Sonntag, 30. Dezember 2012

Die zu  späte Einsicht Reto Dürrenbergers.

Der Tagesanzeiger machte in der Samstagausgabe publik, wie ein Werbebüro unter dem Initiant Reto Dürrenberger Studenten anheuern wollte, um mit gekauften Leserbriefen gegen die Minder Initiative zu schreiben. Mit dieser fragwürdigen Kampagen schoss der Initiant ein Eigencoal.

Ich zitiere:

Gekaufte Studis hetzen gegen Abzockerinitiative

Im Kampf gegen die Abzockerinitiative setzen die Gegner auf unkonventionelle Methoden. Junge Menschen schreiben auf Online-Portalen gegen die Initiative.




Thomas Minder kämpfte lange alleine auf weiter Flur. Doch nun melden sich immer mehr Verbündete zu Wort.
Der Abstimmungskampf um die Abzockerinitiative treibt immer buntere Blüten. Die Zürcher Agentur Werbeanstalt Schweiz hat Studenten damit beauftragt, auf Online-Portalen Kommentare gegen die Initiative zu schreiben. Dies haben «Tages-Anzeiger» und «Bund» am Samstag publik gemacht.
Werbebüro hat für den Wirtschaftsdachverband Economiesuisse die Plakate und Inserate für dessen acht Millionen teure Kampagne gegen die Abzockerinitiative gestaltet. Economiesuisse-Kampagnenleiterin Ursula Fraefel weist jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA jegliche Urheberschaft am Projekt zurück.Initiant ist vielmehr Reto Dürrenberger, der Geschäftsführer und Mitinhaber von Werbeanstalt Schweiz. Über die Studentenvermittlung Poolside hat er fünf Studierende dazu angeheuert, Leserbeiträge auf Online-Portalen wie blick.ch, srf.ch und auch 20 Minuten Online im Sinne der Initiativgegner zu kommentieren. Dürrenberger bestätigte auf Anfrage entsprechende Informationen der beiden Zeitungen.


Kommentar:

Als ich gelesen hatte,  dass die organisierten Briefe unter falschem Namen und falscher Mail-Adressen, der Teext aber unter eine existierenden Adresse mit dem entsprechenden Ort geschrieben werden sollte, war mir bewusst, dass diesrechtlich fragwürdig ist.
Falls die Studenten für diese gefakten Briefe tatsächlich bezahlt worden wären, sehe ich ohnehin ein juristisches Nachspiel.
Solche Manipulationen sind aus meiner Sicht aufs schärftste zu verurteilen. Der Tagesanzeiger musste diesen Missstand aufdecken. Die Entlarvung hilft nun den Befürwortern der Minder Initiativen. Ich bin überzeugt, dass der streitbare Ständerat von der fragwürdigen Aktion gewaltig profitieren wird.
Gekaufte und intransparente Meinungsbeeinflussungen widersprechen nach meinem Dafürhalten der verfassungsmässig geschützten Garantie der politischen Rechte und beeinträchtige die freie Willensbildung der Schweizer Bürger.

Nach der Veröffentlichung dieser unzulässigen Aktion bekam die Werbefirma kalte Küsse und krebste  sofort zurück.
Nach meinem Dafürhalten jedoch zu spät.

 Werbeanstalt-Geschäftsführer Dürrenberger bestätigte am Samstag gegenüber der SDA, dass das Projekt mit den Studenten mit sofortiger Wirkung gestoppt werde. Er und sein langjähriger Freund Flückiger wollten «nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen».
Das Oel - das aber bereits ins Feuer geflossen ist -  brennt sicherlich  noch lange weiter.
Ich zitiere den TAGI:

Das letzte Wort in der Angelegenheit hat das Schweizer Stimmvolk. Es wird am 3. März über die Initiative «gegen die Abzockerei» entscheiden. Die Initiative will die Aktionärsrechte bei Publikumsgesellschaften stärken. So sollen die Aktionäre an der jährlichen GV über die Gehälter der Geschäftsleitung abstimmen können. Die GL-Mitglieder würden nur noch für ein Jahr gewählt.
Sagt das Stimmvolk Nein, tritt automatisch der Gegenvorschlag in Kraft. Der Gegenvorschlag lässt den Unternehmen und Aktionären im Gegensatz zur Initiative die Wahl, wie sie über die Entlöhnung der Geschäftsleitung abstimmen wollen. Laut Gegenvorschlag sollen die GL-Mitglieder zudem für eine Amtszeit von zwei oder drei Jahren bestimmt werden. (Ende Zitat)

Es ist mir völlig unverständlich, dass ein professionelles Werbebüro solche Böcke schiessen kann. Leserbriefaktionen hat es zwar schon immer gegeben. Den Schreibenden wurden aber in der Regel  nur einen Argumentationskatalog oder Vorlagen verabreicht. Doch wurden diese Leserbriefe stets unter dem echten Namen veröffentlicht und niemand wurde dafür bezahlt.

