Sonntag, 24. November 2013

Abstimmungssonntag 3xNEIN

Die Stimmberechtigen wollen statt staatliche Eingriffe eine Sozialpartnerschaft


Die Unterstützung der Eltern, die Ihre Kinder selbst betreuen, kostet zu viel

Kein weiteres Abzocken der Autofahrer


KOMMENTAR:

Drei Mal NEIN!


- Die 1:12 INITIATIVE wurde als linke Initiative abgelehnt. Sie konnte nicht von der Antiabzockerinitiative profitieren. Vor allem wurde der Eingriff des Staates in die Verhandlungen der Sozialpartner abgelehnt.

Bei der FAMILIENINITIATIVE löste der Schock der ersten Umfrage bei den Gegnern einen Schock aus.
Es gelang die Steuerausfälle ins Zentrum der Argumentation zu rücken. Die bestehende Ungerechtigkeit der Unterstützung wurde nicht mehr diskutiert. Dann wurde befürchtet, dass durch die Unterstützung jener Familien die Kinder selbst betreuen, der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern schaden. Durch das starke Engagement der CVP Basis gegen die SVP Initiative kam es letztlich am Sonntag zum eindeutigen
NEIN.

Bei der AUTOBAHNVIGNETTE war das NEIN für mich voraussehbar. Nicht nur deshalb, weil Grün und Autoverbände zusammen arbeiteten. Die Verkehrsministerin hat nicht nur mit ihrer Drohung (Wenn nicht JA gesagt werde, schlage das Benzin um 9 Rappen auf) der Vorlage einen Bärendienst erwiesen. Stimmberechtigten reagieren bei Drohungen widerspenstisch.
In der Arena kam dann noch eine fachliche Wissenslücke bei der Verkehrsministerin an den Tag. Doris Leuthard behauptete, die Lastwagen hätten auch eine Vignette. 
Vielleicht wäre eine moderate Erhöhung angenommen worden.
Aber der krasse Aufschlag von 40 auf 100 Fr. wurde von der Mehrheit nicht akzeptiert.

Vorlesungen effizient nutzen

Kompass durch den Vorlesungsdschungel
 

Bei Vorlesungen bestreitet der Dozent in der Regel die Veranstaltung allein.
Es lohnt sich deshalb von Anfang weg seine Ansichten heraus zu schälen und die Schwerpunkte der Vorlesung zu gewichten
.

Falls später die Leistungsprüfung in Form eines Essays stattfindet, ist es wichtig sich tiefgründiger mit der Materie zu befassen.


Schälen Sie das Wesentliche heraus!

Es lohnt sich herauszufinden, was der Dozent genau sagen will.

Ueberblick-Vorlesung können auch hilfreich sein, Vorlesungen effizienter zu nutzen


Während der Vorlesung würde ich mir ständig Gedanken machen, was prüfungsrelevant ist d.h. Über mögliche Prüfungsinhalte.

Schon VOR DER VORLESUNG muss ich mir einen Ueberblick schaffen.


Es gilt schon vorab - schwierige Stellen zu erkennen.

Der Kontext kann vorgängig recherchiert werden.

Vor einer Vorlesung würde ich immer die Notizen der letzten Vorlesung überfliegen und rekapitulieren.

WAEHREND DER VORLESUNG hat die Präsenz, die Konzentration, das Notieren, Zeichnen, Anstreichen mit Leuchtstiften, Ergänzen, die Randnotizen eine zentrale Bedeutung

Fassen Sie zusammen- knapp aber präzis. Auf Abkürzungen und Schlagworte achten!

Man muss auch abwarten können. Vieles klärt sich im Laufe der Vorlesung.

Auch das Zuhören hat Priorität.

Wir müssen Schwerpunkte erkennen. Beispiele sind oft prüfungsrelevant.


NACH DER VORLESUNG gilt es:

Zwischentitel zu setzen.

Suche zu jeden Schwerpunkt ein BEISPIEL. Abstraktes muss verBILDlicht werden.

Fass das Gelernte in drei Sätzen zusammen.

Gute Notizen sind die halbe Miete der Lernvorbereitung
Gewichte die Schwerpunkte mit Farben.


VOR DER PRUEFUNG

Diskutieren Sie den Stoff mit Kollegen.


Gibt den Stoff mit eigenen Worten wieder (Lernkontrolle).
Vergleiche die Notizen mit dem Lernpartner.


Verknüpfe das Wissen (Mindmap)


Mindmap Beispiele Öffentlichkeitsarbeit

Sich nicht in Details verlieren!


Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Fragen!


