Donnerstag, 14. März 2013


Begeisterung als Baustein des Erfolges








Offensichtlich  üben zu viele Menschen ihren Job aus, ohne das Gefühl zu haben: "Ich bin in meinem Element - wie ein Fisch im Wasser." Es mangelt meist an Begeisterung.

Wenn die Freude am Tun fehlt, müssen wir uns fragen, was wir unternehmen können, um bei unserer Tätigkeit öfters ein Funken der Begeisterung in den Augen zu haben.

Nur weil wir es gewohnt sind, den Alltag im gleichen Trott zu tun, muss dies nicht unbedingt richtig sein.

Gibt es Möglichkeiten,  unserer Arbeit einen anderen Stellenwert zu geben?








Ja, dies ist möglich. Wir könnten erfüllende Arbeit  verrichten damit die Tätigkeit  uns Freude macht.
Es gibt Wege, die zur Begeisterung beim Job führen:

Ich muss  eine Arbeit suchen und finden, die ich im Idealfall aus tiefster Ueberzeugung ausführen kann. Eine Arbeit die ich gerne verrichte.

Erobern wir uns eine Arbeit zurück, die wir als sinnvolle Tätigkeit empfinden und die uns Spass machen kann.


Leider gehen viele einem Job nach, der in erster Linie  Geld bringt oder vom Umfeld anerkannt wird.
Die Freude am Tun ist  weniger wichtig.

Ich habe  bei mir festgestellt: Wenn ich etwas gerne tue, dann arbeite ich zwangsläufig mehr und länger. Dadurch werde ich immer besser.  Ich erarbeite mir eine aussergewöhnliche Fertigkeit. Dank dieses USP--> dies bedeutet ein  Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition)  werde ich als Arbeitnehmer immer mehr gefragt. Die Kasse stimmt hernach  automatisch.

Fazit: Wer begeistert ist von seiner Arbeit, setzt sich aus Ueberzeugung mehr ein. Er spürt  die positive Resonanz, erntet Anerkennung,  diese spornt dann erneut an. Die Spirale des Erfolges beginnt sich zu drehen.

Ich kenne einen guten Berufsberater. Sein Credo: Suche in erster Linie eine Tätigkeit, die dir Spass macht d.h. die Du gerne machst.

Daraus lässt sich meist ein Beruf entwickeln, der  aus Berufung getan wird. Wir beginnen nicht nur deshalb ein Studium, weil es uns Karriere oder  Ansehen verspricht.

Menschen verfügen oft über  Fähigkeiten, die von Eltern,  Lehrern und Vorgesetzten nicht erkannt worden sind.

Viele Erzieher arbeiten nach starren Schemen. Einmalige Fähigkeiten werden zugeschüttet. Hierzu die wahre Geschichte von Frank (Quelle: Förster, "Hör auf zu arbeiten"):

Frank war ein pfiffiger Erstklässler, der neben tausenderlei Dingen besonders an Mathe interessiert war. Er bekam in den ersten Wochen seiner Schulkarriere zusammen mit seinen Klassenkameraden eine Aufgabe:

Aufgemalt war ein Feld mit zwei Aepfeln drin. Daneben war ein anderes Feld, das war leer. Zwischen den Feldern war ein Pluszeichen. Rechts daneben stand ein Gleichheitszeichen und ein drittes Feld, indem waren sieben Aepfel. Klar, die Aufgabe war so gemeint: Wie viele Aepfel musst du zu den zwei Aepfeln legen, damit du sieben Aepfel bekommst? Ziel des Ganzen: Addieren  lernen - so haben es jedenfalls die lehrplanschreibenden Pädagogen ausgedacht.
Sie haben aber nicht mit dem mathematisch begabten Frank gerechnet. Dem war sofort klar, dass zwei plus fünf sieben ist - ob nun Aepfel oder Autos oder Raumschiffe. Das war ihm zu langweilig.
Er wendete seine Fähigkeiten zum divergierenden Denken an  und malte in das erste Feld mit den beiden Aepfeln noch einen dazu. Jetzt waren es drei. Also malte er vier Aepfel ins zweite Feld.

