewesen. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass er zu schnell war.“

    DIESE MUTMASSUNGEN UND HYPOTHESEN DER MANGERIN WURDEN  VON "BILD" UND DEN MEDIEN ALS NEUE ERKENNTISSE SOFORT UEBERNOMMEN.




  2. Journalist wollte in Schumis Zimmer

    Michael Schumachers Pressesprecherin Sabine Kehm sagte nach der Pressekonferenz, dass ein Journalist versucht habe, als Priester verkleidet in Schumis Krankenzimmer zu gelangen!

    Quelle TAGI:

    Journalist wollte als Priester verkleidet zu Schumacher schleichen

     

    Das Spital im französischen Grenoble wird von Journalisten aus zahlreichen Ländern belagert. Einige von ihnen halten sich nun offenbar nicht an die Anweisungen des Personals. Mehr...



    Solche Geschichten verstärken das negative Image von Journalisten.
    Folgende Berichterstattung vom heutigen Tag unter NEWS ORF finde ich recht glaubwürdig. Sie beschreibt die heutige Lage recht sachlich ohne Sensationslust. Doch werden in diesem Beitrag  die Vermutungen der Pressesprecherin bereits als Fakten "verkauft":


    „Etwas Zeit gewonnen“

    Der Gesundheitszustand des beim Skifahren schwer verunglückten ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat sich leicht verbessert. Dennoch befindet sich der 44-Jährige weiterhin in einem kritischen Zustand.

    Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus von Grenoble teilten am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit, dass bei dem 44-Jährigen in der Nacht eine weitere Operation durchgeführt wurde. Dabei sei es gelungen, ein Hämatom zu entfernen. Die Operation sei mit der Familie abgesprochen gewesen.

    „Wir haben etwas Zeit gewonnen“, sagte Jacqueline Hubert, die Leiterin der Klinik. Bei dem neuerlichen Eingriff war es nach Angaben des behandelnden Arztes Jean-Francois Payen gelungen, etwas Druck auf das Gehirn wegzunehmen. Allerdings sei es zu früh, die Intensität der Therapie zu verringern. Es ließen sich noch keine Prognosen über den weiteren Verlauf treffen. „Es liegt noch ein langer Weg vor ihm.“ Man habe jedenfalls wichtige Zeit gewonnen. Schumacher werde aber weiter im künstlichen Koma gehalten.

    Zahlreiche „diffuse“ Blutergüsse
    Montagnachmittag habe sich durch eine Verbesserung des Zustands die Möglichkeit aufgetan, Schumacher zu operieren. Eine Computertomografie sei durchgeführt worden, dabei wurde festgestellt, dass ein großer Bluterguss auf der linken Seite risikolos entfernt werden könne. Das sei bei der zweiten Operation - die erste fand unmittelbar nach der Einlieferung des früheren Formel-1-Stars statt -, die am Abend durchgeführt wurde, dann auch geschehen. Es gebe aber zahlreiche weitere „diffuse Blutergüsse“, diese befänden sich teilweise im Gehirn, und keiner von ihnen könne entfernt werden. Bereits bei der ersten Operation war Schumacher laut Angaben der Ärzte ein Teil der Schädeldecke entfernt worden, um den Druck auf das Gehirn zu verringern.

    „Müssen realistisch sein“
    Der Innendruck in Schumachers Schädel konnte durch den Eingriff gegen 22.00 Uhr gemindert werden. Dass Schumachers Zustand sich so entwickelt hatte, dass die Operation möglich wurde, hatte die Ärzte nach eigener Aussage selbst überrascht. Es hatte ein Überdruck im Schädel vorgelegen, der größte Besorgnis ausgelöst hatte, erklärte Payen. Auf Journalistenfragen machten die Ärzte klar, dass Schumachers Gesund
    heitszustand am Montag noch viel kritischer war als derzeit.

