Samstag, 30. November 2013

Wer weiss: Bald ist der Messerstecher ein STAR

CARLOS - CARLOS - CARLOS

Zuerst macht er schon in der Schule von sich reden, weil er sich nicht eingliedern will und erhält dadurch eine Sonderbehandlung.
Er fordert bei den Eltern, das was er will und zwar subito- die Eltern gewähren dem Kind eine Sonderbehandlung.
Er rebelliert gegen Lehrer und Vorgesetzte - und erhält wiederum eine Sonderbehandlung.
Er weigert sich, Spielregeln einzuhalten - und erhält erneut Sonderbehandlung.
Er prügelt und verletzt Kinder - und erhält eine Sonderbehandlung.
Weil er sich nicht eingliedern will, erhält er -wie bisher - eine Sonderbehandlung.
Er sticht einen Menschen nieder - und erhält eine Sonderbehandlung.

Die Sonderbehandlungen werden dermassen kostspielig, dass dank der Offenlegung der Kosten in den Medien erstmals die Sonderbehandlungen gestoppt werden.

Carlos könnte für viele renitente Kinder zum Vorbild werden. Sie könnte sich sagen: "Rebelliere, verweigere Anordnungen, übe Gewalt aus. Dann wird man  Unsummen für angenehme Therapien ausgeben, damit Du wieder auf den rechten Weg kommst!" 
Wenn du dich jedoch einordnest, so bist und bleibst  du  der Dumme. Die reiche Schweiz kann ruhig eine Million für mich locker machen. 

Obwohl das Opfer des Messerstechers  immer noch auf eine angemessene Entschädigung wartet, gerät nun Carlos erneut in die Schlagzeilen. Carlos gibt sich überraschend reumütig und spricht von Gott. Es gelingt ihm, gewisse  Herzen zu erweichen.
Wieder macht er von sich reden. Und wer weiss, bald könnte sich für ihn der Geldhahn erneut öffnen.
Es ist  nicht auszuschliessen, dass der renitente Gewalttäter und Messerstecher - dank der permanenten Medienpräsenz - seine Taten später sogar noch vermarkten kann. Mit einem Buch oder einem Film, vielleicht auch mit Vorträgen und Auftritten. Carlos könnte seine Taten vergolden und eine  lukrative Karriere starten, wiederum ohne arbeiten zu müssen. Mit Sondersalairen.
Eine derart groteske Situation würde mich nicht  verwundern. Es gibt nämlich bereits Medien, die sich für den "armen, gestressten" Jungen stark machen. Der Name CARLOS würde somit sogar zum Markenzeichen mutieren.

Freitag, 29. November 2013

Der Finanzminister Schlumpf

Fauxpas


Wie aus Eveline Widmer-Schlumpf ein Mann wurde

Die Feriendestination Davos-Klosters hat in einer Werbeaktion aus unserer Finanzministerin kurzerhand einen Mann gemacht.

Quelle 20 Min:

storybild
Wenn der Finanzminister in Wirklichkeit eine Finanzministerin in: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

Die Werbeoffensive der Skidestination Davos-Klosters für preiswerte Ferien im Bündnerland soll witzig sein: «Liebe Bundesräte, an einem Schulreisli im Winter hätte auch der Finanzminister Freude.» Nur hat die Schweiz keinen Finanzminister sondern mit Evelyne Widmer Schlumpf eine Finanzministerin. Eine bündnerische noch dazu. Rund hundert solche Plakate hängen zurzeit im Raum Zürich.
«Das ist ein peinlicher Fauxpas», sagt Kommunikationsberater Marcus Knill. Und auch das Informationsportal Infosperber macht sich lustig über die Werbeaktion: «Davos-Klosters macht aus Eveline Widmer-Schlumpf einen Mann. Das ist weder originell noch lustig, sondern peinlich.»
«Wir haben erst gemerkt, dass uns ein Fauxpas unterlaufen ist, als es bereits zu spät war», sagt Nuot Liehta, Sprecher der Destination Davos Klosters. Man habe die Werbung bewusst geschlechtsneutral halten wollen. Dass der Finanzminister eigentlich eine Frau ist habe man natürlich schon gewusst. Lietha aber betont, dass «wir mit den Plakaten niemanden verletzen oder beleidigen wollten». Sollte dies passiert sein, entschuldige man sich.
Schlussendlich diene aber Werbung dazu, Aufmerksamkeit zu erregen. «Und das ist uns ja offensichtlich gelungen.» Kommunikationsprofi Knill pflichtet bei: «Jetzt ist Davos Klosters in aller Munde. Der Lapsus hat dem Erfolg der Werbung keinen Abbruch getan.»