Samstag, 29. Dezember 2012

Unangebrachte Forderung des SP Kanzlerkandidaten:

Er will als Kanzler mehr Lohn

Angeblich kein «erotisches» Verhältnis zum Geld: Peer Steinbrück 

Kommentar: Nach dem Medienwirbel um die fragwürdigen  hohen Honorare 
als Nebenverdienst, ist diese jüngste Forderung nicht nur unangebracht. 
Sie ist unerhört, unverschämt.
Mit diesem unbegreiflichen Ansinnen hat sich der Kanzlerkandidat zusätzlich demontiert. Feinfühligkeit ist wahrscheinlich nicht erlernbar

Ich zitiere TAGI:


Wegen seiner Honorarbezüge geriet Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in den letzten Wochen stark unter Druck. Nun stösst der SPD-Politiker mit einer Äusserung erneut auf Unverständnis. Und wieder geht es um Geld.

Laut STERN:
Strategisch dämlich:

Der Parteienforscher Jürgen W. Falter nannte es "grauenvoll ungeschickt", als Kanzlerkandidat das Thema aufzubringen. "Es wirkt, als wolle er mehr Geld haben und verhandele bereits im Vorfeld darüber", sagte Falter der "Passauer Neuen Presse". "Das ist taktisch sehr, sehr ungeschickt, unsensibel und verfehlt." Baden-Württembergs stellvertretende SPD-Vorsitzende Leni Breymaier sagte der "Bild", Steinbrück habe Recht, aber kein "Fingerspitzengefühl".

20 Min geht noch weiter:


Spiegel:

2013 sollte für die SPD endlich alles besser werden. Doch Peer Steinbrück macht die Partei mit seinen Fehltritten zunehmend ratlos. Die Stimmung ist ausgerechnet vor der so wichtigen Niedersachsen-Wahl an einem neuen Tiefpunkt.

Ich zitiere BILD:

Problem-Peer macht Schlagzeilen in den USA

  Peer Steinbrück zieht sich warm an: Medienschelte gab es jetzt auch aus den USA
Peer Steinbrück zieht sich warm an: Medienschelte gab es jetzt auch aus den USA
Foto: dapd

















Wer es als Deutscher auf die Titelseite der renommierten "New York Times" schafft, kann sich geehrt fühlen. Oder auch nicht...​

Die berühmteste Zeitung der Welt vergleicht SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (65) mit dem gescheiterten US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney (auch 65)! Unter der Überschrift „Merkels Rivale stolpert von Fettnapf zu Fettnapf“ berichtet die "New York Times" über Steinbrücks umstrittene Äußerung, Angela Merkel genieße bei den Wählern einen „Frauenbonus“

Augen meine lieben Fensterlein

Die Augen- der Blick - spielt bei Kommunikationsprozessen eine grosse Rolle.

(Illustration: Handgeblasene Glasaugen)
LINK:

7. Jan. 2007 ... "Kann der Blick nicht überzeugen, überredet die Lippe nicht." Grillparzer. "Um sich begreiflich zu machen, muss man zum Auge reden". Herder ...
www.rhetorik.ch/Blickkontakt/Blickkontakt.html

BILD glaubt zu wissen, weshalb Helene Fischer so erfolgreich ist.

Ich zitiere:


Gründe, 

warum Helene Fischer so erfolgreich ist






Sie war im Sommer Nummer Eins in den Charts mit ihrem Album „Für einen Tag“, ihre Live-CD und DVD sind es seit Heiligabend. Sie sang auf einer ausverkauften Tournee durch 46 Städte vor mehr als 300 000 Fans. Und sie moderierte am 1. Weihnachtstag in der ARD ihre eigene Personality-Show, die 5,39 Millionen Menschen sahen.