LINKS:

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
11. Okt. 2013 ... Das sich besser konzentrieren Können ist im Grunde genommen angewandtes. Erfolgsmanagement. Es ist erstaunlich, dass Eltern und Lehrer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/10_11/sn.pdf
6. Aug. 2012 ... Bei kreativer Arbeit kann es sich lohnen, sich auf eine Quelle zu konzentrieren um so vertiefter arbeiten zu könenn. Es ist nicht ungewöhnlich, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/08_06/

1. Juni 2007 ... Nach jeder Unterbrechung müssen wir uns neu eindenken und neu einarbeiten. Dies kostet Energie und Zeit. Bei wichtigen oder komplizierten ...
www.rhetorik.ch/Saegeblatteffekt/Saegeblatteffekt.html
3. März 2002 ... Wer wünscht nicht, Zeit zu sparen, um effizienter arbeiten zu können? Der Tag hat für viele zu wenig Stunden. Es gibt eine Fülle von Büchern ...
www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html

Samstag, 23. November 2013

Gute Führung lohnt sich

Wie das Verhalten der Chefs krank machen kann

Es ist nicht in erste Line die permanente Ueberforderung, die viele Arbeitskräfte krank macht. Viel Energie und Geld geht verloren, weil es neben der Belastung der digitalen Arbeitswelt vielfach Vorgesetzte sind, die mit ihrem Verhalten die Mitarbeiter ins Krankenlager treiben. (Ich verweise auf den Frankfurter Arbeitspsychologen Stephan Voswinkel. Er hat in einem zwei jährigen Forschungsprojekt nachgewiesen, dass viele das Gefühl plagt, nicht zu genügen)
Vieles hat leider nur  mit dem kommunikativem Verhalten der Chefs zu tun:
Sie kennen das Wort WERTSCHAETZUNG der Mitarbeitenden zu wenig.
Es fehlt die erforderliche Empathie, auch am Zuspruch oder an der Kommunikation.


Viele Menschen erleben im Beruf einen "Seeleninfarkt" - ohne dass es die anderen merken. Grund: Das kalte Miteinander.




In meiner Tätigkeit stelle ichlaufend fest, dass sich viele Führungskräfte zu wenig bewusst sind, welchen Einfluss ihre Vorbildfunktion hat.

Ich finde heute den Begriff "achtsame Führung" gut. Es geht darum, dass die Chefs ihre Wahrnehmungsfähigkeit entwickeln, damit sie in Stress-Situationen die  Veränderungen ihrer Mitarbeiter rechtzeitig beachten und sie frühzeitig darauf ansprechen und Hilfe anbieten.

Als Ombudsmann der Kantonsschule Schaffhausen erlebe ich immer wieder: Wenn  Probleme rechtzeitig angegangen werden, kommt es viel weniger zu gesundheitlichen oder psychischen Störungen.



 


Die Früherkennung macht sich überall bezahlt. Ich arbeitete früher jahrelang mit dem Psychologen einer Fluggesellschaft zusammen, der Ansprechsperson war  von Piloten, die Probleme hatten. Diese durften ihn jederzeit vertraulich kontaktieren. Dies lohnte sich, weil einem Piloten, der im persönlichen Stress ins Cockpit steigt (Beispielsweise bei Aerger mit der Frau, finanziellem Stress, Todesfall in der Familie usw.),  ihm  in Ausnahmesituationen das notwendige Polster fehlt. Unfälle sind dann vorprogrammiert.



Die Deutsche Bahn AG hat wie jene Fluggesellschaft ebenfalls für die 200'000 Beschäftigten  Stellen  mit professionellen Ansprechpersonen, die eine Gefährdungsanalyse vornehmen können.

Solche Berater arbeiten in einem Vertrauensverhältnis und haben jederzeit die Berechtigung - ohne Begründung  an die  vorgesetzte Stelle - eine Person aus "dem Gefecht" zu nehmen.
Im Alltag sind es nicht in erster Linie Stressfaktoren, wie Geräuschbelastung, Verkaufsdruck, prekäre Arbeitsbedingungen oder längere Arbeitzeiten, die Menschen krank machen. Die negative Interaktion mit einem Vorgesetzten führt nach Daniel Golemann  zu negativen Gefühlen, wie Frustration, Enttäuschung, Aerger, Traurigkeit, Widerwillen oder Kränkung.




 

Auch Burnoutsymptome wie, Aengste, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Gewichtsverlust, Arbeitsschwankungen, innere Leere und Reizbarkeit werden leider viel zu oft durch negatives Verhalten von Chefs verursacht, von Führungspersonen, die Menschen zu wenig wertschätzen.