    „Wir müssen realistisch sein. Die ganze Familie ist sich im Klaren darüber, dass die Situation kritisch ist“, betonte Professor Gerard Saillant, der als Freund mit nach Grenoble gereist ist. „Wir sind etwas weniger besorgt als gestern“, meinte Saillant, „wir wollen diese Schlacht gewinnen.“ Er kennt Schumacher seit vielen Jahren und behandelte den siebenmaligen Weltmeister nach dessen schwerem Rennunfall 1999 in Silverstone. Neben Schumachers Frau Corinna und deren beiden Kindern befinden sich auch Bruder Ralf und Vater Rolf im Spital.

    Landkarte zeigt den Unfallort von Michael SchumacherAPA; ORF.at
    Schumacher wurde nach seinem Skiunfall in Meribel zuerst ins Spital nach Albertville gebracht und anschließend ins Krankenhaus nach Grenoble verlegt

    Keine Prognose möglich


    Eine Prognose könne man nicht abgeben, so die behandelnden Ärzte. Zurzeit werde alles unternommen, um den Druck im Gehirn nicht ansteigen zu lassen. „Es ist eine kritische Situation, keine stabile“, hieß es weiter. Im Augenblick könne man nicht mehr dazu sagen. Saillang appellierte - auch im Namen der Familie - an die Medien, das Ärzteteam in Ruhe arbeiten zu lassen. Sobald es Neuigkeiten gebe, werde man die Öffentlichkeit informieren. Ein als Priester verkleideter Journalist versuchte laut Schumachers Managerin, Sabine Kehm, zu Schumacher vorzudringen. Und das war offenbar nicht der einzige Versuch. Kehm verurteilte dies scharf.

    Zugleich betonten die Ärzte, dass Schumacher so behandelt werde wie jeder andere Hirntraumapatient auch - sowohl was das Verfahren angehe als auch den Aufwand. Die Ärzte betonten ausdrücklich, dass alle Patienten mit der gleichen Aufmerksamkeit behandelt würden wie Schumacher.
    Familie unter Schock
    Schumacher hatte sich bei dem Unfall am Sonntagvormittag in Meribel schwere Kopfverletzungen zugezogen. Schumacher wurde nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzt. Die Familie des schwer verunglückten siebenfachen Weltmeisters steht unter Schock. „Der Familie geht es natürlich nicht sehr gut“, sagte Managerin Kehm Reportern in Grenoble. „Sie sind geschockt.“ Sowohl Gattin Corinna als auch die beiden Kinder sind seit Sonntag ebenfalls in dem ehemaligen Olympiaort.

    Piste, auf der Michael Schumacher verunfallteAPA/EPA/David Ebener
    Auf dieser Piste soll Schumacher verunglückt sein

    Vor Unfall Freund geholfen
    Unterdessen wurden am Dienstag erstmals offiziell Details des Unfallhergangs bekannt: Schumacher half demnach unmittelbar vor seinem schweren Skiunfall einem auf der Piste gestürzten Freund. Anschließend sei er in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren, berichtete Kehm am Dienstag in Grenoble unter Hinweis auf Schilderungen von Begleitern. Dort sei Schumacher beim Ansatz zu einer Wende gegen einen Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden. Kopfüber sei er dann auf einen Felsen gestürzt, sagte Kehm vor Journalisten.

    Schumacher war demzufolge nicht mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch schlug sein Kopf offensichtlich heftig auf. Medienberichten zufolge zersprang dabei sein Helm. Eine Bestätigung dafür gab es in Grenoble aber nicht. Die Ärzte hatten am Montag betont, dass Schumacher ohne Helm „es wohl nicht bis ins Krankenhaus geschafft“ hätte, wie es der Leiter der Anästhesieabteilung, Payen, ausdrückte. Schumacher sei mit der rechten Seite aufgeprallt und nach dem Unfall verwirrt gewesen. 
     
Nachtrag: Laut Spätausgabe der Nachtausgabe Tagesschau SRF1 werden die Aerzte im Spital von Grenoble vorläufig nicht mehr informieren, bis sich etwas am Zustand des Patienten verändert habe. Die vielen Journalisten wären eine zu grosse Belastung.

