Freitag, 11. Mai 2012

Zur Einstimmung unserer Medienseminare in BERN (Woche 20)


Ueberzeugen vor Mikrofon und Kamera


Medienrhetorik und Medientraining

Für Führungskräfte lohnt sich ein Coaching im Mediensimulator



Im Umgang mit Medien  empfehlen wir nur ein professionelles Training. Man findet zwar im Internet eine Fülle von Angeboten und in den Bibliotheken gibt es  zahlreiche  Ratgeber mit Tipps für alle, die sich mit öffentlichen Auftritten befassen. Auch auf rhetorik.ch erscheinen laufend neue Beiträge, die sich mit Medienauftritten und Öffentlichkeitsarbeit auseinandersetzen.

Theoretisches Wissen ist zwar gut, doch Medienkompetenz kann nur in  paxisorientierten,  professionellen Training oder Coaching optimiert werden.
Dieses berufbegleitende Coaching sollte  weder rezeptorientiert noch theaterzentriert konzipiert sein. Zahlreiche Angebote beschränken sich leider oft nur auf Teilaspekte. Man erhält dort Tipps, beispielsweise, welche
Kleider oder Kravattenfarbe man tragen solle. Von Seminaren, die nur  Teilaspekte behandeln, rate ich ab. Professionelle Coachs arbeiten immer ganzheitlich, holistisch.

Die Wirkung beim Publikum ist ausschlaggebend. 

Wir haben in unseren Intensivkursen einen prozess- praxis- und ressourcenorientierten Ansatz.
Sie profitieren von einem gezielten, massgeschneiderten Einzeltraining.


Unser professionelles Training fördert Ihre kommunikative Kompetenz in schwierigen Situationen. Wenn Sie auch  in Stress-Situationen glaubwürdig auftreten  und Fragen, Argumente oder Statements verständlich auf den
Punkt bringen können, so  wirkt sich dies zwangsläufig auch positiv auf Ihre Tätigkeit im Beruf und Alltag aus.



Ich arbeite wieder mit Steffen Lukesch zusammen:




29. Okt. 2010 ... Anlässlich eines Intensivseminares mit Führungskräften arbeitete ich  mit Steffen Lukesch vom Schweizer Fernsehen zusammen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/10_29/index.html




Ich zitiere aus der Ernte einige aussagekräftige "Hörfrüchte"von Steffen Lukesch:



Im Studio hatten wir auf die Maske verzichtet. Zwangläufig sah man  im Gesicht oft Glanzstellen (Unter den warmen Lampen und durch den Stress schwitzen die meisten Teilnehmer).

Lukesch:



"Glänzen Sie mit Argumenten!"


**********

Immer wieder ging es um Vereinfachungen. Wie können komplexe Sachverhalte verständlich konkretisiert werden?

Lukesch:


"Es lohnt sich zu fragen: Ist es noch richtig oder schon falsch?"


**********


Das Intensivseminar machte allen bewusst, dass das Image einer Person enorm wichtig ist.


Lukesch:


"Bedenken Sie: Der Botschafter ist die Botschaft!"


**********
Bei der Thematik "Kleidersprache" betonten wir im Seminar: Die Kleidung muss zu Ihnen, zur Situation, zu Ihrer Rolle passen. Es muss Ihnen in Ihrer Kleidung wohl sein. Sie darf beim Publikum zu keinen Missverständnissen führen! Die Kleidung darf auch nicht ablenken!

Lukesch:


"Bitte- keine Verkleidung!"


**********
 Franz Fischlin und ich betonen  seit Jahren immer wieder die Bedeutung der Bilder, Analogien (Vergleiche) die wir mit der Kernbotschaft koppeln müssen.

Lukesch festigte diese bewährte Erkenntnis mit der Formel:





B-B-B

B wie Botschaft! (Welches ist Ihre Key Message?)


B wie Beispiel (Welches ist Ihr Beispiel oder Ihre Geschichte?)


