Der erste Schnee ist an vielen Orten schon da
Die Kälte kommt
Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Nach dem tragischen Schiffsunglück mit Hunderten von Toten
stellen wir ernüchternd fest:
Den geldgierigen Schleppern müsste endlich das Handwerk gelegt werden.
Wahrscheinlich geschieht auch nach dieser Katastrophe weiterhin nichts in dieser Hinsicht.
Notiert von
marcus knill
um
09:54
Am Donnerstag kommt die Kälte
Schade!
Notiert von
marcus knill
um
04:31
Weshalb der Rechtstrend in Europa?
Seit geraumer Zeit herrscht in Europa ein deutlicher *Rechtstrend*. Sogar liberale nordische Länder wie Dänemark, Norwegen, Holland machen da mit. Was könnten die Gründe sein für diese deutliche Entwicklung?
Geht es um einen Wertwandel?
Oder nur um die Suche nach Heimat und einfachen Grundsätzen?
Tatsächlich bringt die globalisierte Wirtschaft viele neue Probleme mit sich. Vielen etablierten Parteien fehlen derzeit hilfreiche Antworten.
Die Gründe des Trends nach rechts sind nach meinem Dafürhalten recht vielfältig und dürfen nicht verdrängt werden.
Betrachten wir die Situation jener Ländern die "umgeschlagen sind":
In Oesterreich gab es über Jahre hinweg kaum eine wirkliche Opposition. Die beiden großen Parteien (SPÖ und ÖVP) waren sich relativ einig waren und haben zum Teil auch koaliert. Die grosse Koalition hatte zur Folge , dass extremer ausgerichteten Parteien nach oben gespült werden. Sie wurden zum Sammelbecken der Opposition die es in allen Ländern gibt. In keinem Land sind alle Bürger mit der Regierung zufrieden.
In Holland ist der führende Kopf der Sozialdemokratie zurückgetreten.
In Frankreich haben sich Jospin und Chirak gegenüber der Öffentlichkeit behindert. Fehler der "Etablierten" konnten öffentlichkeits - wirksam ausschlachtet werden.
Zum Sicherheitbedürfnis der Menschen:
Alle Menschen, auch wenn wir es nicht zugeben, haben ein Ur- Bedürfnis nach Sicherheit. Die Sicherheit im allgemeinen eher im traditionell konservatives Politikfeld verankert. Das kann mit ein Grund sein, weshalb rechtsgerichtete Parteien in unsicheren Zeiten einen grösseren Zulauf von Wählern haben.
Zur Wirtschaftsproblematik:
In den letzten Jahren geht es - mal langsamer und mal schneller - mit der Wirtschaft in Europa abwärts. Die Bürger schätzen dann einfache Lösungen. Die Zusammenhänge sind zu komplex und machen vielen Angst. Sündenböcke sind willkommen. Weil die Politik angeblich die Situation verschuldet, sind diese fällig.
Die Ausländerproblematik:
Vor allem Muslime werden in den Medien immer weider als Sündenböcke dargestellt. Da viele Menschen verunsichert sind, suchen sie nach schnellen einfachen Lösungen. Eine solche Lösung lautet "Ausländer raus!" Dies schlagen vor allem die extrem rechten Parteien vor und bekommen mit diesem Slogan Zulauf. Die Personenfreizügigkeit und die Flüchtlingsströme nach Europa tragen mit bei, Angst einflössen. Die Europäer fühlen sich machtlos. Man muss die Flüchtlingsströme aus humanitären Gründen aufnehmen. Die kriminellen Schlepperbanden können nicht habhaft gemacht werden. Die Folgen der wachsenden Ueberbevölkerung sind derzeit enorm. Es hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Finanzen, den Wohnungsmarkt, den Wohlstand usw. Viele Parteien verschweigen diese Problematik
- Die Leute wünschen auch mal eine Aenderung:
Nun, in vielen Leuten ist auch ein bisschen Mitleid bei den in der Öffentlichkeit unterdrückten rechten Minderheit zu erkennen. So kommt mitunter eine Mentalität auf, nach dem Stil: "Jetzt erst Recht". Ausserdem wollen die Leute auch keinen Einheitsbrei vorgesetzt bekommen, denn wenn sich alle Regierungschefs auf europäischer Ebene einig sind, weil sie der gleichen politischen Richtung angehören, haben viele Leute Befürchtungen, ihre Interessen könnten nicht genug gewahrt werden. Nur dank einer Opposition können etwas ändern.