Helene Fischer


Weshalb der grosse Erfolg?
1. Ihre drei Oktaven


Helene Fischer trifft mit ihrer außergewöhnlichen Stimme jeden Ton. Fischer: „Ich habe einen Abschluss an der ,Stage & Musical School' in Frankfurt zur Diplom-Musicaldarstellerin.“

2. Ihr Sonnenschein


Helene ist immer gut drauf. „Ich versuche, negative Gedanken gar nicht erst an mich heranzulassen. Ich bin ein sehr positiver Mensch.“

3. Ihre Familie

Vater Peter (59, Sportlehrer) und Mutter Maria (54) achten drauf, dass ihre Tochter nicht abhebt. Mama Maria kümmert sich um Helenes Finanzen. Fischer: „Meine Familie erdet mich.“

4. Ihr Florian


Mit ARD-Moderator Florian Silbereisen (31) ist Helene seit 2008 ein Paar. Helene: „Wir sind durch unsere Berufe viel getrennt. Aber vor jedem Schlafengehen telefonieren wir. Das ist schon ein Ritual geworden.“

5. Ihre Vielseitigkeit


Helene kann nicht nur singen und tanzen. In ihrer Show an 25.12. vollführt sie auch Akrobatik an einem Netz in zwölf Metern Höhe. „Dafür habe ich tagelang trainiert. Angst habe ich keine, das ist eher ein Adrenalin-Kick für mich.“

6. Ihre 12-Zentimeter-High Heels


Die Sängerin macht im Abendkleid genau so eine Klasse-Figur wie im hautengen Catsuit. Helene: „Bei meiner Größe von 1,58 Meter helfe ich oft ein wenig mit den High Heels nach.“

7. Ihr Hitschreiber


Musik-Produzent Jean Frankfurter komponierte und produzierte alle ihre Hits (u.a. „Mitten im Paradies“, „Die Hölle morgen früh“). Fünf Millionen verkaufte Alben!

8. Ihre Hartnäckigkeit


Helene Fischer: „Wenn ich mir etwas vornehme, ziehe ich es auch durch.“ Die Krönung: Nächstes Jahr absolviert sie Konzerte in Stadien!

9. Ihre Fans


„Ohne meine Fans wäre ich nichts“, sagt Helene Fischer. Wegen ihrer Vielseitigkeit kommen immer neue hinzu. „Wenn ich in der Öffentlichkeit von Fans angesprochen werde, freut mich das sehr.“

10. Ihre Bescheidenheit


Helene sieht sich selbst nicht als Star. Sie bewundert viele ihrer Kollegen wie den Tenor Andrea Bocelli. „Für mich ist es eine Ehre, in meiner Show zwei Duette mit ihm zu singen.“

Kommentar: Ich kann diese Analyse weitgehend teilen.  Ich habe mir ebenfalls einen grossen Teil ihrer Show betrachtet und komme zu folgenden Schluss, weshalb Helene Fischer die Massen in ihren Bann ziehen kann:
Es sind die gleichen Faktoren, die bei Ueberzeugungprozessen ebenfalls ausschlaggebend sind:
Helene Fischer hat eine professionelle Profi Stimme. Sie verfügt über eine natürliche Auftrittskompetenz. Dazu sind die Präsentationen professionell choreographiert. Vor allem hinsichtlich Technik, Licht, Regie.

Was mich aber vor allem überzeugt, ist ihre Glaubwürdigkeit der Präsentationen, ihre Freude am Tun. Sie wirkt echt.
Fischer ist trotz  des enormen Erfolges bescheiden geblieben und stellt die Gäste ins Zentrum.
Bei ihr stimmt Stimme, Körpersprache und  Aussage überein.
Das ist selten im Schlagergeschäft.
Ich habe immer das Gefühl, die Entertainerin habe die Balance gefunden - zwischen "Sich ernst nehmen" und der "DU-zentriertheit."
Wahrscheinlich ist sie auch im Alltag in Ihren Beziehungen völlig im Lot.
Er wäre schön, wenn dies so bleibt. Viele Schlagestars heben im Strudel des Erfolges  plötzlich ab.
Etwas Negatives habe ich  empfunden (nur intuitiv):
Die Emotionen in den Texten des Hitschreibers wird von der Sängerin oft etwas distanziert interpretiert.

LINK:


Helene Fischer - Mitten im Paradies - YouTube

www.youtube.com/watch?v=O1a3uxCRmAITeilen
04.01.2011 - Hochgeladen von helenefan1000
Helene Fischer - Mitten im Paradies (So wie ich bin live DVD)

Freitag, 28. Dezember 2012

So müssten die Festtage nicht enden.



Wie bei der Kommunikation ist die Vorbereitung die halbe Miete.
Dank des Antizipierens können nicht nur Brände verhütet werden.

