Dienstag, 3. Januar 2012

Zitat von Marcus Knill im Koch-club-bremen-forum:


Zitat von Marcus Knilldatum
Im Umgang mit Menschen müsste uns wichtig sein zu erfahren, ob uns das Gegenüber so verstanden hat, wie wir es gemeint haben. Wir möchten auch wissen, wie wir wahrgenommen werden. In einem sogenannten "Feedback" melden wir dem Gespächspartner, was wir verstanden haben, was wir wahrgenommen haben.

Aus Konnex-kommunikation:


Kommunikationspannen als Krisenverstärker


Sie scheint nicht enden zu wollen, die Reihe von mangelhafter bis katastrophaler Krisenkommunikation. Die Kommunikationskrise ist nicht etwa, wie man vermuten könnte, nur ein Problem von Kleinunternehmen, welche sich aus Zeit- und anderen Gründen eine systematische Unternehmenskommunikation nicht leisten können. In den vergangenen Monaten sind es vor allem grosse Konzerne oder Behörden, welche die durchaus vorhandenen Informationen entweder gar nicht, oder nicht in einer für das wichtige Ansprech-Publikum verständlichen Form zu vermitteln vermögen (Rentenklau, SARS; BAG-Entscheid zur Basler Uhrenmesse, etc.). Dabei verfügen die meisten dieser Instanzen über erhebliche Ressourcen an Kommunikationsspezialisten.
Vertrauen ist jenes Kapital, welches wir am schnellsten verspielen!



Nicht vermittelte, nur häppchenweise oder unverständlich verbreitete Informationen erzeugen in der Öffentlichkeit sofort Misstrauen. Wenn man nicht informieren will oder kann, interpretiert dies die Gesellschaft so, als habe die Administration etwas zu verbergen. Ohne grosse psychologische Theorien zu bemühen, steht es ausser Zweifel, dass bereits die kleinste Unsicherheit Misstrauen auslöst. Jedermann ist in der Lage diesen, wahrscheinlich gesetzesmässig ablaufenden Vorgang, bei sich selber zu überprüfen. Es funktioniert in der Paar-Beziehung, im Freundeskreis oder auf innerbetrieblicher Ebene genau gleich, wie im öffentlichen Leben.



Wer offene Fragen (Wo warst du? Mit wem? Warum?) nicht rasch und präzise beantworten kann, verliert schnell das Vertrauen. Sind Zweifel einmal vorhanden, werden sie durch jede Kleinigkeit verstärkt, Indizien werden zu Tatsachen und der freien Interpretation von scheinbaren Zusammenhängen stehen Tür und Tor offen.


Fehleranalyse



In Anbetracht dieser einfachen und im Grunde genommen jedermann bekannten Tatsache ist es vollkommen unverständlich, wieso diese, nur schwer wieder gut zu machenden Fehler passieren. Die Analyse ergibt folgende mögliche Gründe:



Struktur -    Die betreffende Organisation verfügt nicht über ein adäquates Kommunikationskonzept. -    Es existiert ein solches, aber es enthält keine Verhaltensanweisungen für
Krisensituationen. -    Es gibt sogar solche Anweisungen, aber sie stecken in irgendeinem dicken Ordner,
den niemand liest, solange er noch andere Arbeit hat.



Inhalte -    Mögliche Krisenszenarien wurden nicht evaluiert. -    Es existieren keine überprüfte, auf der Unternehmensphilosophie aufgebaute und von
den leitenden Organen autorisierte Aussagen.



Personen -    Der zuständige Firmenrepräsentant ist auf die entsprechende Situation nicht vorbereitet, oder er ist nicht fähig diese wichtige Aufgabe gegen aussen wahrzunehmen.


Vorsorge tut Not.



Die Wirkung der Unternehmenskommunikation im Allgemeinen wird meistens unterschätzt. So, wie schlechte Kommunikation, sowohl intern wie extern zu Vertrauensverlust führt, kann eine gute, das heisst verständliche und offene Information, auf die Mitarbeiter sehr motivierend wirken und das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Kunden fördern. Ein gutes Firmenimage ist entscheidend sowohl für die Beziehungen zu Kunden, wie auch zu Behörden und Öffentlichkeit. Kein Unternehmen aber auch keine Behörde, kann es sich auf Dauer ungestraft leisten, diese Aspekte zu vernachlässigen. „Ein guter Ruf kann mehr wert sein als die Substanz“ übertitelt Klaus J. Stöhlker ein Kapitel in seinem Buch: „Wer richtig kommuniziert wird reich“, ein Grund also, alles was möglich ist, zu unternehmen, diesen guten Ruf aufzubauen und zu pflegen.
Kommunikation ist „Chefsache“ kann man immer wieder lesen. Ist der Chef aber immer ein guter Kommunikator? Hat er die Zeit und das fachliche Knowhow, sich im erforderlichen Masse mit diesen Fragen zu beschäftigen? Sicher müssen Philosophie, Politik und Ziele durch die obersten Organe festgelegt werden, die detaillierte Umsetzung sollte aber einer internen oder externen Fachkraft übertragen werden.



