Montag, 5. Dezember 2011

Karl Lagerfeld hat nicht nur den Ueberblick verloren


Bei der letzten "Wetten-dass?" Sendung sass Modeguru Lagerfeld bei Gottschalk auf der Gästebank.
Er hinterliess dabei in mehrfacher Hinsicht  einen fragwürdigen Eindruck.


teaser image

Ich zitiere fashion.net/Blog:


1. Karl Lagerfeld scheint wohl allmählich etwas den Überblick über seine unzähligen Kollektionen verloren zu haben.






Den Anschein erweckte er zumindest bei seinem  Auftritt bei “Wetten dass,…?“. Als Thomas Gottschalk ihn auf seine Kollektion für das Kaufhaus Breuninger ansprach, reagierte Lagerfeld etwas verdutzt und wusste nicht so recht, wovon Gottschalk sprach. “Breuninger, wer ist das?!” war sein knappes und verwunderliches Statement.


Karl, vielleicht solltest Du Dich doch ein wenig mehr über dein unübersichtliches Imperium an Kollektionen informieren! Solch ein Auftritt ist peinlich und zeugt nicht wirklich von individuellem Design, sondern erweckt vielmehr den Anschein, dass Du Deinen Namen auf alles klebst – auch auf die Entwürfe die vielleicht nicht aus Deiner Feder stammen.
Karl Lagerfeld bei wetten dass mit Thomas Gottschalk - breuninger who?




2. Karl Lagerfeld und die Kinderstube


Ein Modeschöpfer darf eitel sein und es ist durchaus nachvollziehbar, wenn der Modeguru alle Körperstellen abdeckt, die sein Alter verraten (Hals, Hände):


Beispielsweise den faltenreichen Truthahnhals oder die Altersadern an den Händen. Diese Partien lassen sich bekanntlich nicht straffen.







Auf der Coach zeigte jedoch Karl Lagerfeld seine rüppelhafte Seite, die er vor dem Fernsehpublikum nicht verdecken konnte.
Anstatt dem Gastgeber konzentriert zuzuhören und die Semdung mit zu verfolgen, plauderte er ständig mit seiner hübschen Nachbarin. Lagerfeld scheint alles zu fehlen, was man schon in der Kinderstube hätte lernen sollen. Durch das überhebliche, unkultivierte Verhalten hat sich der egozentische Modestar in der Oeffentlichkeit selbst demontiert.

Kommentar: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.




Sonntag, 4. Dezember 2011

Bild zum zweiten Advent


Quelle Blick



Blick weiss, wie die Szenarien bei der Bundesratswahl ablaufen könnten


Die aufgezeigten Varianten sind kein Kaffesatzlesen. Dank der Stimmenverhältnisse können  mögliche Szenarien ziemlich genau antizipiert werden. 


Mögliche Szenarien am 14. Dezember sind:

Szenario: Alles wie jetzt

Wahlausgang:
Alle bisherigen Bundesratsmitglieder werden wiedergewählt. Einer der beiden SP-Kandidaten erhält den Sitz, den Micheline Calmy-Rey verlässt. Die SVP muss weiter auf ihren zweiten Sitz warten.

So läufts: SP, Grüne, CVP, BDP und FDP wollen die tüchtige, gut funktionierende Regierung weiterarbeiten lassen. Zumal grosse Herausforderungen wie eine Finanz- und Wirtschafts­krise und die Energiewende bevorstehen. Die SVP wird auf die nächste Vakanz vertröstet und überlegt sich, ob sie Ueli Maurer zurückziehen und in die Opposition gehen will.

Szenario: Die dritte Kraft


Wahlausgang: Die SVP erhält einen Sitz auf Kosten der FDP, abgesehen davon bleibt die Sitzverteilung unverändert. Entweder ersetzt Bruno Zuppiger (SVP) Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP). Oder Jean-François Rime (SVP) wird anstelle von Didier Burkhalter (FDP) gewählt.

