Dieser Tage geniesse ich die Winterlandschaften in unserer Gegend
Hier war der Biber am Werk
Freitag, 25. Januar 2013
Das spannende Abzocker DUELL: Minder gegen Blocher
Beide sind Rhetoriker, die überzeugt sind von dem, was sie sagen und damit Zuhörer mitreissen können. Beide verstehen es, Massen zu mobilsieren. Beide sind laut und stur. Beide sind rhetorisch beschlagen.
Quelle Tagi-online:
Video
Das Abzocker-Duell
- Abzockerinitiative: Das Duell Minder gegen Blocher
- Das Duell Blocher gegen Minder
- Einer gegen alle – zum zweiten Mal
Minder überraschte ferner Blocher mit einem einleuchtenden Argument und einem passenden Vergleich zu Kunstwerken.
"Wenn die Initiative so viel schlechter wäre. Weshalb braucht es 8 Millionen , um sie zu bekämpfen?"
"Das Original ist immer besser. Christoph, als Kunstsammler weisst Du das bestens!"
Ich zitiere TAGI- online:
«Lasst euch nicht auseinanderdividieren», rief Blocher nach dem Auszählen des knappen Abstimmungsresultats generviert ins Mikrofon. Die Medien würden sich nun an seiner Niederlage freuen. Blocher hatte schon mit einer Breitseite gegen die Medien begonnen, als er ans Rednerpult trat, das SRF-Mikrofon zur Seite legte und während einer Schimpftirade über die Medien mit der Faust aufs Pult schlug, sodass weitere Mikrofone runterfielen. Der Saal dankte es ihm mit schreiendem Gelächter, Minder versuchte unterdessen, die Mikrofone zu montieren.
Ende Zitat.
Es ist erstaunlich dass schon die 2. SVP Kantonalpartei gegen Blocher stimmte. Das könnte einen Dominoeffekt auslösen. Es wird nun heiss für Christoph Blocher. Gespannt wartet die Oeffentlichkeit auf en gesamtschweizerischen Entscheid der SVP.
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marcus knill
um
12:12
Donnerstag, 24. Januar 2013
Der erste Vorwurf
2. Mai 2012: Ein anonymes Mitglied des VroniPlag-Netzwerks veröffentlicht eigenmächtig einen Plagiatsvorwurf gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Der Anonymus nennt sich "Robert Schmidt". Schavan erklärt, ihre 30 Jahre alte Doktorarbeit "Person und Gewissen" "nach bestem und Gewissen" angefertigt zu haben. Auf Bitten Schavans beginnt der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät ein Prüfverfahren."Spaß an der Detektivarbeit"
Befund des Anonymus
Gutachter: "Leitende Täuschungsabsicht"
Hilfe von Merkel und Zank in der Wissenschaft
20. Januar 2013: Die Bundeskanzlerin bekennt sich im SPIEGEL zu Schavan. Sie stehe fest zu ihrer engen Vertrauten, heißt es aus dem Kanzleramt, ein Rücktritt komme nicht in Frage. Der DHV als Standesvertretung der Hochschulprofessoren und der Philosophische Fakultätentag, Dachverband der universitären Geistes- und Sozialwissenschaftler, kritisieren die Allianz der Wissenschaftsorganisationen und sprechen sich wiederum für die Uni Düsseldorf aus. DHV-Chef Kempen sagt, allein die Uni Düsseldorf sei "Herrin des Verfahrens". Durch die Allianz der Wissenschaftsorganisationen solle "ein politisch gewünschtes Ergebnis herbeigeredet" werden.Promotionskommission will einstimmig urteilen
Gutachter verteidigt das Vorgehen der Uni
Breitseite gegen die Universität
18. Januar 2013: Fünf Tage bevor die Universität über eine Titelaberkennung oder den Beginn eines Verfahrens entscheiden will, veröffentlich die Allianz der Wissenschaftsorganisationen eine Erklärung, die Schavan den Rücken stärken soll. In der Erklärung werfen führende Wissenschaftsorganisationen und die Hochschulrektorenkonferenz der Hochschule Verfahrensfehler vor.Kommentar: Die Universität kommt unter Druck. Denn es darf nicht sein, dass eine Bildungsministerin bei der Promotionsarbeit die Wissenschafter getäuscht hat. Das wäre auch für die Bundeskanzlerin ein harter Schlag. Sie denkt: Was nicht sein darf, darf nicht sein. Denn die Oeffentlichkeit reagiert nicht so heftig wie bei von Guttenberg. Die Wissenschaftsorganisationen werden in diesem Fall alle Register ziehen, damit diese peinliche Geschichte rasch begraben werden kann.
