Freitag, 22. März 2013

Für jene Seminarteilnehmer, die sich nach meinem Beitrag zur Ochlokinetik erkundigt haben. Hier die COPIE:


Der Mensch ist ein pfadversperrendes Wesen


Wenn sich Möven um eine Beute streiten, ist  die Regelung der Reihenfolge meist rasch geklärt.
Wenn jedoch beispielsweise ein Autofahrer bei einem frei werdenden Parkplatz auf das Einparken wartet, ist es vielfach so, dass der Autofahrer noch lange im Auto sitzen bleibt oder  im Auto bewusst länger wartet und verschiedene Tätigkeiten ausübt, damit der Wartende noch lange hingehalten wird. So als geniesse der Blockierer seine Macht als Wegversperrer.
Fritz Senn -  Joyce Forscher und Erfinder der Ochlokinetik - beschäftigte sich intensiv mit der Frage, weshalb sich die Menschen so oft im Wege stehen und jeder des anderen Bremse ist.

 Zum Begriff Ochlokinetik:


 Olchos (griech.) heisst Menge, Gruppe und


 Kinetik bedeutet Bewegung.





Zoom



Senn hat festgestellt, wie sich Menschen beim Fortbewegen laufend behindern:




Beispielsweise im öffentlichen Verkehr, beim Aussteigen, indem Menschen, gleichsam einem inneren Instinkt folgend, unter der Türe stehen bleiben und noch etwas aus der Tasche nehmen. Oder auf der Autobahn, wie sie  als Linksfahrer anderen bewusst den Weg versperren. Im Grunde genommen wird Ochlokinetik im Alltag zur Olchostatik (zur gegenseitige Blockierung). Wir alle können tagtäglich das pfadversperrende Verhalten beobachten. Viele stehen auf  der Rolltreppe bewusst in der Mitte. Es stehen und reden an einer Party viele ausgerechnet dort, wo es am Engsten ist.



Unser Planet wird bald von 7 Milliarden Menschen bevölkert.






In diesem Bad, hat auch der beste Ochlokinetiker Probleme




Es wir immer enger. Wir müssen lernen, Geduld zu üben. Es gibt Momente, da müssen wir uns auch gegen das pfadversperrende Verhalten zur Wehr setzen. In manchen Momenten ist sanftes Touchieren angesagt. Das harte Bodycheckverhalten - wie im Eishockey - ist nach meinem Dafürhalten nicht empfehlenswert.
Aber auch bei Kommunikationsprozessen gibt es ein lästiges Blockieren, indem wir oft mit leerem Geschwätz hingehalten werden. Wir könnten bei Gesprächen  viel gewinnen, wenn wir nur schon alles schon Bekannte,  alles Selbstverständliche, nicht ausbreiten. Dadurch liesse sich viel Zeit gewinnen und wir würden beim Reden andere weniger behindern. 

K+K könnte Ihnen helfen, wie sie Gesprächsblockierer konstruktiv begegnen können.


LINK:


Ochlokinetik oder warum die Menschen steckenbleiben - Nordic ...

www.nordic-brains.de/html/c_forum_ochlokinetik.html
Es ist denkbar, dass einige unter uns.

Vielredner, Nervensägen, Geschwätzigkeit. ... Wenn die sogenannten " Nervensägen" reden, macht sich im Publikum meist Verlegenheit breit. Sollen wir lachen ...
www.rhetorik.ch/Nervensaegen/Nervensaegen.html


Nervensaegen

Donnerstag, 21. März 2013

Solche Echos sind  immer Aufsteller und motivieren zum Schreiben:

Heute schrieb mir ein Leser ein Mail. Ich zitiere:

Vielen Dank für die immer spannenden Artikel von Ihnen im Persönlich; sie sind bei mir immer Pflichtlektüre!

19.03.2013


Zur Internethetze:

Wie Promis im Netz fertig gemacht werden

Promis tragen oft eine Mitschuld an der beleidigenden Kritik im Netz. Die wenigsten wissen, wie leicht es ist, ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. 