Aus 20 Min:

Spital verbannt alle Journalisten

Michael Schumachers (44) Zustand sei weiterhin kritisch, aber stabil. Das Krankenhaus hat derweil sämtliche Journalisten vom Gelände weggeschickt.





Das Krankenhaus in Grenoble, in dem Michael Schumacher im Koma liegt,
wird von zahlreichen Journalisten aus der ganzen Welt belagert. Weil sie die angeblich Arbeit behinderten wurden sie am 2. Januar vom Gelände verbannt.

Der Universitätsspital Innsbruck hatte dazumal bei Dani Albrecht (Der Schweizer Spitzensportler lag dort auch in einem künstlichen Koma) trotz zusätzlicher Belastung dennoch laufend Medienmitteilung  - über den IST-Zustand des Patienten - herausgegeben. Grenoble hätte nach meinem Dafürhalten die Information nicht vorübergehend aussetzen sollen. Denn:Wenn das Spital nicht weiter proaktiv informiert, suchen sich die Medien  andere Quellen.  

    Als das Inselspital in Bern dann bei Dani Albrecht nicht mehr informierte (man hatte früher mit einem Fotographen Probleme gehabt), beschafften sich die Journalisten die Informationen bei Albrechts Bruder und beim Chef Swiss Ski. 
    Auch in Grenoble beschaffen sich  nach dem Aussetzen der News die Journalisten ihre Informationen anderweitig. Diese Stellen sind aber meist nicht unabhängig. Wie beispielsweise  Schuhmachers Managerin, die gerne den Informationspart übernahm.


    Dass eine persönliche Managerin  nicht völlig neutral informieren kann, liegt auf der Hand. Ihre Aussagen könnten gefärbt sein. Die Medien wollen aber immer "Futter" und nehmen gerne Mutmassungen und Hypothesen entgegen.
    Die Medien holten sich am 2. Januar Informationen beim Pistendienst:
    Wir lesen in 20 min: «Unsere Bergretter fanden Michael Schumacher halb sitzend, halb liegend. Er wedelte aufgeregt mit den Armen», sagte Pistendirektor Olivier Simonin dem französischen Onlineportal «ledauphine». 

    FAZIT: Es ist verständlich, dass so viele Journalisten den Betrieb einer Universitätsklinik belasten. Dennoch müssten die Aerzte  die Kommunikation SELBST mit einem Kernteam managen und jeden Tage eine Medienmitteilung herausgeben.
    Nur so übernehmen sie und nicht fragwürdige Interessenverteter den LEAD der Krisenkommunikation.



     











      Sabine Kehm vorm Universitätsklinikum in Grenoble
    Sabine Kehm (Managerin von Michael Schuhmacher)
    vor dem Universitätsklinikum in Grenoble informiert die Presse.
     
    Ihre BOTSCHAFT am Neujahrstag:
     
    ZUSTAND STABIL
    WEDER EINE VERSCHLECHTERUNG NOCH EINE VERBESSERUNG!
    ES BESTEHT IMMER NOCH LEBENSGEFAHR.  

    Am 2. Januar 2014 werden im BILD bereits die MUTMASSUNGEN der Managerin Schuhmachers als WAHRHEIT verkauft. Beispielsweise, dass sich die Bindung des Verunfallten nicht gelöst hätten.
    In Krisensituationen dürfen nie ungeprüfte Informationen als FAKTEN"verkauft" werden!











    Wiederum zeigt sich, wie gefährlich ungesicherte Informationen sein können. Wir erkennen kurz nach den MUTMASSUNGEN der Schuhmacher Managerin, dass ihre beschönigenden Aussagen leider nicht mit den  Tatsachen der Polizeiakte  übereinstimmen.
    Die Mangerin behauptete jüngst vor allen Medien, Michael Schuhmacher sei nicht schnell gefahren (und gab dies als neue WAHRHEIT aus). Doch erhärten nun  die Polizeiakten, dass der Verunfallte doch  schnell gefahren ist.

      



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    Bildquellen: Ralf R. Strupat

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