So läufts:
CVP und BDP kündigen verbindlich an, dass sie zusammengehen wollen. Die neue Gruppierung wird mit gut 50 Sitzen und 17,5 Wählerprozent dritte Kraft noch vor der FDP (41 Sitze; 15,1 Prozent). Auch die SVP akzeptiert, dass die FDP nur noch vierstärkste Kraft ist und die Konkordanz neu gerechnet werden muss. Die SVP wählt Widmer-Schlumpf und erhält dafür ihren zweiten Sitz.

Szenario: CVP statt FDP


Wahlausgang: SVP-Mann Zup­piger wirft im zweiten Wahlakt Widmer-Schlumpf aus der Regierung. Dafür verliert die FDP ihren zweiten Sitz an einen CVP-Vertreter wie Urs Schwaller.

So läufts: BDP-Bundesrätin Widmer-Schlumpf verliert bei Mitte-Links zu viele Stimmen, Zuppiger setzt sich durch. Weil Mitte-Links aber dem SVP-FDP-Lager mit seinen bloss 100 Stimmen nicht vier Sitze gibt, wird der FDP ein Sitz abgeknöpft. Da Widmer-Schlumpf nicht gegen einen amtierenden Kollegen antreten will, geht der Sitz an die CVP. Sie kann für sich geltend machen, dass sie gleich viele Parlamentssitze hat wie die FDP.

Szenario: Teile und herrsche

Wahlausgang: Die SVP erhält ihren zweiten Sitz zulasten der BDP. SP und FDP sind weiterhin mit zwei Vertretern im Bundesrat, die CVP mit einem.

So läufts: Zwar haben SVP und FDP mit ihren gut 100 Sitzen und 40 Prozent Wähleranteil nur Anrecht auf drei Bundesräte. Aber die SP hat Angst, im siebten Wahlakt ihren zweiten Sitz zu verlieren. Darum geht sie auf Nummer sicher und schliesst sich mit FDP und SVP kurz.

Szenario: Voodoo

Wahlausgang:
Bruno Zuppiger setzt sich mit SP-Stimmen gegen Johann Schneider-Ammann durch. Weil er ein verdienter Bundesrat ist, wird der im letzten Wahlakt auf den SP-Sitz gewählt. Die verbleibende SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruge tritt daraufhin zurück. Die SP geht in die Opposition.

So läufts:
Vor dem Überraschungscoup sagt die SVP, die SP habe wegen der Wiederwahl von Widmer-Schlumpf die Konkordanz gebrochen. Zu den 104 Stimmen aus dem Rechtsblock kommen die weiter nötigen 19 Stimmen von vereinzelten CVP- und GDPlern – und Berner BDPlern, die ihren Kantonskollegen nicht nicht wählen wollen. Die SP zieht ihre verbliebene Bundesrätin zurück. Auf ihren Platz wählt die Bundesversammlung GLP-Chef Martin Bäumle.





Kommentar: Alles ist mögich.  Es ist durchaus  denkbar, dass  unerwartete Schattenspielchen zu völlig neuen (chaotischen) Situationen führen könnte. Ich rechne mit Ueberraschungen.







Zur kommunikativen Kompetenz unserer Bundesräte

Was wir von den neugewälten Magistraten erwarten dürfen.


Wer das Amt eines Bundesrates übernimmt, muss sich in mindestens in zwei Landessprachen




kurz




einfach




konkret ausdrücken können, so dass die Gedanken von Journalisten nicht zuerst entschlüsselt werden müssen.




Bereits im Parlament müsste einem Politiker bewusst geworden sein,  dass "parlare" zur Kernkompetenz eines Parlamentariers gehört. Parlament kommt weder von "Palaver" noch von "lamentieren" (jammern). Es ist aber ein Jammer, wenn wir von Bundesräten mit Bandwurmsätzen, Einschüben und  Querverweisen gelangweilt werden.

In unseren massgeschneiderten individuellen Modulen im Mediensimulator
werden wir Ihnen im prozessorientierten Einheiten  zeigen, wie Fremd- und Fachwörter vermieden werden und sinnvolle Sprachbilder und Vergleiche genutzt werden können.