- Rechts wählen ist Mode geworden:
Vor wenigen Jahren war es für viele Menschen einfach nicht vorstellbar, die "bösen Rechten" zu wählen. Sie wurden jahrelang von den etablierten Parteien stigmatisiert. Jetzt finden immer mehr, dass die Rechten gar nicht so schlimm sind. Sie sind zu einer echten Option geworden.
- Die Leitfiguren:
Früher gab es noch Wehner und Strauss, die sich verbal deutlich zu positionieren sagten. Die gemässigten Parteien hingegen artikulieren sich kaum noch im Klartext zu. Gesichtlose Politiker dominieren. Wenn Politiker wie der Haider, LePen oder Fortoyn nicht nur gut reden, sondern auch offen wagen, die Ueberfremdung zu thematisieren, dann hat dies eine Anziehungskraft.
- Die grossen Parteien sind leider oft ein Einheitsbrei
In fast allen europäischen Ländern ähneln sich die grossen Parteien weitgehend. Sie spekulieren auf die "51% der Mitte". Wer sich von der vagen Mitte und auch von der Opposition nicht angesprochen fühlt, wählt dann eben eine kleine, meist extreme Partei.
Zur Ueberraschung in Genf:
Die Wahlen vom 6. Oktober brachten der MCG im rechten Flügel einen Erdrutschsieg. Das Rezept basiert auf dem Unmut vieler unzufriedenen Bürgern. Die Partei hatte das Ohr bei den Nöten der Genfer. Die Partei bietet einfache Lösungen an. Die Recht ist populär und vertritt soziale Anliegen. Die MCG hat Vieles gemeinsam mit der LEGA im Tessin.
Ich zitiere Tagi-online:
Politologieprofessor Pascal Sciarini: «Das Rezept des MCG, Probleme zu benennen, um danach extrem einfache, kaum umsetzbare Lösungen zu präsentieren, funktioniert.» Weil auch die SVP (plus 2 Parlamentssitze) zulegen dürfte, könnte die Rechte auf 30 Prozent Wähleranteile kommen. Das sei für Genf «absolut spektakulär», so Sciarini. MCG und SVP werden im zweiten Wahlgang der Regierungswahlen wohl mit einer gemeinsamen Liste antreten, aber nur die MCG-Politiker Poggia und Stauffer haben reelle Wahlchancen.
FAZIT:
Wenn die Rechten am Ruder sind, müssen sie - wie alle andern Parteien - erst noch beweisen, dass sie die Probleme wirklich besser lösen können. Die Dänen hoffen derzeit, dass die rechte Regierung hart durchgreift und Themen wie Familiennachzug, gekürzte Sozialleistungen für Ausländer (werden erst ab dem 7. Jahr in voller Höhe ausbezahlt), kompromisslose Ausweisung von straffälligen Tätern usw. konkret angehen wird.
Ausländern in Dänemark weht seit dem Regierungswechsel ein ziemlich harter Wind um die Ohren. Doch Ausländer, die schon seit Jahren in Dänemark leben, haben sich sehr gut integriert und gehen einer geregelten Arbeit nach.
Es ist erstaunlich, dass gerade dieser Teil der Bevölkerung mit bis zu 80% rechts gestimmt hat.
Auch die Rechten müssen bei der politischen Arbeit auch nur mit Wasser waschen:
Mit dem Rechtsrutsch wird sich somit wenig ändern. Die kleinen Parteien können nicht einfach machen, was sie wollen. Sie müssen die unliebsamen Entscheidungen ebenfalls mittragen, falls sie ans Ruder kommen.
Notiert von
marcus knill
um
09:05
Wer wendet welche Taktik an?
Notiert von
marcus knill
um
09:13
Dani Albrecht hat richtig entschieden - leider etwas zu spät
Dani Albrecht gab nach seinem Horrorsturz den Glauben an eine Rückkehr zur Weltspitze nie auf.
Seine Verletzungen durften nicht mit dem Unfall Maiers verglichen werden, der das Wunder der Rückkehr schaffte.
Wir haben den Verlauf der Mediengeschichte Albrechts vor allem im Zusammenhang mit der Medienrehtorik der Aerzte genauer mit verfolgt. Neurologen und Hirnspezialisten orientierten damals die Oeffentlichkeit vorbildlich. Sie beschrieben ständig den aktuellen Zustand des verunfallten Spitzensportlers. Wer diese Berichte genauer mit verfolgen konnte, merkte bald, dass Dani Albrecht von Glück reden konnte, wenn er wenigstens wieder lebenstauglich werden und später sogar normal Ski fahren kann.