B wie Bilder (im Einstieg und Schluss)





Der erfahrene Fernsehjournalist und Coach prägte im Zusammenhang mit der Frage (Wie steht es mit meinen Ressourcen?) auch noch die Formel:



EEE


und meinte damit:


E wie Energie (Bin ich fit für den Auftritt?)


E wie Emotion (Wie steht es mit meiner Ueberzeugung? Betroffenheit?)


E wie Erscheinung (Bin ich situationsgerecht angezogen?)




Ich finde diese Kurzformeln hilfreich zur Festigung erworbener Erkenntnisse. Das wichtigste vor einem Auftritt bleibt jedoch immer:


Bin ich locker? Präsent? Habe ich Lust für den Auftritt?



  1. Steffen Lukesch - Video einer Moderation

    Steffen Lukesch - Medientraining und Moderation. ... Gesundheitssymposium St ...
    www.steffenlukesch.ch/Video_Moderation.html - Im Cache


Die Kraft der Einbildung

Einbildung (gr. phantasia) ist nicht nur eine Vorstellung im allgemeinen Sinne, sie kann jedoch auch ein Eindruck sein, die nichts in der Realität zu tun ...
www.rhetorik.ch/Einbildung/Einbildung.html - Cached - Similar

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Wie parieren Sie Journalistenfragen. Journalistenfragen [PDF] Links zum Thema: Interview führen - aber wie? von Marcus Knill. Rhetorik.ch, 1998-2009 © K-K ...
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rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

Sowohl die Person als auch die Präsentation beeinflusst den Inhalt wesentlich. Fakten werden durch die Person oder die Darstellung gefärbt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/ - Cached - Similar

Selbstmanagement

Selbstmanagement. ... Selbstmanagement. von Marcus Knill. "Selbst" - ein Schlüsselwort der Kommmunikation", Handelszeitung, 29. Oktober - 4. ... www.rhetorik.ch/Selbst/Selbst.html -
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  1. Medienkommunikation

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    5. Juni 2007 ... Medienkommunikation. von Marcus Knill. Positionierung. Führungsperson werden Sie in der Informationsgesellschaft immer häufiger persönlich ... www.rhetorik.ch/Medienkommunikation/Medienkommunikation1.html - Cached - Similar

Medienauftritte

7. Juni 2003 ... Medientraining - eine Selbstverständlichkeit ... Medientraining ist nicht dazu da, Ihre Persönlichkeit zu verfremden. Im Gegenteil: ... www.rhetorik.ch/Medienauftritt/Medienauftritt.html - Cached - Similar

  1. 10 Gebote der Medienrhetorik

    10 Gebote der Medienrhetorik. ... 10) Konkret, bildhaft und mit Beispielen reden. Nicht nebulös und abstrakt formulieren. ... www.rhetorik.ch/Medienrhetorik/10Gebote.html - Cached - Similar
  2. 10 Gebote für guten Journalismus

    15. Mai 2005 ... Der Deutsche Bundespräsident Johannes Rau trug Anfang Juni 2004 bei der Jahrestagung des "Netzwerks Recherche" zehn Gebote für guten ... www.rhetorik.ch/Journalistengebote/Journalistengebote.html - Cached - Similar




    Kommunikation und Medien

    Umgang mit den Medien - 10 Tipps. 1. Journalistinnen und Journalisten sind Ihre Partner, nicht Ihre Feinde. Das heisst aber nicht, dass Sie Ihre Freunde ... www.rhetorik.ch/Medien/Medien.html - Cached - Similar

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    Dialogisch präsentieren, Partner wechseln. Lautstärke, Je nach Situation unterschiedlich laut reden. Beim Gebrauch einer Verstärkeranlage im Kammerton ...
    www.rhetorik.ch/Praesentation/Praesentation.html




    Ich freue mich auch die Zusammenarbeit!



    BIS BALD! 