Wie die Praxis zeigt, verfügen viele Firmen, Behörden und Organisationen nicht über systematische und funktionierende Kommunikationskonzepte und –strukturen. So bleibt eines der wichtigsten Führungsinstrumente Stückwerk. Manchmal sind zwar adäquate Einrichtungen vorhanden, aber die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Die Erarbeitung eines umfassenden Kommunikationskonzeptes bildet die Grundlage für gute interne und externe Beziehungen. Ein Aufwand, der sich in jedem Falle mehrfach auszahlt, auch wenn damit nur „eine“ Informationspanne vermieden werden kann.



Die vier „w“ für eine systematische Kommunikation
Die vier „w“ bilden die Grundlage jeder systematischen Kommunikation. „Wer“, regelt die Kompetenzen und ordnet die Zuordnung der Aufgaben. „Was“, definiert die Inhalte entsprechend den möglichen Zielgruppen. „Wie“, bestimmt die Art und Weise, wie informiert werden soll und legt fest, welche Kanäle und Hilfsmittel zum Einsatz gelangen sollen.
„Wann“, gibt Auskunft über den richtigen Zeitpunkt der Vermittlung von Informationen.
Ein gutes Kommunikationskonzept bedarf klarer Aussagen bezüglich der Informationsziele in der Unternehmensphilosophie. Es muss auf allen Stufen der Unternehmung oder einer Organisation hinreichend bekannt sein und verstanden werden, und es muss aktiv gelebt werden. Vorausgeplantes und vorausgedachtes Informationsverhalten bildet eine gute Grundlage auch in Krisen optimal zu reagieren.



Gute und offene Kommunikation ist Voraussetzung um das Vertrauen der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in ein Unternehmen oder eine Organisation zu gewinnen beziehungsweise auf Dauer zu erhalten.


Bibliographie:



Knill, Marcus: Informieren aber wie?, Bern, 1984/ www.knill.com/



Stöhlker, Klaus J.: Wer richtig kommuniziert wird reich, Wien/ Frankfurt, 2003

 J. Buschor cand. phil.I, Altstätten,

Aus BZ Berner Zeitung:



Didier Burkhalter

Von  Martin Furrer.  12 Kommentare
  • «Ihm fehlt die gewisse Lockerheit.» Der Innenminister ist ein ehrgeiziger, aber stiller Bundesrat. Die etwas andere Bilanz.

«Ihm fehlt die gewisse Lockerheit.» Didier Burkhalter ist ein ehrgeiziger, aber stiller Bundesrat. (Bild: Keystone )

Die etwas andere Bilanz

Am 14. Dezember treten sechs Bundesräte zur Wiederwahl an. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch dieses Jahr ein amtierendes Regierungsmitglied nicht im Amt bestätigt wird. Die «Basler Zeitung» hat deshalb Bilanz gezogen und das Wirken der Bundesräte analysiert. Wer verdient die Wiederwahl? Wer nicht? Wir definierten vier Kategorien, die für erfolgreiches Politisieren wichtig sind:

1. Politische Inhalte
2. Rhetorik
3. Kleidung/Aussenwirkung
4. Gunst des Schicksals

Unsere Experten

Wo wir nicht weiterwussten, haben wir uns Hilfe geholt.


Die Rhetorik der Magistraten bewertete Marcus Knill, ein schweizweit bekannter Kommunikationsexperte.


In Sachen Schicksal vertrauten wir auf Mike Shiva, das berühmteste Medium des Landes. Ursula Schneider, die in der «Basler Zeitung» die Lifestyle-Seiten verantwortet, hat sich der Kleidung der Bundesräte angenommen. Die Würdigung der politischen Inhalte übernahm das Politik-Ressort.