LINK:


9. Apr. 2007 ... Cyber-Bullying heisst dieser neue Trend aus Grossbritannien: Handys und das Netz machen Pädagogen zum Gespött der ganzen Welt." ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/04_09/index.html
 

Diese zehn Promis sind Opfer von Cyber-Mobbing

► Aktuellster Fall: Schauspielerin Katja Riemann (49)
Nach ihrem Nörgel-Interview bei „DAS“ im NDR erntete Riemann auf ihrer Facebook-Seite und im Gästebuch ihrer Homepage negative Kritik.
Wegen der vielen unangenehmen Kommentare sperrte sie nun beides. Stattdessen gibt es nur noch eine Fan-Seite ohne die öffentliche Pinnwand und ohne negative Kommentare.






Katja Riemann


Katja Riemann schliesst ihren Facebook-Account nach Nörgel-Interview

Nach Nörgel-Interview Katja Riemann sperrt ihren Facebook-Account


Zu viele negative Kommentare? Nach ihrem Nörgel-Auftritt im NDR-Talk „DAS!“ sperrt Katja Riemann ihre offizielle Facebook-Seite.
► Bekanntester Fall: Hochspringerin Ariane Friedrich (29)
Im Frühjahr 2012 wurde sie über Facebook sexuell belästigt, ein Unbekannter schrieb: „Willst du mal einen schönen Schw... sehen? Gerade geduscht und frisch rasiert.“ Dazu soll er ein Foto von seinem Geschlechtsteil geschickt haben.
Friedrich, eine Polizeikommissarin, war entsetzt – und machte den Namen nach eigener Recherche öffentlich. Dafür wurde sie scharf kritisiert, einige Menschen wünschten ihr sogar die Todesstrafe.






Ariane Friedrich


Sex-Attacke auf Ariane Friedrich

Ariane Friedrich Sex-Attacke bei Facebook


Es ist das Mieseste, was ihr je passiert ist... Sex-Attacke auf Hochsprung-Star Ariane Friedrich im Internet. Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte sie eine E-Mail
► Grünen-Chefin Claudia Roth (57)
Für einen Facebook-Post zur Atom-Katastrophe von Fukushima erntete die Grünen-Chefin Empörung: Sie verlor kein Wort über das Erdbeben und den dadurch entstandenen todbringenden Tsunami.
Circa vier Stunden nach dem Aufreger-Status meldet sich das Team von Roth auf Facebook zu Wort und bat per neuerlichem Status-Update um Entschuldigung.






Claudia Roth


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Shitstorm gegen Claudia Roth - Umstrittener Facebook-Post zum Fukushima-Jahrestag

Fukushima-Jahrestag Shitstorm gegen Claudia Roth


Ein Facebook-Post von Grünen-Chefin Claudia Roth zum Jahrestag der Fukushima-Katastrophe hat heftige Reaktionen ausgelöst.
► Sängerin und Schauspielerin Anna Loos (42)
Die Schauspielerin wurde ohne ersichtlichen Grund auf ihrer Facebook-Seite als „arrogante Schlampe aus dem Osten“ und „abgehobener Superstar“ bezeichnet.
Sie löschte ihren Account nicht, sondern ging zum Gegenangriff über und bat ihre Netz-Freunde um Hilfe.






Anna Loos


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Facebook-Terror gegen Anna Loos: Anonyme User beschimpften die Schauspielerin als „arrogante Schlampe aus dem Osten“. Jetzt wehrt sie sich

Internet-Hetze Facebook-Terror gegen Anna Loos


Anonyme User beschimpften Anna Loos als arrogante Schlampe aus dem Osten. Jetzt wehrt sich die Schauspielerin.
► Designer Harald Glööckler (47)
Der schrille Designer bekam auf seiner Seite nicht nur Hassnachrichten, sondern auch Morddrohungen und seine treuen Fans wurden teilweise selbst Opfer von Cybermobbing. Glööckler entschied sich 2012 dazu, sein Profil zu löschen.
„Eben wurde eine Dame auf Facebook hier bei mir derart beleidigt, dass ich mich schäme. Ich schäme mich für die Art und Weise, wie man hier mit Menschen umgeht. Ich werde mich nun hiermit von den Facebook-Freunden, die diese Seite mit Achtung, Würde und Liebe genutzt haben, verabschieden.“






Harald Glööckler


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Harald Glööckler

Wegen Hass-Attacken Glööckler macht Schluss mit Facebook


Modedesigner Harald Glööckler wurden die Beleidigungen auf seinem Facebook-Profil zu viel. Er ist dann mal offline.
Fußball-Profi Timo Hildebrand (33)
Der Schalke-Torwart wurde für die 3:0-Niederlage gegen Nürnberg verantwortlich gemacht. Auf seiner Facebook-Seite hagelte es fiese Kommentare und wüste Beschimpfungen. Kostprobe: „Du dummer Bastard! Erschieß dich bitte. Du kannst nix.“
Hildebrand war schockiert und schrieb bei Facebook: „Das kann nicht geduldet werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich es hier poste. Bin gespannt wie das hier diskutiert wird.“ Der Keeper erhielt Rückenwind aus der Fan-Gemeinde. Fast 2000 Facebook-Nutzer reagierten, die meisten forderten rechtliche Konsequenzen.