Donnerstag, 10. Mai 2012


Dank Innovation weiterkommen





An der Tagung der CRB (Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung) über den Erfolgsfaktor INNOVATION vom 9. Mai,  im KKL Luzern, konnte Direktorin Pia Kasper mit hochkarätigen Referenten aufwarten ( mit Hotelier Urs Karli, Architekt Bob Gysin, Prof. Christian Kerez und Flugpionier Bertrand Piccard).




Bertrand Piccard



Christine Maier lotste in ihrem überzeugenden Moderationsstil das Publikum durch die anspruchsvolle Thematik. "Innovation als Erfolgsfaktor?"







Ich beschränke mich an dieser Stelle nur auf ein paar richtungsweisende Gedanken von  Bertrand Piccard.


Wie können wir im Alltag mit Innovation umgehen?


Nach Piccard gilt es den Blickwinkel zu ändern, wenn wir innovative Lösungen finden wollen. Meist wollen wir verbissen neue Lösungen finden und neue Ideen entwickeln, statt hergebrachte Vorurteile und Meinungen über Bord zu werfen. 



Der Pionier hatte bei den Ballonfahrten aus den Misserfolgen viel gelernt und hatte aus den schlechten Erfahrungen profitiert. Strömungen hatten den Kurs ständig beeinflusst und man habe erst im nachhinein gemerkt, dass man nur die Höhe wechseln muss, um den richtigen Kurs zu finden. Wenn sich der Ballonfahrer zu sehr auf den Kurs fixiert. Ist der Misserfolg vorprogrammiert. 


Der Ballon Orbiter 3


Neue Ideen können wir umsetzen, wenn wir den Blickwinkel ändern und Ballast abwerfen. Fixe Uberzeugungen, Vorurteile und Glaubenssätze zählen zum Ballast des Alltages. Es lohnt sich, neue Dimensionen, neuen Richtungen zu suchen.



Solar Impulse: Around the World in a 100% Sun-powered Airplane


Was können wir von den Wespen lernen?


Piccard überzeugte das Publikum mit einer einfachen Analogie. Mit der Geschichte von Bienen und Wespen.




Auf seiner Veranda mit einer Glaswand stellte der Arzt und Flugpionier fest:
Obschon die Veranda auf einer Seite offen ist, lagen unter der Glasscheibe immer wieder viele tote Bienen. Sie flogen ständig verbissen gegen die Scheibe, ermüdeten und starben.







 Aber es lagen nie tote Wespen unter der Glaswand. Die Wespen überlebten dank eines innovativen Verhaltens.




 Sie wechselten die Richtung und fanden dadurch stets den Ausgang.

FAZIT:


Lernen wir Probleme von unterschiedlichsten Winkeln zu betrachten, so können wir neue Lösungen finden.

LINKS:



innovationsplattform.ch

www.innovationsplattform.ch/
Unternehmer profitieren vom Wissen der Unternehmer! Nutzen Sie das Netzwerk der innovationsplattform.ch. weiter · Netzwerk · HOME · NEWS · KONTAKT ...
1. Febr. 2010 ... Diese Illusion illustriert Adaption. In der Mitte sehen Sie eine neutrale Animation. Die Tänzerin dreht nach rechts oder links. In welche Richtung ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/0
24. Aug. 2010 ... Veränderte Wahrnehmung ... haben, werden Enten für Sie nie mehr die selben sein. Sie werden die Vögel von nun an anders wahrnehmen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/08_24/index.html

   


3. Dez. 2010 ... Wahrnehmung auf den Kopf gestellt ... Aktuell Psychologie · Dissoziation · Dugan test · Blickwinkel beeinflusst · Veränderte Wahrnehmung ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_03/index.html

Mittwoch, 9. Mai 2012

Wann wird das Rätsel mit dem angeblichen schwarzen Panther gelüftet?


Ob er tatsächlich in den Wäldern Solothurns umherstreift?



Fieberhafte Suche

Fieberhafte Suche

 

ER IST UEBERALL, WEIL ER NIRGENDS IST!