Samstag, 3. Dezember 2011

Nun kam er doch noch: Der erste Schnee


Zum Skifahren reicht es leider noch nicht: Schneelandschaft im Bündnerland. (Archivbild)

Ob das Sprachdefizit so rasch ausgebügelt werden kann?



Ich zitiere TAGI

«Je vais améliorer mon français»


Bruno Zuppigers Französisch ist holprig und wird kritisiert. Nun hat er sich ein ambitioniertes Lernprogramm auferlegt. Kommt schon heute Abend der grosse Test vor laufender Kamera?
«Sollte mich die Bundesversammlung zum Bundesrat wählen, dann würde ich versuchen, ein- bis zweimal wöchentlich von 5 bis 7 Uhr morgens Fremdsprachen zu trainieren»: Bruno Zuppiger.


«Sollte mich die Bundesversammlung zum Bundesrat wählen, dann würde ich versuchen, ein- bis zweimal wöchentlich von 5 bis 7 Uhr morgens Fremdsprachen zu trainieren»: Bruno Zuppiger.
Bild: Keystone

Auch für Adolf Ogi war das Französisch eine Tortur

Der damalige Bundespräsident bei seiner Neujahrsansprache im Jahr 2000.

Nachhilfe auch für Pierre-Yves Maillard

Nicht nur Bruno Zuppiger will seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern, sollte er Bundesrat werden. Auch Pierre-Yves Maillard sieht noch Nachholbedarf. Er könne sich in Deutsch durchschlagen, sagte er jüngst gegenüber Medien. Aber sicher fühle er sich nicht. Die anderen beiden Kandidaten aus der Romandie, Alain Berset und Jean-François Rime, scheinen ziemlich sattelfest, was ihre Deutschkenntnisse anbelangt.
Die Überraschung war dem damaligen SF-Moderator Reto Brennwald gelungen, als er vor der letzten Bundesratswahl im September 2010 die «Arena» in Englisch eröffnete. «Mrs Keller, let me ask you the first question in English», sprach Brennwald die Bundesratskandidatin an. Er wollte von ihr wissen, ob sie bei den Fraktionshearings in Englisch angesprochen wurde. «Yes, and I guess you want me to answer in English», fragte die St. Gallerin in perfektem Englisch zurück. Kein Wunder, die Regierungsrätin war früher Dolmetscherin. Auch Johann Schneider-Ammann musste daran glauben. «Je me débrouille raisonnablement en français», schlug sich der Berner Unternehmer im Vergleich zu Keller-Sutter weniger souverän, aber dennoch wacker


Sie kommt immer wieder, die Sprachenfrage, also wie gut die Bundesratsanwärter die zweite Landessprache sowie die Weltsprache Englisch beherrschen. Und sie kommt auch jetzt wieder. Diesmal trifft es den Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Gewerbeverbandspräsident für höhere Weihen noch Nachholbedarf hat. Seine Standeskollegin, CVP-Nationalrätin Kathy Riklin, sagt es so: «Herr Zuppiger hat als Präsident von Kommissionen und Delegationen an offiziellen Anlässen schon verschiedentlich fremdsprachige Ansprachen gehalten. Das war meiner Ansicht nach nicht überzeugend.» Aufgefallen ist das auch anderen.


Nachhilfestunden in der Früh


Zuppiger selber macht daraus auch kein Geheimnis. «Ich werde das Thema Fremdsprachenkenntnisse mit hoher Priorität angehen, damit ich mich auch frei ausdrücken kann», sagt er auf Anfrage. Und als wollte er beweisen, dass es jetzt schon nicht schlecht steht um sein Französisch, ergänzt Zuppiger im schweizweit berühmtberüchtigten Français fédéral (oder alternativ auch français Emil): «Je vais améliorer mon français.» Wie das? «Sollte mich die Bundesversammlung zum Bundesrat wählen, dann würde ich versuchen, ein- bis zweimal wöchentlich von 5 bis 7 Uhr morgens Fremdsprachen zu trainieren», erklärt Zuppiger. Riklin rümpft darob die Nase: «Wieso erst jetzt? Er ist doch bereits 12 Jahre im nationalen Parlament.»
Vorerst aber muss Zuppiger beweisen, was er bis jetzt an Fremdsprachen drauf hat. Denn schon nächste Woche beginnen für die Bundesratskandidaten die Hearings bei den Fraktionen.