Erkenntnis: Gute Führung und eine dialogische Kommunikationskultur zählen bei allen Institutionen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Wenn es um die seelische Gesundheit der Arbeitnehmer geht, spielen weiche Faktoren, wie das Führungsverhalten, die Unternehmenskultur und offene Kommunikation eine zentrale Rolle.

Ein gute Führung lässt sich leider nicht per Gesetz verordnen.
Der Kopf ist unser wichtigsten Arbeitsinstrument und deshalb müssten Chefs eigentlich lernen, damit umzugehen.
Wer führt, muss vor allem motivieren und inspirieren können.
Ich veranschauliche dies mit folgender Geschichte, die ich immer wieder gehört habe:
Wenn man einen Mann, der Steine mit einem Hammer bearbeitet, fragt, was er da tue, wird er vielleicht sagen: "Ich hämmere 50 Steine und kriege dafür 100 Euro." Wenn er aber einen guten Chef hat, dann sagt er: "Ich baue eine Kathedrale!"


Freitag, 22. November 2013

Der Erste Schnee verzuckert alles

Der veröffentlichte Kunstschatz

Gurlitt zeigte seine Bilder in Luzern

Ein Ausstellungskatalog macht klar: Etliche Gemälde, die angeblich bei einem Bombenangriff auf Dresden vernichtet worden waren, präsentierte Hildebrand Gurlitt 1953 der Öffentlichkeit. Mehr...
Von Michael Soukup. Aktualisiert vor 6 Minuten

Beeindruckend

























Aus "die Welt in Bildern":
Es ist nicht der erste Schnee, sondern Asche nach einem Vulkanausbruch

Mit Millionen geht es der SVP an den Kragen

Das wird spannend:

Früher hiess es: Gib mir eine Million und mache aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat.
Nun gibt es bei der bevorstehenenden Masseneinwanderungs- Initiative ein Millionen Duell. Beide Seiten werfen riesige Summen auf, um die Stimmberechtigten  zu beeinflussen.
Werden dadurch die Meinungen neutralisiert?
Ich zitiere die Basler Zeitung:

Mit Millionen gegen die reiche SVP

Acht bis zehn Millionen Franken sollen die Masseneinwanderungs-Initiative verhindern.
Masseneinwanderung stoppen: Ein Plakat der SVP in Genf.
Masseneinwanderung stoppen: Ein Plakat der SVP in Genf.
Bild: Salvatore di Nolfi/Keystone

Schon das Abstimmungsdatum entspricht einer Abwehrtaktik. Am 9. Februar gelangt die SVP-Volksinitiative gegen die Masseneinwanderung zur Abstimmung. Auf die politische Schweiz warten wegen dieses wichtigen Termins heisse Winterwochen.
Den Themen-Cocktail für die Abstimmungswochenenden mixt der Bundesrat, indem er mindestens vier Monate vor einer Volksabstimmung die Inhalte benennt. Dies schreibt das Bundes­gesetz über die politischen Rechte so vor. Frei ist der Bundesrat hingegen zu bestimmen, welche Vorlagen gleichzeitig vors Volk kommen – unter Wahrung gewisser Fristen. Beraten durch Einflüsterer, Interessenvertreter und Kommunikationsprofis achtet er dabei darauf, dass nicht einseitig gegen Partei- und Bundesratsmehrheiten mobilisiert werden kann. Der Mix machts aus und ist Gegenstand von Einflussnahme der Regierung. Bei der Zuwanderungs-Initiative spielten auch noch andere Überlegungen eine Rolle.
Erstens: möglichst weit weg von den Wahlen. Die SVP-Initiative wird voraussichtlich stark mobilisieren. Indem der Bundesrat den Abstimmungstermin möglichst lange vor den nächsten Wahlen fixiert, vermeidet er, dass die vielen Initiativbefürworter – quasi in derselben emotionalen Wallung – gleich auch noch SVP-Kandidaten wählen. Zweitens: die kurze Zeit für den Abstimmungskampf nach Weihnacht/Neujahr und dem Stichtag am 9. Februar. Kaum sind die Feiertage vorbei, werden die Abstimmungscouverts schon in den Briefkästen liegen. Viele füllen diese umgehend aus. Die kurze Zeit für die Propaganda hilft eher den Initiativ­gegnern als den Initianten.
Die führende Rolle im Abstimmungskampf bei den Gegnern spielt der finanzstarke Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Seine erste Kampag­nenmillion hat er bereits investiert. Seit Wochen begleiten Plakate mit schwarzen Apfelbäumen und den roten Früchten der bilateralen Verträge die Passanten. Dies ist Phase eins der Gegenkampagne. Weitere Millionen wurden in Studien investiert, weitere Millionen werden bis im Februar folgen. Etwa acht bis zehn Millionen ist Economiesuisse dieser Abstimmungskampf wert. Da wird nicht mal die SVP mithalten können, die auf gute Spendenzuflüsse und finanziell potente Parteimitglieder zählen kann.