LINKS:


20. Jan. 2006 ... Wer sich mit Krisenkommunikation beschäftigt, weiss, wie enorm wichtig das Antizipieren von denkbar schlimmsten Situationen ist. Wir haben ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/01_20.html


15. Mai 2006 ... Nun haben die Ausschreitungen nach dem Fussballmatch zwischen Basel und Zürich gezeigt, dass die Verantwortlichen vor allem nur an die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/05_15.html

TELEFONKOMMUNIKATION

Noch im alten Jahr fragte mich ein Journalist:


Marcus Knill, was sagen Sie als Kommunikationsfachmann, wenn Sie die Bank Matterhorn anrufen und dann hören:
"Bank Matterhorn, mein Name ist Claudia Spaltenstein, was kann ich für Sie tun?" . Wieso soll das besser sein als "Bank Matterhorn, Spaltenstein"?




Meine Antwort:


Die zweite Version ist zwar kurz und bündig. Doch verdeutlicht die Wahrnehmungspsychologie, dass jeder Hörer einen Augenblick benötigt, bis er richtig zuhört. Deshalb lohnt bei jeder neuen Kontaktaufnahme ein kleiner Zeitverlust. Begrüssungsformeln bei Referaten sind ebenfalls hilfreich, weil die Zuhörer auf die gleiche Sequenz einzustimmen sind.
 Kundenkontakte sind etwas anderes als die trockene Kommunikationsform von Piloten, Dort darf ohne jegliche Schnörkel konsequent im Kürzel gesprochen werden. Am Telefon benötigt es am Anfang wie bei Small Talk   gleichsam “Oel in’s Getriebe” des bevorstehenden Gesprächs.


“Claudia Spaltenstein” benötigt mehr Zeit als die Kurzform “Spaltenstein”. Eine Frau jedoch, die   mit tiefer Stimme nur “Spaltenstein” sagt, könnte als Mann eingeordnet werden. Dies würde  irritieren, der Zeitverlust ist somit Verständigungsgewinn.
Aus der Schulung kenne ich  Trainer, die empfehlen, immer mit der analogen Standardformulierung zu beginnen. Standardisierte Formulierungen können jedoch zu Hohlformeln verkommen. Bei allen Begrüssungsritualen gilt es,  sich immer wieder voll mit der ersten Aussage zu identifizieren. “Was kann ich für Sie tun?” muss stets  frisch, echt formuliert werden. Unpersönliche Floskeln werden erstaunlicherweise vom Gegenüber erkannt. Es lohnt sich - wie bei  Begrüssungen - den ersten Satz zu variieren. Z. Bp.: “Bank Matterhorn.  Am Telefon ist Claudia Spaltenstein. Sie wünschen?”
Oder: “Bank Matterhorn, mein Name ist Claudia Spaltenstein. Kann ich Ihnen behilflich sein?”
Oder: “Bank Matterhorn, mein Name ist Claudia Spaltenstein. Guten Tag.”  Im uebgigen freute sich jeder, wenn man am Telefon zuerst freundlich begrüsst wird.
Bei allen Kommunikationsritualen gilt es – trotz Routine -  stets voll präsent zu sein. Wenn man sich meldet: “Bank Matterhorn. Sie sprechen mit Claudia Spaltenstein. Kann ich Ihnen behilflich sein?”  Gedanklich dürfen wir nie abschweifen. Das Gegenüber merkt es,  wenn wir während des Sprechens noch etwas schreiben oder im Stuhl gelangweilt zurücklehnen.  Ausschlaggebend ist   immer die persönliche Einstellung zur Sache oder dem Gegenüber.
Unglaublich aber wahr:  Einem Berater habe ich einmal über die Schultern gucken dürfen und gesehen, dass er den Hörer   im Papierkorb deponierte und nur ab nach ihm griff, um Signale des Zuhörens von sich zu geben. Das war für mich der Gipfel einer negativen Telefonkommunikation.

Marcus  Knill, Kommunikationsexperte


Donnerstag, 27. Dezember 2012

Diese Karte ist beeindruckend

Quelle 20 Min:

storybild
Auf einer interaktiven Karte zeigt «The Journal News», in welchen Haushalten Personen mit Waffenscheinen leben.

Kommentar: Es wäre aufschlussreich, zum Vergleich eine Karte zu sehen, die zeigt, in wie vielen Haushalten sich in EUROPA und in der SCHWEIZ Waffen befinden von Besitzern mit Waffenscheinen. Der Vergleich müsste unter gleichen Bedingungen gemacht werden. Karte im analogen Massstab und mit analoger Fläche. Auch ohne grosse zeitliche Verschiebung.