Bei Westerwelle ging es auch
Dass mit dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey der Sitz im Aussendepartement frei wird, bringt zusätzlich Brisanz in die Fremdsprachenfrage. Zeigt niemand Wechselgelüste – und danach sieht es derzeit aus – würde dem Zürcher Oberländer das EDA winken. «Sollte ich Aussenminister werden, gibt es im schlimmsten Fall auch noch Übersetzer», so Zuppiger schlagfertig. Ein Blick über die Grenze zeigt, dass diese Rechnung durchaus aufgehen kann, siehe Guido Westerwelle.
Und wie sieht man in der Romandie einem Bundesrat Zuppiger entgegen? «Je ne veux pas créer une polémique avec ça», heisst es auf Anfrage bei einem Ratskollegen. Auch andere wollen sich nicht äussern. Aus Erfahrung ist aber bekannt, wie heftig dieses Thema auch ennet dem Röschtigraben debattiert wird.


Keller-Sutter unterlag trotz perfekten Sprachkenntnissen


Gut möglich, dass das Fremdsprachenthema bereits heute Abend öffentlich aufgenommen wird, in der Sendung «Arena» nämlich. Die vier offiziellen Bundesratskandidaten sind ins SF-Studio geladen. Ins Pendant der Romandie, «Infrarouge», könnte sich Zuppiger allerdings nicht vorstellen zu gehen: «Im Moment sind meine Französisch-Kenntnisse nicht gut genug, dass ich in eine Diskussionssendung in der Romandie gehen würde. Plötzlich fehlt mir ein Ausdruck und das unterbricht dann die Debatte unnötigerweise.»


Kommentar: Zuppinger kann sich nicht mit Westerwelle vergleichen.
Heute werden die Sprachkenntnisse vorausgesetzt und ein Magistrat muss fähig sein, sich in zwei Landessprachen - aber auch in ENGLISCH - verständlich auszudrücken. Ich kann mir vorstellen, dass Zuppingers Sprachdefizite die Wahl beeinflussen könnten.

Freitag, 2. Dezember 2011

Zur kommunikativen Kompetenz unserer Bundesräte

Was wir von den neugewälten Magistraten erwarten dürfen.


Wer das Amt eines Bundesrates übernimmt, muss sich in mindestens in zwei Landessprachen




kurz




einfach




konkret ausdrücken können, so dass die Gedanken von Journalisten nicht zuerst entschlüsselt werden müssen.




Bereits im Parlament müsste einem Politiker bewusst geworden sein,  dass "parlare" zur Kernkompetenz eines Parlamentariers gehört. Parlament kommt weder von "Palaver" noch von "lamentieren" (jammern). Es ist aber ein Jammer, wenn wir von Bundesräten mit Bandwurmsätzen, Einschüben und  Querverweisen gelangweilt werden.

In unseren massgeschneiderten individuellen Modulen im Mediensimulator
werden wir Ihnen im prozessorientierten Einheiten  zeigen, wie Fremd- und Fachwörter vermieden werden und sinnvolle Sprachbilder und Vergleiche genutzt werden können.



Donnerstag, 1. Dezember 2011

Aus dem gestrigen Gedankenaustausch mit dem befreundeten Südkurier Journalisten
Gunter Faigle schrieb er mir heute folgende überlegenswerte Zeilen:


Von Albert Einstein stammt das Diktum:

"Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher."

Georg Picht hat eine Aussage gemacht, die mir sehr ans Herz gewachsen ist:

"Gebildet ist ein Mensch, wenn er das versteht, was er selber sagt."

Daraus habe ich für den Hausgebrauch abgeleitet:

"Gut ist ein Journalist, wenn er das versteht, was er selber schreibt."




Gunter

Kommentar: Dem ist nichts beizufügen!