KOMMENTAR: In Deutschland stört sich niemand, wenn eine Politikerin beispielsweise sagt: Ich bin Bürgermeister. Doch wird heute niemand mehr Angela Merkel als Bundeskanzler bezeichnen.
Seit Jahren wurde in den Redaktionen die Genderfrage diskutiert und es wurden allmählich lesbare Lösungen gefunden. Ich war vorgestern an einer Veranstaltung, da vielen die unendliche vielen Verdoppelungen auf: "Lehrerinnen und Lehrer", "Schülerinnen und Schüler".
Ich verweise auf die LINKS:
eine Provokation. Die ersten zum Teil recht militant geführten Diskussionen waren gewiss notwendig. Ohne die penetranten Vorstösse wäre wahrscheinlich  ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
27. Sept. 2013 ... Aktuell Sprache · Feministische Rhetorik ... "WählerInnen" betont die Geschlechtertrennung und ist nach Lassahn "Feministisches Falschgeld".
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/09_27a/

Video von Oliver Knill ( Boston)

Netzwerk - an welchem Mathematiker
Oliver Knill (Boston, Harvard Uni) arbeitet:

Orbital network slides on Vimeo

vimeo.com/80584279‎Diese Seite übersetzen
vor 6 Stunden - This is a slide show showing off some orbital networks. See project page.


Musik ebenfalls von Oliver Knill (ist übrigens auch Webmaster von rhetorik.ch)

Donnerstag, 28. November 2013

Medienkritik

Philip Kübler ist neuer Präsident des Vereins Medienkritik


















Ich zitiere PERSOENLICH.COM:

Philip Kübler löst Gottlieb F. Höpli ab


Die Mitgliederversammlung des Vereins Medienkritik Schweiz hat vier neue Mitglieder in den Vorstand gewählt: Ruth Halter (Zürcher Radio-Stiftung), Pius Knüsel (Direktor der Volkshochschule Zürich), Matthias Künzler (Universität Zürich) und Stefan Vannoni (Economiesuisse).
Anschliessend hat der Vorstand mit Philip Kübler (links im Bild) einen neuen Vorsitzenden gewählt. Wie der Verein in einer Mitteilung schreibt, löst Kübler Gottlieb F. Höpli ab, der Medienkritik Schweiz seit seiner Gründung geleitet hatte. Höpli (rechts im Bild) wird sich in der Zukunft um den Beirat des Vereins kümmern, der den Vorstand unterstützen soll. 


Der neue Präsident Philip Kübler ist ein Spezialist im Medien-, IT-, Telekommunikations- und Vertragsrecht und in Fragen der Governance und Compliance von Organisationen. Er ist Rechtsanwalt und hauptberuflich für Swisscom tätig, zuerst als langjähriger Chefjurist und aktuell mit Verantwortung für den Bereich Unternehmenstransaktionen. Kübler ist Dozent für Medienrecht an der Universität Zürich und Mitglied der Eidgenössischen Medienkommission (EMEK). Zudem amtete er bis vor kurzem zwölf Jahre lang als Mitglied des Presserates, war parallel an der Gründung des Vereins Medienkritik Schweiz beteiligt und wirkte in dessen Vorstand. 

