Das offizielle Bundesratsfoto 2013 zeigt die Regierung vor ihrem Sitzungszimmer im Bundeshaus West. Bundespräsident
hat es arrangiert. Mit seiner rot-weissen Krawatte und dem
Schweizerkreuz im Revers ist er der einzige, der etwas Farbe ins Spiel
bringt.
Ansonsten präsentiert sich die stehend um Maurer gruppierte Landesregierung in dezenten und dunklen Farben. Vizepräsident
und Alain Berset tragen zum dezenten dunklen Anzug ebenso dunkle
Krawatten. Nur auf dem Schlips des Aussenministers sind schwach hellere
Punkte erkennbar.
Die
beiden anderen Magistraten scheinen einfarbige Krawatten zu tragen.
Schneider-Ammann in dunkelviolett, Berset in dunkelgrau. Die Damen
zeigen sich in klassischer geschäftsmässiger Kleidung.
Justizministerin
Simonetta Sommaruga, Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und
Bundeskanzlerin Corina Casanova tragen Halsketten. Doris Leuthard
verzichtet auf Schmuck, dafür hat sie ihre Jacke gegürtet. Mit der doch
eher düsteren Kleidung hebt sich die Landesregierung vom farbigen
Wandschmuck und der Architektur vor ihrem Sitzungszimmer ab.
Nach
dem Bundesratsfoto 2012, in dem die Landesregierung vor dem Bild
«Frühling» des Berner Künstlers Franz Gertsch stand, ist die neueste
Ausgabe wieder eine Rückkehr zu einer traditionelleren
Selbstdarstellung. (SDA/gtq
Seit
einem Jahr arbeitet der Bundesrat in der gegenwärtigen Zusammensetzung.
Ein Blick in die Gesichter der sieben Bundesräte und der
Bundeskanzlerin auf der diesjährigen Autogrammkarte lässt erahnen, dass
die Arbeit im Team nicht nur Mühsal ist. Jedenfalls ist aus dem
zurückhaltenden, höflichen Lächeln vom offiziellen Bild des vergangenen
Jahres ein unverkrampfteres Lachen geworden. Die vier Frauen und vier
Männer sind auch näher zusammengerückt. Fast scheint es, als würden sich
Bundespräsident Ueli Maurer und Doris Leuthard mit den Armen berühren.
Vielleicht um nicht den Anschein von allzu grosser Harmonie zu
vermitteln, wendet sich die Energieministerin mit ihrem Rücken leicht
von Maurer ab.
Wer Maurers Vorliebe fürs Einfache und
Bodenständige kennt, kann sich gut vorstellen, dass die Truppe gleich
nach Abschluss der Fotositzung die Arbeits- mit der Freizeitkleidung
tauscht und einen Spaziergang im Wald oder eine Wanderung unternimmt.
Durch das (wohl mit Kunstlicht) hell erleuchtete Bundeshaus West, in dem
das Bild aufgenommen wurde, entsteht der Eindruck, dass ein strahlend
schöner Tag zu einem Ausflug in die Natur einlädt.
Von einer
gewissen Spontaneität und Unbekümmertheit zeugt die Komposition des
Bildes. Zwar ist Maurer protokollgemäss flankiert von seinem Vize Didier
Burkhalter und der Amtsältesten Leuthard. Doch erscheint etwa der
Amtsjüngste, Alain Berset, viel prominenter auf der Foto als Johann
Schneider-Ammann. Überhaupt wirkt der Vorsteher des neuen Departements
für Wirtschaft, Bildung und Forschung etwas abgekoppelt von seinen
Kolleginnen und Kollegen.
Bleibt die Frage, ob die zur Schau
gestellte Fröhlichkeit angesichts des grossen Drucks aus dem Ausland,
der auf dem Land lastet, nicht anstössig wirkt. Sinnigerweise bildet der
Aussenminister ein gewisses Korrektiv. Burkhalters ernster und
sorgenvoller Blick kann als Warnung verstanden werden, dass Lockerheit
und gute Stimmung vermutlich nicht genügen, um die Prüfungen des
kommenden Jahres zu bestehen.
Die von Ulrich Liechti vom Zentrum für elektronische Medien des VBS realisierte Foto kann via Internet
bestellt werden. Es wird dort auch
erklärt, wie das Bild entstanden ist.
Aus Tagblatt:
Bundesratsfoto 2013 kommt traditionell daher
Das Bundesratsfoto 2013: Es kann heruntergeladen oder bestellt werden.
(Bild: Keystone)
Das offizielle Bundesratsfoto 2013 zeigt die Regierung vor ihrem
Sitzungszimmer im Bundeshaus West. Das von Bundespräsident Ueli Maurer
arrangierte Gruppenbild weist neben der rot-weissen Krawatte und dem
Schweizerkreuz in Maurers Revers nur gedeckte Farben aus.