Timo Hildebrand


4
Schalke-Torwart Timo Hildebrand: Üble Facebook-Attacke auf den Schalke-Torwart

„Erschieß dich bitte“ Schalke-Torwart auf Facebook übel beleidigt


Nach der Schalke-Pleite in Nürnberg beleidigte ein Facebook-User Torwart Hildebrand aufs Übelste: „Erschieß dich bitte“.
► Piratin Julia Probst (31)
Die Piratin wurde bei der Fußball-WM 2010 als Lippenleserin bekannt, kandidiert jetzt für den Bundestag. Nach einem TV-Auftritt bei ZDFlogin wird sie auf Twitter für ihre Stimme verhöhnt, die aufgrund ihrer Gehörlosigkeit „für manche vielleicht etwas ungewohnt klingt“, wie sie sagte.
Die Reaktion: Sie nahm ihren Twitter-Account vom Netz – ging damit aber wenige Tage später wieder online, um zu signalisieren: „Ich lasse mich nicht für etwas kritisieren oder beleidigen, wofür ich nichts kann, nämlich die Kontrolle über meine Stimme.“​






Julia Probst


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Julia Probst (31) Internet-Mobbing gegen gehörlose Piratin


Julia Probst will als erste gehörlose Abgeordnete in den Bundestag einziehen – jetzt wurde sie Opfer eine Mobbing-Attacke im Netz.
► DJane Giulia Siegel (38)
Die DJane nahm den Mund zu voll und wurde dafür fies beschimpft. Weil sie auf Facebook öffentlich gegen die alkoholkranke Jenny Elvers-Elbertzhagen stänkerte, hagelte es massenweise Kritik.
Siegel löschte den Eintrag, doch auch ihr Lösch-Kommentar wurde zum unangenehmen Eigentor.






Giulia Siegel


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Siegel, Elvers-Elbertzhagen

Giulia Siegel Fiese Facebook-Attacke gegen kranke Jenny


Was ist nur in Giulia Siegel gefahren? Im Internet machte sie sich über die TV-Beichte von Jenny Elvers-Elbertzhagen lustig.
► Tennis-Legende Boris Becker (45)
Für ein Merkel-Lob gab es für den Tennis-Profi gemeine Kommentare. Der Shitstorm gegen Boris Becker ging nicht auf Facebook, sondern beim Kurznachrichtendienst Twitter los.
Boris zwitscherte: „Großer Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde Patriot, als sie Friedensnobelpreis gewonnen hat!!!“ Die Folge? Spott und Hohn. Twitter-Nutzer machen sich über sein Deutsch und seine Sachkenntnis lustig. Schließlich hatte nicht Angela Merkel, sondern die EU den Nobelpreis bekommen.






Boris Becker


Boris Becker: Shitstorm für Merkel-Lob

Boris Becker „Twitter“-Shitstorm, weil er Merkel gelobt hat


Wirbel um Becker! Nach der Friedensnobelpreis-Verleihung hatte er eine unüberlegte Nachricht ins Netz hinausgezwischert.
► Schlagersänger Michael Wendler (40)
Im Netz war eine Welle der Empörung entstanden, nachdem der Schlager-Star laut einem RTL-Bericht zwei Fans finanziell über den Tisch gezogen haben soll.
Die beiden Damen wollten ihm demnach in der Wendler-Hochburg Mallorca mit einem Fan-Café ein Denkmal setzen – und mussten dafür Lizenzgebühren zahlen, zunächst einmal knapp 40 000 Euro, insgesamt sogar 100 000 Euro.






Michael Wendler


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Michael Wendler Von Hunderttausenden auf Facebook gehasst


Seit 1997 macht der Unterhaltungssänger Michael Norberg erfolgreich Musik. Aktuell gilt er als meistgehasster Mann Deutschlands.