Medienkritik Schweiz möchte das Verständnis für die Medien und die Auseinandersetzung mit dem Journalismus und seinem Umfeld fördern. Wenn Nutzerinnen, Medienschaffende und zahlreiche Vereinigungen Medienleistungen beobachten und bewerten, soll dies auf den Plattformen von Medienkritik Schweiz gezeigt werden, etwa auf medienkritik-schweiz.ch. (pd)
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KOMMENTAR:
Für Medieninteressierte, Journalisten, Medienwissenschafter sind die Veranstaltungen des Vereins Medienkritik ein Muss. An der Abendveranstaltung vom 27. November an der Pädagogischen Hochschule in Zürich erfuhren wir von Prof. Dr. Otfried Jarren - Präsident der neu formierten Medienkommission - wichtige Details zum Auftrag und den Erwartungen der Eidgenössischen Medienkommission. Gottlieb F. Höpli, ehemaliger Chefredaktor TAGBLATT, der den Verein seit der Gründung geleitet hat, schlug einen Bogen zur Mediengesamtkonzeption von 1978-1982. Die geschilderten detaillierten Quervergleiche fand ich besonders aufschlussreich.
Aus dem anschaulichen Antrittsreferat des neuen Präsidenten Philip Kübler schäle ich an dieser Stelle für meine Leser  seine  gelungene Darstellung der Internets heraus:

Das INTERNET ist:
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verspielt
belanglos?
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anonym
verantwortungslos?

___________
unreguliert
schutzlos?

Gruss nach Boston

K+K wünscht Oliver Knill in Boston:

Sicherheitsbedürfnis der Menschen ernst nehmen!

Müssen wir die zunehmende Zahl von Einbrüchen einfach so hinnehmen?

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass  das Sicherheitsbedürfnisses des Menschen zu den URBEDUERFNISSEN gehört. Wenn gesagt wird, wir müssten   leider künftig mit  zunehmenden Einbrüchen leben lernen, wird dies  von der Bevölkerung nicht einfach so hingenommen.
Prognose: Jene politischen Parteien, die das Sicherheitsbedürfnis der Oeffentlichkeit ernst mehmen, werden bei den kommenden Wahlen zulegen.
Ich zitiere 20 Min:

Panikzustände, Schlaflosigkeit, Erschöpfung: Opfer von Einbrüchen leiden teils jahrelang. Die Uni Zürich will ihnen jetzt mit einem Selbsthilferatgeber zurück in den Alltag helfen.

Bildstrecke im Grossformat »

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Einbrecher machen sich die dunklen Stunden im Herbst und Winter zunutze. Versicherer verzeichnen bis zu 20 Prozent mehr Schadensmeldungen ab November.


Sie dringen in die Wohnung ein, reissen Privates aus Schränken und Schubladen und nehmen sämtliche Wertgegenstände mit. Im Herbst sind im Schutz der Dunkelheit wieder vermehrt Einbrecher unterwegs. Dies zeigen Zahlen der Versicherungsgesellschaft Allianz. Jedes Jahr verzeichnet man dort direkt nach der Zeitumstellung auf einen Schlag rund 20 Prozent mehr Schadensmeldungen.
Auch laut dem Bundesamt für Statistik gibt es im November jeweils fast doppelt so viele Einbrüche wie etwa im Juli. «Wir stellen seit Beginn der Winterzeit einen starken Anstieg an Einbruchdiebstählen fest», sagt auch der Baselbieter Polizeisprecher Nico Buschauer. Im Jahresschnitt verschaffen sich in der Schweiz Kriminelle alle acht Minuten Zugang zu einer Wohnung oder einem Haus. Damit liegt die Schweiz, was Einbrüche angeht, europaweit auf Platz 1.
Jeder Fall hinterlässt Opfer, die teilweise noch lange danach darunter leiden. «Bei ihnen kommt es zu einer sogenannten Anpassungsstörung. Sie haben Mühe, sich an das Geschehene zu gewöhnen», sagt Rahel Bachem vom Psychologischen Institut der Universität Zürich. «Diese Störung äussert sich unter anderem durch zwanghaftes Grübeln, grosse Ängste und Schlaflosigkeit in Verbindung mit Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.» In manchen Fällen werde es so schlimm, dass die Betroffenen in ihrem Alltag stark eingeschränkt seien. So hätten einige Opfer Angst, das Haus zu verlassen. Andere trauten sich hingegen kaum mehr in ihre Wohnung und würden irgendwann sogar umziehen.