Nachtrag: Weil immer noch kein Bild des Panter  besteht kursieren nun im Netz Pantherbilder. Man spricht von Panthering.

Nach Planking kommt jetzt Panthering:


 Geht es nach den Lesern, ist das geschmeidige Wildtier bereits richtig heimisch - von Schüchternheit keine Spur.

  1. Der Panther - rilke.de - Gedichte

    www.rilke.de/gedichte/der_panther.htm
    Der Panther. Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe ...
  2. Rainer Maria Rilke: Der Panther - Vertonung - YouTube

    www.youtube.com/watch?v=E8fNz_ZwG2M8. Okt. 2010 - 1 Min. - Hochgeladen von leokowald
    ... Kowald http://leo.kowald.org - Text: Rainer Maria Rilke (1875-1926, gemeinfrei ), Musik, Gitarre ...

Dienstag, 8. Mai 2012

Walter Roderer ist tot



Roderer war einer der grössten Volksschauspieler. Er konnte sich in verschiedenste Rollen der Normalbürger versetzten. Als Bünzli und Nötzli hielt er dem Publikum den Spiegel hin. Behilflich waren ihm seine hervorragende Beobachtungsgabe, die er auf der Bühne und in Filmrollen humorvoll umzusetzen verstand.
Zitat BLICK:


Walter Roderer tourte fast vier Jahrzehnte mit Boulevard-Stücken, Schwänken und Cabaret-Programmen durch meist ausverkaufte Theater- und Gasthaussäli. 1288 Mal spielte er den «Mustergatten», «Der verkaufte Grossvater» brachte es auf 749 Aufführungen.
Ein Spiesser und «Tüpflischiisser»
Der auch in Deutschland viel beachtete Film «Buchhalter Nötzli» war zweiterfolgreichster Schweizer Film nach «Die Schweizermacher». In «Buchhalter Nötzli» spielte Roderer das, was er nach eigenem Bekunden war: Herr Schweizer. In seiner Autobiographie «Sie müend mi verstoh, gelled si» sagte er von sich selbst, er sei ein Spiesser, «Tüpflischiisser» und Apostel der Zukurzgekommenen. Er mochte Bernerplatte, Hörnli mit Ghackets und Fussball.

  1. En Bär - Walter Roderer - YouTube

    www.youtube.com/watch?v=baII1HRe6Gs23. Nov. 2009 - 5 Min. - Hochgeladen von mef2005
    Gleichnamiger Song aus Kurt Frühs Film "Der 42 Himmel" aus dem Jahre 1962, mit Walter Roderer ...



    23. Febr. 2010 ... Schweizer Cabaret Klassiker ... Franz Hohler: Das Totenmügerli. Cabaret Rotstift: Singen. Cabaret Rotstift: Skilift ...
    www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_23/index.html

KNILL-BLOG gratuliert 20 Minuten online!



20 Minuten Online ist die beliebteste News-Site

Die aktuellen Zahlen der Internetforschungsfirma NET-Metrix belegen: 20 Minuten Online ist das am meisten genutzte Online-Medienangebot der Schweiz. Dahinter folgen sf.tv und blick.ch.

Montag, 7. Mai 2012

Alle warten auf das Resultat in Frankreich.


Dass Sarkozy die Sensation  schafft und doch noch aufholen wird,  glaubt niemand.


Aus Spiegel:

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Kämpfen bis zum bitteren Ende
Fotos

Bald schließen die Wahllokale, François Hollande und Nicolas Sarkozy haben ihre Stimmen abgegeben. Bis zuletzt schenkten sich die beiden Kandidaten nichts, es wurde beleidigt, bepöbelt, diskreditiert. Der Wahlkampf ist ab morgen Geschichte, die Probleme Frankreichs werden bleiben. 



Kommentar: Man muss kein Kaffeesatzleser sein. Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird er siegen.


Nachtrag: Und er siegte!!!!!!!!!!