Brunner stimmt Delegierte ein

Einen wichtigen Teil ihrer Kraft will die SVP im Abstimmungskampf über Freiwillige in den Parteisektionen entfalten. Diese sind auf dem Land gefordert, ihre Plakatständer auf Privatgrund in gefrorene Ackerböden zu rammen und Standaktionen bei Minustemperaturen durchzuführen. Wie die Gegner startet auch die SVP ihre offizielle Kampagne noch vor der Adventszeit. Am Samstag steht ihre Masseneinwanderungs-Initiative im Zentrum ihrer Delegiertenversammlung in Reiden (LU). Gespannt wartet die Öffentlichkeit auf die Rede von Bundespräsident Ueli Maurer. Wie wird er die Gratwanderung zwischen der offiziell zu vertretenden Bundesratsmeinung und der eigenen Parteimeinung meistern?
Deutlich zeichnen sich demgegenüber die Argumentationslinien im SVP- Abstimmungskampf ab. Die Schweiz habe schon immer grosszügig, aber kontrolliert ausländische Arbeitskräfte aufgenommen und ihnen eine berufliche Perspektive geboten, stimmt Parteipräsident Toni Brunner die Delegierten auf die Versammlung ein. «Seit dem Jahr 2007 sind jedoch jährlich rund 80 000 Personen mehr in die Schweiz ein- als ausgewandert.» Dies entspreche Jahr für Jahr einer Zunahme der Bevölkerung in der Grössenordnung der Stadt Luzern, «in zwei Jahren gar der Einwohnerzahl der Stadt Genf.»
Die SVP beschreibt die Zuwanderung somit vorab als Problem der schieren «Masse» und nicht etwa als Problem auf Stufe Individuum. Diese hohe Zuwanderung erfordere eine Siedlungsfläche von 4448 Fussballfeldern, schreibt Brunner in seiner Einladung an die Delegierten. «Die Folgen dieser verhängnisvollen Entwicklung sind täglich spür- und erlebbar: zunehmende Arbeitslosigkeit (Erwerbslosenquote von fast acht Prozent unter den Ausländern), überfüllte Züge, verstopfte Strassen, steigende Mieten und Bodenpreise, Verlust von wertvollem Kulturland, Lohndruck, Ausländerkriminalität, Asylmissbrauch, Kulturwandel in den Führungsetagen und belastend hohe Ausländeranteile in Fürsorge und anderen Sozialwerken.» Die Gefährdung des «künftigen Wohlstands in der Schweiz» prophezeien übrigens Initiativbefürworter wie Initiativgegner – je nach ­Abstimmungsresultat.
SVP-Exponenten im Fokus
Die Argumente der Initiativgegner erfolgen auf zwei Schienen. Einerseits sollen Zahlen und Studien die wirtschaftlichen Vorteile der heutigen, wirtschaftsgesteuerten Zuwanderung belegen. Das Hauptargument hier: Ein Ja zur Zuwanderungs-Initiative ist gleichbedeutend mit dem Ende der bilateralen Verträge mit der EU.
Was zählt mehr? Befürchtungen vor einer übermässigen Zuwanderung oder gegenüber der nächsten Rezession? Die zweite Schiene der Initiativgegner wird auf die SVP und ihre Exponenten abzielen. Es wird darum gehen, die SVP als unglaubwürdig hinzustellen, was ein Ja zur Initiative verunmöglichen soll. (Basler Zeitung)

Kommentar: Ich gehe davon aus, dass beide Seiten die Stimmberechtigten warnen werden, sich nicht von der Millionenwerbung der Gegner beeinflussen zu lassen. Das führt vermutlich zu eine Patt-Situation.
Was aber der SVP helfen wird, sind alle Meldungen, welche durchblicken lassen, dass die Stimmberechtigen über den Tisch gezogen werden. Beispielsweise, dass Vorlagen weiterhin nicht so umgesetzt werden, wie es im Initiativtext worden war (Verwahrung, Ausschaffung). Das macht die Bürger sauer und wird sich bestimmt für die SVP auszahlen. Es ist  für die Stimmberechtigten nicht nachvollziehbar, dass der Wille des Volkes immer wieder mit dem dem Argument abgeblockt werden kann: Der Souverän in der Schweiz darf nicht internationales Recht brechen. Vor allen stösst ihm sauer auf, dass mit diesem Argument die Volksmeinung übergangen werden kann. Dies führt zur Zementierung des bekannten Vorurteils:
"Die machen doch nur, was sie wollen!"