Quelle Bild

Mittwoch, 20. März 2013

Gesprächskarambolage

News zu katja Riemann you tube

Hamburger Morgenpost
  1. TV-Interview mit Katja Riemann als Internet-Hit
    General-Anzeiger ‎- vor 5 Stunden
    Ein zähes Fernseh-Interview mit der Schauspielerin Katja Riemann (49) aus dem ... Allein bei YouTube verzeichnete ein Zusammenschnitt des ...


Ich habe vor Jahren bei der Interviewschulung von Spitzensportlern in Magglingen zur Einstimmung oft das einmalige Gespräch eines Sportjournalisten mit einem Boxer gezeigt, bei dem der Sportler jede Antwort verweigert hatte, indem er einfach geschwiegen hatte. Eine peinliche groteske Situation.
Mit dieser Sequenz konnte ich veranschaulichen, dass jedes Gespräch vor Mikrofon und Kamera nur dann etwas bringt, wenn beide - Interviewer und Interviewte - bereits sind, aufeinander einzugehen.

Das Interview mit Katja Riemann ist ein gutes Lehrstück für Journalisten und Prominente, um zu zeigen, dass Interviewer und Interviewter aufeinander angewiesen sind. Sie sind keine Freunde aber Partner. Der Interviewte hat die Chance, sich zu verkaufen und der Journalist nutzt die prominente Persönlichkeit, um zu einer guten Einschaltquote zu kommen.
Beide snd aufeinander angewiesen. 
Kommentar: K+K hilft Ihnen im Umgang mit Medien. Sie lernen bei uns, wie die Medien ticken und wie sie vor Mikrofon und Kamera überzeugen können.

Dienstag, 19. März 2013

Kein Ruhmesblatt für Alt-Bundesrätin Calmy-Rey:

Überschrittene Kompetenzen, mangelhafte Protokolle

 
Die Geschäftsprüfungskommission hat ihren Bericht zur Affäre Hildebrand abgeschlossen. Darin übt sie scharfe Kritik am Bundesrat. Besonders Micheline Calmy-Rey wird wegen ihrer Vorgehensweise gerügt.
Will zunächst den Bericht der GPK lesen: Micheline Calmy-Rey während einer Rede. (Archivbild)
Will zunächst den Bericht der GPK lesen: Micheline Calmy-Rey während einer Rede. (Archivbild)
Bild: Keystone
(Aus TAGI-online)

Der Bundesrat hätte in der Affäre Hildebrand nicht selber aktiv werden, sondern den Bankrat der Nationalbank einschalten sollen. Zu diesem Schluss kommen die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) des Parlaments. Der Präsident der ständerätlichen GPK, Paul Niederberger (CVP/NW), bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda entsprechende Medienberichte. Die Kommissionen haben am Freitag einen Untersuchungsbericht verabschiedet, der am Montag er veröffentlicht wird.
Die GPK kritisieren demnach vor allem, dass der Bundesrat eigenmächtig vorgegangen sei und nicht etwa den Bankrat der Nationalbank (SNB) eingeschaltet habe. Diese Kritik betrifft laut Niederberger insbesondere die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
Calmy-Rey war im Dezember 2011 von SVP-Nationalrat Christoph Blocher über eine verdächtige Transaktion des damaligen SNB-Präsidenten Philipp Hildebrand informiert worden. Daraufhin setzte sie Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Justizministerin Simonetta Sommaruga in Kenntnis und konfrontierte Philipp Hildebrand selber mit den Vorwürfen. Laut GPK fehlte für dieses Vorgehen aber die Kompetenz.

Mangelhaftes Protokoll

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Protokollierung der Bundesratssitzung, die als ungenügend bezeichnet wird. «Der Ablauf einer Sitzung sollte anhand eines Protokolls nachvollziehbar sein», sagte Ständerat Niederberger.

Über die Vorwürfe haben am Freitag die Westschweiz Tageszeitung «Le Temps» und am Samstag die «Neuen Zürcher Zeitung» und die «Berner Zeitung» berichtet. Die Kommissionen wollen nun Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung einreichen - zum einen gegen Unbekannt und zum anderen gegen den Journalisten von «Le Temps». Niederberger bestätigte auch diese Information der «Neuen Zürcher Zeitung».