Er grinste, denn dies fand er witzig. Hey, eins plus sechs gleich zwei plus fünf gleich drei plus vier gleich sieben. Das ist ja cool. Er gab der Lehrerin freudestrahlend das Blatt, und dann setzte das Drama unseres Bildungswesens mit voller Wucht ein: "Nein Frank, das ist falsch! Schau doch mal, da sind zwei Aepfel, nicht drei. Du darfst da keine Aepfel reinmalen, da sind doch schon zwei! Nein das hast du falsch gerechnet. Versuchs noch mal!"
Und hat Frank noch mal gerechnet? Nein hat er  nicht. Er bockte.
(Ende Zitat)







  ERKENNTNIS: Die Freude am Tun, am Denken wird leider oft unbedacht zerstört. Eltern, Erzieher und Vorgesetzte sind sich vielfach nicht bewusst, was Kinder oder Mitarbeiter für Potenziale haben. Ich kenne viele Geschichten, die zeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer einem Kind die Freude am Tun in kurzer Zeit zerstört haben.
Ein Schüler, der eine Mauer mit gefärbten Steinkiesel gemalt hatte, wurde im Zeichnungsunterricht getadelt: "Male es noch einmal!" befahl die Lehrerin. "Die Steine sind grau!"



 




 Der Schüler hatte aber vor wenigen Tagen mit dem Vater zusammen in einer Kiesgrube  Steine gesammelt. Weil es geregnet hatte, fiel dem Kind auf, dass die Steinkiesel farbig sind: Rot, Grün, Weiss sogar Schwarz.
Unprofessionelles Verhalten kann  bereits in früher Kindheit, die Freude am Tun vergällen.





Deshalb gilt es bei unser Arbeit zu ergründen, was uns eigentlich bei unserem Tun Spass macht. Aus Freude am Tun entwickelt sich dann zwangsläufig Begeisterung und Begeisterung ist  ein starkes Fundament unserer "Treppe zum Erfolg".













 

Mittwoch, 13. März 2013

FDP Frauen werden nun doch noch abgestraft

Ich gab schon 2011 zu bedenken. (Zitat):


Marketing und Werbung: Zur Oben-ohne Foto der FDP Frauen

Marcus Knill
Aufmerksamkeit wecken darf nie Selbstzweck sein. Es geht bei der Werbung vor allem auch um die glaubwürdige Übermittlung einer Kernbotschaft. Das Image der FDP wird mit der jüngsten “oben ohne Foto” nicht aufgewertet. Es darf bezweifelt werden, dass durch diese Aktion künftig mehr Frauen in der Verwaltungsräten sitzen.

Ein Ausschnitt aus der neusten Kampagne der FDP Frauen, die ab Donnerstag auf Facebook und ab September im Kino zu sehen sein wird. Ich zitiere 20min.ch: “So sexy haben sich die Freisinnigen Frauen noch nie präsentiert: Mit nackter Brust, nur bedeckt von einem Banner «Nicht mehr oben ohne», posiert Generalsekretärin Claudine Esseiva ab heute Donnerstag auf Facebook für die neuste Kampagne der FDP Frauen. «Der Slogan zielt auf unsere Forderung, dass mehr Frauen in den oberen Etagen von Wirtschaft und Politik vertreten sein müssen», sagt die 32-jährige Generalsekretärin gegenüber 20 Minuten Online. «Mit dem Bild und dem Satz bringen wir das Thema auf den Punkt», ist Esseiva überzeugt.
«Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen»
Esseiva ist aber klar, dass gerade ihr Auftritt einigen zu gewagt sein könnte. «Mit dem Oben-ohne-Foto provozieren wir bewusst. Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen.» Zudem sei das Ziel der Kampagne, junge urbane Frauen anzusprechen, und dies gelinge nur mit einer frischen und frechen Kampagne. Dieser Meinung ist auch Carmen Walker-Späh, Präsidentin der FDP Frauen und betont gegenüber 20 Minuten Online: «Mit der Kampagne wollen wir weg vom feministischen Mief, hin zu einer fortschrittlichen liberalen Politik, die auch einmal lustvoll sein darf.»
Mein Kommentar: Selbstverständlich hat die Oben-ohne Foto ein Teilziel erreicht. Sie macht immerhin von sich reden. Doch müssen wir uns fragen, ob die “Pin-up-Aktion” hinsichtlich Imageförderung und Botschaftenmanagement der FDP langfristig Erfolg hat. Für mich wird dieser verzweifelte Versuch mit einer provokativen Foto, die
bewusst aneckt und der FDP das Image einer frechen, frischen Partei vermitteln soll, keine Ernte einfahren wird. Bei politischen Werbeaktionen ist die Wirkung beim Adressaten (Stimmvolk) ausschlaggebend. Ich habe 20 Personen das Bild gezeigt. Das Echo war ernüchternd: Muss dies sein? Weshalb hat sich die FDP nicht von Marketing-Profis beraten lassen?  war zu hören. Nur eine Minderheit fand die Aktion modern und frech. Niemand diskutierte über den Frauenanteil auf den Chefetagen.
Mit dem Pin-up-Girl lösen sich die FDP Frauen auch nicht vom feministischen Mief. Sie unterstreichen höchstens zusätzlich die Frau als Sexobjekt. Meine kritischen Gedanken zu der Playboyaktion der deutschen Fussballerinnen bestätigten mir, wie Themen mit Frauen als Sexobjekt polarisieren. Die einen finden solche Aktionen modern, unverkampft und gut. Andere lehnen jegliche Versuche ab, mit der Frau als Sexobjekt zu spielen. Nach meinem Dafürhalten ist immer das Resultat der Werbung ausschlaggebend. In diesem Fall bezweifle ich, dass auf Grund des “Oben – ohne Auftrittes” die Frauen der FDP im Herbst mehr Stimmen bringen werden und künftig etwas getan wird, damit  mehr Frauen in den Verwaltungsräten sitzen. Ich bin ferner davon überzeugt, dass meine Bedenken auch von vielen Marketingspezialisten geteilt werden. Der Erfolg der Kampagne zeigt erst später, ob eine Werbung gut war. On verra!