Nach jahrelangem Bemühen, Therapien und Sondertrainings hat nun Dani Albrecht endlich eingesehen, dass eine Rückkehr zur Weltspitze nur im Taum möglich gewesen wäre.
Ich zitiere Blick:
Albrecht schweift zurück in seine schlimmste Zeit: «Nach der
Überführung aus der Innsbrucker Klinik ins Berner Inselspital träumte
ich oft, dass ich vom Hals abwärts ein Elefant sei. Dieser Traum war so
real, dass ich noch nach dem Erwachen glaubte, ich sei ein Elefant.»
Es
gab damals noch andere Realitätsverschiebungen. Eine betraf auch seine
Herzdame Kerstin: «Ich erwartete um 16.00 Uhr eine Therapeutin bei mir
auf dem Zimmer. Es kam dann tatsächlich eine Frau zur Türe rein. Ich war
mir sicher, dass es sich dabei um die Therapeutin handeln würde. Doch
diese behauptete, sie sei meine Freundin Kerstin. Ich schüttelte
ungläubig den Kopf. Erst nach ein paar Minuten habe ich erkannt, dass
die Frau tatsächlich meine Kerstin ist.»
Vor einem Jahr hat Dani
die Tochter seines früheren Sekundarlehrers geheiratet. Kerstin arbeitet
jetzt für ihren Gatten bei der Albright GmbH. Albrecht: «Ich habe das
grosse Glück, dass ich mir mit meiner Skibekleidungslinie schon vor dem
Unfall ein zweites Standbein aufgebaut habe. Ich werde mir jetzt aber
eine einjährige Auszeit gönnen und genau überlegen, was ich in Zukunft
sonst noch alles tun will.»
Lobende Worte findet Albrecht gestern
auch für Trainer-Altmeister Karl Frehsner (74): «Der Kari gehört zu den
wichtigsten Wegbegleitern in meiner Ski-Karriere, er hat mich im Sommer
2002 erstmals für ein Schneetraining in Südamerika aufgeboten.» Eine
Begegnung, die Albrecht nie mehr vergessen wird. «Kari begrüsste mich in
Argentinien mit den Worten: ‹Du Scheiss-Walliser.› Ich schlug zurück:
‹Lieber ein Scheiss-Walliser als ein Österreicher.› Der Konter hat ihm
offenbar imponiert. Wir haben uns immer perfekt verstanden.»
|
18. März 2009 ...
Leidet das Inselspital unter einem Paparazzi-Trauma? Im Gegensatz zum
Universitätsspital Innsbruck informierte das Inselspital über den ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_18/index.html
|
|
22. Jan. 2009 ...
Der Horrorsturz des Schweizer Skifahrers Daniel Albrecht, der im Spital
in Innsbruck ins künstliche Komma versetzt wurde, führte zu einem ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/01_22/
|
|
20. Jan. 2011 ... Ärzte müssen medientauglich sein · Ärzte vor Mikorfon und Kamera ... In Krisensituationen müssen die Verantwortlichen sagen, weshalb sie ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_20/
|
|
1. Febr. 2009 ... Ärzte müssen auch medientauglich sein ... Es veranschaulicht, dass es auch für Ärzte möglich ist, sich mediengerecht auszudrücken, ohne ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/02_01/
|
Notiert von
marcus knill
um
12:15
| von Rehlein1 |
Nur wer wesentlich schweigen kann, kann wesentlich reden" (Sören Kierkegaard, 1813-1855) Schweigen ist aktives Zuhören Sie wundern sich vielleicht, dass das Schweigen ein wichtiges Element der Rhetorik ist. Ich kannte eine Person, die verstand es, gekonnt zu schweigen: Viele schätzten die Person als gute Zuhörerin, weil sie zugleich Signale der Zuhörens vermittlen konnte Andere sahen in diesem "Verhalten des Schweigens" ein Zeichen der Überlegenheit Die Wirkung war jedenfalls meist positiv. Es schien, als hätte die beschriebene Person die Erkenntnis verinnerlicht. Jedenfalls war sie kaum angreifbar und wirkte für viele immer sehr weise. Bis zu jenem Zeitpunkt, als sie doch einmal länger redete. Alle merkten nun, wie dumm und einfältig die Person im Grunde genommen war. Wir sagten nachher: Schade, dass sie geredet hatte! Wenn die Leute wüssten, dass 70% von dem, das sie sagen, wieder gegen sie verwendet werden kann; so würden sie viel weniger reden." |
Notiert von
marcus knill
um
09:23