Calmy-Rey äussert sich noch nicht


Hildebrand kündigte am 9. Januar 2012 seinen Rücktritt als Nationalbankpräsident an. Zum Verhängnis geworden war ihm eine Transaktion, die seine Frau über sein Konto tätigte - kurz bevor die SNB einen Euro-Mindestkurs für den Franken festlegte. Am 27. Januar 2012 haben die GPK eine Untersuchung zum Fall eingeleitet.

Micheline Calmy-Rey will sich zur Kritik erst äussern, wenn sie den Bericht gelesen hat. Dies teilte sie am Samstag auf Anfrage der sda mit.

Kommentar: Es ist richtig und klug, sich erst dann zu äussern, wenn man den Bericht selbst gelesen hat. Doch darf erwartet werden, dass sich Micheline Calmy-Rey tatsächlich auch noch äussern wird, wenn es versprochen wird. Während der Amtszeit hat BR Calmy leider oft zu vorschnell geredet. Schön: Man kann auch nachträglich dazu lernen.

Dicke Luft im Bundesrat:

Die Hildebrand-Affäre sorgt für Verstimmung zwischen Bundesrat und Parlament. Die Regierung habe falsch reagiert, als sie von den Devisentransaktionen des Nationalbankpräsidenten erfuhr. Diese will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.

Nachtrag 20 Min:


 

Montag, 18. März 2013

Welche Aussage stimmt? 
Die Suche nach der Wahrheit ist bei Aussagen gegen Aussagen immer schwierig.

Rausschmiss



Rauchende Nationalrätin aus Club geworfen

von Marco Lüssi - Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran wurde aus einem Club geworfen, weil sie drinnen rauchte. Jetzt erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den Türsteher. Der Club widerspricht. (Quelle 20 Min)


Sie rauchte im Club und flog raus:
 SP-Nationalrätin Jacqueline Badran.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (51) wurde am Freitagabend aus dem Zürcher Nobelclub Aura am Paradeplatz geworfen. Und zwar so unsanft, dass sie gemäss eigenen Angaben blaue Flecken davontrug.
Was war passiert? Die Versionen von Badran und den Clubverantwortlichen unterscheiden sich stark. Sicher ist: Badran hielt sich im Aura, wo das fünfjährige Bestehen von Roger Schawinskis Radio 1 gefeiert wurde, nicht an das Rauchverbot. Gemeinsam mit dem «Weltwoche»-Journalisten Alex Baur rauchte sie am Freitag gegen 23 Uhr im Foyer des Clubs aus dem Fenster. Bis Türsteher intervenierten. Ein Security forderte die beiden auf, sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Eine Anweisung, der er sofort Folge geleistet habe, sagt Baur. Anders Badran: «Ich bin Nationalrätin, ich darf das», sagte sie laut Aura-Sprecherin Maria Liessmann zum Türsteher.

Badran: «Ich wurde gepackt und rausgeschleift»


Danach eskalierte die Sache - jedenfalls nach Badrans Darstellung: Der Türsteher habe sie «gepackt, 30 Meter durch das Foyer im 1. Stock geschleift, weiter die Treppe runtergeschleift und dann bei der Haupttüre nach draussen geworfen», schreibt sie im Netz. Blaue Flecken würden von der Gewalt zeugen, die sie erlitten habe.
Anders stellt es Liessmann dar: «Der Türsteher umfasste Frau Badrans Arm und geleitete sie freundlich, aber bestimmt nach draussen.» Dabei sei er von der alkoholsiert wirkenden Politikerin unflätig beschimpft worden. «Den Wortlaut möchte ich gar nicht widergeben», so Liessmann.

Girod setzte sich für Badran ein


Welche Version stimmt, kann auch Baur, der sich ganz in der Nähe befand, nicht sagen: «Alles ging sehr schnell, und ich war abgelenkt, weil ich in diesem Moment nach einem Ort suchte, an dem ich meinen ausgedrückten Zigarettenstummel entsorgen konnte.»
Nach dem Vorfall wurde Badran erlaubt, in den Club zurückzukehren, um ihr Handy und ihre Jacke zu holen. Anfangs sei ihr dies verwehrt worden, der ebenfalls an der Party anwesende grüne Nationalrat Bastien Girod und dessen Frau Ellen hätten sich aber für sie eingesetzt, so Badran.