Kommentar: "In verra" schrieb ich damals am Schluss des Blogs. Nun ist es soweit. Die FDP Frauen eckten  parteiintern erneut an, weil sie sich gegen die Parteiparole bei der Fremdbetreuung stellte.  Ich zitiere 20 Min:

Die FDP hat der Frauen-Generalsekretärin Claudine Esseiva einen Maulkorb verpasst. Während die Parteispitze schweigt, stellt sich Ständerätin Christine Egerszegi hinter das Enfant terrible der Freisinnigen.

storybildGeneralsekretärin der FDP-Frauen Claudine Esseiva sorgt für Wirbel.
 
Nicht nur einmal haben sich die FDP-Frauen politisch gegen die Mutterpartei gestellt. Nun kommt die Generalsekretärin Claudine Esseiva für den eigenwilligen Kurs an die Kasse. Die FDP hat ihr kurzerhand einen Maulkorb verpasst, wie «Le Matin» berichtet. Ausserdem soll Esseiva laut dem «Sonntag» zur einfachen Sekretärin degradiert werden. Offiziell aus Spargründen. Doch hinter vorgehaltener Hand kritisiert man ihr «unmögliches Verhalten» und ärgert sich über den medialen Wirbel, den sie verursachte. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Ja-Parole zum Familienartikel – entgegen dem Nein der FDP. Davor hatten die FDP-Frauen offensiv für eine Geschlechterquote beim Staat geworben. 2012 war Esseiva an der Spitze der Kampagne gegen die Initiative «Abtreibung ist Privatsache». Und unvergessen ist auch die Kampagne, in der Esseiva mit nacktem Oberkörper für mehr Frauen in der Chefetage warb.

 «Kein Kommentar», sagt  Esseiva selbst und verweist auf die Präsidentin der FDP-Frauen Carmen Walker Späh. Walker Späh sagt nur: «Die Geschäftsleitung der FDP-Frauen Schweiz steht geschlossen hinter der Generalsekretärin.»

«Esseiva ist Ausdruck von FDP-internem Spannungsfeld»

«In der Tendenz sind bürgerliche Frauen linker, feministischer, ökologischer und progressiver als ihre männlichen Kollegen», sagt Politologe Louis Perron. Der Fall Esseiva sei Ausdruck dieses Spannungsfeldes. «Die FDP-Elite ist eher konservativ und altväterlich.» Die Freiburgerin habe sehr pointiert auf Themen aufmerksam gemacht, die die FDP in den letzten Jahren verschlafen habe. «Modernisiert sich die FDP im politischen Alltag nicht bald, läuft sie Gefahr weiter Wähler an die Grünliberalen zu verlieren.»

Fazit: Es schadet jeder Partei, wenn der Spaltpilz Einsitz nimmt. Die Kommunikationsregel lautet:
Differenzen intern bereinigen! Nach aussen mit einer Stimme sprechen! Die Wäsche muss intern gewaschen werden, nicht in der Oeffentlichkeit. Insoweit hat Claudine Esseiva recht, wenn sie in dieser Situation schweigt.