Nachtrag (Die ZEIT):
Schavan fürchtet um ihr Lebenswerk
Annette Schavan sieht sich als Vollblut-Wissenschaftlerin. In der Plagiatsaffäre spielt sie auf Zeit, denn es geht nicht nur um ihre politische Zukunft.Fortgesetzte Rufschädigung
Die Uni Düsseldorf findet immer noch keine klaren Worte im Fall von Bildungsministerin Schavan. Das Chaos geht weiter, kommentiert Ruben Karschnick.
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marcus knill
um
06:20
Mittwoch, 23. Januar 2013
Der FDP-Präsident ist ständig empört, die Partei ist zufrieden
Bei Müllers jüngstem Angriff aufseinen Parteikollegen, Solothurns Finanzdirektor Christian Wanner, kommt hinzu: Wanner ist der engste Verbündete von BDP-Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Diese konnte Müller noch nie leiden - persönlich wie von Berufs wegen. Müllers Attacke gilt jenen in der FDP, welche die Partei in eine vage bürgerliche Mitte rücken möchten.
Da ist aber noch ein Drittes: Während das ganze Land über die Abzocker-Initiative diskutiert, vernimmt man von der FDP dazu keinen Pips. Müller hat es bisher geschafft, die FDP aus dem Abstimmungskampf herauszuhalten; einer Debatte, die der Wirtschaftspartei nur schaden kann. Um die Partei dennoch im Gespräch zu halten - dafür ist ein hübscher Knaller auf einem Nebenschauplatz genau das richtige. Der Wanner-Tadel ist nicht zuletzt auch eine Nebelpetarde.
Gespannt sein darf man, wie sich Philipp Müller in den bald folgenden Grossgefechten schlagen wird: Dann nämlich, wenn die Schweiz über die Personenfreizügigkeit mit der EU zu befinden hat. In Fragen der Zuwanderung hat der einstige Kunstschütze ebenfalls eine Vergangenheit: als Vater der berüchtigten 18-Prozent-Initiative. Und das Verhältnis zur EU ist definitiv kein Thema, das der Freisinn einfach so schwänzen und von dem der Parteichef mit ein paar lockeren Schiessübungen ablenken kann.
Christian Levrat mag unter den Parteipräsidenten der gewiefteste Taktiker sein.
Philipp Müller aber ist der Meister der Provokation. Der Aargauer Nationalrat beherrscht das Spiel mit den Medien und der Öffentlichkeit: Er weiss, wann es eine «gepfefferte Aussage» (wie er seine Provokationen nennt) braucht, um eine maximale Wirkung zu erzielen. So wollte er vor Weihnachten Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf das Staatssekretariat für Finanzfragen wegnehmen und in das Aussendepartement verlagern. Anlass war ihr öffentliches Sinnieren über den automatischen Informationsaustausch.
Allein die Kritik an Widmer-Schlumpf - er hatte sie bereits in der Vergangenheit für ihre «Sololäufe» kritisiert und von ihrer «politischen Isolation» gesprochen - wäre wohl verhallt. Mit der Idee, Widmer-Schlumpf in Steuerfragen zu entmachten, war Müller sich heftiger Reaktionen gewiss, ohne etwas zu riskieren. Realpolitisch war die Idee unbedeutend und Müller bereut sie nicht. Der Zweck bestand einzig darin, dass über die FDP geschrieben wird.
Allerdings: Philipp Müller als Schaumschläger abzutun wäre verfehlt. Im letzten August gab er den Kampfjet Gripen («Papierflieger» und «finanzielles Hochrisikospiel») in einem Interview mit der «NZZ» zum Abschuss frei. Seither diktiert die FDP Verteidigungsminister Ueli Maurer die Bedingungen in dessen wichtigstem Geschäft.
Finanzplatz, Migration, Gripen: Philipp Müller hält die FDP im Gespräch. Er formuliert hemdsärmlig, spricht strassengängig und gräbt damit der SVP medial das Wasser ab. Sogar bei den Attacken auf Widmer-Schlumpf, dem SVP-Feindbild Nummer eins. Die FDP-Bundeshausfraktion trägt Müllers Stil mit. Leise Kritik, wie sie der Solothurner Nationalrat Kurt Fluri in der gestrigen Ausgabe der «Nordwestschweiz» geäussert hat, ist die Ausnahme. Man schätzt, dass sich der erste Nichtakademiker an der Parteispitze pointiert äussert und die FDP klar positioniert.