Die besten Karikaturen aus Zeitungen in aller Welt.
Daryl Cagle, MSNBC.com
Bild: Cagle.com


Kommentar:



Jetzt muss Hollande zeigen und beweisen, was er wirklich kann!



Mit folgenden Versprechen gewann Hollande die Wahl. An diesen Versprechen wird er gemessen werden:




1. "Meine Minister dürfen nicht mehr gleichzeitig Bürgermeister sein."




2. "Ich fordere eine Politik des Wachstums."




3. "Ich führe das Proporzsystem bei Parlamentswahlen ein."




4. "Ich möchte Präsident der EINHEIT sein."




5. "Für Einkünfte über eine Million Franken gilt ein Steuersatz von 75%."




6. "Ich werde eine normaler Präsident."




7. "Ich werde nicht als Mehrheitschef auftreten."




Nun folgt die Nagelprobe.


Tagi fand fünf Baustellen:


1. Wachstumsprogramm für Europa
Bis Ende Juni will Hollande seine europapolitischen Pflöcke einrammen. Hollande forderte im Wahlkampf wiederholt ein Ende der europäischen Austeritätspolitik. Noch diese Woche möchte er sein «Memorandum» mit der Forderung nach einem Wachstumsprogramm als Ergänzung zum Fiskalpaket in der EU an die anderen Staats- und Regierungschefs verschicken. Seine erste Auslandsreise wird den neuen französischen Präsidenten nach Berlin führen, wo er mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel über einen Wachstumspakt verhandeln will. Damit führt Hollande eine Tradition fort, die den besonderen Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen unterstreicht. Das Ziel ist ein Beschluss am EU-Gipfel vom 28./29. Juni. Nach dem Wahlsieg Hollandes gibt es aus Deutschland Anzeichen der Annäherung. Zuerst sprach Merkel von der Notwendigkeit einer «Wachstumsagenda», dann sicherte Aussenminister Guido Westerwelle Unterstützung für einen «Wachstumspakt» zu.
2. «Re-Industrialisierung» Frankreichs und mehr Jobs
Ein Thema, das Hollande auf seine Agenda gesetzt hat, ist die «Re-Industrialisierung» Frankreichs. Unbestritten ist, dass Frankreich im Industriesektor – etwa im Vergleich mit Deutschland – deutlich an Boden verloren hat. Die Arbeitslosigkeit liegt bei zehn Prozent, und es gibt eine ganze Generation von Einwandererkindern mit wenig Chancen, eine Arbeitsstelle zu finden. Diese Probleme will Hollande mit mehreren Massnahmen angehen. Ab August bis Juni 2013 sollen eine öffentliche Investitionsbank für kleine und mittlere Firmen sowie ein «Generationenvertrag» für Jobs und 150'000 «Zukunftsstellen» vor allem für Jugendliche geschaffen werden. Zudem sollen im Juni die ersten der versprochenen 60'000 Stellen im Bildungsbereich besetzt werden. Im Weiteren verspricht Hollande steuerliche Entlastungen, die kleine und mittlere Unternehmen sowie Investitionen begünstigen sollen. Frankreich braucht mehr Jobs.
3. Ausgeglichener Haushalt bis 2017
Frankreich ist nicht nur wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der langjährigen Stagnation ein wirtschaftlich krankes Land. Dazu kommt eine Staatsschuld, die 90 Prozent des Bruttoinlandprodukts beträgt. Der Haushalt ist seit Jahrzehnten nicht mehr ausgeglichen. Die Staatsverschuldung führte dazu, dass die Ratingagentur Standard & Poor's dem Land die Top-Bonitätsnote AAA entzog. Im Sommer will Hollande mit dem Parlament die mittelfristige Finanzplanung festlegen, die bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorsieht. Eine Schuldenbremse in der Verfassung lehnt Hollande jedoch ab. Direkt nach der Wahl soll als erste Massnahme wie versprochen das Gehalt des Staatschefs und der Regierungsmitglieder um 30 Prozent reduziert werden. Damit will Hollande nicht nur ein Zeichen für den Sparwillen der neuen Regierung setzen, sondern sich von Sarkozy absetzen, der zuletzt auch wegen seiner milliardenschweren Freunde und seines neureichen Lebensstils unbeliebt war.