Entstanden ist das Notenblatt der Bundesräte. Gute Unterhaltung.
Rang Name Note
1 Doris Leuthard 5,375
3 Didier Burkhalter 4,875
4 Ueli Maurer 4,75
5 Eveline Widmer-Schlumpf 4,25

Stichworte


Politische Inhalte Note: 4–5
Wenn über Didier Burkhalter gesprochen oder geschrieben wird, fällt schnell das Wort «Technokrat». In der Tat wirkt Burkhalter oft wie ein höherer Beamter und nicht wie ein Politiker. Den grossen Medienauftritt scheut er, mit interessanten politischen Ideen ist er bislang nicht aufgefallen. Erfolglos ist er deshalb nicht: Jüngst hat er die Managed-Care-Vorlage durchs Parlament gebracht, was seinem umtriebigen Vorgänger Pascal Couchepin nicht gelungen war. Bleibt Burkhalter im Innendepartement, wird die Reform der AHV zu seinem grossen politischen Projekt. Der demografische Druck zwingt zum Handeln. Allerdings mehren sich die Stimmen, die von Burkhalters Liebäugeln mit dem Aussendepartement berichten. Da er 2013 den Bildungsbereich ans Volkswirtschaftsdepartement verliert, schmälert sich das Gewicht seines Innendepartements. Das könnte ihm den Wechsel erleichtern. Der Mann ist ehrgeiziger, als er wirkt. Im Aussendepartement könnte er, der Verfechter des bilateralen Wegs, die Bilateralen III auf den Weg bringen – ein ehrgeiziges Projekt für einen ehrgeizigen Magistraten.



Rhetorik Note: 4–5

Er legt eine angenehme Zurückhaltung an den Tag, er ist kein Showman, er spricht nur, wenn er etwas zu sagen hat, und überlegt vorher lange. Im Tonfall hat er eine seriöse, freundliche Grundhaltung, ohne unterwürfig zu wirken. Er ist ein guter Zuhörer, das wertet ihn kommunikativ auf. Allerdings vermisst man bei ihm Emotionalität, er sollte auch verbal mal etwas energischer werden, sonst fehlt die Durchschlagskraft. Rhetorisch mangelt es ihm an Eindeutigkeit.


Kleidung/Aussenwirkung Note: 5
Die Romands scheinen beim Griff in den Kleiderschrank einfach ein besseres Gespür zu haben. Die stilsichere, modemutige Micheline Calmy-Rey hat da Standards gesetzt. Der Innenminister wird seiner gut sitzenden Anzüge und der Attitüde eines Gentleman wegen auch gerne als «George Clooney des Bundesrats» betitelt. Noch fehlt ihm die gewisse Lockerheit. Unser Tipp: Etwas weniger Akkuratesse – vom Scheitel bis zur Sohle – würde Didier Burkhalter gut anstehen.
Gunst des Schicksals Note: 5–6
Er hat ein gutes Jahr vor sich, ich sehe keine grösseren Schwierigkeiten auf ihn zukommen. Zudem hat er gute Berater um sich und seine Familie gibt ihm Rückendeckung, das ist wichtig. Er ist sensibel und feinfühlig, ein guter Mensch. Seine Ausstrahlung ist positiv, aber man soll sich nicht täuschen lassen: Der Mann weiss, was er will, und er kann Leute entsprechend beeinflussen. (Basler Zeitung)

Montag, 2. Januar 2012

Dieser klassische Kommunikationsfehler kann Wulff das Genick brechen - der mediale Druck steigt jedenfalls

Wenn sich bewahrheitet, dass  Bundespräsident der Presse gedroht hat. Er versuchte einen kritischen Artikel in der Bildzeitung zu verhindern (falls der Beitrag über den
Bankkredit veröffentlicht werde,  würde er die Zusammenarbeit mit dem Springer Verlag brechen). Dieser unbedachte Druckversuch könnte für Wulff zum Bumerang werden. Bild brachte den Beitrag trotzdem. Bis jetzt hatte er trotz aller Kritik von Angela Merkel - selbst von der SP - noch einhellige Rückendeckung. Mit den jüngsten Enthüllungen hingegen kommt nun der Bundespräsident in eine äusserst heikle Situation. Der Kommunikationsfehler könnte nun  das Fass zum Ueberlaufen bringen. Wulff hätte sich dann durch sein  unbedachtes Verhalten das Grab selbst geschaufelt.
BILD in eigener Sache:


Der Wulff-Anruf beim BILD-Chefredakteur


Foto: dpa

In einigen Medien sind telefonische Kontakte zwischen Bundespräsident Christian Wulff und BILD-Chefredakteur Kai Diekmann zum Thema geworden.​