Wut auf den «Weltwoche»-Journalisten


Nach dem Vorfall traf Badrans Wut nicht nur die Security des Clubs, sondern auch den «Weltwoche»-Journalisten. Sie beschimpfte Baur per Twitter als «feigen Spiesser» warf ihm «unterlassene Hilfeleistung» vor. Baur, den gemäss eigenen Angaben eine «Hassliebe» mit Badran verbindet, wehrt sich: «Wäre Jacqueline in Lebensgefahr gewesen, hätte ich mich natürlich mit Fäusten für sie eingesetzt - auch wenn ich gegen den muskulösen Türsteher wenig hätte ausrichten können.» Für ihn habe es aber einfach so ausgesehen, als habe der Türsteher sie nach draussen begleitet und sie würde dort weiterrauchen. «Eigentlich ein ganz banaler Vorgang, und ich wollte mir die Party davon nicht verderben lassen.»

«Badran fiel schon vorher unangenehm auf»

Laut Liessmann war Badran schon vor diesem Vorfall unter den 350 Partygästen negativ aufgefallen. Sie habe die anderen Leute provoziert. Im Internet schreibt Badran, an der Party habe es «lauter Cippollata- und Servelapromis» gehabt. Gemäss Liessmann hat Badran beim Aura-Personal den Eindruck erweckt, betrunken zu sein. Auch Baur sagt: «Ich war erstaunt, dass sie an diesem Abend Prosecco trank - normalerweise trinkt sie nur Wasser.»
Liessmann ist überrascht, dass Nationalrätin Badran ihrer Vorbildfunktion nicht nachgekommen sei und gegen das Rauchverbot verstossen habe. Badran erklärt ihr Verhalten im Internet damit, dass das Fumoir überfüllt und nur über einen weiten Weg erreichbar gewesen sei. «Jacqueline ist als Sozi für Gesetze und Regulierungen, aber mit dem Rauchverbot steht sie auf Kriegsfuss», sagt ihr Bekannter Baur.
Für Liessmann ist klar: «Unsere Türsteher haben nur ihren Job gemacht. Man kann ihnen nichts vorwerfen.» Das Aura kläre den Fall jedoch intern weiter ab.
20 Minuten konnte Badran heute Sonntag bisher nicht für eine Stellungnahme erreichen.
KOMMENTARE:
  • Körperverletzung

    Es ist allgeimein bekannt, dass auch passives Rauchen gesundheitsschädlich ist. Deshalb begeht jeder/jede, der/die in Anwesenheit von Nichtrauchern raucht Körperverletzung.
  • Tomas Kout am 17.03.2013 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schweinerei

    Solchen Leuten sollte der weitere Aufenthalt im Nationalrat verboten werden, sollten sie nicht Vorbilder sein und unsere Gesetze zu 100% respektieren und vorleben. Dies ist eine Schande und ein Affront gegenüber allen Rauchern die sich anständig nach draussen begeben um eine Zigarette zu rauchen. Ich hoffe sie wird nie mehr gewählt und zu einer saftigen Busse verdonnert.
  • chrigu am 17.03.2013 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer sind vor dem Gesetz gleich...?

    Die nette Frau Nationalrätin hat scheinbar das Gefühl, dass sie mehr darf als andere, weil sie in der SP ist!? Gut gemacht, Security!
Kommentar: Einmal mehr zeigt sich bei diesem Vorfall: Die Wertungen eines Vorkommnisses wird von der eigenen Haltung bestimmt. Bei diesem Vorkommnis: Ob jemand Raucher oder Nichtraucher ist. Ob jemand SP - oder Weltwoche Gegner ist. Bei Beurteilungen spielt die eigene Position stets  eine sehr grosse Rolle. Vor allem, wenn angebliche Fakten unterschiedlich beschrieben werden. 

Was wir aus dieser Geschichte lernen können: Es lohnt sich vor einem Aufschrei im Twitter zuerst durch zu atmen und zu antizipieren, welche Folgen so ein Eintrag haben könnte.
Nationalrätin Badran sieht dies in einem Interview nach dem Medienwirbel ein:


Werden Sie gegen den Türsteher Anzeige wegen Körperverletzung erstatten?

Nein, für so etwas habe ich keine Zeit. Ich hatte mein Leben lang noch nie etwas mit der Justiz zu schaffen, und das soll so bleiben. Aber die blauen Flecken, die mir zugefügt wurden, habe ich fotografisch dokumentiert. Die sind aber an Stellen, die ich der Öffentlichkeit nicht zeigen will.