Dienstag, 12. März 2013

Kommentar zum Schweiger Tatort

Ich zitiere Bild:







  • Wie fanden Sie den neuen Schweiger- ?: Kommissar „Nuschel“ Tatort: Willkommen in Hamburg: Die besten und die schlechtesten Szenen tatort


Was sagt Krimi-Deutschland zum neuen Schweiger-„Tatort“?


Bei einem waren sich viele einig: Das war ein Nuschel-Tatort. Teilweise waren weder Schweiger, noch seine Tochter oder sein Partner Fahri Yardim deutlich zu verstehen.


So schreibt Steph Tøgel auf Facebook: „Nuschelnator“. Und Claudia Fischer auf Facebook: „Vorhin habe ich echt geglaubt, die sprechen chinesisch, ich versteh teilweise kein Wort.“

Tagi kommentiert:

Die Rollen waren klar verteilt. Hier die bösen Gangster, dort Hamburg-Neuling Tschiller – dessen Arbeit von seinen Vorgesetzten unterminiert wurde. Hatte die Polizei mit dem mächtigen Astan-Clan doch einen «Kiezfrieden» geschlossen, sodass die Bande Hamburgs fiese Wirtschaftskapitäne mit Ostblock-Mädchen versorgen konnte. Damit wusste Tschiller, dessen eigene Tochter im Alter der Prostituierten ist, natürlich nichts anzufangen. Im Showdown schlug der Bodycount nochmals tüchtig aus.
 



Übrigens: 

Die Schlägerszenen, das viele Blut hat immerhin 30% der Konsumenten gefallen. Wenn jedoch der Tatort aus der Sicht des Konzeptes, des roten Fadens, Verständlichkeit beleuchtet wird, dann kommt dieser Krimi sehr schlecht weg. Ballern und Action allein genügt nicht. Das Schwarz-weiss Schema (gut-böse) war zu plump. 
Was ich mich bei diesem Film als Kommunikationsberater frage: Weshalb darf ein Schauspieler so unverständlich nuscheln, dass er auch von Normalhörenden kaum verstanden wird? Das ist eigentlich eine Zumutung. Wer gehofft hatte, jene Aera von Filmen, die bewusst den Ton vernachlässigt haben und Dialoge mit  Hintergrundmusik bewusst "stören", währen Vergangenheit; der hat sich getäuscht. Verständlichkeit ist und bleibt etwas vom Wichtigsten bei allen Kommunikationsprozessen - auch beim Film. 

ECHOS zum Nuschelkönig:

BILD.TV – Die Top-Videos


  1. Wer nuschelt so spät durch Nacht und Wind, es ist der Schweiger mit seinem Kind. #Tatort #TilSchweiger (hey, das hat er selbst gesagt!)
  2. Ein #tatort mit Semmelrogge UND Til Schweiger. Das verkraftet der Logopädenverband nicht.
  3. Kommentar zum #Tatort: Mich beschleicht der Verdacht, dass über die neu erzwungenen Gebühren pro Haushalt die Munition finanziert wird.
  4. Der nächste Tatort sollte der Einfachheit halber direkt im Apple Store spielen! #tatort
  5. gleich wird alles in einem manta-rennen entschieden. #tatort
  6. Und gleich humpelt er blutend in den Sonnenuntergang. Vermutlich trägt er dabei eine Bewusstlose auf Händen. #Tatort
  7. Nach Kein-Ohr-Hase und Zwei-Ohr-Küken jetzt Drei-Schuss-Daneben. #Tatort
  8. #Tatort Bei den ganzen Mädeln mit irgendwie osteuropäischem Akzent, fällt gar nicht auf, dass der Schweiger nicht ordentlich spricht.
  9. Til Schweiger singt auf der neuen Nuschelrock übrigens alle Lieder. #Tatort
  

Montag, 11. März 2013

Das Image und das Geld





Mir war klar, dass Vasella mit seinen Millionen in der Schweiz nicht mehr glücklich leben kann. Trotz seines immensen Vermögens, trotz der These "Geld macht sexy", wird er, seine Frau und seine Kinder als Abzockerfamilie stigmatisiert bleiben. Wo immer sie auftreten: Auf der Strasse, an Partys im Alltag. Das negative Image würden sie nicht so leicht los.
Dass Vasella auswandern wird, lag somit in der Luft.
LINK:

18. Okt. 2009 ... Christian Fichters Team an der Universität Zürich ist auf Imageforschung spezialisiert. Eine Untersuchung des Teams wurde im Scheizer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/index.html

Sonntag, 10. März 2013

Ständemehr nicht mehr  zeitgemäss?