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Kein Wunder: Nach einem Einbruch sieht es in den Wohnungen der Betroffenen oft aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Am helllichten Tag haben die beiden Mädchen am Montag versucht, in ein Mehrfamilienhaus in Unterägeri ZG einzusteigen. Ein Mann beobachtete die jungen Einbrecherinnen aber. Als er sie ansprach, rannten die Mädchen davon. Der Mann holte sie jedoch ein, hielt sie fest und alarmierte die Polizei, die die Mädchen festnahm.
Laut eigenen Angaben sind die Mädchen erst elf und zwölf Jahre alt. «Sie sagten, sie kämen aus einem Roma-Camp in Frankreich und seien vor Kurzem in die Schweiz eingereist», so Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Die Jung-Einbrecherinnen wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Zur Zeit sitzen sie hinter Gittern. Eine Untersuchung läuft. Was mit den Mädchen passiert, ist noch unklar.




Schon zehnjährige Einbrecher

Dass so junge Einbrecher geschnappt werden, ist zwar selten. Die jüngsten Einbrecherinnen der Schweiz sind die Französinnen aber nicht: 2011 verhaftete die Freiburger Polizei ein zehn Jahre altes Roma-Mädchen, das zusammen mit einer 13-jährigen Komplizin in zwei Wohnungen eingestiegen war und Schmuck sowie Bargeld gestohlen hatte. Die beiden wurden mit der Auflage freigelassen, in ihr Camp in Frankreich zurückzukehren.
Im Juni dieses Jahres waren zwei Mädchen (zwölf- und 14-jährig) sowie ein Knabe (14) aus Italien dabei beobachtet worden, wie sie in Gisikon LU um ein Haus schlichen. Die Kinderbande flüchtete – nicht zu Fuss, sondern mit einem Auto. Sie lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, bis sie verhaftet werden konnte. Erst vor einem Monat schnappte die Schaffhauser Polizei zudem einen 14-jährigen Serientäter, der bei mehr als einem Dutzend Einbrüche Elektrogeräte und Bargeld erbeutet hatte.

Kommentar: Es ist nachvollziehbar, dass sich die Oeffentlichkeit derartige  Einbrüche von "Kindern" - die immer wieder freigelassen werden müssen  - künftig  nicht einfach so hinnehmen will und  härtere Strafen, erschwerte Einreise, konsequentere Ausschaffung der Kriminellen fordert. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Bürger an den Anstieg von Einbrüchen nicht gewöhnen wollen. Parteien, die das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung hinunter spielen, werden dies bestimmt bei den nächsten Wahlen zu spüren bekommen.

Lob der Fremdbetreuung

Jacqueline Fehr überrascht nach ihrem Abstimmungserfolg mit der These:

Kinder benötigen keine Elternbetreuung! Sie gedeihen sogar  - dank Fremdbetreuung - besser:

Obschon sich  kompetente Erziehungsfachleute einig sind, dass es heute vor allem an der Präsenz der Eltern mangelt und wir viel weniger Schulprobleme hätten, wenn Familie und Schule zusammenarbeiten würden (Es mangelt heute an der eindeutig Präsenz der Eltern!), versteigt sich Jacqueline Fehr heute im Internet zu folgender Gegenthese:





Selbständige, autonome, mutige Hauptfiguren wachsen oft ohne Eltern auf oder leben von ihnen getrennt. Harry Potter, die Rote Zora, das Fliegende Klassenzimmer und auch Heidi.

Damit behauptet die Politikerin gleichsam: Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, gedeihen besser!

Erstaunlich, wie man mit geschickter Argumentation die Vorzeichen verkehren kann. Wo hat die Politikerin diese raffinierte Umkehrtechnik gelernt? Für Jacqueline Fehr  ist die Betreuung der Kinder durch die Mutter (Eltern) ein Mythos und hat für sie überhaupt nichts mit dem Wohl der Kinder zu tun. Schön, dass sie es besser weiss, als Experten, Pädagogen, Psychologen und Eltern mit gesundem Verstand. 
Eine Hoffnung bleibt noch: So wie Jacqueline Fehr von ihrem Rücktritt zurückgetreten ist, so wird sie vielleicht auch demnächst von ihrer sonderbaren These Abstand nehmen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

LINK:

28. Okt. 2013 ... Ein neues Beispiel stammt von Jacqueline Fehr, die ihren Rücktritt kündigt: Aus ... Im Februar 2012 gab SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr ihren ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/10_28/