Parteiintern abgesichert
Den Rückhalt in der Fraktion hat er auf sicher, weil die Provokationen «nicht aus dem hohlen Bauch kommen», wie es Nationalrat Christian Wasserfallen formuliert. Müller kennt die Dossiers, führt viele Gespräche und sichert sich parteiintern ab. Hilfreich dabei ist, dass sich sein ärgster parteiinterner Gegenspieler, Ruedi Noser, beim Thema Finanzplatz exakt auf Müllers Linie bewegt.
Geschickt platzierte Provokationen in Zeitungsinterviews sind das eine, Müllers Spontanreaktionen das andere. Diese haben ihm den Ruf des «Dauerempörten» eingetragen. Eine «Riesensauerei» nannte er die Aussage des Wegelin-Partners Otto Bruderer in den USA, die Beihilfe zur Steuerhinterziehung sei bei Schweizer Banken üblich gewesen. Der Kauf von geklauten Bankdaten-CDs durch deutsche Behörden war für Müller schlicht eine «Krimi-Methode». Und manchmal schiesst Müller auch etwas gar schnell: Die Vorschläge der Bankiervereinigung zur Weissgeldstrategie kritisierte er spontan im Radio. Einen Tag später ¨ «nach Prüfung» des Papiers - begrüsste er im «Blick» dieselben Ideen.
Kommunikationsexperte Marcus Knill sieht in Müller einen cleveren Kommunikator, welcher der FDP gut tut. Es bestehe einzig die Gefahr, dass sich die Dauerempörung abnütze: «Man darf nicht immer nur wütend sein und kritisieren», sagt Knill, «sonst leidet die Glaubwürdigkeit.» Und wenn die Orgel immer auf tutti sei, höre man das Piano nicht mehr.
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marcus knill
um
21:03
Blochers Engagement gegen die "Staatskinder" weckt Emotionen zur Abstimmung über familienfremde Betreuung
Die Abstimmung über die Unterstützung der familienfremden Betreuung fand eigentlich keine Beachtung. Sie stand nicht im Fokus der Aufmerksamkeit. Denn scheinbar sind alle für eine moderne Familienpolitik und die Vereinbarkeit von Beruf trotz Kinder.
Ich zitiere TAGI-online:
Am letzten Freitag der SVP-Tribun im Zürcher Albisgüetli los: «Der Zentralstaat macht jetzt keinen Halt mehr vor der Familie», warnte Blocher seine Getreuen. Für ihn geht es um nichts weniger als um die «Entmündigung der Eltern», um «Auflösung der Familien», um Milliarden von Staatsgeldern, die «aus Kindern Staatskinder» machen sollen. «Unsere Kinder wollen sie uns wegnehmen!», rief er in den Saal. Und gegenüber den Journalisten betonte er, das sei das viel wichtigere Thema als diese «Sache mit den Abzockern».
Eine Website und wenig Geld
Damit war der Pflock eingeschlagen. Entgegen allen Erwartungen setzt die SVP weder auf den Zweikampf mit Thomas Minder noch auf die Opposition gegen das Raumplanungsgesetz – sie verteidigt die Familien gegen den Zugriff des Nanny-Staats, gegen die neumodischen Ideen all jener, die sich endlich mehr Einsatz des Bundes für Kinderkrippen wünschen.
Lange hatte sich die Familienartikel-Kampagne diese Aufmerksamkeit gewünscht. «Pro Familia Schweiz, als Dachverband der Familienorganisationen, beschloss letzten Herbst, die Abstimmungskampagne aktiv zu begleiten», erklärt Lucrezia Meier-Schatz, CVP-Nationalrätin und Pro-Familia-Geschäftsführerin gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Doch ein Riesenecho fand ihre Startpressekonferenz Anfang Januar nicht.