Was für Lehren ziehen Sie aus dem Vorfall?
Ich werde mich künftig peinlich genau ans Rauchverbot halten. Und ich hätte meinem Ärger über diesen Vorfall besser nicht über Twitter Luft gemacht.



Diese Einsicht ist gut. Leider kommt sie zu spät. 

LINK:

Durch Antworten und Antizipieren von Situation ein Gespräch führen.
www.rhetorik.ch/Antizipieren/Antizipieren.html


Nachtrag:

DIE SICHT DES TUERSTEHERS:

 Er hat Jacqueline Badran aus dem Club geworfen: Der Türsteher Merlin Tchamba erzählt, wie er seine Begegnung mit der Zürcher SP-Nationalrätin erlebte.
Bildstrecke im Grossformat »
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Hier stellte er Jacqueline Badran am 15. März 2013 raus: Türsteher Merlin Tchamba vor dem Eingang des Clubs Aura in Zürich.

Merlin Tchamba (39) arbeitet seit neun Jahren als Türsteher in der Schweiz. Vor seinem Job beim Event-Lokal Aura am Paradeplatz in Zürich war der 1,90 Meter grosse und 110 Kilogramm schwere Hüne im Zürcher Nobelclub Indochine und in einer türkischen Disco in Regensdorf tätig.
Am Freitag hatte er eine unschöne Begegnung mit SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (51) – Tchamba spedierte sie aus dem Aura, weil sie drinnen geraucht hatte. Danach warf Badran dem Türsteher vor, er habe sie rausgeschleift und vor dem Lokal auf den Boden geworfen. Gegen diese Darstellung wehrt sich Tchamba: «Frau Badran ist nicht gestürzt.»

«Sie nannte mich Arschloch»

Die Politikerin, von der er vor diesem Abend noch nie gehört hatte, sei als «sehr unangenehmer» Gast aufgefallen. Als er sie freundlich gebeten habe, das Rauchen am geöffneten Fenster im Foyer zu lassen und sich dafür in die nebenan liegende Raucherlounge zu begeben, habe sie einfach weitergequalmt, während ihr Begleiter dieser Bitte sofort widerspruchslos entsprochen habe. «Sie aber sagte mir, sie sei Nationalrätin, sie dürfe das.»
Daraufhin habe er - wie es im Türsteher-Alltag in solchen Situationen üblich sei - sie mit beiden Armen von hinten umfasst und nach draussen geführt. «Dabei nannte sie mich Arschloch und stiess weitere Schimpfwörter aus, die ich nicht verstand, weil ich nicht so gut Schweizerdeutsch kann.» Zudem habe sie ständig mit den Ellbogen nach ihm gestossen. «Wenn sie blaue Flecken hatte, dann davon.» Sie habe auch ihm Schmerzen zugefügt.

Tchamba ist auch als Staatsbürger enttäuscht von Badran

Nach dem Vorfall habe man Badran erlaubt, ins Aura zurückzukehren. Dort habe sie noch etwa eine Stunde weitergefeiert. «Als sie dann ging, beschimpfte sie mich zum Abschied erneut.» Nach diesem Arbeitstag habe er schlecht geschlafen.
Der gebürtige Kameruner mit Schweizer Pass ist auch als Staatsbürger enttäuscht von Badran: «Die Schweiz ist ein Hort der Demokratie. Ich hätte nie gedacht, dass Politiker sich hier aufführen wie in Afrika und sich nicht um Gesetze scheren.» Er wähle sozialistisch. «Aber diese Frau wird meine Stimme nicht bekommen.»


Dass sie ihm vorwerfe, er habe seinen Job schlecht gemacht, wurme ihn, sagt der Familienvater mit drei Kindern: «Ich bin sehr gerne Türsteher und bemühe mich, immer höflich zu sein und richtig und korrekt zu handeln.»

Kommentar: Wie dem auch sei. Medienmässig hat jedenfalls die SP Nationalrätin das  ZWEI am Rücken. Dies bestätigen Dutzende von Kommentaren im Netz.

Sonntag, 17. März 2013

Folgt nach der Wahl bereits die erste Schmierenkampagne?