Erstmals seit fast zwanzig Jahren ist am Sonntag eine eidgenössische Vorlage am Ständemehr gescheitert. 1994 wurde die erleichterte Einbürgerung durch die Stände abgelehnt, am Wochenende war es der Familienartikel. Obwohl 54,3 Prozent der Schweizer Stimmbürger die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine Verfassungsartikel fördern wollten, wurde der Bundesbeschluss über die Familienpolitik von 11 Kantone und vier Halbkantone abgelehnt.

 

Gemäss Resultat offenbart sich ein deutlichen Stadt-Land Graben. Der ursprüngliche Sinn des Ständemehrs war es, die ländlich-konservativen Kantone zu stärken. Die Kantone als souveräne Staaten wollten nicht von den bevölkerungsstarken Kantone dominiert werden. Das Ständemehr wurde bewusst eingeführt, dass die kleinen Kantone nicht benachteiligt werden.
Nach der jüngsten Abstimmung klagen nun die grossen Städte, sie würden durch die kleinen Stände benachteiligt. 

Die Unterlegenen möchten über den Föderalismusgedanken neu bedenken, während im konservativen Lager solche Ideen kein Gehör finden. Das Ständemehr sei aktueller denn je, sagt SVP-Nationalrat Greogr Rutz. «Es trägt wesentlich zur Rechtssicherheit und Stabilität unseres Landes bei. Wir tun gut daran, an diesem föderalistischen Konzept festhalten.» In der Politik sei es nie falsch, wenn man zwei Anläufe nehmen muss - fatal sei es nur, wenn Regelungen zu schnell beschlossen würden.
CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz die an vorderster Front für den Familienartikelgekämpft hat und unterlegen war, findet persönlich, es sei der falsche Zeitpunkt - nach einem Abstimmungsentscheid - über eine solche Änderung zu diskutieren. «Ausserdem ist die Debatte nicht zielführend, da eine Änderung der Spielregeln erneut ein Ständemehr voraussetzt, welches mit Sicherheit nicht gegeben wäre.» Eine Änderung am Prinzip Ständemehr hält auch Andreas Auer vom Zentrum für Demokratie Aarau in naher Zukunft für unrealistisch: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stände einer Revision des Ständemehrs zustimmen würden.»

Es geht  um die WURST!

Wissenschaftliche Studie versus Fleischliebhaber

Heftige Reaktionen

(Quelle 20 Min)

Fleischliebhaber wehren sich gegen Uni-Studie

Die Veröffentlichung der Universität Zürich zu den Fleisch und Wurstwaren schlägt hohe Wellen. Jetzt ergreifen die Metzger und Fleischfreunde das Wort.

storybild

Unter den Metzgern ist man empört über die Studie der Universität Zürich. (Bild: Keystone/APBöse Wurstwaren: Wer täglich eine Bratwurst isst, stirbt früher

Von der St. Galler Bratwurst über Salsiz bis zu Appenzeller Pantli: Jede Region der Schweiz hat ihre eigene Wurstspezialität. Laut einer neuen Studie der Universität Zürich können diese nur noch in homöopathischen Dosen genossen werden: Wer mehr als 40 Gramm Wurst- und verarbeitete Fleischwaren zu sich nimmt – das entspricht einer handflächengrossen Scheibe gekochter Schinken oder einem Wienerli – erhöht das Sterberisiko massiv. Personen, die viel Wurstwaren, Salami oder Schinken essen, haben ein höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs zu sterben.


Mögliche Ursachen für die erhöhte Krebsmortalität sind laut Studie krebserregende Stoffe wie Nitrosamine, die beim Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen. Ebenfalls problematisch seien die hohen Anteile von Cholesterin und gesättigten Fetten im Fleisch, so die Studienleiterin ist Sabine Rohrmann vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin (siehe Box).

Der Fleischverband und die Metzger antworten auf die Studie

Beim Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) ist man über die Argumentation der Studie empört: «Die Studie verweist auf das ungesunde Fett, erwähnt aber nicht, dass nur 15% der gesamten Fettaufnahme über Fleisch und Fleischprodukte erfolgt», meint Ruedi Hadorn vom SfF. «Die auch erwähnten Nitrosamine sind wohl krebserregend. Sie bilden sich aber nur, wenn ein Fleischprodukt in Kombination gepökelt, einer Fermentation unterzogen, einen gewissen Säuregrad aufweist und auf mindestens 140°C erhitzt wird. Die Bildung der Nitrosamine beruht somit nicht auf dem Fleisch selber, sondern auf einer falschen Handhabung durch zu starkes Braten von gepökelten Waren.»