Hollande plant auch eine Steuer- und eine Bankreform. In der Steuerpolitik stehen eine ganze Reihe gewichtiger Änderungen bevor: So soll eine Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent für Einkommen über einer Million Euro eingeführt und die unter Nicolas Sarkozy beschlossene Mehrwertsteuer-Erhöhung rückgängig gemacht werden. Nicht zuletzt sollen Steuerschlupflöcher geschlossen und Massnahmen gegen Steuerparadiese ergriffen werden. Die Finanzmärkte, die Hollande im Wahlkampf zu seinem «Gegner» erklärt hatte, müssen mit dem Verbot hochspekulativer Produkte rechnen. Bei den Banken sollen der Geschäfts- und Investmentbereich getrennt werden.
4. Mehr Kaufkraft für die Franzosen
Wie im Wahlkampf versprochen, will Hollande Entscheide fällen, die den Menschen möglichst rasch zugutekommen. Der sozialistische Präsident möchte schon in den nächsten Wochen die Kaufkraft der Franzosen stärken. So soll der Benzinpreis für drei Monate eingefroren werden, in dieser Zeit wird der Staat seine Energiesteuer der Höhe des Ölpreises anpassen und damit künstlich stabil halten. Ausserdem sollen die Bedingungen für staatlich unterstützte Sparmodelle deutlich verbessert und die Schulstarthilfe für Familien um 25 Prozent erhöht werden. Ausserdem will Hollande die Rentenreform seines Vorgängers korrigieren: Wer 41 Jahre einbezahlt hat, soll wieder ab 60 ohne Abschläge in Rente gehen können.
5. Neues Selbstbewusstsein für Frankreich
Eine grosse Herausforderung für Hollande ist, der Präsident aller Franzosen zu sein. Der neue Präsident trifft ein Land vor, das verunsichert und gespalten ist. Ein Land, in dem die Zahl der Enttäuschten und Frustrierten gewachsen ist. Der erste Wahlgang am 22. April zeigte, dass fast 20 Prozent der Wählenden für den Front National stimmten. Und am linken Rand versammelten sich um Jean-Luc Melanchon rund zehn Prozent der Franzosen. Abgesehen davon ist die mangelnde Integration von Einwanderern aus dem Maghreb und anderen afrikanischen Ländern ein Dauerproblem.
«Die erste Pflicht eines Präsidenten ist, seine Bürger zu einen», sagte Hollande in seiner Ansprache auf dem «Place de la Bastille» in Paris, wo die Sozialisten den Wahlsieg feierten. Seine ausgleichende Art ist sicher von Vorteil für Hollande, der auf einen Erfolg seiner Partei bei den Parlamentswahlen im Juni hoffen muss. Falls die Sozialisten nicht gewinnen, droht eine «Cohabitation» mit einer konservativen Regierung. Und dies könnte die Reformpläne von Hollande durcheinanderbringen. Im Moment sehen verschiedene Umfragen zu den Juni-Wahlen die Sozialisten knapp vor der Sarkozy-Partei UMP.


Frankreich wählt

Sonntag, 6. Mai 2012

Super Mondbilder:

Ein Traum für Mondsüchtige!


aus 20 Min Leserphotos:

In der Nacht auf den Sonntag war der Vollmond ungewöhnlich intensiv. Ein Spektakel für alle Mondsüchtigen. Doch damit nicht genug: Heute suchen uns auch noch die Mai-Aquariden heim.

Bildstrecke im Grossformat »


Ein Leserreporter hat den Super-Mond in Yucatan, Mexiko beobachtet.









Australier genießen klare Sicht auf den "Supermond"