In die Debatte um die Rolle des neuen Papstes Franziskus während der argentinischen Militärdiktatur hat sich der Vatikan direkt eingeschaltet. «Es hat nie glaubwürdige, konkrete Anschuldigungen gegen ihn gegeben. Die argentinische Justiz hat ihn nie angeklagt», sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Franziskus, der die in Rom versammelten Kardinäle empfing, äusserte sich selbst nicht dazu.
Dem am Mittwoch zum Papst gewählten Argentinier Jorge Mario Bergoglio wird von Kritikern eine zu grosse Nähe zur Militärjunta vorgeworfen, die das Land von 1976 bis 1983 beherrschte. Dem damaligen Leiter des Jesuitenordens in Argentinien wird unter anderem seine Rolle beim Verschwinden und der Folter zweier Jesuitenpater zur Last gelegt, die sich für die Opposition stark gemacht hatten. Bergoglio schloss die beiden politisch aktiven Jesuiten aus dem Orden aus - nach seinen Angaben, um die politische Neutralität zu gewährleisten.

«Schmierenkampagne und Lüge»




Lombardi erklärte, es handle sich um eine Kampagne «linker antiklerikaler Elemente, um die Kirche anzugreifen». Die Vorwürfe seien «falsch und verleumderisch». Bergoglio selbst hatte die Anschuldigungen immer von sich gewiesen. Vielmehr habe er sich für die Opfer der Diktatur eingesetzt: «Ich habe getan, was ich - angesichts meines Alters und meiner wenigen Beziehungen - tun konnte, um den Verschwundenen zu helfen», sagte er in einem Interviewbuch.
Der höchste katholische Würdenträger Australiens, Kardinal George Pell, verurteilte die Vorwürfe gegen Franziskus als «Schmierenkampagne und Lüge». «Diese Geschichten wurden vor Jahren verworfen», sagte der Erzbischof von Sydney am Freitag dem Sender ABC. Der damalige Chef der Menschenrechtsorganisation Amnesty International habe erklärt, dass die Vorwürfe jeglicher Grundlage entbehrten. Er sei zudem nicht der Meinung, dass sich der Papst öffentlich in die Debatte einschalten solle.

«Lasst uns nicht dem Pessimismus nachgeben»



Franziskus empfing die mehr als 150 Kardinäle aus aller Welt im Vatikan. Er warnte die katholische Kirche dabei vor einer negativen Weltsicht: «Lasst uns nicht dem Pessimismus nachgeben, der Bitterkeit, die der Teufel uns jeden Tag bietet.» Angesichts der in vielen Teilen der Welt sinkenden Zahl der Gläubigen forderte Franziskus die Kardinäle auf, «Mut zur Ausdauer zu zeigen und neue Wege zu finden, das Evangelium bis ans Ende der Welt zu tragen».
Der Papst zeigte sich bei dem Treffen mit den Kardinälen entspannt und herzlich. Er schien die meisten der Kirchenmänner, die ihm gratulierten, persönlich zu kennen und scherzte mit vielen von ihnen. Über das Kardinalskollegium und sich selbst sagte der Papst, sie seien alle schon «älter» - aber das Alter bringe Weisheit. «Lasst uns den jungen Menschen diese Weisheit geben wie guten Wein, der mit den Jahren besser wird», forderte das katholische Kirchenoberhaupt.
Franziskus zeigte bei seinem Auftritt weiter die für ihn charakteristische Bescheidenheit. Er trug ein weisses Papstgewand und einfache schwarze Schuhe - im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der meist rote Schuhe getragen hatte. Auch trug er weiterhin das eiserne Kreuz aus seiner Zeit als Erzbischof in Buenos Aires anstelle des goldenen päpstlichen Kreuzes. (kpn/AFP) Quelle: Tagi.

Kommentar: Worte sind Waffen. Wenn jemand eine Person schädigen will, muss er sein Image schädigen. Davon ausgehend, dass die Anschuldigungen eine gezielte Schmierenkampagen ist, werte ich diese Geschichte als brandgefährlich. Denn wie beim Gerücht, bleibt in der Regel immer etwas hängen auch wenn die Brandstifter entlarvt werden.

LINK:

8. Febr. 2003 ... Kein anderes Medium löst mit ähnlich geringem Aufwand so viel Wirkung aus, wie ein Gerücht. Ob man will oder nicht, Gerüchte sind und ...
www.rhetorik.ch/Geruecht/Geruecht.html