Kritisiert wird auch, dass nicht auf den bereits erzielten Fortschritt in der Fleischbehandlung aufmerksam gemacht wird. «Der Nitritanteil konnte in Wurstwaren durch verbesserte Stall-, Schlacht-, und Verarbeitungshygiene durch zunehmende Industrialisierung verringert werden», erklärt Metzgermeister Hummel von der Metzgerei Küenzli. «Der Nitritgehalt im Nitritpökelsalz wurde im Zuge der Diskussion um Nitrosamine in den letzten 30 Jahren massiv gesenkt. Zudem ist durch den Einsatz von hochwertigem Buchenholzrauch die Bildung von krebserregenden Stoffen vermeidbar.»

«Der Konsum von Wurstwaren kann kurzfristig etwas zurückgehen»

Bei der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande bewusst, dass Wurstwaren weniger gesund sind als Frischfleisch: «Da hat es nun mal Stoffe drin zum Beispiel aus Gründen der Konservierung. Doch alles ist eine Frage des Masses: Ein Wienerli auf dem Sauerkraut oder eine Berner Platte ab und zu kann man bedenkenlos geniessen», so der Sprecher Erich Schlumpf. Er rechnet zwar damit, dass der Konsum der in der Schweiz äusserst beliebten Würste kurzfristig etwas zurückgehen könnte. «Doch langfristig wird wohl niemand auf einen feinen Cervelat oder eine Bratwurst verzichten - Wurstwaren haben hierzulande eine zu lange Tradition.»
Sich jedoch täglich von Bündnerfleisch, Salsiz oder Baurenschüblig zu ernähren findet auch er nicht empfehlenswert: «Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört die Abwechslung. Wir propagieren einen massvollen Fleischgenuss. Lieber etwas weniger und dafür Schweizer Fleisch aus artgerechter Haltung. Zudem richten wir uns nach den Empfehlungen der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.»

Keine Alternativen zum Herstellungsverfahren

Sophie Frei von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung sagt klar: «Alternative Herstellungsverfahren für Wurstwaren und Fleischprodukte gibt es nicht. Salzen, Pökeln und Räuchern dienen der Haltbarmachung, dem Geschmack und dem typischen Aussehen. Ungepökelt würden Würste zum Beispiel unappetitlich grau aussehen. Die einzige Möglichkeit, die Risikofaktoren für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzudämmen, ist, den Wurst- und Fleischkonsum einzuschränken», so Frei weiter.
(fhr/ sut)

KOMMENTARE:

Es ist erstaunlich: Immer wieder werden   angeblich wissenschaftliche Studien publiziert über die Schädlichkeit von Lebensmittel. Es wird gewarnt vor Kaffee, vor Butter, vor ....
Und die Menschen werden immer älter und älter. Es verwundert mich deshalb nicht, dass die Bevölkerung gegenüber solchen Studien immer skeptischer wird.

  • Tschüss Studien

    hätte ich mich in meinem Leben an all die wundersamen Studien gehalten, wäre ich jetzt nicht 56, gesund und happy sondern entweder unglücklich oder tot. Viva la Vita !!
  • K.Glauser am 08.03.2013 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Auch so geht es

    Esse jeden Tag 1x Fleisch und etwas Gemüse. Und es gibt Tage da esse ich nichts zu Mittag. Bin 52zig, treibe keinen Sport und habe kein Gramm Übergewicht. Zudem habe ich noch NIE meine KK belastet. Ist wohl auch etwas Gen bedingt. Also ich ändere nichts daran. Im übrigen arbeite ich 100% so habe ich wenig oder keine Zeit und vor allem keine Luste mehr am Feierabend Sport.
  • Rto Keller am 08.03.2013 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bin immer noch am Leben

    Wenn es nach all diesen Studien plus Kassensturz geht duerften wir ueberhaupt nichts mehr Essen weil fast alles irgendwie ungesund ist. Ich bin nun 63 Jahre alt und habe viel Wurst, Salami etc gegessen ebenso viele Eier und ich lebe immer noch und zwar vollkommen gesund ohne irgendwelche Krankheiten. Also was solls
     
     

Samstag, 9. März 2013

Am Dienstag beginnt die Papstwahl

News und Hintergründe