Dass Economiesuisse und der Arbeitgeberverband abseitsstehen, ärgert die CVP-Politikerinnen am meisten: «Dabei setzen wir stark auf die ökonomischen Argumente», so Binder. «Es ist doch ein volkswirtschaftlicher Witz, in die Ausbildung einer Bevölkerungsgruppe zu investieren, sie dann aber nicht ins Erwerbsleben zu integrieren. Nach wie vor sind das leider heutzutage noch meist die Frauen. Es ist schade, dass die Wirtschaftsverbände sich nicht zu einem Ja durchringen konnten. Das hätte sehr geholfen. Immerhin beschlossen sie Stimmfreigabe. Der erste Reflex war ja noch ein Nein.»
Möglich, dass ausgerechnet die kulturkonservative Kritik der SVP jetzt den wirtschaftlichen Argumenten besseres Gehör verschafft. Jedenfalls weckt sie die bisher vermissten Emotionen.
Am 1. Februar ist «Arena»-Sendung zum Thema. Und endlich hört und schaut man bei dieser Thematik zu.
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marcus knill
um
06:34
Dienstag, 22. Januar 2013
Hat Armstrong im Interview schon wieder gelogen?
Armstrong behauptete im Interview, sein Comeback 2009 sei «sauber»
gewesen. Damit widersprach er Usada-Ermittlungen. Jetzt bekräftigen zwei
Fahnder dem Sender ABC, Bluttests von 2009 hätten zwei
Eigenblut-Infusionen nachgewiesen. Eindeutig. (O.G.) Quelle BLICK
Was hat das inszenierte Interview gebracht? Häme statt Befreiung!
Armstrongs Berater versuchten mit dem Teilgeständnis sein Image, seine Reputation bei der amerikanischen Bevölkerung zu retten. Doch die angebliche Beichte - ohne Reue - brachten die Berater (trotz geschickter Inszenierung) beim Klienten das "Stigma des Lügners" nicht weg.
Die halbherzige Entschuldigung, die Beschönigungen konnten das negative Branding eines "abgefeimten Lügners" nicht nehmen.
Armstrongs Image ist und bleibt im Eimer!
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marcus knill
um
10:15
Montag, 21. Januar 2013
Unterstützung für Atomausstieg bröckelt
Man hätte es eigentlich kommen sehen müssen: Wer den Energieverbrauch und die reale Situation genauer analysierte, wurde sich schon lange bewusst, dass die Wende nicht so spielend - ohne schmerzhafte Folgen - möglich sein wird. Wenn die wichtigsten Aspekte mitberücksichtigt werden müssen, wie die Kosten, die Versorgungssicherheit und Versorgungsautonomie. Dass der Ausbau der Netze Probleme bringen wird, war vorhersehbar. Dass Sonnenkollektoren, Windkraftwerke nicht ständig souventioniert werden können, das wussten alle: Dass unser Stromkonsum ständig wachsen wird ist ebenfalls unbestritten (Elektroautos, Elektrovelos, Technik im Haushalt).
Deutschland, das erneuerbare Energien enorm gefördert hat wird sich allmählich bewusst: Der Netzausbau stösst auf Widerstände und dauert noch Jahrzehnte. Der Strompreis steigt und steigt. Die Bürger hätten heute nichts gegen importierten Atomstrom, wenn dafür der Preis nicht steigt. Auch in der Schweiz wird man sich weider bewusst, dass sich der Atomausstieg nicht so leicht bewältigen lässt. Ich zitiere 20 Min:
Die Unterstützung der bürgerlichen Parteien für den Atomausstieg schwindet: Erstmals seit Fukushima sinkt bei den Bürgerlichen der Anteil jener, die sich für den Rückzug aus der Atomenergie aussprechen.
Infografik Die schlimmsten UmweltkatastrophenStörfall im Atomkraftwerk Fukushima
Bestätigt sehen sich durch die Zahlen die Grünen. «Die bürgerlichen Parteien haben jahrzehntelang auf Atomenergie gesetzt. Entsprechend begrenzt ist die Halbwertszeit ihrer Neubeurteilung», sagt Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen.
Für den «Sonntag» hat Smartvote ausgewertet, wie sich die Haltung von mehr als 11 000 Kandidierenden zum Atomausstieg von 2003 bis 2012 veränderte. Als Grundlage für die Jahre 2003, 2007 und 2011 dienten die Daten der eidgenössischen Wahlen. Projektleiter Jan Fivaz sagt: „«Der Trend bei den bürgerlichen Parteien geht wieder in Richtung der ausstiegskritischen Positionen, wie sie vor dem Unfall in Fukushima bestanden.»
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marcus knill
um
10:54