Richtig ist, dass BILD dem Bundespräsidenten vor der Veröffentlichung der Recherchen zu seinem umstrittenen, privaten Hauskredit Gelegenheit zu einer ausführlichen Stellungnahme gegeben hat. Eine solche Stellungnahme hatte der Bundespräsident am Montag, den 12. Dezember, zunächst abgeben lassen, dann aber kurz vor Redaktionsschluss wieder zurückgezogen.​
Im Anschluss daran versuchte der Bundespräsident, BILD-Chefredakteur Kai Diekmann direkt zu erreichen, der sich zu der Zeit auf einer Dienstreise befand. Als das nicht gelang, hinterließ der Bundespräsident eine längere Nachricht auf der Handy-Mailbox des Chefredakteurs.​
Der Bundespräsident zeigte sich darin empört über die Recherchen zu dem Hauskredit und drohte u.a. mit strafrechtlichen Konsequenzen für den verantwortlichen BILD-Redakteur. ​
Zwei Tage nach der ersten BILD-Veröffentlichung zu dem Hauskredit (Dienstag, 13.12. 2011) suchte der Bundespräsident erneut den Kontakt zum BILD-Chefredakteur und bat in einem Telefonat persönlich um Entschuldigung für Ton und Inhalt seiner Äußerungen auf der Handy-Mailbox. ​
Deshalb hat die BILD-Zeitung nach breiter redaktioneller Debatte davon abgesehen, eigens über den Vorfall zu berichten.​
Dieser Verzicht hatte und hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die weiteren Recherchen in allen offenen Fragen, die sich u.a. im Zusammenhang mit dem Hauskredit stellten oder noch stellen könnten.​


Die Chefredaktion​

Nachtrag:


Wulff schweigt am 2. Januar strikte. Die Oeffentlichkeit erwartet  jetzt eine Klärung! Den Kopf zu lange in den Sand zu stecken, wäre ein weiterer Kommunikationsfehler. Es darf nun eine persönliche Erklärung erwartet werden. Denn es wäre eines Bundespräsidenten unwürdig, wenn er die freie Berichterstattung unterbinden will. Wenn die Drohungen am Telefon zutreffen, wäre dies eine unzulässige Einflussnahme.


Die Spenglerhalle
Die Spenglerhalle bietet Ihnen einmalige Möglichkeiten für einen unvergesslichen Anlass. Gerne stellen wir mit Ihnen ein massgeschneidertes Angebot für Ihre Veranstaltung zusammen. Gemeinsam mit unseren Partnern bieten wir einen Komplettservice an: Raum, Infrastruktur, Gastronomie, Dekoration, Kommunikation und Rahmenprogramm.

Seminarworkshop

07.02.2012 - 08.02.2012

"Argumentationsmanagement und Medientraining"
7. & 8. Februar 2012, Spenglerei, Winterthur l Angebot in Zusammenarbeit mit Marcus Knill, Experte für Medienrhetorik, Uhwiesen


Weitere Infos unter: www.umsetzung.ch / Barbara Günthard-Maier
Anmeldeschluss ist ein Monat vor Kursbeginn.

Schade! Eveline Widmer- Schlumpf enttäuschte:


Zur Neujahrsansprache der Bundespräsidentin 






Eveline Widmer Schlumpf redet von schwierigem 2012

Bundespräsidentin Eveline Widmer - Schlumpf betont in ihrer Neujahrsansprache an das Schweizer Volk, dass ein schweres Jahr bevorstehe. Jedoch nicht nur für die Schweiz, sondern für die ganze Welt. Man steht aber auch vor spannenden und grossen Herausforderungen, so Widmer Schlumpf weiter.
Ausserdem fordert die Bundespräsidentin die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und so bei der Gestaltung des Zusammenlebens in unserem Land mitzuwirken.


Eveline Widmer-Schlumpf gibt keine Details aus den Verhandlungen mit den USA preis (Archiv).





Dies in Kürze zum Inhalt der Neujahrsansprache der neuen Bundespräsidentin.



Was mich enttäuscht hat, ist die Art und Weise, wie die Bundespräsidentin die Rede gehalten hat:

- sie sprach zu trocken, ohne Herzblut

- die Emotionen fehlten

- Die Rede wurde nur als Pflichtübung erfüllt.  Jedenfalls überzeugte mich die Rednerin bei diesem Auftritt  gar nicht.

- Ich kann mir gut vorstellen, dass man ihr eine Rede geschrieben hatte und die Bundespräsidentin sich bemühte, diese Rede - wie eine Schülerin - so gut wie nur möglich - fehlerfrei über die Runden zu bringen.


SCHADE!

Nach den Wahlen nimmt sich die SP überraschend der SVP Thematik an:



Brisanter SP-Schwenker in Richtung SVP




Die Einschränkung der Personenfreizügigkeit soll für die Genossen kein Tabu mehr sein. «Das Thema darf nicht der SVP überlassen werden,» sagt Parteipräsident Christian Levrat.
(Zitat Tagi)


Erstaunlich: Vor den Wahlen blieb diese Thematik konsequent ausgeklammert und nun diese Wende. Die Einwanderungsproblematik und die Ventilklausel sind jetzt plötzlich ein Thema. Die SP hatte erkannt, dass die aktuelle unbefriedigende Situation bei der Einwanderungspolitik der SVP Aufwind geben könnte.